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und alle neuen Streitigkeiten einer friedlichen Regelung unterbreiten. Der Kongreß fordert g e - neue Definierung des Angriffsfal> l e S und der Sanktivnen und allgemeine Rüstungseinschränkung alsbald nach dec Ratifizierung des Protokolls.

Frankreich gegen den Anschluß.

Die Pariser Presse zürn Zwischenfall auf dem Friedenskongreß.

Paris. 5. Eevt. (TU.) De Qltenbbiätlcr kommentieren zum Teil noch sehr ausführlich den am Mittwoch auf dem Friedenskongreß vorge- fornmenen Zwischenfall.Journal des Debats" hebt ausdrücklich hervor, daß auf französischer Seite die Befürchtung bestand, daß Lobe in seiner Ansprache die Frage des An­schlusses Oesterreichs aufwerfen würde. Politisch gesehen habe der Zwischenfall das Gute gehabt, daß Deutschland und Oesterreich nicht länger im Zweifel gelassen werden, daß die französische O e f f e n t l i ch ke i t unter keinen Umständen den Anschluß dul­den werde. Löbe sei mit der Hoffnung nach Paris gekommen, daß die französische De­mokratie für den Anschluhgedanken zu gewinnen sei. 3n dieser Hoffnung war Löbe durch die Atmosphäre des Marseiller Kon­gresses bestärkt worden. Es hätte daher gegolten, auf die eine oder andere Weise ihm begreif­lich zu machen, daß er in einem s chweren Irrtum befangen fei. Der' ..Temps" sagt in einer erneuten Besprechung des Zwischenfalles, daß der deutsche Pazifismus den Be­griff des früheren Imperialismus vom größe­ren Deutschland vollkommen in sich auf­genommen habe.

Oesterreichs Sanierung vor dem Völkerbund.

Genf, 4. Sept. iTU.) Der französische Mi­nisterpräsident Painleve traf heute um l/25 Ahr im Völkerbund ein, um den Vorsitz im Oesterreich-Komitee zu übernehmen. Zu der Sitzung erschien auch der tschechische Außen­minister Dr. De ne sch Für die Verhandlungen waren besondere politische Maßnahmen getroffen worden und ein Teil des Gartens des Völker­bundspalais, der dem Sitzungssaal benachbart liegt, polizeilich abgesperrt. In der vertrau­lichen Sitzung gab der Generalkommissar des Völkerbundes Zimmerm ann eine längere op­timistische Darstellung der Finanzlage Oester­reichs. Die Wirtschaftssachverständigen R i st und Layton erläuterten die Schlußfolgerungen ihres Berichtes. Sämtliche Mitglieder des Ratskomitees bekundeten ihre Genugtuung über die Fortschritte des Sanierungswerkes in Oesterreich, wobei Painlevc dem Verneh­men nach besonders anerkennende Worte für Oesterreich gebrauchte. Von irgendeinem Termin für den Abbau der Völkerbundskon» trolle in Oesterreich wurde nicht gesprochen. Immerhin ergab die Aussprache eine grundsätz­liche Zustimmung zum Abbau der Äont rolle. Chamberlain erhob jedoch trotz grundsätz­licher Zustimmung Bedenken. Bei einer raschen Aufhebung der Kontrolle mühten erhebliche aus­ländische Kapitalsinteressenten be­rücksichtigt werden. Auch der italienische Dele­gierte Scialoja machte diesen Einwand geltend, während Benes ch betonte, daß das Problem der Aufhebung der Kontrolle nicht nur vom finanziellen und wirtschaftlichen, sondern auch vom . politischen Standpunkte aus betrachtet werden müsse. Die Entscheidung der Frage, wann l ein Abbau der Kontrolle erfolgen kann, wird von dem guten Willen des Finanzkomitees des Döl- 1 kerbundes und von der Meinung der Wirtschafts­sachverständigen abhängig gemacht,, deren Bericht » erst in einigen Tagen seine endgültige Fassung erhalteü wird.

Deutschen-Ausweisungen aus Oesterreich?

Wien, 5. Sept. Hier läuft das Grücht um, daß Regierungsstellen sich mit einem Plan zur Bekämpfung der Arbeitslosig­keit befassen. Ein Teil dieses Planes soll die Anregung sein, die in Oe st erreich berufs­tätigen Ausländer auszuweisen, um Platz für die österreichischen Arbeitslosen zu schaffen. Die Zahl der in Oesterreich berufstäti­gen Ausländer wird auf 120 000 geschäht, wovon 40 000 Reichsangehörige sind, die staats­rechtlich gleichfalls als Ausländer betrachtet wer­den. Praktisch hat man bisher die Reichsange­hörigen niemals als Ausländer betrachtet oder behandelt und der Ausweisungsplan wird daher den heftigsten Widerspruch in Oester­reich selbst Hervorrusen.

Keine deutsch-polnische Verständigung.

Fortgang der Optäntenarrsweisnngen.

Berlin, 5. Sept. ($H.) Der polnische Minister des Aeußern hat dem deutschen Ge­sandten in Warschau ein ant 1. September auf der Gesandischast eingegangenes Schreiben zu­gehe?. lassen, das sachlich nichts Reues bietet. Graf Skrzhnski beharrt auf der ableh­nenden Stellung der polnischen Regierung, die nicht verstände, wie die Inanspruch- nähme von Rechten aus einem Vertrag für die Beziehungen zweier Länder verhängnis­voll sein können. Da Polen sich nach wie vor auf sein formales, ihm deutscherseits bestrittenes Recht stutzt, werden also die Optantenaus­weisungen und die Frage der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen w e i t er­geh e n.

An einem der letzten Tage haben Polen in dem Dorfe Honigseide (Kreis Stuhm) meh­rere aus Polen ausgewiesene Optanten über fallen und mit Stöcken, Bierflaschen unb Latten geschlagen. Zum Schluß stachen die Polen mit Messern auf die Deutschen ein, wobei einem jungen Manne namens Blank der Knochen eines Armes vollständig zertrümmert wurde. Ein anderer Deutscher wurde zu Boden geworfen, worauf drei Polen auf ihn hieben und mit ihren Messern auf ihn ein­st a ch e n. Unter Aufwendung aller Kräfte ge­lang es dem Schwerverletzten, den Polen zu entkommen. Er wurde in ein Krankenhaus ge­bracht. Sein Zustand ist hoffnungslos.

reifen?

Der

Gießener Wochcnwarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 220 bis 230. Matte 35. Käse 70, Wirsing

Deshalb: Fahnen heraus?

Einbruchsdiebstahl in der Ortskrankenkasse.

dem Einbruch in der Allgem. Ortstranfen-

hinwies.

Als erster Redner sprach darauf General­direktor Dr. Riedner über Archivwese n und Weltkrieg. Er wies die nochimmer da und dort erhobenen törichten und gehässigen Anschalldigungen über angebliche Archivberau- bungen und Zerstörungen durch die deutschen Truppen zurück, wobei ihm die von unseren Gegnern selbst veröffentlichten Berichte zum Be­weise der Unhaltbarkeit solcher Vorwürfe dienen konnten. Don besonderer Bedeutung waren die Darlegungen über die Durchführung der Archiv- lich wiverholte er die immer wieder zu stellende lich wiederohlte er die immer wieder zu stellende Forderung auf Oeffnung der f e in dl ichen Archive als des einzigen Mittels zur völligen Beseitigung der Kriegsschuldlüge.

Der Rachmittag brachte nach einem einfüh­renden Vortrag des fürstlichen Thurn» und Taxisschen Oberarchivrats Dr. Frehtag -Re-

toaltung in Syrien die Schuld an den Unruhen trägt.

Die Lage in Marokko.

Paris, 4. Sept. (Haras.) Das französische und fpanifdje Marinegeschwader und die Flugzeugge- schwader beider Länder beschießen Alhucemos seit drei Tagen. Keine französische Streitkraft wird sich an der Landung beteiligen, abgesehen von der Un­terstützung durch das Marine- unb Flugzeugge­schwader. Die Spanier führen gegenwärtig einige Einzelunternehmungen an der Front von Melilla durch. An der französischen Nordfront sind die Truppen überhaupt noch gar nicht in Tätigkeit ge­treten, so daß von einem Beginn der französisch- spanischen Generaloffensive, deren Vorbereitung allerdings eifrig betrieben wird, nicht die Rede sein kann. Die Bombardierungsflugzeuge, die jüngst in Marokko eingetroffen sind, werden in der Umgegend von Fez eingesetzt werden. Es handelt sich um Flug­zeuge mit Doppelmotoren, die Bomben von 200 Kilogramm Gewicht mitnehmen.

Die Mossuifrage vor dem Völkerbund.

Genf. 4. Sept. (WTB.) In nichtöffentlicher Sitzung beschloß der Völkerbundsrat. die weitere Behandlung der Mossuifrage einem dreigliedrigen Ratskomitee zu über­tragen. das aus Quinones de Leon-Spa­nien, G u a n i - Uruguay und II n b e n - Schwe­den besteht. Diese Kommission wird ihre Ar­beiten sofort auf Grund der Unterlagen auf­nehmen. die in dem Bericht der Mossulkvmmission enthalten find bzw. von den beiden Parteien geliefert wurden.

Die Beerdigung Böllings.

' Darmstadt, 4. Sept. Heute, gegen Mittag, fand in Gegenwart eines nach Hun­derten zählenden Trauergefolges die Bei­setzung des verstorbenen Generalmusikdirektors Michael Dalling auf dem Waldfriedhof statt. Rachdem Stadtpfarrer Vogel zunächst am Por­tal des Friedhofs eine Ansprache an die Trauer­gemeinde gehalten hatte, bewegte sich der Leichenzug nach dem Grabe. Bei der Bestat­tung waren zugegen der Minister des Innern von Brentano sowie noch andere Vertreter höherer Regierungsämter:

. Die Jubiläumsfeier der russischen Akademie der

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 5. September 1925.

Neue Bestimmungen über die andwirtschaftiichen Notstands- Kredite.

Die Abteilung für Ernährung und Landwirt- schast des Hess. Ministeriums für Arbeit unb Wirtschaft gibt bekannt:

In Verhandlungen mit den Stellen, welche die Geldmittel für den staatlichen Rotstandskredit seiner Zeit zur Verfügung gestellt hatten, wurde erreicht, daß die gewährten Darlehen unter Be­rücksichtigung der gegenwärtigen schwierigen Ver­hältnisse in der Landwirtschaft rricht bereits in ihrer ganzen Höhe zum 1. Oktober d. I. zurück» gezahlt werden müssen. Das Entgegenkommen erstreckt sich jedoch nur auf Darlehen, deren Ge­samtbetrag bei dem Einzellandwirt 100 Mk. über­steigt. Darlehen unter diesem Betrag sind bis zum I. Oktober d. 3. zurückzuzahlen. Landwirte, deren Gesamtschuld aus dem staatlichen Rot­standskredit mehr als 100 Mk. betragt, haben bis zum 1. Of lobet d. I. ein Drittel der Ähuld. mindestens jedoch 100 Mk., zuruckzu- zahlen. Das zweite Drittelnder Darlehen ist bis zu m 1. Dezembe r fällig"'Ueber den Zeitpunkt der Rückzahlung des letzten Drittels sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Für Rückzahlungen, die erst nach dem 1. Oktober d. I. geleistet werden, muß mit einer Erhöhung des Zinssatzes gerechnet werden.

Fahnen heraus!

Mitbürger? Den Angehörigen unserer früheren Garnison mutz Gießen einen würdigen Empfang be-

Zu

!asse Gießen erfahren mir noch, bah bie geraubte Summe nicht 11000 Mk., sondern 1 4 022 M k.

aensburg eine Besichtigung des ihm anvertrauten Archivs und der Hofbibliothek. Am Dienstag vormittag fanden längere Beratungen über die Frage Archivalien-Diebstähle und ihre Verhütung statt. Hierauf machte Hofrat H ö d l vom Kriegsarchiv in Wien aufschlußreiche Aus­führungen über Geschichte, Einrichtung und De-

Wettervoraussage.

Rur geringe Besserung der herrschenden Wttterung.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 12,7, Minimum 5,4 Grad Celsius. Riederschläge: 8,4 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 6,9 Grad Celsius.

*

* Das Speiseeis im Strahenver- k a u f. Dom Polizeiamt Gießen wird uns ge­schrieben: Durch chemische Untersuchung ist fest­gestellt worden, daß die von Straßenhändlern in den Verkehr gebrachten Speiseeise (Frucht­eise) nicht aus natürlichen Früchten, sondern aus aromatisierten und künstlich gefärbten Er­satzmitteln (Eispulver, Essenzen) hergestellt wor­den sind Wir weisen darauf hin, daß derartig hergestellte Eise nicht unter Bezeichnungen, die für aus reinen Produkten hergestellten Waten (Fruchteis, Banllleeis) üblich sind, zum Berkaus gebracht werden dürfen. Derartige Erzeugnisse müssen alsKunsteise mit Himbeer-, Erdbeer-. Vanillegeschmack usw." deutlich gekennzeichnet werden. Bei Zuwiderhandlungen wird auf Gtuno des § 10 des Rahrungsmittelgesetzes vom 14. Mar 1879 eingeschtitten werden. Die meist gleich- zettig mit dem Eise zum 'Verkauf kommenden Waffeln müssen im Interesse bet öffentlichen Reinlichkeit und Gesundheit in geschlossenen, vor Straßenstaub und Schmutz gesicherten Behalt- nissen aufbewahrt werden.

" Das Ktiegsmuseum geöffnet. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß wäh­rend des Großen 116et-Tages das Ktiegs­museum. Landgraf-Phllipp-Plah 2 (Reues Schloß) unentgeltlich zur Besichtigung geöff­net ist.

Falsche Reichsbanknoten über 20 Re ichsrnark. Don den feit Rovember v. I. zur Verausgabung gelangten Reichsbanknoten übet 20 Reichsmark mit dem Datum des 11. Ok­tober 1924, bie ihren Schutz in einem natürliche, über bie ganze Rotenfläche rsicherten Wasser­zeichen (ftUifietter Reichsadler mit darüber be-

Tageskalender für Samstag. 116er-Tag: 8 Uhr abendsVolkshalle" Be­grüßungsabend mit Festspiel. Gesangverein Heiterkeit: Dereinslokal 8l/t Uhr KommerS zur Feier des 47. Stistungssestes. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Die Königsgrenadiere". Asto- ria-Lichtspiele: ..Der Reitet ohne Kopf".

Tages?alenber für Sonntag: 116er-Tag 10.30 Uhr Denkmahlsrveihe unb Feld- gottesbienft auf dem Lanbgraf-Philipp-Platz. 5 Uhr nachmittags kamerabschaftliches Zusammensein in ber Volkshalle. Lichtspielhäuser wie Samstag.

Der tschechische Kampf gegen ( die deutsche Schule.

Prag. 5. Sept. (Wolsf.) Rach einem von Prager Blättern veröffentlichten Artikel des deutschen Abgeordneten Kostka wurden seit dem Umsturz in der Tschecho-Slowakei 24 Prozent des deutschen Schulwesens vernichtet. Ins­gesamt wurden von 11 747 deutschen Schulen 2789 gesperrt.

Der preußische Kultusetat Höheres Schulwesen und Universitäten vor dem Hauptausschuß.

Berlin, 4. Sept. (T. U.) Der Hauptausschuß des preußischen Landtages nahm heute bie Ab- timmungen zum KapitelHöheres S ch u l = I wese n" vor. Angenommen wurde ein Antrag, der größere Mittel für die Weiterbildung der Leh- I rer und Lehrerinnen fordert. Der Fortbestand kommunaler höherer Lehranstalten soll durch aus­reichende Staatszuschüsse gesichert werden. Weiter wird gewünscht, daß den höheren Lehranstalten die Einrichtung von h ö ch st e n s drei! Parallelklassen gestattet wird. Die P f l i ch t- tundenzahl an den höheren Lehranstalten soll aber wieder so festgesetzt werden, wie sie bis Ostern 1925 war. Weiter wird gefordert, daß die soziale Staffelung des Schulgeldes weiter aus­gestaltet und die augenblickliche Höchstgrenze unter feinen Umständen überschritten wird. In allen Schulen soll die tägliche Turnstunde ein- geführt werden. Der Ausschuß wandte sich dann der Beratung des KapitelsUniversitäten und tech­nische Hochschulen" zu, über bas sich eine längere Aussprache entwickelte.

Kultusminister Dr. Decker wies darauf hin. daß die Reform der Hochschulverwaltung weiter fortgeschritten sei. Gewiß seien nicht alle Wünsche erfüllt worden, aber man müsse bedenken, daß I sich die politischen Verhältnisse seit dem Beginn der Reform wesentlich geändert hätten. Es komme darauf an, in vertrauensvoller Zusam­menarbeit zwischen Regierung und Universitäten unter Beibehaltung der historischen Linie die notwendigen fortschrittlichen Ver­besserungen durchzusetzen. Der Erlaß der neuen Universitäts- und Hochschulversas- s u n g stünde unmittelbar bevor. Die Mitwirkung I der Richtordinarien an den Berufungsvorschlägen habe sich bewährt. Die Gehaltslage der Hochschullehrer sei unter anderen Gesichtspunkten zu regeln als die Gehaltsfrage der übrigen Beamten, da hier ein ständiger Austausch mit anderen deutschen Ländern er­folge und Preußen konkurrenzfähig bleiben müsse, ja eine führende Stellung zu vertreten habe. Den Gedanken, jeden Professor nach einer Reihe von Arbeitsjahren ein Urlaubsjahr zu wis- I senschaftlicher Forschungstätigkeit zu gewähren. J halte er für notwendig, aber allgemein jur 1 Zeit nicht durchführbar.

Die Verhältnisse in der Studenten­schaft hätten sich namentlich in der wirtschaft­lichen Selbsthilfearbeit günstiger und ruhiger ent­wickelt. Man dürfe nicht jede politische Entglei­sung verallgemeinern. Der Minister begrüßte den von allen Parteien ausgebrückten Wunsch nach Förderung ber St ubentenheime. Die Regierung erhoffe von ber Errichtung von Stu­dentenheimen günstige ideelle und wirtschaftliche Folgen. Auch unerfreuliche polttische Erfcheinun- gen in Profesforenkreifen dürften nicht gleich verallgemeinert werden. Die wissenfchaft- liche Fortbildung ber Arbeiter werde vom Ministerium aufmerksam gefördert. Die Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M. habe sich gut entwickelt. Der Minister wies dann rauf die Rotwendigkeit einer stärkeren Ver­bindung von Technik und Wirtschaft an der Technischen Hochschule hin. Die Pflege der Leibesübungen an den höheren Schu­len habe sich gut entwickelt. Die Studentenschaft finde hier ein geeignetes Betätigungsfeld für ihre Selbstverwaltung.

Keine Erhöhung der Beamlen-

gehätter der Reichsbahn.

Berlin, 4. Sept. (WTD.) Heute sand eine von den Gewerkschaften ber Reichsbahnbeamten ge­wünschte Aussprache über bie Erhöhung ber Beamtenbezüge ber Reichsbahnbeamten mit dem ftelloertretenben Generaldirektor ber Deutschen Reichsbahngesellschaft, Direktor Dorpmüller, statt. Der Vertreter ber Reichsbahnge- sellschaft erklärte, daß Geldmittel zu einer Er­höhung ber Beamtenbesolbung nicht vorhanben seien unb boher nur durch eine Erhöhung ber Eis enbahntarife eingebracht werben könnten. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft könne sich aber zu einer solchen Maßnahme nicht entschließen, ben sie würbe ben Absichten ber Reichsregierung auf Senkung ber Prese bireft 3 u w i b er­laufen.

Neue Steuern in Frankreich.

I m 50-Pf.-Stücken (300 Mk.), Dollarschatzanrveisun- wt||£ni(Qu|tcn* I gCn (399 Mk.), 1 Briefumschlag mit 1500 Mk., ein

Petersburg, 5. Sept. WTB. Funkspruch.) I Briefumschlag mit 942 Mk.. bas übrige Gelb (Pa- ber Jubiläumsfeier ber ruf ischen Akabemie ber pierscheine zu 50, 20, 10, 5 unb 2 Mk.), war ge»

Paris, 5. Sept. (TU.) Wie amtlich gemelbct wirb, zeigt Caillnux neuer Etatsent - m u r f für 1926 ein Anwachsen ber Aus­gaben teils infolge ber Preissteigerung, teils weil frühere Ausgaben noch ungebedt sinb, so baß ein Defizit von 3 460 000 000 Frank entstauben ist. , 1.-7-.-°^-^: -- Zu besten Deckung hat Caillaux eine einheitliche 2^7 1'2

Vermehrung aller birekten Steuern, 1 bie-

oor allem bie Erhöhung ber Steuer aus bem Ar­beitseinkommen, Dorgefcqlagen, ferner neue Steuern für ben unprobuftiöen Grundbesitz unb eine pro­gressive Kapitalsteuer, bie burchschnittlich 40 Proz. der Kapitaleinnahmen betragen soll.

der Werdegang des Oesterreichischen Heeres, die­ses ruhmreichen Pioniers deutscher Kultur im Osten, von seinen Anfängen bis zum Ende der Monarchie widerspiegelt. In der Rachmittags- sitzung hielt Staatsoberarchivar Dr. Fürst- München einen Vortrag über die Reichsstädtischen . -r - - 1 Archive Bayerns mit besonderer Berücksichtigung

Dre Ursachen I Regensburgs, der über die Mediatisierung der

Reichsstädte in Bayern und deren Folgen für oes XJrUfCnaUfFlunue» diese Archive neue und interessante Forschnngs-

Paris. 4. Sept. (TU.) 2n Kairo hat die I ergÄnisse brachte.

Liga für das Selbstbestimmungsrecht des Liba- QIn den Archivtag schließt sich am Mittwoch nons eine öffentliche Prote st Versammlung uni) Donnerstag die Hauptversammlung der beut» gegen die französische Herrschaft in Syrien ab- I schen Geschichls- und Altertumsvereine und die gehalten. Zahlreiche Anwesende aus dem Konferenz der deutschen Landesgeschichtlichen In- Libanongebiet und aus Syrien legten die Ur» ftitute an.

fache zum Drusenaufstand klar. Obwohl in den itttvrtff eineä Tierkättbinetd.

letzten Jahren die drusische Bevöllerung gegen- UNsaU eines ^rv<,N0»llers.

über den französischen Behörden eine friedliche Berlin, 4. Sept. (WTB.) In ber heutigen Haltung gezeigt habe, hatten die Franzosen alle Abenbvorstellung bes Zirkus Krone ereignete Jtffi Beschwerden der Bevölkerung mit Auswei- ein aufregender Zwischenfall. Als in bem Vorsuy» fung und Gefängnisstrafen beantwortet, rungsaft ber zwölf bengalischen Königstiger Der Bon einer Schuhherrschaft im Rainen des Böller- Dompteur Sailor Jackson bie Tiger wieder noch bundes wäre nichts zu spüren gewesen, die fr an- I ben Käfigen zurücktreiben wollte, leistete eine zösischen Maßnahmen hätten sich im Rahmen Tigerin Wiberstand, sprang g eg en ben brutaler Kolonialherrschaft bewegt. Dompteur unb brachte ihm oberhalb bes Her- Das ..Echo de Paris", das einen Bericht von zens b re i flaffenbe Wunben bei. Das Pu- ber Versammlung in Kairo gibt, fordert energisch blikum schrie entsetzt auf; es enftanb sedoch keine den. Rücktritt des Generals Sarrail Panik. Das Tier fonnie_ mit einigen blinben und gesteht damit ein, daß Bie französische Der- I Schüssen in ben Käfig zurückgetrieben werben.

beträgt. Von biesem Betrag gehören runb 2500 Mk. ber Baugenossenschaft 1894, deren Kassierer bei ber Ortskrankenkasse beschäftigt ist unb ben Betrag m deren Kastenschrank aufbewahrte. Das gestohlene Geld war geordnet in Hartgeld und Papier; es bestand aus 1 Rolle in 3-Mark-Stücken (90 Mk.), 25 Rollen in I-Mark-Stücken (1250 Mk.), 12 Rollen

Zu der Jubiläumsfeier der ruf ischen mraoemie oer 1 pierfd^ei Wissenschaften sind aus Deut chlcmd, Japan unb | bünbelt. Norwegen Delegierte eingetro fen. Maxim Gorki richtete aus Italien einen Brief an bie Akabemie, in dem er fein Bedauern ausdrückt, daß er an den Jubiläumsfeierlichkeiten nicht teilnehmen könne. ________________ .

Auch Der deutsche, französische, italienische und japa- 15. Weißkraut 10, Rotkraut 15, gelbe Rüben 15, nische Botschafter richteten Glückwunschschreiben an rote Rüben 10, Spinat 25, Römischkohl 10,

die Akademie. Der deutsche Botschafter, Graf von Dohnen 25 bis 30. Unter-Kohlrabi 5. Misch- Brockdorff-Rantzau, betonte in feinem gsmüse 15, Tomaten 20, Zwiebeln 15, Meerrettich Schreiben, daß die Zweihundertjahrfeier ber Aka- 100, Rhabarber 20. Kürbis 8 bis 10, Pilze 35

bemie zugleich auch ein Jubiläum ber engen Der- bis 40, Kartoffeln 4U«, Frühäpfel 18 biÄ 20, Fall-

binbung zwischen beutscher unb russischer Misten- I äpfel 5, Dirnen 20 vis 25, Zwetfchen 20, Drom- schäft sei. beeren 40. Weintrauben 45, Preiselbeeren 70,

OIrrhinfrtrt junge Hahnen 100, Suppenhühner 120 Pf baS

Der oeut|a)e nrcgiviag. Pfund; Tauben 80, Eier 16. Blumenkohl 30 bis

Im altehrwürdigen Reichstagssaale zu Re- i50, Salat 10 bis 15, Salatgurken 10 bis 30, gensburg wurde in Gegenwart sehr zahlreicher I Nnmachgurken 1 bis 3, Endivien 10 bis 20, Vertreter der deutschen Archive, die aus allen ! Ober-Kohlrabi 5 bis 10. Lauch 10, Rettich 20 Ländern des Reiches und aus Oesterreich zu- b!8 30, Sellerie 40 Pf. das Stück; Rcchieschen fammentamen, der siebzehnte Deutsche Archivtag I Dd. 15 Pf.

eröffnet. Die Verhandlungen leitete der General- Borv.I.

bireftor der staatlichen Archive Bayerns, Dr. Riedner. Don feiten der bayerischen Kreis­regierung der Oberpfalz begrüßte die Versam­melten Regierungsdirektor S t ö h s e 1, der in sach­lich bedeuftamen Ausführungen auf die Wichtig­keit der Archive für die Staatsverwaltung und das staatliche Leben überhaupt und auf die Rot­wendigkeit fachmännischer Leitung und Deauf- fichtigung auch der nichtstaallichen Archivkörper

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