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Lichtspielhaus

Heute letzter TagsFridericus Rex, 3, und 4. Teil

Morgen Premiere!

Der letzte Mann morgen Premiere!

Einige Kritiken über den größten deutschen Film:

Berliner Morgenpost

.....Das Werk, an dem Dichter, Regisseur, Hauptdarsteller und Photograph gleich großen Anteil haben, bedeutet einen ungeheueren Fortschritt auf dem Gebiete der Filmkunst...

Der Tag Berlin.

......Der letzte Mann gehört ohne Zweifel zu den Ausnahmen, er gehört zu den Filmen, denen das Auge sich von Anfang bis zum Ende mit Genuß widmet.....

Vossische Zeitung.

.....Mayer, Murn au, Jannings im Zusammen­wirken, das bedeutet eine Leistung, wert, rund um die Erde zu wandern......

Deutsche Allgemeine Zeitung.

.....Daß ein solcher Film ein Riesengeschäft werden muß, liegt auf der Hand.....

Frankfurter Zeitung.

... Diesen Film muß man sehen!

Trotz der hohen Anschaffungskosten keine erhöhten Eintrittspreise!

DER LETZE MANN

UFA-FILM »AKTE VON CARL MEV EP REGIE: EWMURNAU N der Hauptrolle: EMlLJÄNNlNGt

The Times, London.

.......Sowohl vom menschlichen wie vom künstlerischen Standpunkt eine der feinsten Produktionen, die je gezeigt wurden ...... Jannings als Darsteller des Hauptcharakters ist vollkommen. Die Nebenfiguren sind her­vorragend. Es ist eine der bestausgeglichenen Darst ellerzusamm enstellungen, die es je gegeben hat. Die Regie ist durch nichts zu überbieten, was amerikanische Regisseure bis jetzt gezeigt haben. Die Photographie und Bauten sind in keiner Weise futuristisch, das ist alles echter Realismus. Ein glänzendes Werk.

The Morning Telegraph, Neuyork.

.......Dieser Film wird in den Annalen der Geschichte aufgezeichnet werden als einer der größten Filme der Dekade.

Es ist ein Werk, das wie noch kein anderer - Film seit Jahren durch persönliche Empfehlung von Mund zu Mund zum Erfolge kommen wird.

Wegen des zu erwartenden großen Andranges in den Abendvorstellungen bitten wir höflichst, die Nachmittags­vorstellungen besuchen zu wollen.

In den Astoria-Lichtspielens Chin-Chln-Chaw, der unersättliche Räuber die 40 Räuber Ein orientalisches Ausstattung^ und Abenteuererspiel in 6 Akten. 7420c

Fräulein Fob.

Roman von Anders E j e.

37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Sie können gewiß nicht mehr verblüfft sein, als ich selbst es war, da Fob mir dieser Tag« die Tragödie ihrer Ehe enthüllte. Ich hatte ja tatsächlich früher nicht ein i-Pünktchen mehr gewußt als Sie. 3d) sah nur, daß etwas nicht in Ordnung war. ilnö um das zu erkennen, brauchte man kein Sherlok Holmes zu sein. Aber sobald Fob ihre hartnäckige Verschlossen­heit endlich aufgegeben hatte und sich mir an- vertraute, sah ich, wie ich der armen, kleinen Fob auch sofort sagte, daß hier mit Thränen und Wehklagen nicht zu helfen war, hier muhte gehandelt werden, sofort und auf allen Seiten. Ich habe die ganze Zeit auch als meine Pläne noch ziemlich in der Luft hingen, mit Ihnen als einem Verbündeten gerechnet."

Das war sehr vernünftig von 3hnen. Hier­mit erklären wir also feierlich, miteinander ein Bündnis zum Angriff zu schließen."

Was Ihren Plan betrifft," fuhr Milltorp fort,so billige ich ihn natürlich. Das Moment eins Frau Fellips von hier wegzubringen, dürfte, soweit ich beurteilen kann, auf die ge­ringsten Schwierigkeiten stoßen."

Die Ausführung kann schwer genug werden, denn der Vankdirektor hat eine gute Witterung. Wir dürfen es nicht darauf ankommen lassen, daß er von der ganzen Sache etwas ahnt, ilnö er wird auch nicht unterlassen, sein Schloß mit den nötigen Schildwachen zu umgeben."

Also gilt cs, ihm und seiner Witterung zu­vorzukommen. Oder im schlimmsten Fall soviel als möglich seine Wachtposten unschädlich zu machen. Llebrigens ist nicht gesagt, daß die Haiduken ihrei- Herrn allzu heiß lieben. Aber dies unglückselige Papier ....."

Rachdezn die Verbündeten ihren Plan noch eingehend erörtert hatten, kletterten sie von ihrem hochgelegen Posten herab, und Milltorp be­gleitete Gabby durch den Wald.

Ich habe Ihnen noch nicht erzählt, daß ich Frau Fellips einmal getroffen habe, einmal vor langer Zeit, da sowohl ihre Ehe wie meine

Ansässigkeit hier noch in den Sternen geschrieben stand. Cs war eine Rächt in der Hauptstadt, die ich aus mehr als einem Grunde nicht ver­gessen werde. Ich nehme an, daß sie 3hnen von dem Souper mit Herrn Fellips im Hotel Savoy erzählt hat, jenem Souper, das aus gewissen Ursachen, die auf seiner Seite lagen, auf ganz dramatische Weise beendet wurde."

Gabby nickte.

Well, das war ich, der das Vergnügen hatte, sie aus der wie soll ich nur sagen? peinlichen Situation zu befreien."

Was?! Das waren Sie? Das hat mir Fob gar nicht erzählt."

Aus dem einfachen Grunde, weil sie mich nicht wiedererkannt hat. And das ist erklärlich. Sie hatte ja in jenen Augenblicken an ganz etwas anderes zu denken. Ich aber erkannte sie wohl wieder.

Die wenigen Sekunden hatte ich ja Gelegen­heit, sie ordentlich anzusehen, Sie verstehen.....

Obwohl ich in jener Rächt nicht daran dachte, sie je wieder zu sehen. Ich bin gewiß kein sentimentaler Mensch, wie Sie vielleicht gemerkt haben werden, aber ich kann Ihnen sagen, daß id) in jener Rächt ganz verzweifelt war. Als ich aus dem Hotel herauskam, stand ich knapp am Abgrund, so wie es nur einem ganz ruinierten Menschen geschehen kann. Die näheren älm- stände können Sie nicht interessieren, kurz und gut: ich besaß nicht so viel wie ein einziges Stück der kleinsten Kupfermünze des Staates. Aber wie Sie lehen, überlebte ich es. Ich toi dasselbe wie so viele andere in meiner Lage: es glückte mir, nach Amerika hinüber zu kommen. Dort wurde ich ordentlich hin und her geworfen. Die alte Geschichte, sie gleicht der von tausend anderen auf ein Haar. Der Llnterschied ist nur der, daß ich durchkam. Mnb gelingt einem dies, so hat man genug gelernt. Ich war dort drüben schon sehr anspruchslos geworden, aber seither hatte ich Glück, das ist alles."

Ich nehme an, daß Sie nur aus Bescheiden­heit so reden. Denn die Erfahrungen der elenden Iahre, von denen Sie sprachen, sind doch wohl nicht ganz ohne Bedeutung?"

Das kann schon sein. Ietzt sind wir aber wirklich schon bald beim verwunschenen Schloß,

und ich rede immer nur von mir selbst. Sagen' Sie nur, Fräulein Dulcroft, glauben Sie, daß uns Geld irgendwie nützen kann?"

Ohne Zweifel. Das Geld war noch in jedem Krieg ein mächtiger Bundesgenosse."

Wir haben darüber gerade gestern ge­sprochen, Frau Fellips und ich ....."

Gabby, mit erhobenem Zeigefinger:

,,©ooo?! Sie haben Tete-a-Tetes mit Fob, von denen ich nichts weih?"

Ich' dachte wirklich, sie hätte Ihnen davon erzählt. Im übrigen war nicht viel darüber zu erzählen. So, jetzt sind wir aber hier, und es ist wohl nicht gut, wenn wir den Mächten unsere Allianz allzu offen zeigen. Also: ich und all das Meine stehen der heiligen Liga zur Ver­fügung. Id) brauche Sie nicht zu bitten, recht bald von sich hören zu lassen."

Sie trennten sich vor dem Gitter von War- mingc. Gabby hatte mit Absicht den mehr ge­schützten Weg zum Parkeingang gewählt, statt des gewöhnlichen, der zum großen Tor führte.

Als Gabby schon ein Stück drin im Park war, hörte sie Stimmen. Eine davon klang ein wenig erregt. Sie blieb stehen und lauschte, eigentlich gegen ihren Willen. Ietzt erkannte sie die Stimmen. Es waren Kehler und Bern. Sie hörte Keyler sagen:

Mag sein, Sie sind ein ganz gewöhnlicher Hausknecht. Aber nicht einmal ein Hausknecht gibt sich zu allem her."

Bern unterbrach ihn:

Sie kennen meine Stellung....."

Cs gibt also gar nichts, das Sie nicht auf Befehl von ihm tun würden?"

Hm, id) habe gelernt, zu gehorchen."

Die ausgesprochene Kreatur!"

Bern versuchte, in seine Stimme einen dro­henden Ton zu legen.

Rehmen Sie sich in acht, Keyler!"

Ich mich in acht nehmen? Vor Ihnen? Aber es ist ja ganz unnütz, davon weiter zu reden. Sagen Sie mir lieber, wem Ihr Auftrag diesmal gilt?"

Das ist zu gewagt."

Gilt er Fräulein Dulcroft?"

Gabby wurde starr vor Staunen.

Run," Keylers Stimme sank zu einem Flüstern herab,wenn ich Sie auf irgendeine Weise für das Risiko schadlos halten würde? Cs ist nicht gar so groß, versichere ich Sie!"

Hier wurde das Gespräch von Der Stimme Fellips' unterbrochen, die auf einmal vernehmbar wurde:

Bern, Hallo, Bern!"

Gabby beeilte sich, zu verschwinden. Mit De^ friedigung hatte sie erfahren, daß Kehler doch nicht, wie sic gedacht hatte, Fellips' willfähriger Sklave irar. Vielleicht konnte man den ersten Streich schon heute wagen?

Sie beschloß auf alle Fälle, eine Zusammen­kunft mit Kehler zu arrangieren, ein Beschluß, den er ihr erleichterte, indem er nach 6cm1 Mittagessen selbst einen Spaziergang vorschlug. Gabbh wählte ein besonders verführerisches Kleid und dachte, so rasch wie möglich hinauszu« schleichen, um nicht im letzten Augenblick noch aufgehalten zu werden.

Auf der Veranda wechselte sie einige Worte mit Fob. Gabbh sah erfreut, daß Fob wieder aufzuleben schien, und machte eine Bemerkung darüber. Fob lächelte:

3st irgendeine Veränderung eingetreten, so bist du die Schuld, Gabby."

Rein, dachte Gabbh, das bin nicht ich, son­dern ein gewisser Herr, der Vogelnester baut.

Sie hatte mit Keyler verabredet, sich mit ihm in einem kleinen Crlenhain ain Mver zu treffen, und hatte diesen Platz ganz und gar aus taf4 tischen Gründen gewählt. Auf dem steilen und steinigen Weg dorthin pflegte man niemals je­mandem zu begegnen. Einige Schritte außerhalb' des Parkgitters hörte sie jemanden hinter sich kommen. Zum Kuckuck, es war Fellips!

Fräulein Gabbh lieben gewiß, einsam zu gehen und unter hohen Bäumen zu philoso­phieren, so wie Riehsche und andere große! Denker."

O ja, wenn auch meine Gründe nicht so hoch sind, wie jene Nietzsches."

Darf ich dann vielleicht fragen, ob meine Anwesenheit das Vergnügen dieses Spazier­ganges allzusehr trüben würde?"

(Fortsetzung folgt.)

-

Von der Reise zurück

Dr. Weyl

Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenleiden.

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Betr.: Konkurs über das Vermögen des des Schneiders Lucian Becht in Gießen, Brandgasse 5.

Beschluß.

Auf Antrag des Kaufmanns Ferdinand Freudenstein in Frankfurt a. M. für sich und als Vertreter für mehr als fünf Gläubiger, deren Forderung nach der Schätzung des Gerichts den fünften Teil der Schuldenmasse erreicht, wird eine Glau big er Versammlung auf Mitt­woch, den 12. August 1925, vormittags 10 Llhr, Saal Dr. 101 einberufen.

Gegenstand der Beschlußfassung:

1. Beschleunigte Verwertung Der Waren­vorräte.

2. Wahl eines Gläubigerausschusses.

3. Beratung über Die Form Der auszu­schüttenden Masse.

Dießen, den 24. Juli 1925. 7423c

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Queckborn, den 1. August 1925.

Hess. Bürgermeisterei: Albert

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Die Straße Gleiberg - Gießen ist am Donnerstag, dem 6., und Freitag, dem 7. ds. Mts., wegen Vornahme von Walz­arbeiten für jeglichen Fuhrwerksverkehr gesperrt.

Krofdorf, den 4. August 1925, Die Polizeiverwaltung.

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