angegriffen worven mtO Hütten TW5 ftnr gttveyrr, toad jedoch durch die Aussagen der Zeugin Luise P. widerlegt wurde. Das Urteil lautete wegen Körperverletzung auf zwei Monate Gefängnis für jeden der beiden Angeklagten. — Die Ehefrau Luise L.. Wetzlar, die wegen Betrugs angeklagt war — sie sollte von dem Kaufmann P. von Wetzlar sich unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen Waren haben geben lassen, indem sie angab, sie wolle diese durch Arbeiten abtragen — wurde, da ihr eine strafbare Handlung nicht nachzuweisen war, frei» gesprochen. — Der Maurer Hermann M. von A tz b a ch war wegen Wider ft andes angeklagt, weil er dem Rachtwächter W. von Ahbach In Ausübung seines Dienstes Widerstand entgegengesetzt hatte. Da in der heutigen Verhandlung festgestellt wurde, daft der Racht- wächter zu der fraglichen Zeit Wohl gewählt, aber noch nicht bestätigt war, wurde der Angeklagte freigesprochen. — Weil er als Vertreter einer Frankfurter Firma angeblich für diese einkassierte Gelder nicht abgeliefert. sondern für sich verbraucht hatte, war der Vertreter Johann St von Wetzlar wegen .Unterschlagung angetlagt Die Höhe der angeblichen Unterschlagung betrug etwa 12—1300 Mk. Der Angeklagte bestritt, Beträge in dieser Hohe einkasfiert zu haben, auch sei ein Teil der fehlenden Gelder infolge Geschäftsunkosten verbraucht worden und auherdem ständen noch etwa 4—500 Ml. zur Verfügung. Das Urteil lautete auf 300 Mark Geldstrafe evtl. 30 Tage Gefängnis. — Reun junge Burschen aus Groh- Rechtenbach, die alle wegen Verübung groben Unfugs polizeiliche Strafverfügungen erhalten Mitten, sich aber hierbei nicht beruhigt, sondern Antrag auf gerichtliche Entscheidung ge- stellt hatten, wurden, da ihnen eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen werden konnte, freigesprochen. — Der Fabrikabeiter Otto B. aus Münchholzhausen war wegen Ur- lundenfälschung angeklagt. Auf Gurnd einer eingesandten DestellkartL sandte die Firma ./Sigurd" -Gesellschaft in Kassel an den Zeugen B. unter Rachnahme mehrere Waren im Werte von 84 Mk. Der Zeuge B. verweigerte die Annahme und lieft die Sachen an die Firma zu- rückgehen, da er leine Waren bestellt hatte. Da jedoch die Beftellkarte mit seinem Tiamon unterzeichnet war, war es ihm Kar, daft hier eine Fälschung vorlag. Sein Verdacht fiel sofort auf den Angellagten, der sich auch von der Firma vorher einen Katalog hatte schicken lasset:. Der Angeklagte erllärte, daft er am Tage der Bestellung so betrunken war, daft er nicht mehr weih, wie er dazukam. Das Urteil lautete auf 30 Mark Geldstrafe an Stelle von 5 Tagen Gefängnis. Der Angeklagte beruhigte sich bei diesem Utteil.
Buntes Allerlei.
Die Erschliesrntt«! des Nordpolgebietes für den Wektlnftverkehr.
Gin wahrer Sturm auf den Rordpol wird tu diesem Jahre beginnen, und die verschiedensten Forscher wollen sich dabei des Flugzeuges und des Luftschiffes bedienen. Aber die Pläne der Wissenschaft gehen noch weiter. Eine internationale Gesellschaft, an deren Spitze
TM) 01 «rufen stellen wtro, soll gegrüno« werden, umdasAordpvlgebietindenWelt- luftverkehr einzubeziehen.
Rähere Mitteilungen über diesen großartigen Plan und die bereits geleisteten Vorarbeiten machte Geh.-Rat Kohlschütter in~ eimnn Vortrag vor der Berliner Gesellschaft für Erdkunde. Er erinnerte daran, daft schon vor Jahren der Luftschifführer Bruns den Gedanken aus- sprach, man solle eine Luftverbindung zwischen Europa und den Küstenländern des Stillen Ozeans über die arktische Zone hinweg schassen. Zur Erforschung der atmosphärischen Verhältnisse unternahmen Graf Zeppelin und Geh.-Rat Hergesell im Sommer 1910 eine aerologische Studienreise nach Spitzbein und legten ihre Beobachtungen über die Wittemmgsverhältnisse in einer Denkschrift nieder. Ein Ausschuh der Berliner Gesellschaft für Erdkunde hat sich dann weiter mit diesen Fragen beschäftigt und fest- gestellt. daft die Monate Mai und 3uni wegen der Seltenheit von Sturm und Rebel die günstigsten Aussichten darbieten und dah die Innehaltung des richtigen Kurses in jenen volnahen Gegenden durch die neuesten Ravigationsmetho- den gewährleistet werden kann. Der günstigste Zeitpunkt für eine solche Tat wäre danach der Mai und der geeianetste Ausgangspunkt Murmansk, die nördlichste Station des europäischen Eisenbahnnetzes an der Rordküste der Halbinsel Kola. Die beste Route führt über das Franz- Josef-Land zum Rordpol, dann über das Frohe, noch ganz unbekannte Gebiet nordwestlich des nordamerilanischrn arktischen Archipels nach Kome in Alaska. Von dort geht der Rückweg über die Dehringstratze, Wrangel-Insel, De Long- Insel. das kürzlich entdeckte, aber noch unerforschte Rikolaus ll.-Land und Rowaja Semlja nach der Murmanküste zurück.
Für diese Fahrt über den Rordpol wäre ein Luftschiff von 150 000 Kubikmeter Inhalt erforderlich, das etwa um ein Viertel größer wäre, als der Amerrkafahrer ZR. 3 und dessen Bau von öejt Fachleuten für durchras möglich gehalten wird. Reue (Srgebniffe und Fortschritte find von einer solchen Fahrt für Erdkunde, Meereskunde, Wetterkunde, für Aerologie und Erdmagnetismus zu erwarten Auch unsere Kenntnis der Verteilung von Wasser und Land auf der Erde könnte dadurch erheblich bereichert werden: wichtige Aufschlüsse würden gewonnen über Tiefen und Strömungen des Meeres, über das schwimmende Polareis: auch die Frage nach dem Vorhandensein des hypothetischen Harris- Landes würde endgültig gelöst. Da Deutschland allein die Mitte! für dieses Unternehmen nicht auVringen kann, so soll die Verwirklichung des PI nes auf breite internationale Grundlage gestellt werden.
Der Verkauf des Schönbrunner „Kaiserteppichs-.
Rach langen Verhandlungen mit der öfter» reichlichen Regierung ist her berühmte »Kaiser» teppich", der eine unvergleichliche Zierde der groften Treppe des Hauses der Schönauer Residenz bildete, von einer englischen Firma erworben worden. Der Preis wird noch geheim gehalten: er ist aber nach einer Mitteilung der „Times" sehr hoch Sachverständige schätzen den Wert des Stückes auf etwa 100 000 Pfund. Zugleich wird gemeldet, dah die österreichische Regierung nicht die Absicht hat, andere Kunst - toerie zu verkaufen und dah dieser Teppich nur
wegen der augenblicklichen besonders schwierigen Verhältnisse sorigegeben wurde. T^s Kunstwerk, das nun nach England kommt, ist einer der schönsten frühpersischen Teppiche, die man kennt, und in vorzüglichem Erhaltungszustand. Die Grundfarbe ist ein prachtvolles Rubinrot mit einer smaragdgrünen Bordüre: das Ornament besteht in Blumen- und Pflanzendarstellungen. Der Teppich, der 25:11 Fuh mißt, stammt aus der Zeit um 1550, als die persische Teppichweberel ihren Höhepunkt erreicht hatte. Er soll ursprünglich in dem persischen Königspalast gewesen fein und wurde dann von einem Schah Peter dem Großen von Rußland geschenkt. Dieser überlieft ihn bei feinem Besuch im Jahre 1698 Kaiser Leopold 1. von Oesterreich, und seitdem ist er im Besitz der Habsburger gewesen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde«.
Gießen. Sonntag, den 5. April. Palmarum. Landes-Buh- und Dettag. Stadttirchc. 9'/8: Pfr. Mahr. 11: Kinderkirche f. die Matthäusgemeinde. Pft. Wahr. 6: Pfarrafs. Hertel. — Johanneskirche. S'/,: Psr. Dechwlsheimer. 11: Kinderiirche für die Lukasgemeinde. Psr. Bechtvisheimer. 6: Pfr. Aus- felb. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas» und Ivhannesgem. — Kirchberg. 10. 11: Heiliges Abendmahl f. d. jungen Männer und Stauen von Lollar (Kollekte). 1V3. - Wieseck. 98/j Pfr. Sattler. (Opfer für die Hess. Diaspora.) 11: Kinderkirche. Abds. L'/.: Pafsionsand. m. Lichtbildern. Pfarrafs. Hertel, Gießen.
Katholische Gemeinde«,
Gießen. Samstag, d. 4. April. 4 unb 7 Beichte. Don 4-6 wird ein fremder Pristet Deichte hören, Sonntag, den 5. April. Palmsonntag. 6'/, Deichte, 7 Messe, Kom der Männer, 8 Kom., 9 Hochamt, vor» her Palmweihe, 11 Messe, 5*/9 Christenlehre und Andacht. Dienstag abends 6'/, ist Sastenandacht. — Grünberg, 97, Messe. - Hungen. 6: Fasten» andacht. Sich. 77-j Messe u. Predigt.
Rundfunk-Programm
des frankfurter SeuderS.
(Aus der ^Radio-Umschau".;
Sonntag, 5. April:
8,30 ilfjr: Morgenfeier, veranstaltet von der II. Methodisten-Gemeinde. 4—5 Ähr: Kinderstunde. 5—6 Uhr: S onntagnach-mittags- Konzert des Hausorchesters: Zeitgenössische Bühnenmusik. 1. Ph .nl sie a. d. Oper „R.senkavalier", Strauh, 2 Phant sie a. „Arie und Blaubart", Ducas, 3. H.H n: f.e a d. Ba lrtt „Die Spi lzeugschach- tel“, DVussy, 4. PH intasie a. b. Op. „Gianni Schiechi", Pu.cini, 5. Tanzsuite nach Eouperin. Str uh. 6—7 Uhr: Stunde des Ähein^Mainischcn Verbandes für Volksbildung: „Ethik der Propheten", Einführung und Vorlesung. 7,30—9,30 Mr: IesuZ R z rcnus, vollstümliches geistliches Oratorium für Chor, Soli, Orchester unt>_ Orgel (bzw. Harmonium) v. Br. Leipold (Aufführung durch die Frankfurter Dapttstengemeinde). 9,30 Ufjr: Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 10—11 Uhr: Ratschläae für die Öfter- reife unserer Rundfunkhörer. (Der neue Daede» ter mit Beiträgen von Jonathan Swift, Heinrich Heine, Mark Twain, Jerome K. Jerome,
Joachim RingÄuatz, l^rtfttan Reuter. XHr Wawra, Azarski unb Hans Sachs.)
Montag, 6. April:
10,45 Mr: Wirtschaftsmeldungen. 12 Litze! Rachrichtenbienst. 3 und 4 Uhr: Wirtschafi-mel» düngen. 4,20 Ahr: Rachrichtendienst. 430—6 LIhr: Rachmittagskonzert des Hausorchester-: 1. Kinderliedermarsch, 2. Aus deutschen Gauen, Potp.. Christern. 3. Ouv. z. „ßuftige Weiber von Windsor", Ricolai, 4. Volkslieder (gesungen), 5. Auf der Wanderschaft, Potpourri, Manfred, 6. Volkslieder (gelungen), 7. Andante a. d. Oktett. Schubert. 6 ilfjr: Wirtschafts Meldungen. 6—6,30 älhr: SHe Leseftunde (Die Rovelle): „Sankt Julian der Gastfreie" von G. Flaubert. 7 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 7—7,30 Ahr: Uebertra* gung von Kassel: Anläftlich der Wiederkehr des Geburtstages von Luis Spohr: Vortrag Dr. Friedr. Stichtenoth, Kassel: „Louis Spohr im Lichte seines Briefwechsels mit Moritz Hauptmann". 7,30—8 Ahr: Die Desprechuüg (Sitera- rischer Teil). 8—8,30 Ahr: Esperanto»llntericht. 8,30—9,30 ä.lhr: Uebertragung von Kassel: 3. Kasseler Sinfonie-Konzert, Spohrfeier. 'Dokagsfolac: 1. Ouvertüre zu der Oper „Iessonda", Op. 63. 2. Violin-Konzert Rr. 8 (Gesangszene) Op. 47, für Violine und Orchester — Allegro-mvlto — Olbagio — Andante — Allegro-moderato — Solist: Fran Frieda Schumann, 3. Symphonie Rr. 3 (O-Woll) Op. 78 — Andante-grave — Allegro — Larghetto — Scherzo — Finale. 9,30 Uhr: Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 10—11 Uhr: Zeitgenössische Kammermusik. Programm u. a.: Streichquartett (Manuskript), Heinz Joachim, Acht ungarische Volkslieder, Bela (Barto!, Streichtrio (Manuskript), Gustav Lenzewski.
Ter Riesenaufschwung
der Preussisch-Süddeutschen Klassenlotterie itt der kurzen Zeit von nur einem Zahre ist der beste Beweis für die Güte und die Beliebtheit diefes staailichen Unternel)men8, das auf ein mehr als hundertjähriges Bestehen zurückblickeu kann Trotz« dem z der bevorstehenden 25. (251 > SMa senlotterte die Zahl bei Lose auf 550000 erhöbt worden ist. hat sich die Nachfrage derart gesteigert, dah mit einem abermaligen Ausverkauf der Lose zu rechnen ist. Um jebermann oie Möglichkeii der Soielbe- teiligung zu bieien, ist der Lo^orii sehr gering bemessen. Er beträgt in jeder der 5 Klassen für das $ld)iello8 3 fh’ .W-, für das Btertellos > RM. für da» halbe Los 12 NM. und für das ganze Los 24 RM. oin ganzes DopvelloS derselben Nummer in den beiden Abtetlungen 1 und II kostet für alle 5 Klassen 240 NM.
Schon in der 1. Klasse können gewonen werden: mit einem Achtellos für 3 NM. netto 10 000 RM.
„ „ Biertellos „ 6 ,, n 20000 „
" „ halben Los „ 12 „ „ 40000 „
„ „ ganzen LoS. 24 ,, , 80000 „
Wer sich an dieser grössten chancenreichtten Klaffen lotterte noch beteiligen will, säume daher nicht sich sofort rin LoS zu sichern. 3473hl Zlebnng 1.Klaffe bereits am 17. tu 18. Avril 1925.
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