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in französischer Sprache erteilt. Die Sprache bei den Tagungen des Bezirkstages in Metz war lranzösisch. Das tat Deutschland, der ..Be­drücker", und was tut Frankreich, derBe­freier"? Die Resultate unserer Schule sind jämmerlich, liniere Kinder lernen kein deutsch und kein französisch. Die paar Brocken fran­zösisch, di- ihnen in ihren gequälten Schädel hineingehämmert werden und mit denen sic bei den soaenannlen Prüfungen glänzen müsse, sind himmcltoeii entfernt vom Beherrschen einer Sprache und ebenso schnell vergessen als sie er­lernt wurden. Sn den Gerichtssälen, in den Q3er- waltungsbureaus fühlt sich der Lothringer und Elsässer in seiner eigenen Heimat als Fremd­ling. Man versteht oder will seine Sprache nicht verstehen. Wird die Regierung und die paar Assimilationsfanatiker endlich den Willen des Bolles verstehen, der sich laut und energisch bekundet?

Aus der Provinz.

Landkreis Gießen.

Klein-Linden, 2. Oft. Auf eine 2 5jährige Dienstzeit blicken heute die Lokomotivführer Heinrich Link und Karl Loh von hier zurück.

W i e s c ck , 2. Olt- 'Beim ersten Bortrags- abend der Evang. Kirchen gemeinde im Winterhalbjahr am Dienstag sprach der Gene­ralsekretär des Evangelischen Bundes. Pfarrer Haupt, Gießen. Sein Weckruf: ..Evangelische, seid auf der Wacht!" wandte sich gegen Frei­denker. Unglauben, Sektenglauben und Rom. wo­bei er scharf Katholizismus und Klerikalismus unterschied. Dem Dank der Zuhörer für das in bekannter Anschaulichkeit und Tiefgründigkeit Ge­botene gab der Ortsgeistliche Ausdruck. Die seiner Zeit nach einem Bortrag desselben Redners ge­gründete Ortsgruppe des Evangeli­schen Bundes erhielt weiteren Zuwachs.

I! Lumda. 2. Oki. Durch die Feld­bereinigung sind unsere Felder zum größten Teile dräniert. Ein kleiner Teil steht noch aus. Man hofft, daß trotz der Geldknappheit dieser Aufgabe bald nähergetreten werden kann. Sn diesem Jahre sind hier drei Wohnhäuser erbaut und auch schon beziehbar, für nächstes Jahr sind ebenfalls mehrere Reu­bauten in Aussicht genommen.

!! Beltershain, 2. Oft. Auf Borschlag der Feldbereinigungskommission und nach Geneh­migung durch den Gemeinderat soll die G ö - belnröder Straße so verlängert wer­den. daß sie in die Londorfer Straße mündet. .Das Gelände wird durch Tausch er­worben, wodurch sich die Kosten vermindern.

* Holzheim. 3. Oft. Sfjr 40 jähriges Dienstjuoiläum feiert am morgigen Sonn- tag. 4. Oktober, die Hebamme Schneider bier- selbsi. bei voller förderlicher Rüstigkeit. Die Jubi­larin erfreut sich der größten allgemeinen Be­liebtheit.

Kreis Alsfeld.

!--! Lehnheim, 2. Oft. Aehnlich wie im Borjahre werden auch in diesem Herbste und Winter Chaussierungen an Feldwegen auf große Entfernungen durch Arbeitslose vvr- genommen.

!! Atzenhain. 2. Oft. Infolge der Feldbereinigung hier und in Stangenrod wird auch der Wald an der Lehnheimer Atzeichainer Straße, der Gemeinde Stangenrod gehörig und ungefähr 15 bis 20 Morgen groß, abgeholzt Da es sich bei der, Bereinigung um 17 Fluren handelt, wird die Beendigung bzw. Zuteilung nicht vor drei Jahren zu er­warten sein. Die entstehenden Kosten werden vorerst auf den Grundbesitz ausgeschlagen.

Kreis Schotten.

n Laubach, 2. Oft. Man Halle gehofft, vielleicht noch in diesem Sahr den Dau des neuen Krankenhauses desJohann- Fried ^i ch - S t i f t s" an der Schollener Straße fertigstellen zu können. Verschiedene Umstände haben dies jedoch verhindert. Bis Juni kommen­den Jahres etwa hofft man indellen am Ziele zu sein. Zur Zell ist man mit der Anlage der Heizung beschäftigt. Die bessere Witterung der letzten Tage hat die Bergung der Grum­meternte begünstigt. (Tebtxf) ist hierin noch -viel zu tun. Biele Landwirte machen sich schon mit dem Gedanken vertraut, einzelne Wiesen nicht mehr zu mähen, da die Jahreszeit schon zu weit vorgeschritten, und das Trocknen des Grases zweifelhaft ist. Einzelne Kartoffelfelder sind durch die Rässe schwer bedroht. Bielfach läßt sich schon Fäulnis der Knollenfrucht fest­stellen.

Kreis Lauterbach.

' Schlitz, 2. Oft. Am 5 Oktober wird eine Kraftpostlinie auf der Strecke S ch lih (Hessen) Burghaun (Kreis Hün­feld) eröffnet.

Kreis Büdingen.

!! Büdingen, 2. Oft Aus der jüngsten Gemeinderatssihung ist zu berichten: Das Ministerium des Innern hat von der Stadt für die st a a 1 l i ch e Forst Verwaltung im Rj. 1923 den Betrag von bl34,80 Mk. gefordert Der Gemcinderat beschloß, die Zahlung vorerst zu verweigern. Es soll der tatsächlich in 1923 bei­zählte Popiermarkbetrag ermittelt und nach dem Dollarstand umgerechnet werden. Dieser Betrag soll dann bezahll werden. Schon seit Jahren herrscht in unserer Stadt Wassermangel, der sich besonders in den Sommermonaten sehr unliebsam bemerkbar macht. Das Kulturbouamt Friedberg hat daher die Sandbornquelle, die die hiesige Wasserleitung speist, unterlucht und gefunden, daß täglich etwa 100 Kubikmeter Wasser verloren gehen. Das Kulturbauamt hat daraufhin den Borfchlag gemacht, eine neue Leitung zu legen, die dann die vorgenannte Wassermenge aufnehmen soll. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu. Die Finanzierung soll durch Kapitalaufnahme erfolgen. Der Plan, eine Hochdruckleitung zu bauen, ist schein­bar noch nicht ganz aufgegeben, denn es wurde vom Gemeinderat ein Kredll von 500 Mark be­

willigt, der 5um Suchen von geeigneten Quellen hierzu verwandt werden soll. Bekanntlich war vor 3 Jahren der Bau einer Hochdruckleitung schon einmal beschlossen. Sie wurde aber damals nicht ausgeführi. - Die Beigeordnet en Wahlen sind in unserem Kreis jetzt durchgeführt. In vier Gemeinden wurde Einspruch gegen die Wahl erhoben, und zwar in Hainchen, Vind- s ochsen,Dodenhausen und L o r b a ch. Die Beschwerde gegen die Wahl in Illnhausen wurde zurückgenominen. Die genannten vier Wah­len werden demnächst vor dem Kreisausschuß zur Entscheidung kommen.

' - Ortenberg, 2. Oft. Sn den letzten Tagen haben die großen Obstversteigerun- g e n der Gemeinde, des Staates und der fürst­lichen Verwaltung stattgesunden. Eine große An­zahl Kaufliebhaber war zu den Versteigerungen erschienen, so daß die Preise für das gute Obst zum Teil recht hoch kamen. Der Zentner stellte sich je nach Lage und Güte auf 3 bis 12 Ml. am Baum, die Stadt löste im ganzen etwa 900 Mk. Die Obsternte war auch in diesem Jahr in unserer Gemarkung nicht so gut ausgefallen, wie die Obstzüchter es von früher her gewöhnt sind. Die Rachwehen des kalten Winters 1923'24 machen sich überall noch bemerkbar, auch ver­mehren sich die Schäden durch Ungeziefer von Jahr zu Jahr.

)( O r t e n b. c r g, 2. Ott. Das infolge der Wohnungsnot schon im Frühjahr vom Gemeinde- rat genehmigte Biersamilienhaus soll jetzt angefangen werden. Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben. Das HauS wird im sog Herrn- garten. dem gegebenen Baugelände, errichtet.

=/ Aus dem Riddertal, 2. Oft. Die schönen Herbsttage haben die Arbeiten auf Fel- ldern und Wiesen, in Gärten und Scheunen außerordentlich gefördert. Das Grummet, das infolge des nassen Wetters schon vielfach verloren gegeben war. konnte glücklich geborgen werden und erbrachte stellenweise nach einer vorzüglichen Heuernte ebenfalls noch einen guten Ertrag. Die Kartoffelernte ist in vollem Gang. Die Ernte fällt sowohl nach Menge als auch nach Güte sehr gut aus, besonders widerstandsfähig hat sich bei dem nassen Wetter wieder die Odenwälder Blaue erwiesen. Die Preise sind sehr niedrig, für den Zentner werden jetzt 1,50 bis 2 Mk. bezahlt. Die Obsternte ist in vollem Gange. Die Birnbäume haben völlig versagt, auch das Steinobst hat so gut wie keinen Ertrag gebracht, eine überreiche Ernte ergaben die Nuß­bäume, die leider nicht mehr häufig anzutreffen sind. Die Aepfelernte befriedigt nur gemar- kungs- bzw. sortenweise, das Obst hat infolge vieler Schädlinge und durch die teilweise schlechte Witterung an Aussehen sehr gelitten, so daß erst- llassiges Obst sehr selten ist. Für solches werden 15 bis 20 Mk. pro Zentner bezahlt, die Durch- schnitlspreise liegen bei Tafelobst bei 12 Mk., für Wirtschaftsobst bei 8 bis 10 Mk., für Schiit tel- und Fallobst, das sehr schwer anzubringen ist, bei 5 bis 6 Mk., alles pro Zentner.

Kreis Wetzlsr.

tz. Wetzlar, 2. Oft. (Kraftpostverkehr ab Wetzlar.) Ab 4. Oktober verkehrt die hiesige Kraftwagenpost auch an den Sonntagen nach Hohensolms-Erda und zurück. Abfahrts­zeiten ab Wetzlar Bahnhof 9.20 Uhr, zurück ab Erda 11.30 Uhr. Ankunft in Wetzlar 12.30 Uhr.

* Kinzenbach, 2. Oft. Dor nunmehr fünf» zi g Jahren traten auch in unserem Orte Männer und Jünglinge zusammen $ur Pflege des deutschen Liedes im Männergesang.For­tuna" wurde der Verein genannter hat jetzt in seiner Generalversammlung beschlossen, sein fünfzig­jähriges Jubiläum am letzten Junisonntag nächsten Jahres zu feiern.

d. Lützellinden, 2. Oft. Auf die bei der hiesigen Jagdverpachtung abgegebenen Gebote ist nunmehr den jeweillgen Höchstbieten­den, das ist für die im Kreise Wetzlar gelegene Gemeindejagd der Fabrikant Hans H e n s o l d t in Wetzlar und für die in Hessen gelegene Mark­waldjagd Ang. Balz er-Gießen, der Zu­schlag erteilt worden. Im Alter von 9 2 Jahren starb der Landwirt Heinrich Lenz von hier, der nicht nur der älteste Ein­wohner der hiesigen Gemeinde, sondern auch wohl der umliegenden Orte war.

d. Groh-Rechtenbach, 2. Oft. Der bis­her hier stationierte Oberlandjäger Braun trat gestern eine Stelle als Landjägermeister in Dinslaken an.

d. Aus dem Hüttenberg, 2. Oft. Die Obsternte geht hier ihrem Ende entgegen. Täglich sah man unb sieht man auch jetzt noch die Händler mit schwer beladenen Wagen das Obst nach den benachbarten hessischen Cifenbahn- stationen fahren, wo es eingeladen und entweder dem Großhandel oder auch unmittelbar den Fabriken zugeführt wird. Für Zwetschen wurden bis zu 12 Mark je Zentner ab Hof des Erzeugers bezahlt. Der Preis für gute Tafeläpfel bewegt sich zwischen 10 und 15 Mark. Fallobst wird für 4 bis 4,50 Mark je Zentner aufgekauft.

Starkenburg und Zheinhessen.

* Darmstadt, 2. Oft. Zu Ehren des Dich­ters Matthias Claudius, desWandsbecker Boten", der in den Fahren 1776 und 1777 Redak­teur derHess.-Darmstädtischen Privilegierten Lan­deszeitung" (heuteDarmstädter Zeitung") war, wird am Sonntag im Walde bei Darmstadt eine Feier stattsinden und chm eine Eiche geweiht und nach ihm benannt werden.

* Darmstadt, 2. Oft. Die vor einigen Tagen von ihrem 19jährigen Geliebten, dem Techniker Schwarz, durch mehrere Schüsse schwerverletzte Elise Hasemann, die 11 Jahre älter war als er, ist jetzt im Kranken­haus gestorben. In Sprendlingen bei Offenbach wurde jüngst eilte Inspizie­rung der Feuerwehr vorgenommen. Bei den Hebungen fehlte etwa ein Drittel der Mannschaften Sie erklärten, die Geräte, na­mentlich die Steigleitern, wären von so schlech­ter Beschaffenheit, daß ihre Benutzung mit Lebensgefahr verbunden fei.

Heücn-Naüau.

T Waldgirmes, 2. Oft. Ein auswärtiger Lehrer, geboren in Waldgirmes, versteigerte

hier acht G r u n d st ü ck e in der Gesamtgröße von 35 Ar, teils mit schönen Obstbäumen be­pflanzt. Es blieb meistens bei dem ersten An­gebot, so daß nur 2 2 0 0 Marl erzielt wurden. Der Verkauf wurde nicht genehmigt. Gestern machte ein Postauto mit vier Personen eine Probefahrt von Wetzlar über Raunheim, Waldgirmes, Bieber nach Gladenbach. Wie verlautet, soll eine ständige Verbindung dieser Art hergestellt werden. Ob diese sich ren­tiert. ist eine andere Frage. Anders wäre es schon mit einer Fahrteinrichtung Wetzlar, Raunheim. Waldgirmes, Dorlar. Atzbach, Kin­zenbach, Heuchelheim, Gießen und zurück. Diese würde sich sicher lohnen.

fpd. Frankfurt n. M., 2. Oft. Der Bande, die seit Monaten den Gästen der Straßenbahn, so­fern sie nicht aufpaßten. Uhren und Wert­sachen aus den Taschen holten, wurde jetzt das Handwerk gelegt. Es handelt sich um mehrere Burschen aus dem Stadtteil Born­heim, die seither Spezialisten als D-Zugdiebe waren, dieses Gewerbe aber wegen der scharfen Kontrolle aufgaben und sich den weniger gesähr- licheren Straßenbahndiebereien zuwandten. Die Diebe wurden verhaftet. Die von ihnen ge­stohlenen Wertsachen müssen als verloren gelten, da sie ausnahmslos eingeschmolzen sind.

Kassel, 2. Oft. (WTD.s In der Rächt zum 2. Oftober fuhr infolge falscher Weichenstellung eine Maschine auf den um 12.46 Uhr von Hann.-Münden kommenden Personenzug auf. Der Lokomotivführer des Personenzuges, der die Gefahr erkannte, betätigte die Schnellbremse, so daß der Zusammenstoß stark abgeschwächt wurde. Trotzdem wurden der Lokomotivführer, zwei Zugbeamte und zehn Reisende leicht ver­letzt. Aerztliche Hilfe war alsbald zur Stelle. Der Materialschaden ist gering.

Das Denkmal der gefallenen Forstleute Hessens.

Schotten, 3. Oktober 1925.

Um ein herrliches Denkmal an unsere ge­fallenen Helden ist unsere Stadt reicher ge­worden. Wir haben die Rainen unserer Ge­fallenen in Eichenholz geschnitzt in der Turnhalle verewigt, im Chor unserer altehrwürdigen Kirche sind sie in Stein gehauen, auf dem Wartberg ist jedem Helden eine Gedächtnislinde gesetzt, im Friedhof mahnt ein Denkmal an sie. keines der Ehrenmale wirkt indes so ergreifend und innig, als das Denkmal der gefallenen Forst­leute Hessens, das gestern, am 2. Oktober, von den Verbänden der hessischen Oberförster. Förster und Forstsekretäre der Oesfentlichkeit übergeben worden ist.

Den

Altenburgskopf

nahe bei Schotten hatte man für diese Stätte ausersehen, einen wunderbaren Raturpark mit romantischen Feldpartien in reizender landschaft­licher Lage, leicht erreichbar und doch fernab vom Getriebe der Welt, mitten in echter Vogels­berger Waldheimat. Hier steht das Wahrzeichen, errichtet aus blauem, einheimischen Basalt, tragend auf bronzenen Tafeln die (Kamen der 71 Gefallenen. Die Pläne für das Denkmal hat das hiesige Hochbauamt entworfen, erbaut hat es der hiesige Maurer­meister Schütz. Einen

turmartigen Obelisken

stellt es dar, der oben mit Lungsteinen abgedeckt ist. An den beiden Seiten geht eine Brüstung entlang. Das Denkmal trägt ein Iagdemblem, Flinte, Eichenlaub und Jagdhorn, die Widmung enthält die Worte:Den für das Vaterland gefallenen hessischen Forstleuten". Die (Kamen aller gefallenen Oberförster, Förster. Forstsekrc- täre und Anwärter, sowie der Studenten der Forstwissenschaft befinden sich in den beiden Flanken eingelassen. Schön angelegte Wege führen von allen Seiten zu dieser Stätte. (Kur mit frommem Schauer und in tiefer Ergriffenheit werden sich alle Menschen, die nach diesem Ort pilgern, vor diesem Denkmal beugen, um in treuer Dankbarkeit unserer Gefallenen zu ge­denken.

Zu der

Einweihungsfeier

hatten sich auherordenllich viele Forstleute aus dem ganzen Hessenland zusammengefunden. In geschlossenem Zuge gingen die Teilnehmer nach der Weihestätte. Einleitende Musik schuf eine feierliche Stimmung. Die tief zu Herzen gehende Festrede hielt Landesforstmeister Hesse-Darm­stadt. Feierlich erklang das gemeinsam gesungene Lied:Ich haft' einen Kameraden." Daurat Rodnagel - Schotten, der Verfertiger der Pläne, übergab namens der Dauverwaltung das Denkmal in den Schutz der Forstbehörde, ihm erwiderte Oberforstmeister Dr. Baade r-Schot- ten, der Vertreter des Forstamts Schotten, der das Denkmal in den forstlichen Schutz übernahm. Ergreifend erklang das Iagdhornsignal:Jagd vorbei!" Es folgte alsdann die große Reihe der Kranzniederlegungen. Auch die Hess. Staatsregie­rung, deren Mitglieder durch dringende polittsche Beratungen in Berlin am Erscheinen verhindert waren, ließ einen Kranz niederlegen durch Landes­forstmeister Hesse. Die Vertreter der Verbände folgten: Forstmeister Heyer für den Verband der Oberförster, Forster Kolb für den Verband der Förster. Forstsekretär Degen für den Ver­band der Forstfekretare, stud. Ost he im, der besonders eindrucksvoll sprach, für die Fvrst- ft ub entert Bürgermeister Menge!-Schotten nahm das Denkmal in den Schutz der Stadt und widmete einen Kranz den gefallenen Söhnen des deutschen Waldes. Die Feier am Denkmal wurde durch abschließende Musik beendigt.

Ein Essen schloß sich für die Vorstände der Verbände und die Spitzen der Behörde auf der Pension Luginsland an. Rachmittags hatte die Stadt Schotten zum Kaffee und Wein aus dem städtischen Silberschatz in den altehrwürdigen, in den Schottener Stadtfarben blau-weiß und herbst­lich geschmückten Rathaussaal geladen. Bürger­meister Menget begrüßte hier die zahlreichen Gäste. In der Turnhalle vereinigten sich die erschienenen Forstleute zum Kaffee und Essen.

Abends fand daselbst noch ein gemeinsames Bei­sammensein statt unter Mitwirkung des hiesigen Turn» und Gesangvereins.

Von besonderer Bedeutung ist die bei dem gemeinsamen Essen gegebene Anregung des Lan- desferßmeisters Weber, den Altenburgs» kops parkartig zu erhalten und unter besonderen Schuh zu stellen.

Don der Frankfurter Messe.

fpd. Frankfurt a. OK., 2. Off. Die dies­jährige Herb st-Kun st messe hebt sich aus dem Rahmen des Alltäglichen wirksam hervor. Die liebealte deutsch? Reichspost" wird in einer <yüUc historischer Stücke bargeboten. Man be- lomnit eine gute älebersicht über die Aeichspost von anno dazumal: Stich', Urkunden, herrliche Briefmarken allerseltenster Art. Schaustücke aus dem Thum-- und Tarissch.-n Archiv zu Regens­burg, dem Berliner Postmuseum und dem Ver- kehrsmpseum zu (Kümberg. Die wundervolle Schau wird außerordentlich stark besucht.

Im Hause bet Technik wurde heute nach­mittag di? Frankfurter Automobil- m e s se, die erste ihrer Art, eröffnet. Allerdings hat die deutsche Autoindustrie eine Beteiligung an der Frankfurter Messe zunächst abgclehnt. Dafür gewann die Messeleitung die Beteiligung der amerikanischen, italienischen, französischen und österreichischen Automobilindustrie. Wa dreißig Fabriken haben ihre Erzeugnisse in schönen Erern- Plaren ausgestellt. Ob die fremden Herrschaften hier auf ihre Rechnung kommen, muß abge­wartet werben. Die Stimmung der Interessenten auf die auslönbisch? Automobilindustrie ich nicht gerade die rosigste.

Turnen, Sport und Spiel.

Die ersten Segelflüge in Mitteldeutschland.

D e s s a u," 2. Oft. (5(11.) Der Interessen- - gemeuischaft für Segelflug in Dessau ist es ge­lungen, ein Gelände bei Steutz im Kreise Zerbst unmittelbar an der Elbe ausfindig zu machen, das sich für den Segelsport gut eignet. Dem bekannten Flieger Polte ist auf bem SegelfliegerAnhalt" am Sonntag erst­malig ein glatter Aufstieg unb ein minutenlanger Flug geglückt. Das ncuerbaufe Schulflugzeug Hans Huckebein" konnte ebenfalls 511m Flug starten. Leiber herrschte ein derartig starker Wind, daß die Piloten Mühe hatten, die Ma­schinen im Gleichgewicht zu halten. Beim Rieder­gehen havarierte das Flugzeug des Piloten Polte leicht. Das Schulflugzeug wurde von bem zwölf Sekunbenmeter starken Winde gegen den Abhang gedrückt, wobei es ebenfalls leichten Schaden nahm. Die Flüge sollen nach Wieber- herstellung alsbalb wieder ausgenommen werben. Die gelungenen Versuche zeigen jebenfalls. daß cs möglich ist, Segelflüge in gebirgslosem Ge­lände auszuführen. Damit eröffnen sich für den Segelflugsport neue, aussichtsvolle Perspektiven, 3ubi!äumstagung des Deutschen

Fustbaübundes.

Leipzig, 1. Oft. (WB.) Der Deutsche Fuhballbunb, bev vor 2 5 Jahren in Leipzig gegrünbet tourbc, trat zu einer Jubi­läumsfeier wiederum in Leipzig zusammen. Zu seinen Ehren veranstaltete der Rat der Stabt Leipzig im Festsaal des neuen Rathauses eine Begrüßungsfeier. Oberbürgermeister Rothe erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an bie machtvolle Entwicklung des Deutschen Fußballbundes, der heute über 6000 Vereine mit fast 200 000 Mitgliedern zähle, und sprach die Hoffnung aus, bas die bedauerliche Kluft zwischen Turnen und Sport, die zusammcngehör- ten unb zusammen arbeiten müßten, bald Mie­der verschwinden möge. Der Oberbürgermeister schloß mit den besten Wünschen für bas weitere Gebeihen unb Wachsen des Deutschen Fußbatt­bundes, zum Segen und Gedeihen- für unser ganzes Vaterland. Der zweite Vorsitzende des Deutschen Fußballbundes. Linnemann, erwi­derte mit Worten des'Dankes unb führte aus. bie Unterstützung ber Leibesübungen sei für jede Stabt eine Pflicht ber Selbsterhaltung, ba jeber Quabratmeter Spielfläche eine Ersparnis von einem Kubikmeter Kranken- unb Siechenhäuser bebeute. Zum Schluß sprach ber Redner die Hoffnung aus. daß Leipzig, bie Heimat des Deutschen Fußballbundes, auch weiterhin eine Hochburg der Leibesübungen bleiben möge. An bie Aussprachen schlossen sich Gesangsdarbietungen von Mitgliedern der städtischen Oper und ein vom Rat ber Stabt Leipzig gegebener Imbiß.

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Jedem Würfel von laggis Suppen........ -

ist die einfache Kochanweisung aufgedruckt. Weil diese aber naturgemäß nicht für alle 27 Sorten die gleiche ist, muß sie bei jeder Suppe genau beachtet werden. Dann schmecken Maggi's Suppen vorzüglich.