nd Rheinhessen.
Sept. Die Staatsanmdb eckung der Mörder« ‘ als Leiche in der Löh, ?n wurde, eine 3e(oi- k awgefeßt. 3n dem Buir der loten mit 28 kl e Gröhe mit 1,58 bi, !,$ loller Gesicht, spitze M eibraunes fiopfljaar mit im Obertiefer brei fünft« ner Srüde nereinigt. ein lofflHanfront M judj fileibungiftüden ift bettet floftümrorf mit grd- : tMMmr tt aus km a\t\<h<n
arte wie bet So'uumtol. irt u. a. ein Rammet, W roöt)ntid)em Aussehen und austzesunden worben.
2 6ept. Einem cchuh' Drensbuch tourbtii feit I he wübrend der - iohleir. Mer jetzt v-" i kiufc zurückkehrte, inanen terwcgs an feinem W ,A(fjM»n tour, um iwu .rb von cjiem SaNJ^er , durchzing Moem er mK er iestftellen it Schuhen feMUJ ; die Derfolgung Mche Arbeiter auö Trotz' £-6inl8iabri0« Lim. nach semm nd rmgdegt.
MW
te au* ^vdpltJ
ft A
"Mar.
“feto- r fl e r m» r» " laml‘ »'■Ä Im <*■ WR
1 '»Wus, StQHungtn ftT'MuÄ
ÄÄ « Herren H. Sch»,», r. ÄÜ bte Sotmaimttx : Schneide, ttltirtd itleute Schneider zu, der Pfaner Schnei« r Aückkehr In da- tzvch« hneider sah man noch Jtnesolche „Schneider, °hi selten tn dieser Del,
fasste einer. wei^
* «# Jj kräftig"
lick fi1" b U Doppel'
32*Ä? w
: f- ffff
ff *>• mb sagte , .-rüdt vor
r dem v.«.kMerie.
»-» b-E, öcn 2«^
Jnt> W'ftU ff« habe» *” L« $* ragen an-
t tm Darauf. *vflU#
gedehnt^l AL. -7 Iber ms gefaßt fern- !
cht Äö ab^^r ®Üg e ouf Mlhos 55fl Jahre c, dao ityan' -
Scheune unb eine Skrtftatt zum Opfer fielen. 3eft fjat er eingrstanten. daß er auch einen Brand bei einem Küfermeister in Ober-Lautenbach angelegt batte, wobei eine Scheune und ein Schuppen nieterbrannten und zwei Schweine in den Flammen umkamen
'pd. Offenbach. 2. Sept Al- ber jugente liche Arbeiter Wilhelm Otto au» Gries beim a M hier ein Fahrrad verkaufen wolUe. lief « der Polizei in die Hände. Die sofort auf- genommenen Rachforschungcn ergaben, daß der Bursche fich seit Monaten von dem Diebstahl von Fahrrädern ernährte. Sr gab ohne weiteres zu. in den letzten Tagen richt weniger als sechzehn Fahrräder in Frankfurt Mainz und Offenbach gestohlen zu haben Vierzehn ter Bäder konnten hier noch ermittelt und den Eigentümern wieder zugestellt werden
Hessen-Nassau.
ipb. Frankfurt a. M, 2. Sept. 3n der aeftrigen Stadtverordnetenversammlung wurde ber neue Städtebauer Frankfurts, Architekt L r n ft M a >) aus Breslau, em geborener Frankfurter, >n fein Amt eingeführt. Der neue Stadtrat betonte, da» er vor allem unter Rieder- Haltung des Bodenwuchers für die Schaffung reich, licher Wohngelegenhciten und die Anlage befon- derer Automobilstraben, neuer Sport- und Spiel- plage sargen wolle. — (Linen sehr breiten Raum in den Erörterungen nahm die Besprechung der Preisabbaupolitik des Staates und die Zollfrage ein. Es wurde eine Reihe von Anträgen angenommen, die Dorschläge für eine Preissenkung aller Lebensrnittel machen. Mit Nachdruck trat man aber oon Zentrumsseite sowie den Deutsch- nationalen und den Dolksparteilern dafür ein, das ewige Nörgeln an den Regierungsmaßnahmen zu unterlassen, sondern erst abzuwarten, was überhaupt geschehe. Für die durch den ÜBetterJturm Q e- schädigten in Holland und Schleswig bewilligte man |e 500 Mark, für die Bekämpfung der Ärebitnot im Mi11elstand weitere 100 OOn Mark. Den Straßenbahnern wurde für ihre besondere Dienstleistung wählend der Olympiade eine Sander zu läge gewährt. Der Neubau einer Realschule tm Stadtteil Nodelheim fand die Billigung des Kollegiums. — Als Richtsätze d e s Wohlfahrtsamtes werden 40 Mark für den Ehemann, 20 Mark für die Ehefrau und 15 Mark für jedes unterstützungsberechtigte Kind eingeführt. Zn Zukunft sollen gleitende Sätze nach den Preisen der verschiedenen Le- bensmitte! cingesührt werden. — Wie wir hören, steht e» schon jetzt fest, daß der diesjährige Haushaltsplan der Stadt trotz aller Ersparnisse mit einem nicht unbeträchtlichen Fehlbeträge abschließen wird. Man spricht von mehreren Millionen Mark.
Frankfurt. 2. Sept. (541.) Bach der , Franksur "r Zeitung" entspricht die Behauptung, bah bie Kriminalpolizei (ich für die Annahme eines Selb st mordes ber Frau H o f ausgesprochen habe, nicht den Tatsachen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Für die Möglichkeit eines Selbstmordes hätten sich wohl mancherlei neue, jedoch nicht entscheibenbe Gesichtspunkte ergeben Die Bluttat ist. wie das Blatt schreibt, jebeixsallS noch so ungeklärt wie am ersten Tage.
Kirche und Schule.
• Kirchliche Dien st nachrichten. Dem Harrer August Herber zu Michelstadt wurde die erste evangelische Pfarrstelle zu Michelstadt Dekanat Erbach, und dem Pfarrer Wilh. Diehl zu Sellnrod die evangelisch« Pfarrstelle zu Freienleen, Dekanat ©rünberg, übertragen.
t). Schotten, 2. Sept Am 6. und 7. September wird Die Jahresversammlung des Oberhessischen Mission-Vereins für Basel dahier gefeiert werden. Rachtem am Sonntag Missionsgottesdienste in hiesiger Stadt und Umgegend ftattgefunben haben, wird Die geschäftsmäßige Tagung am Montag in der Krone" gehalten. Vormittags wird Missionar L a u k - Frankfurt a. M reden über .Die wichtigsten Arbeitsfelder der heutigen evangelischen Mission", im Mittelpunkt deS AachmiUags wird ein aktueller Bortrag von Pfarrer Dr. B o e m e l- Bergebersbach über die Lage der Mission in China stehen Er hat eine zweijährige Reise nach dem chinesischen Missionsgediet als Inspektor Basels hinter sich und kann deshalb al« Augenzeuge hetitfcten.
Gerichtssaal.
Mainz, 2. Sept. (DTB.) Der Verleger und Redakteur des „Alzeyer Beobachters', R. Pfund, wurde wegen Aufnahme eines die fran- zSfi fche Abrüstungsfrage betreffenden Artikels in fein Blatt vom hiesie-n Militärpoli. z«i i c r i ch t s zu 2 Monaten Gefängnis und 1000 M k. Geldstrafe verurteilt.
Buntes Allerlei.
Der Rauchfangkehrer oder Schornsteinfeger
Der bekannte Dolksfchriftsteller und koyferliche Hofprediger in Dien, Abraham ä Santa Clara, gelebt 1644—1709, schreibt in dem alten Merkchen „Etwas für alle", das ist eine kurze Beschreibung allerley Standes-. Amts- und Gewerbspersonen ^erschienen 1699), folgendes über den Schornstein- leger:
„Obschon diese Leuch dem Gesicht nach einem schwartzen Bulcauo nicht ungleich, auch von den 'orchtjamen Kindern für lauter Wau I Wau gehalten werden / daß ber Arbeit sehr nützlich / ja gar höchstnotwendig fege; wer aber den ersten Rauch- iang hat kehret das kann niemand mit rechtem Grund darthun. Diese gute Leuth müssen das Brod gewinnen in dem Ruß ihres Angesichts I und ist fürwahr nicht eine leichte Sach i inbeme andere zum Steigen die Füh brauchen / diese aber die stnie wormit sie so wunderbarlich in alle Höhe binaufriettem und mit ihrer Arbeit / Fleih und Absorg denen gefährlichen Feuerr-Brunsten wissen vorzubiegen. Dte Welt / so nur das äußerliche pflegt zu schätzen haltet die Rauchfangkehrer in geringen Ehren / ja zuweilen werden sie für ab- topirtc Teufel ausgeschryen / wegen bero russigen Gestalt I darum läßt man sie gar selten in schöne aufgbuhtc Zimmer eintreten / wohl aber vergönnt man ihnen gar gern ihr orbinari Cabinete, bar Ofenloch. Mer Gott schaut nicht an das Gesicht ' sondern das Gewissen ' nicht den Leib sondern die Seel / nicht die Schalen ' sondern den Aern / nicht die Muschel ' sondern das Perl ' nicht den Einbund sondern das Buch / es befleißt fich manches Adams stind um ein glattes / schönes imb
die Feuers-Brunst in Häusern
und Gebäuden '
nähme.
6)
lHf.9
66
ID
M.5
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
glaubet laubt gerechte
141.5
«3
10
*7i
66
M.75
54.7’
66 38.5 toi
M
66
107
66
110
131.5
95 1
113.4
114
10M
93.7
7,6
ober gemach I bey Gott wird auch ein UN- Nutzen auf die Waag gelegt."
Fußballspiel im 16. Jahrhunderi.
jo.S 59,t
63
63.5
67
4
48.5
57.68
60.75
130
6
113 5
114.15
105
7.4
0.06
71
5-J
42.5
72.75
59.15 110
l<6 43 4«
<6
• Zu den rhei^nisch - westsälischen Etsentrust-Brrha"ndlungen Seit eini- Ser Zeit besteht in der rheinisch-westfälischen ifen- und Stahlindustrie baS Bestreben nach Aationalisierung der EisenvrvdulNLn Aheullante AZestkalens. Man nimmt an. daß bie ur diesem
74
124.4 bl
66.75
99,3
99.75
sondern befleissen sich auch dem ewigen Feuer zu entgehen.
Cs geschieht nicht gar selten baß einer ein
11.3
114 3 58.5
105.25 «0.5
93.75
7.4 0 16
72.73 51 75
45,75
(0,5 112.5 i-9 15"
43.5 49 75
64.35 V 75
48 5
. 10.76 43
h»
113.5
130 31 6 45.75 50,5 76.5 65.5 79
128 0.25
123.» 124.12
'-7.V .0 tx>
93.» 76
71.74
47.6 41.7
:i
58.5 106,75
121 2t.6? 43,«3
4«
72 25
78.5
113.6
96.2.5
113 U4.25
106
94
h6
62
0.815
100.25
66
40
12.25
10.4
131 96.5
« 54.» 50 5
30
78
62.63
86.3
54 <3.5
37
50
weißes Gesicht untertefitn ist dac Gewü'en fobl- schwartz uxi= ist biß anderst als em Milrhausen tm Winter mit Schnee verhüllt. Entgegen kann ein Rauchfangkehrer unter seinen russigen Auizug / und schwartzen Gesicht em weifies und untabelhai- tes Gewissen verbergen Die Ichwartze Erben ift noch alle zeit besser gewest als eine andere.
Die Rauchfangkehrer iennd gut fromme X.‘cuü> wissen einen solchen ehrlichen Wandel zu fuhren / baß sie nicht allein in ben Rauchsang steigen ,en
tern auch in den Himmel sie ernähren sich mit ihrem abgestumpften Besen so gut als mancher mit seiner gespitzten Feder verhüten nicht allem
Stuck Speck aus dem Rauchsang mit sich tragt und diese Säuische Accidentia seynd ihme er-
62,73 84.23
53.5
47.12
28
Berliner HlmLelSaestllschaft.
•, rnunerj- und Privat. L'lmk Tarmsi. und Naiionaloant . Deutsche Bant.........
Teuische vereinebant .... Tikonto ttommanbit Metallbank Mitteldem che Creditdant . Lestceretchitch« Lreditanftalt. Destbank .........
Noch unter rtuß........
BudrruS ..........
Taro Deutsch Vi:«mbura OtEKcnitrcLr:'..-. tHctgtoerfe . . Harpcnrr ikergbait......
tallwerke «>cherSIcbe.t. . . . •Ralitotit Westeregeln.....
Vantabuttr....... . .
L derbe dar, . Tf onir Bcrebau . Nbeinitabl...........
Ntebcck Montan........
Tellur vernbau
Hambura-Amerika Paket. . - Norddeutscher Llovd . ...
Cberamische Werte Thbfrt . . .Zementwerk Heidelberg . . . Phitipp Holzmann i8nalo-l£ont.-<Suanc.....
Badi'che Anilin . ....
'fdrwilche Mayer 2l,ipäl . . Goldschmidt WrftS.erntet Electrou . .. . Höchster Farbwerke vostverkobluog RütaerSwerke.........
^cheideanttal» ........
Allg. eiekkrtzitätL Seiellschast
Mamkra rwerkr Lch ackert............
3itmcn» ± HalSkr......
-idlerwerke Sleya......
Daimler Motoren- ..... Hcyligenkiaede ".'tgntn.............
M owreuserke Mann beim
^ranfhrrter Armaturen . . . .Sonftroenfabrtf Braun . . . MetallgeseLlchast Frankfurt. Per. Union n-»® Lchnh'abrck per-......
Sichet..............
S-'Attr. •’ Wald ho?.......
hin bemerkenswerte ^Lbnahme auf. Es wurden nackt einer Zusammenstellung ber Zinanzzeitschrist „Die Bank' nämlich im August nur 721 Konkurse neu eröffnet. Auch gegenüber der Ber-
Serlinet Börse.
(ötflcner Drahtbericht beS ..Gießener Anzeiger-" >
Berlin, 2. Sept. Der Börse bemächtigte sich wiederum eine ausgesprochen freundliche Stimmung, die in neuerlichen KurLerhohungen zum Ausdruck kam. Die Spekulation schritt zu Deckungs- und Meinungskäusen, da die Konzen- trationsbemegung in der o b c r f d) l c f i • schen Schwerindustrie neuerdings ein Gegenstück in der Fortführung der E i s e n p r e i s - Verhandlungen m der r h e i n l s ch - west^ f ä l i s ch e n Industrio zu finden scheint. Man erwartet hiervon eine engere Zusamemnarbeit ber westdeutschen Großindustrie in Produktions- und Finanzfragen. Da ferner die Haldentestände im Ruhrgebiet in den letzten Tagen etwas abgenommen haben, ubertrg sich die anfängliche Festigkeit der Rebenmärkte auch auf die führenden Spekn- lationsgebiete. Das Geschäft verlief daher während des ersten Teiles der Börse reger bei anziehenden Kursen. Interesse bestand vor allem für heimi- j ch e Anleihen, Türkenwerte und die Aktien des Spritkonzerns, daneben für Maschinen- und Metallpapiere. Die Vage am Geld- markt ist sehr leicht, tägliches Geld zu 8 bis 9) Prozent angeboten. Monatsgeld nominell 104 bis 11* Proz. 3m Devisenverkehr zeigte Mai- land eine ganz erhebliche Befestigung auf 123,13, was wahrscheinlich auf die Schuldenverhandlungen mit Amerika zurückzuführen fein dürfte. Die nordischen Devisen lagen dagegen nach der überaus starken Auswärtsbewegung der letzten Tage etwas schwächer. Das englische Pfund notierte 4,85°/» gegen Kabel.
kursc neu eröffnet. Auch gegenüber ber Ber- gleichszisler vom Qluauft 1924 (729) zeigt die diesmalige Augustz^fser eine nicht unbeträchtliche Ab-
Wirtschaft.
Bor dem Abbruch der dcutsch-rusfischen Wirtschafrsverhandlungen?
Die Schwierigkeiten bei den deutsch-russikchen Handelsvertragsverhandlungen haben sich fo verschärft, daß schon in den nächsten Tagen mit ihrem Abbruch zu rechnen ist. Aoch in den letzten Wochen klangen die Meldungen über die Verhandlungen recht optimistisch, und einge Blätter wußten schon zu melden, daß sie kurz vor einem günstigen Abschluß standen. Jetzt haben im letzten Augenblick die Unterhändler der Sowjetregierung ihre bisherigen Zugeständnisse zurückgezogen. Beben wirtschaftlichen Differenzen lind noch politische Spannungen hiuzu- flctrctcn, denn Rußland fühlt sich durch bie Sicherheitsverhandlungen Deutschlands verletzt. Man will in Rußland erst abwarten, bis bie SicherheitSVerhandlungen beendet sind, und will erst sehen, weiche Bindungen Deutschland den Westmächten gegenüber eingeht, ehe es sich wirtschaftlich festlegt. Die letzten Streitigkeiten sind vor allem über die Fragen des RvchtSschuhe^ und der Patente entstanden. Rußland will die deutschen Forderungen auf diesem Gebiet nur anerkennen, wenn Deutschland Zugeständnisse in ber Getreide- und Bieheinfuhr macht. Auch über die Fischereikonzeiiionen hat man sich nicht einigen können. Rußland verlangt ferner, daß die Meistbegünstigungsklausel nur auf daS europäische Rußland Anwendung findet, will lomit seine asiatischen Besitzungen von der Meistbegünstigung ausschliehen, waS zweifellos gegen ben Rapatto-Bertrag verstoßt. Rußland versuchte während der ganzen 2Verhandlungen möglichst günstige Bedingungen für die Einfuhr von Agrarprodtckten nach Deutschland herauszuholen, stieß jedoch dabei auf kein besonders großes Entgegenkommen bei den deutschen Tkrtrctem.
Zusammenhang sch-n feit Li*a* n wachen ben Gr.' .onzcrncn aepfIrgcncn Beroanpiungen »ur Bildung eines Trusts führen werden. Beteiligt find Phoms und Rhe'nstahl. Krupp. Hoefch. Gule- lrrffnungshütte. Deutsch- Lurembura Bochumer Guhsiahlv.'rein und Gelsenkirchen. Es besteht die Mogltchte >. baß kie Berhandlungen über ein Zusammengehen in ber Produktion sich auch aui fmaniiellc Fragen erstrecken werden, bie eventuell zu engeren Verbindungen fbhren können
* Erwerb der Aktienmehrheit der S E B. durch den prenßiichen Staat. Der Amtliche Preußische Prefiedienst 'mrcibt: Die Aktienmehrheit ter Siemen» Elektrische Betriebe- Aktiengejellfchast in Hamburg ist aus dem Besitz der Schweizer Gesellschaft für elektrische Industrie in Glarus < Schweiz» :mb der Siemens Schuckert- Gruppe in den Besitz tes preußischen Staates über- gegangen. Ganz besonders ist zugunsten des Abschlusses ins Gewicht gefallen, daß diele» für den .'.'orbroeften Preußens so außerordentlich bedeutsame Stromversorgungsunternehmen non ausländischem Einfluß wieder freigemacht werden konnte. Tic Siemens Elektrische Betriebe-Lktiengeselllchan gebt nach den schweren Fahren der Nachkriegszeit nach gründlicher Sanierung durth bie bisherigen Inhaber der Maiorität einer günstigen Entwicklung entgegen. Infolge des Ausscheidens der Siemensgruppe wird die am 18. September stattfindende außerordentliche Generalversammlung neben der Erhöhung des Aktienkapitals auch die Aenderung der Firma in „Nordwestdeutsche Kraftwerke Aktien- gesellschaft" beschließen.
' Konkurse im August. Die Anzahl ber S\onfurferöffnungen weist im August gegenüber der starken Zu -.ahme in den vorhergehenben drei Monaten (Mai 776, 3uni 740, 3uli 788) eine, trenn auch nicht 'ehr große, fo doch immer-
1004 64,1 3» .5
13.a
10,15 « 57
Man hält saft allgemein das heute so beliebte Fußballspiel für eine moderne, und zwar non Eng- land ausgegangene Erfindung. Nach einer Mitteilung von Feldhaus wird das Fußballspiel jedoch schon m dem Reisewerk oon Lewin Äulfius „An der Schulfahrt. Zn die orientalische Indien", das im Jahre 1601 in Nürnberg erschien, erwähnt. Demnach müssen wir als die urspningliche fieima! des Spieles wohl Ostindien ansehen.
Die Beschreibung, die chulsius vom Fußballspiel, wie er es in Indien beobachtete, gibt, ist sehr interessant zu lesen. „Wie sic des Ballens spielen, schreibt er, „sie haben ein luftig Spiel und Kurzweil mit dem Batt / und gehet dasselbe also zu ' sie stellen ich in einen runden Kreis / und einer stehet in der Mitte i darnach kompt ein ander / der wirfst den Ball auff / und schlagen sie abbann einer den an- anderen denselben zu / und dasselbe mit den Füßen o hoch als einer immer sollte roerffen können denn die Ballen seynd gemacht wie eine runde Kugel i auß Spanischem Rohr / durcheinander gelochten / welcher nun den Ballen nicht trifft son- bern fehlet! desselben mit dem Fuß / dem ist eine große Schande ' und wird derselbe fast ausgclacht / unb verspottet ' unb biß is bie gemeine arth tes Ballfchlogens. / etliche pflegen auch denselben Iprin- genbt zu schlagen ' etliche können sich auch rings- >erumb brehen / bah sie boch denselben nickst ver- ehlen."
E» handelt sich hier also bereits um em regel- rechtes Fußballspiel. Uebringens kann man noch jetzt bei ben Malaien unb gewissen Negerstämmen das Fußballspiel, in ähnlicher Art gespielt, beobachten. Auch die Bälle beslehcn bei ihnen aus dem Material, von dem 5)ulsius spricht, nämlich aus Rotang, den biegsamen Stainmteilen ber Rotangpalmen, aus ber auch bas spanische Rohr gewonnen wirb.
Der Iichlcnspargel.
Wenn man durch dos Dunkel des Tonnen- tpaldcs wandert, dann begegnet man wohl sonderbaren Pflanzen, die eine entfernte Aehnlich- [eit mit Spargeln haben: wachsbleiche mit Schuppen bedeckte Sprosse, am Ende mit einer nickenden Blütentraube. Das ganze Aussehen des Sonderlings zeigt, daß er sich nicht wie andere „vernünftige" Pflanzen mit Wasser und Kohlensäure der Luft ernähren kann: denn dazu hätte er ja bekanntlich grüne Blätter nötig. Dann muß er also wohl ein Schmarotzer sein und auf Kosten anderer Wesen leben. Darüber kann uns die Wurzel belehren. Graben wir sie also aus. Das ist leichter gesagt als getan, immer tiefer müssen wir gehen, und immer wieder wird der brüchige Stengel abbrechen. Endlich in einer Tiefe von 20 bis 30 Zentimeter haben wir das eigenartige Wurzelwerk, ein korallenartiges Gebilde. Nun gibt es wohl andere Gewächfe (Schuppenwurz), die als echte Schmarotzer auf Wurzeln der Waldbäume leben-, aber dafür finden wir hier keine Anzeichen. Statt dessen entdecken wir um die Ko- rallenwurzeln des Fichtenspargels herum ein dichtes Geflecht von Pilzfäden. Zn der Tat ist er ein auf diesen lebender Schmarotzer, Während sonst die Pilze auf höheren Pflanzen schmarotzen, ist es hier umgekehrt. Der Pilz ober lebt oon den Verwesungsstoffen des Humus.
u
Frankfurt a-M
Berlin
schluh« sur»
Su"4uhii tibtn)- b6rfe
s<bi°z.WA «-=• ra?
Tn tum:
1.».
2 9. |
1. 9.
2.9
3" Trmiche $Re<(!)8anfeibe •
0.250
0 270
0.225
U 24
4° c Teuilchc 9icid)6ankibe .
—
0,3
0.215
3Dkuischr jRctd>4nu(eil’e
0.300
» 3.30
0.32'
0 3275
? . Tculfdie NciLSnnlk>!>e .
0. ID
-i.emi
n.59
0 57
Tcuiscke eäparpromicnanictüe
U.2<HJ
O.t’.'U
0. U
0,16
4% PrcuöilSr Äonfols . . .
d.-jS
.) .33
0.3
0.32
- Hessen..........
U.2R
—
0.33
0.34
3'Hetzkn.........
0.27
0.32
3* 0 H-sseo...........
—
i.28
n.28
O.2K
Deutsche Wend Tollar-Avl.
‘9,8
89,8
91,5
»1,75
dto. Toll.-Schatz. Anwesing-'-
M.6
M.5
94.6
•JL85
<®/o Zolltürke».........
7 95
7.7
6.3
7 «
5''o Goldmertkaner.....
38,5
.39
46,2
Stcallurttt 2ttenb55rte.
Frankfurt a. M. 2 Hept 1 T-U.3 Di» At en-ü'brse rxrrfe&rtc m ruhiger, ater etwas vcr- (timmtcr Haltung. Dir Kurie rxircn. zumeist auf bem ©tunte ber Rachbörsennotierungen gehalten. tcTiinxdt lcickst acbcf'ect aber auch zum Teil nddxKt-cnb. Drc Unsicherheit tes Marktes äußert, sich 'n einer starken Zurückhaltung. Der Anleihe- markt n>'.r gegenüber ter schwächeren IrmteNH an ter Rachbbrfe leicht erholt, zum Schlüsse aber tricterum schwächer Die tXbcnbbörle schloß unter Reigu"a zum Aachgeten Kriegsanleihen schloss« ui 267 . Deutsche Anleihen hprozentige Reichs- an leite 0.277.5 bis 0,270. Schutzgebietsanleihen 6.100. Ausländische R enten ZoNtürken 7.70. Bagdad II 7.45. Bankaktien öommerzbank Q6.50, Darmstädter Bank 113. Deutsche Bank 114.25, 7>scontvqcs?Nschasl 105 25 Dresdner Bank 101.75. Metallbank 81. Mitteldeutsche Urcbitbanf P3.75. Rc.chsba.il 129.50. Oesterreichische Ärcbttahien 7.10 IHontancftiw: Deutsch-Luremlura 72.75, Mansfelder 69.75, Phömr 75. Rheinstabl 64.25. Kali Aschersleben 12^>. Kal' Westeregeln 150. Eh. misch- Aktien Scheideanstalt 100. Höchster Forten 124.12 Dransportwerte 5>apag M, Rerdd. Ltvvd 63. Monasttr 8 75. Zndustrieaftten: DDG «,87. Aschaffenburger Zellstoff 64,75. 3c- ment Heidelberg 67. Bergmann 76. Eßlinger Maschtiwn 43. 3nag 0.53. Lahmeyer 75. Reckar- werke €tammahien 76. Peters Union 67. Ber Ehern Zndustrie Fransfurt 59, Badischer Zucker 58, Franftnthalzucker 62. Offsteinzucker 58
Devisenmarkt Derlm—Frankfurt a. M.
«An tuatener. Wart airtatbrücft. Rmnt*eiin6. Sonden. Ära- Dort, am-an. «to bt aanttro tär dn- irbitxtt, ®irn an» ribaoot hlr 100000 (Knbdtrn. iPf« übrlgr für 10Ö flnbrltHk) Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
t Sepldr
2 Sept r.
Anni'che Nou ruua
nmiliche Nonenina
Weib
Pri.-f
weih
ltzrici
«mit.-Wott
i ".9 04
h'o.l"
r.9,0«
l'O.to
1611er Hirt«
1,6» 8
1.071
1,674
1.877
^r’l.-Vlntto
IH.bOS
IX.V47
K H4
18.
Cbrtirionia.
R-..3»
8T.C1
95.ZI
•Sopinbaa:!'
104.32
101.M
i : 17
1’2 45
eiKft'cJm
H2.31
112.79
H2 5*
112.iS
fetlf'naforfl
10.568
10.602
in :t>2
KI.6OJ
(Italien . .
15 9.
I5.'9
l > -i
I-. IX!
Vonbon
•et.XA
-0.411
-a «t
ZO 414
Oiruncrt .
1.195
4.2U' 19.76
1 195
4.Ä45
Vari». . .
10.72
19. 2
19.78
Echwesi .
xt.ro
'1.10
-1 05
81.25
Spanien .
59.93
110.07
53.93
lifl.iiT
.
i .fiM
I.G9V
1.115
I.69K
•Hto be ,">an Bier, nt T
' 501
0.503
> 519
<550
Ce*t. abgeft
-.16
59.20
59.21
59.35
*Ürr.a ....
12.4.3
•247
12.43?
12.173
*6eljrab . .
7,495
7,515
7.477
. .194
S;ibr.l>'(t .
,.895
j.6U.
J 895
'.915
Pulparirn
4.lrt
3.04
3.(13
: iK
t'ifiabon
'0,9 5
20.975
.'II 975
21.935
laiulq ■ • -
00,70
-,0 M
8!> 75
91
Qcnf: nun
—
—
2.45
2.4Ü
Arten. .
i.eo
6 31
h 38
verlm, 8 Septdr
tzleld
Drtr»
Awerttantsche Noir, .....
Vrltzisch« Noten........
Tonilcht Noten ....... Englisch, Notkn........
Frmuonlche Noten......
Hollanbisch.' Noten......
VtlQltcniltbc Noten......
Norwccistche Noten..... Trutsch-Lefterr »100 Kronen Rumänische Noten......
Lchwebische Noten......
Schweife Noten.......
Tranische Noten.......
Tschechoslowakische Noten • . Ungarische Noicn.......
i.rv 18.74 toz W
19.62
1K . 9 öft.as 59.03
419.17 80.Hü 59.75
13.37
5.84
4.28
18.«4
102 6i .0.136
19 92
169.42
16.67 MM!» 59,3-1
112.61 »1.25
60.0.1
12 43
5.88
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 2. Sept. E» würben notiert: Weizen, Wetterauer 23 d s 23,25, Nöl'gen, inlänbi- scher 18,15 bis 18,50, öommergerftc für Brauzwccke 25,50 dis 27, Hafer, mlänbischer 19L0 bis 20, Mais, gelb 21 bis 21,50, Weizenmehl, inlänbifches, Spezial 0 39 bis 39,25, Roggenmehl 27,50, Weizenklcie 11 bis 11,25, Roggenlleie 11,25. Tenbenz: Behauptet.
Berii.te: Produktenbörse.
Berlin. 2. Sept. Die Stimmung am heutigen Produktenmarkt war ziemlich fest. Der dem Reichstag vorliegende Regierungsentwurf in der Ginfuhrzollfrage fand eine günstige Beurteilung, da er anscheinend eine Aenderung im Sinne deS Handels in der Landwirtschaft erfahren dürste. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märt) 220 bi« 226. Weizen (Sept.) 214. Weizen (Oft.) 219. Weizen (Dez.) 255 bi« 256 biS 255. Roggen (mark.) 170 bis 178. Roggen (Sept.) 189. Roggen (Oft ) 194 bis 196. Roggen (Dez.) 202 bi« 199.50. Gerste (märt) 220 bi« 250, Futtergerste 180 bi« 185. Hafer (märl.L177 bis 185. Hafer (Sept.) 170 biS 171.50. Hafer (Oft.) 171, Haier (Dez.» 190. MaiS iloko Berlin» 215 bi« 218, Rap« 355 bi« 360: für je 100 Äg.: Weizenmehl 31.75 bi« 32.75. Roggenmehl 25 bi« 27, Weizenkleie 12.50, Roggenkleie 12.20, Biktoriaerbfen 25 bi« 31, Futtererbsen 21 bis 23, Wicken 26 bis 29. Lupinen (blau) 12.50 bi« 14, Rapskuchen 14.20 bi« 16. Leinkuchen 22.60 bis 22.80. Torfmclaffc 9, Kartoffelslocken 19, Zucker 21.50 bis 21.60.
-- 1
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter ScndecS.
(Aus der .Radio-Llmschau".)
Freitag. 4. September.
3116r: WirtschastSmeldunaen. 4 Uhr Detter- berichl der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 1.15 Uhr Rachrichtendienst der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M -Hanau. 4.20 Uhr Rachrichtendienst. 4.25 Albt: WirtschastSmeldungen 4.30 bi« 6Uhr Haussrauen-Rachmittag. Programm u. a.: „Die Derwendung der Kohle im HauShalf. Bortrag von Ina. Thiels ferner Wochenschau des Frankfurter HauSfrauenvereinS. 6 Uhr Wirtschaftsmeldungen. 6 bi« 6.30 Uhr Die Lesestunde lMeisterwerke der Weltliteratur)^ Au«' .Don Quichote" von Eervante«. 6.45 bis 7 Uhr: Die Belprechung. 7 Uhr Wirtschaft «Meldungen. 7 bi« 7.30 Uhr ©tunte deS Südwestteutschen Radio- ßub« Bortrag von Herrn Mouqu^: .Der Allumulator". 7.30 bis 8 Uhr. Funkhochschule Frankfurt a. M. unter dem Protektorat de« Staatssekretärs Dr. h. c. Bredow, in Zusammenarbeit mit Stadt und Universität Frankfurt a. M (Abt. Kunst und Kunstgeschichte) — Bortrtrg von Profesior Raumann. „Reue« Ansichten über die germanische Mythologie". 8 bi« 830 Uhr: Hebertragung oon Kassel 8.30 Uhr: Don defaz (komische Operette tn 3 Akten von Rudolf Delft»» gen. — Anschließend: RachrichtenbienA. Wettee- meltemg, Spvrtsnnkdienst.


