ttr.79 Swett« Vlatt Gteyener Anzeiger (Generai-Anzetger für Vverisessen)Kettag, 3. Apnl 1925
Der Reichshaushaltsplan 1925.
Der Reichshaushaltsplan für 1925 ist endlich tmeber noch den bewährten Grundsätzen der vorrevolutionären Finanzgebarunq ausgestellt worden. Dem Ordinarium sind alle Ausgaben zugewiesen worden, die aus lausenden Einnahmen bestritten werden können, während die Aufwendungen für werbende Zwecke dem Extraordinarium zugewiesen worden sind. Der Gesomthaushalt schließt in Einnahme und Ausgabe mit 7,3 Milliarden Reichsmark ob (allgemeine Reichsoerwaltung 5,9 Milliarden, Kriegslasten 1,4 Milliarden Mark). 2er haushalt für die Kriegslasten (bisher Haushalt für rund 162 Millionen Rm. zur Deckung der außer halb der Annuität des Dawes-Planes dos Reich belastenden inneren Reparotionskosten aus den ordentlicher« Mitteln des Etats, 142 Millionen Rm. müssen als Zuschußbedars auf dem Dege der Anleihe flüssig gemocht werden. Nimmt man hierzu den Zuschußbedarf des außerordentlichen Etats der allgemeinen Reichsoerwaltung von rund 136 Millionen Rm., so ergibt sich ein Gesamtanleihe- bedarf von 2 7 7 Millionen R m., dessen Deckung im Wege der Anleche wohl noch aus einige. Schwierigkeiten stoßen dürfte. Vorläufig erscheinen diese 277 Millionen noch ohne Deckung.
Von Einzelheiten des Etats seien hier nur einige erwähnt- der Reichsdruckereibetrieb, angeblich kaufmännisch aufgezogen, soll einen Ucberschuß von 1875600 Rm. abwerfen. Die wirtschaftsorganisatorisch selbständigen Verkehrsinstitute, Post und Eisenbahn, «verden dem Reich im Etatsjohr 1925 (1. 4. 25 bis 31. 3. 26) ein Betriebsüberschuß der Post noch eine eventuelle Dividende auf den Aktienbesitz des Reiches an der Reichsbahn in Ansatz gebracht. Der Anteil des Reiches am Reingewinn der Reichsbahn fließt jetzt bestimmungsgemäß dem Tilgungsfonds zu, der bei der Reichsbonk zur Einziehung der umlaufenden Rentenbankscheine gebildet ist.
Zur Durchführung der Dahl des Reichspräsidenten sind 1,5 Millionen Rm. in den Etat eingestellt, mit 40 Millionen Rm. ist die Gewährung von Renten an bedürftige Inhaber fetbstgezeichneter Kriegsanleihe in Ansatz gebracht. Der Reichstag erfordert einen Zuschuß von 5,7 Millionen Rm., davon entfallen 3,2 Millionen auf Diäten für die Abgeordneten. Neben besonderen Tagegeldern für Ausfchußsitzungen erhält jeder Abgeordnete im Monat 568,50 Rm. als Diäten.
Die Lasten aus dem Londoner Abkommen sind in dem (Etat für die Kriegslasten, den wir bereits oben erwähnten, enthalten. Von den insgesamt angesetzten 1400 Millionen Rm. entfallen 1095 Millionen auf die Erfüllung des Sachverständigengutachtens, auf sonstige Ausgaben 305 Millionen Rm.
Der Etat hat die Zustimmung des Reichs - r a t s bereits gefunden. Der Reichstag wird sich in aller nächster Zeit damit zu beschäftigen haben.
Aus der Provinz.
Landkreis Gietzeu.
£ Miefeck. 2. April. 3n unserer Äe- iwehrtw wurden im März folgende Erwerbs - lose gezählt: 2m 1. März 35 männliche. 5weiblich«. 45 Zuschlagsemplänger am 6. März: 36 männliche. 5 weibliche, 48 Zuschlagsempfänger; am 13. März 39 männliche. 5 weibliche, 57 Zu- schlagSempsänger: am 20. März: 45 männliche. S vewltche. «S Zuschlagsempsänger; am 31. März: 41 männliche, 5 weibliche. 58 ZuschlagSemp- sänger. Außerdem wurden 58 Sozialrentner und 19 Kleinrentner in der Sozialfürsorge gezählt.
1 Lollar. 2. April. Zur Vornahme von Walzarbeiten ist die Straße Gießen — Lollar (vom Abzweig nach Saubringen bis Lollar) für jeglichen Wagenverkehr bis auf weiteres gesperrt. Der Verkehr wird über Daubringen geleitet.
t G rünberg, 1 April. Bsl tder fiskalischen Vuhholzversteigerung in Dellers ha in wurden folgende Preise erzielt, Buchenscheiter 1. Äl. 15 Mk. 2. Kl 12 Ml . Ha inbuchenscheiter 11 Mk, Eichenscheiter 1. ZN. 10 Ml . Rundscheiter 12 Ml.. 2 Kl 8 Mk., Kiefernscheiter 6 Mk.. Kiefernrundscheiter 8 Mk.. Fichtenscheiter 4.50 Ml., Rundscheiter 3 Mk. und Buchenknüppel 8 bis 10 Ml. im Durchschnitt pro Raummeter Stockholz 6 Mk., Stammreisig 4 Mk. uni> Ast reisig 3 Mk. pro Rm. — Heute abend hielt der Bürgerverein seine Haupt- vcrsammlsung in der Wirtschaft A. Repp ab. Der Vorsitzende Schweißguth verlas den Jahresbericht, aus dem hervvrging, daß acht Mitglieder auSgcschieden sind und ein Mitglied verstorben ist. Weiter ist aus dem Bericht her- vvrzuheben, daß der Verein im Laufe des verflossenen Jahres sich besonders mit den Steuer'-, fragen sich beschäftigte, ferner hat der Verein eine günstigere Zugverbindung angestrebt, was ihm bis jetzt aber nur zum Teil, und zwar bei dem Abendzuge gelungen ist. Der Verein strebt noch einige Vergünstigungen auf der oberhessi- schen, ganz besonders aber auf der Rabenauer Strecke an. Hier muh für Grünberg selbst und für die betreffenden Orte noch manches geschehen. Den hiesigen Behörden. Geschäftsleuten und Tlrbeitern, die in der Rabenau und den Leuten aus der Rabenau, die in Grünberg zu tun haben, ist durchaus nicht hinreichend Rechnung getragen. Hierauf folgte die Rechnungsablage: sie ergab eine Entnahme von 73 Mark, eine Ausgabe von 19,88 Mk., ko daß ein Kassenbestand von 53,12 Qltt. verbleibt. Rach den Satzungen waren die drei zuerst gewählten Vorstandsmitglieder neu zu wählen. Hierbei erfolgte eine längere Aussprache, die dahin führte, daß Schweihguth wieder als 1. Vorsitzender, Oberamtsrichter Dölp und Bezirkssparkassen- Rechner D i e h l als Beisitzer wiedergewählt wurden. Für den Verkehr in Grünberg wird als sehr notwendig gehalten, daß in der Rähe den Turnhalle und beim Schloß Warnungstafeln für Autos angebracht werden. Schliehlich wurden noch verschiedene städtische Angelegenheiten besprochen.
* Lang-Göns. 3. Avril. In der Karwoche. von Palmsonntag bis Karfreitag, findet eine Reihe von Vorträgen des Landes- iugendpfarrers Zentgraf von Darmstadt in unserer Kirche statt. Wer Pfarrer Zentgraf kürzlich in Reichelsheim i. d. W, oder in Dillingen reden hörte, der weih, daß hier nicht nur ein Fachmann spricht, sondern einer, her die Hessen- Jugend liebt und deshalb am Ausbau unseres Volks- und Familienlebens tatkräftig mitarbeitet. Auch aus den Rachbarorten sind Zuhörer' willkommen. (Räheres in der heutigen Anze ge.)
L Hungen, 1. April. Heute gegen Abend wurde auf der Landstraße ein vom Felde heimkehrender junger Mann, der wegen eines herannahenden Autos vom Wagen heruntersprang und vor die Pferde gehen wollte, von diesem Auto erfaßt, über fahr en und sofort getötet.
• Hungen. 2. April. Zur Vornahme von Walz arbeit en ist die Straße Hungen- Inheiden für jeglichen Wagen verkehr bis ans werteres gesperrt. Der Verkehr wird über Langsdorf — Dettenhausen — Bellersheim oder Hungen-Rodheim—Steinheim—Trais-Horloff geleitet.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg. 1. April. Die Evangelische Vereinigung zu Friedberg (Zweigverein des Cvang. Bundes) h elt auch in diesem Jahre nach gewohnter Sille einen Deutschen Abend, der diesmal einen besonders schönen Verlauf nahm. Der Evang. Kirchengesangverern, unter Leitung von Oberreallehrer Reinheimer, trug eine Anzahl passender Chöre vor, ein Mitglied des Vereins,
Gießener Stadttheater.
„Die Kaiserin", Leo Fall.
Wenn Kritik und Publikum abweichender Meinung sind, pflegt gewöhnllch einer von beiden im Unrecht zu fein. Die Kritik meint:
Wenn eine Operette ein schlechtes Buch hat. kann sie noch immer durch eine gute Partitur gerettet werden. Wenn aber die Musik noch ärmer ist — mit wenigen Ausnahmen — als der Text, dann kann weder ein flotter Schauspieler noch ein guter Sänger, noch eine berückende Ausstattung etwas daraus machen.
In der „Kaiserin" wird folgendes tief ergreifende Lied gesungen: „Dui dui du. Schah, was sa—hagst du? — Dui dui dvh, 's Glück ist in der Rah!" Zu dieser Erkenntnis kommt „die Kaiserin" Maria Theresia, die wir im ersten Akt als Prinzessin kennengelevnt haben, im dritten Akt. der nach einigen Jahren in der Hofburg zu Wien spielt, itachdem sie sich mit ihrem Prinzgemahl ein ganz klein wenig (nur 6 Tage lang) entzweit und dann sehr rasch wieder versöhnt hat.
Die Doppelrollen der Prinzessin-Kaiserin und des Großherzog-Prinzgemahls Franz lagen bet Meta Liebermann und Max Roller in sicheren Händen. Den Grasen Kainih fang Joseph M. Schreiber; die Gräfin Fuchs wurde von Gustl Sieger und der Edelknabe Gras Pepi Cobensl von Ernst Dadekow dargestellt. Das Orchester unter Kapellmeister Albert Michels Leitung litt an mehrfach bemerkbarer stimmlicher Indisposition
•
Der Spielzettel erscheint in neuer Ausstattung und ist von der Firma Fritz Rowack. Däschesabrik und Ausstattungshaus, in vornehmer Weife zu Rellamezwecken ausgenützt. Viel-
leicht läßt er sich in der nächsten Spielzeit zu kleinen Heften ausbauen, in denen zu allerlei Fragen des Theaters und der herauskom- menden Bühnerwcrke vom dramaturgischen, bühnentechnischen, literarhistorischen unö künstlerischen Standpunkt aus Stellung genommen wird. e-s.
*
Wenn die Lustballöne fliegen...
Wenn die Luftballone fliegen, Menschen über Bären siegen, Löwen mit gespreiztem Rachen Atif Kommando Mätzchen machen. Leierkasten lieblich dudeln, Radler auf dem Seile trudeln Damen mit und ohne Kleider Laut Annonce — usw. — Sagen wahr aus deiner Linken, Würstchen baß zum Himmel stinken, Karusselle kreischend drehen, Kindermädchen bummeln gehen Männer mit stets heisrer Kehle, Mädchen, schön, doch ohne Seele ,Rur 10 Pfennig Eintritt" schrein, (Gehst' du rein, dann fällst du retnl) Wenn dir arme Invaliden Taschenuhren gratis bieten Wenn du nur die Kette wolltest. Die natürlich auch von Gold ist! Wenn aus zwanzig Okularen Helden dir entgegen starren: Denke mit erhokmem Beile Reichstagsarbeit, prima Keile Ludendorfs bei der Parade, Mia May im Rordseebade, Wenn aus Limonadenflaschen Grün, rot, gelb, die Kinder naschen Wenn Schießbudensieschen lächelt Alnb Zigeunerfritzi fächelt Du jedoch mit Anneliese Schreitest auf der Jahrmarktswiese:
Frl. Schünemann, zeigte sich durch Vortrag einiger Lieder, die besonders unfern Rhein zum Vorwurf hatten, als eine stimmbegabte und musikalisch gebildete Sängerin. Als Festredner' war Pfarrer Hochdahl aus Dexheim (Rh.indessen) erschienen, der in vorzüglicher Rede warme Worte an die Erschienenen richtete und diese zum Festhalten an ihrem evangelischen Glauben und am Deutschtum ermahnte. Das Schlußwort und zugleich den Dank an alle Mitwirkenden sprach in einem Schlußworte Professor Lampas. der Vorsitzende der Vereinigung. — Der gestrige, von der Landeswanderbühne veranstaltete Theaterabend brachte uns zwei Lustspiele von Möllere, „Der Arzt wider Willen" und „Der falsche Verdacht". Die Darstellung stand auf bemerkenswerter künstlerischer Höhe, leider war jedoch der 'Besuch, wohl wegen der in gleicher Zeit stattsindenden anderen Veranstaltungen nur ein schwacher.
Bad - Rauheim, 1. April. Die öchluhseier unserer Stadtschule ha'.t Eltern und Schulfreunde in so stattlicher Zahl angezogen, daß der welle Raum der Turnhalle des Turnvereins 1863 bis zum letzten Platz gefüllt war. Den Hauptteil der Vortragsso'ge bildete das sonnige Kinder estspiel in Bild und Wort „Du deutscher Wald" von Franziskus Ragler. Mehr- und einstimmige Gesänge wechselten mit D ilamationen u ib szenische Darstellungen ab. alles in Beziehung zum deutschen Wald stehend Die Kinderschar, den verschiedensten Altersstufen angehörend, gab unter Lehrer Wagners Leitung die einzelnen Waldbilder in äußerst lebensfroher und frischer Darstellung wieder. Der von Lehrer Diehl gel itete Schülerchor bestritt den gesanglichen Teil in vollendeter Weise. So übte das ganze einen nachhaltigen Eindruck auf alle Besucher aus. Die Entlassung der 71 Schüler nahm der derzeitige Schulleiter. Lehrer Wehrheim. vor. In seiner gebantentiefen Ansprache gab er den ins Leben tretenden jungen Menschen beherzigenswerte Worte mit auf den Weg. Nötig sei vorr allem der innere Au'bau unseres deutschen Volles, eine geistige, sittliche» Aufwertung. Der Wahlspruch der alten Stadt Leyden „Ich ringe und tauche empor!" solle der Leitspruch fürs Leben sein. Die schöne Feier war in ihrem ganzen Verlauf von so packender TPrkung. daß auf vielseitigen Wunsch hin heute eme Wiederholung des Singspiels „Du deutscher Wald" erfolgen muhte, wieder vor vollem Hause. Der Reinertrag der h utigen Veranstaltung wird zur Besch' fung von Lernmitteln für bebürjitge Kinder der Schule verwandt.
ch. B uhbach, 2. April. Rach langer Unterbrechung fand heute, seit 1914 zum erstenmal wieder, unter starker Beteiligung hier der schon seit 1877 bestehende Faselmarkt statt Die Zuchtbullenversteigerung des Land- wirts chaf ts lammer - Auss chu | f eö der Provinz Oberhessen war verbunden mit einer Prämiierung von weiblichen Tieren des Simmentaler und Vogelsberger Schlages. Zur QIu t - t i o n waren 48 Simmentaler und 7 Vogelsberger Bullen, sowie 15 Edel- und Landschweineber auf getrieben. Die Bullen erzielten Preise von 500 bis 1400 Mk. Bei den Ebern wurden 170 bis 190 Ml. geboten. Zur Prämiierung wurden 25 ©immentaler und zwei Vogelsberger Kühe, sowie 34 ©ifnmentaler und 4 Vogelsberger Rinder vorgeführt. Im Anschluß an die Auktion fand ein gemeinsames Mittagessen im „Hessischen Hof" statt, bei dem Bürgermeister Köhler die geladenen Gäste im Rainen der Stadt begrüßte. Am Rachmittag hielt der Kreis °R in» derzuchtverein seine diesjährige, sehr zahlreich besuchte Hauptversammlung ab, bei der der Generalsekretär des Landwirt chastskammer-Aus- schusses für die Provinz Oberhessen, Oekonomie- rat Dr. Wagner (Gießen) einen Vortrag hielt über „Zucht und Leistungsprüfung".
Dann strahlt neben Lenz und L'iebe Auch der Stern der Taschendiebe, cklnd die Polizei kann lachen Wieder mal Geschäfte machen. Kittchen füllen sich und Kneipen Selbst ich finde Stoff zum Schreiben Kehre beim, nicht sehr gerade Lind erfinbe die Ballade: Wenn die Luftballöne fliegen . . e-s.
♦
In der Vatikanischen Druckerei.
Die Duchdruckerkunst wird wohl an wenigen Orten der Welt so fleißig und in so großem Maßstab geübt, wie im V a t ütan. Die päpstliche Druckerei, die bereits seit fast 353 Jahren besteht, hat in der italienischen Druckgeschichte stets eine große Rolle gespielt. Der berühmte Rame des bedeutendsten italienischen Buchdruckers Aldus Manatius ist eng mit der vatil mischen Druckerei verknüpft, und der Wiederbeleber der Hruckkunst in Italien Bedoni erhielt hier seine Ausbildung. • •
Wie einem Aussatz im „Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgieher" zu entnehmen ist, beschäftigte sich die Druckerei zunächst mit der Her urrs gäbe der Werke der Kirchenväter und wurde im 17. und 18. Jahrhundert bedeutend vergrößert. 1825 wurde die Vatikan-Druckerei reorganisiert und der Betrieb in' ein eigenes Gebäude verlegt. Das prächtige Gebäude, in dem sich die Druckerei jetzt befindet, schuf Pius X.. und er stattete die einzelnen Abteilungen mit den modernsten Maschinen aus. Die Anstalt verfügt jetzt über sieben Linotype-Setzmaschinen und über die neuesten Schnellpressen. Ein Teil des Gebäudes ist für Öie Geheimdruckerei bestimmt, in der alle Drucksachen her gestellt Werdern die sich mit der Kirchenorganisation und den privaten Angelegenheiten des Vatikans befassen, sowie die Proto-
Arci* Büdingen
Rldda, 1 April Ausgerechnet beute, am 1. April, ist ein Storchenpaar wiedergekommen und hat aus dem Hause des Fahr- radbandlerS Lehmann Quartier bezogen Alt und jung begrüßten die Wieder gekommenen mit aufrichtiger Freude. — Das Kurhaus in Bad Salzhausen, dessen Aeuhere--< und Inneres während der Kriegs- und Inflationszeit st nick vernachläsiigt wurde, wird jetzt vom Hessischei Staate neu hergerichtet Die Kosten für Instandsetzung und notwendige bauliche Veränderungen sollen sich auf 80 000 Mk. stellen
ow O b e r - W i d d e r s h e i rn. 2. April. Ein schwerer llnglücksfall ereignete fidj heute in dem hiesigen Steinbruch der Firma JohS. RidcL Kurz vor der Mittagspause traf den Steinbrecher Gustav Kalberbach von Ober-Widdersheim ein herabfallendei Stein und verletzte ihn so schwer am Kopse, daß der Tod noch an der Arbellsstäne cintrat Der hier allgemein beliebte und angesehene Hei feige Arbeiter hinterläßt ein. Witwe mit drei unversorgten Kindern, denen die Teilnahme aller Ortsbürger gilt
Kreis Schotten.
B. Burkhards. 2. April 3a der Reih« der im Lause dieses Winters für das Kirch" spiel Burkhards veranstalteten Licht - btlderabende sand am Sonntag die Vorführung der Oberammergauer Passions spiele statt. Dor den zu dieser Paste islcier aus Burkhards und Kaulstos zahlreich Erschienenen erläuterte Pfarrer Job die farbenprächtigen Bilder, während Lehrer Loos ans Bull' Hards mit seinen Sch Kindern urC feinemMannergesangverein die B lder durch die Darbietung von Liedern und Gedichtvorträgen belebte.
Kreis Alsfeld.
M Alsfeld, 2 April. Au§ der jüngste» ö t a d t v o r st a n ds s i tz u n g ist zu berichten. Unter Mitteilungen gab bei Vorsitzende bekannt, daß Herr Hairs Braun sein Amt all' Mitglied d.s Stadtvorstandes niedergeiegt habe und daß an feine Stelle la ul Feststellung der Gemeindewahlkommission der demselben Wahl' Vorschlag angehörige Curl Steinbach geirrter sei. Weiter teilte der Vorsitzende die Urteile de; Oder-Schiedsgerichts in der Fell der ijigung Alsfeld mit, soweit sie die Stadt betreffen. - Ein Gesuch des Siedlungsvereins Als seid um licberlaffang do i weiterem st.ll ischer Gelände zur Pacht alt- Kleingart ; and wurdl genehmigt. Die Verpachtung erstreckt sich auf 9 Jahre, der Pachtzins wurde auf 1 Ps pro Quadratmeter und Jahr festgesetzt. Prämienmarkt, hier: Pferderennen. Wi> im vergangenen Jahre, soll auch in diesem Jalu- mit dem sogenannten Prämienmarkt am 6. Juli wieder eine sportliche Veranstaltung, ein Psecde tenner und eine Fahrtonturrenz. verbunden wei den. Mit den für die Rennbahn in Frage kom inenden Wiesenbefihern ist ein? Vereinbarung getroffen worden, wonach diese ihr Gelände ffn den Renntag der Stad! überlassen gegen eim Anerlennungsgcbühr von fünf Mark pro Morgee Wiese. Die Vereinbarung soll auf die Dauer von fünf Jahren gelten. Falls bef anbei Flurschäden entstellen, werden diese den Besitzern von der etabi ersetzt. Der Stadtvorstand genehmigte dic in diesem Sinne getroffenen Vereinbarungen. — Die Hessische Rekl arne g e s e l l s ch a s t be^
Leiden Sie an Verstopfung,
so sorgen Sie schnellstens für deren Beseitigung, bevor ernste Leiden sich auS Ihr entwickeln Wi, raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Herbes-Kerne zu kaufen, von denen Eie all. abendlich 2 Stück nehmen. Sicher erhältlich: llni- versitäts-Apotheke , Zum goldenen Enael". Dic Bestandteile sind auf der Packung angegeben. ,,.A
MIM ■_!! I !»■!■ II— WIM---: "H ------
lalle der kirchlichen Tagung«n . - n werden die Ausgaben der Psalmen, O bcl- bücher und Propaganda-Literatur in s ast allen Sprachen der Welt von Patrec gefetzt. Die Handsetzerei widmet sich Sonder- arbeiten, tote z. B. dem Französisch-persischen Wörterbuch und der Musikgeschichte der Oxforder Universität, die hier hergestellt werden muß weil keine andere Druckerei die alten Zeichen und Roten besitzt. In der Bibliothek der Duckerei ist alles vereinigt, was seit dem 15. Jahrhundert an geistlichen Druckwerken erschienen ist.
Gesährllcher Puder.
Der Puder gehört ja heute zu den alltäg* sichen Schönheitsmitteln unserer Damenwelt, und deshalb ist es von Wichtigkeit, darauf aufmer) sam zu machen, daß mancher Puder schädlich wirten kann. Der alte Stärke- oder Reispuder genügt den Anforderungen nicht mehr, da er zu stark stäubt. Man verwendet daher Talkpuder, der diesen Rachteil nicht hat. Reuerdings 6c nutzt man bei der Puderbereitung, besondere in den Vereinigten Staaten, Metallsalze, dar unter das Zintstearat. Wie in der „Umschau' mitgeteilt wird, hat man mit diesem Puder aber schlimme Erfahrungen gemacht. Es wurden nämlich in Amerika zahlreiche Fälle von Vergisi tungserscheinungen beobachtet, von denen fünf in kurzer Zeit zum Tode führten. Man ist sich noch nicht ganz klar darüber, ob die schädlichen Einflüsse durch das Zink oder durch di . Stearinsäure hervvrgerufen werden. Jedenfalls ist un- bebingt anzuraten, daß bei der Säuglingspfleg- nuc Stärkepuder verwendet toirb, dessen Eigen schäften uns ganz genau bekannt sind. Bei Puder. dessen sich bie Damen bedienen, wird man verlangen müssen, daß auf der Packung die Zusammensetzung genau angegeben ist, damit bei etwaigen Schädigungen dic Llrsachen herauszu- finden sind.
MAGGIS Blumenkohl-Suppe
— Ein Würfel für 2 Teller 12 Psg. — , ift bCllfeClt! '
„MAGGI« gute, sparsama Kuc >s"


