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landwirtschaftlichen '-öetticbc dar. Das Rtnvviey muh täglich mit der Kardätsche tüchtig geputzt werden, damit sich keine Dchmuhschicht auf der Haut festseht. Die AnwenKung des Striegels ist beim Rindvieh zu vermeiden, da dieser die Haut zu stark reizt. Wird das Rindvieh täglich sorgfältig mit der Kardätsche behandelt, so kann sich auch keinerlei Ungeziefer, wie Läuse, Schma^ roherwürmer usw. auf der Haut festsetzen, das den Tieren große Qualen bereitet.

Auch bei den Ziegen ist eine rationelle Körperpflege besonders während des Win­ters von größter Wichtigkeit zur Erhaltung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Tiere. Täglich müssen die Ziegen abgerieben, gebürstet und nötigenfalls auch gekämmt werden. Das Euter ist besonders sorgfältig mit einem trockenen Tuch zu reinigen: ist es sehr schmutzig, so muh laues Wasser zu Hilfe genommen werden. Hinter­her ist gutes Abtrocknen und Schuh vor Zugluft zu beachten. Die Reinlichkeit der Ziege trägt mehr, als man annimmt, dazu bei, der Ziegen­milch einen guten ©efefomad zu verleihen. Die Klauenpflege ist dabei gleichfalls sehr wichtig. Während die Ziegen sich auf der Weide das Horn der Klauen ablaufen, wächst es im Stall oft so lang, daß die Tiere kaum stehen können. Daher müssen die langgewachsenen Klauen von Zeit zu Zeit beschnitten werden.

Kaninchen werden leicht von Ungeziefer be­fallen. Um es fortzubringen, seht man die Tier« auf ein Brett und wäscht sie mit Kreolinteer­seife. Der Schaummuh mindestens fünf Minuten sitzen bleiben, worauf er unter Benutzung eines Strohwisches oder einer Bürste mit lauwarmem Wasser entfernt wird. Gegen Läuse bei Kühen und Milben bei Pferden wird eine Einreibung mit Hanföl angeraten. Gegen Krähbeine der Hühner, die auf die Giererzeugung ungünstig ein­wirken, hilft Bestreichen der Deine mit grüner Seife, mehrere Abende hintereinander. Am vier­ten Abend wasche man dann die Beine sorg­fältig ab und entferne die Borken, doch so, dah kein Blut abflieht. Dann bepinselt man die abgetrockneten Füße mit Schachts Pixol-Karbol und wiederholt dies nach 8 bis 14 Tagen noch einmal.

Sorgfältigste Sauberhaltung der Tiere ist in allen Fällen das beste Vorbeugungsmittel gegen das Auftreten aller schädlichen Schmarotzer.

Kalkftickftoff muß ganz trocken lagern!

(Rachdruck verboten.)

Wenn Kalkstickstoff nicht sofort verbraucht ttnö an einem Orte gelagert ist, der nicht ganz trocken ist, entwickelt sich in ihm das den Pflanzen schädliche Dizhanamid. Mm, lasse ihn daher nicht in Säcken stehen, sondern schütte ihn auf trockenen Unterlagen breit und bedecke ihn womöglich mit Thomasmehl. 3m übrigen ist es überhaupt bei Kalkstickstoff besser, gerade nur soviel zu bestellen, als man in einer Bestellperiode verbraucht.

Maulwürfe im Wintergetreide sind keineswegs immer erwünscht: Sie lockern oft zu viele Getreidepflanzen, befördern dadurch das Auswintern und ihre Hügel bilden, wenn na­mentlich im Roggen das Eggen und Walzen im Frühjahr unterbleibt oder unterbleiben muß, beim Mähen sehr böse Hemmnisse für Sense und Tetreidemäher. Andererseits ist der Maulwurf durch das Vertilgen von Drahtwürmern, Enger­lingen, Schnaken usw. eia so nützlicher Geselle, dah es unzweckmähig wäre, ihn durch Fallen usw. L überall gänzlich zu vernichten. Besser ist es, wenn er nicht zu massenhaft auftritt, ihn zu vertreiben. 5Cin ganz einfaches Mittel ist das öfter wieder­holte Ausgiehen seiner Baue und Gänge mit * 3aud)c, besonders Abortjauche. Auch Lappen, die stark mit Petroleum getränkt sind, vertreiben ihn.

Lieber Zäune, Mauern und Hecken.

(Rachdruck verboten.)

Tie scheinbar billigste Einfriedigung durch Lattcnzäune ist dadurch, daß sie öfters Repara­turen und nach kurzer Zeit Erneuerung not­wendig macht, die teuerste. Außerdem bietet sie gegen Wind, Wild und Diebstahl nur geringen Schutz. Bei Zwischenräumen zwischen den Latten von mehr als 5 Zentimeter findet ein hungriges Häschen immer ein Loch zum Durchschlüpsen. und für naschhafte Buben ist ein Lattenzaun kein Hin­dernis. Man ist deshalb von Holzzäunen mehr und mehr abgekommen und bevorzugt stabile, von starken, in Beton eingelassenen Gisenpfosten getragene Drahtzäune, die, wenn sie gut ver­zinkt und mit Stacheldraht überhöht sind, gegen allerlei Langfinger auf lange -ßelt Schutz ge­wahren. Loch auch Lrahtzaune dieser A.t haben ihren Rachteil. Der Wind bricht sich nicht an ihnen, der Garten wird dadurch nicht wärmer, jedermann kann hereinfehen, und das. was einem Garten erst den Charakter als solchen verleiht, die sichtbare und feste -Umgrenzung, fehlt. Alle diese Eigenschaften vereinigt in sich die Mauer, und wenn Gartenmauern Immer seltener werden, so liegt das nur an den hohen Kosten, die ihre Ausführung verursacht.

Als einen zweckmäßigen, wenn auch nicht vollkommenen Ersatz für Mauern möchten wir der Vereinigung einer Drahteinfr rdigung. wie sie eben geschildert wurde, mit Weihdornhrcke das Wort leben, da wo es auf das Land nicht an­kommt. die eine solche Hecke beansprucht. Ihre Anlage geschieht in folgender Weise: Rach Fer­tigstellung des Zaunes wird an diesem beiderseits entlang ein schmaler Streifen auf mindLstens 30 Ztm. Tiefe im Herbst oder Winter umgegraben und dann im folgenden Frühjahr beiderseits im Verband in 15 bis 20 Ztm. Abstand die jungen Weihdornpflanzen gesetzt. Wo die Grcnzverhält- niffe die Heckenanlage auf der Außenseite nicht zulassen, pflanzt man eine doppelte Reihe auf der inneren Seite. Diese Pflänzchen werden nach dem Setzen über der Erde abgeschnitten, di.e darauf sich entwickelnden Triebe Im nächsten Winter nie- dergeöogen. und mit ihren Spitzen dicht am Boden mit Bindweiden am Stämmchen der nächst­folgenden Pflanze sestgebunden. so daß im kom­menden Sommer alle Augen austreiben. 3m an­deren Jahr wird dieses Verfahren wiederholt und dann erst wird die Hecke regelmäßig so schmal wie möglich und kurz geschnitten, so daß sie für jeden unerwünschten Besucher undurchdringlich wird. Verfällt später der Drahtzaun, so braucht er, wenn die Hecke weiter gepflegt wird, nicht mehr erneuert zu werden, R.

Schrebergärtners Arbeiten im Januar.

(Rachdruck verboten.)

Ein neues Jahr, ein neues Hoffen I Aber nur getrost und glaubensvoll in die Zukunft geschaut und die Hände fleißig gerührt. Wenn auch der 3anuar unser eigentlicher QBintermonat ist, der Eis und Schnee umherstreuen soll, so gibt es doch für den Gartenbesitzer mancherlei Arbeit.

Da ist zunächst, wenn er in diesem Jahre wirklich noch kommt, der Schnee. Erhalte davon deinem Garten soviel als möglich. Er ist das beste Schutzmittel für alle draußen überwinternden Pflanzen. Dazu hat er aus der Luft manche wert­volle Stoffe aufgenommen, die er beim Auftauen an den Boden abgibt. Schnee düngt. Die Obst- bäume müssen einer gründlichen Durchsicht unter­zogen werden. Was zu dicht steht, muß gelichtet bzw. entfernt werden. Licht und Luft sind zu einem gesunden und ertragreichen Pflanzenwuchs unbedingt notwendig. Beim Entfernen größerer und kleinerer Aeste und Zweige achte man vor allem auf einen glatten Schnitt. Aststümpfe dür­fen nicht stehen bleiben. Die Schnittflächen be­streiche man mit Baumwachs oder Teer. "Alte, mit Moos und Flechten bewachsene Stämme sind ab­zukratzen und mit Kalkmilch zu streichen. Alles Abgeschnittene und Abgekratzte ist ^u sammeln und zu verbrennen, wodurch der Schädlingsplage wirksam vorgebeugt wird. Bei frostfreiem Wetter können die Baumscheiben gedüngt und gegraben werden. Für die Frühjahrspflanzung sind die Daumlöcher auszuwerfen. Komposthaufen sind umzusetzen. Für die kommende Reuveredelung sind die Edelreiser zu schlagen und einzufchlagen.

Der Gemüsegarten erfordert jetzt die wenigste Arbeit. Bei offenem Wetter kann noch gegraben werden. Für die kommende Bestellung mache man jetzt schon den Plan. Rur wer nach einem «ge­regelten Destellungsplan arbeitet, wird jedes Stück Land entsprechend ausnutzen und bebauen können. Auch die Samenbestellung bereite man vor. 3e früher man bestellt, je sicherer ist, dah die Wünsche erfüllt werden. Die Teuerung der verschiedenen Sämereien nötigt auch, sehr sparsam damit umzugehen. Um das benötigte Quantum zu berechnen, ist der oben empfohlene Bestellungs- Plan- von größtem Vorteil. Den selbstgezogenen Samen unterzieht man einer sorgfältigen Durch­sicht. Rur guter, voll ausgebildeter Samen ge­währt auch den erhofften Erfolg. Daher scheide man lieber eine zweifelhafte Ware aus, als daß erst ein Versuch damit gemacht wird. Das wäre falsche Sparsamkeit. Keimproben sind sehr zu emp­fehlen.

Fragekasten.

(Die Beantwortung der Anfragen erfolgt kostenlos.)

Frage 1: Kann man im Winter Stachel- und Johannisbeersträucher vermehren?

Antwort: Die beste Zeit zur Stecklings­vermehrung der Stachel- und Johannisbeeren ist der Monat August. Da aber um diese Zeit viele andere Arbeiten drängen, wird es ge­wöhnlich versäumt. Man schreitet dann zur Wintervermehrung, wie sie in vielen Baum­schulen ausschließlich vorgenommen wird. Als Steckholz kommen nur die im letzten Sommer gewachsenen Zweige in Betracht, die man an der Ansahstelle, wo das zweijährige Holz beginnt, schneidet. Die dünnen Zweigspitzen am oberen Ende der Ruten sind wertlos und werden fort- geschnitten. Das Steckholz muh 2025 Zenti­meter lang und unten dicht unterhalb eines Auges glatt geschnitten sein. Rach dem Schnitt wird es gebündelt, mit der unteren Schnittfläche in feuchten Sand gestellt, in einem feuchten, frostfreien Raume bis zum Frühjahr cirgcfchlagen, worauf die Stecklinge hx Reihen auf ein ge­düngtes, gut gegrabenes und geebnetes Beet etwas schräg so tief in den Boden gesteckt werden, dah nut die oberen Augen über der Erde bleiben. Das Schneiden des Steckholzes geschieht von An­fang Januar ab und muh spätestens Mitte Februar beendet sein. 3e früher desto besser, weil sich im Laufe des Winters im feuchten Sande des Einschlages bereits die Ansätze für die jungen Wurzeln bilden. Don Wichttgkeit ist bei der ganzen Arbeit, daß man nur solche Sträucher zur Vermehrung wählt, die reich tragen und am wenigsten von Krankheiten zu leiden haben: von Stachelbeeren namentlich solche S öde, deren Beeren durch Sonnenbrand nicht ausp'atzen. 3n der rechten Auswahl der Mutterpflanzen liegt gerade, der Vorteil der eigenen Anzucht, gegenüber dem Bezüge aus Baumschulen und von Händlern. D.

Frage 2: Vor zwei Jahren säte ich eine An­zahl Pfirsichkerne aus, denen ich 6 Bäumchen er­zog, die jetzt bereits übet anderthalb Meter hoch sind. Muh ich diese im Frühjahr veredeln, oder bringen sie auch uiwerabelt gute Früchte?

Antwort: Es ist ratsam, die Bäumchen bei offenem Wetter jetzt noch zu verpflanzen, spätestens im zeitigen Frühicchr, weil fte sich später nicht mehr versetzen lassen. 3m nächsten Sommer werden sie mit der gewünschten Sorte aus das schlafende Auge okuliert, so dah einige Aeste unveredelt bleiben, die man im andern Jahre tragen läßt. Hierbei zeigt sich, ob die Früchte etwas taugen. Sind sie wohl- wohlschmeckend, nicht zu klein urtb lösen sie leicht vom Stein, dann bevorzuge man die Sämlinas- form vor bei aufveredelten Sorte. Sämlinge sind dauerhafter und haben weniger von Kräuselkrank­heit und Gummifluh zu leiden, besonders, wenn man beim Pflanzen nicht versäumte, dem Boden Kalk zuzusehen. Mm mit einiger Sicherheit Pfir­siche aus Samen sortenecht ziehen zu können, muh man die Fremdbestäubung durch- Bienen verhindern, indem man den betreffenden Zweig, von weichem man zur Aussaat ernten will, wäh­rend der Blütezeit so dicht mit leichter Gaze umhüllt, dah Insekten von der Bestäubung aus­scheiben, die man mittels eines kleinen Pinsels dann selbst besorgt. R.

Frage 3: Ich bitte um Auskunft, wie ich Kali am besten zu Wintergetreide verwende.

Antwort: Kalisalze werden vor der Saat gegeben, und zwar in einer Menge von 1P/a Zentner 40proz. Kalisalz auf den QTormalmorgen je nach Düngungszustand des Bodens. Aus Ihrer Frage geht aber hervor, dah Sie es versäumt haben, die Kalidüngung rechtzeitig, also vor der Saat, zu geben. AIS Kopfdünger, 6. h. auf die bereits ausgetriebenen Pflanzen, sollen Kalisalze nur im Rotfall Verwendung finden. Da aber nun einmal die Verhältnisse bet Ihnen so liegen, würde ich Ihnen raten, die noch fehlende Kali­düngung baldigst, aber nur auf den trockenen Pflanzenbestand zu geben, damit nicht etwa bei

Rasse Die ätzende Wirkung des Kalt die Pflanzen schädigt: aber große Vorsicht ist dabei geboten, und ein Rotbehelf bleibt diese Art ber Kali­düngung immer. Selbstverständlich ist es natür­lich. daß nicht einseitig nur mit Kali gedüngt wird, sondern dah auch Phosphorsäure und Stick­stoff in entsprechender Menge den Pflanzen zur Verfügung gestellt wird. S.

Frage 4: Besonderer Mmftänbe halber muh ich einen Acker in ber Größe von ca. 1 Rormal- morgen abgebsn, den ich 1923 zu Hackfrucht mit Mist. 3 Ztr. Thomasmehl und P/2 Ztr. 40proz. Kalisalz und 1 Ztr. schwefelsaurem Ammoniak eine gute Volldüngung gegeben habe. Der Rach- folger ist bereit, mir die Düngung zu vergüten. Welche Ansprüche kann ich an ihn stellen?

Antwort: Bei Stallmistwirkung rechnet man gewöhnlich auf 3 Jahre, ebenso bei Dün­gung mit Thomasmehl und Kalisalz. Die Aus­nützung des Stallmistes können Sie im ersten Jahr mit 3/6, hn 2. Jahr mit 2/e und im dritten Jahr mit annehmen. Sie haben von der Mist­düngung, die man durchschnittlich wohl mit 180 Ztr. pro Rormalmorgen rechnen kann, 2 Ernten genommen; mithin wären noch Ve oder 30 Ztr. zu vergüten. Mist ist keine marktfähige Ware und infolgedessen ein Preis schwer anzugeben, vielleicht können Sie sich auf den Friedenspreis einigen, der bei Stallmist ungefähr pro Zentner bei 3040 Pf. lag. Kalisalz und Thomasmehl werden nicht leicht ausgewaschen im Boden, sie können, wie schon angebeutet, auf ca. Hährige Wirkung rechnen und zwar so, daß jährlich von beiden je Vs ausgenuht sind. Es wären Ihnen also noch 1 Ztr. Thomasmehl und 50 Pfund 40proz. Kalisalz zu bezahlen, den Preis können Sie ja leicht erfahren oder sich nach den Preis­notierungen ausrechnen. Bei schwefelsaurem Am­moniak können Sie kaum mehr eine Rachwirkung annehmen. Er wird wohl verbraucht sein. Eine Vergütung hierfür können Sie nicht verlangen.

Frage 5: Ich habe ein Pferd, Belgier Stute, 8 Jahre alt. Es kaut seit sechs Wochen weihen Schleim, so dah morgens eine ganze Menge davon vor der Krippe liegt. Seit dieser Zeit schwellen die Hinterbeine bis oben an. wenn es einen Tag im Stall steht, wenn ich es einen halben Tag fahre, werden sie wieder dünn. Ich füttere eben Haferschrot, Möhren und gutes Heu, und dennoch geht es bei der wenigen Arbeit zurück. Was ist zu machen, um das Pferd wieder instand zu setzen?

Antwort: Möglicherweise liegt eine Druse vor. Alm den Fall vollständig zu klären und Ihnen passende Verhaltungsmahregeln zu geben, empfiehlt es sich, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen ober das Pferd zur Untersuchung in die Gießener Veterinärklinik einzustellen.

Turnen, Sport und Spiel.

Städtekampf im Kunstturnen ttticften, föulbfl, (Eisenach.

Gießen, Fulda und Eisenach, die schon einmal einen Städtekampf im Kunstturnen ver­anstaltet haben, wollen diesen Wettkampf auch in diesem Jahr austragen. Als Termin ist der 1. Februar, als Ort Eisenach gewählt worden.

Norddeutschland Westdeutschland.

Der Rorddeutsche Fußballver» band hat sich nunmehr bereit erklärt, gegen den Westdeutschen Cpielverband en n ues Spiel auszutragen, durch das jedoch die Be­rechtigung zur Teilnahme an der Endru-ide um den Bunoespokal nicht berührt werden sott. Der Termin wird noch sestgelegt. Der Protest, wel­chen der Westd utlchr Spielverband seinerzeit le­diglich eingereicht hatte, um die Unkorrektheit der fraglichen schiedsrichterlichen Entscheidung festzustetten, ist inzwischen wieder zurückgezogen worden.

Jubiläum des Westdeutschen Spielverbandes.

Der We st deutsche Spielverband feiert in diesem Fahr sein 25jähriges Bestehen und plant aus diesem Anlaß eine Reihe großer sportlicher Veranstaltungen. 11. a. ist für den 23. 3'uni ein FuhballlampfWestdeutsch- landBerlin vorgesehen. Das Verbandlju- biläum fällt im übrigen zusammen mit der Tau­sendjahrfeier der Rheinlands.

Schwimmer-Werbetaq 1925.

Der Werbetag 1925 des Deutschen Schwimm­verbandes ist für das ganze Reich auf den ersten Iulisonntag festgelegt worden.

Rundfun ^-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus berRadio-Umschau".)

Sonntag, den 4. Januar:

8,30 Uhr: Morgenfeier, veranstallet vom Wartburgverein, Ansprache von Pfarrer Vauli von der Johannis-Gemeinde Frankfurt. 4 bis 5 Uhr Kinderstunde. 56 Uhr Sonntagnachmit­tags-Konzert. 6 bis 7 Uhr Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung: Aus Dichtungen des alten Testaments (Deborahs Sie­geslied, das Buch Ruth, das Lied der Lieder, Psalmen. 8.30 Uhr: Altitalienischer Kammer- Musik-Abend. 1. Sonate sür Getto unb Klavier von M. Marcello. 2. Drei Sonaten für Klavier von D. Scarlatti. 3. Sonate für Cello unb Klavier von L. Bvccherini. Ausführenbe: Rudolf Hinde­mith (Cello). Frn Flügel: Frau Emma Lüb­becke-Job. Anschliehenb: Rachrichten, Wetterbe­richt, Zeitangabe.

Montag, den 5. Januar:

11,55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Rachrichten­dienst. 4,306 Uhr: Runbfunknachmittag in Mu­sik und Wort. 6 Uhr: Wirtschaftsmelbungen. 66,30 Uhr: Die Lesestunbe (Die Rovelle):Der Branb von Egliswyl", Frank Wedekind. 6.30 Uhr: Vortrag von Frl. Dr. Kathi Meyer:Die niederländischen Meister der A capella-Zcit". 7 Uhr: Die Besprechung (Literarischer Teil 1). 8 Uhr: CBprtrag von Direktor Dr. Jacobson: Deutsch oder Undeutsch?" Einiges über Ver­unstaltung ber Schriftsprache. 8,30 Uhr: Die schöne Müllerin". Lieber-Zyklus von Franz Schu­bert. Ausführenbe: Karl Iaroschek (Tenor). Am Flügel. Dr. Reinhold Merten von ber Frapkfurter Oper. 9.30 Uhr: Rachrichten, Wetter­meldung, Sportbericht. 9 40 Uhr: Die Spätankün­digung:Was ich mir dafür kaufe!" 9.55 Uhr: Zeitvorbereitung. 9,56 Uhr: Drei Minuten der Hausfrau. 10 Uhr: Zeitangabe. 1011 Uhr: Manbolinenkvnzert.

Ratsel-Ecke.

Rätsel.

Bei Becherklang und Rundgesang Vollbringt man oft das Wörterpaar;

Auch wird es lobend angewandt, Stellt sich ein Werk als edel dar. Macht man aus beiden Wörtern eins Und fetzt dem zweiten Laut im Wort Als Köpfchen noch zwei Strichlein auf Ein Segen dann fürs Voll sich zeigt In Rätselwortes stetem Laus!

Tauschrätsel.

Mit 0 kommt es in Winterszeiten, Mit i soll man's nicht überschreiten.

Arithmogriph.

4 10 1 14 Stadt in Steiermark.

5 10 7 1 weiblicher Vorname.

3 2 9 8 Inselgruppe im Stillen Ozean.

11 9 6 3 salzhaltige Quelle.

11 1 12 6 erster König von Israel.

3 7 5 6 männlicher Vorname.

8 3 13 1 Fluß in Rußland.

Die erste senkrechte Reihe nenn!, eine Stadt in Hessen, die vierte senkrechte Reihe ein halb­wollenes Gewebe.

Silben-Rätsel.

Aus den 32 Silben: :

aE an 6a 6er berg che dog dro droh el en frost ge hei I)t' i ma ne o on rauh ri ri sa sul sh ta tan li­tte tung ue

Hilde man zwölf Wörter mit folgender Bedeu­tung: 1. Romanschriftsteller. 2. Homerische Frauen­gestalt. 3. Herrschertitel. 4. Französische Insel. 5. Hunderasse. 6. Strafbare Handlung. 7. Infekt. 8. Biblischer Raine. 9. Italienische Insel. 10. Ehe­malige türkische Provinz. 11. Sternbild. 12. Ra­turerscheinung. Anfangs- und Endduchstabei' dieser Wörter müssen ein Zitat aus Goethes Faust ergehen. Zu lesen sind diese in beiden Fällen von vorn nach hinten.

Rätsel.

Rachts wie der Tag, tags wie Die Rächt, Werd' täglich neu ich schwarz gemacht. Das Dunkel such' ich stets mir aus, Doch will ich dabei hoch hinaus.

Geräuchert zwar, nimm dir's zu Sinn - Ich weder Wurst noch Bückling bin.

Scherzfragen.

1. Welche Ähnlichkeit ist zwischen einem Schauspieler und einer Köchin?

2. Wem treibt nicht die Hitze, wohl aber die Kälte den Schweiß aus?

Auflösungen ans Nr. 304<

Zifferblatt-Rätsel.

I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII tcerbet r eden ----- Tee, Teer, Erbe, be, Beere, er, Rede, Eden, Ente.

Abstrich-Rätsel.

Wahn. Osmar, HanS, Ahorn, Waffe, Togtt, Alaun, Bube, Stamm, Angst, GrieS. Arno.

Was man hofft, glaubt man gern. Äombinationsaufgabe.

Schneeberg, Amberg, Goldberg, Arnsberg, Rürnberg Sagan.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 4. Jan., nachm. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor; abends 7 Uhr: Der süße Kavalier. Montag, 5.: Sakahra. Dienstag, 6.: Margarethe. Mittwoch, 7.: Pique Dame. Donnerstag, 8 , nachm. 3 Uhr: Das Wald­männlein; abends 7 Uhr: Der Evangelimann. Freitag, 9.: Ariadne auf Raxos. Samstag, 10.: nachm. 3 Uhr. Das Waldmännlein; abdS. 7 Uhr- Der süße Kavalier. Sonntag, 11., nachm. 3 Uhf Der Barbier von Sevilla; abends 61/2 Uhr. Aida. Schauspielhaus. Sonntag, den 4. Ian.: Der Kreibekreis. Montag, 5.; Die Frau Rat. Dienstag. 6.: Der Tokaier. Mitt­woch, 7.: Der Kreidekreis. Donnerstag, 8.: Das Apostelspiel, hierauf: Er ist an allem schuld. Freitag, 9.: Sechs Personen suchen einen Autor. Samstag, 10.: Iphigenie auf Tauris. Sonn­tag, 11.: Der Tokaier.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhcllt aller unter bieser Rubrik stehenden Qliniel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die städtischen Bekanntmachungen.

Daß die Stadtverwaltung in ber Inflations­zeit ihre Veröffentlichungen an Anschlagtafeln anfchlug. war begreiflich, wenn auch teilweise nicht ordnungsmäßig. Heute bedeutet eine der­artige Maßnahme eine außerordentliche Rück­sichtslosigkeit gegen die Einwohnerschaft der Stahl Gießen. Diese vermeintliche Ersparnis sprich! heute wirklich nicht mehr mit. Außerdem sei darauf hingewiesen, daß manche Dckanntmachun- gen nur Rechtsgültigkeit haben, nachdem sie ord­nungsmäßig in den Tageszeitungen veröffentlich worden sind. Verschiedene Stadtverwaltungen ha> ben bei gerichtlichem Austrag erfahren müssen dah Anschlag nicht gleichbedeutend ist mit Ver- össentlichung. Heute liest auch jeder wieder eine Zeitung. Darum Rücksichtnahme gegen die Ein­wohnerschaft und Vorsicht im eigenen Interesse.

Kirchliche Nachrichten.

Svangel'sch« Gemeinden.

Gießen, Sonntag, 4. Januar. Sonntag n. Reujahr. Stadtkirche. 973: Pfr. Becker. 11: Kinderkirche für die Markusgem. Pfr. Becker. 5: Pfarrass. Hertel. Iohanneskirche. 9'',: Pfr. Ausfeld. 11: Kinder­kirche für die Iohannesgernetnde. Pfr. Ausfeld. 5: Pfarrass. Schultheis. 3: Dibelbesprechung im Iohannessaal. Pft. Becker. - Kirchberg. 10. Lollar IV3. Staufenberg l1/,. - Watzenborn-Garben- teich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 10. Wieseck. 10: Pfarrass Schultheis, Gießen.

Katholische Gemeinden,

Gießen. Samstag, 3. Januar. 47, u. 7 Beichte. Sonntag. 4. Januar. Sonntag nach Reujahr. 6V, Deichte, 7 Messe, Korn. d. Männer, 8 Kom., 9 Hoch­amt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 5'/,. Andacht. Grünberg, 97- Messe m. Predigt,