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Die Opfer veS schweren Unglücks auf ZecheMinister Stein" sind beerdigt. Aber noch immer steht ganz Deutschland unter dem Ein­druck dieser furchtbaren Katastrophe. Jetzt bringt dieWoche" im neuen Heft eine Reihe von Bildern, die ein nach Dortmund entsandter Son- derpotograph für dieWoche" ausgenommen hat. Das Geleitwort dazu schrieb der Geh. Bergrat Prof. Dr. E. Gagel. Reben vielen anderen Bildern und Beiträgen enthält dieses Heft auch die Fortsetzung des spannenden RomansAt­lantis" von Hans Dominik.

Reue Musik-Zeitung (Verlag von Earl Grüninger Rachf. Ernst Klett, Stuttgart). Größtes Interesse dürften die Ausführungen von W. Engelsmann über Probleme in Beetho­vens As-Dur-Sonate erwecken: hier wird aus der 'Betrachtung kleinster Bausteine ein tiefer Ein­blick in die Gesamtform der Sonate getan. Zu dem Briefwechsel Hugo Wolfs werden weitere Ergänzungen auS unveröffentlichtem Material ge­boten: Richard Wetz erfährt zu seinem 50. Ge­burtstag eine eingehende biographische Würdi­gung: 3n Heft 10 findet sich eine beachtenswerte psychologische Studie überMusik und Moral" von E. Kickton. Eine umfangreiche Abhandlung Hugo Selinas über dieReformbestrebungen in der Geigenpadagogik". saht alles Wesentliche auf diesem Gebiet zusammen. Für ausübende Musiker besonders beherzigenswert erscheint der Aufsatz Dr. Cahn-Spehers: »Was nützt der Rundfunk dem Künstler?"

Die neue Rümmer desBazar" zeigt an einer Reihe kleidsamer Modelle die verschiedenen Abarten des Stehkragens und den wieder mo­dernen langen Aermel. Die Röcke sollen eine noch nie dagewesene Kürze erreichen. Wie wird die Frühjahrs- und Sommermode werden? Das ist jetzt wohl das wichtigste Gesprächsthema un­serer Damen. Soll man all die kleinen Tages- Modelaunen mitmachen oder seinem persönlichen Geschmack folgen?

Zeitschrift für Musik". Monats­schrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschriftl.: Dr. Alfr. Heuß. (Stein- gräber-Verlag, Leipzig). Mit Wucht wendet sich Gegen die moderne Orgel" der Schleswiger Dvmorganist E. ZiMnger in einem Artikel, der die wahre kirchliche Orgel' der' früheren Zeilen in den Mittelpunkt stellt und klartegt, welche außerordentlichen Güter wir durch die moderne Technik verloren haben.

D e r H e g e r, die im Heger-Verlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1, erscheinende, bekannte Iagdwochenschrift gibt zur 3. Deutschen Iagd- ausstellung .in Berlin ein prächtiges Sonder­heft in schmuckem Gewände heraus. Ein er­schreckendes Bild von der Abnahme der Wisente gibt Dr. 3ocob in seiner hochinteressanten Ab­handlungWisent in 'Rot!" Wohlgelungene Bil­der aus dem auf der Ausstellung lausenden FllrnWisent in Rot" machen den Aufsatz zu einer wertvollen Raturkunde. G. S. Urff, als Photograph und SchriftstÄler gleich gut bekannt, hat einen AufsatzAbnorme Hirsche in Erbach" mit 13 Abbildungen beigesteuert.

Das soeben erschienene Hest 6 der Lu­stigen Blätter hat den Fasching zur Devise. Das bunte Treiben des Karnevals spiegelt sich getreu in den farbigen Kunstblättern und im Text wieder. Witz, Llebermut und Laune sprüht die ganze Faschingsnummer!

Das Theater", die bekannte illu­strierte Halbmonatsschrift für Theater und Ge­sellschaft, (Verlag Berlin W. 9), bringt als Titel­bild auf dem zweiten Februarheft eine gelungene Aufnahme von Trude Hesterberg in der Operette Ricsuette". Don den Aufsätzen des Heftes sind die durch zahlreiche treffliche Aufnahmen ergänzte Schilderung der Saltenburg - Bühnen durch Otto Z a r e k , ein Auffah von Wvlftzang Hoff' tnann Harnisch über PhilippsBacchantinnen" und eine Reihe von meist illustrierten Theater- Eeferaten aus München. Krefeld, Köln. Frairksurt hervorzuheben. Lebhaftem Interesse dürfte ein Aussatz überTheater in Moskau" begeg­nen, der in Wort und Bild eine Vorstellung von den besonderen Bestrebungen gibt, die in Sowjet- Rußland auch hinsichtlich der Bühne verfolgt werden.

DieLustigen Blätter" sind von dem schmuk- ken Llmschlagbild bis zur letzten Seite voll sprü­henden Humors und Heiterkeit. Politische Satire wechselt mit scharf pointierten humoristischen Zeichnungen ab: Humoresken und Scherze geben im Text ein vorzügliches Bild besten deutschen Humors.

Deutsches Volkstum. Monatsschrift für das deutsche Geistesleben, herousgegeben von Dr. Wilhelm Stapel. Hanseatische Derlagsanstalt, Hamburg. Vierteljährlich Rm. 3., Einzelheft Rm. 1.10. Das Januarheft zeigt zum ersten Male die Zeitschrift in ihrem erweiterten Um­fang. Die Bilderbeilagen bringen zwei Holz­schnitte von Hans Baldung Grien mit einem wertvollen Auffatz von Dr. Bruno Golz über den Meister. Interessant ist auch das farbige Bildnis Wilhelm Raabes, das seine Tochter Margarethe Raabe nach dem Leben gemalt hat. Die Äotenbellage enthält eines der Klaus-Groth- Lieber von Brahnrs. Der Text beginnt mit gesell- schastskritischen Aufsätzen: Dr. Wilhelm Stapel überVolkswille und Massenlaune", Albrecht Erich Günther überKritik der Wirtschaft". Weiter folgen Aufsätze über die Gebiete dev Kunst: Dr. Lothar Schreyer über dasBerliner Theaterunwesen", Dr. v. d. Gablentz über Brahms, Professor Dr. Robert Petsch überHermann Stehrs Meisterwerke" usw. Dr. Dölker bespricht neuere Lagarde-Literatur.

* D i e schöne Literatur. Kritische Mo­natsschrift, herausgegeben von Will Vesper, Verlag Ed. Avenarius, Leipzig. Das Februar­heft bringt u. a. eine Würdigung des Dichters Rudolf G. Dinding und eine Studie über das Schrifttum des Westerwaldes. Die Beigabe die Jahresernte" gibt Proben von Albrecht Schaef­fer und Wilhelm v. Scholz.

Zeitwende", die neue Monatsschrift des C. H. Beckschen Derlags, bringt in ihrem

Feoruaryest u. a einen Aufsatz von Adalbert Wahl zur Geschichte der großen Revolution. Er führt uns die Wirkungen der Ideen von 1789 auf Deutschland vor und weckt in uns besonders das Derständnis der verschiedenen Schattierungen des politischen Liberalismus im 19. Jahrhundert. Emil Ermatinger sucht von Calvin und Pascal aus in das vielverschlungene Innere C. F. Meyers einzudringen, an dessen Per­sönlichkeit schon so viele herumgerätselt haben. Otto Stohlin gibt aus seinen reichen Erfahrungen mit der Jugend eine älebersicht über die unter sich stark differenzierten Strömungen, die wir in der heu- ttgen Jugend beobachten. An den Mythos der Seele des späten Hölderlin führt uns Conrad Wandrey, indem er uns zwei schwer zugäng­liche Hymnen durch das erläuternde Wort er­öffnet. Zum Gedächtnis Hans Thomas bringt das Heft einen schönen Auffatz I. A. Deringers, dem 6 Bilder beigegeben sind, davon vier bis­her noch unveröffentlichte Landschaften.

Die ZeitschriftDie M e i st e r ist eine Blutenlese aus den besten und vollstümlichsten unserer älteren Schriftsteller und Dichter und offenbart ohne lehrhaftes Dreinreden, was unsere alten Meister Schönes und Herzerquickendes der deutschen Seele zu sagen haben. Das soeben er­schienene Heft I des sechsten Jahrgangs enthält u. a. Friedr. Gottlieb Klopstock, Winterfreuden. Jean Paul, Die wunderbare Gesellschaft in der Reujahrsnacht. Friedrich Rückert, Mitternacht. E. Th. A. Hoffmann, Johann Kreislers, des Ka­pellmeisters, musikalische Leiden. Ludwig Aur- bacher. Die Rätsel. Wer teure Bücher nicht kaufen kann, werde Mitglied des Deutsche Meister-Bundes. (Deutsche Meister-Bund E. D., München, Residenzstr. 10/1.)

Reue Frauen kleidung und Frauenkultur", Zeitschrift für persönliche, künstlerische Kleidung, Körperkultur und Kunst­handwerk. Januarheft, Derlag G. Braun, G. m. b. H.. Karlsruhe. Im neuen Jahr 1925 will die Zeitschrift noch mehr als bisher der gebildeten Frau Beraterin in Kleid-, Geschmacks- und Kul­turfragen sein. Die Hefte erscheinen jetzt monat­lich: sie werden also immer rechtzettig Anregun­gen und Anleitungen für die mit jeder Jahres­zeit sich neu ergebenden Bekleidungsfragen bringen. Jedes Heft wird abwechselnd einen Schnittmuster- bzw. Handarbeftsbogen oder eine Beilage enthaften. (6)

Aus dem Spessart" gibt Guido Hartmann Kultur- und Heinratbilder, die in Wort und Bild die herrliche Spessartlandschaft, die traulichen Mausstädtchen, die kernige De- völierung bei der Arbeit und bei ihnen schildert. Die Reprodukttvn der Bilder ist leider nicht so, wie man es sonst bei dem Derlag Englert L Schlosser gewohnt ist. (Frankfurt n .M. 1924, Preis geh. 2,50, geb. 3 Mk.) 1283

* Das Zeitalter Bismarcks (Kaiser und Kanzler). Don Stcll^-Rat Walther Classen, Hamburg (Heft 15 16 (Schluhhefts Les Geschichts- weriesDas Werden des deutschen Volkes"). (Hanseatische Derlagsanstalt, Hamburg 36.) Das erste Jahrzehnt der Epoche Bismarcks, seine Heldenzeit, wird immer wieder jedes Deutschen Herz erwärmen. Der aufsteigende, sich durch­setzende Genius, der Widerstand, dann das däm­mernde Derständnis der Zeitgenossen, endftch der Sieg und Erfolg und damit die stolze Freude aller, die ihn seit Jahrzehnten ersehnten und erlebten, all dies bleibt auch uns Späteren eine Quelle der Kraft unö Erfrischung. 1540

Wirtschaft.

Zur Lage im Ruhrderqbarr.

(Don unserem Essener Mitarbeiter.)

Wie schwierig die Lage im Ruhrbergbau ist, ergibt sich daraus, daß zur Zett auf den Zechenhalden und aus den Lägern des Syn­dikats 7 bis 7,5 Mill. T. Brennstoffe lagern; diese Menge entspricht einer Förderung von nicht weniger als 20 bis 22 Arbeitstagen. Der Berg­bau hat versucht, durch möglichste Steigerung der Förderung die Produktion zu verbilligen, um dadurch den Konkurrenzkampf besser überstehen zu können: das ist ihm aber wegen der mangelhaften Aufnahmef ähigkei 1 des Marttes nicht gelungen. Allmählich macht sich bereits ein Rückgang der Förderung bemerkbar, da die Zechen größere Mengen Kohlen nicht mehr aufnehmen können und da die Zechen geldlich nicht in der Lage sind, die in den Kohlenlägern investierten Summen (schätzungsweise 70 bis 80 Mill. Goldmark) noch mehr steigen zu lassen.

Außerordentlich drückend sind die verfahreien Weltmarktverhältnisse: In fast allen Ländern der Welt . ist die Kohlenförderung größer als die Derbrauchsmöglichkeit. Frankreich und Belgien erzeugen mehr Kohle als vor dem Kriege: Hol- land hat seine Förderung verdreifacht; der Berg­bau Oesterreichs und der Tschechoslowakei erholt sich zusehends; Spanien beginnt seine Braun- kvhlenfelder aufzuschließen; Italien fördert in seinen neuen Provinzen auch Kohlen; Polen ist ebenfalls in den internationalen Wettbewerb ein- getreten; die Kohlenförderung Rußlands hat sich erheblich erhöyt, nachdem die Regierung die Berg­leute zur lOstündigen Arbeit gezwungen hat usw. Alles das führt natürlich dahin, daß der Kampf um den Absatz außerordentlich scharf ist. Dabei sind dem Ruhrbergbau innerhalb Deutschlands wichtige Absatzgebiete verloren gegangen. Wäh­rend des Krieges mutzten die Bezirke Hamburg und Berlin, die bisher in der Hauptsache von England versorgt wurden, mit Ruhrkohle beliefert werden; dadurch trat selbstverständlich eine Ver­nachlässigung anderer Bezirke ein, in denen die Braunkohle dann festen Fuß fassen tonale. Rach Beendigung des Krieges war es nicht möglich, die Braunkohle zu ersehen, da wegen der geringen Leistung im Duhrbergbau die notwendigen Men­gen nicht gefördert werden tonnten und da in­zwischen viele Verbraucher auf Braunkohle sich umgestellt hatten.

Durch die Tarifpolitik der Eisenbahn wird die Wiedergewinnung der verlorenen Absatz­

gebiete auheroroentlich erschwert; früher betrug z. B. die Fracht nach Hamburg 5,40 Mk., jetzt beläuft sie sich auf 11,50 Mk., während die englische Kohle nur mit 5,40 Mk. Fracht be­lastet ist. Infolge der eigenartigen Gestaltung des Tarifs erfolgt die Beförderung der Kohle auf ganz weite Entfernungen relativ billig, so daß dadurch der schlesischen und der Saarkohle das Vordringen nach Süddeutschland bzw. Mit­teldeutschland außerordentlich erleichtert wird, zu­mal diese auch um den Preis schärfster Unter­bietung aus jeden Fall ins Geschäft zu kommen versuchen: die Folge ist, daß die Reichweite der Ruhrkohle auf der Strecke zwischen Bielefeld und Hannover liegt, während sie im Frieden bis nach Berlin ging. Bemerkbar macht sich auch, daß viele Grohkohlenverbraucher mit der Kohle sehr sparsam wirtschaften (Wärmewirtschaft) und daß die Elektrizität, die Ausnutzung der Wasserkraft usw. ebenfalls in der Richtung eines Minder­verbrauchs sich auswirken. Zu vergessen ist natür­lich nicht, daß auch die allgemeine unbefriedi­gende Lage der Industrie den Kohlenverbrauch ungünstig beeinflußt. Auch die Eisenbahn gibt keine neue Bestellungen heraus, da sie noch über sehr große Bestände verfügt, und da der Eisenbahnverkehr wegen der hohen Tarife viel zu wünschen übrig läßt. Schließlich macht sich auch noch das milde Winterwetter bemerkbar.

Leider ist nicht anzunehmen, daß diese Ver­hältnisse in absehbarer Zeit eine Verbesserung erfahren, so daß mit dem Einlegen weiterer Feierschichten gerechnet werden muh, da die Ver­kürzung der Arbeitszeit zwecks Verringerung der Kohlenförderung wegen der dadurch bedingten außerordentlich hohen Mehrkosten nicht in Be­tracht kommt.

*

* Erhöhung des Saarkohlenprei- f e s. Infolge der Lohnerhöhung der Bergarbeiter hat die französische Dergwerksdirektion Saar­brücken beschlossen, den Kohlenpreis pro Tonne um 5 Franken für die Rachbarbezirke und um 3 Franken für den Pariser Bezirk zu erhöhen.

* Herabsetzung der Zinssätze durch die Seehandlung. Wie dem DHD. mitgeteiü wird, hat infolge der Herabsetzung des Reichsbankdistonts heute auch die Seehand­lung eine Herabsetzung ihrer Zinssätze vorge­nommen. Lediglich der Haben-Zinsfuß für täg­liche Gelder ist auf 5 Prozent belassen worden, der Satz für Einlagen auf 14 Tage und länger ist von 8 Proz. auf 7 Proz. herabgesetzt worden. Die Sollsätze sind wie folgt ermäßigt worden. Im Kontokorrent für nicht Bankiertundschaft von 14 Proz. auf 13 Proz., für Bankierkundschaft von 13 auf 12 Proz. und hn Kassalombard von 11,5 Proz. auf 11 Proz.

Aus der Provinz.

Der Massenmörder von Haioer.

fpd. Limburg a. L., 28. Sehr. Die Sach­verständigen haben nunmehr die Prüfung der von dem achtfachen Mörder Fritz Anger- st e i n von H a i g e r geführten Bücher beendet und festgestellt, daß Angerstein im Jahre 1924 seiner Firma 24000 Mark unterschlagen hat. Don diesem Gelde kaufte er sich im Som­mer und Herbst mehrere Grundstücke in Haiger. Trotzdem jetzt bekannt ist, daß ter weit über seine Verhältnisse gelebt hat, konnte bis zur Stunde nicht festgestellt werden, in welche Hände außerdem die unterschlagenen Gelder gelangten. Angerstein hat mit einem wahren Rafftnement es verstanden, die Veruntreuungen geheim zu galten und auch seine Mitarbeiter von den Ge­schäftsbüchern fernzuhalten. Infolgedessen tonnten seine Betrügereien solange unentdeckt bleiben. Der Plan zu den Mordtaten ist nach der An­sicht der Behörden in Angerstein gereift, als ihm zum erstenmal Verfehlungen nachgewiesen wurden, die seine baldige Entlassung zur Folge haben mußten. Jetzt ist auch einwandfrei fest- gestellt worden, daß er die beiden Gärtner er­mordete. um den Verdacht auf andere Personen zu lenken. Heber das eigentliche Motiv zu sei­nen Bluttaten hat Angerstein bisher in Lim­burg keine Angaben gemacht. Er hat nur dem älntersuchungärichter gegenüber durchblicken lassen, daß sein Familienleben nicht so harmonisch war, wie es nach außen hin den Anschein hatte. Doch kann dieses Moment darüber ist man sich einig allein nicht die älrsache zu den Morden gewesen zu fein. Die Gründe zu den Bluttaten müssen daher vorläuftg noch in den Veruntreu­ungen und den damit zusammenhängenden Fäl­schungen gesucht werden. Angerstein ist heute vormittag im Auto in die Psychiatrische Klinik in Marburg zur Beobacht ung seines Geisteszustandes übergeführt worden.

Landkreis Meßen.

* Klein-Linden, 28. Febr. In der Ge­neralversammlung der Freiw. Feuerwehr Klein-Linden wurde einstimmig der feit» herige 1. Kommandant Karl Jung zum Ehrenkommandanten und der 2. Kom­mandant PH. Klein zum 1. Kommandanten gewählt.

* Rüddingshausen, 28. Febr. Bei der heutigen H o l z s u b m i s s i o n auf der hiesigen Bürgermeisterei lagen folgende Höchstgebote vor: Fichtenstämme 29,65 Mk., Kiefernstämme 3. Kl. 26,70 Mk., 4. Kl. 23,60 Mk., 5. Kl. 20 Mk., 6. Kl. 14 Mk. je Festmeter.

* Staufenberg, 28. Febr. Die jüngste H o lz f u b m i f f io n unserer Gemeinde brachte folgende Höchstgebote: Fichtenstämme 2. Kl. 37,25 Mt., 3. Kl. 32,40 Mk., 4. Kl. 29 Mk., 5a-Kl. 28,50 Mk., 5b-Kl. 24 Mk. je Festmeter.

* Obbornhofen, 28. Febr. Bei der hie­sigen Holzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 16 bis 17 Mt.. Buchenknüppel 12 vis 15 Mk. je Raummeter, Eichennutzknüppel 20 bis 25 Mk. je Festmeter.

* Oppenrod, 28. Febr. Bei der hiesigen H o l z s u b m i f f i p n wurde folgendes Höchst­

gebot gegeben: Kiefernstämme 3. Kl. 42,60 ML. 4. Kl. 34 Mk., 5. Kl. 22 Mk., Fichtenstämme 3. Kl. 36 Mk., 4. Kl. 28 Wk. je Festmeter.

* Albach, 28. Febr. Die Holzverstei­gerung in unferm Gemeindewald brachte nach­folgendes Ergebnis: Buchenscheiter 24 bis 26 Mk.. Buchenknüppel 24 bis 25 Mk., Duchenwellen 10 bis 12 Mk., Birkenknüppel 12 bis 13 Mk., Eichen- reisig 6 bis 7 Mk., Ächenscheiter 7 bis 8 RL, je Raummeter.

* Langsdorf, 28. Febr. Die H o l z - Versteigerung im hiesigen Gemeindewald brachte folgende Preise: Buchenscheiter 16 bis 17 Mark, Buchenknüppel 12 Mk., Eichenknüppel 7 bis 8 Mt., Buchenreisig 4 Mk., Eichenreisig 2 bis 2,50 Wk., Cichenstöcke 4 bis 5 Mk., Buchenstöcke 5 bis 6 Mk. je Raummeter, Fichtenderbstangen 20 bis 22 Mk. je Festmeter.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 1. März. Auch in hie­siger Stadt wurde der Dolkstrauertag in schlichter, aber würdiger Weise begangen. Unter geräumiges Gotteshaus war bis zum letzten Platz gefülft, um der ergreifenden Predigt von Pro­fessor Werner zu lauschen, der Kirchengesang- verein gab der Feier durch Vortrag von passen­den Chören einen würdigen Rahmen. Die unter bem Kommando von Oberst Sold an vereinig­ten milttärischen Vereine hatten am Krieger­denkmal Aufstellung genommen und marschierten geschlossen zum Gottesdienst, nach Beendigung desselben ebenso auf den Friedhof. Hier fand an dem gemeinsamen Grabe der Opfer des Welt­krieges noch eine einfache Feier statt. 3m Ra­inen der Stadt legten Bürgermeister Dr. Seyd und im Aamen der militärischen Vereine Oberst S o l d a n Kränze mit entsprechenden Ansprachen nieder. Choräle des Posaunenchors und das ge­meinsame LiedIch hott' einen Kameraden" schlossen die einfache, aber ergreifende Feier.

Kreis Sckotren.

X Schotten. 28. Febr. Vorigen Dienstag­abend fand im GasthausZur Krone" ein Vor­trag des Herrn Studienassessors Dr. Dell aus Kassel statt, in dem der Dortragende die Auf - gaben und Ziele des Der eins für das Deutschtum im Ausland hervorhvb und die Verhältnisse des Deutschtums in den uns entrissenen Gebieten und in anderen Tellen der Welt schilderte. Herr Dr. Bell, der mehrere der in Betracht kommenden Länder aus eigener Anschauung kennt, ergänzte seine Ausführungen durch eine Reihe vorzüglicher Lichtbilder, die er selbst an Ort und Stelle ausgenommen hat. 3m Anschluß an die zu Herren gehenden Worte des Redners wurde eine Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande ge­gründet. der sofort eine Reihe won Mit­gliedern beitraten, und die sich sicherlich in der nächsten Zett stark vergrößern wird. Zahlreiche Bürger der Stadt und .Umgebung bezeugten ihre Teilnahme an den vaterländischen Ausgaben des Vereins für das Deutschtum im Auslande durch Zeichnung freiwilliger Geldspenden. Die Gründung einer Iugendgruppe wird wohl in den nächsten Tagen erfolgen.

Schotten, 1. März. 2ftn 20. und 21. Juni dieses Jahres wird der hiesige Krieg er- v er ein das Fest seines 50jährigen Bestehens feiern. Die verschiedenen Ausschüsse, die die Vor­bereitungen für das Fest zu treffen haben be­gannen bereits ihre Tätigkeit.

Kreis Alsfeld.

o. Alsfeld, 28. Febr. Heute fand in dem Saale derErholung" Hierselbst eine Ver­sammlung des Kreislehrervereins statt. Der Vorsitzende, Lehrer Kaufmann- Atzenhain, und Kreisschulrat Huff hielten Vor­träge über pädagogische und Standesfragen. In einer nichtöffentlichen Sitzung des Alsfelder Gemeinderats wurde der seitherige Sparkassen- Konttolleur Fritz Seipel aus Alsfeld zum Oberstadtsekretär gewählt. 28 Bewerbun­gen lagen vor.

Kreis Lauterbach.

:: Lauterbach, 28. Febr. Aus den beiden letzten Stadtvorstandssitzungen ist fol­gendes hervorzuheben: Infolge eines früheren Beschlusses wird die Errichtung der geplan­ten beiden Arbeiter Häuser und eines Doppelwohnhauses alsbald in Angriff ge­nommen. Die Vergebung der Arbeiten ist zum Teil schon erfolgt. Mit diesen Herstellungen wer­den 14 neue Wohnungen geschaffen. Im­merhin etwas, um der herrschenden Wohnungs­not einigermaßen zu steuern. Die in das Bau­gelände fallenden neuen Straßen st recken müssen zugänglich gemacht werden; das erforder­liche Gelände ist auf Grund des vorliegenden Bebauungsplanes alsbald zu erwerben. Ein An­trag auf Umlegung von Baugelände im Breiten- garten wird vorerst vertagt. Wie schon mehr­mals, so lagen auch in der letzten Sitzung wie­derum zwei Gesuche um Abtretung von Baugelände vor. Dem Verkauf wurde zuge­stimmt; die Auflassung des abzutretenden Ge­ländes erfolgt erst, nachdem mit der Bautätig­keit begonnen ist. Das Gesuch eines auswärtigen Reflektanten um pachtweise Ueberlassung der hiesigen Schafweide mutzte abgelehnt wer­den. Eine Rachbargemeinde hatte Antrag auf Mitbenutzung der hiesigen Fasel- t i e r e gestellt. Dem Gesuch tonnte nur insoweit stattgegeben werden, als für die auswärtigen Tiere die dreifache Sprunggeldgebühr zur Er­hebung kommt. Die diesjährige Fichtenbau­holzfällung. etwa 200 Festmeter, wurde der hiesigen Holzhandlung 3oh. Henkel ll. als Höchstbietenden, für den Festmeter 26,50 Mark, verlauft. Für eine Vereinigung hiesiger Landwirte wird die Bürgschaft für etwa 4000 Mark zur Anschaffung von Saatgut und Düngemittel übernommen. Infolge verschiedener Widerwärtigkeiten legten die seitherigen Mit­glieder der städtischen Wohnungs­kommission ihre A e m t c r nieder. Durch Heranziehung zweier Mitglieder der Hausbe-

Ihre Garderobe (Herren-, Damen- u. Kinder- Kleider), Decken, woll. und seid. Vorhänge, Gardinen, Federn, Handschuhe etc. etc. Die meisten Gegenstände lassen sich durch chemisches Reinigen oder Färben sicher wieder wie neu herstellen. Trauersachen in 1-2 Tagen.

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Laden: Marktplatz 8.