Ausgabe 
1.7.1925
 
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Mittwoch. Juli 1925

Wietzener Anzeiger twenerat-Anzetger für Oberhetzen)

Nr. 151 Drittes Blatt

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei»

die

c6

23

28. Dc5b4? Weih in Zeitbedrängnis trifft nicht

den stärksten Zug,

6

S

5

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3

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2

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der

war

Orth ist in

Bt.

12. e5xd4

13. Lc8-g4

20. Sf7 h7

21. i7-f5

Tß6-e6 Tf8-c8 Kr8- f7 c6xb5

6. b7-b5

7. d7-d6

8. Lc5-a7

dah der Spring« Turm auf a7f 12. d3-d4 13. c3xd4 14. Ddl-cl!

2. Sb8c6 3. a7-a6 4. Sg8-f6 5. Lf8-e5

28.....

29. Db4c3

30. f2 f4

31. a2-a4!

32. Dc3-d2

33. a4xb5

34. TclxcS

35. Telcl

36. Tel-c5!

37. Dd2 - c2!

38. Tc5xc6

39. Dc2xf5+ und

23. Df3-c3 24. Sb3-c5 25. Dc3xc5

Man sie! jetzt gespielt I 26. Lc2-b3 27. Tdl-cl

20. e4-e5

21. Lb3-c2

10. h7-h6

11. Ta8Xa7?

»«schwunsten.

6. d2-d3

7. La4-b3

8. c2-c3

34. Se7xc8

35. Te7-c6

36. Sc8-b6?

37. Sb6-c4?

38. Dd7xc6

Weih gewann im 46. Zuge.

9. Lcl-e3!

10. Sbl-d2

11. Le3Xa7

Der liebe Gott aber hörte sie alle, den Dok­tor und den Vater, die Mutter und die Tante, den Onkel und Helene. Und sagte nichts. Vicht ich sagte er und nicht wir, sondern lieh einem jedem seinen Glauben. Denn in den großen Kuren, die er in der Welt macht, kann «r auch den Irrtum brauchen.

luitgen, Losungen usw. sind zu richten an Schachredaktion des .Gießener Anzeigers".

Problem Nr. IS.

Don Dalentia Hierin in Barcelona.

Schwarz:

24. Se6xc5

25. Ta7-b7

ibt, welche traurige Rolle der Ta7 bis hat.

26. Tb7-b6

27. Tb6-c6?

Zu dieser Schwächung ist Schwarz gezwungen.

22. Sd2-b3 22. Sh7-g5

30.

31.

32.

33.

1. e2-e4

2. Sgl - f3

3. Lfl-b5

4. Lb5-a4

5. 0-0

Dieser Zug wu^e früher viel angewandt, ist aber au» der modernen Meisteq-raxll völlig

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W Orbach.

[, Ld5+H- gewann sofort.

28. Tc6-g6

29. c7-c6

Schwarz: Orth- Harmstadl.

1. e7-e5

Orth ist in dieser Partie nicht wiederzu- erkennen- eS war doch hier selbstverständlich, nehmen muhte: was soll dar

Weih:

Matt in drei Zügen.

Weih: 7 Steine. Ke3, Dh7, Tb7, Lbl, Sd6, Bb2, Öh5.

Schwarz: 8 Steine. Kc5, Th6, Lh8, Ba7, Bb3, Bc6, Be5, Bh5.

Partie Nr. v

Die Kur.

Don Fritz Müller-Partenkirchen.

Als Helene krank wurde, traf es alle wie rin D<Aag. Wenn sonst jemand krank wird, trifft es die Krankenkasse. Aber Helene war nicht sonst jemand, sie war ein Sonnenschein. Wenn aber dieser bis zum Kinn hinauf in Decken ein- gewickelt und der Kopf vor Kompressen kaum mehr sichtbar ist, ist es da ein Wunder, dah es alle fröstelt? Da war keiner, der sich nicht besonnen hätte, wie Helf' ich ihr ... .

Der Doktor war der Erste, der nach einer Weile mit den Achseln zuckte. Zucken muhte. Denn laut Seite 93 war der Fall verloren.

Doch nach einer Weile war Helene wieder gesund. Gesund wie ein Mich. Und strahlte doppelt, weil sie eine Menge Sonnenschein nach­zuholen hatte.

Auch der Doktor strahlte: haben also

meine Medizinen doch geholfen". . .

Der Vater hörte es und lächelte. Denn er hatte insgeheim die Doktormedizin fortgegossen. Und dann, noch insaeheimer, der Kranken in der Krisis einen Teller Kirschen zugeschoben. Kirschen, die. verboten oder nicht, geheime Heilkraft haben. 3a, meine Kirschen haben es geschafft."

Die Tante hörte es und lächelte. Denn sie hatte insgeheim die Kirschen fortgenammen .Kirschen, so was Ungeschicktes!" Wer inS- geheimer noch im Gebet gekniet und um Ge­sundheit gefleht. .Mein Beten hat's gemacht."

Der Onkel hört« eS und lächelte. Denn er war Philosoph und glaubte an die dunkelsten Zu­sammenhänge. .Wenn ein Vulkan auf Java tausend Menschen hinrafft, dürfen tausend Men­schen in Europa, die schon auf der Totenliste standen, wieder leben. Du, Helene, du warst eine von den Tausend I"...

Helene hörte es und lächelte. Denn ati sie lag in Schmerzen, hatten ihre Hände sich geballt: Leben will ich, leben!"....

SPaustche Partie.

Die nachfolgende Partie wurde m e. Äwibe deS Darmstädter Turniers gespielt.

Weiß: Bleutgen -Mainz.

verbrannten oder sonst zugrunde gegangenen Ge­webe Einfluß auf daS Körpergewicht. Die neu konstruierten Wagschalen finden auch bereits in Krankenhäusern Verwendung, zur Verfolgung deS Verlaufs bestimmter krankhafter Prozesse im Körper."

Die Beobachtung des Körpergewichts im Hunger gestaltet sich nicht so ganz einfach, wenn sie längere Zeit durchgeführt wird. Verschieden- heitlich haben Forscher festgestellt, dah bei länger­dauerndem Hunger die ständige Gewichtsabnahme durch eine vorübergehende Gewichtszunahme unterbrochen werden rann, die dann weiterhin von einem um so stärkeren Gewichtsverlust gefolgt wird. Die Anziehung (Absorption) von Wasser aus der Urngebungsluft konnte in solchen Fällen ausaeschaltet, daher nicht als Ursache betrachtet werden. Es wurde ein Zusammenhang mit unvoll­ständigen Verbringungsvorgängen im Körper ver­mutet, ohne dah diese Erklärungsweise recht über­zeugend wäre. Auch im Winterschlas der Tiere, bei: mit andauerndem Hunger und fortwährendem Gewichtsverlust verknüpft ist, wurden zeitweilig kleine Gewichtsanstiege festgestellt. Diese absonder­lichen Gewichtszunahmen finden dann statt, wenn die Tiere fest schlafen. Es fand sich bei einem winterschlafenden Murmeltier, dah von 93 aus- geführten Wägungen 64 eine Abnahme und 19 eine Zunahme des Gewichtes zeigten, während 15 Bestimmungen keinen Gewichtsgewinn oder -Verlust ergaben. Die Frage des Auftretens einer vorübergehenden Gewichtszunahme im Hunger hat bisher jedenfalls keine eindeutige Erklärung ge­funden. Ein-Urteil konnte auch wirklich erst dann gesichert werden, wenn die Genauigkeit der auto­matisch aufschreibenden Instrumente und Wagen über allen Zweifel erwiesen worden war. Viel­leicht tragen die neuen großen und dabei feinste Messungen gestattenden Wagen zu einer end­gültigen Behebung der in diesen Fragen be­stehenden Zweifel bei.

Dr. W. Schweisheime r.

Neue englische Pläne im östlichen Mittelmeer

Von unserem Korrespondenten. Konstantinopel, Ende Juni.

England hat seinen ungeheuren Kolonialbesitz kürzlich noch durch ein weitere Kolonie vermehren können. Zwar hat es die Insel Cypern seit Jahr- zehnten in festem Besitze gehabt, aber es übte doch nur das Protektorat über diese Insel aus, die es seinerzeit von den Türken in Pacht genommen hatte. Diesen rechtlich unklaren Besitzoerhältnissen wurde im letzten Monat ein Ende gesetzt. Durch eine feierliche Proklamation des englischen Königs, die der englische High Commissioner Sir Malcolm Stevenson dem versammelten Volke verlas, wurde das Protektorat für aufgehoben und die Insel als englischer Kolonialbesitz erklärt. Auf großen Bei­fall der Bevölkerung hatte man wohl kaum ge­rechnet und es überraschte daher auch sicherlich nicht, daß unmittelbar nach Verlesung der Proklamation die griechische Erzbischof von Cypern eine Erklä­rung überreichte, in der Kirche und Volk, das zu drei Vierteln aus Griechen besteht, feierlich gegen die Vergewaltigung des Volkswillens protestierte, der eine Vereinigung mit dem griechischen Mutter- lande herbeisehnt. Nun wird dieser Protest sicherlich ebenso wenig Nutzen bringen, wie all die früheren Beschwerden der Bevölkerung über die englische Gewaltherrschaft. Die Insel Cypern hat in den letzten Jahrzehnten das englische Regime zur Ge­nüge kennen gelernt, dessen Willkür schwer auf der entrechteten Bevölkerung lastete, die bis zur tief­sten Armut ausgesaugt, ftänbig in ihren berechtigten nationalen Wünschen und sogar in ihren kirchlichen Gefühlen entwürdigende Kränkungen erfuhr. Die Geschichte Cypers reiht sich als würdiges Bild der üblichen englischen Kolonialherrschaft an, die nur auf eigenen Nutzen auegeht, ohne sich um die Hebung der sozialen Lage der Bevölkerung, selbst wenn es sich wie hier um ein altes Kulturvolk handelt, zu kümmern. Dieses System berührt uns Deutsche um so eigenartiger, weil es gerade der Engländer war, der dem Deutschen Unfähigkeit in der Verwaltung von Kolonien vorwarf.

Die Mißstände auf Cypern haben schon vor Jahrzehnten des öfteren einen Widerhall im eng- lischen Parlament und in der Presse gefunden. Nicht etwa aus sentimentalem Mitgefühl für die bedrückte Lage der griechischen Bevölkerung, sondern wohl einzig aus dem Leitgedanken, daß eine über­mäßige Ausnutzung die Insel zu einem unren­tablen Besitze machen würde, und England künftig keinen Nutzen mehr aus ihr ziehen könne, wenn die Bevölkerung vkRig verarme und dadurch zur Auswanderung gezwungen würde.

DerManch. Guardian" bezeichnete damals die Zustände auf Cypern als das, was sie in Wirklichkeit waren,als einen Schandfleck für die Regierung und eine Schmach für die Bevölkerung".

Die militärische Okkupation Cyperns durch England datiert seit dem Jahre 1878. Zur Wah­rung seiner Interessen am Suezkanal erschien es notwendig, einen Flottenstützpunkt In der Nahe zu erwerben, da die Herrschaft des verschwenderischen Khedioen Ismail in Aegypten ernstlich bedroht war. Für die englischen Pläne erschien damals Cypern sehr günstig gelegen. Schon beim Präliminarfrieden von San Stefano, sowie auch besonders beim Ber­liner Kongreß hatte England sich den Sultan zu Danke verpflichtet und so gelang es leicht, gegen das Versprechen, die Türkei bet seinen inneren Reformen 3U unterstützen, die Insel Cypern bei Wahrung der Souveränität des Sultans unter englische Verwal­tung zu bekommen. Als Pacht wurde ein jährlicher Tribut von 92 800 englischen Pfunden festgesetzt. Diese Summe, die nach den Steuereinkünften der beiden vorhergehenden Jahre um ein Drittel zu

vf

Aus der Tchachwelt.

Der Schachmeister Richard T e i ch m a n n ist kürzlich nach längerem Leiden in Berlin ge­storben. Seine hervorragendste Leistung war daS große Internationale Turnier zu Karlsbad, wo er bekanntlich vor Rubinstein, Dr. Tarrafch, Schlechter ufw. Erster wurde.

Schachwettkampf der hessischen Städte.

Zu unserer Mitteilung in der letzten Schach­ecke. bett. Sieg von Gießen, erhalten wir vom hiesigen Schachllub noch folgende Ergänzung:

Da die drei anderen Städte (Worms war nicht vertreten) stärkste Spieler stellten, so Darm­stadt Dr. Adam, den zweiten Sieger im eben beendeten Iubiläumsturnier, Mainz Herrn Dleutgen, den dritten Sieger und Offenbach den ersten Preisträger und Meister von Hessen Orbach, so hatten die drei Vertreter von Gießen, Prof. Weißgerber, Derwaltungsamtmann Rothamel und Rechtsanwalt Rothen­berger keinen leichten Stand Rach Losent­scheid spielte am Vormittag Gießen gegen Mainz,, Offenbach gegen Darmstadt. In dieser ersten Runde gewann Rothamel gegen Dr. Brendel, Rothenberger unterlag gegen Easperlich die Partie Weißgerber-Dleutgen wurde um 1 22 als gewonnen für W. abgeschäht. Gießen hatte also mit 2:1 gesiegt. In der anderen Gruppe schlug Offenbach Darmstadt ebenfalls mit 2:1. In der am Rachmittag gespielten Entscheidungsronde schlugen Rothamel und Rothenberger ihre Offen­bacher Gegner überlegen und Weißgerber gelang es, die Partie mit Meister Orbach der im 23ten Zug bereits einen Bauer gewonnen hatte, durch starkes Angriffsspiel nach weiteren 20 Zü­gen unentschieden zu machen. Gießen hatte also mit 21 /»:/« in diesem ersten Städtewett- kampfglänzend?' gesiegt, sehr zur lleberraschung der Schachfreunde m der Residenz und anderswo, die vom Dasein stärkerer Spieler in dem abge­legenen Gießen keine Ahnung gehabt hatten.

Der M**e AuferS nach »7 nicht notwe«vis. WRw Lg4. - - - 9. 0-0

3634D

- (U m Berlin KO. 43. Niederlagen bei: Hirsch-Nvotbeke, Fritz Bauer, Frankfurter Str. 4: Viktoria Troaerie. Avotbeker E.Gntb, Marktltt.5; UniversttätS-ApAthe»,

flo"betten abrit ; S-utral-Dr-gerie Gmil Karu. Schulttr.: Ku-uz.D--g.rie August Roll, vakmbEr. 51; N-»ftadt°Tros.ri- Haust »oll. Neustadt

D« Körpergewicht nimmt jede Sekunde ab.

Reue amerikanische Forschung-Methode.

Wenn man das Körpergewicht jetzt feststellt und in fünf Minuten wieder, so läßt sich außer wenn man in der Zwischenzeit gegessen oder getrunken hat, ein deutlicher Gewichts­verlust feststellen. DaS läßt sich sogar schon inner­halb einer eiAziaen Minute nachweisen, wenn genügend empfindliche Instrumente zur Gewichts­bestimmung zur Verfügung stehen. Der Körper verliert fortwährend, von Sekunde zu Sekunde, an Gewicht. Es beruht daS auf dem Verlust von Wasser infolge der Ausatmung und Aus- dünstund. und auf der Abgabe von Kohlenstoff. Der Kohlenstoff ist ursprünglich mit der Rahrung (jufepnommen worden, verbindet sich bei den Stostwechselvorgängen im Innern des Körper- mit dem auS der ßuft aufgenommenen Sauer­stoff zu Kohlendioxyd (Kohlensäure), und dieser Stoff wmb fortwährend, am meisten bei der AuS- atmuig, vom Körper an die ilmge&ungäluft ab­gegeben. Ohne Pause, aber auch ohne daß eine besondere Anstrengung notwendig ist, muß sich daher daS Gewicht deS Körper- mit jedem Atem­zug vermindern.

In den gewissenhaften Stoffwechselunter­suchungen der physiologischen Laboratorien konn­ten diese Gewicht-Veränderungen schon genau rech­nerisch verfolgt werden. Reuerdings hat nun da­

hoch gerechnet war, wurde durch untragbar hohe Steuern von der vomtürkischen Joche" befreiten Bevölkerung erhoben, die in fortschreitende Armut verfiel, da außerdem die außerordentlichen hohen Kosten der Gehälter der englischen Verwaltung auf­zubringen waren. Doch auch der Türke wurde sei­tens der Engländer geprellt, denn entgegen der ge­troffenen Vereinbarungen floß der Tribut jährlich in die Staatskafse nach London zur Bezahlung der Zinsen einer den Türken im Krimkriege gewahrten Aeleihe. Nur 9000 Pfund pflegte man jährlich den Türken anzubieten, doch da die Türkei auf Zahlung der vollen Summe bestand, erhielt sie einfach gar nichts.

Die Ende 1923 zwischen der Türkei und Eng­land gepflogenen Verhandlungen über eine end­gültige Abtretung der Insel erhielten dadurch eine unvorhergesehene Wendung, daß England nach Gintritt der Türkei in den Weltkrieg die türkische Souveränität und damit auch die Tributpflicht auf­hob, ohne sich indes über das weitere Vefitzver» hältnis des nähereA ausztilasien. Die unrentabel ge­wordene Insel roifrbe damals wohl nur als Tausch­objekt angesehen und ist vor allem auch von den Griechen als solche betrachtet worden, die sich große Hoffnung auf ihren Besitz machten, besonders nach dem unglückltchen Ausgang des auf Englands Be­treiben unternommenen griechischen Einfalls in Kleinasien. So wurde sogar in den englisch-franzö­sischen Abmachungen über die Verteilung der Man­datlänger im nahen Orient Dezember 1920 ein Ar­tikel festgesetzt, in dem sich England verpflichtet, ohne vorhergehende Zustimmung Frankreichs keine Verhandlungen übet eine Abtretung oder Aufgabe Cyperns zu unternehmen. Demnach war also der Gedanke einer Abtretung der Insel englisctzerseits ernstlich erwogen, und daß England sich jetzt plötz­lich für die endgültige Besitzergreifung entschließt und die Insel als eine Kolonie erklärt, gewinnt ein­gedenk der vorerwähnten Vertrages eine sehr inter­essante Seite. Es ist darin ein geschickter Schachzug im Kampfe der beiden Weltmächte um die Herrschaft im östlichen Mittelmeere und nahen Oriente über­haupt zu erblicken. Die bedeutenden Zugeständnisse Frankreichs an die Türkei in der letzten Zeit, beson­ders bezüglich der Aleandretefrage und Nordsyriens und der Baß^adbahn, die Vertiefung des franzö­sisch-türkischen Freundschaftsverhältnisses und die damit ständig wachsende Vorherrschaft Frankreichs im östlichen Mittelmeere und Orient waren dazu an­getan, einen sehr unangenehm empfundenen Druck auf die englischen Pläne bezüglich Mossuls und Me­sopotamiens und seines Petroleums auszuüben. Ihn auszugleiä)en, wendet England jetzt zur Verstärkung seiner Stellung sein Interesse der Insel Cypern zu, dessen strategische Lage dem Golfe von Alexandrette, dem tüieftieen Petroleumtzefen, und dem franzö­sischen Syrien gegenüber die englische Vormacht weiter ftirfen soll. Auch die großen UmfteUunfen, die befüg(id) der englischen Herrschaft in Aegypten in den letzten Jahren vor sich gingen, sowie auch die offenbaren Enttäuschungen Englands in seinen Plänen in Iransjorbanten und im Hedjas und so­gar in Palästina, lassen einen sicheren Flottenstütz, punkt äm östlichen Mittelmeer äußerst erwünfcht er- scheinen Der Ausbau eines Kriegshafens in der dazu sehr geeigneten Bucht von Famagusta auf Cypern wird hier bald ein zweites Malta erstehen lassen. Auch als Lufthafen erscheint Cypern von großer Wichtigkeit, und was Suez für den Wasser­weg, das bedeutet die Linie MaltaCypernBag­dad für den Luftweg nach Indien, der für hie künf­tige Gestaltung der englischen Kolonialpolitik von ebenso großer Wichtigkeit sein wird, wie die Siche­rung des Seeweges nach Indien. Nicht ohne Grund hat der englische Oberbefehlshaber der öuftftreit- fräfte im letzten Herbst die Lustreise von England nach Indien unternommen!

Dr. K-r.

Eine von Bleutgen recht gut gespielte Partte.

Lösung deS Problems Nr. 17.

1. Ta2-b2, Lb2 : 2. Kf7. -

1...... cb 2. Kg6. -

1....., Kg8 2. Tb8+. -

1......Kn7 2. Th2-|-. -

Ein sehr starker Zug, der schort die Schwächen der schtvarzen Position kennzeichnet.

14. . . . 14. Dd8-d7

15. Tfl-el 15. Sf6-h5

16. Del -c3! sofort h3? wäre ein Fehler, wegen Lh3: gh3:, Dh3: nebst -st-s- durch Sf4 nebst Dg2

16..... 16. Sc6-e7

17. h2-h3 17. Lg4xf3

18. Dc3Xf3 18. Sh4-f6

19. Tal-dl 19. d6-d5

hergestellt, auf deren einer Wagschale ohne Be­schwerden ein erwachsener Mann^us einem Stuhl Platz nehmen kann. Die Wagen find so gebaut, dah trotz ihrer Größe sehr seine Messungen aus­geführt werden können. Mit ihnen sollen die ständigen Gewichtsverluste deS Körpers fort­laufend genau bestimmt werden. Wurde ein auf einem Stuhl sitzender Mann auf die eine Waa- schale gesetzt und die Wage ins Gleichgewicht gebracht, so verlor er sv zusehends an Gewicht, dah ständig kleine GewichtSmengen auf die andere Wagschale gebracht werden mußten, um daS ehemalige Gleichgewicht wieder herzuftellen. Der Aauptteil dieses Gewichtsverlustes wird durch die Ausdünstung von der Haut hervvrgerufen, die sich für gewöhnlich nicht bemerkbar macht und nur an heißen oder feuchten Tagen oder auch nach unge- wöhnter körperlicher Anstrengung wahrnehmbar in Erscheinung tritt. Der Gewichtsverlust durch Ausdünstung ist um sv größer, je dicker ein Mensch ist.

Die älntersuchungen mit den neuartigen Wa­gen haben bereit- zahlrMhe Ergebnisse erzielt. Vs mag dabei vielleicht überraschend erscheinen, daß ein Mensch um so rascher an Gewicht ver­liert. je wehr Kleider er trägt; die Ausdünstung ist in suchen Fkllen gesteigert. Es wurden auch ihrterfiWungen über die Äwtoirfung stärkerer Körperanstrengungen auf da- Körpergewicht an- gestellt. In einem derartigen Versuch verlor ein Fußballspieler 14 Pfunv während eines 70 Mi­nuten lang toäbcenben Spieles. Ein Marathon­läufer verl.r 81/» Pfund während eines Laufes, der drei Stunden dauerte. Ein Ruderer verlor 5'/r Pfund in einem Wettkampf, der sich über vier Meilen erstreckte und 22 Minuten wahrte. Der Gewichtsverlust ist auf Ausatmung und Aus­dünstung rorückzuführen. Hauptsächlich ist der Wasserverlust in solchen Fällen ein sehr großer.

I Er kommt in der GrioichtstMer vornehmlich zum Ausdruck. Daneben macht solchen außergewöhn- lichen Körperanstrengungen auch der Verlust an

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