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genommen.

Gießen. 28. Mai 1924.

da

Das halb dem sicht

DMdxrung deS rechtlichen Zu standes zur besonderen Pflicht macht. Der Erlaß betont, daß eine über die gesetzlich auferlegten Pflichten hin­ausgehende Unterstützung der von Streik oder Aussperrung Betroffenen seitens der Ge­meinde einer Mißachtung des geltenden Rechts gleichkommen und, je nach Lage des Falles, zur Einstellung aller Zuschüsse und ^lebertveisungen zwingen würde, die den Gemein­den aus Reichs-- und Staatsmitteln zufließen. Zu­widerhandlungen würden im übrigen als Ver­stöße gegen geltende rechtliche Bestimmungen und somit als Pflichtverletzungen anzusehen sein.

nat Juni folgendes bestimmt:

Die Miete für den Monat Juni beträgt in sämtlichen Gemeinden 3 8 v. H. der Friedensmiete. Di? Miete ist zahlbai in Gold- oder Papiermark. Bei Papiermark­zahlungen ist der Kurs vom Vorlage des Fäl­ligkeitstermins zugrunde zu legen. Die Be­träge sind auf volle 10 Pf. nach oben abzu­runden.

In dieser Summe sind 12 v. H. für lau» sende, 8 v. H. für große Instandsetzungskosten, sowie 18 v. H. für Betriebskosten und Zins-- steigerung enthalten. Betriebskosten sind Steuern, Gebühren und öffentliche Abgaben.

Unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Matthias wurde heute vormittag im Regie­rungsgebäude die ordentliche Sitzung des Pro­vinzialtages der Provinz Oberhes­sen abgehalten.

Provinzinltag der Provinz Oberhessen.

Reichsbankdirektorium wandte sich des- an di: zuständigen Regierungsstellen mit dringenden Ersuchen, die Geschäftsauf- zu beseitigen oder zum mindesten ihre Auswüchse unmöglich zu machen,

(Iustiz) zurückgestellt. Die KapitelUntbeti ft töt undTechnische Hochschule" wurden an-'

Die Währungspolitik der Reichsbank.

Berlin, 30. Mai. (WTB.) In der heu­tigen Zentralausschußsihung der Reichsbank machte der Präsident des Reichsbankdirektoriums Dr. Schacht folgende Ausführungen zur Kre­ditpolitik der Reichsbank:

Eine Wirkung der zurückhaltenden Kredit­politik der Reichsbank auf die Devisenlage und auf den Kurs der Mark ist offensichtlich. Die Devisenzuteilung hat ganz erhebliche Er­höhungen erfahren können, die Rotierung der Mark im A u s l an d e ist in der letzten Zeit dauernd günstig gewesen. Die Reichsbank ist nach wie vor entschlossen, ihre Kreditpolitik von wäh­rungspolitischen Gründen beherrschen zu las­sen, da ein anderes Mittel zur Aufrechterhaltung der Markstabilität zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Es bleibt deshalb gar nichts anderes übrig, als daß die Wirtschaft sich nach der Decke streckt Gegenüber diesen llaren Tatsachen ist das Drän­gen nach Hergabe weiterer Kredite lediglich aus der Olotenprefse völlig unverständlich.

Solche Kredite können nur eine neue Inflation heraufführen und find damit in sich selbst zur Wirkungslosigkeit verurteilt.

Die Reichsbank ist sich der Kreditnot, in der sich die Wirtschaft leider befindet, nur zu sehr bewußt.

unwirtschaf l cher Weise .ugbiligen (lech fts- aufsicht dazu, um ter Rei-soa.ik Zugeständ­nisse bei der Rückzahlung von Wech­selschulden abzuprellen. Alle Rkrgt.chke en, die Kredite zu l quidieren und die Waren '> e -> stände abzu bauen, werden durch die Ein­führung der Eeschäftsaufsicht als einer Massen- erscheinung sabotiert, um den Schuldnern zum Schaden ihrer Gläubiger und der Allgemeinheit das Durchhalten von Waren- und Dev^envest^n- den zu ermöglichen.

gerade bei ihr die Kreditwünsche zusammen­laufen. Aber die Wirtschaft muh verstehen, daß die Zentralnotenbank nicht mehr hrlfen kann, als bis jetzt geschehen ist.. Eine neue Inflation wäre nur eine Scheinhilfe und wir . inh ll g und entschieden von der Reichsbarkj.ei ung a vg e- lehnt. Die Politik der Reichs xm£ tour e i i d n letzten Wochen durch eine völlig mi chr uchliche Anwendung der sog. Ge schä f t s a u ! s i ch t durchkreuzt. Die Wech elich l n.-c der Reichsbank benutzten die Möglichkeit der v in kritikloser und

Radio

im Dienste des Giehener Anzeigers

Die Empfangseinrichtungen sind fertiggestellt, so dah der Presse-Rund- funlldienst zu Anfang des Monats Juni ausgenommen werden kann. Auf diese Weise wird das Nachrichtenwesen eine zeitgemäße Vervoll­kommnung erfahren. Mehr denn je bietet also der Gießener Anzeiger

Vorzüge, die sonst nur von Großstadtblättern erzielt werden.

eine Forderung, der auch im Interesse der Auf­rechterhaltung des Vertrauens in- und auslän­discher Kreditgeber hoffentlich mit der nötigen Beschleunigung Rechnung getragen wird.

Die Reichsbank ist deshalb an die zuständigen Regierungsstellen herangetreten mit Vorschlägen über eine anderweitige Beschaffung langfristiger Kredite. Es han- delt sich dabei um die Rutzbarmachung von Beträ- gen, die früher auf Grund gesetzlicher Vorschriften in den Immobilienkredit Hineinflossen, aber durch die Rotverordnungen der Inflationszeit in andere Richtungen gelenkt wurden, Beträge, die heute zum

7, irregulärer Weise den mobilen Geldmarkt aufsuchen und vielfach Veranlassung zum Kettenhandel geben. Die dahin zielendes Maßnahmen werden allerdings außerordentlich er­schwert, toerm immer wieder Beträge flüssig ge­macht werden müssen zur Finanzierung von Streikausfällen oder von Sachleistun­gen an die Ententemächte. In ihrem derzeitigen Zustande kann sich die deutsche Volkswirtschaft we­der Streiks noch G r a t i s l i ef e r u n q e n an das Ausland leisten. Alle Bemühungen um die Behebung der Kreditnot we'/ben fehlschlagen wenn mcht schleunigst Arbe i t zjf ri e de im Innern und die Regelung unserer Verpflichtungen an das Ausland ein tritt.

Vom Deutschtum int Ausland.

Die Haupttagung desVereins für das Deutschtum im Ausland, die vom 11. bis 15. Juni in Hann-Münden stattfindet, wird eine überaus zahlreiche Vertreterschaft: von Ausland­deutschen an die Wiege des von der Quelle bis zur Mundung deutschen Weserstroms bringen. Es werden Abordnungen entsandt aus Rord- schleswig, Memelland, Litauen, Kurland Esth- K?d, Süd-Slawieu, Galizien, Süd-Tirol, Polen. Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien. Wolgage-

st a n d der Kontraltkommissivn beträchtlich, za bet ringe r n, sobald die Generalinspektion be­endet fein würde, and diese Verringerung ihres Personalbestandes in dem Maße fortzusehen, a>ie die Erledigung der aus den fünf Punkten resul- IrerenLen Restaufgaben in befriedigender Weise fortfchr eitet. Ebenso haben die alliierten Regie­rungen keinescvegs die Absicht, die Tätigkeit der Kommission über den notwendigen Zeitraum hin­aus zu verlängern, aber sie können nicht, wie die deutsche Regierung es vorschlägt biefed Organ, das im Vertrag vorgesehen ist und dessen Zusammen­setzung dem technischen Charakter seiner Mission entspricht, feiner Tätigkeit entheben.

Die Frage der Kontrollbeendigung

läßt ui der Tat nur eine der beiden folgenden Lö­sungen zu:

a) entweder die deutsche Regierung läßt die von den Alliierten gewünschte Materialinspektion zu. Wenn die Ergebnisse dieser Inspektion zu­friedenstellend sind, wird die Kontrolle auf ine fünf Punkte beschränkt werden:

b) oder die deutsche Regierung beharrt dar­auf, das Anerbieten der Alliierten zurückzuweisen.

Im ersteren Falle haben die alliierten Regie­rungen, ohne auf die Einrichtung des Garantie- komitees, wie sie es früher ins Auge gefaßt hatten, zu bestehen, die Absicht, so bald wie möglich zu einer progressiven und sehr erheb­lichen Herabsetzung des Personal­bestandes der Kontrollkommission zu schreiten. Sie haben keinerlei Verlangen danach, die Existenz 'der Kontrollkommission ins Unbe­grenzte zu verlängern; sie glauben vielmehr, daß sie ihre Arbeiten binnen einer Frist beendigen kann, die die deutsche Regierung durch ihre lotjale und vollständige Mitarbeit wesentlich abzukürzen in der Hand hat,

Im zweiten Falle bleibt den alliierten Regie­rungen mir übrig, die

strikte Anwendung des Vertrags

zu verlangen. Die Kontrollkommission würde also in ihrer jetzigen Form und in der Ausübung aller ihrer Rechte aufrechterhalten werden bis zu dem Augenblick, wo sie den Regierungen, die sie vertritt, würde berichten können, daß alle Ver­tragsbestimmungen, für deren Durchführung eine zeitliche Grenze gesetzt ist, restlos durch^eführt stnd.

Auf jeden Fall kann die gegenwärtige Situa­tion, die eine Quelle fortgesetzter Schwierigkeiten darstellt, nicht länger aufrechterhalten werden, und die alliierten Regierungen rechnen darauf, daß die deutsche Regierung verstehen wird, wie es bad allgemeine Interesse erheischt, ohne Verzug zur endgültigen Lösung zu kommen. Sie erwarten also, daß sie ihnen so schnell wie mög­lich und aufjeden Fall vordem3 0. Juni mitteilt, daß sie die Vorschläge der gegenwärtigen Rote bezüglich der Generalinfpektion und der nach­folgenden Beschränkung der Kontrolle auf die fünf Punkte annimmt

Genehmigen Sie, Herr Botschafter, die Der- sicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.

Gez. Poincars.

Das Streikende im Ruhrrevier.

Bochum, 31. Mai. (WTB.) Die vier Berg- arbeiterverbände haben einen Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrreviers erlassen, in dem sie aufgefordert werden, die Arbeit geschlos­sen wieder aufzunehmen. Unter Hin­weis auf die von den vier Derg- arbeiterverbänden zurückgewiesene Streik» parole der Unionisten werden die

NeubesteUungen für den Monat Juni werden entgegengenommen in Gießen von der Geschäftsstelle und von den Trägerinnen, in den Landorten von den Zweigstelleninhabern und von der Post.

Bergarbeiter ermahnt, auch in Zukunft nur den von ihren Organisationen ausgegebenen Parolen zu folgen. Die Union der Hand- und Kopf­arbeiter dagegen hat den Schiedsspruch für den Ruhrbergbau einstimmig abgelehnt. Die Belegschaften der Schachtanlagen Ernestine, Gu­stav, Zollverein VI bis IX, Konkordia, Kupfer­dreh und Mülheimer Dergverein, sowie zwei Versammlungen in Trillenöorf und Schönebeck haben den Schiedsspruch ebenfalls abgelehnt. Bereits gestern morgen meldeten sich zahl- rei^e Arbeiter bei den Zechen zur Wieder­aufnahme der Arbeit, fanden jedoch die Zechen- tore^ verschlossen. Es wird aber damit gerechnet, daß die Arbeit im Ruhrbergbau Anfangnäch- st e r Woche wieder ausgenommen wird.

*

. Der Schiedsspruch im Ruhrkonflikt bringt in 77^ beitszeitfrage einige nicht unbe­trächtliche Aenderungen gegenüber den früheren Sc^edssp rächen. Das Uebsrarbeits ab kommen läuft frühestens am 30. Rovernber ab. sofern es am 30. September gekündigt wird. Andernfalls läuft es mit zweimonatiger Kündigungsfrist auto- matisch weiter. Im Falle einer Kündigung müssen die Parteien eine Woche nach erfolgter Kündi­gung zu neuen Verhandlungen zusammentreten. Danach bestätigt der neue Schiedsspruch die Auf­fassung der bisher gefällten Schiedssprüche über die Rotwendigkeit und Berechtigung der Ueberarbeits stunde. Er führt ledig­lich in den Terminen eine Aenderung ein. In der Arbeitszeitfrage für die Kokereiarbeiter macht der Schiedsspruch Zugeständnisse gegenüber den Wünschen der Arbeitnehmerschaft. In der Lohnfrage bewilligt der Schiedsspruch weitere 5 Proz. Aufschlag auf die Aprillöhne, so daß der Lohn im Iuni 20 Prozent höher liegt, als der Lohn im April.

Die Unternehmer haben den Schiedsspruch ab­gelehnt, unter Hinweis darauf, daß die Rege­lung der Arbeitszeitfvage als günstig nicht ange­sehen werden könne, weil bereits in kurzem wie­derum Verhandlungen notwcndig sind, die zu Auseinandersetzungen führen können. Angesichts der wirtschaftlichen Lage des Ruhrbergbaues und der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse er­klären 1 ich dre Unternehmer außer st ande die Lohnerhöhung zu tragen. Rach Lage ber Dinge erscheint ihnen die Beschaffung der notwendigen Mittel unmöglich. Der erneute 5pro- jentige Aufschlag auf die Löhne ist den Arbeit­nehmern, wie man annimmt, deswegen zuge» sprvchen worden, um eine schnellere und reibungs­lose Annahme des Schiedsspruches zu errei­chen. In Unternehmerkrerfen wurde die Bewil­ligung aus solchen Beweggründen als äußerst bedenklich angesehen.

Keine Erwerbslosennnterftütznng Streikender.

Düsseldorf. 30. Mai. (WB.) Der Re­gierungspräsident erließ an die Landräte und Oberbürgermeister seines Bezirks eine Verfügung in der er mit dem Hinweis auf die Tatsache' daß die V er t rag s der l tni s s e der Berg­leute durch die Entscheidungen der Berufenen Stal- fen nunmehr gesetzlich geregelt seien, den ^Nachgeordneten Stellen die gewissenhafteste Be-

viei unO anderen russischen Siedlungen. Deutsch- Oesterreich wird selbstverständlich mit zahlreichen Vertretern zugegen sein. Außerdem haben die maßgebenden Reichs- und Staatsbehörden ihre Teilnahme zugesagt. Besonderes Interesse dürste die Behandlung der Wanderungsfrage durch berufene Redner finden. Auch die Lehrer- verbande und Philologenverbände sind vertreten. Im Anschluß an die Arbeitstagung sind Ausflüge in die Umgebung, Wanderungen, Iugendkund- gebungen und ein Besuch der Kolonialschule in Witzenh.iusen vorgesehen. Der abschließende Sonn­tag ist als L r 0 ß d e u t s ch e r Tag für die ge­samte Bevölkerung gedacht. Rach dem Festgottes- bimst wird sich ein Festzug mit Trachtengruppen I Die" Rechnung der Provinzialkasse für 1922 und besonderen Festwagen durch die Stadt be- ergibt an Einnahmen 164 816 639 51 Mk an Aus­wegen. Auf der Weserwiese findet ein Volksfest gaben 1 012 300 929,79 Mk., so daß sich'ein barer mit Aufführungen, Festbuden usw. statt. Auch Vorrat von 63 585 709,72 Mk. (d. h. Papiermark' sportliche Verbände u. a. Ruderverbände haben ergibt. Die Rechnung wurde genehmigt.

ihre Beteiligung zugesagt. Hinsichtlich des Voranschlags für 1923 hatte

-- bn Provinzialtag am 2. Iuni 1923 beschlossen, von

Gegen die neuen preußischen f°tct>en abzusehen und im

Hocksckulaebüliren 923 Nahmen des Voranschlags

9 'T0"1 für 1922 weiter zu Wirtschaften mit der Maßgabe

- .erlrn 31. Mai. (Prrv.-Tel.) In ber baß etwa fortschreitender Geldentwertung Rech- Hauptgeschaftsstelle der Deutschen Studentenschaft nung zu tragen fei; ferner hatte er für das Recb- in Charlvttenburg traten gestern dieVertreter nungsjahr 1923 ein Umlagebebarf von 257 50t preußischen E i n ze l st u den te n - Goldmark festgesetzt. Die Rechnungslegung ist vor- schäften zusammen um gegen die neuen H och- bereitet und wird dem Provinzialtag noch zugehen s chu lg e b u hren Prote st zu erheben. Es Auf Antrag des Provinzialausschusses beschloß ber tourbe eine Reihe Entschließungen angenommen, Provinzialtag, unter Berücksichtigung der bar» in denen u. a. gefordert wird, daß die Gebühren gelegten Umstände von der Ausstellung eines Dor' der wirtschaftlichen Rot der Studenten angepaßt anschlags für 1923 abzusehen. Der tintiaaebebarl toer^>en' 2^5 000 ®m- wurde auf die einzelnen Kreise

-- wr? folgt verteilt: Alsfeld 25 000, Büdingen 30 000, Die Pariser Regierungskrise, (5^^oum9158too 8Z500-£auteybti^20000-

... P.^ r i s 31. Mai. (WTB.) Wie derTemps" Zum Voranschlag für 192 4 gab der m -ü>cc^n die Mitglieder des Kabi- Vorsitzende einige Erläuterungen. Zunächst konnte " ^J^/ncare am Sonntag vormittag halb 11 Ahr der Voranschlag wieder auf Goldmark aufgestellt

ms Elysee begeben und dem Präsidenten dev und zum ersten Male die neue Gesetzgebung des

Demiss 1 2 ns - Kreises und der Ländeö berücksichtigtwerden Dic

schreiben uber-reichen Der3ntranfigeant Provinz erhielt das selbständige Verfügungsrecht

nimmt an, daß der Präsident der Republik das über die Realsteuem, während früher der Amlaae- zurucktret^ide Kabinett ersuchen werde, die Ge- bedarf auf die Kreise und von diesen wieder auf noch einige Tage w e i t e rz u f ü hre n, da die Gemeinden ausgeschlagen wurde Weiter wird er die Wahl des neuen Kammerpräsi- | dieProvinz an den derKornrnunalmasse zustehenden Anteilen aus Reichseinkommen-, Umsatz-undKraf t- fahrzeugsteuer beteiligt. Cs sind zu erwarten: an Einkommen- und Körperschaftssteuer 110 000 Mk.

5000 Mk., an Kraftfahrzeugsteuer 180 000 Mk. Der Llmlagebedarf von 615 000 Mk toirb sonach mit 295 000 Mk. aus Reichssteuerantei- k .gedeckt, während der Rest von 320 000 Mk durch Landessteuern aufzubringen ist. Die Steuer- werte der Provinz für Gebäude und Bauplätze nach denen die Grundsteuer berechnet wird belau­fen sich auf 500 Millionen Mark, die für land- ^-'Orstwirtschaftlich genutztes Gelände auf 661 WI. Qltf. Zu dem Vorschlag, bei einem Aus- schlagsah von li/2 Pf. für je 100 Mk. für baube und Bauplätze, und bei einem Ausschlagsatz füc je WO Mk. für land- und forst­wirtschaftlich genutztes Gelände zu erheben lag ein Antrag vom Abg. L u h v 0 r, der dahin geht, die Steuer für Gebäude und Bauplätze zu strei­chen und dafür die Steuer für land- und forst­wirtschaftlich benutztes Gelände, soweit ber ©teuer- inert 2000 Mk übersteigt, um 2V2 Pf. zu erhöhen. Rach eingehender Begründung durch den Antrag­steller wurde in ber Debatte sowohl auf ben Einnahmeausfall in Höhe von 75 000 Mark hingewiesen, den der Vemicht auf die Gebaudesteuer im Gefolge hat, bann aber be­sonders die zur Zeit bestehende Rotlage ber Lan>- wirtschaft betont, die eine höhere Belastung des denten abwarten müsse. Diese wirb voraus- E^^A^af"ich gen-utzten Geländes nicht ver- ftchtlich am Doniieistag vormittag frühestens am ,^urde schließlich, soweit er

Mittwoch ab.nd folgen da die Äte Sitzuna ®eianbefteaer betrifft, vom Antragsteller zu-

der Kanimer durch die Prüfung ber Mandate und Antrag auf Aufhebung ber Ge-

die Ausschußbildung in Ansvi^h g^omnea «"genommen. - Bei dem Titel: De-

werde Im < e chästs-üh.enden Ausschuß^ der radr- tunge" tour£>c vom

falcn Partei hat He.wiot in einer zweistündig en rw Jcrbflubtung zum Ausdruck ge-

Rede die politische Lage geschilderi Es wurde ^gestellten der Provinz die Eehall-

beschlos,en, noch heute in einem Brief an den bewilligen, Ww sie das Reich vorsieht.

Sri etär der sozialistischen Kammerfrattion L5on K^sstraßen" sich, der Dor-

Blum die sozialistische Partei aufufordern sich ÄÄAusbau der Kreis st raße an der Regierung zu beteiligen Wenn ^^ut^haln Landesgrenze beiVölzberg vor. die sozialistische Partei das AngebR annimmt U12> 8um Dell schon aus­soll ein Mindestprogramm fe gei gt w-r en das ^eisstrahen der ganzen

unter anderem auch die Aufnahme der Bezie- h;» x armu6 9en b-r gegen bungen zu Rußland vor allem aber auch die ^^eftlGqenen Kosten zn-

Vrrsteifung des Frank s enthatten ^rie - D-i Kap Gesund hei ts-

ferner die Durchführung einer A m n e st i e^e-r- Standpunkt vertreten, daß

not habe auch mit Mi llerand ge prochen rmd £1? Ä^ ^V^^ ?er Rahrungsmittel

erklärt, es sei ihm unmöglich, Millerand die Mit- ^ntrriuchungsamt nicht von

aib lterschaft zu r^rweig-rn P^binz, sondern vom Lande getragen wer-

Die sozialistisch-republikanische 6^'4» ber Landes Polizei; es wurde die

Partei (Painleve-D.iand) Hut re t 6 Ä §-stellt werden, ob

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SÄÄÄSiä ÄSÄC" fall &u Dildung eine: et n iTa e nTS rtanen" S A 3 W «Herttäften

t-eischen Gruppe erörtert Werder.. ro Titten ta ^eX&Ä^ - gefaßt ist. y

"us dem Hessischen Landtag. Das Haus genehmigte hierauf die Berichte BonunsererDarmstädterAedaktion. etettr.^etolXnrag^unb ÜÄ

Darmstadt, 31. Mai. Der Finanz- anfchlagen für 1924 zu.

ausschuh des Landtags nahm seine Becatun- r Antrag des Provinzialausschusses, daß gen bet Kap. 38 (Kirchen) auf; hierzu ist ein die Provinz mit einem Betriebskapital von bar- Antrag Brauer und Dr. Osann auf Gewährung £auJ1,9 5000 Mark dem Hessischen Spar- von Vorschüssen auf die Kirchen eingegan- ss e n - u ndG i ro v e r ba n d beitreten möge, gen. Es heißt in diesem Antrag u. a.: Das Rech- ^mrde zum Beschluß erhoben, ststn^jahr 1916 hatte als eines der letzten für ---

> -?^oeskirche noch den Charakter der Frie- MlILL lltth GrttiX

denszeit. Der Bedarf an Landeskirchensteuer war V4 XllTO XkQTIO.

in diesem Rechnungsjahr rund li/3 Millionen Gießen, ben 31. Mai 1924

Mark. Für das Rechnungsjahr 1924 (1 April z

1924 biä 31. März 1925) sind 2,7 Millionen Gold- ^,c Junl-Miete.

vorgesehen. Es sind Rach Anhörung von Interessenvertretung

iqir !ehxteuex; 9en und Sachverständigen hat das Hessische

S ^ kür unb Wirtsch'a^ßt

nahme-Ausfälle begründet: 1. Es sind aüe I öie berJ2H i e t e f ü r b e n Mo-

e«5- au8 in ber Landeskirchenkasse und

in den Kirchenkassen derEinzelgemeinden verwal- teten Kapitalien weggefallen. 2. Der Ertrag ber Pfarrgüter ist stark zurückgegangen (nied­rigere Pacht und höhere Steuern); auch die übri­gen Einkünfte der Pfarrstellen sind zurückge­gangen. 3. Es muß im Rechnungsjahr 1924 mit emem größeren Ausfall an Kirchen- st ® n (unernbrmgliche Posten wegen Erwerbs­losigkeit, Wegzugs, Todesfalls usw.) als 1916 gerechnet werden. Die Antragsteller weisen zur

Ihres Antrags auf ein Schreiben des Reichsfinanzministers an die Regierungen ber ßanber hin, indem dieser ersucht, den Kirchen- behorden Vorschüsse zu gewähren. Die Beschluß­fassung über ben Antrag ist bis zum Montag ausgesetzt worden. Ebenso wurde Kap. 100