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I en Der TJtlansjrTTern, welche aller Dtngfl im Vergleich zu den Zahlen der Dorkriegszeit als bescheiden zu bezeichnen sind Die aus scheidenden AusfichtSvatsmllglteder Karl 6e im und Karl 3ö de I VIII wurden rmeder und 'RochtsanwaU Lind neu tn den Auftichtsrat gewähtt
t Grünberg. 29. Sept. Aus der heutigen 6t$ung des Gemeinderats ist folgendes zu berichten: Frau Rösch ist mit dem ihr zugewiesenen Mieter nicht zufrieden. Deig. Fuldat soll mit der Frau Rücksprache nehmen. — Herr Buh teilt mit, daß die von ihm seither bewohnte Didelsmühle unbewohnbar sei. er legt gleichmütig ein ärztliches Attest vor. Da die Wiederherstellung des Gebäudes zu teuer ist. wird Buß dringeich auf die WohnungSliste gesetzt. — Die Herren Müller und König haben Vaupläne vorgelegt für die von der Stadt genehmigten Bauplätze an der neu zu bauenden Verbindungsstraße zwischen der Lrmdorfer und der (Siebener Strohe. Deig Fuldat soll sich mit der De zi rks s Pa r kaf fe zweds Abtretung eines Stückchen Gartens tn Verbindung sehen, damit die zu bauenden Häuser und Ströhen etwa- zurüdgelegt werden können Die Daupläne werden genehmigt. — Die Berufung, die die Stadt im Prozeß Christ eingelegt hat. ist verworfen worden. Es handelt sich bei dem Prozeß um den sog. Reumühlsbach. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis. — Zwecks Anpflanzung von 50 Obstbäumen seitens der Stadt soll von hiesigen Geschäftsleuten diesbezügliche Offerte eingehvlt werden, jedoch soll deswegen auch bei einer auswärtigen Firma angefragt werden. — Man wendet sich nun der Beratung der Dürgermeisterfrage zu. Berg. Fuldat legt hierbei den Vorsitz nieder, da seine Person mit dieser Sache in Verbindung steht. Stadtrat Schmidt II. leitet die Verhandlungen, die Stadträte Keller und 3 öckel erstatten Bericht über ihre Verhandlungen mit dem Bürgermeister Ranft zweds dessen Rücktritts. Stadtrat Schweißguth als Vorsitzender des Dürgervererns betont dessen Beschluß tn der letzten Mitgliederversammlung, der dahingehl, daß die Stadt die finanzielle Ueberlaftung durch die Zahlung von zwei Burgermeistergehaltern nicht übernehmen tonne, und er bat im Auftrags des Vereins dringend, daß man sich mit dem Bürgermeister Ranft zweds dessen Rücktritts in Verbindung sehe. Deig Fuldat hat einen Antrag gestellt, daß er vom 1. Oktober ab mit 220 Mk. monatlich zufrieden ist, wenn die Angelegenheit der Stadt mit Ranft friedlich geregelt ward. Bürgermeister Ranft Hot beantragt, ihm bis zur Entscheidung des Kreisamts monatlich 230 Mk. zu bewilligen. Dem Stadtrat Schweiß- g u t h hat Bürgermeister Ranft erklärt, daß er am 1. Rovember vom Amt zurüdtritt, wenn er 64 Proz. Pension bekommt: sollte er aber nach- w-eisen können, daß er sich sein Leiden infolge Lieberarbeit während des Krieges zugezogen habe, so solle die Stadt die Differenz zwischen den 43 Proz. Fürsorge und den 64 Proz. bezahlen. Der Antrag Ranft wird ab gelehnt. Ein anderer Antrag, dem Bürgermeister Ranft, wenn er am 1. Rovember zurüdtritt, monatlich 50 Mk. zu seiner Fürsorge von 43 Proz. bis zum Ende feiner Wahlperiode (Ende Dezember 1925) zu bezahlen, wird mit 8 gegen 2 Stimmen angenommen und soll dem Bürgermeister vvrgcfchlagen werden. Stadtrat 3 ödet gibt zu Protokoll, daß er gegen diesen Antrag ist, und zwar weil der Sohn des Bürgermeisters sich dahingehend geäußert hat, er wünsche keinesfalls, daß sein Vater von der Stadt irgendwelche llnterstühung bekomme. Der gewährte Zuschuß von 50 Mk. fällt jedoch weg, wenn Ranft nachweist, daß er sich das Leiden durch iteberarbeitung im Kriege geholt hat. Es wird demgemäß die erhöhte Fürsorge bewilligt. Die weitere Behandlung der Angelegenheit wird dem Stadtrat Schweißguth übertragen.
t Grünberg, 30. Sept. Die Gemeinde E t- tings Haufen ist der Bez ir ks spa r kas s ej Grünberg als Mitglied beigetreten. Die hiesige Bezirkssparkasse hat numnehr einschl. Grünberg 49 Ortschaften als Mitglieder.
Kreis Friedberg.
Aus dem unteren Wettertal, 29. Sept. Rachdem in der Woche vom 14. bis 20. September bei gutem Wetter Me Grummeternte einen guten Anfang genommen, hat die vergangene regnerische Woche die Arbeiten wieder stark behindert und die Grummetcrnte vor allem beschädigt und erschwert. Vielfach stehen die Wiesen unter Wasser- oder sind stark versumpft, so daß mit der Maschine nur wenig gearbeitet werden konnte. Das Gras war stellenweise völlig verschlammt und infolge davon mit Fäulnis- cnegern behaftet, so daß das auf solche Weise geerntete Grummet nur mit Vorsicht zar Fütterung gebraucht werden kann. — Die Obsternte ist zum größten Teil beendet, man benutzte die Regentage der vorigen Woche dazu. Aepfel und Dirnen sind vor der Ernte schon stark gefallen und waren vielfach am Daum bereits angefault. 3n besonders starkem Maße konnte man das zwischen Steinfurth und Ri^>er-Weisel beobachten, wo ein Landstrich im Sommer von einem Hagelwetter heimgesucht worden ist. Die Hagelkörner haben Eindrüde auf den Früchten hinterlassen, und diese beschädigten Stellen bildeten den Ausgangspunkt der 3nfektion and Fäulnis. 3m allgemeinen glaubt man nicht an eine gute Haltbarkeit des Obstes. Für Falläpfel zum Keltern wurden vor der Ernte 1 bis 2 Mk. bezahlt. 3etzt kostet gutes Schüttel- und Kellerobst aber 3 Mi. pro Zentner. Di: Preise scheinen weiter anzuziehen. 3n Sch walheim wurden
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Deute von Händlern berettS 4 dis 5 Mk. für Den Zentner geboten. Schlecht ist die Z welsche a- crnlc ausgefallen Die Früchte sind dazu noch schrumpfelig und wrrmsttchig, das Fleisch löst sich nur schwer vom Kern. — Sell heute ist die Kartoffelernte allerorts im Gange. Auf schweren Böden war daS Aus machen heute aber noch eine mühevolle Arbeit
Kreis Schotten.
e Schotten , 29 Sept. AmSamS'-agnachm b tag wurde die Obstschau für Ulfa und Stvrnfels hn Dbllschen Saale in Ulfa tn Anwesenhell zahlreiche Gäste und Aussteller vom Vorsitzenden des KreisobltbauVereins, Geh. Ral D ö d m a n n eröffnet, ©r begrüßte besonders den Vertreter des Landwirtschaftskammer-AuSschasscS Oberhefsen, Herrn Bä hr-Rohrbach-, die Ausstellung ist ein gemeinsames Unternehmen des Obstbauverems und dieses Kammera nsschu sses. Das in 16 Klassen der Schcruordnung AuSgestellie verdient das höchste Lob Die Zahl der Aussteller übertraf alle Erwartungen Die PreiSnchier, Kreisvbstbauinfpektor Metternich - Büdingen und Landwirt Fischer-Hos Zwiefalten konnten sehr viele Preise vergeben. Schon der äußere Rahmen war ein außerordentlich schöner- Die langen Tische waren mit zahlreichen Blumensträußen, blühenden Stauden, Topfblumen und Grün geschmückt. Herrlich leuchteten die ansgedreiteien 2lepfel und Dirnen tn roten, gelben und grauen Farben, wie man sie nach diesem Regenso.nmer nicht erwartet hätte. Erne Tafel mit Obst' und Beerenweinen und Obstkvnferven winkte verheißungsvoll. Auch Trauben und Rüste waren da. Großartiges Gemüse zeigte die Gärtnerei der Haubenmühle. Das Ganze bot einen prächtigen Anblick in dem schönen, hellen Saal Am Sonntag war der Besuch stark und dis Tombola mit ihren praktischen Gewinnen hatte Hochbetrieb. Die ^uci*tannten Preise werden in einer Versammlung an Winter ausgeteilt werden.
-4- Schotten, 30. Sept. Der von Ober- Schmitten gebürtige Bäcker Adolf Diehl, der unlängst feine Meisterprüfung bestand, ist ein wackerer Vorkämpfer im Dienst der Gabelsberger Stenographie. ObivoW er diese Kunst beruflich kaum verwerten lann, betreibt er sie mit einem Eifer, daß ihm beim Wettschreiben schon t>ide erste Preise zufielen Gleichzeitig ist er der Leiter der stenographischen Kurse.
-i- Ulfa, 30. Sept. Pfarrer Römer, dem die 2. Pfarrstelle in Schot ten übertragen wurde, wird sich beim Gv'.teSb.e-ist am nächsten Sonntag von seinen beiden. Gemnn?en Ulfa uni) Stornfels verabschieden. Während ei ner lan® übrigen, vorbildlichen Wirksamt ei i hll es der Schadende verstanden, starkes, fhxbii es Leben zu cnttoideln und die Atmosphäre ge,jenseitigen Vertrauens zu schaffen, die für ersprießliche» se:lsvrgeiÄches Wirker Vorbed.ngung Ist Der Schule war er ein treuer Freund and Förderer. Seine beiden Gemeinden sehen ihr schweren Herzens scheiden.
Kreis AlSscld.
-er. Homberg a. d. O h m , 29. Sept Dieser Tage mürbe in einem Z itums irtl el „S chm e e t> schorsch" behauptet, daß das alte Gewerbe der .Dippemacher" in unterem Städtchen so nach und nach einschliese. Dem ist aber nicht so Wohl ist der alte Ellermann gestorben uni die Töpferei Senn im Kriege eingegangen. Abei der junge Eltermann erzeugt bedeutend mehr Dippe, als alle Töpfer tn früheren 3ahren zusammen. Demnächst wirb sein Brennofen umgebaut und der ganze Betrieb bedeutend erweitert und modern hergerichtet. Höchst erfreulich ist, daß in die Werkstatt Ellermanns moderne Kunst eingrzogen ist. 3cber Käufen und B.facher wird über die höchst geschmackvollen Kaffee- und Teeservice entzückt fein, llnb jeder Apfelweinbrauer kauft sicher ein prachtvoll glasiertes „Henkeldöppche", aus dem sichs noch einmal so gut trinkt.
Ist stets frisch gebrannt abnnseran Werk am Bahnhoi In Bieber oder per Waggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle
flaOBei eS etre Auzapk Verletzte gab.“ Ein Teil ter Ärformc blieb in Reserve zurüd, wahrend t2 Mcum mtt zwei fahrbaren Krankentragen und tem nötigen Verbandmaterial im Eilrnar'ch zur älnfallstelle eilten, woselbst bis 7.25 Ubr die Derletzten mit den nötigen Verbänden versehen waren und sodann abtransportiert wurden. Die tadellose Ausführung der Hebung bewies, daß bte Freiwillige SanitätskolvTme in jeder Lage sich ihrer Aufgabe gewachsen zeigen wird.
•• Hess ischer Sparkassen- und Gi- roverband. Man schreibt uns: Dor einiger Hell ist nach dem Dorbild anderer Lände.' auch tn Helsen ein selbständiger Verband gegründet Uwrden, dem von den bestehenden 34 öf entlichen Sparkassen bereits 30 Koffer beigeLrcten finik Mitglieder formen neben den Sparkassen auch Gemeinden und Gemeindeverbände iKreise und Provinzen) werden. Die Provinz Obmhrssen. sowie eine Anzahl Städte hoben ihre Mitgliedschaft bereits angemeldet. Der Verband, dem die Rechte einer Körperschaft des öffentliche i Rechts iva der hessischen Regierung verliehei wurden, b-firedt die Förderung des kommunalei Geld- und Kreditwesens, die Vertretung der gemeinsamen Inter.ssen der öffentlichen Sp.irkas e i, sv- totc die Ausb ldung und Hebung der Stellung ter Spaikns^eiibeamten. Ferner ist auf ihn von l ern früher besteh.nden Revisionsverband die fort- lausc d' Prüfung des Rechnungs - und Ka s^we- se.'s de.- Verbandssporknissen übe gegangen. Der Verband steh', unter Staatsaufsicht, dir durch einen d.-m Eescl)äftsbereich des MinisteciumZ des Innern angchörmden Siaatskommissar ausgeabt Wird. Die Dank des VerbandeS ist bi; im Februar 1921 ins Leben getretene Hessische G i r v- zent rale in Darmstadt, dte bekanntlich eine günstige Entwidelung genommen hat und die schon im 3uni 1921 zur Anlegung von Mündelgeld für geeignet erklärt worden ist. Mit dem Badischen Sparkassen- und Giroveröand besteht ein Abkommen, auf Grund dessen die Hessische Girozentrale seinerzeit zunächst als Zweigstelle der Badischen Girozentrale Mannheim gegründet wurde. Diese Vereinbarung ist dahin geändert worden, daß nunmehr für die Verbindlich "eiten der Hessischen Girozentvale nicht mehr der badische Verband allein, sondern zusammen mit dem neu gegründeten Verband haftet, und zwar haften beide Verbäichs je zur Hälfte. Aus dem vorjährigen Anteil am Reingewinn der Hessischen Girozentrale hat der Hessische Sparkassen- und GiroveiBand 52 000 Gvldmark für Sparprä- mien zur Verfügung gestellt, die noch vor Weihnachten ds. 3s. an die Spareinleger bei den öffentlichen hessischen Sparkassen zur Verteilung vonnnen. Zweck dieser Maßnahme ist, dem Spürsinn der Bevölkerung einen neuen Antrieb zu geben. Dir Auslosung ter Prämien findet zwischen dem 15. und 20. Dezember statt. 3m günstigsten Falle kann eine Prämie von 2000 Gvldmark gewonnen toerften. 3m ganzen gelangen
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der Versorgung und Fürsorge der Kriegsopfer erstattete der Gau-G«4chSftssührer, H H e ck e r (Frankfurt a. M.), die Berichte. Die Dorstandswahl ergab Einstimmigkeit; als Landesverbands- Dorsihrnder wurde Friedrich S ch eer er - Offenbach wiedergewählt. Beschlossen wurde, den Tiani en des Landesverbandes abzuändern; er erhält für die Zukunft den Hamen „Starkenburg-Rheinhessen". Zur Frage der Dersorguna und Fürsorge wurde nachstehende Entschließung angenommen : „Der Land^verbandstag des 3entral- vei bandes deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterblieb.'ner 3. D. (Sitz Berlin NO 18), Landesverband „Starkenburg-Rheinhessen", erhebt mit aller Schärfe die Forderung nach einer ausreichenden Versorgung und Fürsorge der Kriegsopfer als Rechtsanspruch. Der LandesverbanoS- tag legt Verwahrung ein gegen die Unterstellung der Kriegsopfer unter die Fürsorgepflicht-Der- ordnung und damit llnterstsllung der Kriegsopfer unter die allgemeine Armenpflege. Dor wie nach verlangt der Landesverbandstag eine besondere Fürsorge für die Kriegsopfer, unabhängig von der sonstigen Wohlfahrtspslege. Ganz besonders verlangt der Landesverbandstag einen ausreichenden Arbeite schuh der Schwerbeschädigten und der erwerbstätigen Kriegerhinterbliebenen. Die Der- schlechterung in der Versorgungs-Rechtsprechung verlangt der Landesverbandstag so bald wie möglich beseitigt."
"• Vorsicht bei Stellenangeboten aus dem Ausland. 3n den letzten 3ahren ist es wiederholt vorgekommen, daß im Ausland ansässige Arbeiter bei der Beschaffung und Einstellung von Hilfskräften aus Deutschland Anstellungsrechte bekanntgegeben, die sie späterhin nicht gewährten. Erft kürzlich wurde in einem der osteuropäischen Staaten ein Deutscher, entgegen der allerdings nur mündlich getroffenen Ilebereinfunft bei seiner Verpflichtung, fristlos entlasien und dadurch in die größte Rotlage verseht. Auf Grund derartiger Vorfälle sollte sich jeder, ehe er auf ein Stellungsangebot aus dem Ausland eingeht, vorher bei einer vertrauenswürdigen Stelle, z. D. dem Deutschen Ausland- 3nstttut in Stuttgart, über die Zuverlässigkeit des in Frage kommenden Arbellgebers erkundigen. Abmachungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten in allen Fällen, schon um Mißverständnissen vorzubeugen, schriftlich in Form eines Anstellungsverlrages niedergelegt werden.
** Der Landesparteitag der Deutschnativnalen lHess.) Volks- Partei findet am 25. /26. Oktober in Darmstadt statt. Er war ursprünglich für den 14. Oktober vorgesehen.
" Geschäftsjubiläum. Die Firma S. 3 o s e p h , Lederhandlung, begeht morgen, 1. Oktober, ihr 25jähriges Bestehen.
Landkreis Gießen.
ri. L i ch, 29. Sept. Das Kirchenkonzert, das gestern in der Marienstiftssirche stattfand, hätte einen besseren Besuch wohl verdient. Das Programm wurde beherrscht von dem unerschöpflichen Altmeister evangelischer Kirchenmusik, 3oh. Seb. Dach. Die Mitwirkenden brachten seine Präludien, Arien und Molinkonzerte mit Meisterschaft zu Gehör. An der Orgel saß Prof. Dr. Carl Schmidt von Friedberg. Die Diollne spielte Frih Emmel vom staatlichen Kurvrchester Bad- Rau heim. Oratorienfänger Georg Eichhvlz von Frankfurt ließ mit seiner ausgebildeten Te- nvrsttnnne außer Bach auch Meistet Schuberts Töne erklingen. Gin würdiger Schluß des Konzertes war das immer wieder gern gehörte Largo von Handel.
f Grün berg, 28. Sept. Am Samstagabend fand in dec Wirtschaft von Friedrich Schmitz eine Mitgliederversammlung des Bürgervereins statt. Es kam zunächst nochmals die Frag eher Einlegungeines Theater- zugs abends 10.45 llhr von Gießen nach Grünberg zur Sprache. Die Stadt und die Orte, die an der Eisenbahn strecke liegen, sowie die Gießener Theaterverwaltung haben Eingaben an die Eisenbahnbehörde gemacht. Man hofft nun, daß dieser wichtige Spätzug bald wieder; verkehren wird. — Rechtskonsulent K 35 del erstattete sodann Bericht über die mit Ober» pvstsekretär Keller gemeinschaftlich stall gehabte Unterredung mit Bürgermeister Ranft. Daraus war zu entnehmen, daß Bürgermeister Ranft es a b l e h n t, auf das Ansinnen des ®e- meinderatS bin freiwillig zurüdzu-
Heffcn-Raffau.
# Königsberg (Kr. Biedenkopf), 29.c t>t. Gestern hielt der hiesige Turnverein fein diesjähriges Abturnen ab, verbunden mit der sonst üblichen Kirchweih. Die gut? Witterung gestattete die Vorführungen im Freien. Alle Siebungen wurden sehr slott und frisch geturnt und gaben Beweis von dem tüchtigen Firtfchritt deS Turnens im letzten 3ahr. Als letztes s.rnden einige gemeinsame Freiübungen besonderen Bei- falb — 3m benachbarten Erda wird am nächsten Sonntag die Sing- undTurnhalle beide t De reine eingeweiht. Die geräumige Halle, welche ca. 600 Personen faßt, wurde zum Teil von Stiftungen auswärtiger Mitglieder erbaut.
][ Marburg, 29. Sept. Der langjährige Geistliche der Reformierten Gemeinde, Pfarrer a. D. Reinhard Scheffer, ist gestern, kurz vor Vollendung seines 90. Lebensjahres, gestorben. — Gestern früh wurde auf der Vahn- ftrede zwischen dem Haupt- und Südbahnhof der etwa 30 3ahre alte Rottenarbeiter Johannes Kutsch aus Cölbe vom Zuge erfaßt unt getötet.
fpd. Fran kfurta. M., 29. Sept. 3m Monat September sind von der Schutzpolizei 8174 Anzeigen vorgelegt worden, und zwar entfallen 2336 auf ilcbertretungen, 816 auf Verbrechen und Vergehen, 13 auf Brände, 144 auf Fundsachen, 37 auf Vermißte und 235 auf Unfälle. Ferner sind durch die Schutzpolizei in diesem Monat 986 endgültige und 1273 vorläufige Festnahmen erfolgt.
treten. Der Bürgerverein war der Meinung, Bürgermeister Ranft nochmals schriftlich zu ersuchen, seinen Rüdtrilt einzureichen und bei weiterer Weigerung, freiwillig zurüdzutreken, den Rüdtrllt durch die Verwoltungsbehöiche zu erzwingen. Allgemein herrschte die Ansicht, daß die Stimmung sowohl im Gemeinderat, als auch in der Bürgerschaft dem Bürgermeister vom Beigeordneten nicht richtig übermittelt worden sei. — Die ordentliche Generalversammlung des Dor sä, uß-Dereins zuGrünberg wurde gleichfalls am Samstagabend crbgehalten. Das Dorstandsmllglied Möller berichtete über die Ereignisse des Geschäftsfahres 1923, der Genosien- schäft, sowie über die Goldmarkrechiung und die Umstellung des gesamten Verkehrs auf Grund der Beschlüsse der außerordentlichen Generalversammlung vom 22. März 1924 Die Papiermark-Abschlußbilanz zum 31.12.23, sowie die Goldina rber- öfsnungsbilanz zum 1. 1 24 wurden genehmigt. 5er Rechnungsüberschuß wurde auf tie neue Rsh- nung vorgetragen. Wie überall, so zeigt auch die Goldmarkbilan; eine Verarmung der Genossenschaft. Der Geschäftsbetrieb im neuen Jahre zeigt wieder ein l a n g s a mes Anwach-
♦* D i e Brombeeren. Vielfach und wohlbekannt ist im Haushalt der Ruhen urrd Gebrauch der 'Brombeeren, die und jetzt der Herbst beschert. Sie ergeben, tn feinem geklärten Zucker eingekocht, ein köstliches Kompott, ober eine schwärzliche, süße Marmelade, wenn man es nicht trorgcAoqen hat, sie, sorgfältig gepflückt und nur mit Milch versüßt, roh zu essen, und manche kundige Hausfrau der alten Schule, der viele Brombeeren zu (Stebote stehen, weiß diese dunklen Beeren in einen klaren, etwas schweren und würzigen Wein zu verwandeln. Es gibt auch d.-nebelte Brombeersorten, die in untern Gärten gut gedeihen, besonders eine auS Rordamerika cingefüfrrte zottige Art, die durch Zdreuzung mit andern eine MischlingSform hervorgebracht hat, die sehr ertragfähig ist und riesige Früchte trägt. Sie brauchen einen warmen, sonnigen Standort, am besten an südlicher Mauerwand oder an Spalieren, und müssen in gutgedüngtem Boden sorglich auf gebunden und jedes 3ahr beschnitten imb ai.sgelichtet werden. Dann aber gedeihen •fte prächtig, ranken sich willig an Hauswänden und Veranden empor, bringen fchöngefvrmte, saftige Blätter und (affen uns im Spätherbst ihre ost kirschgroßen, pechschwarzen Früchte durchs Fenster herein fast in den Mund wachsen.
"Besichtigung der Ausgrabungen bei Treis a. d. Lda. Auf Deranlasiung des hiesigen Kulturbauamtes fand dieser Tage eine Besichtigung der Ausgrabungen im Quarzitgelände zu Treis a. d. Lda. statt. Außer den dienstlich nicht in Anspruch genommenen Beamten dieser Behörde hatten sich noch eine Anzahl andere Angehörige der technischen Berufe dazu eingefunden. 3m Quarzitbruch, am Fuße des Totenbergs, übernahm der dort die Ausgrabungen leitende Geologe Dr. Richter die Führung, dessen geschichtliche Darlegungen und ßrläuterun- (gen der Funde allseitig mit stärkstem 3nteresse entgegengenommen wurden. Regierungsbaurat Mangold dankte im Ramen der Besucher dem schon seit April unermüdlich an den Ausgrabungen tätigen Geologen für seine fesselnden Ausführungen, und hochbefriedigt kehrten die Besucher der für Deutschlands Vorgeschichte so wichtigen Siedlungsstätte wieder nach Gießen zurüd.
** Tagung der Kriegsopfer in Hessen. Der Zentralverband deutscher KriegS- befchädigter und Kriegshinterlüiebener E. D. (Sitz Berlln NO 18), Landesverband Freistaat Heften, hielt in Darmstadt feinen Landesverbandstag ab. Den Geschäfts- und Kassenbericht erstattete der Vorsitzende, Derwaltungsinfpektor und Stadtverordneter Friedrich Scheer er (Offenbach am Main), lleber Organisationsfragen und Fragen
Junger «rlleinsteh. Kaufmann sucht 2tig*8MMnmer in nur gutem Hause per 1 November. Schriftliche Angebote unter 75330 an den Gießener Anzeiger erbeten.
Betitel
Dixin
Henkel "$ Seifenpylver
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