Ausgabe 
29.11.1924
 
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Samstag, 29. November 1921

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheflen)

Lr. 282 viettes Blatt

Landwirtschaft und Gartenbau

und

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zu kennen.

oder von

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G- HAMELN / VV E 5 E R

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kann und

ahl nach einer ganz be- lenken. Währeiw sich die

lockerte Baumscheibe belegt man vorteilhaft mit verrottetem Mist. Das AuSpuhen und Aus- lichten der Bäume, das Ab kratzen der Stämme und Bestreichen derselben mit Kalkmilch wird fortgesetzt. Dabei ist fleißig Umschau nach allerlei Eiern und Larven von Obstbaumschädlingen zu

Richtung, nur nach jener Empfangsstation. füt die es bestimmt ist. Der Philosoph gilt nichts in seinem Daterlande! Auch auf dem Gebiete der Technik scheint es ähnlich zu sein. Heber den Fortschritten, die das drahtlose Gebiet Marcom verdankt, vergib! man das, was in jüngster Zeit in Deutschland geleistet wurde. Unter Der- Wendung kurzer Wellen von 90 und 103 Meter Länge ist es Marconi gelungen, vom Mittelmeer nach England und von England nach Amerika zu telegraphieren. Das sind ja sehr schöne Er­folge, sie werden aber durch die deutschen erheb­lich übertroffen. Don Rauen ans verkehrt man nunmehr mit einer noch kürzeren, nämlich mit der 70-Meter-Welle, nicht nur versuchs­weise mit der Station Monte Grande in Argentinien, sondern man hat bereits den regel- mähigen telegraphischen Verkehr auf dieser Grundlage ausgenommen. Die Entfernung zwischen Rauen unb Monte Grande beträgt aber rund 12 000 Kilometer. Sie ist also beträchtlich

Mit Interesse und Bewunderung verfolgt die Welt augenblicklich die neuesten Erfolge Mar- cvnis, dem es gelungen ist, elektrische Wellen von sehr geringer Länge durch Der- wendung von Reflektoren in einen ein­zigen Wellen strahl zusammenzu­fassen und diesen Strahl nach einer stimmten Richtungzu I* -

elektrischen Wellen bisher vom cenbebraßt aus nach allen R chtungen hin verbreiteten, flutet bas gerichtete Bündel kurzer Wellen nur nach jener

Die Lagerbehandlung des Obstes

(Rachdruck verboten.)

Kompostdüngung.

Bon Dr. K ö n e k a m p , Hess. Grünlandverein.

(Rachdruck verboten.)«

Der kluge Landwirt wird stets bestrebt sein, üe in seiner Wirtschaft erzeugten Dungstofse mög- ichst verlustlos zu gewinnen, um sie nach sorg- älliger Aufbewahrung wieder seinem Acker oder einer Wiese zuzuführen. Diel zu wenig Sorgfalt vird selbst heule in der Rot, die fast auf jedem >eulschen Wirtschaftshose herrscht, auf die Dün- lerwirkschaft verwendet. Unendlich viel Werte lehen unS verloren, steigen zum Himmel oder liehen in die Meere! Einzelne weitblickende Män- ter nehmen den Kamps gegen diese Mihwirtschaft n Stadt und Land aus, man staunt einen Augen- 'lick über die erdrückenden Tatsachen und denkt '«trübt Aurüd an die vergangenen Zeiten, in denen nan nicht nötig hatte, sich mit solchen .Kleinig- eiten" abzugeben.

Die wirtschastSeigenen Düngemittel, als die Präger deS DakterienlebenS, sind und bleiben die Grundlage unserer Düngerwirtschaft und die

HAARWASSER » HAUT-CREME

Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit der fünft» .------

ichen Düngung. Wenn der Landwirt dafür Sorge lehmigen ^den ist T^streu^mger vorteilest

Winterobst entwickelt bekanntlich seine Güte nicht am Daum, sondern erst auf dem Lager. Wie dieser Raum beschaffen ist, kann darum nicht gleichoültig sein, weil Luft, Temperatur, Llcht und Feuchtigkeit rn gleicher Weise aus die Um­bildung der Säure in Zucker und die Ausbildung des Aromas einwirken. Wird das Obstlager nicht genügend gelüftet, so nehmen die Früchte bald einen muffigen Geschmack an. Kartoffeln und Sauerkraut dürfen mit Obst nicht im gleichen I Raum zusammen sein. Ie gleichmäßiger die Tem­peratur im Obstkeller, oder Obsthause ist, um so länger wird sich das Obst frisch erhalten. Am besten ist eine Wärme von 35 Grad. Lichtzutritt beschleunigt die Reife. Lille Fenster sollten darum, wenn nicht gelüstet wird, ver­dunkelt gehalten werden. Besonder« wrchtrg in der Feuchtigkeitszustaich des RatEs. Ist er zu trocken, dann wird das Obst welk, schrumpft und verliert fein schönes Aussehen. In diesem Falle wird man den Fußboden bisweilen be­sprengen, oder nah aufwischen. In einem zu feuchtem Raum bleibt das Obst wässerig und neigt zur Fäulnis und Schimmelblldung. Hier muh durch fleißiges Auslesen aller angefaulten Früchte, Reinlichkeit und Durchlüften für Be­seitigung der Fäulniskeime Sorge getragen wer­den Außerdem stelle man ein wasserdichtes Gesas) mit etwas Chlorkalzium aus, das die übermäßige Feuchtigkeit auftaugt. Ist es zu einem dünnen Brei zerflossen, so trockne man es an einem Ofen zur abermaligen Verwendung. Großen Einfluß auf lange Haltbarkeit vop Winterobst hat die I Erntezeit. Zu früh abgenvmmenes Obst halt sich schlecht. Zu spät geerntetes ist minderwenig im Geschmack. Es ist Sache des Obstzüchters, seine Sorten und die Baumreife ihrer Früchte

tagS festgesetzt. (Siehe Anzeige in der gcftrjcn

Ausgabe.) **

Nätsel-Ecke.

Entzifferungsaufgabe.

3 5 16 15 6 10 3 12 2 13 13 3 14 -

3 5 16 15 6 10 3 - 8 14 15 3 18 - 1 5 8

8 5 14 14 3 4 10 15 16 1 9 15

eine kleine Maschine, also z. D. ein Elektro­motor von geringer Leistung. Der Vergleich mit dem Hahn unserer Wasserleitung liegt nahe: die schwache Kraft einer Kinderhand reicht an, um ihn aufzudrehen und einen dicken Wasser­strahl von hohem Druck hervorschießen zu lassen. Auch wenn kein Wind weht, läßt sich durch die Umdrehungen des Zylinders ein Luststvom er­zeugen, der zur Gewinnung von Kraft verwertet werden kann. ES gibt also prakiischüberhaupt keine Windstille mehr.

Die ersten Vorbereitungen zur Schäftung von Wind kni! twerken sind bereits in die Wege ge- leitet Unter Mitarbeit führender Firmen Deutschlands wird ein solches Winbkraftweri vor den Toren Berlins erstehen. Ein Sum aus Eisengitterwerk, der die höchsten Gebäude der Reichshauptstadt überragt, wird es tragen, ©eine Einrichtung wird eine sehr einfache sein rmd in der Hauptsache aus zwei rotierenden Zy-, lindern bestehen, die in der eben geschilderten Weise als Krafterzeuger wirken. Die gewonnene Kraft wird in elektrischen Strom umgewandelt, der dann in der üblichen Weise ^die Zwecke der Beleuchtung, zum Antrieb elektrischer Bahnen usw. ausgenutzt werden toll.

Technische Rundschau.

Don Dr. Franz Kittler.

Die Erfolge der Luftschiffahrt und des Flug- Wesens haben uns gar stolz gemacht: Wir fühlen uns als die Beherrscher des Luftmeeres, llnUr Stolz muß ober eine kleine Deeintrachtigung erfahren, sobald uns die Frage vorgelegt wird bis zu welchem Grade es uns gelungen ist, die gewaltigen Mengen von Energie auSzunuhen, Lie uns in Form bewegter Luft - vom sanften Zephir ongefangen bis zum brausenden Orban L so unermeßlicher FÜlle darge^ten w^den. Wir. die so stolzen Beherrscher Lusdneeres wiften eigentlich so gut rote garnußtS mf toete Frage zu antworten. ES bleibt uns nichts übrig, als^mit einer gewissen Dertoaenhett auf emtoe Windmühlen zu deuten, d'.e ou: ßoren 8 arbeite , sobald der Wind abftaut und auf einige Wind- turbinen, die in Gärten oder auf Feldern Wasto

Gebirge und auch das wege.schttf fahrt nur ba günstigem Wind. Damit durfte in der Haupt fache Io ziemlich alles aufgezählt sein, was bie Menschheit in fahr tausende langem Demü^n der strömenden Luft abzuringen vermochte. Es ist, wie man liebt, nicht gerade allzuviel.

Kmcbc scheint jedoch endlich der Wende­punkt eingetreten zu sein, der den Vegrnn einer neuen Entwicklung kennzeichnen durfte. Wohl nur die nxnigften, die in jüngster Zett einen der so^ zahlreiches Berichte über das Flettnersche Turmschifs lasen, mochten geahnt haben, daß dem bei Lesern Schiff angewendeten Pnnzch eine über das Gebiet der Seefahrt hmaus- SfcLnbe Bedeutung zulomm:. Dieses Prinzip er- ÄS? die M^lichkeit. Wmdströmun- gen aller Art, ja sogar ruhende Lust für die

Auflösungen.

Zahlenrätsel Dr. 3 auS Ar. 278.

1. Donati, 2 Erman, 3. Meibom. 4 TuS- caiora, 5. Reval, 6 Agyrodit, 7. tingpar, 8. Eguipcige, 9. Renfchateau, 10. Isole, 11. Edarww. 12. Dipsektor, f3. Echidna, 4. Radtc, 15. Er- gograph.

Die Anfangs- und Endbuchstaben ergeben: Sem traue nie, der einmal Treue brach.'

Silbenrätsel Rr. 3 aus Ar. 276.

1 Rjemen, 2 Ode, 3 Bremen, 4. Ingo, 5. Klärchen, 6. Anden. 7. Peru 8. Risotto, 9. Atelier, 10. Winde, 11. Heine, 12. Anschovis,

Iekwr Engländer ist eine Insel.

(RovaliS.)

halten, die man nach Möglichkeit vernichtet. Emp­findliche Spalierbäume sind mit Strohmatten zu bedecken. Iunge Stämme schützt man gegen Wild­verbiß durch ilmbinben von Domengezweig. Drahtgitter oder dgl. Im Obstkeller ist häufiges Rachschauen geboten. Iede Frucht, die auch nur die kleinste Stelle von Fäulnisbefall zeigt, ist auszulesen. Man achte darauf, daß im Keller stets ftische. reine Luft herrscht. Bei milder Witterung ist darum zu lüften. Sonnenlicht wie auch Helles TaaeSlicht ist von den Früchten fernzuhalten: selbstverändlich dürfen sie auch nicht vom Frost erreicht werden.

Im Gemüsegarten ist da« Umwerfen der Beete in grober Scholle zu beenden Dabei ist der Dünger unterzugraben. Bei leichtem Boden ist Abortdünger besonders zu empfehlen, da dieser den Boden mehr bin big macht Für schweren.

größer als die vom Mittelmeer nach England oder von hier nach Rordamerika. Aber Damit nicht genug! Zur Erzeugung kurzer Wellen war bislang eine ziemlich umfangreiche Einrichtung nötig, die sich aus einer beträchtlichen Anzahl von Einzelteilen zusammenseht. In Deutschland wurden vor kurzem erfolgreiche Versuche durch- geführt. kurze Wellen unmittelbar au« der Maschine, also auf e ne Weise zu erzeugen, die in Bezug auf Einfachheit nicht mehr über­troffen werden kann. Mit Hilke dieser Wellen gelang es. sowohl zu telegraphieren wie zu tek- phonieien. Wenn a.so die kurze Welle in der Zukunft unseres drahtlosen Derk hrs eine wich tige Rolle spielen wird, so ist dies nicht nur den Arbeiten Marronis, sondern zu nicht un­wesentlichem Teil auch denen deuftcher Techniker

und wenn die auS dem Wurzelstvck kommenden Triebe sich zeihen, Heller gestellt werden, damit sie nicht oergeden. 3m April pflanzt man sie dann auf sonnige, gut gedüngte Beete und läßt von den zahlreichen Trieben nur die stärksten sich entwickeln. Die ganze Behandlung ist aber so um­ständlich. daß sie sich meist wicht lohnt. Wohl setzen die Pflanzen im Herbst zahlreiche Knospen an, doch tritt die Blüte in der Regel erst so späh ein, daß sie unter Rachtsrösten leidet, wenn man nicht besondere Schutzvorrichtungen anwendet. Wir empfehlen Ihnen daher, die abgeblühten Pflanzen wegzuwerfen und sich im nächsten Iahr neue zu kaufen. Wer aber Winterhärte Winter­astern m seinem Garten haben möchte, lasse sich solche kommen oder halte Umschau in den Dorf­gärten, wo man bisweilen überraschend schone Sorten findet.

Frage 63. Ich habe Gelegenheit zum Bezug von Rhenania-Phosphat. Kann mir Auskunft ge­geben werden über die Herstellung, den Wert und die Anwendung dieses Düngemittels? Zu welchen Kulturpflanzen streue ich es am vorteilhaftesten?

Antwort: Das Rhenania-PhoSphat wird

von der chemischen Fabrik Rhenania Ä.G. in Aachen aus Kreidephosphat und Phonolith her- gestellt, indem die beiden Bestandteile bei Weiß­glut gebrannt werden. Das gewonnene Produkt wird sodann gemahlen in den Handel gebracht- und soll einen Feinmehlgehalt von 90 Prozent i aufweifen. Das Rhenania-Phosphat enthält ge­wöhnlich 12 bis 14 Prozent Phosphorsäure, kann aber auch hoher Prozentisch sein, 34 Prozent Kali und etwa 2030 Prozent Kalk. Die Gesamt­phosphorsäure soll mit wenigstens 7075 Prozent Zitronensäure löslich sein. Die Wirkung des Rhe- nania-Phosphats ist ähnlich der des Thomas­mehls, auch wird es ebenso angewandt, wobei na­türlich auf den Prozentgehalt Rücksicht genommen | werden muß, da das Thomasmehl gewöhnlich etwas höher prozentisch ist und die Menge des auszustreuenden Rbenania-PhosphatS deshalb entsprechend zu erhöhen ist. Das Ausstreuen findet gewöhnlich im Herbst oder im zeitigen Frühjahr statt, jedenfalls einige Zeit vor der Saat. Auf Wiesen und Kleefeldern wird es besonders auch wegen seines Kalkgehalts gute Erfolge zeitigen, sowie auch bei Getreidearten, die ja für Phosphor­saure sehr dankbar sind. Die Kartoffel ist toc4 Niger phosphorsäurebedürftig, die Rübe dagegen sehr empfänglich für die leichtere und wasserlös­liche Phosphorsäure des Superphosphats. Eine Mischung des Rhenania-Phosphats darf nicht

I stattfinden mit schwefelsaurem Ammoniak und allen ammoniakhaltigen Düngemitteln, wie Kali- Ammonsalpeter, Leuna- oder Ammonsulfatsal­peter und salzsaurem Ammoniak, da der Kalk­gehalt das Ammoniak austreibt und letzteres in die Luft geht und für die Pslanzenernährung bann verloren ist. Aus demselben Grunde vermeide man auch, das Rhenania-Phosphat auf Stalldünger zu streuen. Dagegen kann das Rhenania-Phosphat mit Kalisal^n kurz vor dem Ausstreuen gemischt werden, man lasse jedoch die Mischung nicht länger stehen, sondern streue bald aus, damit die Masse

zu verwenden, weil dieser den Boden lockert. Wo es nötig erscheint bzw. gewifte Kulturen efl ver­langen. ist bei trockenem Wetter au rigolen. In Furchen gepflanzte Setzlinge sowie die ver­schiedenen in Gruben untergebrachten Winter­gemüse find bei Frvstwetter zu bedecken. Für den Küchengebrauch kann man im warmen Fen­ster Schnittlauch. Petersilie und andere Küchen­kräuter treiben. Der Gemüsekeller ist einer öfte­ren Durchsicht zu unterziehen. Angcfaulte Stücke und faulige Blätter sind dabei zu entfernen.

Alle Gartengeräte, soweit sie nicht mehr benützt werden, sind gründlich zu reinigen. Eisen- teile einzufetten und an geeignetem Platz für den Beginn neuer Tätigkeit aufzubewahren.

Tierarztes anoertrauen.

Turnen, Sport und Spiel.

Ein interessantes Fußballwettspiel

findet am morgigen Sonntag auf dem D. f. B.- Spor tplah Trieb statt. Die Verbandsspiele um die Bezirksmeisterschaft tm 9. KreiS, 3. Be­zirk des Arbeitertum- und Sportbundes find so­weit gediehen, daß bereits das Endspiel um dieMeisterschaft stattftnden kann. Es stehen sich die 1 Mannschaften Gießens und Wiesecks gegenüber, zwei Mannschaften, die Gewähr da­für bieten, coß ein hochinteressantes Treffen ge­zeigt wird. Wieseck, der vorjährige Meister, tritt als Verteidiger auf. Gießen ist im vergangenen Iahr auf eine anerkennenswerte sportliche Hohe gelangt. Der Spielbeginn ist auf 3 ^Ihr nachmit-

Fragekasten.

Frage 67. Was fängt man mit den abge­feimten Chrysanthemum an? Kann man sie jetzt in den Garten sehen, und blühen sie dann im nächsten Iahre wieder?

Antwort: Don Chrysanthemum oder Win­terastern gibt es eine Anzahl schöner Sorten, die unter leichter Decke unsere Winter überdauern. Sie blühen reichlich mit kleinen Blüten in Gelb, (Braun, Rosa und Weiß. Die großblumigen Ar­ten dagegen, wie man sie im Herbst allgemein bei den Gärtnern und in Blumenläden sieht, sind nicht winterhart, sondern müssen frostfrei durch­wintert werden. Wer sie erhalten will, schneide die abqeblüfeten Stengel an der Erde ab und stelle sie in den Keller. Hier müssen sie oster begossen,

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Zwecke de rKrafterzeugung auszunutzen. Den großen Wasserkraftwerken sowie den Dampf- Elektrizitätswerken wird sich in Zukunft eine neue Art von Kraftwerk, es wird sich ihnen das Windlraf twerk von votauss chtlich außer­ordentlich großer Leistung hinzu gesellen.

Die Grundlage für die Arbeit dieses Wrnd- kraftwerkes ist eine sehr einfache, sie beruht tauf einer Erkenntnis, die bereits tm Iahre 1833 von dem Berliner Physiker Dr. Magnus geschaffen wurde, die aber ziemlich in Ver­gessenheit geriet und aus der wir vor aUem veifäumten, die notwendigen technischen Fol­gerungen zu ziehen. Man denke sich euren hohen senkrecht stehenden Zylinder, der von entern schwachen Wrnd getroffen wird. Was wird ge­schehen? Solange der Zylinder in Ruhe txt- barrt wird sich die Luft an ihm teilen. Die eine Hälfte strömt rechts, die andere hnti vor­bei. dann vereinigen sich die beiden Hälften wieder. Seh' man jedoch den Zylinder in rasche Llmdrehungen, so daß er um seine Längsachse rotiert, dann ändert sich das Bild sofort. Auf der einen Seite des Zylinders, die sich mit dem Wind dreht, entsteht keinerlei Reibung. Dagegen bildet sich auf der gegen den Wind sich drehen- £>cn Seite ein starker Reibungswiderstand. Der Wind wählt den bequemeren Weg. Er wird fast vollständig nach der Sette abgelenkt, wo die Reibung gering ist. Er wird dorthui ab- ae saugt. Wir erhalten also auf der einen Hälfte des Zylinders eine sehr starke Saug- wirkung und damit eine beträchtliche Verftar- kuna des W.ndes, auf der anderen eine Art nm WindstilIe Das wunderimre liegt nun darin, daß zur Erznigung d.eser starken Wind- kraft fast fein Kraftaufwand notig ist. Denn um einen hohen Dlechzylinder in die notigen rafeßen Llmdrehungen zu versetzen, genügt irgend-

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jetragen hat, daß sein Düngerhaufen ordentlich tepflegt wird und daß die Iauche nicht mehr die DorfftDaße hinabfließt, dann muß er seine Auf- nerksainkeit her Bewahrung der sog. Abfallstosfe uwenden. Abfälle der Wirtschaft, Asche, Schutt, Ruß, Kehricht, Laufe, Torf, Straßen-, Graben- inö Hoferde, Geflügelmist, Kartoffelkraut, Spreu tsw.,.alle diese Stoffe werden verarbeitet zu Kom­mst, der schon Immer dieSparbüchse" des LLnd- virtS genannt wurde.

Heber die Zubereitung des Kompostes hat *r .Gießener Anzeiger" in seiner Ausgabe vom 'origen SamStag eingehende Auffiärung ge­bracht. Heute seien noch einige Hinweise über den Dert der Kompostdüngung gegeben.

Der Kompost ist der wertvollste Dünger für Dielen unb Weiden. Ieder Landwirt, auch wenn r nur zehn Ar Wiesen besitzt, sollte und kann ich einen Komposthaufen anlegen. Wie eine Gärt­ierei ohne Kompostierung nicht denkbar ist, so läßt ich mit einer richtigen Grünlandwirtschaft nicht leceinbaren, daß ihr daS Rüdgrat, der Kompost- mnger, fehlt. Künstliche Düngung auf Wiesen und Deiden wird sich erst dann in vollem Umfange ohneii, wenn durch regelmäßige Versorgung mit latürikßen Dungstossen, Kompost und Stallmist, ,cr Boden in Jenen Zustand versetzt wird, den wir .Gare" nennen.

Das Grünland sollte in Zwischenräumen von 14 Jahren mit Kompost überfahren werden. Da­tei ist zunächst der Zeitpunkt der Anwendung von größter Wichtigkeit. Im allgemeinen wird diese Arbeit mit Rücksicht auf die Arbeits- und Zeitver- 'ältniffe in den späten Winter oder gar ins Früh­ahr verlegt, Zeiten, in denen die Kompostdüna jung nicht mehr zur vollen Wirkung gelangt. Ie rüßer, desto belferI Die Zeit vor Weihnachten st dem Frühjahr unbedingt vorzuziehen. Bei alle­rem müssen wir unS darüber Ilar sein, daß der Hauptzweck der Kompostierung, Anregung und Vermehrung der Kleinlebewesen im Boden, zu fei­ler Zeit so gut erfüllt wird, wie gerade im Som- ner! Wenn die heißen Sonnenstrahlen auf dis 'ahl geweidete Koppel oder auf die gemähte Wiese ikDerbrennen, ist eine Erhaltung deS Bakterien- ebens durch Auflegen einer Decke mit Kompost ,der gut verrottetem Stalldünger besonders toert- doIL Wer einmal die Wirkung der Kompostierung )cr Wiesen nach dem ersten Schnitt oder dcv Deidekoppeln im Sommer erkannt hat, wird auch | einen Weg zum AuSfahren im Sommer zu fül­len wissen. Run gilt es auch, die Komposterde un­mittelbar nach dem Ausstreuen innig in die Rarbe etnjureiben. Das erreicht man durch mehrmalige Bearbeitung mit der Ackerschleppe oder der Strauchegge.

Solchermaßen gepflegtes Grünland erhält eine geschlossene Rarbe und zeigt üppiges Wachstum. Im V i e h st a 11 wird darüber Freude herrschen, nicht minder aber dankt eS der Acker!

Schrebergärtners Arbeiten im Dezember.

Erfahrungsgemäß ist auf leichteren, durch- käffigen Boden die Herbstpflanzung von Bäu­men und Sttäuchern der Frühjahrspflanzung vor- zuziehen. Solange der Frost es nicht verhindert, können jetzt noch Pfianzungen vorgenonnnen wer­den Ratürlich tut Eile not, denn jeder Tag kann einen Witterungsumschlag bringen, der jede weitere Arbeit für längere Zeit verbietet. Alle Obstarten sind, soweit solches noch nicht ge­schehen gut zu düngen und zu jauchen. Die ge°

17 1 10 11! _ .

Schlüssel: 2 14 1 14 öffentliches Der- mögen. 3 4 6 10 3 Tmm 8 5 9 3 Zonftüd 9 17 3 dänischer Komponist. 11 5 13 18 3 13 15 Stadt an der Zwickauer Mulkvr, 12 5 15 3 13 Göttinnen der schönen Äünfte und Wissenschaften. 17 4 13 1b 3 14 Iahveszeit.

Silben'Auszich Rätsel.

Werner, HerodeS, Besenstiel, Bregenz, Buchenwald, Willfahrung. Dedctrs. Rormarwie, Dorpat, Ardennen. Tunichtgut, Fürchtegott, vei- 1CT1? 3ti>em der vorstehenden 13 Wörter entnehme man eine Silbe Aus diesen Silben sind dann neue Wörter zu bilden, die, zu einem Satz verbunden, ein Sprichwort ergeben.

Silbcn-Rütsel (Nr. 4).

au-cho-deS e-ga-ge-gen- ; ka kv la lam lan laufe le - leib - 1er lt lid M tot mach - neß - ni - pe - rat - ri - rund - se ter un ur vil trxtl ze- Daraus sind 14 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort ergeben. Die

i Wörter bedeuten:

I 1. Astronom, 2. Beleuchtungsgegenstand, 3 ör holungSzeit. 4 Heidepflanze, 5. geistlicher ®e- sang, 6. Mineral, 7. Körperteil, 8. deutsche, Opernkomponist. 9. Filmschauspielerin, 10. Woh- nungsraum, 11. Held der ArtuSsage. 12. Teil De« AugeS, 13. Stadt in Spanien, 14. Kanton.

nicht verhärtet. .

Frage 69. Meine Hühner leiden feit kurzem an einer Krankheit, toetdje sich durch Anschwel­len des Kopfes unb meist durch dauerndes Schließen eines oder auch beider Augen zeigt. Ich habe schon einige Tiere abgeschlachtet in der Annahme, daß sie eingeben würden. Die Krankheit sck-eint aber ansteckend zu sein - sämtliche Hühner ergreifen zu wollen. Wie ich das weitere Umfichgreisen verhindern die Krankheit überhaupt heilen?

Antwort: Rach Ihrer Schilderung , bett es sich mit Sicherheit um Diphtherie. Sie können der Krankheit zweckmäßig entgegenrotrfen, wenn Sie vor allem die gesunden Tiere von den Kranken trennen, die gesunden Tiere in einen gut gereinigten, desinfizierten Raum brin­gen und die kranken Tiere der Pflege eines