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ierleln am Dienstag war eben»

>ie Wagen mit Schweinen fton-

rauschenden Beifall die Sängerin des Abends, i n Kassel In form-

bandeln Insbesondere gelinfll ihr in geradezu überraschender Weise iXrr klare Ausdruck des Wechsels der Stimmung Mit hoher technischer Vewandlbcit und Sicherheit geht sie über von Dur nach Moll. Die vorgesübrten Tänze waren ihre eigene Erfindung. 6ie erötfnele ihre Vor­führungen mit einer Gavotte und einer Polonaise von I S. Vach. Hierauf folgten ein Largo und cm Prelude von Ehvpin. Daneben waren noch vertreten Grieg. Roger und Schumann. Hervor- ragend war die Darstetlung von .Anitvas Lanz". Alle Vorführungen gefielen in ungewöhnlichem Mähe. Allgemein war der Wunsch die Dame in unterer Stadl bald wiederzusehen iSbcnto errang

eines BauplLtzes angeboten. Als Bauplatz ist ein Gelände an der Sicher Straste in Aussicht ge­nommen. Wie wir bereits meldeten, wurde Geh. Sanitätsrat Dr. Vogel, der nach 38j< hriger segensreicher Wirksamkeit unsere Stadt verlassen hat, zum Ehrenbürger er­nannt. Eine weitere Ehrung wurde dem hochver­dienten Arzt von der Verwaltung des Johann- Friedrich-Stifts zuteil. Er hat durch den Ausbau und die Dergrösterung dieses Spitals und Altersheims die Bevölkerung zu besonderem Dank verpflichtet. In Qlnerbennung dieser Ver­dienste wurde ihm ein prächtiges Oe l - gemälde überreicht. Es stellt die Stadt Laubach von der Südseite, vom »Roten Berg" aus. dar. in Hellem Sonnenschein, in herbstlicher Abend­stimmung. und ist von der Meisterhand des hie­sigen Kunstmalers Varnas ausg-eführl. Am Samstag wurde das Kunstwerk Herrn Geh. Sani- täsrat Vogel, der noch zur Kur in Rau heim sich aushält, überreicht.

We11erfeld, 27. Ott. Hier wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die junge Wehr zählt bereits 51 Mitglieder.

Kreis Alsfeld.

* Alsfeld. 21. Ott. Wie der Rhein entstand, davon hat uns Prof. Dr. Har­ra s I o w i h. der Geologe an unserer Giestsner Landesuniversttät. in zweistündigem Vortrag am Freitag abend im Dürerbund ein überaus klares und fesselndes Dild entworfen. Dankbaren und aufmerksamen Zuhörern toarben alle Etappen im Werden unseres vielbesungenen, sagenumwo­benen und reden bekränzten Rheinstroms in flüssi­ger Rede, an trefflichen Bildern und mit er­frischender Begeisterung für seine schöne Wissen­schaft vom Vortragenden zur Darstellung gebracht. Man würde es sehr dankbar begrüsten, wenn der geschätzte Gelehrte uns bald wieder mit einem Vortrage erfreuen würde.

Alsfeld. 28. Ott. (Eigener Bericht.) Die Mitgliederversammlung des hiesigen Oberreal- schulvereins hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, mit Rücksicht auf die Festigung unserer Währungsverhältnisse den Deschlust vom 26. Febr. 1923, durch den die Errichtung eines Ehren­mals für die im Weltkri-ege gefalle­nen Lehrer und Schüler der Ober­realschule grundsätzlich gutgeheisten wurde, nunmehr zur Aus ührung zu bringen. Es wurde ein siebengliedriger Ausschuh eingesetzt, welcher der Mitgliederversammlung möglichst bald über die Art des zu errichtenden Ehrenmals geeignete Vorschläge machen soll. Die anwesenden Mit­glieder waren darüber einig, dast einem Ehrenmal mit lebendigem Charakter (Monumentalbrunnen usw.) der Vorzug zu geben sei. Es wurde die Er­wartung ausgesprochen, dast auch die auswärts wohnenden ehemall gen Schüler brr Oberrealschule es als ihre Ehrenpflicht betrachten, nach bestem Können zur Schaffung eines würdigen Ehrenmals beizutragen.

Kreis Büdingen.

-T- Aidda. 21. Oft. Am Samstag rissen sich auf dem Bahnhof 5 mit Holz beladene Wagen, die wohl leicht gebremst, aber nicht tnnxf) den Dorlegebalken gesichert waren, los und rasten mit ungeheu rer Geschwin­digkeit auf dem stark abschüssigen Anschlust- geleise in das Himmelsbachsche Säge­werk zurück. Der Anprall auf den im Werk be-

Obersörsterei ein eigenes H errichten. Der bisherige staatliche Forstt ein eigenes Haus, die früheren Oberförster wohn­ten in Mietwohnungen. Jetzt ist beim hiesigen Wohnungsmangel der Bau einer eigenen Ober- förfterei nötig geworden. Auf Anfrage aus Darm­stadt wegen der Leistungen der Stadt hat der Ge- meinberat die Lieferung von Bruchsteinen und

sten beim Auftrieb bis an die neue Brücke. Die Neuerung, auch das Rindvieh am Schulhaus auf­zutreiben, schien sich nicht zu bewähren, eine län­gere und unerwüntchte Verkehrsstockung war zu beobachten, die besser vermieden worden wäre und den Auftrieb, der so bis etwa 10 11 br dauerte, früher beendet hüte. Heber die Preise war In solgedessen bei Abfassung des Berichtes noch nichts sicheres zu erfahren. Am ÄrammarH halten etwa 50- 70 Stände Ausstellung gefunden. Waren aller Art kamen hier, z. T. in feinster Auf­machung und bei billigsten Preisen, zum Verkauf. Mit zunehmendem Tag strömten, zumal das Wet­ter in diesem Jahr sehr günstig war, immer mehr Menschenmassen in das Städtchen und bevölkerten den Marktplatz, die Straften, Geschäftshäuser und Wirtschaften. Auf dem Marktplatz sorgten ein Zir kus, Schiehbuden, Karussell Raffael, der Mund- maler, eine grobe Gewinnbude und viele andere Duden für die nötige Unterhaltung, die Gasthäu fer boten aus Küche und Keller die besten Ge­nüsse. die Geschäftshäuser konnten durch ' reiche liche Eindeckung auch den höchstgestellten An­sprüchen genügen, die Landwirtschaft sand bei bei: Handwerkern und in besonderen Ausstellungen verschiedener Firmen Maschinen, Geräte und son­stige betriebswichtige Sachen: Kino und Tanz­boden hatten Übervolle Besetzung. Wenn auch der morgige Tag noch einigermaßen hält, waS er ver­spricht, so dürsten wohl alle mit dem Verlauf des Marktes in diesem Jahr ganz besonders zu­frieden fein. Der Markt selbst findet mit einer Verlosung am Donnerstag sein Ende.

Hcsfcn-Nasfau.

bl. Dillenburg, 28. Oft. Eine hiesige Dame, die etliche Wochen verreist war, fand bei ihrer Rückkehr die Wohnung von ver­schiedenen Lebensmitteln und Stoffen, sowie Schuhwaren usw. geleert. Es stellte sich heraus, bah ihre Dienstmagd während der Abwesen­heit der Herrin mit einem auswärtigen jun­gen Burschen ein Verhältnis in der Wohnung begonnen hatte, woselbst man sich die eingelegten Lebensmittel gut schmecken lieft und der junge Mann eS für gut hielt, bei seinem Ab­schied noch etliche Wäschestücke usw. verschwinden zu lassen. 3n einer der letzten Rächte wurde im hiesigen Ralf feifenlager versucht, den Geldschrank aufzubrechen. Mittels eines Sauerstoffapparates schmolzen die Einbrecher eine Stelle heraus, doch war sie nicht so grob, bah die Kerle an das Geld gelangen konnten. In dem Schrank befanden sich überdies nur 20 Mk.

/er trug mit wrwm nangöolten Dämon, unter her feinsinnigen Klavierbegleitung von Julius Hahn. Lieder von Gmerich und Schüben vor und remitierte GoethesZauberlehrling", wofür chrn nur volles Lod ausgesprochen werden muh Ma, Büttner setzte mit seinen netten Zaude» blnststückchen die Lachmuskeln deS Publillams feäf- tifl in Bewegung, und alle folgten aufmerksam leinen mit bewundernswerter Technik ausgefüh.- ten Experimenten Das von Hugo M o h l e.n- ftabterte, von Frl. Daum und Frll Henrich getanzte Kostümduett fand, ebenso wie Frl. Gr si gas seins Kostümvortrag .Der arme De.telbua", groben Anklang. Die neu gegründete Mandvliren- abteilung deS Vereins trat an diesem Abend zum ersten Male erfolgreich auf. Die übrige muff- kalische Ausgestaltung des AbendS lag in Hän­den eine- unter Leitung von Rudolf Taste in stehenden Orchesters, das tadello'e ßeifluiden bot. Der flotte SchwankDiana" bildete den Ab­schluß des schön verlaufenen AbendS

Personalien Durch Entschliehung des LandeSanttes für das Dildungswesen wurden dje Studienreferendare Theodor Duseberg zu Gid- ften, Kurt Schollmaher zu Mainz, Dr. Hein­rich Fuhr zu Lich, HanS Kurz zu Gieften, Wilhelm H a ch zu Gehen, Dr. Joseph G i e h l e r zu Gieften mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 zu Studienassessoren ernannt.

' ArbeitSjubiläum. Der Heizer Fried­lich Schupp, Ederstrahe 4 wohnhaft, feiert morgen fein 25 jähriges 2trbeit8jubiläum als Hei^r deS Gaswerks. Don seinen Arbeitskollegen wurden ihm mit freundlichen Worten IubiläumS- geschercke überreicht.

,e Der Verein Hessischer Den­tisten, der jetzt den Ramen .Groftbezirk Hessen" ^ührt, hat in Darmstadt eine Fachtagung ab-

glieder. Er ernannte Herrn Gehrke, der 20 Jahre den Vorsitz führte, zum Ehrenvorsitzen­den. AuS den Fachvorträgen ist von Interesse, dast Drreklor Kürnmisch - Karlsruhe eine gediege, e praktssche Ausbildung des Dentisten forderte. Eine systematische InstitutSauSbildung sei zu er- ftreben. Dentist Echetter-Giehen hielt einen Vortrag mit Lichtbildern über das ThemaDer Dentist und die kleine Chirurgie'. Dentist Maurer führte einen von ihm erfundene,i/ Apparat vor, der die Goldfüllung eines Zahnes am Patienten selbst auf elektrischem Wege schweitzt Dentist Kalische k zeigte Änen Apparat, der em elektrisches Emaillierverfahren auSführt zur Herstellung von künstlichem Zahn­fleisch.

start, worin fte dem Stadtrat den Dank für öte ihr bewiesene Teilnahme arlläftlich des Todes ihre- Mannes und für die Benennung der neuen Strafte alsThe o d^r - Ko ch-S t ra fte" auS- spricht. Ferner wird ein Schreiben deS KreiS- direktorS aus Gieften verlesen, wrrin zu dem Rücktritt deS Dürgermelsters das Be­dauern ausgesprochen und für die langjährigen Dienste gedankt wird. Der Stadtrat nimmt hier­von Kenntnis. Zu einem weiteren Schreiben des KreisamteS, nach dessen Inhalt geruchtweil: die Stadt Grünberg einen Fach-Bürger­meister einem ehrenamtlichen vorziehen sollte, soll Stellung genDrmnen werden Geinemderat Schweiftgut als Vorsitzender deS Bürgerver- eins erklärt die schon bekannten Wünsche dieses Vereins Rach Darlegung verschiedener Ansich- ten wird der Deschluy gesaftt. daft die Bürger­meisterei sich über die bestehenden Desrimmungen über Fachbürgermeister in den Städten Lich, Schlitz und Lauterbach erkundigen soll. In der nächsten Sitzung soll über diesen Punkt weiter verhandelt werden. Der Dezirks-Lehrer- Verein hält am 1. Rovember in der hiesigen Turtchalle eine Festlichkeit ab, wozu der Stadt­vorstand eingeladen ist. Soweit möglich, will man sich an der Veranstaltung beteiligen. Für das noch zu verkaufende Sichen Holtz (Dau- und Schnittholz 3 Klasse) liegen auswärtige Gebote über 35, 36 und 40 Mark vor. Diese Preise werden als zu gering angesehen und die Gebote daher abgelehnt. Das noch vorhandene Kiefern- Stammholz 3., 4. und 5. Klasse, ungefähr 100 Meter, wird zu 21 Mark pro Meter abge­geben. Rach Rücksprache des Beigeordneten mit den Persönlichkeiten, die Gemeindezucht­vieh halten, sind diese unter denselben Bedin­gungen, wie bisher, bereit, die Tiere für weitere 3 Jahre zu übernehmen. Die Angelegenheit wird der zuständigen Kommission überwiesen, die sich Darüber äuhern soll. W-ohnungssachen: Die Wohnung bei Michel ist für einen Finanz­beamten vorgesehen. Die Wohnungen bei Kessel, Kirsch, Frl Kullmann und Karl Hermann Ioeckel werden nochmals zur Begutachtung der Woh­nungskommission überwiesen. Verschiede­nes: Die Landwirtschaftliche Schule bittet um Anbringung von zwei Lampen nebst den dazu gehörigen Leitungen im Lehrerzimmer. Wird ge­nehmigt und gleichzeitig beantrag!, dah auch die Lampe in der Bismarckstrahe verlegt wird. Die Stadt wird durch den Staat ersucht, die Grundfläche, auf der die Gendarmeriewohnungen erbaut sind, mit 2,50 Mk. pro Quadratmeter zu veranschlagen. Es wird dabei erwähnt, dah der geforderte Preis von 4 Mark zu hoch sei. Die Angelegenheit wird zurückgestellt. Decker, Setzer und Bauer sind an die Stadt mit der Ditte herangetreten, vor ihren Dauten in der Theodor-Koch-Strafte je einen Vorgarten von 3Vs Meter Herstellen tzu dürfen. Der Stadtrat wird an Ort und Stelle hierüber die Entscheidung treffen. Konrad Dieden köpf bittet um die Erlaubnis, auf dem Gebäude der Volksschule eine Antenne anbringen zu dürfen. Wird erlaubt. Der Vorsitzende des Vereins zur Drschäftigung von Arbeitslosen in Hessen-Darmstadt und Hessen- Rassau bittet die Stadt um einen einmaligen Bei­trag, oder jährliche Beiträge. Er weist in einem längeren Schreiben auf die Rotwendigveit und Rühlichkeit dieses Vereins hin. Es wird beschlos­sen, in der nächsten Sitzung darüber zu verhandeln. Der Frankfurter Kunstverein hat der Stadt die Anschaffung eines WeickesBeschreibung des hessischen Landes seit 1646" empfohlen. Der Preis beträgt 20 Mark. Die Anschaffung dieses Werkes für das Archiv wird mit 6 gegen 4 Stimmen beschlossen. Dem Stadtrat liegen zwei Anträge über Anbringung von Benzin-Tankanlagen vor. Die Angelegenheit wird an Dau Inspektor Seim überwiesen. Ferner gingen zwei Gesuche um pachtweise Lleberlasfung von Grabstücken am Gal- lusmarkt ein. Der Stadtrat will an Ort und Stelle seine Entscheidung treffen.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg. 21. Oft. Mit Heinrich Schweins berg früherem langjährigen Päch'er der hiesigen Bahnhofswirtschaft, ist gestern wie­derum einer aus dem nur noch kleinen Häuslein der tapferen Mitstreiter der Jahre 18 7 0 u. 18 7 1 zur letzten Ruhe bestattet worden. Er bat im Hess. Jäger-Bataillon Rr. 11 (Mar­burg) den Feldzug in ehrenvoller Weise nut- gernacht. Dor einigen Jahren veröffentlichte er bei der Jubelfeier dieses Bataillons unter dem Titel3m grünen Rock' ein Werkchen, welches Kriegs- und Friedenserinnerungen von ihm selbst und anderen Angehörigen dieses Truppenteils brachte und dessen Erlös für wohltätige Zwecke bestimmt wap. Das Werkchen fand beifällige Auf­nahme und guten Absatz.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 27. Oft. Samstag abend fand im groben Saale desSolmser Hofes" die zweite Veranstaltung des Dereinsjahres 1924/25 der Saubacher Konzert- und Dortrags- vereinigung statt, die sehr gut besucht war. Die Veranstaltung wurde ausgekührt von Frau Erna Schumann aus Gieften (Tanz) und Frl. Mimmi Romain-Kassel (Sopran), am- ac( war Frl. Elisabeth Volp-Laubach. Frau Schumann, die in Leipzig ausgebildet wurde und in Gieften eine Schule für Körperkultur errichtet hat, versteht in unübertrefflicher Weise, den Tanz als Ausdruck der musikalischen Empfindung zu be-

vollendeter Weise trug ihr voller, sympathischer Sopran Lieder von Mozart, DrahmS. Reger. Taubeil, Schumann und Hugo Wols vor. Beson­ders Schumann und DrahmS scheinen der tempe- lamenwotten Sängerin zu liegen. Frl. V o l p, aus der Akademie in München auSgebildet, be­gleitete mit vollendeter Technik- und feinem Ver­ständnis sämtliche Lieder und Tänze. Besonderer Dank gebührt den Veranstaltern des Konzerts, in erster Linie Äammerbirettor Birnbaum, der für die Anordnung der Aufführungen und die Be­lebung des musikalischen IntcreskS unermüdlich wirkt. Die Jagd ist in diesem Jahr so schlecht wie nur je. Die Böcke haben schlecht .ausgesetzt", die Hasen sind gering an Zahl und mager an Leib, die Hühner knapp und schlecht entwickelt. Zudem findet man die Zeichen, dah immer noch diel gewildert wird und dah diese Folge­erscheinung des Krieges noch nicht überwunden ist. - Der Staat hat in Absicht, für die hiesige

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. 6tabttbeater, Zi/2 Uhr:Der Fremde": hierauf: .Der zerbrochene Krug". Rundfunkhaus Cöber» strafte, 8.30 blhr: Italienische Ouvertüren. Licht» ffptelhaus, Bahnhofs!rahe:Auferstehung" und Oftert ist Westen". Hessische Bilder bühne: , Wüstenrausch".

GieftenerKvnzertverein. Im An­zeigenteil unseres heutigen Blattes wird das erste 5donzert am nächsten Sonntag nachmittag 5 älhr angekündigt. Die Abonnements können abgeholl werden. Man beachte die Anzeige.

Die Vortrags-Bereinigung, zu der sich bekanntlich der Goethe-Bund, Äaufmänn. Verein und OrtSgewerbe-Verein zusammenge- schlossen haben, nimmt am Samstag, 1. Rovember. ihre Vortragstätigkeit, die schon seit vielen Jahren bei den Mitgliedern und auch bei unserer übrigen Gieftmer Bürgerschaft nachhaltigen Anllang ge- funben hat. wieder auf. Der erste Abend wird ein besonderes Ereignis werden, indem es der Vor­trag»-Vereinigung gelungen ist. den frühere.! Gouverneur von Deutsch-Ostafrika Di-. Schnee, zu einem Lichtbildervortrag über das ThemaM eine Erlebnisse in Deutschlands Kolonien" gewinnen zi können. Dr. Schnee hat sich ja gerade in letzter Zeit alS Führer des deutschen Kolonialgedantens durch Wort inb Schrift tatkräftig betätigt, so dah man seinem Vortrag, der seine Erlebnisse und Grinnerungen an feine Tätigkeit in Deutsch-Ost- afrffa, Reu-Guinea, Samoa und in anderen Ko­lonien schildern wird, mit grohem Interesse ent­gegensehen darf. Zahlreick^ Lichtbilder werden seine Ausführungen illustneren. (Räheres tm heu­tigen Anzeigenteil.)

D i e Deutschnationale Volks- Partei hält morgen (Donnerstag) abend 8> , Uhr im Gewerbe Haus eine M i tgliedervers ammst mg ab. (Siehe gestrige Anzeige.)

Landkreis Gießen.

t Allendorf a. Lda.. 26. Oft. Die Lokal- veslügelauSstellungdes hiesigen De f- gelzüchtervereins ist in der heute dahier im Gasthof zum Bahnhof stattgefundenen Mit­gliederversammlung auf den 6. und 7. Dezem­ber b. Is. festgelegt worden. Der Verein, der ncchczu 60 Mitglieder zählt, hat 100 neue Aus- stellungstafige angeschafst und hofft auf zahlreiche Beteiligung bei der Ausstellung, mit der eine öf­fentliche Verlosung verbunden fern wird. Aufter dem Pfarrhaus wird auch der hiesige Kirch­turm z. Zt. einer gründlichen Repara­tur unterworfen.

f ® r ü n b e r g, 27. Oft AuS der heutigen Gemeinde ratssitzung ist zu berichten: Beigeordneter Fuldat verliest zunächst ein Schreiben der Frau Prof. Dr. Koch aus'Statt-

Hochschulnachrichten.

10 Jahre frankfurter Universität.

S. Frankfurt a. M., 28. Oft. Gleichzeitig mit dem R ekt o ra ts wechse l von Prof. Dr. Durchard an Prof. Gelzer beging die Franks urter Universität bte Feier ihres zehnjährigen Bestehens. Aus Anlaft dieser F.'ier wurden zu Ehrenbürgern der Universität Frankfurt ernannt: Professor Dr Darmstädter- Berlin unb die F anssurlcr Herren: Fritz Hallgarten, Iustizrat Dr. Heilbrunn, Dr. Richard Merton, G hrim- rat Groedel und Geheimrat Arthur v. Wein­berg. Auherdem wurde eine Dame, Frau Johanna Stern, Ehrenbürgerin der ILnoer» fität Frankfurt Den Männern, die sich vor zehn Jahren für die Gründung der Universität be­sonders eingesetzt hatten, wurde die Würde eines Ehrensenators verliehen. Es sind dies Geheimrat Leo Gans unb Geheimer Iustizrat H. OSwalt.

ftndttchen Prellbock war so Hart, datz D* Ober­teile der Wagen von dem eisernen MntergefteU buchstäbllch uxvmeschleudert imirbcn. Der Ma­terialschaden ist bebcutenb. Menschenleben waren nicht gefährdet

L *31 i bba. 27 Oft Die Pilzernte ist ht diesem Herbst lehr gering Offenbar war die Witterung zu ungünftig für tue Ln:Wicklung

)( Ortenberg. 28. Olt. Der weithin bc« kannte Kalte Markt zeigte in diesem Jahr wieder etwas ton seiner alten Prach' und Her« - lichleit. Alle Vorzeichen deuteten darauf hin Du Rachfrage nach Unterkünften für Menschen und Tiere war so groft, daft die Wunsche kaum all befriedigt werden konnten. Die Zuge brachten mit steigender Verspätung immer neue Tiere, Wagen und Waren. Die letzten Hindernisse, die einige Dierfüftler mit ihren verseuchten Mäulern und Klauen in den Weg legen wollren. wurden auf radikalste Weise mit dem Schlachtmesser besei­tigt, die Opferwilligkeit der Geschäftsleute sorgte dem Besitzer für Entschädigung. Schon der Sonn­tag zeigte einen Verkehr, wie er im letzten Jahr­zehnt nicht mehr beobachtet wurde Wirtlchasten, Geschäftshäuser und Schaubuden halten volla»..' zu tun, in den Ställen wurden die bereits unter­gebrachten Tiere einer lebhaften Besichtigung un­terzogen. Der Montag brachte dann einen loi" gewaltigen Auftrieb an Pferden, dast die äl­testen Einwohner behaupten, einen solchen noch nicht gesehen zu haben. Sofort setzte ein lebhafter Handel ein, da die Zahl der Käufer ebenfalls sehr groft war. doch legten Geldknappheit und hone Preise dem Handel immer noch unerwünschte Fesseln an. Für Fohlen und Pferde wurden 25C bis 1500 Mk. gefordert und befahlt, je nachG>il. noch mehr. Der Auftrieb von Rindvieh und

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