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U4. Jahrgang

Srettag, 2(). Scbruar 1924

SietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Die Entwicklung der Lebenshaltungskosten

Der 'Bertaut brr Teuerung läßt kit Ihrem Gipselpunki, Ende November 1923. zwei deut­lich getrennte Abschnitte erkennen Der erste beginnt mit dem kurz vor dem 1 Dezember einseyenden Preisabbau und endet In den letzten Dezemdenagen nrtt dem vorübergehen­den Stillstand der Abwärtsbewegung Dies« erst«, den Monat Dezember ausfallende Periode steht unter dem Ginfluh der Anglei­chung der bis Ende November über der Der- ltuer Parität liegenden Devilennot.erringen des Are »Verkehrs an den schon seit dem 20.Qlo» vember auf dem Stand 1 Dollar 4.2 Dil­ltonen Mark gehaltenen Berliner Dollarkurs Die Besserung der Mark im Auslande war die Ursache und der Anlaß zu dem Abbau der bisher mehr oder weniger überhöhten Preise Die In gleicher A chtung wirkenden Maßnahmen der Negierung des Neichs und der Länder konnten lediglich diese Entwicklung in der Ntchtung einer Senkung der PreiSüber- hdhungen fördern Der Abbau vollzog sich derart, daß sich bis »um 3. Dezember nur schwache Anfänge eines Preisrückganges an» kündigten, der erst in der nächstfolgenden Woche (4 bis 10. Dezember» mit einer Sen- kung um 16^2 Prozent voll zur Auswirkung kam Die folgenden Binderziffern (1722. De­zember» zeigen einen immer schwächer werden- den Aückgang des TeuerungSnioeauS, der mit der letzten Dezemberwoche l ^ndexzisser vom 29. Dezembers zum Stillstand kommt ES ist anzunehmen, daß zu diesem Zeitpunkt die Ein- Wirkung der Markkursentwicklung vom Ende November ihr Ende erreicht hatte

Der die zweite Periode darstellende Teue» Wngsverlaus im Mona: Januar unterscheidet sich von dem des Dormonats grundlegend durch eine Stetigkeit; die wöchentlichen Senkungen des Niveaus bewegten sich gleich­mäßig um 2 Prozent. Die Gründe des Preis­rückganges im Januar liegen nicht wie die des Dormonats aus dem Währungsgebiet, sondern sie sind allgemein wttttchaslltcher Natur chauptursache war der Abbau der Löhne und Gehälter, der eine DerbiNtgung der Erzeug­nisse bewirkt. Außerdem trug auch mittelbar die gesunkene Kaufkraft der Konsumenten- masse zur Senkung des Preisniveaus bei.

Die Zergliederung der von..Wirtschaft und Statistik" veröffentlichten wöchentlichen Veränderungen des Teuerungsniveaus nach Vrtsgrößen kl allen zeigt an den meisten Stich­tagen für sämtliche 6 Gruppen die aleiche Rich­tung der Bewegung. Nur ihre Stärke ist ver­schieden Anders steht eS bei den Erhebungs- tagen, die als Wendepunkt der Teuerungs- entwicklung anzusehen sind; durch ihre (Zer­splitterung in der Richtung der TeuerungS- bewegunq Heden sie sich deutlich ab So zeigt der 3 Dezember als AnsangStermin des Preisabbaus für die der Entwicklung regel- mäßig vorausschreitenden größeren Städte einen besonders kräftigen Teuerungs- rückgang an. während die zwei QrtSgrößen- gruppen (IV und V) der kleineren Städte die Auswärtsvewegung der Dorwoche noch fort- sehen. 3n ähnlicher We se fällt der 29. Dezem­ber als der Endpunkt der von der ..Dährungs- seite" bewirkten Pretsabbnuperiode aus dem üblichen Rahmen einer bei allen Qnsgrößen« Nassen gleichgerichteten Deränderung des -TeuerungSzustandeS heraus.

Die Spanne von Ende November 1923 bis Anfang Februar 1924 als Gesamtheit bewach­tet. zeigt einen Teuerunqsrückgang von 33 Prozent. Aus der Zergliederung der einzelnen Arten der LebensbedürsnIlse ergibt sich, daß das Schwergewicht des Preisabbaues auf die Ernährungskosten mit einem Rück­gang von 43 Prozent fällt; der Beklei - vungsaufwand steht mit einer Derrn in- derung von 21 Prozent an zweiter, die Hei- zungS - und Beleuchtungskosten mh 18 Prozent Rückgang an dritter Stelle Eine Sonderstellung nimmt der Dohnongsaus- w a n d «in, der infolge der ungebahnten Be- seitigunq der Zwangswirtschaft und durch das Heran führen der bisher künstlich niedrig gehul- tenen Dohnungsrnicte an das Friedensgeld­niveau in den zwei Monaten feit Ende No­vember ein Ansteigen um falt 600 Prozent aufweist. Aus der unterschiedlichen ennrid- lung der einzelnen AaSgabengruppen ergibt sich, daß sich auch ihre prozentualen 2lnteile an dem Gesamtaufwand verschoben haben. 3n den letzten Tagen ist ein leichtes Dieder- anzlehen der Preise zu beobachten, das jedoch nur vorübergehender Natur sein dürste.

Das Sthicftal brd Neiebstaqs.

Berlin. 29 Fche (Priv -TL» Die die Blätter melden sand gestern aheib zwilchen berr. ReichSkwizler und den Par.eif drern eine AuS- svrache über die Frage der 3uf(öLirtg des Reichs­tags statt Belchtülic wurden nich: gdaßi Ter LeichSminister des Innern Dr IarreS erüärte.

Die Aufhebung des Ausnahmezustandes.

Eine Verordnung des Reichspräsidenten: Adrvehrmahnahmen zum Schutz der verfotzungsmätzigen Staatsform.

Berlin. 28 Feste tDTB ' »ne Beroed- nung des Reichst»! ' bc«:cn hrtlugl d*e Aut be­dang des miht?nl4A*i muxnr&uluurdes und die Abwehr siaawtnnüiicher A-Onbungm dir Unart wie total

Auf Grund des Artikels *8 der Reichs- Verfassung verordne ich:

tz 1. Die Deroedunngen vom 2s Septem­ber 1923 »nd vom 8. November 1923 «nd vom 23. Dezember 1923 werden mit Wirkung vom 1. März 1924 ab ansgehode». Mit diesem Zeitpunkt treten insbesondere die aus Grund dieser Berorduungen im Einzelsalle verfugten Beschränkungen der persönlichen- und Presscfreiheit un> des Dereinsvechtes außer Jhaft 3n Kraft bleiben bis auf wei­teres lediglich diejenigen Beschränkungen der persönlichen Freiheit, die vom Staats erichts- >of zum Schuh der Republik bestätigt sind. Auch diese Beschränkungen treten mit dem 15. März 1924 außer Kraft, soweit sie nicht vorher vom R«ici sminister des Innern aus­gehoben oder ans Grund des § 2 dieser Ver­ordnung erneuert werden.

tz 2. Zur Abwehr von Bestrebungen auf eine geschw drige Aenderung der versastnngs- mäßigen Staatskorm kann der Reichvminister des Innern oder di« von ihm bestimmten Stel­len der Ziv>ld«rwaltuug die notwendigen Maß lahmen treff«. Zn diesem Zwecke fmb insi»esondere Beschränkungen der persönlichen Freiheit, des Rechts der freien Meinungs- äußerung, einschließlich der Pressefreiheit, des Derr ins- und Dersammlungsrechtes, des Bries-, Post-, Telegraphen- und Fernsprech- geheimnisscs, Anordnungen von Haussuchun­gen und Defchtagnohmen, sowie Beschränkun­gen des Eigentums auch außerhalb der sonst hierfür bestimmten gestGlichen Grenzen zu­lässig. Artikel 114, 115, 117, 118, 123. 124 und 153 der Verfass «na deS Deutschen Rei­ches werden vorübergehend außer Kraft ge­setzt Alle Zivilverwal tun gsbe Hörden des Reiches, der Länder und der Kommunen haben dem auf Grund des Absatz 1 ergehenden Er­suchen d«S Reichsministers des Innern oder von ihm bestimmten Stellen im Rahmen ihrer Zuständigkeit Folge zu leisten. Auf Derbste periodischer Druckschriften und auf Verbote und Auslösungen von Vereinen und Vereini­gungen findet § 5a, auf Beschränkungen der persönlichen Freiheit $ 5b der Verordnung vom 26. September 1923 und derjenigen vom 23. De-ember 1923 Anwendung.

§ 3. Dessentlich« Versammlungen unter freiem Fimmel und Ansage auf öffentlichen Straßen und Plätzen sind verboten. Die Laa- beszentralbehörden oder di« von ihnen be­stimm ten Stelle« können Ausnahmen zulalsen.

§ 4 Wer den auf Grund dieser Verord­nungen ergangenen Anordnungen des Reichs- Ministers des Innern oder der von ihm be­stimmten Stelle« zuwiderhandelt, wird, so­fern nicht nach anderen Strasvorschriste« eine schwere Strase verwirkt ist, mit Gesängnls und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Stra­fen bestraft

§ 5. Die Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Vertäubung in Kraft Der RcichSmini- ster dcS Innern kann bestimmte Teile des Reick^Sq.d,eis von der Anwendung der 2 bis 4 der Verordnung ausnehme«.

Berlin, 28. Februar.

Der Reichspräsident: gez. Ebert.

Der Reichskanzler: gez. Mar«.

Der Reichsminister des Jauern: gez. Jarre s Der ReiwSwehrmmister: gez^ Geßler.

Auf Grund deS Paragraphen 2 obiger Der- erbnunq deS Rei^präfidenten bestimme ich ES ist vertzoten. militärisches Wassengerät.

insbesondere Misttärwafsen oder Munition für M'Nlärwasten antzubieien teilzubalwn und Be­tonen. die nityt tarn Best« solcher Be-ae>'stunde zugelassen ttnd. zu überlasten den Erwerb oder do« Hebert asten zu nermiietn oder sich *um Erwerb zu erbieten Drs Berbvt linde« tein» Anwendung aut die auf Grand de» Friedens- vertrage« durch bte In lern silierte Militärkoni roll- tommittivn zugelatlener Simen für ibtv Liefe­rungen an solche mntitch-n Drei lei' die nach den geltenden Bestimmungen ihre Organe mll bieten Gegenständen vergeben dürfen I.uViderhandlun- Sn werden nach tz 4 der Be-ordnung deS fterm eichSpräsidenten vom 28 Februar 1M24 bestraft

(getz» Jarre«

Zur Derordnung be# ReichSvrästdenren vom 28 Februar 1924 - Auf (^runb des tz 5 der Bero'dnuna des cherrn Reichspräsidenten über die Aus Hebung deS militärischen Ausnabrmäu- standcS und die Adnxhr staatsfeindlicher 'Be­strebungen vom 28. Februar 1924 bestimme ich 5as (y.btei de# Freistaale» Bayern wird mit Aüctticht auf den dort bereits bestechenden treilcratbcnben AuSnabme^ustand non der An- tr en düng der Paragraphen 2 und 4 der genann­ten Dervrdnung ausgenommen

ig«L ) Jarres

Die Cagc im Reiche.

Berlin. 28 Fede lWDB ) ReichSmimtwe deS Inner« Dr Jarres, hat in der heutigen Sinung des Reichs rot« vir Au'h-bung de« mili­tärischen Aus na hme.v '^«de# fnlornbe 5r<Iäruiia abflcgclien Ruchdern der Herr Reichspräsi­dent sich auf die Anre»ing deS Chef« der Hee­resleitung entschtost«, hatte, den bisherigen Aus- nahme^ustand aufzuhetn«. hatte tue RerchSregie- runa die Berpflichtung n eme sorgtaUige ltzrwa- mina darüber dayitrcicei. ob die vollständige Beseitigung deS Aul*:tabme^ustrrndeS vor dem Delk zu rxiunttDcrten sei Bon vreten Serien lrurrden schon grr'.c Bebonk«-n gegen die Beteiligung des militärischen AusnabemMstandet ertmben und hel­fen 2lu h. bun« als borwitig bezeichn« Dies galt namenUich von dem Freistaat Sachsen, in dem noch in letzter Zeit bedrohliche Grschnnrmgen test- zustellen sind

Deshalb wurde namentlich aus Sachsen Herons in zahlreichen Eingaben die Ans» rechterhaltung deS militärischen Ausnahme­zustandes gefordert

Rach ben Brrhandlunien mit der sächsischen Re­gierung hat die ReichSregierang drovn Abstand genommen, dem Herrn Reichsvrüsidenten ent- sprechende Vorstellungen zu machen, obwohl sie sich deS besonderen Ernste- der Lage in Sachten wohl b.wuht ist Die sächsische Regierung hat jedoch der ReichSregiernng Ne bestimmte (3r- närung abgegeben, daß fte mit der vorhandenen LandeSvolizei. die möglichst bald aus ihren Erat ausgefüllt werden soll und tn Derbindung mt* der von dem MilitärbefehlShoder ausgestell­ten ,^ils»voll,ei. die bestehen bieiben und zur Auffüiiung br LandeSpviizei allmählich heran- fle^ogen werden soll in der Lage und festen WMenS fei. die Ruhe und Ordnung im Lande aufrecht zuerhalten. Sie hat dafür brr ReichS- rcgicninfl gegenüber die Verantwortung über­nommen.

Die Verhältnisse im ganzen Reich« gestatten nach der Auffassung des Herrn Reichs­präsidenten die restlose Aufhebung deS Ausnahmezustandes noch nicht

G» machen sich auch heute noch bedrohliche Bestre­bungen geltend. b<c <ui< ge'enwidrtgem Wege die Aenderung der verfassungsmäßigen StaatSsorm cri-ptr.gm wollen. Die Reichsregierung ist ent- tchlvsten. diesen zentralen revolutionären Bestre­bt am ob sie von links oder von rechts kommen, ^icht^oS enigcgenwtreten. Zur Abwehr dieser umstürzlerischen TenScnwn soll daher auch in tutunf! der Ausnahmezustand In nicht mili­tärische r Sorm bestehen bleiben Der Herr Reichspräsident hat deshalb mit Erlast vom heutigen Tage bat Reich^mtnister deS Innern .^Tvächiigt. die dagegen nrtwendigen Maßnahmen zu Irrsten

die Frag.- der A-flSfung de» RriÄS'.agS werde von der tÄtkrai Halt ing der Parteien gur ro der Sveztaldedatte über d<e Rowerr dnung ab- dingen Der von der De ichen DollSvanei be- schloNerre Ini.iativantrag. wonach der Reichs^ am 3 Mai aufgelöst und die Waiden für den T'exm RoichS ag am 4 Mai statBindon feile« ist rroch N'.ch: cingcb: ach? trocbciL Die Deutsch» nationalen k-xtbst^üa-n iu beantragen, daß !<r Reichstag am 5 April a fgridst werde und die Reuwadi en am e April fta: tfmben sollen

Skandalszenen im sächsischen Landlao.

Dresden. 27 Febr DDB) Im Landtag erklärte der Ministervv^sBent Heldt bei Be- tprochang deS dcustchnatirnalen Mist rauenSan- rrca# man werfe der Regierung vor daß sie sich in der Frage deS Ausnahmezustandes

I hinter der R. chs rcgrerung rvri^lke DaS <<i md>; der Fall Die fädbHkt* Regierung <e. i.-nftonbe und gewillt, alle staatlichen Mutei 'aedozgao^S- loS ernzusetz««, MEt von irgendeiner Seite öw

Ruhe and Drbmaig gestört würden DaS Reich tnbe sich verbürgt Sachten qenau io zu hchandrln wl ^ve anderen Länder Di^' fäch'i'ch« Regfcrurg tr*c:7. bet ctuxuarn neuen Unruhen ^nverzügl'H alle Mittel zu ihrer Unterbeückunz ciwenen und äße Beamten mu Rachdnuk fchchen. die diesi AmtSbefugnisie in den 5>änjbö hätten Rach ftun- £er taugt Aussprache nst Düschöktsordnu gSde- balle mürbe der deutschnotirnal? Mtßlra^ mS- aritrug gegen die 6ttntnxm dar Drustchrm:i:-nalrn. der Kommunisten und etnigrr Link^-iaiisten a b - fiele bat Dvrber tarn ee -est^>ch zu graste^ Skandalszenen in deren Verstau' gvaen den Trfch deS Präsidm'^n ein Schrei bzeug ge- schleudert wurde. daS den.zepr:siden'«m Bu^chmoTrn :raf Die kvnmurn st:<chen Ad» rdne- len Sllrvdi un 3U)fti wurden für brr Dinar. aS- tage ausgeschlossen Da he den Saal nicht verstauen wollten, rwhlvn die Verdandlangen Itoetmal unterbrochen werden bi# endlich um 10 Uhr oben le der Präsidem bic Tagung mit der Erklärung tchivst. daß <r nicht eher eine Siyun^ cinberuten werde, b e die DaheuMg her Vefchäi^- otimung gesichert fcL

(Eine ausjenpolitische Rede Dr. Stresemanns.

Berlin. 2? Febr In bet fortgesetzt«« all­gemeinen politisch n Aussprache aimmt vor schwach^esetztem jSaul« Re^chemini te. deS Aeuse­ren. Tr S;rdcm.uTfl daS Wort Iner deutschen AusteTrp-liiik lieben ir r ueiv. ->em -cudruck btt 3ib*iln: brr Sachvetstü», diaenaus-

tchu'ie Gen#:al Dawr^ ha, S*tm A'.'1ch<ed bei Sitzen AaSschusies bestätigt käst b* Mitarbeit brr teusichen X<a - '* te loyaler Weise ncuxibrl worden ist Ueäer die Verhundiunge. mii der Ärmmtflion wird ein Wctstduch tdän »m 1>ball

Berich« der Sachverttu.'äig» n soi> t vorllogt 6c UKAtj erfreulich c* i<t daß die pslitstchen unfc wi, ischasilichn 2^erhil:n>sie zu eine m'ernfllio- «len Prüfung unterei L ig tKf- bi t i>» tn. so ledr must man l<n Mitgliedern der Ären ml um für ihre mühevolle Audett tunlcn Bon dem Ek- 1ol(K dieser Sochverstandigen wird es abixjeam, ob eine Lösung der AcparattrrnSfrage möglich sein wild Die baldigste Lösung itz die er­wünschteste .Deutschland» w:rtlchaft!>e Vag er­fordert fte. Dic Sachverständigen darsi n sich tnm bet Irrigkeit her Behauptung eine* betni(h*ri- ften Bankerott» DculfchhmdS überzeug' haben ^lach einem Hinweis aut die Rvno.n gke,l der engsten Beschc rnlung allet Swalsuusgaben er llällc ber Rlini'tet zu brn tchver auf Deutschlanb lastenden Besonungskosten Alle Parteien bei besetzten Gebiete waren «ich dann .taig. baß dic Reichsvegienmg verpflichtet sei. fte vor der L'rehitu>n der 'M irungMrmee d:rh die Bezah­lungen zu bewahren 2 te im wesentlichen an die ÄPinmunen der befenten Gebiete g- t>tt werden Aber auch hier ift unsere Leistung-1 >!> ilcll eng begrenzt.

Für absehbare Zett können wir ans eigener Kratt an Reparalioas-ahlunge« nicht denke«. Wir müsse« vielmehr all« Kräfte zusammeu- nehmen. um überhaupt unfere Währung an halten, da das deutsche Volk «bl zweites Atz- gteiitn nicht ertrage« könnte.

Bon dieser wirkschastllche« Lage haben sih nun auch di. Sachver< digen überzeugt Wir kennen nicht ihre (Sntfd) t.hu iaen. aber nach Poesse- l^eistchten .zeichne» sich schon heute einige Haupt- fragen ab. Wan scheint sich davon u'.»erzeugt zu haben, daß em Moratorium für uns not­wendig ift ebenso aber auch davon, dast während dieser Zeit eint internationale Anleihe. in»bcfcmbere für Frankreich einen 6dah tür die ausfallenden deutschen ^stahlungen schaffen soll. iSinc International? Anleihe, für die man Ga­rantien im deutschen ReichSbefid !uch!. wird anscheinend diSluliert im Zusammen- l>ang mit manch.n Fragen, die gleichzeitig als die wirtschaftlichen VvrauSsetzunoen für einen An- l - ihekoedit geilen tonnen- ! X- * f' *

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\ } y . Die Mtederwerlüzuna

Deutschlands übe'1 die vollen wirtschaftlichen und Steuerkräfte be^ Rei ueS dürfte von allen Iwei- qen be» WittfchastslebenS als VorauSfe u g für

-aS Gelingen einer internationalen Anleihe ge- cignet anaefehet werden Wenn eS Frankreich um eine vi ri f cha f 11 i ch« LSfung der Repa- »ationSfrage zu tun ist. fo würde ihm hier eine Möglichkeit geboten fein, die e» kaum »urüstweifen könnte. Die Frag« einet etwaigen internationalen Anleihe wirft aber gleichzeitig die Frag« der internationalen Mitwirkung auf Mir erscheint dte Frage der internationalen An­leihe als untrennbar verbunden mit der Möglich­keit der Befreiung von Rhein und Ruhr in bezug auf die ihnen angelegten verirrisw.hrigen betten Wegen bickr Beireiuig erscheint mir weniger wichtig daß daS au-ländifche Kapitol auch ein« Dettretunz im Au flicht Sri! derientgen Institutionen verlangt, für dte eS fein Kapital hergibt Gine folche Bertretung. soweit sie nicht terrorisiert oder den deutschen Lharatter der Verwaltung antaflet, kann nicht al* Granb fite die Ablehnung solcher Gedanke., angel«den werden. Die Kredttnot in Industrie «nd Landwirt­schaft ist so stark, daß wir mit starker Alln. derung der Produttivttät zu rechnen haben wen« ihr nicht abgeHolsen wird. D' Shalb wün­schen wir an de m ctuSländisch«« 5kapttal nicht vorbeiz«gehen, wenn wir es erhalte« können Sfne MMnmiflr Verständigung über dte Frage ist nottoerMa. bam der 15 Avril, an dem dte Micumverträg ablauten, Ift Hi kritisch« T-ermt» Das Deut'che Reich !arm ein: todirre Finanzierung diefer V-r'räge nichi leiften und wenn eine Verständigung nicht ertotgt. würde« neue Srwcrbslosigte t. Senget unb irhaos. im besetzten «devte: wirttchaftsicher Ruin und viel- Irfcb* ei« -nirttchatt! chc Äata' r ? * M? 5>lnc i.j" Di: Aichrve?liämdigim^. bri. z anhererlrit» tür Frankreich mit dem Aufhören he? (Sinn.ibnvn aut. den Mlramvetträgen innen S, ahn*aufall. bellen Wirkung au» die Währ mq nicht au-rbteiben tinirbc. Seitdem ich an bet Spitze deS Au^wär- ilgen Am-'cS stehr >at eS von un'enev Sette nicht a, Versuchen greXt. mti Frank- e ch zu ei-»*« Verstänbigun^ za h>-rrm n Di tonnen mit ®*migraung fest stelle,, daß bi tte-te-i .tz reite« FnancheichS die Stimrasig sich gege, früher ge­ändert Hit Man emvsindel arr chrund doch m chr al» *räber, daß Frar^rrich ir-tz aller v>!,ii chen ?jsten.77tVen in einer <^an:'en wirtschaft- 114> e* Schickfalsgmcinscha' mtl DLi'chtand tzehll Wir 6m: n allerd-.ng» nicht durch eine auS ch eßsich beursch-fvan,llk:tche Vei- ständuprng einrn Lcnderfrieden mi: Frank­reich faxi -«r. denn wir sind alS Schuldner den Bereinigten Gläubigerstaaten verpfsichret.