Siebener Anzeiger Mneral-Anzerger für Gberhessen)
nr. 281 Dritter Blatt
Zrettag, 28. Uovemder (924
Frankfurt« M
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ürinVQoin9Noinl ®e9 Leber-u.Magenleid.,selbst langj. mOUlLoiilU! Ilulll! hilft best. Ktrclsfpnibtl Virkirchen U
erhöhungen von einzelnen Papieren. Me den Umsätzen, obwohl sie sich wesentlich vermehrten. dach !
«Aachdruck verboten.)
4 Fortsetzung.
Leute, ilnifcrrrrm
Anzeiger".)
Börse hatte
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11 76 11,75
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9,18 16,76
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3,62
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8.11. 27.11.
«ei Neigung au Fettansatz wllten ^le eine ?.ebrkur vornehmen. Wir roten .Ihnen, in Ihrer Apotheke 30 r Toluba-fterne au kaufen, die wirksame, völlig unsckädltche Stosse enthalten.
Berliner Dörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener
9^0
16,5
54,9
63,75
2.1
3
8,1
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Die rote Kaschgar
Roman von Fedor von Zobel tlh
2.6
2,9 a.8
16,63 14,96
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102 11,4 16,6'.
7,5
15,4 48,25 42,25
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24,65 | 3,<0|
23,13 4,95
23,50
19
21,50
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27 17,40
9,25
8.8 66,50
2,20
6 65
12 65 45,75
39.6
2,30
0,770
1 0,95
1,440 6.615
1,050 12 0
1,19 1,11
4 2 68.5
9,6
120
6 11.4
12
15,20
1,80 0,37
0.3
71 14,8
11.28 75,5
78 26 103 '3,9 15,6
6.5 12.13
46,5 10,5 39.25
15.40 I
14.75 I 1,85 0,38 I
11,60 23,4C
18,30 »0.75 21,30
16,75
9,IC 16,8
56 64,5
2,2
Berlin, 27. Aov. Die heutig« zu Beginn ein recht lebhaftes und festes Gepräge. Am Rentenmarkt schritt die Spekulation, nachdem sie fest gestellt hatte, daß die weitere Bewegung nach .inten keine Fortschritte mehr machte, zu Deckungen, wobei sich die Kurse bereits an der Borbörse bessern konnten. Am Montanakt i en markt standen wiederum Stinneswerdr im Vordergründe des Interesses, aber auchRhein- stahlastien waren stark gesucht. Die starken Kars-
nid)l ganz entsprechen, sind aut Materialmangel »urückzu sichren Di? zur Verfügung stehenden Alttenvoßen, namentlich in Sti-rneswerren. sind außerordentlich gering, und bei den Papieren, wo kd nicht der Fall ist. kam die Bewegung kurs- mähig nicht in demselben Mähe .zum Ausdruck. Am Bankenmarkt sind die Umsätze geringer geworden. dagegen waren Petroleum, namentlich deutsche Erdöl. stark gesucht. Am Schifsahrtsmarft hatte die Kapitalumstel- (unq des Norddeutschen Lloyd, obwohl sie den Erwartrmgen der Börse entsprach, dennoch enttäuscht. wobl m Verbindung mit der beabsichtigten Kapttalc-rhöbmig. Lloydattien waren daher stark angebeten. Der Geldmarkt blieb Verhältnis- mähig unverändert, doch scheint der Ultimo noch nicht tiberwunden zu sein. Am Devisenmarkt zeigte sich ferne wesentliche Veränderung. Der Pariser Franken hat sich etwas befestigt.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
5S
2,6
2.9
9.2
119+) |
5.90
11,50
ifjurt nicht folgen. —
3m Klub wurde es lebhafter Es war ein Jung gesellen heim für b^äbrge alte Herren und die ralche Tugend, aber nur für sehr vornehme tauchten feilen aus - am
•) Vom Rückzahlungswert.
f) Goldkurs.
Schweinemarkt in Gießen.
h Gießen. 26. Aov. Ium heuttgen Schwei.icmar'l waren 180 Ferkel und Läufer aufgetrieben. Es hatten sich sehr wenig Käufer ein gesunden, so daß man den Markt als schlecht bezeichnen muh. Bezahft wurden für Ferkel 20 bis 25, für Läufer 25 bis 30 Mk.
Vordergründe des UntereRe^. Be- gesteigerter Aachfrage konnten auch die'« Werte im Kurse an- ziehen. Braubank 2,15, Berliner Handclsgekell- schaft 125 Prozent, Darmstädter 11,63. Deut'ch? Dank 12,13 bis 12.2, Diskontokvmmandit 15,88 bis 15,95, Dresdner Dank 7,88. Metall bank 16.75. Arichsbonk 58,50, Rheinische Kre itbaift 2,9, Oesterreichifche Kreditatrien 0,485 E4eltrower c setzten die Aufwärtsbewogung frrt, AG? 92 bis 9,25, Attumulatoren 41,50, Elektrische Lie eru ng 15,75, Licht und Kraft 7,50, Lahmoyer 12. Main- haft 8,8, Schuckert 56,50, Reiniger 2,25, Ehemilche Papiere lagen tuhigec bei nur gerin ei Veränderungen. Badische Anilin 23,50, Anilin Berlin 20 63, Scheideanstalt 17,75, Elberselder Farbm 21,25, Höchster Farbwerke 21.50 bis 21,38, Th. Goldschmidt 19, Holzverkohlung 7,75, Rütgers- trerfe 17. Schis so hrtsaktten erzielten gleichfalls eine geringe Besserung. Hapag 24,63. Aordd. Lloyd 3,7. Von sonstigen TranSportworten zeichneten sich ‘Baltimore durch große FeMfteit aus 53,50. Sonst kirnen noch zur Aoliz Kleyer 2 2. Aeckarsulmer 6,88, Pokorny und Wittekind 6,33. A'chcifsenburger (Zellstoff 23,50. Zement Hei^ell^g 23.13, Dyckerhofs und Widmann 4.7, Holzmann 4,95. Bingwerke 3,7, Spinnerei Hammersen 17,50, Gcbr Zunghans 12,75, Metallgeselischaft 15,75, Mwg 1,7, Rhernffches Metall 9. Am Anleihemarkt hat die Vachftage wieder nachgelassen D.is Geschäft war ruhig, die Kurs« wenig verändert. Kriegsanleihe 820 bis 815 bis 81,50, 3prozentiqe Reichsan leih: 1450, 4prozentige Preuß. Konvois 1112. 3'/ichrozentige do. 1362. Zwangsanleih? 11 50. Von ausländischen Renten notierten ungarische Goldrente 8.6 Die ‘Börse schloß lebhfft und fast durchweg zu den höchsten Tageskursen.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(9n Billionen Matt auSciedrückt. Bueno»-«irr«. London, Reo» dort, yaran. Rio de ftanettv ffh eine Ein bei« Wien a:i8 eabapeft für 100000 Lindeittn. alle» übrige für 100 Lia betten.) Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)_____________
war ihr nicht immer gut ergangen im Leben. Sn der engen Häuslichkeit der Eltern, bei einer fotg en oerlxi unten Mutter und einem kleinlich denkenden Vater, hatte sie ein Glück her Kindheit nie kennen gelernt, so daß ihr die Klosterzucht wie eine Erlösung erschien. Clemence teilte als Waise das Sasicllal vieler und konnte noch dankbar sein, daß ihre Pensionsfteundin Hortense fick ihrer annahm, als sie den Vicomte Kodama geheiratet hatte. Ihm tarn das junge Mädchen toieber in die Welt, kam weit hinein in eine bunte Fremde, nach Tokio, nach London, zurück nach Paris, nach Konstantinopel, endlich nach Berlin. lernte neue Menschen in einer neuen Umwelt kennen — und war doch nie glücklich, weil sie bei aller Gute, mit der man sie behandelte, die Last ihrer Tankbarkeit spürte. Shr Sehnen nach Freiheit wuchs mit den Sehren., sie träumte von einer selbständige i kleinen Wirtschaft in Asnieres. wo ihre einzige Erbtante, die aber durchaus nicht sterben wollte, ein Häuschen besirh sie sparte und wurde geizig, fie gierte nach Geld und raffte zusammen. was sich ihr bot — selbst wenn dabei zuweilen ihre Finger zitterten.
Sie zitterten auch jezt, das Schreiben wurde ihr schwer. Aber sie biß die Zähre zusammen und sammelte ihre Aufmerksam eit. um feinen Fehler zu machen. Zuweilen hob sie den Kopf und horchte — alles war still. Aur noch eine Seite, die letzte, bann war diele verfluchte Arbeit beendet. Verflucht, jawehl, aber sie wurde gut bezahlt. Legt s zu dem übrigen — die Grund- fumme wächst! . . Tar Auge luchte toe'er das qotbenc Zifferblatt der flcinen Standuhr auf >em Schreibtisch. Gleich halb elf. Sehen Augenblick konnte draußen die Korridortür gehen und Gerhart deimkchcen. Fieber zuckte in den Fingern des Mädchens.---
inzwischen war Gerhart in fernen <tfub gefahren/ Tie Spei'ezimmer vffeften sich erst in den späteren Abendstunden zu füllen, und heut ttor cs Gerhart nicht unlieb, daß er fast aüein war. Die Unterredung mit Vater und Onkel ging ihm noch durch den Kopf. Darum hatte er sich die überflüssige Bedenkzeit erbeten? Dar sie nicht überflüssig? Freye war ja doch auf ewig für ihn verloren. Sie wußte eä — lic tonnte den Sohn des .Mörders" nicht herEn.
Auf dem Tische standen auch Zigaretten. Sie nahm eine, zündete sie an, blieb sitzen, doch mit gehobenem Oberkörper und lauschender Miene. Sie hatte draußen eine Tür gehen hören. Friedrich hatte fein Zimmer am Ende des Korridors betreten. Wieder griff ihre Hand nach dem Glase. Sb'-'C Finger umfaßten de r f .Hänfen Schaft, sie fchrte den Kopf zurück und schlürfte, und zwtt schon jedom Schluck nahm sie einen Zug aus der Zigarette. , , , ..,
■Sann lauschte sie abermals und erhob 'ich. 5-aS Buch siel von ibrm Schoß auf den Teppich. 5ie nahm aus ihrem Handtäichchon den kleinen <ir's"n '-.utel .--us samischen Led.r und aus ihni ke" ' dl c: lüftet don sie zuerst am Strumpf - Htc q?tü2ff?n hatte Sie t at an den^Scheib- tftch un 5s n?f? mit dem Aach ch'ü^el da? Frch ms der rechten Ssite. Es geschah nicht R er'ten M.'. v S o wußte, wo alles rg. Gerbarl pflegte cus Ordnung zu halten. Sie fand auch sofort, was sie suchte: ein kleines, dünnes, schmales Buch rn fin.r, chwarzcn si ar-ein'. and Das legte se auf de>' Schreibtisch, schlug es auf, setzte sich ouf dem Ueo?r'eepapier, das sie bei sich hatte, die h-chst icllfamen Wort Bildungen mit ihrm deutschen Erklärungen aus dem Büchelchen ab. 'Zweimal schon kmttc sie die Arbeit vornehmen ferren neu le hoffte sie da'nit fertig zu werden. So itx3i- leine schwierige 21. beit, erforderte aber Sufmcrffamteit. Die wunderlichen Worte und JVir:fähe des Gode mußten auf das genaueste Bi-chst.aben für Buchstaben nachgemalt werden. Qlud während sie schrieb, lauschte sie mit allen Sinnen und war! nur zuweilen einen ra'±en ^sici auf die Standuhr vor sich. Sie hrtte nech Zett, -sie hatte <md> ein scharfes Ohr und wußte, in dem Augenblick, da in dar KonsidOrttrr der Schlüssel gedreht wurde, mußte das B^h m das k^bfach zurücksliegen. Dann 'ah sie wieder eme gleichgültige Broschüre in der Hand, am Mittel- trsche^— und wartete.
Während der A beit spannten sich ihre Zuge Kib schärften sich. Das Gesicht wurde älter. Es
Schnitt des Zivils 'ah, wer Auge dafür hatte ohne tr^eilercs der l.mr aus dem diplomatischen Gewerbe, der aus dem Bundesrat, das drüben war ein agoarilcher Abgeordneter, und der fee bei eintrat, sicher ein lebenslustiger Geheimer Finanz^ rat. Ein jüngerer Herr aus der Kolonialabteilung und ein Legationsrat aus dem Auswärtigen Ami setzten sich mit Hallo an den Tisch Gerharts sie wußten schon von seinem Höhenflug nach Peking, und es war natürllch, daß das begosier w-rden mußte. Man rief nach Sekt wie Fcsi- siafl in der Schenke zum Eberkopf.
Es wurde bald laut am Tische, die Stimmen schwirrten, der Wein färbte die Wangen, blank wurden die Augen. Einer war bis vor zwei Sahren drüben in Ehma getoelen und führte das große Wort. Alles in Ordnung, 'eit wir tr Kiautschou sestlatzen das geben wir nicht wieder her! lieber die FremdenfeiEchast der Kai- serin-Aegentin wurde auch mehr gefabelt, al- nötig war - - gewiß, der «alte Buddha" hatte es faustdick hinter den Ohren, und dem Thron-- Anwärter, dem dicknalrgen Prinzen -s uan, war erst gare nicht zu trauen . . .
(Fortsetzung folgt.)
silnd hatte der Vater nicht gesagt, daß sie nun selbst vor der Heirat stehe? Mit einem Missionar, einem der Brüder in der Kolonie — es ttxxr alte Sitte bei den .Herrnhutern, daß man die ledigen Schwestern gerade mit denjenigen unter den Brüdern zu^ammeittat, die im Begriffe standen. wieder hincnrs in die Weite zu ziehen, um das Heil der Seele den Ungläubigen und Glaubenslosen zu predigen.
Vatürlich war nach Lage der Sache di? Bedenkzeit nbcrftüsiig. Aber Gerhart wollte vor der Entscheidung Frey? noch einmal sprechen das wollte er. Er suchte innerlich gern nach Gipfeln der Abhärtung und kam doch von kleinen wei>chen SentimeTttalitäten nicht los. Sie trugen Splitter von Poesie in feine gepflegte Selbstsucht. Wenn er der kleinen Fveye gedachte^, wurden Kindsgefühle in ihm wach und süß Schwärmendes, es floß ein sanfter Hauch unschuldsvoller Ber» gangenheit in die stürmische Gegenwart. Warum sollte er dem Empsinden nicht nachgeben? Was tat es? Bedenkzeit Unsinn. Sozu'age i Vor- spiegelung falscher Tatsachen. Oder ein alberner Einfall. Bloß lprechen wollte er Freye noch e:n- mal — und von ihr AbtchiÄ» nehmen. Vielleicht er sie nie wieder im Leben Er ging vorläufig nach China und sie mit ihrem Missionar nach Patagonien oder Labrador, nach Sibirien oder auf die Snfeln der Südsee — Gott weih wohin! —
Er hatte zu Abend gegessen, blieb aber noch sitzen. Ein paar Bekannte kamen und gesellten sich, zu ihm. Es eilte ihm auch nicht Bei dem Ged-anken an den Besuch C lernen res senkten sich seine Mundwinkel. Was wollte fie wieder? Er war der flüchtigen Liebelei herzlich iiberbrüffig. Der Leichtsinn hätte ihm in die'em Falle einen bösen Streich gefpielt. Sie wurde bei grohen Bcuts auf der Ge<andttchaft zuweilen zugezogen, die Gräsin Kodama erlaubte das, um ihr eme Freude zu machen - die Kleine <ah immer gut aus. verstand 'ich anzuziehen, beherrschte ein halbes Tunend Sprachen, unb schließlich tauchte sie unter in benr Gewühl der Meuchen. Bei einer solchen Gelegenheit hatte Gerhart sie rn einem Dinkel des Wintergartens entdeckt, fjch mtt ihr sestgeplaudert und auch gleich ein S elllftchein mit ihr verabredet. Es ging tonril imb ’toar von
2,823 9
3.6 I
3,05 I
6*/« Tcnt»®e StrtiOeantctte . <*'c D>iMch« Netchsanleibe . 3’i% Iwiirlflt )Jkiih<iantdl)t y/. DeuUche Reichkmleide . Denüche KnarframrtnanieHl 4% Preuhischc Koasoi» .. . 4° o Hellen 8’/»% Hesleo..........
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Tenyche Wertd. Dollar-Lnt.
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verNner HandesSaeselltzvatz Commerz- mib 'Privat-Bant Tarntft. uno Viaitonalbant . Deuticbe «aiit.........
Tcuksche BeremSbank .... 1 iStorno «Lommandit ...
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Miucideullche lirebttbanf . . Ccftrrmdjiiaje LredttanstaU Weftdank............
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Tarn Deutsch Luxembar« ..... QSelkimrcfiencr fltratDtttt . . ßarpeiur Bergbau......
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Cbeibebnrf Pyomr Bergbau . Rveiu'inbl....... • • • •
Riebea -JJZontan DelluS Bergbau Hamburg Amerika 9<dtt.. .1 vlorddcuNcher Lloyd.....
TberanUsche Werke Akbln . . Zenieatwerk Heidelberg . . vbiltpp Holtmoun Lnglo Tont -Tiuan» .... Badische Anilin........
Tüemiiche Mayer «lavtu . . violdschmidt........ .
GrieSiirtmer eftctttH .... Höchster Harbwerke ..... HolU'l-rkohlung.......
RütgerSwerke ...... kcheldeanllalt Allg. eiektrtzi'<-t».«efellschaN Srrgmann..... .....
Ttalnfcafnmfc ........ Kchuckerl............
Siemens & Halske ...... «dlerwerke «keyer ..... Daimler Motor«. ..... Heylianrftae-t......... Megam.........••••
frankfurter Rrmatmtn . . . «oiiseroensabrik Braun . . . llstekallgesell^chafl sfraakstlN. Pet. Union A.-tz........
Schuhiadrik Her; Eichel .........
Zellstoff LSa.Lhsf.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckenabrik Wagbäufel - . .
vornherein ein gewonnener Kampf, es war auch feine unschuldige Eroberung mit verschlungenen Sorgen um da-^ Ende, es war nichts als eine pläsierliche Abwechslung .ms beiden Seilen, feine Komödie des Herzens, nur ein Spiel mit Sinnen und Verven. So fing eS an, bis in die alltägliche Liebesgeschichte bei ihr sich ganz anderc Motive einlchoben und die Fäden gewaltsam fester knüpften, und bis er sich zu langweilen begann, weil sie ihm unbequem wurde Sie hing sich cmch zu fest an ihn, sie suchte ihn zu fesieln, sie war wie ein schweifender Beutezügker, der nicht abläßt von der verwittrn-ten Spur, und das störte ihn in deiner Beweglichkeit. Er hatte schon längst Schluß machen wollen, doch eine Lösung in roher Form widerstrebte ihm wieder. Aun ergab es sich von selbst Aach Ehina konnte sie
Wirtschaft.
• Konkursverfahren, lieber das Ber- irnfcgen des SchuhwarmHändlers SustuS Wie- derhold in Darmstadt ist das Konkursver- cchren eröffnet worden. Forderungen smd bis
10. Sanuar beim Amtsgericht 1 in Darm- tabt anjumefben.
• Wahv & Freytag A. G., Frank- tvrt o. M Sn der a. o. G.-B. wurde bv Um- teflung des MienkapitalS von 204 Mill Pm. nif 8 052 000 Gm beschlossen. Aach MitteUung frer Derwaltung lassen die bisherigen Ergebnisse beS lausenden Geschäftsjahres die Verteilung einer angemessenen Dividende erhoffen
s^». Ehemische Fabrik Flörsheim Dr. H Aoerdlinger A. G FlörSheim -ftie in Frankfurt abgebattene G.-B. genehmigte Me Goldmarkbilanz und die Umstellung des Aktienkapitals von 30 Mill. Mk auf 600 000 doßmiart im Verhältnis von 1000:20 unter - |ei<feeitiger Ueberweisung von 200 000 Gm. aus i<ii neu gebildeten AeservesimdS Sn der Gold- bilnnz erscheinen unter den Aktiven u. a. Grund- f'6de 530 000 Gm , Burenueinrichtungen 155 Gm , Mttown 10 314 Gm, Aohmateriallen 91 570 Gm In den Passiven erscheinen u. a. Aückstellungen sift alte Verbindlichkeiten 21 364 Gm
• Zellst ofsabrik Waldhof in Mann- heim-Waldhos. Sn der AuffichtSratssihung ivurde beschlossen, der am 20. Dezember statt- södenden G.-D. eine GoldmarServssnungSbilanz vyrzulegen, in der etn Vermögen von 32 535 000 'Aoldmark ausgewiesen wird 5 Mill. Gm. sollen i-em gesetzlichen AeservefondS überwiesen werden. DaS bisher 463 Mill. Pm. betragende Grundkapital der Gesellschaft sott auf 27 535 000 Gm. imgcftcnt werden Auf btt 200 Mill Pcrpier- mark betragenden und im Verkehr befindlichen ctammaftien wird ein Kapital von 20 Mill. Gm. enffallen, so daß eine Aktie von 1000 Pm auf 100 Gm. abgestempelt wird. '
• Hessen- Nassau ische GaS A. -G. in Höchst a. M. Sn bet außerordentlichen Generalversammlung wurde beschLoffen, das Grundkapital von 48 Mitt. Pm aus 3 840 000 Gm. durch Abstempelung einer Aktie von 1000 Pm. auf 80 Gm. herabzuset^en Das VovkriegSkapital betrug 2 Mill. Warf. Die Verwaltung hofft, für daS laufende ilahr eilte Dividende von 4 bis 5 Proz. verteilen zu fömten.
* Bergmann TlektrizitätSwerfe A-G., Berlin. Die Goldmarkervsfuungsbilanz sieht die Umstellung des Aftienlapitals von 165 Mill Papiermarf im Verhältnis von 5:1 mrf 33 Mill. Goldmark vor. Dementsprechend inftd die einzelne Stammaktie von 1000 Papier- nwrrf aus 200 Goldmark abgestempelt werden.
DieHansa-Lloydwerfe A. --G. in Bremen legen jetzt ihre Goldmarkeroffnungs- blkanz per 1. Sanuar 1924 vor. Bei einem Aktien- fgpiial von 4 810 000 Mk werden ausgewiesen: Grundstücke 1 Mill., Gebäude 3,2 Mill-, Ma- ichim-n 800 000 Gm., Warenbestand 2 966 740 Gm.. .^assenbestan d 4156 Gm., Post scheckguthaben 4997 Goldinarf, Debitoren einschl. 67 051 Gm. Bankgut- heben 125 602 Gm. Das Aktienkapital setzt sich - ufarnmen aus 4,8 Mill Gm. Stammaftien und 10000 Gm. Vorzugsaktien
Frankfurter Mendbörse.
Frankfurt a. M, 27. Aov Auch der Abendverkchr bot wieder etn Bild auftergew-hn- tcher Lebhaftigkeit. An erster Stelle standen er- Tert Aktien, für die neue Käufe eintest en, die Dtcbetum zu großen Kursgewinnen führten. Das ebdafte Geschäft erstreckte sich fast auf den ganzen Mark! und wurde gefördert durch den anschei- itnd glatten Berlauf deS Ultimo. Am Montan- marft entfachte sich ein außerordentlich starkes '^efef-äft. 3m Vordergründe standen die tm Kurse 7twa.' zurückgebliebenen oberlchlesischen Werte. Laro sttegen 14.38 bis 14.88. Oberbedarf 15,50 rs 15,13 bis 15,38. Laurahütte 7,63 bis 7,38
7,63 bis 7,50. Auch die anderen 'Werte dieses Gebietes letzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Buderus 15,63. Gelsenkirchen 80, Harpener 102, Ille Bergbau 21,25, Mansfefter 3,8 bis 4, Phö- mr 48,25, Ah?inische Braunkohlen 35 bis 34,75, Ahern stahl >2.25, Ssinnes-Ri.reck 40.50, Tellus ?4 Von Kaliwerten zogen Aschersleben auf 138 an, während Westeregeln mit 16,63 unver- chr'derl blieben. Auch der Bankenmarkt stand im
0 810 1.010 0,975 1.460 O.bli 1,123
1,25 1,24
1,16 4,?
88.5
I 9.25 40,6
125,6 6
11,50
12
16,62
1,76 0,37 0,33
। 69,75 11,60 12,30
75 79,25 •101,75
14 16,65
7 14,13
47 40,90
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger .) Frankfurt a. M, 27. Aov ES wnirden notiert: Weizen lWetterauer) 21—23, Aoggen (intändischers 21— 2225. Sommergerste (für Drau- zweckel 24-26,50, Hafer linländffcher) 17 50 bi« 21,50, Mais (fldb) 21- 21.50. Deizemmchl (in- ländisches. Spezial 0 ) 35 - 38.25. Aoggenmehl 31,25—34,50. WerzenNeie 12,50—12,75, Roggen- kleie 11,75—12. Tendenz: Aicht stetig.
Frankfurter Schkachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger*.)
Frankfurt a. M 27 Aov Auftneb: 4 Binder. 1 Ochft. 2 jrc ser, 940 Kälber. 1366 Schase. 420 Schweine Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber s.inste Mast- fälber 65—70, mittlere Masi- und beste Saug kälber 57—64. geringere Mat- und gute Saugkälber 50—56, geringe Saugkälbec 40 -17. Schafe: Maßlämmei- und Masthämmel 32 37. geringere Masthämmel und Stza'e 24 31 mäßig genährte Hämmcl und Sck ase (Merz chase) 15- 22. Schweine: vollflcischige von 80 l'iS 100 Kilo 74—76, unter 80 Kilo 68 74. von 100 bi» 120 Kilo 76-78, von 120 bi« 150 Kilo 76 26. un ivine Sauen und geschnit ene Eber 60- -68. Markt- verlaus: Bei ruhigem Handel geräumt.
Berliner Produksonbörse.
Berlin. 27 Aov. Der Produftenmarsi verkehrte in ruhiger Haltung. Mebl still für Snland und Auslandware. Es notierten pro 1000 Kilo. Weizen, märt. 218 bis 223. poiMN. 214. Roggen, märt 207 bi» 211. Gerste, märt 220 bis 246. neue 190 bis 200. Hafer, mark. 168 bis 175, pomm 159 bis 166, Mais (1000 Bln.) 206 bis 208, AaPs 400, Leinsaat 410 bis 420; pro 100 Kilo: Weizenmehl 29,50 bis 32,50, Avggenmehl 28,25 bis 31.50, Dcizcntleie 13,70 bis 13,80 Aoggenlleie 12,20 bis 12.40, Viktoria- erbfen 30 bis 33, kleine Erbsen 21 viS 23. Futter erbsen 18,50 bis 20, Peluschken 16 bi« 16,50 Ackerbohnen 21 bis 21,50, Wicken 17 bis 18 Lupinen, blau 12 bis 14. gelb 15 bis 18. Serradelle. alt, 11 bis 12. neu, 16 bis 17. Rapskuchen 16,50 bis 16,70, Leinkuchen 25,50 bis 26, £ roden- schnitzel 8,70 bis 9, Torfmelasse 8.30 bis 8.50. Kartoff elf locken 18.20 bi« 18,60 Ms
Büchcrtisch.
Dr. Hanns Floerto läßt fo.-ben iw Verlag Georg Mülle i . München einen fünf- bändigen M a ch i a v e l l i erscheinen, -der nicht nur das berühmte Buch vom „Fürsten'' enthält, sondern auch Machiavellrs Wert übd Den Staat, ein Werl von merkwürdiger Allualität, ferner Machiavellis schöne ..Geschichte der Stad! Florenz". Fichte war es. bet seinen Zeitgenossen dringend empfahl. Machiavellis politische ^chrrj- ien zu lesen. Er würde wahrscheinlich heute seine Mahnung noch dringender wiederholen.
- Amerikanische Stimmen Unter diesem Titel kündig, ein amerikanischer Verlag eine Monatszeitschrift in deutscher Sprache an. die füfreJtbe. Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten zu Worte kommen lasten und so durch zu- verlästigd ünv systemattsche Berichte dem deutschen Leser eine genaue Kenntnis des politischen, wirtschaftlichen, fulturdlen und sozialen Leben« dieses für un« so wichtigen Lande« vermitteln wlll
„Ruud um die Frau." Kleine Geschichten von Heinrich ZerkwLen Buchausstattung von Pros. W. Poet ter. (Verlag von Franz Borgmeher tn Hildesheim Gebunden 1,20 Mk.) Eine Handvoll kleiner Geschichten, die so duftig, beseelt rmd beschwingt finb, daß sie zusammen einen kleinen, aber köstlichen bunten Strauß er geben, den Dichlerhand, als Gruß am Wege des Schaffens gepflückt, der liebsten Frau und allen Frauen darbietet. Ein fchmales, dünneS Bändchen nur, wie „rund um die Frau" kreisen, deren Lob verhalten und laut aber eine echte Dichter- gäbe, die schwer wiegt in den Händen und Herzen der Frauen.
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