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5. Fortsetzung. <Rachdruck verboten.)
Qxntafym runzelte die Stirne. „Zuletzt soll er eine Schankstube geführt hoben, Herr Jph.i- son, oben her CallahanS Solvn, noch: der Vowerh Gr ist mistvaten — wie Orttei Michel, rnvchl' bch sogen."
,ül nd Zhr andere- Kind?"
Der Mann schmunzelte. „Das andere ist meine Tochter Mary, ©ort segne sie. Sie ist Wärterin in der Familie deS alten Stapleton, des Millionärs."
Duvall klappte das Buch zu. „Danke," bemerkte er, „vermutlich ist sie ledig?"
„Mary? Sin Teufels braten Sine Zeitlang tat sie so schön mit einem Franzosen, einem Chauffeur bei Herrn Stapleton, aber der Bursche ging dann fort und sie hat ihn so ziemlich vergessen. Es ist beinahe ein ZaHr her."
„Ach so. Erinnern Sie sich, wie er hieh?"
„Alphonse, Alphonse Valentin rdrr so ähnlich. Ein drolliger Valentin mit seinem kurzen schwarzen Schvcmzbart und fernen Zigaretten!" Er lachte laut. „Denken Sie sich meine Mary mit einem solchen Kerl verheiratet I"
Duvall steckte das Rotizbuch in die Tasche und erhob sich. „Danke vielmals, Herr Lanahan. Falls wir herausfiirden, dah Sie mit dem Michel Lanahan, dessen Vermögen wir in Hälchen hab n, verwandt sind, hören Sie von uns. Für Lkhre Freundlichkeit sehr Derfimben!“
Der Gärtner nickte. „Sie sollen willkommen sein, Herr Johnson. Jener Lanaharn wird wohl von einer anderen Familie sein. Ich habe nie
geyorr, tW) einer aus metner Familie zu Geld getvmmen wäre. Guten Tag, Herr Johrnion!"
Tuvall begab sich zum Vahnhof zurück und nahm den ersten Zug nach Reuyork. Es- trar ihm klar, das) Mary Lanahans Eltern nichts mit Rerbreche rn und Dieben zu tun harten. Ihre Ehrlichkeit war so augenfällig, wie das Vlau ihrer Augen oder das Rot ihrer Haare. Da versprach die Auskunft über Alphonle Valentin und über Lanahans Sohn Varney schon mehr.
Es war nahezu ein Uhr, als Duvall bei Callahans Sawn, an der Vowery. in der Rähe der Kanalstrahe war. Er sollte eine Entt ulchung erleben. Varney Lancchan hatte das Geschäft auf- gegeben und verlassen. Callahan harte keine 2lh- nung, wohin er sich gewandt harte: er war seither nicht mehr gesehen worden. Der Pförtner, ein Reger, sagte aus, er habe vor wenigen Wochen den Mann mit einem früheren Preis-Athletzn in den Vroadway-Solon eintreten sehen.
Rachdem Duvall sich rasch gestärkt harte, ging er in seine Geschäftsräume am Union Square, wo feine Vertreter durch sein unerwartetes Kommen änderst überrascht waren. Gr beauftragte sie, Varney Lanahan schl'unigst ausfindig zu machen. Dann rief er Stapletons Sekretär, S)obg- man, an und erkundigte sich nach dem Chauffeur.
Hotgman wuhte, bch der Bankier den Valentin vor etwa anderthalb Jahren in Paris eingestellt und hierher gebracht hatte, wo er etwa sechs Monate bei ihm blieb. Gr wurde wegen ülnrcgelmähigkeiten bei Einkäufen entlas en, und seither hatte man nichts mehr von ihm gehört oder gesehen.
Als Duvall dies hörte, begab er sich in die Geschäftsräume der französischen Dampfenlinie und bat, die Passagierlisten des letzten Zahres ein-
sehen zu ou^rn Sollte Valentin etwas mit der Entführung des Kindes Stapletons zu tun haben, so wäre er wahrscheinlich in Paris und harte ziemlich sicher diese Linie benützt. Daher war Duvall nicht überrascht, als er Valentins Romen in der Liste vom Monat März verzeichnet sah.
Run wollte er aber auch noch einen langen Dries an Grace schreiben, die. wie er natürlich annahm, ruhig zu Hause sah und aas seine Rückkehr wartete. 3m Laufe des 2lbends luchte er noch Hvdgman auf und war glücklich genug, ein Vild 'Alphonse Valentins, des Wagenführers, zu bekommen, das ihn am Führersitz seines Wagens darstellte.
Der Wagen mit einigen Gästen war offenbar von einem Freunde Stapletons mittels eines kleinen Apparates aufgenommen Duvall legte das Dild mit zufriedenem Lächeln -u seinen anderen ‘Belegen. Er war froh, dah der Aufschub seiner Abreise so ergiebig gewesen war.
Roch einen weiteren Schritt tat er vor seiner Abreise. Mit Hodgman besichtigte er das Zimmer, das die Wärterin Mary Lanahan im Hartie Stapleton bewohnt hatte. Das Ergebnis war überaus gering. Sie hatte offenbar bei ihrer Abreise alles mitgenommen, was sie irgendwie besah. Es schien rein nichts mehr da zu sein, was auch den leisesten Schluh auf ihren Charakter und ihre Gewohnheiten zugelassen hätte.
Hvdgman wandte sich der Türe zu und runzelte ungeduldig die Stirn. „Richts zu finden," brummte er und wollte eben das Zimmer verlassen.
„Wenigstens nicht viel," sagte Duvall und streifte mit einem Dlick die hölzerne Kante des Schreibtisches. „Diese Mary Lanahan ist offenbar eine ganz moderne Person."
Hdögnmn X> txyr an „W-eßv?"
.Zch sehe, dah sie raucht, und zwar Ziya» retten."
„Wirklich? Woher wissen Sie das?"
'Duvall lächelte. „Sehr einfach, Herr Hodg» man. „Sehen Sie diese Vrandmale aut dem Lack >* ®r deutete auf einige Flecken auf der Kante „Die finden Sie bei allen 3tgarcitanxmd?cm!‘ ®r sah einen Augenblick zum Fenster hinaus.
„Zimmer erzählen viel über ihre Vewvbner. Zch habe z. D. diese Lanahan nie gesehen, aber ich weist, dab sie im Vett liest, mit einer slunrp en Feder schreibt und eine ßtnfierin ist Zch könnte Ihnen noch allerlei weitere Einzelheiten über 1i< mitteilen, aber ich will Sie nicht d.rrnll auf halten!'
Er schmunzelte vergüngt, als er Sob-imani Staunen sah „Alles höchst einf<Kf> — tatsächlich Och schließe das eben aus mancherlei Dinge i h ci im Zimmer. Hier ist etwas," sagte er und h i eine rostige Stahlfeder vom Schreibtisch auf „DieS beweist, dab sie mit einer stumpfen Fede, schreibt, ferner ist die rechte Spitze abgenützt alfc schreibt sie links. Urtb hier was anderes!"
„Dies Licht benützt niemand, wenn er nichi nachts im Veit lelen will. Die anberen im Zinr- mer sind mehr als ausreichend für die Ve rich- tung. Und dieses Licht hat viel gebrannt, nxii Sie an der geschwärzten Dirne sehen. Vemerken Sie, wie die Weibe Farbe am £>bcrt.-tl d?S Vet!es, gerade unter dem Licht, durchscheinend ist ? Das kommt daher, dab ein Kissen allabendlich daran gerieben wurde." Er wandte sich der Türe zu „Ratürlich hoben diese Einzelh.iten in unterem Falle vermutlich keinen Wert, aber ich benwr'e sie eben. Es ist die Macht der Gewohnheit!"
(Fortsetzung folgt.)
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