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Feuerwerk am nördttHen Ufer desSchwa­nenteiches" im Schloßgarten abgebrannt Einen geradezu zauberisch schonen Anblick bot die 2ui* derspiegelung der Leuchtkugeln, Fontänen unv Feuerräder in den silbernen Wassern des Wei - lhers. Die herrlichen Baumgruppen des Schloßt Parks bildeten eine stimmungsvolle Umrahmung. Aach Schluß des Feuerwerks sand noch inoffr» zielles Beisammensein in den Gasthöfen statt.

Um 6 Uhr am Morgen des 25. Mai erklangen bereits die Weckrufe des Laubachep Musik- vereins und der (Zugendgruppe Laubach (Lüt- zowswild: Jagd"). Sodann setzten sich von 8 Uhr ab bi2 einzelnen Trupps nach dem Ramsberg in Marsch. Hier auf diesem einzig schönen Fest- plah fand em feierlicher Waldgottesdienst statt Pfarrer Dr. Hey mann (Rodheim bei Nidda) hrelt eine eindrucksvolle Predigt. Unter den Teil­nehmern am Gottesdienst bemerkte man auch den Gros-Herzog nebst Gemahlin und ältestem Sohn. Ebenso gefielen die Dorträge und Musikstücke des Laubacher Kirchenchors (Oberreallch er Gerhard) und des Laubacher Musitvereins (.Ka­pellmeister Diehl) in besonderem Matze. Das all­gemeine Lied:Ich bete an die Macht der Liebe schloß, den höchst stimmungsvollen Gottesdienst. Don 11 Uhr ab begann der Festzug auf den Ltr.i- , ßLn nach Lick Lauter und Schloßpark mit der Spitze am GasthofZur Traube" Ausstellung zi nehmen. Dicht weniger als 6 Musikkapellen waren angetreten, nicht weniger als 40 verschiedene Gruppenbilder wurden gestellt: hieran beteiligten s sich die Gießener Bismarck-Jugend

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Symbol b<^ Goldes, gezeigt, welche von Grund auf umwälzenden Wirkungen einzelne naturwissen­schaftliche Erfindungen oder Forschungsergebnisse ckuf die soziale Struktur der Menschheit ausüben können. Das leider nicht sehr zahlreiche Publi­kum folgte der spannenden Szene mit größtem Interesse und dankte Derfasser wie Interpreten herzlich für den genußreichen Abend.

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L.U. Kantfeier der Landesuni­versität. Am Sonntag, dem 1. Juni 192 4, vorm. II1/* Uhr, pünktlich, findet in der Neuen Aula eine Kantgedächt- n i s f e i e r statt, zu der in erster Linie die Uni­versitäts-Angehörigen eingeladen sind. Es ist aber auch anderen Kreisen in unserer Bürger­schaft, welche an der Ehrung des großen deut­schen Philosophen teilnehmen möchten, der Zutritt ermöglicht, wenn sie sich bis zum 29.

i ds. Mts. bei dem Verwalter des Bvrlesungs- gebäudes eine Einlaßkarte holen. Sie können jedoch nur in beschränktem Maße zur Aus­gabe gelangen. Die Gedächtnisreden halten die Professoren Dr. M e s s e r, Dr. v. A st e r und Dr. E. W. Mayer.

** Die G ießener Studenten Hilfe- bittet uns um Aufnahme folgender Mitteilung: Wie sich aus einer Anfrage der Schuhmacher- I zwangsinnung ergibt, bestehen Unklarheiten dar­über wie es möglich ist den Studierenden in der Schuhmacherei der Studentenhilfe einen Rabatt I zu gewähren. Es sei deshalb festgestellt, daß es sich dabei um einen Zuschuß handelt. welchen die Studentenhilfe leistet aus Mitteln, die vor allem aus in- und ausländischen Spenden

Doruottzvn.

Aus dem St adttheater- Bureau wird uns geschrieben: Unsere Bühne hat alte Beziehungen zu Heinrich L i l i e n f ein, dessen TragikomödieC a - gliostrv" am morgigen Mittwoch hier zur Aufführung gelangt. Bereits im alten Haus, im Winter 1904/05, hat Direktor Stein- g o e t t e r des Autors DramaMaria Fried­hammer- zur erfolgreichen Aufführung ge­bracht und damit als einer der ersten Theater­leiter dem jungen Schriftsteller den Weg zur Bühne bahnen helfen. Hoffentlich gibt sich für diese Aufführung größeres Interesse kund, als für die letzten Veranstaltungen im Stadt-

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Die Gesellschaft Liebig-Museum beging am Sonntag und Montag den Tag, an dem der Begründer der wissenschaftlichen Chemie in Deutschland, der größte Sohn der hessischen Lan­desuniversität, Justus von Liebig, vor hundert Jahren die ordentliche Professur an unserer Uni­versität erhielt. Die würdige Feier, um deren Zustandekommen sich der rührige Vorsitzende der Gesellschaft Liebig-Museum. Geheimrat Prof. Dr. Sommer, besonders verdient gemacht hat, be­gann am Sonntag vormittag mit einem Rund- gang durch das um eine Reihe wertvoller Spen­den bereicherte Museum. Dann sprach Studienrat Dr. Heuhel in klarer und fesselnder Weise, unterstützt durch zahlreiche Lichtbilder über den sprechenden Film als Glied einer Erfindungs­reihe". Die Teilnehmer der Feier begaben sich darauf zum Liebigdenkmal, an dem der Rektor der Landesuniversttät Professor Dr. Laqueur

unter Hinweis auf die überragende Bedeutung Liebigs für unsere alma mater und die Entwicklung des chemischen Unterrichts in Gießen einen Kranz in den Farben der Universi­tät niederlegte. 2m Ramen desVereins deutscher Chemiker" legte dann Prof. Dr. Brand einen Kranz nieder, indem er noch besonders die Ver- idienste Liebigs um die Entwicklung der chemischen Industrie hervorhob. Geheimrat Sommer bat die anwesenden Vertreter der hessischen Regierung, Ministerialdirettor Urstadt vom Landesamt für das Dildungswesen, und der Stadt Gießen, Bür­germeister K r e n z i e n, um ihre tatkräftige Unter­stützung für das finanziell schwer ringende Liebig- Museum. Beide Herren sagten ihre Hilfe zu.

Den Höhepuntt erreichte die Feier in denMon- I tags veranstalteten im Kath. Vereinshaus, in der 4>er derzeitige Inhaber des Lehrstuhls Liebigs, Geheimrat Prof. Dr. Elbs die Entwicklung des chemischen Unterrichts in Deutschland in einem geistvollen Vortrag prägnant darlegte. Ausgehend von dem Grundsatz, daß erst das Zusammenkom- men von Experiment und 'Beobachtung, erst die zusammenfassende Erklärung der Tatsachen in der Theorie die Chemie zur Wtssenschast er- I hebt, schilderte er die Entstehung der chemischen Lehrmethode, die bis in das beginnende 19. Jahr­hundert hinein ohne eigentliche Unterrichtslabo- ratorien die Schüler zwang, entweder auf dem Wege über die Apotheke sich die rein praktischen Handgriffe zu eigen zu machen oder in ganz ver­einzelten Fällen in Privattaboratorien berühm­ter Gelehrter in die exakte Forschung etnzu- dringen. Dieser letztere, naturgemäß wett wert­vollere Weg bot sich Liebig durch die Verntttt- lung Alexander von Humboldts in dem Pariser Laboratorium Gay-Lussacs. von dem er dann mit 21 Jahren als ordentlicher Professor nach Gießen kam und hier das erste wtrlliche Unter­richtslaboratorium gründete. Auf fern Detsprel gehen dann die übrigen ähnlichen Einrichtungen im In- und Ausland zurück. Liebig verlangte von seinen Schülern eine allgemeine wissenschaft­liche Durchbildung unter Vermeidung einer früh­zeitigen Spezialisierung, wie es der winn für das

herrühren.

* Die Ortskrankenkasse macht im Anzeigenteil auf die Zahlung der noch ausstehen­den 2ft)r Überträge aufmerksam.

** Das Versorgungsamt teilt uns mit, daß die Pensionszahlungen am 28. Mai für Pen­sionäre und Hinterbliebene auf dem Verf)rgungs- amte Gießen erfolgen.

W a l d g o t t e s d i e n st. Im vorigen Sommer hat die evangelische Kirchengemeinde Gießen wiederholt den Versuch gemacht, Gottes­dienste im Freien abzuhalten, stets wurde der Plan durch die Unbeständigkeit der Witterung vereitelt, auch wurden im Lause des Sommers alle Veranstaltungen unter freiem Himmel ver­boten. Runmehr soll dieser Plan wieder auf - gegriffen werden. Am Himmelfahrt- tage, nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Ge­lände der Waldbühne an der Licher Straße ein Gottesdienst abgehalten werden, zu dem alle Evangelischen eingeladen werden. Ein Dlaserchor wird die Gesänge begleiten. Es wird gebeten, die Gesangbücher mitzubringen. (Siehe Anzeige.)

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fckvigung Vieser Forderung vorhanden seien, unv i Prattftcye, z.D. in England bevorzugte. Diese man wird ihr dabei bis zu einem gewissen Grade Erkenntnis von der Notwendigkeit einer all- beipflichten müssen 2luf der anderen weite aber gemeinen Grundlage der Gesamtwissenschaft, darf man - ohne daß wir uns damit in die Aus- von der dann in .der Praxis sich --inandersetzuna zwischen den Freunden und Geg- die feinen Faden des Spezialistentums losen kon- n^r SeSattung eiumischen wollen - neu, hat vor ^.Dingen Deutschland den Dor- dock «daraus Hinweisen daß es sich hier um einen rang in der Chemie erobert und bis heute 6e=

tabrft 1£rbreiten Greifen der Bür- wahrt, weil Deutschland sich> hierdurch neben dem chun eiEl lebendig ist. Vielleicht wäre Generalstab der großen Erfinder und Forscher, ^Wich doch wenigstens eine Teilsumme in den die le^s Land 'M sich das große Heer tüchtiger VoiMttchsüa irock eitäustellen vielleicht aus dem chemischer Arbeiter schäften konnte, um die uns wenigstens doku- die Welt n-och heute beneidet. Dem fesselnden mit m^ittÄ daß Ma den Vorsatz hat, dem an sich großem Verfall aufgenommenen..Vortrag ^gte nickt 'UiLilttaen Verlangen Rechnung zu tragen, nach kurzen einleitenden und erläuternd^ Wor- En die e? Voranschlag zur Tat wird, werden ten des Verfassers die Rezitation der Komodrel Reicht d?e Freund der Feuerbestattung sich Lj>te ® o l b m a^er" tunComrat $cof ^for ^uck mal zu einer besonderen Tat aufschwingen Dr. Sommer durch Reyrsseur Volck^vom Gre- und womöglich den Rest der Dausumme stiften, ßener Stadtcheater. Die Komodie, für deren aus- ^Imi^der Bau des Krematoriums oder des Der- gezeichnete Vermittlung man Herrn Volck beson- mcht mehr attäu lange auf sich beieu Daak wisse» mu&, ift eme Sortierung der Drcnnungyui j z | befannten bereits zur Aufführung getonunenen

Hexenküche" des gleichen Verfassers. Es ist d.nn Verfasser gelungen, mit großem psychologischem Verständnis und viel technischem Geschick ^rne Rei^e packender Szenen zu schaffen, die zumal in ihrem ersten Teil die Geschehinfte der letzten Jahre, die schon fast wie fern zurückliegende Geschichte anmuten, durch gut getroffene typischeZeitge­nossen" plastisch lebendig zur Darstellung zu bringen. Chemische Wissenschaft und Wirtschaft toeröen miteinander verbunden und durch das

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Der Deutsche Deamtenbund lädt die Beamtenschaft von Gießen zu einer Versamm­lung auf Mittwoch, den 28. Mai, abends 8L/.i Uhr, im Katholischen Vereins Haus ein, in der über die unsoziale Gestaltung der neuesten Bestt- dungsregelung" gesprochen werden soll.

Der Wart burg-Verein Gießen veranstaltet am Mittwoch, den 4. Juni, abends im Johannes-Saal (Südanlage) zum Besten der Jugendfürsorge einen Konzert abend, w)zu Fr. Dr. Weil und Frl. Trudel T e h l a f f (Ge­sang) ihre Mitwirkung zugesagt haben. Das aus­führende Quartett, die Herren Bauer-Gießen, , ------------- ---}"

Welcker, Bauer und Franz von Wetzlar, stehen und die Iugendgruppen Eich e l fach, en, Go noch vom vorigen Hahr her in bester Erinnerung. I b e l n r o d, Grünberg, He nr l e 11 e n y o s, Ausführende sowie Mitwirkende haben sich un- H u n g en, La u ba ch, Lauter, R>ederbes- eigennühig in den Dienst der guten Sache gestellt, singen, R o n n e n r o t h. O b e rb e ssi ngcn, (Aäberä im Inserat.) Qurckborn, Röthges. Ruppertsburg,

- lieber aftaede retigSfe TH-mm spricht Di l t° n W ei ckt>rts i n

Pfarrer Taesler von der Franfturter freireli- seld. lmsiscken

SwJot GLMleinde Himmelfahrt abend rn Lollar. ^riziamschen Zeit, die den

(Siehe Inserat.) | $c^ug elöffneten, sowie die Darstellungen der

Jahreszeiten der Kirmes und der Spinnstube. Ebenso erregten die Figuren der Steinzritmen- schen und der alten Germanen besonderes Auf­sehen Auf dem Ramsberg wurde die Versamm­lung im Rainen der Stadt Laubach durch D u r- germeister'hm-Laubach und durch Bürgermeister Krauß-Wetterfeld im Ramen des Landvolkes begrüßt. Es folgte eine kräftige Ansprache des Reichstagsabge- ordnetenDorsch - Wölfersheim, der sich^ noch weitere Ansprachen in vaterländischem Sinne an- schlossen Gemeinsame Lieder und wirkungsvolle Männerchöre des Männergesangvereins Grun- berg umrahmten diese Reden. Hierauf wurden die Wimpeln von fünf neuen Vereinen in feierlicher ----- Weise geweiht. Der gemeinsame GesangDeutsch-

80, Radieschen 25 Pf. Ian& Deutschland" schloß die großartige vater-

---------- ländische Feier, nach deren Beendigung die gewal- (Äoy Taa" in ßaubad), tige Festversammlung noch bis zum Wend auf

Der f, veuijaje in ) bem schönen Berge verblieb. Begünstigt

, Von unserem ^-Sonderberichterstatter. wurde der Verlauf der Ferer durch prächtig^ Der' Deutsche Tag veranstattet von dem he f- Wetter Gerade als der Festzug anttat b^ f i f 6 Tn 2 an b j u g = n b . $ u n b. ist zur Zu- l-uchtrnd-r 6°nn°nfch-in durch b« frie^nheit der Festteilnehmer ausgefallen. Be- | Wolken und behauptete sich bis zum Abend, relts am Dachmittag des 24. trafen Tausende von Fest gasten ein. Das freundliche Städten hatte reid^n Fahnenschmuck angelegt; verschiedAie ge­schmackvolle Ehienpforten und zahlreiche Arkaden von Fichtenreisig innerhalb der Straßen waren errichtet worden. Um 8 Uhr abends sand in den Sälen der GasthöfeSolmser Hof",Schützenhof undZur Traube" eine Begrüßung der F e st g ä st e statt, die in einheitlicher Werse durch einen Festmarsch (Hohenfriedbei;ger), eine Fest- ouvettuie und ttesflich torgetragene Pro.oge ein- geleitet wurde. Sodann richtete der Vorsitzende, des Landjugendbundes (Dr. Roßberg) warme Worte herzlicher Begrüßung und ernster Mah­nung im Grundton:Gut deutsch allewege! an die Versammlung. Außerdem wurden Volks­tänze vaterländische Dichtungen, lebende Bild er (das deutsche Volkslied) ge­boten Diese Darbietungen wurden durch treff­liche Vorträge der Laubacher Musikka­pelle der beiden Laubacher Männerchöre (Ein­tracht 'und Harmonie) sowie durchs gemeinsame vaterländische Lieder eingerahmt. Um 10V2 Mr wai großer Zapfenstreich. 11 Uhr fand die ben­galische Beleuchtung des Schlosses statt. Gleichzeittg wurde ein überaus prächtiges