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Berliner Produktenbörse.
Berlin, 26. März. Die Geschäftslage am Produkte mnarkt zeigte gegen gestern keine besondere Deränderung. Das Angebot hat sich nicht vermehrt, aber auch die Dachfrage zeigte Zurückhaltung. Dachteilig tplrftc auf die Stimmung der sehr schlechte Wsah von Wehl und die matte Veranlagung des Weltmarktes. 3n gleicher Richtung wirkten die furchtbare Witterung und das Eintreffen unteilvrgs eingewinterter Zufuhren. Allerbeste Braugerste war noch gefragt, Hafer war bis zu geringem Angebot mehr beehrt. Kleie und andere guttermittel fanden wenig Beachtung. Es notierten für je 100) Kilo: Weiten, märk. 164 bis 169, Roggen, märk. 132 bis 136 (stetig), fromm. 127 bis 132 (stetig), Braugerste 163 bis 185 (ruhig), Futtergerste 148 bis 158 (ruhig), Hafer, märk. 114 bis 122 (ruhig), westpreutz. 112 bis 114 (ruhig), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 100 Kilo: Wei-
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Frankfurter Börse.
Frankfurt a. W. 26. März. Tendenz. Fest. — Für manchen Dörsenbesucher kam die fv schnell einseyende lebhafte Geschäftstätigkeit etwas überraschend, während die Spekulation sich mehr oder weniger süc eine, wenn auch noch mastige Auswartsbewegung einstellt-!. Die für die nächsten Tage zu erwartende Herabsetzung des Umsahstempels, der, wie verlautet, sür die Arbi- tragc ermäßigt werden soll, hat zusammen mit Rückkäufen heute den Hauptanlast zur festen Tendenz gegeben. Dorbörslich war bereits reger Begehr nach verschiedenen Industnepapirren, wobei man besonders in chemischen Aktien Kaufe für ausländische Rechnung bemerkte. Als fest sind besonders Badische Anilin und Elberfelder zu erwähnen. Reben Scheidcanstalt waren auch Th. Goldschmidt begehrter. Scheideanstalt gewannen 4, Holzverkohlung 1 Billion. Unter den Elettrizi- tätspapieren setzten A E. G Licht und Kraft ihre Befestigungen fort. Felten & Guilleaume Begehrter. Lahmeyer plus 4 Dill. 3n Maschinenaktien war ein sichtlich freundlicherer Grundton oarherr- schcnd. Daimler, sowie Adlerweicke setzten höher ein. Karlsruher, Kraust Lokomotiven fester. Don scnstigen Sntniftnepapkrcn erhöhten u a. ihren Kursstand 3nag, Phil. Holzmann, Zement Heidel- berg und Zellstoffaktien. Auf dem Montanmarkt sanden Gelsenkirchener, Laurahütte mehr Beachtung. Fester ferner Mansfelder, Mannesmann. Rorddeutscher Llohd lebhaft bei grvsten Beträgen gehandelt. Diskonto - Gesellschaft, Darmstadter, OHtiallbanf anziehend, bproz. Reichsanleihe, lebhafter, 92 Milliarden. Auch sonst bemerkte man etttya Rachsrage für heimische Anleihen. Türkenwerte fester. 3m Freiveittehr tarnen zunächst nur wenige Aktien zu gröberen Umsätzen. Api 6,75 bis 7, Becker Stahl 9,25 bis 9,38, Decker Kohle
zemneyl 24,25 btS 26,50 (ruhig). Roggenmehl 20,50 bis 23 (ruhig), Weizenkleie 10,60 bis 10,80 (matter), Roggnrkleie 8,10 bis 8,20 (matter), Dikkoria- erbsen 27 bis 28, Keine Erbsen 16, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 14,50, Lupinen, blau
Bries
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60,97
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Schluß»!
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S'/g. Growag 0,27» bis 0,300. Benz 4»/„ Brown Doweri 2.8, KrügerShall 9, Hansa Llohd 1.8, Unterfranken 0 650, Ehern. Andreae 0,850, Ufa 7 25 bis 7,50, Ludwigsburger Porzellan 3, Mez Söhne 5, Unionsprit 0,750 bis 0,775, Rastatter Cffiaggon 8 Billionen.
Berliner Börse.
Berlin. 26. März. (W'lsf.) Drr feste Stimmung der gestrigen Börse übertrug sich ars dcn heutigen Derkehr. Offenbar lockte die gestern in Gang gekommene Auswärtsbewezung weitere Käufer an. Dies kam bei der Feststellung der ersten amtlichen Kurse zum Ausdruck, namentlich am Montanmartte waren Kursbessernngen zu verzeichnen, meist bis zu etwa 2 Billionen Prozent. Stoliberger Zink setzte sogar um 5 Billionen Prozent höher ein. Die übrigen Markte waren ebenfalls günstig veranlagt, namentlich Farbwerte waren begehrt: auch Tleltrizitätsaktien wurden teilweise zu höheren Kursen aus dem Markt ge- Tremmen wobei F.lten & Guilleaume 4 Billionen und Schlickert 2,5 Billionen Prozent gewannen. Don Maschinensabriksaktien setzten Berlin-Karlsruher ihre Erholung mit einer Steigerung von 4 Billionen Pr ozent fort. Humboldt Maschinen- und Motorenfabrik Deutz gewannen etwa 2 Dill. Don Tertilwerten stellten sich Rorddeutsche Wolle um 5 Billionen, Stöhr & Eo. um über 8 Bill, höher. 3m weite.en Verlause nahm die Haltung euren schwantenken Eharatter an, da verschiedentlich Gewmnrealisierungen erfolgten, zumal auch eine Zoitungsmeldung cerftimmte, wonach leitens der Regierung kaum auf eine Ermäßigung der Dörscnumsatzstcuer in dem von Börsen kreisen für notwendig erachteten Umfange zu erwarten sei. Die tefle Grundstimmung konnte sich aber im allgemeinen behaupten, und so blieben empfindliche Einbußen aus. Das Geschäft hatte nur mastigen Umfang Arn Devisenmarkt muhte die Zuteilung für- einige Rebendevisen. namentlich auf nordische Staaten weiter herabgesetzt rveroen. Die Kurse waren allgemein unverändert. Paris und Brüssel etwas niedriger.
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tetchtermngen dewEgen will, glaubt ftc auf die Einheitskurssestsetzung und den Dedisenkommissar nicht verzichten zu ßnnen.
• Erleichterungen In der Rhein- schtffahrt? Mit dem Derkehrsausschust der Rheinlandkommiffion fanden kürzlich Derhandlun- aen seitens des Dereins zur Wahrung der Rhcin- schifsahrtSintereffen statt. Es steht danach zu er- warten, dast dcn Dorschlägen des Derbarides hin- ftchtlich der Aushebung der Zollkontrolle über Güter innerhalb des besetzten Gebiets, sowie aus Erleichterung der Gin- und Aussahrgenehmigun- gen näher getreten werden wird und entsprechende Schritte durchgeführt werden.
* Auslandsgeschäfte der deutschen Waggonindvstrie. Trotz schärfsten Wettbewerbes des Auslandes hat die Hannoversche Waggonfabrik in den letzten Wochen neue wesentliche Auslandsaufträge hereinbekommen. Auster verschiedenen europäischen Aufträgen erhielt die Hawa einen bedeutenderen Auftrag aus China. Ferner hat England die Dergebung eines Auftrages von 3000 Waggons in Aussicht gestellt. von denen ein Teil von der Hawa bereits, in Arbeit genommen worden ist. Auch bei der Hannoverschen Maschinenbau 2L G. beginnt sich das Ausländsgeschäft wieder zu beleben. Don der indischen Staats reg terung hat die Hanomag fünf Lokomotiven in Auftrag bekommen.
• Frankreichs Auhenha ndel. Die französische Ausfuhr in den ersten zwei Monaten dieses Jahres hatte einen Wert von 6 618 112 000 Franken, die der Einfuhr einen solchen von 6 601 721 000 Franken. Sowohl Einfuhr wie Ausfuhr waren, nach dem Werte gemessen, ungefähr doppelt so hoch, wie in dem gleichen Zeitabschnitt des Dorjahres, lieber zwei Drittel der Gesamt, einfuhr bestand aus Rohstoffen, während die eingeführten Fertigwaren nur 11—12 v. H. der Gesamteinfuhr ausmachten. Die Ausfuhr französischer Fertigwaren hatte einen Wert von 3 381 000 000 Franken und machte 60 v. H. der Pefamtausfnhr aus. Der Wert der in den beiden Monaten ausgeführten Güter war 77 v. H. höher als in den beiden gleichen Monaten des Dorjahres.
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Frankfurt a. M, 26. März. Es notiert« für je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 17,50 bi< 18, Roggen 15,75 bis 16, Braugerste 19 bis 19.75, Hafer, inländ. 15,25 bis 15,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27 bis 27,75, Roggenmehl 23 bis 23,75, Weizen- und Roggenkleie 9,25 bis 10,25, Mais, La Plata 19,25 bis 19,75. Tendenz: Flau.
Kunst und Wiftenschast.
Der deutsche Aerztetag.
Der diesjährige deutsche Aerztetag findet am 28. und 29. Juni in Bremen statt.
Büchertisch,
— Die Pap st fahrt durch Schwaben. Erzählung von Peter Dörfler (Derlag Josef Kofel & Friedrich Pustet, K.-G., München, Der- lagsabteilung Kempten). — Sage und Dichtung sind zwei Zweige, die nahe beieinander am Baume der Geschichte wachsen und alle drei erscheinen etni in Peter Dörflers neuer Dichtung: ein feinglie- ^<0:0, durchdachtes, färben- und ranlenumspiel-- tes Kunstwerl. Da feffelt bet Inhalt, und da entzückt noch mehr die Form. Mit überlegenem Kunst- Verstand ist das Sachliche — Pius VI. Fahrt von Augsburg durch Schwaben nach Füsten und zum Süden romwärts — geformt und gestaltet. Sagenlogik. derbe Allgäuer 'Bauernlogik und Städterlogik durchdringen sich und schaffen eine rationalirrationale Atmosphäre absoluter Eigengesetzlichkeit. Und nur so kommt jene östliche Welt von Geschichte und Sage, Schauen und Denken, Schildern und Handeln, durchwürzt vom herben Duft der Allgäuer Scholle und umrankt von zierlichen Rokokofchnörkeln zustande. Die Schwabenerde lebt und webt in der Dichtung in allen Farben und Formen, und mit ihr der Stamm, der sie bewohnt. Dörfler ist ein Dergötterer seines Stammes: in immer neuen Figuren und Bildern fängt und bändigt er die Fülle seiner Erscheinung und feiner Kräfte. Alles Geschahen, alles Gestalten und Formen und aller Reichtum aber wächst ins Monumentale in dem kühn geschauten Hexengericht auf bem Lechfeld. Hier ermißt man am tiefsten das künstlerische Problem der ganzen Dichtung und die Qualität der Lösung: dir restlose Dergegenwärti- gung und Dergtgrnständlichung von Geschichte und Sage. Der Derlag hat der Dichtung ein durchaus adäquates Gewand gegeben. Hübsche, dem Anhalt und seinem Geist nachempfundene Ran^ leisten eröffnen die Abschnitte und ein stilgerechter Einband umschließt das Ganze.
KirchNüze Nachrichten.
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