Wirtschaft.
* Nie Grvßhiurders-Indexziffer. Die auf den Stichtag des 23. September berechnete GrvEHandeÄ-Indexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vom 16. September (128,6) weiter um 1.1 v. Sy auf auf 130,0 gestiegen. Von den Hauptgruppen erhöhten sich Lebensmittel von 123,3 auf 125,9 oder um 2,6 v. H., davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 115,0 auf 116,4 oder um 1,2 v. H., Iftbustrtestvffe gingen von 138,4 auf 137,8 oder um 0,4 v. H. zurück, davon die Gruppe Kohle und Eisen von 129,4 auf 128,5 oder um 0,7 v. Sy ; Inlandwaren zogen von 123,0 auf 124,5 oder um 1L v. Sy, Einfuhrwaren von 150,5 auf 157,7 oder um 0L v. Sy an.
■ Verzinsung der Rvggenrenten-- briefe der Rvggenren tenbank. Die Einlösung der am 1. Oktober fälligen Zinsscheine der von der Roggenrentenbarrk A.-G. Berlin herausgegebenen Reihen XII und XIII ihrer Rog° genrentenbriete richtet sich nach dem für die -Zeit vom 15. bis 22. September 1924 maßgeblichen Berliner Roggen-Durchschnittspreise. Dieser beträgt 10,36 Mk. je Zentner. Demnach entfällt aus 'den 10-Zentner-Brief eine Verzinsung von 25 Pfund Roggen gleich 2,50 Mk. Da die Roggenrentenbriefe im letzten Halbjahr zu einem Durch- fchnittkSurse von etwa 3,50 Mk. je Zentner erworben werden konnten, ergibt sich eine effektive Verzinsung von rund 15 v. H des Anlagekapitals. Die Reihen XII und XIII der Roggenrentenbriese der Roggenrentenbank süü> jetzt zum Handel an der Berliner Börse zugelassen und werden einschliesslich des an den Briefen befindlichen Oktober- Zinsscheines in den nächsten Tagen erstmalig notiert werden.
’ DedeutendeSteigerung deren g" lischen Kohleneinfuhr über Lübeck. Die englische Kvhleneinfuhr über Lübeck stellt sich laut Fachblatt „ Industrie-Courier" für die Zeit vom 13.—19. September auf 13 268,27 (in der Zeit vom 7.—11. Sept, auf 950,6) Donnen.
*
/ Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. W.
Mn Billionen Mart ausgedrückt. BurnoS'MrrS, London, Reu« & Japan, Rio bc Janeiro für eine Einheit, Wien mtb jeft für 100000 Em heilen, alle« übrtae für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
24. Septbr.
Amtliche Geld
Notierung Brief
«mst-Rott.
161,79
162,61
Brss.-Antw
20,25
21,35
«hrissiania.
57,85
58,15
Kopenhagen
72,32
72,68
Stockholm .
111,37
111,9-
HelsingforS.
10,49
10,55
Italien. . .
18,35
18,45
18,70
4,1)
4,21
zSicz.v * •
22,09
79,675
-N-
Spanten •
65,26
65,54
Wien in D--
Oest abgesi.
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Budapest. . Bnen-AireS
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Lissabon ■ •
11,97
12,03
25. Septbr.
Repart.
24. | 25.
Amtlich; 'J Geld
totteru rr Brief
161,99
162,81
Voll
voll
19,095
20,05
voll
voll
58,05
58, 5
voll
voll
72,32
72,78
voll
voll
111,37
111,93
voll
voll
10,49
10,55
voll
voll
18,35
18,45
voll
voll
18,745
18,835
voll
voll
4,13
4,21
voll
voll
22,09
12,21
voll
voll
<9,675
80,075
voll
voll
45,26
45,54
voll
voll
5,92
5,94
voll
voll
12,565
12,625
voll
voll
5 41
6,43
voll
voll
1,475
1,485
voll
voll
3,08
8,06
voll
voll
1,675
1,685
voll
voll
0,395
0,40 E
voll
voll
6.89
5,91
voll
voll
12,22
12,28
voll
voll
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
Amerikanische Rote» ....
Belgische Noten ......
Dänische Noten .......
Englische Roten .......
Krrmzöstsche ‘Noten .....
Holländische Noten .....
Italienische Noten Norwegische Noten ..... D^utsch-Oesterr-, äioa Krone» Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten . ,
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . , . .
J Verlln, 25. Sept.
Selb
I Briet
Reparr. °/°
4,1,
4,21
voll
19,90
20,00
voll
72,24
72,60
voll
18,71
18.81
voll
22,07
22,19
voll
161,81
162,63
voll
18,42
18,52
voll
67,9'
18,25
voll
5,88
5,90
voll
2,12
2,14
voll
111,22
111,78
voll
79,61
80,11
voll
55,25
55,54
voll
12,52
12,58
voll
5,375
5,39 >
voll
Börsen kurfe
•) Dom Rückzahlungswert.
Frankfurter Dorfe.
lln Billionen Prozent
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluss-
Schluh.
Schluß.
Schlutz.
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Kur»
Kurs
finr»
Datum:
24. »,
25. 9.
24,9.
25.9.
ß9/«, Deutsche Reichsanleihe .
1,135
0,795
1,13
1,450
0,780
<% Deutsche Reichsanleihe .
1 , 00
ii,9
1.11
1,110
$‘/t% Deutsche Reichs an lei he
.48
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3% Deutsche Rcichsanleibe . Deutsche Sparprännenanlethe
2 0,850
1,55
0,55
1,95 0.68
1,65 0,t
4% Preußische Konsols . . .
1 5’5
1
1,57
1.16
1,75
1 1
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1,775
1.5
1,45
3‘///o Lessen . . ..... .
3% Helsen....... • . .
1.6
1,2
1,65
4,2
1,1
4,2
1,775 4,2
1 35
Deutsche Wertb. Dollar-Ant
4,2
dto. Doll.-Schatz'Anrretsng.*)
85,6
—
85,6
85,5
4% Zolltürken.........
12,40 1
11,90
12,20
V,8
5% Äoldmextkan«......
-I
45
—
43,5
Berliner Handelsgesellschaft.
Commerz' und Privat-Bank.
26,1 5
26,75
5
26
4,9
Darmst. und Nationaldank .
9,5
9,2o
9,75
11,13
10,80
11,75
Deutsche BcretnSbank ....
0,33,
0,33
—
—
DtSconto Commandit ....
12,62
12,40
12,76
12,60
Mctnllbank...........
13
12,6
—
—
Mitteldeutsche Tredttbank. . Oester reichliche Cceditanstalt.
1,80
1,72
1,9
1,80
0,330
0,330
0,325
0,3 <5
0,29
0,8
0,5
0,42,
Bochumer Gaß ........
47
46,4
BuderuS... .........
10,10
10,25
10,30
10,25
Caro..............
11,25
11,9
11,60
11 3
Deutsch-Luxemburg......
50,75
49.5
50
49,25
Gelsenkirchener Bergwerke. .
52,5
51,25
52.4
LI
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben....
69
15,13
69
15
69,50
15 40
69,90
15,10
Kaliwerk Westeregeln.....
18,25
17,75
17,4
17,6
Laurahütte........ ...
6,76
6,12
6,13
6
Oberbedarf...........
10,5
10,25
11
10,70
41
39,50
41,50
39,90
34.2S
Rheinstahl...........
35
2,25
Riebeck Äkontan........
—
35,5
35,25
36
1,80
26,25
4,96
1,8
26,25
4.80
_
_
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd .....
26,80
4,90
26,10
Cheramische Werke Albin . .
—
Zementwerk Heidelberg . . .
15
15
—
—
Philipp Holzmann......
5,40
5,05
6,13
5,10
Anglo-Coni-Guano.....
—
11,40
11,20
Badische Anilin........
Chemische Mayer Alaptn . .
17,75
1.2
17,25 1,2
>8
17,4
Goldschmidt........ ,
11,73
11,4
11,90
11,60
Gries beimcr Electron ....
15,1
14,75
16,20
14,6
Höchster J-arbwerke......
14,90
14,25
14,13
14,40
Holzverkohlung........
6,10
6,1
—
Nütgerswerke .........
16,75
16,25
16,75
17,25
Scheideanstalt.........
13,9
18,90
—
—
Slllg. ElektrizitStS^Sesellschaft
8,5
8,25
8,60
8,50
Bergmann...........
—
12,25
12,25
12,25
Mninkraflwerke ........
8
8,25
—
—
Schuckert............
36,25
26
37,31
37,5
Siemens A Halske ......
43
44,5
44,25
Adlerwerke Kleyer ......
2,1
2
2,13
2,1
Daimler Motoren. ......
2,75
2,7 D
2,75
2,90
Hevliaenllaedt.........
2,1
2,1
■■
—
Megutn.............
10
10,5
0,575 1
1,5
9,25
Frankfurter Armaturen . . .
Konservenfabrik Braun . . .
0,56
1,1
12
1,45
1
1
11,70 1,35
1,4
1.3
Schuhiabrtk Herz . . ....
3,25
3,1
2,9
3,25
Sichel..............
3,80
3,65
4
3.90
Zellstoff Waldhof.......
9,50
8,90
9,4
9,13
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
3,21
2,80
3.45
2,85
—
—
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M„ 25. Sept. Tendenz: Anleihe und Aktien lustlos. — Das Menetekel „Aufwertung" löste an der heutigen Bors« eine grenzenlose Enttäuschung aus und bewirkte eine noch feiten gesehene Baisse in diesen Werten. Das Zrtteresse der Börse konzentrierte sich auf diesen Markt, der bei nervösem Geschäft unter starken Abgaben einen schweren KnvSeinbruch erlitt. Die Verstimmung wirkte nm so schwerer, weil die Erklärung des Aufwertungsausschufses des Reichstages, die dahinging, öafe der Spekulation die Roten für ihre kurstreibende Politik erdigen werden mühte, als eine Maßregel gegen die Spe- .kulativn betrachtet wird. Auch der Mvrtt für die ausländischen Renten lag schwächer. Die Baisse am Anleihemarkt wirkte auch ungünstig auf den Aktienmarkt. Immerhin waren die Aktien- märfte teilweise gehalten und widerstandsfähiger. Der Mvntamnarkt lag nicht einheitlich. Der Dank- aktienmarkt war ziemlich gehalten. Am Einheits- markt der Industriepapiere war die Haltung uneinheitlich. Ohne Geschäft und mit ftärteren Kurseinbuhen verkehrte der freie Markt. Api 2%,
Decker-Stahl 0,950, Detter-Kohle 5, 'Denz 3,5, Entreprise 21. Ufa 11,25, Growag 0,165. Am Geldmarkt blieb Monatsgeld flüssig, und zwar mit 1—1 Vs Prozent. Am Devisenmarkt blieb das Geschäft ruhig. Das englische Pfund liegt eine Kleinigkeit fester und wird mit 4,47 Dollar um- gesetzt. Für Auszahlung London gegen Paris hört man 84,72 Pariser Franken, für Kabelaus- zahlung Reuyort 18,96 Pariser Franken. Die Mark wird mit 4,192 für den Dollar genannt.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 25. Sept. Die Spekulation in Anleihen hat durch die Ausführungen des Reichsfinanzministers Für Aufwertungsfrage einen schweren Stoß erlitten. Die Börse verfolgt die Vorgänge am Anleihemarkt mit äußerster Spannung und großer Zurückhaltung. Heute lag natürlich ein ziemlich bedeutendes Angebot vor, das hauptsächlich auä Kreisen stammt, die der Börse fernstehen. Die meisten bisherigen Favoriten unterlagen ziemlich heftigen Schwankungen. Selbstverständlich wirken diese Kurseinbrüche am Anleihemarkt auch auf den ohnehin schon stillen Zndustriepapiermarkt zurück. Der Ultimo, die Geldknappheit und diq bevor spenden jüdischen Feiertage ließen ein lebhafteres Geschäft nicht zu. Immerhin werden die wirtschaftlichen Aussichten der Industrie verhältnismäßig zuversichtlich beurteilt. Die Kursrückgänge am Aktienmarkt hielten sich in bescheidenen Grenzen. InMGeldverkehr herrscht eine gewisse Anspannung. Im Devisenverkehr ist die Lage unverändert.
Märkte.
Schwememarkt in Gießen.
h. Giehen, 24. Sept. Zum heutigen Schweinemartt waren 201 Ferkel und Läufer meist i von Selbstzüchtern auf getrieben. Es wurden be- I zahtt: für Ferkel, 6—8 Wochen alt, 20—25 Mk., I 10—12 Wochen 25—30 Mk., starke Läufer 60 bis 75 Mk.. Infolge des schlechten Wetters war der Handel flau, so daß großer äleberstand verblieb.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M, 25. Sept. Es wurden notiert: Weizen 24,50 bis 25,50, Roggen, inländ. 22,75 bis 23,50, Sommergerste für Drauzwecke 25,50 bis 27,50, Hafer, inländ. 22,50 bis 23,50, Mais, gelb 19,75 bis 20, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 36.25 bis 37, Roggenmshl 32 bis 32,50, Weizenkleie 12,75 bis 13, Rvggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz: Fest.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 25. Sept. Auftrieb: 20 Rinder: Darunter 3 Ochsen, 9 Färsen und Kühe, 920 Kälber, 829 Schafe, 576 Schweine. Es wurden gezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mastkälber 68—75, mittlere Mast- und Saugkälber 60—67, geringere Mast- und gute Saugkälber 60—68, geringe Saugkälber 40 bis 45. Schafe: Mastlämmer und Bkasthämmsl 43—48, geringere MasthämmÄ und Schafe 32 bis 42, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 20—30. Schweine: vvllflerschige von 80 bis 100 Kilo 80—84, unter 80 Kilo 70—80, von 100 bis 120 Kiko 82—85, von 120 bis 150 Kilo 82—85, unreine Sauen und geschnittene Eber 70—78. Marktverkauf: Langjamer Handel, ausverkauft.
Berliner Produktenbörse.
D e r l in, 25. Sept. Am GetreDemarV:scheint eine neue Erhöhung des Roggenpreises ernzu- treten, wenigstens nannte man Roggen lob) Berlin mit etwa 23,5, aber die älntemeGmmgslust war doch erheblich verringert. Eine gewisse -Heber» sättigung des Handels soll sich in einzelnen 1 Fällen zeigen. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt 227 bis 235, Roggen, märt. 217 bis 221, Gerste, märt. 225 bis 250, nette 200 bis 210, Hafer, märt. 182 bis 190, Raps 345 bis 350, Leinsaat 440 bis 450, für je 100 Kibo: Weizenmehl 32,50 bis 35,25, RoggenmeU 31 bis 03,50, Weizenkleie 15, Rvggenkleie 13, Viktvriaerbsen
Seltsame Flitterwochen.
Roman von Arnold Fredericks.
5. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
Der Brief trug keine Hnterschrift: Du voll hatte ihn sehr aufmerksam durchgelesen und wandte sich nun an Stapleton.
„Sie haben vermutlich bemerkt, daß Der Ort, wo das Geld hingesandt werden sollte, Paterson in Reu-Jersey ist, die Heimatstadt der Wärterin Ihres Kindes, Mary Lanahan.'
Stapleton sprang auf4 „Ich gebe zu, daß ich dies ganz übersehen habe — bei der Gemütserregung, in die mich die Geschichte gebracht hat. Was schließen Sie hieraus, Herr SutxeH ?"
„Das eine, Herr Stapleton, daß Mary Lana- han mehr von der Sache weih, als sie sagen will. Vorerst behalte ich den Brief."
„Iawcchl," nickte bet Bankier. „Er kann zu wertvollen Folgerungen verhelfen."
„Möglich. .Unb bann, Herr Stapleton, werde ich den heutigen Dampfer nicht nehmen."
„Ja aber - warum nicht?" Stapleton richtete sich überväscht in seinem Stuhl auf. „Sie wollen zwei Tage verlieren?"
„Sie werden nicht verboven sein. Bevor ich fortgehe, muh ich in Paterson einige Rachfnr- schungen anfteßen. Bitte geben Sie mir, wenn möglich, die Adresse von Mary LanoHans Eltern."
S-tapleton überlegte. „Genau weih ich sie nicht, Herr Duvall. Um diese Sachen kümmert stch meine Frau. Aber ich erinnere mich, gehört zu haben, daß chr Vater, Patrick Lamchau, Dlu-
mengärtner in einer kleinen Gasse ist. Sie können ihn zweifellos leicht ausfindig machen. Aber ich fürchte,! Sie verlieren kostbare Zeit!"
Duvall erhob sich. „Ich glaube wie Sie, Herr Stapleton, daß ich möglichst bald in Paris sein sollte^ aber Sie geben doch zu, daß einige Erkundungen diesseits vor meiner Heberfahrt unbedingt nötig erscheinen: sie tonnten uns von unschätzbarem Werte sein."
Rachdem Stapleton einige Minuten geschwiegen, sagte er: „Unter den obwaltenden Hnfftän- den muß ich Ihnen Recht geben. Führen Sie Ihne Untersuchung so rasch als möglich, doch müssen wir mit dem Schiff am Samstag bestimmt abfahren I"
„Ich bin pünktlich da." Duvall setzte seinen Hut auf. „Jetzt will ich ein paar Stunden schlafen und morgen früh nach Paterson fahren." Er verneigte stch gegen den Bankier und Hvdgnmn. „Angenehme Ruhe, meine Herren! Ich s<she Sie beide Samstag früh. Der Dampfer fährt nach Mtttag, denke ich. Ich bin um zehn ilfjir hier und teile Ihnen mit, was ich erfahren konnte."
Stapleton erhob sich. „Wenn ich weitere wichtige Rachrichten aus Paris erhalten sollte, benachrichtige ich Sie- Wo steigen Sie ab?"
Duvall gab die Adresse eines Gasthofs am Times Square, wo er gewöhnlich übernachte: e und verlieh mit kurzem „Gute Rächt" das Haus.
Am nächsten Morgen kurz nach neun Hhr stieg er in Paterson aus dem Zug und betrat den nächsten SpezeveÄaden, um sich nach der Wohnstätte Patrick Lanahans zu erkundigen. Die'e erfuhr er sehr leicht und war mit einem elektrischen Wagen bald an dem Tor der Gärtnerei.
Das ziemlich gewöhnlich aussehende Haus lag -in der Dorstadt: rechts und links, wie die Flügel eines Flugzeugs, zwei lange Gewächshäuser.
Ein niederes Gitter ließ den Eingang auf einen kurzen, mit Ziegelsteinen belegten Pfad frei, der zur vorderen Haustür führte.
Duvall läutete, ©ine etwa fünfzig Jahre alte, gesund aussehenbe Irin öffnete unb beantwortete seine Fragen nach ihrem Wann. Patrick sei im Garten hinter dem Haus mit fernen Pflanzen beschäftigt.
Sie wies den Detekttv auf einen schmalen Gartenweg längs des Hauses und erschien gleich wieder an der Hintertür.
„Pat!" rief sie, „Pat? Ein Hein? will dich sprechen!"
Ein kleiner, dicker Mann, mit grauem Haar und Schnurrbart und rotem, wettergebräuntem Gesicht erschien, mit Blumentöpfen beladen.
„Was beliebt?" rief er im HevanLommsn und wischte feine Hände an den Hosen ab.
Der Detcckttv besah sich den Mann genau, Die ehrlichen und hellen Augen machten ihm keinen schlechten Eindruck.
„Ich muh Sie einiges fragen, Herr Lanahan."
„ Fragen? Worüber?" Die blauen Obigen blickten plötzlich argwöhnisch.
„Heber Sie und Ihre Familie."
„Wer sind Sie denn? Steuerbeamter?"
Duvall lächelte. „Rein. Ich vertrete einen Rechtsanwalt in Washington. Mein Rame ist Johnson."
Laimhon, noch mißtrauisch, zeigte auf zwei Stühle, die in einer Hopfenlaube standen. „Rehmen Sie Platz, Herr Johnson. Ich will mir ein Pfeifchen anzünden, wenn Sie nichts bagegen
32 bis 36, kleine Ervfen 22 bis 26, Futteve-nq« 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, Ackerbohnen 21 bis 23, Wicken 17 bis 17,50. Lupinen, blau 13 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 15 bis 18/ Rapskuchen 14,80 bis 15, Leinkuchen 25,50 bis 26, Trvckenschnitzel 13,80 bis 14, Torsmelaffe 9, Kartoffelstöcken 19.
Turnen, Sport und Spiel.
Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 veranstaltete am Sonntag von der Karlsruhe aus sein diesjähriges Meister schafts-, Wande^reis- und Jugendfahren. Die Beteiligung an den einzelnen Wettbewerben war fefjr gut. Es wurden trotz der ungünftigen Witterung sehr gute Zeiten gefahren. Die Herausforderungspreise im Wanderpreis- und Iugendfahren wurden von den Verteidigern wiedergewonnen und gingen damit endgültig in den Besitz freier Fahren über. Für die einzelnen Wettbewerbe waren sehr schöne Preise gestiftet worden. Bei der Preisvericilung konnte jeder Fahrer mit einer Ehrengabe bedacht werden. Die einzelnen Ergebnisse waren:
Meisterschaft über 2 Kilometer: 1. Deibel, 2. Reuning, 3. Wagner.
Wanderpreisfahren (20 Kilometer): Junioren: 1. Deibel 36 Min. 14 <5ef„ 2. Haas 37 Min. 4 Sek., 3. Aeunrng 40 Min. 24 Sek., 4. Rieger, 5. Wagner, 6. Schardi, 7. Heß, Emil, 8. Llbt, 9. Arnold, 10. Deichert. Senroren: 1. Emil Alt hoff. 2. Zoll, 3. Unverzagt.
Jugend (14 Kilometer): 1. Heß, Erwin 29 Min. 38 Sek., 2. Schütte 31 Mrn. 4 Sek., 3. Roll 31 Min. 41/2 Sek., 4. Sptelmann, 5. Müller, 6. Abermann.
Gerichtssaal.
* Darmstadt, 24. Sept. (Eigener Bericht.) Das S ch w u rgericht verurteilte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit das Dienstmädchen Margarethe Pistorius aus Dalchausen wegen Kindestötung zu zwei Jahren Gefängnis. Ebenfalls unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde gegen den Amtsobergehttfea Georg Luleh aus Groß-Gerau und gegen die ledige Anna Elisabeth Würtemberger aus Darmstadt wegen eines wiffentftch falsch geschworenen Eides verhandelt. Luleh wurde zu 3 Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt und die WLr- temberger zu 9 Monaten Gefängnis, abzüglich 3V2 Monate der Untersuchungshaft.
Kirchliche Nachrichten.
Isr. Religionsgemeinde. Gottesd.i. b. Synagoge (Sud-Anll). Samstag, den 27. Septbr. Vorabb. 6.00, morg. 8.30, abds. 6.20 u. 7.00. ।
Isr.ReligivnSgesellschaft. Sabbatfeier, 27. Sept. Freitag abd. 5.45, Samstag Dorrn. 8.00, nachm. 4.30. Sabbatausgang 7.00. — Wochengottesd.: Sonntag nwrg. 5.00, an den übrigen Tagen 5.15, abds. 5.30. - Montag, 29. Septbr. und Dienstag, 30. Septbr. Reujahrsfest. 1. Tag: Vorgbd. 5.50 Predigt, morg. 6.00 Predigt, nachm. 4.00. 2. Tag: Vorabd. 6.50, morg. 6.00, nachm. 4.00, Festesausgang 6.50.
(Sitte Entfettungskur sollten alle Korpulenten vornehmen. Wir raten Ibnen, in Ihrer Apotheke 30 g Toluba-Kerne zu kaufen, die völlig unschädliche, settLehrewde Stoffe enthalten. 5362s8
bei Gebrauch von Javol, b«m köstlichen SrLuterhaarwaffer bet Extetikultut. Selk Jahrzehnten bewährt in dec Schaffung eines schönen vollen Hoarwuchse», in der Verhütung von Haarausfall unb zu frühem Ergrauen. FürLiebhaber besonder» kräftigen Wohlgeruch»: Javol-Golb. Jur Hopfwäsche Javol- Kopfwaschpulver, stark schäumend unb vorzüglich reinigend.
haben." Er stopfte feine kurze Tonpfeife, „Hab was will der Rechtsanwalt in Washington von mir?"
„Das wist ich eben untersuchen, Herr Lanahan. Wir sind benachrichttgt worden, daß ein gewisser Michel Lavahan von Dublin kürzlich gestorben- ist und ein großes Vermögen^ hinterließ. Wir sollen die Erben ausfindig machen. Geben Sie mir Auskunft über Sie selbst unb Ihre Familie!"
Der mißtrauische, vorsichtige Blick des Mannes wich einem ungläubigen Lächeln. „Hat er Geld hinterlassen?“ lachte er. „Mary, meine Frau, hat vorige Woche Blasen in ihrer Taffe gesehen. Was wosten Sie wissen?"
„Sind Sie von Dublin?"
„Mein Vater stammte dort her. Ich bin hier in Jersey geboren."
„Wie hieß er?“
„Patrick, wie ich. Aber sein Bruder hieß Michel."
„Sv? Viesteicht ist es der?" Düvall tat plötzlich wichtig. „Was trieb er?“
„Michel? Davon hab' ich, meiner Treu, nie was gehört: zuletzt trank er allen erreichbaren. Branntwein."
Duvall machte eifrig Rotizen. „Unb Sie selbst, Herr Lanahan, haben Sie Kinder? Wenn Sie als Erbe in Betracht kommen, erhalten diese natürlich ihren Anteil."
„Kinder haben wir zwei."
„Knaben?"
„Einer ist ein Bub — jetzt eigentlich ein Mann. Er arbeitet in der Stadt. Heißt Barney."
„Was arbeitet er?“
(Fortsetzung folgt.)
FABIAN,
-ELEGANTE WELT—
DIE 4 PF- ZIGARETTE YOH UNERREICHTEM WOHLGESCHMACK


