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Montag,

Erstes Blatt

U4. Jahrgang

Die Parteibesprechungen.

muß. schon

Es ist olfo für Oltontog nett-1 Marx

damit der Reichspräsident völlig freie Hand hat.

Die Verhandlungen der! Organisationskomitees.

Während die Parteien um die Zusammen­setzung des neuen Reichskabinetts ringen, eines Kabinetts, das verantwortlich für die endgültige Reparationslösung auf Grund .der Sachverstän­digengutachten sein soll, hat die bisherige Re­gierung Marx bereits das ihrige getan. 3n wocheickanger Vorarbeit Wunde das Material ge­sammelt, das für die ersten Verhandlungen mit Len Alliierten erforderlich ist. Diese Verhand­lungen sind nach so vielen mißglückten Konfe­renzen nicht wieder ein nebelhafter Traum, son- ! dern eine ganz nüchterne Tatsache. Sie werden betrieben vom Cisenbahircrusschuh und vom Aus­schuß für die Industrieobligativnen. Für den Cifenb ahnausfchuh find vier deutsche Ver­treter nach Paris entsandt worden, die Staats­sekretäre Bergmann und Vogt, Ministerial­rat Wolf und Geheimrat Gastel. Die beiden Staatssekretäre haben bereits am Donnerstag die­ser Woche mit den alliierten Vertretern Le- verve und Sir C. Acworth zu beraten be­gonnen. Die Beratungen werden bis zum Ende des Monats fortgesetzt, worauf sich die Deutschen nach Berlin zurückbegeben werden, um hier, den endaültigen Plan für das neue Statut der Rerchs-

Verlin, 25. Mai. (Priv.-Tel.) Die intev fraktionellen Besprechungen der fünf bürgerlchen Parteien, dne auf Einladung der Deut­schen Vo-lkspartei am Freitag e n etz en und am g estrigen Sonnabend vormittag fortge- führt wuv.)en, sind um 12 11 fit mittags a u f Montag abend vertagt wordm In den Desprechuv.gen wurde in den letzten Stunden nur über die Stellungnahme ?,um Sachverstä n - digengutachlen verhandelt. Persvnen- fragen wurden wieder offen gelassen. Aus Grund dei' Richtlinien, die die Fiak'ion rer Deutschen Vvlkspartei ausgearbeitet hat, erklärten schließlich die in den interfrattionellen Besprechungen anwesenden Vertreter der Deut­schen Vvlkspartei, des Zentrums, der Bayrischen Volkspart.ei und der Demokraten, daß sie

eine einheitliche Stellungnahme zum Sach­verständigengutachten

hätten. Diese Stellungnahme wurde näher formu­liert. Dur Deutschnationalen erklärten, daß sie sich zu dieser Formulierung nicht ohne Rücksprache mit ihrer Fraktion äußern könnten. Die wichtige Sitzung der Fraktion der

I Deutschnrckionalen, in der dann die Entscheidung über das, Ergebnis der interfraktionellen Bespre­chungen fällt, findet am Montag nachmittag um 4 Uhr statt. 3m Anschluß an diese Fraktrons- sit'ung Wird dann eine neue interfraktio­nelle Besprechung abgehalten werden.

Die, Aussichten für eine Entscheidung aller bürgerlichen Parteien auf ein einheit l i ches.

I außen, politisches Programm las e i sich im Augenblick deshalb noch gar nicht beurteilen, weil

alles Don der Entscheidung der deutschnatio­nalen Fraktion abhängt.

Sollte «sm Montag abend in der interfrakti mellet Besprechung durch die Deutschnationelen eine Er­klärung abgegeben werden, die weitere Ver- bant> Lungen oder gar ein sof ortiges Einv ernehmen mit den übrigen bürgerlichen Parteum zustande bringt, so würden wahrschein­lich nafth dem offiziellen Zusammentritt des Reichs­tages idie Vertreter aller bürgerlichen Parteien dem Reichspräsidenten in einem Schrei­ben ihre einheitliche Stellungnahme mitteilen, wo­raus sich dann nach Ueberwindung der Schwie­rigkeiten in den Personenfragen relativ schnell eine Regierungsbildung vollziehen wurde.

Sollten dagegen die Deutschnationalen Er- kläruo.gen abgeben, die eine einheitliche Stellung- nahimr der fünf bürgerlichen Parteien in der aus­wärtigen Politik zunächst nicht möglich macht, so würden die Verhandlungen der letzten Woche völlig ergebnislos gewesen sein Es wurde sich dann die Frage ergeben, ob das im Augen­blick noch in Amt befindliche Reichskabinelt zu- rücktritt oder nicht.

Die überwiegende Mehrheit der maßgeben­den Führer der Mittelparteien ist der Ansicht, daß auch in diesem Falle noch am Montag abend ein Rücktritt des Kabinetts erfolgen

2b. IRai 192{

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diese aber auch ausfalle, die Regierung, an die I , er denke, werde

sich nur auf Männer der Linken stützen und nur ihre Mitarbeit werde er annehmen. Bei I einen Besprechungen mit Poin ^ar 6 b<tbe chließlich das 3nteresse Frankreichs im Mittel­punkt gestanden. Es sei ausgeschlossen, die Durch- ührung der sozialen Maßnahmen, die er beab­sichtige, zu decken, wenn die Finanzen nicht I völlig in Ordnung seien. Wenn er die Regierung übernehme, werde er fürW ä h r u ngs - De­fa i t i st e n", so hoch sie auch gestellt fern moch­ten, kein Erbarmen haben. Er werde ihnen gegen- I über mit aller Strenge das Gesetz anwenden. Die erste Aufgabe der Regierung werde es sein, unbedingt eine sichere Sinan z p o 11111 in I die Wege zu leiten und das G l e i ch g e w l ch t des Budgets herzustellen, nicht durch eine Verschärfung der Verbrauchssteuern, sondern durch eine Erfassung derjenigen Steuerzahler, die sich bis jetzt ihrer Pflicht entzogen hätten.

Die Haltung der Sozialisten.

Paris, 26. Mai. (Wolff.) Der sozialistische Abgeordnete Renaudel hat in einer Sitzung des Komitees des Blocks der Linken scharfe An­griffe gegen den Präsidenten der Republik ge­richtet. Aach feiner Ansicht müsse die sozialistische Partei eine Kvnzentrativnsregierung, gleichviel welcher Art sie sei, bekämpfen; da­gegen einem Kabinett der Lin ken, das sich I im Einklang mit dem Ergebnis der Wahlen vom 11. Mai zusammensetze, ihre 11 n te r st ü h u ng gewähren. Wenn die fvzialisttsche Partei auch I aus der Krise, die sie durchgemacht habe, starker hervorgegangen sei, so werde sie doch nur mit Mühe des Kommunismus Herr, und wenn sie sich jetzt auf eine Beteiligung an der Regierung einlafse, so werde infolge der zu erwartenden Schwierigketten die Aktton ge­schwächt werden.

Die Frage der Regierungsbeteiligung war auch Gegenstand der Beratungen des Kon­gresses der sozialistischen Vereinigung des Seine­departements. Der ehemalige Gewerkschaftssekre­tär Marcel Laurent erklärte, die äußere Sage Frankreichs verpflichte die Partei, sofort in die Regierung einzutreten, ©er ehemalige Abgeordnete Lvnguet erklärte sich gegen eine Beteiligung und erinnerte haupt­sächlich daran, daß das starke Anwachsen der kommunistischen Stimmen in seinem Departement verhängnisvoll werden könnte, wenn die Partei die Schwäche besitze, sich an der Regierung zu beteiligen. Der Generalsekretär der Partei, der neugewählte Abgeordnete Saure, war eben­falls gegen die Beteiligung an der Regierung. Sie sei nicht möglich, man müsse mit allen Kräften den Tag erwarten, an dem man die Regie­rung allein übernehmen könne. Alan müsse Geduld haben, das Jahr 1928 fei nicht mehr allzu fern. Eine Reihe anderer lokaler

Kongresse in der Provinz erklärten sich für die Beteiligung an der Regierungsbildung.

Herriots Negierungsprogramm.

Demokratische Außenpolitik. Konsolidierung der Finanzen Die Sozialisten und ein Kabinett Herriot.

Paris, 26. Mai. (Wolff.) Der Abgeordnete i Herriot hat in Lyon dem Vertreter desPetit Hou mal" eine Unterredung gewährt, in der er u. a. erklärte: 3n der Außenpolitik werde die neue französische Regierung sich von zwei Grund- , sähen leiten lassen, der Welt den wahren Stie­ben und Gerecht iglet t, und S rankreich die Sicherheit und die Reparationen zu gewährleisten, auf die es Anspruch habe. Rach Cufjen wie int 3nnern gedenke er sich auf die demo­kratischen Parteien zu stützen, er habe von den Demokraten aller Länder bereits ermutigende Ver­sprechungen erhalten. Zuerst müsse die neue Re­gierung danach trachten, die Schwierigkeiten zu regeln, die der Sachverst ändigenbericht mit sich bringe, dann habe sie die Modalitäten der Räumung des Ruhrgebiets äu prü­fen. Aber ihr Ziel werde sie vor allem dadurch erreichen, daß sie sich bemühe, die Beziehungen Frankreichs za den verschiedenen Völkern freund- schastlicher zu gestalten. Das 3nterview, das der Vorwärts" veröffentlicht habe, gebe seine Absichten auf

Deutschland einigermaßen getreu (assez fidslement) wieder. Es hätten sich jedoch gewisse fachliche 3rrtümer (erreurs materielles) eingeschlichen, die zu be­richtigen notwendig wäre. Es fehle in der Wie­dergabe feiner Erklärung die Mitteilung, daß es seine entschiedene Absicht sei, die Rechteseines L a n d e s zu verteidigen, und daß man vor allem jenseits des Rheins bedenken sollte, daß eine nationalistisch orientierte deutsche Regierung die Verhandlungen um die Wiederherstellung des Friedens erschweren werde, obwohl er sehnlich­sten Wunsch habe, sie zum Ziele zu führen. Er wolle jede Demokratie unterstützen und gegen jeden 3mperialismus ankämpfen. Seine Stellung gegen­über Rußland fei bekannt, er verwechsle nicht das russische Volk oder auch nur die russisch? Re­gierung mit der 3nternationale von Moskau. Bei seinem Versuch, neue Abmachungen mit der Sowjetrepublik zu treffen, werde er sich nicht von ein paar aufgeregten Leuten beeinflussen lassen und sich hüten zu vergessen, daß kleine franzö­sische Sparer in Ziubland noch zahlreiche 3nter-

I essen haben.

Die neue französische Regierung könne nicht vor dem 5. Juni gebildet fein. Er gedenke das Mandat auszuführen, das er von der Wählerschaft erhalten habe. Gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode würden gewisse leicht durchzuführende Maßnahmen sich als notwendig erweisen, so die Aufhebung des Ermäch­tigungsgesetzes und eine umfassende Am- n e ft i e, die sich auf die entlassenen Eisenbahner erstrecken werde. Er sei mehr denn je entschlossen, von den Sozialisten nicht nur wohlwollende Unterstützung, sondern auch eine a k t i v e M i t - I arbeit zu verlangen. 3n feiner Eigenschaft als Vorsitzender der radikalen und der sozialistisch- radikalen Partei werde er an den sozialistischen Parteitag, der am 1. Huni zusammentrete, schrift­lich sein Angebot richten. Von dieser Antwort werde fein künftiges Verhalten abhängen. Wie

Die nationalsozialistische Freiheitspartei.

Berlin, 24. Mai. (WTB.) Die Fraktion bec Rationalsozialistischen Freiheitspartei hat ib-ren Vorstand folgendermaßen zusammengesetzt. Vorsitzender Abg. v. Gräfe, Stellvertretende Vorsitzende die Abgg. Gottfried. Fedc r und Gras Reventl ow, Beisitzer die Abgg. Za- c ob und Wu 11 e, Geschäftsführer der Storni 2V'-g. Henning, Mitglied des Dorslanos ohne Amt 2lbg. Luden dorff. Ferner faßte die Fraktion eine Entschließung, in der es heißt: Es ist der Wille der völkischen Führer Luden- bot ff, Hitler und Gräf e, d. alle ihm Anhänger im ganzen Reiche künftig nur noch eine einzige gemeinsame politische Organisa­tion bilden sollen. Die von der Ratwnalsozialisti- scheu Deutschen Arbeiterpartei, der Deutsch-völ­kischen Freiheitspartei und anderen befreunden völkischen Vereinigungen gewählten Reichstags- äbgeorbneten haben demgemäß auch eine voll­kommen einheitliche Fraktion unter dem Rainen Rationalfozialistische Freiheits- Partei" zu bilden.

höchstwahrscheinlich auf jeden Fall abend mtt dem Rücktritt des Kabi- zu rechnen. Der Reichspräfi- detlt wird dann zunächst mit den einzelnen Pai teifüherrii kurze Depsrechungen abhalten und soweit sich bis jetzt übersehen läßt, nach all­gemein parlamentarischem Brauch den Abgeord- nettm Hergt, als den Führer der stärksten Par­tei, mit dem Versuch einer Kabinetts- b i il d u n g beauftragen.

Die Aussichten eines solchen Versuches bef Rei tterungsbildung durch die Deutschnationalen im Auftrag des Reichspräsidenten stehen aber iw engsten Zusammenhang mit dem noch nicht zu übensehenden Ergebnis der augenblicklichen inter­fraktionellen Verhandlungen.

Der Parteivorstand und die Vorstände der Landesverbände der Deutschnationalen Vvlkspartei erklären sich in einem beute ge­faxten Beschluß einstimmig mit den von der Par­teileitung und der Reichstagsftaktton ausgestellien politischen Zielen einverstanden und spre­chen der Parteileitung ihr Vertrauen aus.

gen angeseht werden könne, hat plötzlich seine Auffassunggeändert und dieVertreter der Spihenorganisationen zu erneuten Bespre­chungen eingeladen. Die Gewerkschaften forder­ten da die Beamten infolge der kürzlich umge- I stellten Zahlungstermine der Gehalter in Geldschwierigkeiten gekommen waren, daß den Be­amten n a cht g l i ch für Mai Barmittel zur Verfügung gestellt werden sollen. Sie stellten dem Reichsfinanzministerium anheim, diese unter Um­ständen als eine Vorauszahlung auf die Iunigehälter zu verrechnen. Die Organi­sationen sahen sich zu dieser Forderung durch das Vorgehen verschiedener Städte veranlaßt, die ihren Beamten und Angestellten bereits solche Vorschüsse aus den erwähnten Gründen aus- aezahlt haben. Weiter forderten die Gewerkschaf­ten daß die Gehälter nicht, wie die Regierung vorsah, im Juli, sondern bereits im 3 uni erhöht werden müßten, und daß die Erhöhung sämtliche Gehaltsgruppen in g le i chm a b i g e m prozentualen Ausmaß zu umfassen habe. Die Vertreter des Reichsfinanzministeinums, Mi­nisterialdirektor Kühnemann und Ministerial­direktor v S ch l i e b e n erklärten, daß mit Rück­sicht auf die immer noch schwierige Finanzlage des Reiches eine r e st l o s e E r f Ü l l u n g der Gewerk­schaftsforderungen nicht möglich sei Sie er­klärten sich jedoch bereit, die Erhöhung bereits im Juni eintreten zu lassen, und stellten es als Ziel 'des Regierungsvorschlags. den sie nun den Organisationen unterbreiteten, hin, eine An g l e t- chung der Gehaltssätze an die Fne- densverhältnisse zu erstreben.

Halbamtlich wird die Erhöhung der De- amtengehälter wie folgt begründet:

Die mit Wirkung vorn 1. Dezember 1923 festgesetzten G o ldrnarkbezüge der Reichs­beamten müßen im 3ntereffe der Aufrechterhal­tung der damals gerade unter großen Opfern erkämpften Stabilität der Währung und zur Ta-- lanzierung des Uebergangshuushaltes des Rei­ches öeiatt niedrig gehalten werden, daß die Reichsregierung die schon damals als nur für eine kurze Uebergangszeit tragbar i erklärte. Eine gewisse Aufbesserung erfoigte des- , halb schon mit Wirkung vom 1. Aprit 1924 an, - insbesondere auch mit Rücksicht auf die ©tei- - gerung der Mieten. Diese Regelung trug

aber den Lebensnottvendigketten der Beamten noch nicht ausreichend Rechnung; vielrneihr bleiben ihre Bezüge in "den unteren Besoldungs­gruppen noch um etwa 25 Prozent, in den mittleren und höheren Besoldungsgrup­pen bis zu mehr als 50 Prozent hinter den Bezügen der Vorkriegszeit zurück. Wenn auch nach dem verlorenen Kriege von allen Teilen der Bevölkerung Opfer ge­bracht werden müssen so erfordern es Die staatsp olitischen «Rotwendigle ten, daß die mit der Eifullungcher Staatsaufgaben betrauten Beamten vor den größten wirtschaftlichen Sorgen geschützt werden; insbesondere sind auch die Opfer, die bisher nicht nur von den Be­amten der unteren, sondern besonders auch von denen des mittleren und höheren Dienstes ver­langt worden sind, so groß wie bei ka u m e i n e m anderen Teil der Bevöllerung. Diese Ver­hältnisse lliiid jetzt nicht mehr tragbar, viel­mehr drängen sie zu einer grundlegenden Aenderung trenn der wirtschaftliche Zu­sammenbruch Dieser Beamtenkreise und damit schwere Schädigungen für das allgemeine Staats- Wohl 'verhindert werden sollen. Mit Wirkung vom 1. Juni sollen daher die Grundgehälter auf 80 Prozent der Grundgehälter von 1913 umgestellt werden Unter Hinzurechnung der sozialen Zu­schläge (Frauen- und Kinderzuschläge) nahem sich dann die Bezüge der verheirateten unteren Beamten mit mehreren Kindern Denen von 1913 Wahi end die der Beamten in den mittleren und

. höheren Besoldungsgruppen auch unter Hinzu­rechnung die ec sozialen Zuschläge noch immer ! nicht unerheblich hinter den Dor­krieg s b e z ü g e n zuruckbleiben W<nn diese Regelung auch noch nicht allen Wünschen der Beamtenschaft Rechnung tragen mag so muß doch andererseits beachtet wer^n, daß sie das A e u ße r st e Darftctit, was ba Der gegenwärtigen Finanzlage des Reiches mit einer ordnungsmäßi­gen Äaushaltswi tschift vereinbar tft

C 'tgeg-'i anderslwu e rd.n Rachrichten w rd amtlich ungeteilt, iaß das Reichssi. a izmunste- rium angeordnet Hit, die Bezüge der Reichs, e- anten für Den Monat 3'uni in Der bisherige 5wl>> bereits am 28. Mai auszuzahlen. Die aus der Reur gelung Der Beamtenbezüge sich erge­bende Rachzahlung soll kurz vor Pfingsten

I erfolgen.

bahn aufzusehen.

lieber den sachlichen 3nhalt der Bespre­chungen wird vorläufig keine nähere Angabe ge­macht. Aber man weih ja allgemein, um was es sich handelt. Die gesamten deutschen Eisenbahnen sollen an eine internationale Aktien- gesell s cha f t übertragen werden, die mit 11 Milliarden Goldmark öprozentiger und 1 Prozent jährlich tilgbarer Obligationen zugunsten der Re­parationen belastet wird. Ausschlaggebende 3n- stanz für die künftige Verwaltung der Reichsbahn wird der V erwa l tung s r a t, dessen Mit­glieder zur Hälfte von der deutschen Regierung, zur anderen Hälfte von dem Treuhänder Der Depko ernannt werden, daneben der Ko mmis- s a r auf dessen Ernennung die deutsche Regierung I wiederum keinen Einfluß hat. Wir wollen uns I hier nicht auf eine Kritik eintaffen Sie wird Sache des neuen Reichstags fein. Wir wollen nur an die Warnungen erinnern, die der deutschnationale Führer S) et ff er i d) Eurs vor seinem tragischen Tode niederschrieb. ^Helfterich bezeichnete es als ungeheuerlich, daß der Eisen- bahnlommifsar der Entente, wenn ihm der Ziw«i- dienst der deutschen Reichsbahn nicht gesichert I erscheine, berechtigt sei, die Stelle des General­direktors einzunehiRen, die Tarife nach feinem Gutdünken zu erhöhen, ja das ganze Reichsbahn- neh oder beliebige Teile davon zu übernehmen vder zu verpachten. Die Belastung der Reichs­bahn zugunsten der Reparation betrage lahrlich 950 Millionen Goldmark, also erheblich mehr als der gesamte Reinertrag der deutschen Eisen­bahnen in den besten Vorkriegsjahr Qi. Das könne nicht mehr herausgewirtschaftet wer­den selbst wenn man die deutschen Giftnbahner durch chinesische Kulis ersetze. Und das schlimmste: Die Reparationsgläubiger könnten, auf ihren neuen Schein pochend, aus der ganzen Reichsbahn dasselbe machen, was Franzosen und Belgier aus den Eisenbahnen des besetzten Gebietes ge­macht haben: Ruinen. Das war sehr scharf. Aber Der neue Reichstag, in dem die Partei Helfferichs eine größere Rolle als bisher spielt, wird wohl kaum in das andere Extrem verfallen und die Bedenken auf die leichte Schalter nehmen. Welche Richtlinien die Regierung Marx den Deut­en Vertretern im Pariser.Eisenbahnkomr^e vor­gezeichnet hat und wieweit die Dentrater bei den Verhandlungen gegangen sind, wird man hoffentlich bald in einer amtlichen Verlautbarung

Die Reichsregierung gibt ja auch den Mit­gliedern des zweiten Organisationskomitces, das sich mit den 3 nDu ft r i eo b t i g a 11 d ne n be­schäftigen soll und am 2. Juni in Paris Su v b an Dein beginnt, den Herren Staatssekretär Lrendelenburg und Geheimrat Du Her eine Marschroute mit. Ob man diese ^rsch- route mit Dr. Hergt als unverzickstbare Vorbe- fiatte oder einfach als Selbstverständlichkeiten be­zeichnet, die sich aus der wirtschaftlichen Einheit, aus Der Souveränität und Ehre des Reiches und damit aus Den vernünftigen Gedanken des Lawesgutachtens selbst ^cben, das ist für die in Paris zu beobachtende Taktik ganz Hinter Geheimrat Bücher steht kxr Deichsver- banb der deutschen 3ndustrie und die heimatliche Opposition Der zornig abgeschwenk.en -^adu'tii- | eilen Vereinigung" wird wenig storewDievaupt- fache ist, daß Die Regierung mit Den deutschen Wirtschastsmächten einig gebt und den Blick aufs Ganze nicht verliert. Möge aus Dem leidigen Parteienstreit in der nächsten Woche eine gestarrte Regierung hervorgehen!

Die neuen Beamtengehäller.

Berlin, 25. Mai. (Priv.-Tel.) lieber den Verlauf Der Verhandlungen im Reichsftnanz- minifterium über Die Reufestsetzung Der \wamten- gehälter, wie wir sie bereits in einem Tml Der Samstagauflage mitteilen konnten, wird Der-S e l e- graphen-llnion von unterrichteter Seite noch folgendes mitgeteilt: Die von Der Regierung be­schlossene Erhöhung der Deamtengehalter ab 1. Juni, die Die bisherigen Deamtengehälter a u f e tw a 80 v. Sy der Vorkriegszeit bringt, ist auch in Deamtenkreisen mit grober lieber» raschung aufgenommen worden. Das Reichsfinanzministerium, das noch in dieser Woche Den Beamtenspitzenorganisationen erklärt hatte,daß eine Erhöhung vordem 1. Iulinichtmög - I i ch sei und daß auch vorläufig vom Ftnanz- minifterium kein weiterer Termin für Verhandlun-

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