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Sietzen« Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhetzen)

Nr. 98 Zweites Blatt

Samstag, 26. April 192^

Silberpanet

Vertanöt die ^ufe«

Streitpunkte bei der April-Miete. Die bisherigen Entscheidungen des hes i'chen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft üoer frie Höhe der Mietpreis-Prozentsätze stirb auf beiden Intevessentenseilen regelmäßig sehr abfällig beurteilt worden. Don den Haus-

befitzern rpucde betont, !xrs 2lusmaß der Pro­zentsätze werde den tatsächlichen Erfordernis en «richt im entferntesten gerecht, die Mieter dagegen erklärten, durch die Entscheidung des Minrste» riumS würden sie in einer Weise belastet, die im Hinblick auf die Lohn- und Gehaltshöhe un­geheuerlich hoch fei. Kern Wunder, bafr bei die­sem diametralen Gegensatz der Ansichten der Interessenten diese noch nie zu einer Verstän­digung gebracht werden konnten und das Mini­sterium immer zwischen den Stühlen sitzen blieb.

3n dieser wenig beneidenswerten Lage mutzte es dann aUmonatlid) eine neue Entscheidung über die MietSsähe treffen, die natürlich auf den gleichen Widerspruch stietz, wie die vvrhergehen- den. Heber diese Opposition v)n beiden Seiten konnte sich das Ministerium still Hinwegsetzen, solange cS sich in den Grenzen des Vertretbaren hielt, nicht in Schweigen Hütten kann es sich aber gegenüber Beanstandungen, die in einer sehr bedenklichen H e b e r s ch r e i t u n g der Grenze des Zulässigen durch das Mi­nisterium selbst ihren Hrfprung haben. E n solcher Fall liegt jetzt für Gießen und wohl auch noch für manche andere Orte Hessens vor.

Bei der Festsetzung der Miete für den Monat April auf 32 Prozent der Friedens­miete hat das Arbeits- und Wirtschaftsministe­rium bestimmt, datz in diesem Prozentsatz 12 Prozent für Betriebskosten und Zins st eine- rung enthalten seien und man unter Betriebs­kosten diejenigen Steuern, Gebüh.en und össent- lichen Abgaben zu verstehen habe,die bei Ein­führung des Aeichsmietengesetzes in der Ge­meinde ortsüblich vorn Hausbesitzer getragen wurden (also insbesondere ©luabfleuem, Kanalbenutzungsgebüh en, Stratzen- reinigungSgebühren, Wassergeld. Schorn- steir fegergeld.Haftpslichtverltcherung. Treppen- vnd Flurbeleuchtung, Verwaltungskosten usw.)". 3n dieser generellen Einbeziehung des Wassergeldes und der Treppen- und Flurbeleuchtung in die Mietsfest­setzung liegt die bedenkliche Heberschreitung der Grenze des Zulässigen durch das Ministerium: mit Sicherheit soweit Gietzen in Betracht kommt, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auch für zahl­reiche andere Orte. Das Ministerium schafft hier mit einem Federzug eine ganz neue Orts­üblichkeit, die wohl allen Einwohnern unserer Stadt bislang fremd geblieben war. Ortsüb­lich trug der Hausbesitzer in Gietzen vor dem Kriege: Grundsteuer. Brandversicherung, Kanal­gebühren. Hastpslichtversicherung, Schornstein- segergedühren und zum Teil auch das Wasser- geld. Ortsüblich war in unserer Stadt bis­lang die Hebung, datz der Hauswirt, wenn er im Parterre wohnte den Hausflur beleuchtete, jeder Mieter aber das Treppenstück, daS zu seiner Wohnung gehörte: wohnte der Hausbe­sitzer In einer Etage, so beleuchtete er das Treppen- stück, das ihm zu siel, und der im Parterre woh­nende Mieter den HauSslur. Die Stratzenreinig- ümg und Müllabfuhr sind früher auf Kosten der Stadt besorgt worden unb werden jetzt durch eine Reinigungsgebühr bezahlt, die anteilmäßig von allen Mietern zu tragen unb von dem Haus­besitzer einzuziehen ist. Wenn das Ministerium den Grundsatz der Ortsüblichkeit matgebenb sein lassen will, so kann es angesichts der bis­herigen klaren Sachlage die Auferlegung der Kosten für Wasser, Hausflur- und Treppenbe­leuchtung Strotzenreinigung und Müllabfuhr in vollem Umfange auf die Schultern der Hausbe­sitzer allein nicht aufrechterhalten. Will es mit seiner Anordnung aber eine neue Lastenrege­lung vornehmen, so setzt es sich u. G. mindestens hinsichtlich dec Treppenbeleuchtung in Widerspruch zum Reichsmietengesetz. Hinsichtlich der Stiatzen- reinigung und Müllabfuhr würde es die von der ^Regierung genehmigten kommunalen Abgaben­ordnungen, die beide auf der Mitleistungspflicht des Mieters aufgebaut sind, über den Kichf der städtischen Körperschaften hinweg umänbe.n. cl o einen Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht der -Stadt begehen.

Hm etwaigen falschen Deutungen vorzubcugen sei betont, datz diese Beanstandungen keineswegs den Zweck haben, einer einseitigen Hausbesitzer- Politik dienlich zu sein sondern datz sie ausoehen von der Erwägung, datz ein jahrelang bestandenes Gewohnheitsrecht nicht einfach durch einen dikta­torischen Spruch beseitigt werden kann, d r natur­gemäß nur Erbitterung schafft. Das vielfach schon wenig angenehme ja in vielen Häusern geradezu feindselige Verhältnis zwischen dem Hauswirt und .den Mietern wird durch die jetzige Stellungnahme des Wirtschaftsministerrums nur noch weiter ver­schlechtert, und schwerwiegende Vachteile für die Allgemeinheit und die Verkehrssicherheit in den Häusern werden die Folge sein. Wie die Dinge jetzt liegen, werden sich wohl viele Mieter, na­mentlich in den Häusern mitKriegszustand" weigern, die erforderliche Hausflur- und Treppen­beleuchtung weiter von sich aus vorzunehmen, die Hausbesitzer aber werden sich. nach dieser Richtung hin sind uns schon zahlreiche Aeutze- rungen bekannt geworden auf den Standpunkt stellen, datz hier eine Observanz sich heraus gebildet habe. Die Folge wird sein, baß in den Häusern eine Totalfinsternis eintritt. Hinsichtlich der Stratzenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren werden die Mieter sich wohl weigern, ihren bis­herigen Anteil weiter zu zahlen, die Hausbesitzer ,aber werden wie wir ebenfalls schon verschiedent­lich gehört haben, die Hebernahme dieser Kosten ablehnen und der Stadtverwaltung anheimstetten, ihrerseits die Gebühren von den Mietern direkt einzuziehen. Also vielfach neue Konflikte, un'er Umflänben sogar Prozesse, f'att - ' -w

Gegensätze durch eine Politik des Ausgleich-: ferner weitere Erschwerung der Geschäfte der Stadtverwaltung mit den mancherlei untieZanwn Begleiterscheinungen. Hnd das arlls nut, u.eu das Wirtfchaftsministerium eine generelle Anordnung erlief), die in offenem Widersprach zu dem bisher ortsüblichen Brauch steht, auf den das Ministerium selbst hinweist. Eine Revidierung dieser Qlnorbnung, die sich vermutlich nur auf eng begrenzte Einzelfälle stützt, erscheint uns dringend notwendig. Ze früher die Abkehr des Ministeriums von feinem

jetzigen unhaltbaren Standpunkt erfolgt, desto besser wird eS für alle Beteiligten, zu denen wir auch die Behörden rechnen, frin. Den Mie­tern würde dann allerdings weiterhin eine ge­wisse finanzielle Verpflichtung neben der Miele verbleiben, aber schlietzlich kann man doch an der Tatsache nicht vorbei, datz die Hausbesitzer auch mit den 32 Prozent nicht auf Rosen ge­bettet sind.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die deutschen Börsen haben schwere und frl- tische Tage in der vergangenen Woche durch- gcmacht. Die Rervosität hat sich zwar etwas gelegt, es sind jedoch durchaus noch nicht alle Schwierigkeiten überwunden. Zwar scheint es, als ob man die Gescchren, die unserer Wirtschaft aus den noch laufenden Termingeschäften in französischen Francs und gewissen En­gagements am Metallmarkte drohen, stark überschätzt hat, es bleibt aber für die nächsten Wochen noch immer ein Rest quälender Besorg­nisse und peinlicher Unklarheiten bestehen, der vielleicht hinreicht, die Hnle.nehmungslust der Börse borläufig zu hemmen. Reben den erwähn­ten Spekulationen tfl -hauptsächlich! die allge­meine Kred11lage, in die unsere Wirt­schaft seit der Einschränkung der Reichs- bankkredite -hinein geraten ist, der entschei­dende Faktor. In dieser Beziehung kann eine Besserung von heute auf morgen nicht erwartet werden. Eine Wirtschaft, der durch eine un- gc-hruerliche Belastung mit Steuern und Abgabcn jede Möglichkeit der Reubildung von Kapitalien genommen wird, mutz schlietzlich einer gewissen Entkräftung an-h.imfatten. Die Schwierigl^eiten der Geldbeschaffung sind so groß und die Zinssätze für Leihgeld so hoch, datz zahlreiche produktive Unternehmungen sowohl der Industrie wie der Landwirtschaft nicht in der Lage sind, ihren Be­trieb im vollen Hmfange aufrecht zu erhallen. Man braucht nur einen Blick in den Inseratenteil der Presse zu tun, um festzuftetten, eine wie grobe Zahl industrieller und landwirtschaftlicher Betriebe Aum Verkauf angeboten wird. Die hier­bei geforderten Preise entsprechen nicht entfernt den Schätzungen, die man noch vor wenigen Wochen hätte auf [teilen formen. Auch in der Tat­sache, datz unsere Effektenkurse augenblick­lich autzerordentlich weit unter den erst vor kurzer Zeit veröffentlichten Steuerkurfen liegen, kenn­zeichnet die Lage. Wir haben es mit einem Wirtschaftskörper zu tun, der tatsächlich Opfer bis zum Weitzbluten gebracht und sich da-' durch selbst stark entwertet hat. Die weitere Entwicklung 'bängt natürlich in hohem Grade von den Derhanblangen über die Vorschläge der Sachverständigen ab. Selbst trenn her tn absehbarer Zeit eine Einigung zustande kommt, wird die Gesundung unserer Wirtschaft nach den schweren Kräfteverlusten der letzten Jahve sich nur schr langsam vollziehen können.

*.

D i e Fr an k e n g e s ch ä f t e in Me­tallen. Der Verein der am Metallhandel be­teiligten Firmen in Hamburg, der Verein deut­scher Metatthändler und der Verein der Inter­essenten der Metallbörse in Berlin teilen mit: In den letzten Tagen haben in Stuttgart und in Berlin eingehende Verhandlungen der Metall- firmen über die Abwicklung der Frankengeschäste in Metallen stattgefunden. Es wurde festgestellt, datz einige Leipziger Firmen sich ihren Ver­pflichtungen aus den Geschäften mit dem Hinweis zu entziehen versuchen, dah die Kontrakte zwar endgültig seien, die Erfüllung aber strafbar. Auch einige kleinere süddeutsche Firmen haben sich die­sem Vorgehen der Leipziger Firmen angefchlossen. Aus den Verhandlungen und den Anmeldungen zum Clearing-Verkehr für die Abwicklung der Frankengeschäste ergibt sich jedoch, daß, abge­sehen von diesen Ausnahmen, die Gesamtheit der deutschen Metallhandelsfirmen die Auffassung vertritt, dah die getätigten Kontrakte zu er­füllen sind. Gegenüber den in der Oesfentlichkeit erhobenen juristischen Einwendungen hinsichtlich der Rcchtsgültigkeit der Geschäfte weifen die ge­nannten Vereine darauf hin, daß -nicht nur der gesamte ehrbare Metallhandel, sondern auch die in Betracht kommenden Behörden die Rechts- verbindlichleit dieser Verträge gleichfalls an­erkennen.

* Philipp Holzmann 01.=®., Frank­furt a. M. Die in der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats vorgelegte Bilanz für das Geschäfts­jahr 1923 weist nach 3306 Bill. Mk. Abschreibun­gen (l V. 41.9 Mill. Mk.) einen Reingewinn von 254 532,98 Bill. Mk. aus (i. D. 38.05 Mill. Mk.) Der auf den 10. Mai einberufenen Generalver­sammlung soll vorgeschlagen werden, von der Ver­teilung einer Dividende abzusehen. Der Beschäf­tigungsgrad wurde als befriedigend bezeichnet.

* Prämien-Hnterbietung in der Sachversicherung. In der Privatversiche­rung werden gegenwärtig die Sachversicherungs­prämien erheblich unterboten. Ramentlich in der Feuerversicherung werden Sätze übernommen, die weit hinter denen der Vorkriegszeit Zurückbleiben. In einer Olussprache, die kürzlich im Rerchsauf- sichtsamt stattfand, wurde dies von Erst-Dersich?- rem und Rückversicherern als durchaus zutrefsend bestätigt. Man gab zu, dah durch diese Prämien­schleuderei eine schwere Beeinträchtigung der Lei» stungsfähigkeit der Versicherungsg sellschaften und damit zugleich eine Gefährdung der Ansprüche der Versicherten zu befürchten fei. Das Reichsauf­sichtsamt hat. den gegebenen Anregungen entspre­chend, an die Sachversicherungsuntemehmer Richt­linien gesandt, in denen die Stellung ausreichender Prämienüberträge und SchadcnsrZerven verlangt Unit. Autzerdem sotten die Schadenfälle, auch wenn sie erst nach dem Schluh des Geschäftsjahres befannt werden, in dem Jahresabschlüsse bei Auf­stellung der Schadensreserve berücksichtigt werden. Es wird empfohlen, Versicherungen auf industrielle Wagnisse bis auf weiteres in der Regel höchstens auf ein Jahr abzuschlietzen.

Berliner Börse.

Berlin, 25. April. (Wolff.) Die Geld- knappheil hat sich weiter verschärft. Tägliches Geld war zu 2 pro Mitte stark begehrt: Monals- gelb war auch zu über 4 Prozent hinausgehenden Sätzen nicht zu haben. Im Zusammenhang mit diesen nützlichen Verhältnissen erfolgten weitere Srekutionsverkaufe. Hieran er litten am meisten diejenigen Industriepapiere, deren Kursstand noch einigermaßen einen Wert darstellte. In den ganz

?4. April

25 Avril

Repart. °.

24. 125.

AmtlicheJioficruni

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Amtlich: Kotier 111 (Aeld | "Hritf

19,75

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29,50

1,9

2.8

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15

10,13 14,60

29 33,60 45,75

7,50 12.60

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18,5

10 9,75 9,75

7,6 8,60 14.1

7,25 10

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8,75

Das -Urteil der Hausfrau

81,60

5

49

2,4

16.5

13,65

10,5

9,87

10

9

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26,75

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14

6,5 7,65 0,65

8,5 11,75

1,9 0,405

35 10,65 15,75

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35

46

13,5

8 19,75 20,5

32,5

1,8

20,9 4,87

0,0815 0,460 0,240

0,950

0,250

19 15,38

10,75

10 10.25 7,75 9,25 14,1

7.9 10,5

4,3

29,75

2

3,1

3 15,75

1,15

1.2 12,26

1,4

3 6,25

7,8 2,75

2.8

0,0.9 0,460 0,240 0,940

0,1 0

10 9,75 9,63

8,10

7,13 9,60

23,1 29,50

62,5

27

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6,25

7,5

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0,4

0,6

4,25

60

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0,4 0,65

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33,5

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8

12 7,75 13,50 19,13

21

31

11 S,13 31,25 35,9 46,75 8,5

13 8.2 14,2 20,8 23.5

32

lauiel Oct»: Pfeltfer & DlIIer» Kaflee-F.Ocnz. IO doch der feinde

Der Kaffee wird mH Ihr am Deden und trotzdem (pari man dabei, denn de Id am au»- glehlgden. Ein Verlud» wird auch Sie Überzeugen!

30 Pf., vole 40 PL In allen QelchStten,

niedrig notierten Papieren fanden kaum Hmsätze statt Don Montanwerten bützten Bochumer, Teutsch-Luxemburger, Offener Steinkohlen, ©elfen- kirchcner und Hösch 2 bis 3 Billionen Prozent ein. Don Ma.chinrnfabnkaktien ve loten Verttn-Karls­ruher Industrie im Verlaufe 4,5 Billionen Prozent. SchiffaHitsaktien waren durchs die Hamburger Ab- schcoächung ungünstig beeinflutzt. Don Bankaklien bützten Berliner Handelsgesellschaft 1,13 Billionen Prozent ein. Ganz vorübergehend war ein schwa» cher Ansatz zu einer Erholung infolge von Deckun­gen zu spüren. Bei der allgemeinen Lustlosigkeit bröckclten aber die Äure bald wieder ab. Aus­ländische Renten wenig verändert. Don deutschen Anleihen stellten sich Preußische Konsols etwas niedriger. Am Devisenmark.e waren die Anforde­rungen im Zusammenhang mit der Geldknappheit wieder etwas Heiner, Paris, Brüssel und London wurden im Einttang mit der internationalen Be­wertung etwas niedriger notiert. Die Zuteilun­gen tzlieben im allgemeinen unverändert. Die Börse schlotz etwas fester infolge von Deckungen zum Wochenfchlutz, im allgemeinen blieb aber die Haltung unsicher.

Börsenkurse.

_______________(Ohne Gewähr.)

Teutfdie Werth. Dollar-Ant. dw-Doll.,Schatz-Anweisung) </, <2/e Wolbrntdtauet.....

Brrttncr HandelsaesellfchaN Sommer,- und Privat-Vank Darmst- und Nationalbank - Deutsche Sank.........

Deutsche Dtrehttban! ....

Di Scania Eommandtt ...

Metallbant .

Mitteldeutsche (Kreditbank. . Oesteireichische Crebitanftalt.

Weltbank...... -

Bet&tnnn ®n0 ........

Buder..6 .........

Taro .............

Neulich.Luxemburg chillrnktrchener Bergwerk.

Harveuer Bergbau ... .

Sotiwerke AschcrSlebeu. » . . kaliwerk Westeregeln laurahütie........ .

Dbtrbebarf...........

Hhönir Bergbau «btlnftabl...........

Rkbrd Montau ....... tedui Bergbau........

bürg-Amerika Pake?. .. »deutscher Llovd .. .

CKeramische Werte Albin ..

Zementwerk Hetdelder, .

Vdilivv Holjmanu . . .

Anglo-Cont.-lNuano ....

Badische Anilin......

Chemische Mäher Alapin. .

Goldschmidt..........

GrieSheimer Electron ....

Höchster ftarbroerfe......

Holzverkohlung ........ stütgerSwerke.........

Scheideanstalt .

tina- SlcktrlpiLW-SesellkchaN Bergmann...........

Mamtraltwerte . ......

Schütten...........

Siemens 4 Hal Skt .....

«dlerwerke Kleyet .....

Daimler Motorm. ..... Hetzligenftacdt . . ......

Megutn......

frankfurter Armaturen - ..

Konlervensabrik Brann . . . MeiaNgeleNschafi Frankfurt. Bet. Union .......

©rt-ubfabtif Herz.......

Sichel..............

Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuücrfabrik Waghäusel . . -

S7, Deutsche BetchSanlelb« r/e Deutsche Reich San lNhe »'/,/. Sw iiridjt vi eich» tut leih, Deutsche ReüdSanioibe .

Deutsche Äbarvr-mienauleih«

märt 134 bis 139 (behauptet), Braugerste 170 bis 190 (ruhig), Futtergerste 155 bis 170 (ruhig). Hafer, märt 132 bis 139 (behauptet): für je 100 Kilo. Weizenmehl 24,50 bis 26,50 (ruhig). Roggenmehl 23,25 bis 22,53 (ruhig), Weizenllcie 10,30 bis 10,40 (still), Roggenklcie 9 (fest): für je 50 Kilo: Raps 310 (still), Leinsaat 410 (still). Diktoriaerbsen 27 bis 28, kleine Erbsen 16 bis 18, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 18, Wicken 12 bis 14, Lupinen, blau 12.50 bis 13, Seradella, alt 16,50 bis 17, neu 12 bis 14, Leinkuchen 22 bis 23, Trockcnschnihel 9,50, Kar­toffeln, weihe 2,75, rote 2,90, gelbe 4 Mart

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. April. Wegen der jüdischen Feiertage wurden hier keine Getreide«- kurse festgesetzt.

Bücherti sch.

Dom Bären und anderem hohen Wilde. (C. Haberland, Leipzig.) Der bekannte deutsch-russische Forstmann und Jäger E. von Kapherr Hal dem ersten, hier vor einigen Wochen schon angezeigten Bande seines prachtvollen Sam­melwerks nunmehr einen zweiten folgen lassen, der mit seinem Dorgänger alle Vorteile grösster Re chhattigkeit des Inhalts und Geaenständlich- feit der Darstellung teilt. Eine Reihe der mar­kantesten Persönlichkeiten aus dem deutschen und russischen Iagdleben haben neben dem Derfasser ihre schönste Iagderlebnisse beigesteuert und so ein Buch geschaffen, das jedem Freund edlen Waidwerks großen und dauernden Genuß ver­schaffen wird. Jagden auf Auerhahn, Schwan und Bartgeier, auf Hirfch und Reh, auf Sch aan, Wolf und Bär in allen Gegenden Deutschlands und in den weiten russischen Jagdgründen cr-

zählen Me-ster der Flinte und der Feder fesselnd und interessant, voll Liebe sür die Ratur und ihren schönen Beruf.

Die Ansiedler in Sibirien. Eine Hinterwäliilergesch.chte von Menschen, Bären und anderem Getier erzählt der bekannte Jäger 0. von Kapherr fesselnd und spannend bis zum letzten Wort. Ein regelrechtes Robinsonleben tut sich vor uns auf, das meist auf eigenen Erleb­nissen beruht und doch so wild und abenteuerlich anmutet wie ein Wildwestroman Fennimvre Coo­pers. Der Derlag E. Haberland hat das intcr- I essante Buch von Emil Lohse geschmackvoll illu­strieren lassen.

Lebt Gott ober ist Gott tot? nennt sich eine Schriftenreihe Fritz F t e d l e r S im Derlag des Vereins für eiirhsillichr Welt­anschauung in Reichenberg, die u. a. folgende Aufsätze enthält: Don Glaub-en und Wissen, Die beiden Weltanschauungsgmndpcinzipe, VeveiS- reife, Do», der Induktion Dom Wunder, Die I Drücke dar Erkenntnis, Dom Hebergang und I Hntergang.

(In einem Teil der Auflage roicoerOolL).

England und die Militärkontrolle.

Paris, 25. April. (WTB.) Der diplo­matische Redakteur der Havasagentur ertlärt, die britische Regierung werde ihrem Botschafter in Parts Instruktionen über die Antwort zuge^hen lassen, die bte Dotschafterkonserenz auf die deutsche 2lote zur Militärkontrolle gebe. Wegen der un­mittelbar bevorstehenden deutschen Reichs- I tagswahlen sei man in London der Ansicht, daß es jetzt inopportun fei, nach Berlin eine endgültige Aufforderung zu richten. Man neige vielmehr dazu, sich provisorisch darauf zu be- schcänt-n, die deutsche Regierung an die Rot- wcndigkeit zu erinnern, diese Frage zu regeln.

) Dom Ruclzahlungswert.

Devisenmarkt BerlmFrankfurt a. TL

/In Billionen Mark auSgedrückt- BuenoS-AireS, London, Neu­dorf Japan, Rio de Janeiro für eine Einbeil, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Teieg raoh il ehe Auszahlung.

On Simonen Prozent

Frankfurt a M

Berlin

Schiutz- fliirs

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Datum:

21. 4.

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Banknoten.

Bcrtf". 25- April

Berliner Produktenbörse.

zeigte

2 voll

2

10

1 voll

voll

2 voll

2

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Reparl.

Amü.-Rott. Brss.-Antw. Lhrilliania Kovcnbaaen Stockholm Helsingfort stralien . London . ?<envork . Pari« .... Schwei, . Spnuien - Wien tn V-» CcfLaboeiL Prag. . Budapest. Buea^Airrl Bulgari«» Japan .. - Rio d« Fan Velgrad - Lissabon

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Berlin, 25. April. Für Getreide . sich tm Zufammenhang mit dem andauernden Inlandsangebot mehr Interesse für Auslands- toare. Es cvurde in Manitoba-Weizen, in Rufsen- Rogaen und Russen-Gerste, sowie in argentini- schem Weizen manches Geschäft abgeschlossen. Hei­misches Brotgetreide wurde nur wenig umgesetzt. Hafer war so wenig am Markt, daß es dem Konsum schwer wird, sich zu versorgen. Das Meh^g'schäft leidet unter der Zurückhaltung der Käufer Auch Futterartikel hatten ein sehr ruhi­ges ^"schäft. Es notierten für je 1000 Kilo: OEel^n, märt. 173 bi 178 (behauptet), Roggen,

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