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Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderhefsens

Gegen den drohenden Schulabbau.

Eine starke Willensäußerung der (Siebener Elternschaft.

»leben. 24 3an 1924

. öd^ub des Berichts., htütcr "Redner sprach

Lmidtagsabg. Prof. Br. Schian

itr ertßrtt u a Ich flebt gant unter Dem fiat« fen Clinbrud ber abfoluten Aottverrdigke.'. xur üuberflen 6m rat feit im Reiche und in ben ein« Meinen Üänbem ?ic Siaatefaflcn sind leer $hde Örtoäqung allein lh es getoekn. die Die damalig« Reiche re glerunq zum Oilib der M>dau Verordnung betragen bat. Sie "Jteiteregterung dal sicherlich Mn "Attentat gegen die Boamlen'chatt gewoitl. am wenigsten gegen unsere Bildung und Schute. Die Maynahmo Mhi hinein in tw Programm zur Stundung unserer deutschen Finanzen. Ich sleht- aber auch ganz unter dem lÜlnbrud, dah bidc Mahnabmr nen Nm Betrvssenen hirdMbnv Idxa-cr au tragen ist und bah lie emfetzlidtes (Slenb mit sich dringt, dem tr-ir unsere he- zliche Anteil­nahmeich' ixriaqen bürten Sehr schwer trifft die Muhnahnie die Schute, well dies: am aller- wenigsten in der Lage Ih. eine 'Perminberung an Personal ertragen au tonnen Die Regierungen der Länder wissen sicher, irre schwer bic Anwen­dung dieser Tterorbnung nut die Schul: ift. Die S<iche ift aber in Helfen noch nicht st» weit gediehen, das) es zu spät wäre 3ni SondcrauS- 1d*uh des Landtages aerbca unser: Oefldbt#bunhe wirtsam zum Xxfbrud gebracht werden Trotz- dem ist es gut. bah auch die Eltern sich jetzt rühre», denn hier handelt es sich um die unend­liche Schwierigkeit eines schematischen Eingriffs in einen feinen Organismus. Ich schlietze mich den beiden voriednrtn an In Dem Wunsch?, bah jeder Mechanismus txi der Austühxung der Ab- baubcrorbirung mit bezug aut das Dildungswe! n tcvnblciben möge Dort, wo in den IdMe.i 3abren inlolge der Insiationswlrsichast. der ArN-xts- zeitr-erlür-ung uln- eine start: Vermehrung des Beanftcnpersonal» eingetreten ist. kann abgebaut werden, aber aut bas Schultvefen trifft das nicht zu. Es ist toatn. dah Hessen durch seine beiden AoTid)uIcn belastet wird Die Möglichkeit eines Abbaues ift aber auch hier nicht gegeben. Die Hochschulen müssen toiftchreiten, jeder Stillstand ist hier w r kl ich Rüdschrilt. Don einen 25pro- zentigen Abbau kann hier gav keine Rede sein. Will inan an unserer Si noersität irgendein Gebiet fvrtsallen lajsen. dann würde es mit denn Stu­dieren hx Gehen aufboixn, da jedes Jach hier nur einmal beseht ist. An unsere Universität kann man mit irgend einer Rechenkunst nicht heran. Unsere Universität belastet den hessischen Staat nicht in allzu starkem Mähe Der Antei! der Uni­versität an den getarnten Staatsausgaben betrug im Jahre 1912 13 nur 2,3? Prozent, in 1913 14 nur 2,24 Prozent und 1923 24 nur 1,63 Prozent. Wir haben gespart und immer versucht, den Staat-notwendigieiten Rechnung zu tragen, ein Mehr ist tmnn noch möglich. Auch die Kultur braucht Geld. Str Reichstag hat beschlossen, dah Abstrich: an den AxzlUir- und Dildungsausgaben erst in letzter Linie Dorgenomm cn werden sollen, der Sonderausschuh des Landtages hat sich dem angeschlvssen. Diesen Beschlüssen geben wir un­seren Beifall, aber gegen bte Gefahr deS Säte' matxsmxts muffen wir von vornherein unsere Stimme erbeben. Unser Volk kann nur leben, wenn feine Erziehung, seine Pildung. feint Wissenschaft am Leben bleibt. (Langanhaltender Beifall.)

In der

Aussprache

sprach Medizinalrat Dr. Bötticher über feine Beobachtungen als Giehener Stadtschularzt. Sr machte in vollster ilcbexxtiiÜimmung mit den Referenten fdiaxrc Bedenken gegen den Schul- abtau geltend, her die gesundhoitl-chex Gefahren für untere Kinder auhcrordentlich vergröbere. Lieber 70 Prozent der (Siebener Schulkinder feien heute schon nie Uv oder weniger als unterernährt *u bezeichnen. Rachitis, Skrosuioie und eine erfd reden he Zunahme der Tubrrtulofe feien ftär- Ter als je sestzusteilen, Rückgratverkrümmungsn infolge der schirachen Muskulatur her Binder feien vi:l häufiger als früher. Di? starke v?r- flihf-erung Der Infektionsgefahr dürfe nicht über- feb:n werden. Liniv-Prof. Dr med Brüning unterstrich diese Warnung des vorrediters in eindringl chen Worten. Ami sarzt 'Dr Schüp- pert zeigte an einer graphischen Darstellung, die wir weiter unten abbruden, die Ent Wicklung der Dedurtenz'ffern in. unserer Stadt. 6:1 ne Schluh- te-Licrungcn fügen wir dem untenstehenden Ab- brud bei. Reichstagsabg Pfarrer A orell legte Die Gedanken dar. Die d«x Reichstag zum Be­amtenabbau beschäftigen. Seine 2Iv.#hjbrunq.'n streiften u. a auch das politische Gebiet. daS die Vorredner in dieser politisch-gemischten Ver­sammlung unberührt gelassen bat kn Der Redner (teilte in Aussicht, dah der Reichstag die De- sch.nerden über unnötige Härten bft dem Beam­tenabbau genau prüfen werde. Weiter trat der Redner für einen vernünftigen Finanzausgleich zn-i'chen Reich und Ländern ein. der den letzteren di: Möglichkeit bietet, ihren Au'goben finanziell Hefter als bisher gerecht zu werden, öchlieftlich sprach er sich noch gegen di: Schad aung der Schu­ld und ilninerfitäten durch d..x 2ldbau aus. Das deutsch: Volk 'olle sich trotz aller Rot der Zeit einmütig stützend vvx fen; Schule, sein: Bildung Hellen. Bäderobermeifter Löber brachte das Verständnis bee- ebenfalls wirtschaftlich schwer

ringenden H^nd.n^rterstandes für die scha>« kämp­fende Beamtenschaft Aum AuSdrud Die Land- tagsabg. Frs Birnbaum xufterstrich die Dar­legungen der Reteratten und bestätigte in trarm- cmi'funtk f m Worten die grob: leibliche und geistige Rot unterer Amber Areislchulrat Z i - scher barmte, dah bei einer verwirft uchung des 2^prc>zeinigen Abbaues in der Schule allein i m Landkreise G iahe n 54 Schul ft eilen ein gezogen a-jrben nlühten. Das würde die Aufhebung manchrr Schul,.' bedeuten, und die Rinder fiten dann mit einem Rachbardorf AulammcngefdmH werden. Hoffentlich werde es aber ka>u mdx kommen Di: Ottern mühten flch bemühen, dah die gute Position, die unser v)lk in seiner Schule habe, gehalten werden.uxe.

55icrau' wurde die gestern berichtete Gnt- 'chliehung einstimmig angenommen

Der An'ich: her Bertantmlimg stimmen wir ocUfommen bei. Olnen Geftchtspunk! au dieser Frage nöchton xvii jedoch bei dirter Geiegenheit nicht unberührt lassen, weil er uns im Hindluk auf die Finanznot des Reiches und des Landes sch. beachtenswert erscheint Reich und Land stehen ror leeren Aalfen, trotzdem aber verlangen trir alle - mit Redü axdterc stark: Opfer für die Schule Darin liegt doch ein Widerspruch. Den wir gemeinfam beseitigen müssen Ohne ver­stärkte Gegenleistung her Staatsbürger lönnen die Regierungen dir verlangten Opfer nid t bringen. Steuern allem machen unsere Ge­genleistung nicht groh genug. Wenn unter ver­langen restlos erfüllt werden soll, müssen nicht nur einige Berufsschichten, sondern olle Bür­ger wieder mehr arbeiten, damit unter gan- -.'s Volk und durch es auch die Staatskassen wie­der leistungstrajti vr werden. Produktion s-' Vermehrung bedeutet Subslanzverbrei- t e r u n g auch im Hinblld auf die Schule Das mögen alle die bedenken, di: beute noch gegen die eine oder zwei Stunden mehr Arbclt am Tage sind und dagegen sogar fteerfen. Man lasse ab von dem Irrglauben, dah die Mehrarbeit nur zum Vorteil des Unternehmer* sei, und erkenne endlich dah man mit vermehrter Arbeit s- leifiung doch auch ' ich selbst und seinen A l n b er n nützl dadurch, dah man beiträgt zur allgemeinen Hebung Der deutschen Aauflräftigfcit auf allen Gebieten des Dolkslebens.

Gietzener Geburtenziffern.

Amtsarzt Dr. Schüppert hat in der nach­stehenden Darstellung die von 1910 bis 1923 in der Stadt Sieben gemeldeten Geburtsziffern graphisch veranschaulicht, ö* sind Dabei nur in Giehcn wohnende Mütter berudslchtigt. mcht die auswärts wohnenden Mütter der in der Fvauenklinxl aeborenen Ainder. Die Zablen über den Leisten bedeuten di: Geburten Dev Ochres, die jeweils xx n t e r der Leiste steht.

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AuS dieser Darstellung zieht Amtsarzt Dr. Schüppert. der Schularzt für die Landgemein­den des A reifes (Sieben ist. dxe folgenden Schluh- folgcrungcn zur Frage des Schulabbaues: Man tonnte angesichts der Tatsache, dah in den länd­lichen Ächulen in den letzten Jahren nur wenige Ainder zur Aufnahme kamen, auf den Gedanken tommen, Klassen, die nur geringe Ainderzahl auf­weisen. zufammeixzulegen. so dah AlafTen gespart würden (Sine solche Meberlcgung mühte als kurz­sichtig bezeichnet werden, fic würde sich alsbald rächen, wie ein THtd auf dxe 3ufammenfidlung Der in den letzten Jahren InderStadtGiehen geborenen Amber zeigt. Der während der Ariegs- jahre abnehmenden Deburtszifter entspricht nämlich eine garu beträchtliche y^unahmc in den Jahren nach 1913, so dah die Geburtsziffern der Tor- kriegsjahre erheblich überschritten werden. Gs find t<te Die Atnber, welche im nächsten Jahre zur Schulausnahme tommen und für die Dann kein Platz sein wird, wenn man jetzt ab« bauen würde, gehen jetzt Alaffen ein, dann fehlt es später an den notwendigen Lehrkräften, Schul- fälcn. Lehrmitteln. Lelbstverstäirdlich gelten solche für Gieh:n beobachteten Bevölkerungsvorgänge in gleicher Weife für Stadt und Land: Zufam- nxenstellungen xvürden für ganz Hellen dasselbe Er­gebnis Haden Also auch unter diesen Gei ich ts- punttcTt keineswegs Abbau!

Zamstag, 2b. )amtar 1924

Aus Stadt und Land.

Gletzen, den 2s. Januar 1924.

(*tn Adwelirdries der Poft.

Bom Postamt Gletzen gebt uns dis imchitehende Zuschrift zu:

.Ihre in Rr 18 des .Gxetz. Anz." r*v öftemlichxe Zuschrift .Die Post als Berkehxs- binDcmxe dcdars folgender Richxiaftellung:

Hxnftchttlch der auf Rachnahme'endungen Has- tenden C'cibbeträgc find auf Grund der verord« nvng zur Aenderung der Postordnung t*onx 8 De- Aembcr 1923 nachstehende Vorschriften crlaHcn worden vou. 12 Dezember 1^23 an find Im inneren deutfchen "Verkehr neben Rachnabme- fenDungcn gegen Papiermark auch 2loch« nubmelenbimgcn gegen Rentenmark zuge . lassen. Rachnahmesenoungen. beven Beträge buni Zählkarte einem Postfchedkonto zuge führt ttterben sollen, baden aus Rentenmari zu lauten: sie sind gegen Rentenmark oder gegen Slüd < oder Zwifchcnscheine der wertbeständiger Anleih - des Deut­schen Reichs bis 21 Mark (5 Dollar) aus zuhändigen

Wird di: Einlösung von Rachixahmesendun- gen gegen Rentenmark oder anderen zugelalle- nen wertbeständigen Zahlungsmitteln txmxlgert. so gilt dies als Annavmevertveigerung. Die Sen­dungen sind dann als .inzustellbar zu behan­deln Hiernach ist bei Zustellung des für Den hinten Der der vorbezerchnelen v3uschrtft bestimm­ten. mit Renten mark belasteten Rad>- nahmepatet.s den Vorschriften entfprechend ver­fahren wordcn.

Unrichtig ist ferne, Die Angabe dah .ein Palelbestelle, ReiLskaslenfche»ne anzu- nehmen bereit war De, bete. Paket- beftefler hat vielmehr, als bei dem erften "ver­such der Zustellung des Palexe» der dinfenbes Den Rachnahmebetrag neben geringen Renten- marftrtrfigen in Rotgeld der Handelskammeo ^ranffurt, Der Stadl Benlar und m Hessischen Schatzanweisungen begleichen wollte, keinen viwei- fei Darüber gelassen, Dah die Einlösung der aus Renreninarl lautenden Rachnuhme nur in Renten- nuxtf oder Stücken und Zwischenscheinen der wert­beständigen Anleihe Drt* Deutschen Reichs er­folgen tonne.

<3 ln Hilssw e r k für die Gietzener Wintexnethilfe und für die Pensionskalle der Ge- nollenkdast deutscher Bubneimngehörtgen Xvird ge- genannt ig von Den Künstlern unseres Stadttheater- t»orbeieilcl. Die grosze Rot in weilen Axelfen unserer Stadt und Die überaus schwierige Lage der erwerb-unfähigen allen Mit­glieder der Einöllenfchaft DeutfdKi Bühnexxange- döiigcn hat die hiesige Ortsgruppe Der Genoffen- fchaft zu diesem lozialen Werl bestimmt, Gs ist geplant, an verschiedenen Theateruberxden der näch­sten beiden Wochen in Den Pausen Geldsammlun- gen unter Den Theaterbesuchern vorzunehmen: zu diesem Zweck werden von der Stadtverwaltung einige Sammelbehälter zur Verfügung gt- stellt, die unfexc Aünftlerschast Herumreichen muT: jede ausDxingliche Form fall Dabei vermied« werden Die Sammlung ist von Dem Oberbürger­meister genehmigt worden, ihr Ergebnis soll zu gleichen Teilen der Gietzener Wintemothilse und bei PenflonSkafse der Genossenschaft deutsche, Bübnenangebörigen zugute kommen. Jede Gabe, auch Die tlejnfte, wird mit Dank angenommen werden Man hofti, dah das edle Liebeswerk btt weitgehende und freudige ilnterftü|ung der Theaterbesucher finden wird

Eine Mar-Reger-Gesellschaft In Siesten Ulan schreibt uns: Die Verehrer der Äunft Mar RegerS beabsichtigen, wie In an­deren deutschen Städten, so auch in Gietzen eine Ortsgruppe zu gründen, die D:t Haaptgefellschask (vorsft'endei LeneraLmustkDirektor Fritz Dusd>) mit tem Sitz in Leipzig xngegliebert wird Ein Aufruf in Der heutigev AuSgxbe deS .Gietzener Anzeigers' lädt zu einer Gründungsversammiang ein. welche am Mittwoch. 30. Januar, abends 8 Ahr, Im liaV- Aftoria. oberer Saal, ftaltfinbet; er wird sidexlich bei allen sorftchrittlichen Musil- freunden xniferei Stadt ein lebhaftes Echo finden. Gerade in Gtesten, wo Reger zu seinen Lebzelten oft und gern eingelehrt ift, wo seinem Schäften in vorbildlicher Weife bet Baden geebnet mürbe, mühte ein: starke Gemeinde sich bi engerer Bin­dung ?uf immenfinL<n. um die idealen Ziele der Mar-Rcaer-Gefellschaft verwirklichen zu helfen. Sie sind im Wesentlichen auf eine weitgehende Verbreitung Der tif grofjen Deutschen

Meisters und auf eine Förderung deS tieferen verständnilles feiner Aunff in allen volkskreisen geiiditci. Zu Diesem Zwed vevinstaltct Die Haupt- gefcllfdxilt alle 2 3 Jahre abwechselnd In deut­schen Städten Regerieste, zu ten^n bte Mitgllcber cimähigten ätntrttt haben bv gibt fernerhin jährlich etwa 2 Heft: Mitteilungen heraus, in Centn wertvolle Originalartikel über da- Schas­sen und Die Persönlichkeit Rege'-s usw. erscheinen

die Hauptgruppe wird auch Die Ortsgruppe, die bier gegrünt*t werden soll. LS alS ihre vornehmste Plliä.: betrachten, alle Veranstaltungen. AonAcrtc, Vortrag: die Dem Wer

nach besien Kräften zu fördern. Mitglied kann jede volljährige Person werdeii Der Jahresbeitrag für die Hauptgescllschaft. Der jcM Ortsgruppen­mitglied beitreten must, beträgt drei Mark, wozu noch ein Orrsgruppenbeitrag in geringerer Höbe erholen wird Aörperschaften zahlen einen Jah­resbeitrag von 10 Ml. Wegen aller weiteren Gin- »efbriten und Anfvagen verweilen wir auf die heutige Anzeige

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Ur. 22 vrtttes ölatt

Volksgesundheit und wirtschaftlicher Abbau.

Bei den notwendigen Einschränkungen, bte in tiBferer Verwaltung vorgenommen werden<- |en, wird es sich vor allem darum handeln, datz erit Dem Uebedlüffigen und Sntbehrlichen nicht eed) einiges von dem entfernt wird, was zur 3n- tung unseres Daseins akS Volk nicht zu entbehren I Dabei wird es sich in erster Linie um Die Aufrechterhaltung Der öffentlichen Gefundheits- pflege !>: 'deln. Die ja die Gi-undiage jedes ftnet- fid/rtx Gedeihens ist Siner unserer bernorragenö­len Hygieniker, A ® o 11 ft e i n. macht Darüber tn Der .Alinifchen Wochenschrift" fehr beherzigens- verte Ausführungen. Auf Dem Gebiet Der Heil­kunde ist neben Der Erhaltung Der Forschung», «dgllchkrtt unb der Ausbildung und Zortbildung kr Aerzte die Gesundheitspflege da» wichtigste Der Staat bat sich dabei nur einige Ausgaben Vorbehalten, unter Denen die Seuchen hebimvfung die xoichttgste ist. während Die anderen J^tichreu den Gemeinden, der sozialenversidrerung, |en Wohl.ätigkeitsverbänden aufeilegt sind Dank bri sehr guten Organisation sind die Ausgaben des Staate» für die öffentliche Desundheitspstege Io errina. dah sie gar nicht in Betracht kommen 3n fcteuhen tarnen 1921 von den Zufchüfsen. die Der traut den einzelnen Verwaltungen bewilligte, auf Ne Medizinalverwaltung noch nicht ganz 0.5 Prozent. Ss ändert sich nichts, ob ein foicher Posten geftlitten wird oder unverändert bleibt i gber die Grfolge dieser geringen Ausgaben find susterordentlich groh. Rur Der staatlichen Organr Ulion bei Seuchenbekämpfung verdanken wir es 4 B.. dah unser Land von Den schweren Seuchen *x tocfcntlldxm verschont geblieben ist. die in Dem letzten Oabifünft an unseren Ostgrenzen hexisch- ten und durch Verringerung des Grenzschutzes, XüdTluten des Heeres, Rüdlehr der Gefangenen ssw. immer wieder eine schwere Gefahr bildeten Dexm man abr Die wichtigstenVvrsicht^matzregeln stzr die Grhaltung der Volksgesundheit vernach­lässigt. Dann entstehen gewaltige Schädigungen, ge­gen Die die Ausgaben übeibaupt nicht ine Gewicht teilen Gin charakteristischcv Beispiel dafür sind Dio Folgen einer Typh-iH-Gpidemie Im WalDcn- buxger Bezirk 1921 gewesen, die durch mit gcrin- Si Aosten zu beseitigende Schäden der Wasser- tung hervorgerusen ttmrbe. GS starben In den 5 MoxZaten der Epidemie 62 Menld^u, 2 mal lsviel a?ie Im ganzen (Vahr an Tuberkulose. Die Unterbringung der 539 Erkrankten im Hospital ko» ilete die zwei Gemeinden eine Summe. Die fast V, ihres Oubres Haushaltes betrug und für Die eine auf viele Oabre Drüdc.iDe Anleihe aufgebracht wer­den mutzte. Man hat berechnet, dah durch diese l^cht zu vermeidende Seuch: 2i 000 Arbeitstage verloren gingen. Daruntci die von 126 Bergleuten, Deren Arbeitsunfähigkeit einen Verlust der Aoh- - lSxsörderung von 8000 To. gleich 20 Güterzügen zu 40 Wagen verursachte .

Vlan ersieht aus einem solchen Beispiel, tote laichtig die öffentliche Gesundheitspflege ist, und wo ettoa Grsparniste und Einschränkungen t>orge­nommen werden sollen, ist es dringend geboten, utedizinlsche Sachverständige Darüber entscheiden zu lallen, nicht nur von engen itzesichispxmkten au«» gehende Finmxspoli iter Auch in den groben Ge- rtclRbcn machen ubtigen« die Aufwendungen für das GesundhZi«wesen mit Aussd-luh Der Atanlcn- Häuser nur xoenige Hundert teile des Defamthaus- tzslteS aus, stehen hinter den Ausgaben für Schu­lst und Strahenbahn weit zurück und betragen twa soviel wie Aosten für Schmudplähe. Dor iDem muh auf Dem Gebiet de« modernsten Zweiges *er Gesundbeitspolitik, der vorbeugenden GefundheitSsür sorge, nicht abaebaut, fon- «m au »gebaut werden Diese Dlahnadmen, Mc Arankhei'en verbü en sollen und Die gefunD- 1x1:110 b.drvhten Ber öl:ei ungSschichten unter Dau­er. facbtvrftänDige Beobachtung und Beratung I cllcn, arbeiten nii tben w: Ifcilftcn Mitteln und hoben schon groh: Criolge gczeftigt. Dabei ban- beli es sich, befr ibcr# um Aleinkinderfursorge, Schulgesundb i spslege. GesundheitSsürsorg: für Die schulen i lene fügend, planniahige Tüber- kulosesüilorg:.Wir bal'c.i Di: Pslich . sagt Prof. 1 Gottstein, .trotz Der wirtschaftliche Ohnmacht eine GesunDl- tt ovclltik aut lange Sicht zu treiben. Die Zvhl deS Rachwuchses finit von Jahr zu Jahr. 31n Jahre 1913 waren mehr als 35 Prozent Der Brröl'ernng Ainder von 0 -15 (Xahr.-n i n 3ahrc 1921 nxxrcn eS noch 28 Prozent, bei der jähen G>- hutaiabnahmc 2 er lehtcn Jahre werden c2' tn einem 0-abnünft unter 20 Prozent fein. Und diele bti-müiD-crten Iabrganxe. Männer und «Jraucn. fallen nach einem Iah zehnt in das 2llter des SchaftenS und Der J.imlltengiündang treten, auf ihnen ruht Dann DeutlchtonD.> Gelchid. Diese Ge­schlechter aber sind zweimal durch eine Hungers­not gegangen, sie lind an Gewicht unternormal, Ute Konstitution ist g schwächt, vor allem ist die $jl>l der tub.rtulöfcn Insertionen bet Der Iu- flfnD gesteigert und Der Verlauf ungünstiger ge­worden Skxbci ift Di: Schwindsucht der Grwach- laicn schwer und kostspielig auszuheilen die mit ihr im Zusammenhang stehende Tuberkulose der Iugendlich.'n mit einfachen Mitteln xxtrhältnxs- nwbig sicher zu beteiligen Aeui Sinampolitifer tnlrD Die Verantwortung vor der Zukunft tragen Annen. Dah eine falsche Svartamkeit den vermeid- beren späteren Tod von Scharen besiegelt."

ktuS dcm AsittHvcrkttnViqnnllsvlatt.

' DaS AmlsperkundigungSblatt 2t. C vom 25. Januar enthält: Verordnung über He Arbeitszeit. Ausgabe von Aotgeld ulir. LchafrüuD^. - Feierabendstunde. - Ortelanung für Die Stadt Lich. Dienstnachrichten. Feld- biretntgungen.

IVELTBEKA NN TE

QUA L/TÄ TSMARKEN