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vttzung der Sradtoerordneten.

toeroen Tur

vorausgegan>

genetBefanntmacbung bis Ende 3amiar 1924 Die Abschaffung des mehrfachen HundebefPes

fättigfte

und hilft mit den Weg

dem ältesten chinesischer, Sch cif Reichen

ten die

kommen Eöraicn. ' den die bitteren

die die

wählte Art der Bekräftige rg der Worte des Srrdtoberßanp'.es der breitesten Öffentlich­keit zur Kenntnis geben, sicher überall in der Bürgerschaft der vollsten Zustimmung be­gegnen, die durch den einen Außenseiter im Ltudtparlarnrnt nicht im geringsten beeinträchtigt werden farm. Hoffentlich sindet diese ernste Be-- s>k,werde in Berlin und in Darmstadt die s or g-

Otefren, 25. Inn. 1924.

Stadtverwaltung und Stadtparlament mach- heute mit einer eindrucksvollen Kundgebung Oeffenrlichkeit auf die schwere Finanz-

Angesichts dieser Sachlage wer- : Worte dec Anklage, die die

für den zweiten Hund 20 Goldmark,

. w Dritten , 40 B

. . vierten , 30

usw, so daß für jeden weiteren Hund der Zu­schlag sich verdoppelt.

Die Zahlung dec ersten Hälfte dieser Zu­schläge hat bis spätestens zum 10. Februar 1924.

bereiten ju einer Aokehr von den Bah­ne n, die die Regierungen zum größten Scha­den der Kommunen, der Keimzellen deS Staates, bisher verfolgt haben. Wellen Kreisen unterer Bürgerschaft werden die neuen Abgaben sehr schwere Lasten fein, aber die Notwendigkeit dieser starken Inanspruchnahme der Bürger kann nicht bestritten werd.n, wenn man sich die Lage der Dinge recht vergegenwärtigt, die der Ober- bürgermei tec in feiner Rede g schildert hat. Daß für besondere Notfälle die Möglichkeit der Er­leichterung bw. des Erlasses der Lasten gegeben ist, muß begrübt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient ferner die Anregung tc5 Stndtv. Winn, zur günstigeren Elektrizitätsversorgung unserer Stadt doch ernst­lich an die Nutzbarmachung derWafser- k rüste de rLahnzu denken. Die Durchführung dieses Projektes würde natürlich erhebliche Geld­mittel beanspruchen. Wan wird auf dec anderen Seite aber auch nicht übersehen dürfen, daß man damit ein verheißungsvolles Werk für eine ge­deihliche Zukunft unserer Stadt schaffen konnte. Die grundlegende Neuordnung wäre nach Lage der Dinge natürlich mir mit der stärksten Unterstützung durch die private Wirtschaft mög­lich, und diese sollte der Sache mal ihre ernsteste Aufmerksamkeit widmen. 3m übrigen wird über diese Angelegenhell noch ausführlicher zu sprechen sein. mutens unterstützen möchten wir die Bille an die Verwaltung, doch bei allen städtischen Dienststellen energisch darauf hinzuwirken, daß unserem ortsansässigen Handwerk und Gewerbe stets die weitestgehende Lin­ier stühu ng der Stadt Lurch die Erteilung von Aufträgen zuteil wird. Die Anregung, doch die Straßenbahn nun auch bald wieder fah­ren zu lassen, fand bei der Verwaltung keine Gegenliebe. Wir können dieser Ablehnung nur zustiinmen. Die Anregung war u. E. etwas sehr verfrüht.

tage der Stadt aufmerfam, und sie zeigten in glücklicher Weife auch gleich, wo neben een schädlichen Auswirkung.m der Wirtschaftskrise noch der andere große Teil der Schuld an dem Ftunzekesd der Städte liegt- beim Leiche und beim Lande. Klar und überzeugend kommt das in >er Aede des Oberbürgermei iteti zum Aus­druck» mtt h er er die neue kommunale Steuerlast, uit Grund» und Gewerbesteuer für das zweite Halbjahr 1923. begründete. Die Klagen, richtiger gesagt Anklagen gegen das Leich und das Saab sind nur allzu berechtigt. Das Leich und die Länder haben bis vor wenigen 'Dionaten Ausgaben über Aufgaben in Angriff genommen, von denen viele alles andere als notwendig waren, die finanziellen Auswirkungen dieser bedmlen- losen Geschäftigteit haben ne aber zum größten Teil den Gemeinden aufgtladen und diesen zu­gleich etne Eivnahmequelie nach der anderen ent­zogen, ohne auf der andren Seite zugleich wenig­stens den Zahlu ng^ve'.p' 'i chtmrgen gegen aber Len Städten pünktlich nachzukvmmen. Was da­bei ans Len Städten werden würde, darüber hat man sich cEctt natürlich feine großen Kopfschmer­zen gemacht. Jetzt sind de Städte, darunter auch unsere, in die schwierigste Lage gekommen, aus der fie nur durch eine ganz besondere Belastung weiter Einwohnerkreise wieder etwas ' heraus­

seinen Kalkulation«Methoden den Fehlern an­passen soll, die der Staat oder die Reichsbank macht. Diese Forderung beruht auf einer falschen Fragestellung. Man darf nicht fragen: .Wie kalkuliere ich die Torheiten der bestehenden Ge­walten ein?", sondern Hal zu lauten: .Wie schaffe ich die Torheiten aus der Well, wie passe ich die Gesetzgebung den immanenten Ge eyen der Wirt­schaft an, an denen um deswillen ja niemals vorbeikommen tarn, well sie kerne Spe;ialgesetze der deutschen Wirtschaft sind, sondern Gesetze, die auf der ganzen Welt unverbrüchlich gelten?* Leistung und Dege 6 t "tung, Angebot und Nach­frage beherrschen die Welttoirttchaft, und wer daS nicht beachtet, der macht Pfuschardell und weiter nichts.

Dem Kaufmann ist eS einfach nicht möglich, anders als auf Grundlage der Wiederbeschaffung zu kalkulieren. Versucht haben es viele. Gelungen ist eS keinem Es w.rd immer ein besseres Rätsel­raten, ein arbeiten m t unwägbaren Faktoren, tote .angemessener Aufschlag, der die Geldent- toertung berucksich Igt" und ahnl chen Begriffen, bei denen sich jeder etwas anderes benEt Der Maßstab der Weltwirt'chift ist das Gold und wenn der Staat das nicht anerkennen will, so darf er der Wirtschaft nicht Vorwürfe machen und nicht Lin- mögliches von ihr verlangen, nur weil er eine Sache nicht zu Ende gedacht hat. ES ist doch Lin sinn, einem Schne'der zuzumuten. mit einem Zentimetermah aus Gummiband zu arbeiten, dann zu merken, daß das nicht geht, und nun alle paar Lage neue Vorschriften herauszubdingen, w'e der arme Kerl das Gummiband handhaben soll. Selbst der einfachste Mann wird nach kurzer Zell aus» rufen: »Za, gebt dem Schneider doch eine Elle, die nicht elast'sch ists*, und wenn er von den Legierenden die A itwort erhalt .unsere Ellen sind aber auch elastisch," so w rd er sagen: .Ja, dann müht Ihr auch andere Ellen babml Damit, daß Ihr an der elastischen Elle herumdoktert, wird fie doch kein Maßstabs"

Aber noch ein anderer Gesichtspunkt ist wich­tig Dor li-'n bis 2 Jahren, als der Kampf um den Wiederb2sch.nffungspr -is am w l testen tobte, rechnete noch raum jemand damit, daß die Mark unbedingt toTerfüllen mäste. Die Möglichkeit, daß sie eines Tage« auf ein Eitlen kn Frankreichs hin steigen ivürb?, bestand. Hätte dann der Staat gefaßt: .Jetzt erhebe ich die Steuern nicht voll, da ja die Mark wertvoller geworden ist"?, hätte die Reichsbank großmütig erflärt: .Du darfst mir weniger zurückzaßlen, als ich dir gab"?, es wäre ihnen gar nicht eingefallen.

Man mutete also der Wirtschaft zu, am Fallen der Mark zu verlieren und am Stevca erst recht zu verlieren, eine Zumutung, die nicht ehrlich ist.

Ehrlich ist und bleibt da« Rechnen in Gold, und alle die, die das vor Jahr und Tag nicht anerkennen wollten, sind mitschuldig daran. ba$ es soweit mit i^ns gekommen ist. Schuldfragen zu bMattieren, tit an sich müßig. 3n dtes-em Falle aber ist eS aus dem Grunde wichtig, die Schuld­ftage llarzustellen, weil daS Gedächtots der Men­schen an sich nicht gut ist und weil verhindert werden Miß. daß aus Dergehlichkll diejenigen noch einmal anS Ruder kommen, die die deutsche Wirtschaft fast umgebracht haben. Sie könnten die nächste Gelegenheit zu einem kompletten Morde benutzen.

Die Uranfänge der Schrift.

Bereits in der Altsteinzeit treten tn der Kunst streng stilisierte Formen auf, die zu einer voll­kommenen Veieinfachung zu Zeichenfyrnbolen führen. Diese merkwürdigen Zeichen, die in grober Zahl hauptsächlich bei den Funden von Aas d'Azrl. mindestens 15 000 Jahre vor unserer Zeit- rechswng ruf treten, werden nun Don dem be­kannten Geologen und Prühistrriker Pros. W. Pcrulcke in einer soeben bei S. Schweizerbarl in Stuttgart erschienenen Schrift .Die Alnrnfänge« der Drldschrfft in der Allstein^eit" als Schrift- »evchen gedeutet, die frühesten, die wir kennen. In Len Schichten von NaS d A il f;nti> sich eine grobe Menge Kiesel, die mit merkwürdigen Zeichen be­malt waren und in denen man zunächst nur eine Aenderung deS Spiel- und Schmucktriebes sah. ES gibt aber nun Kiesel mit Dandforrnen aus dieser vorgeschichtlichen Zeit, die den Totem- und Schriftzeichen primitiver Völker der Gegen­wart eng verwandt sind. Besonders auffällig ist der Zusammenhang mit den EhuringaS der zen­tralaustralischen Stämme, bemalten Kieselsteinen, m denen diese Völker die Bilder abwesender F eunde sehen. Sv sagten z. B die Aruntas von einem Stein, der breiter wie die übrigen war, er bedeute eine dicke Frau hon FlinderS Island, die als Mutter Braun bekannt war. Alle Zei­chen auf diesen EhuringaS bedeuten etwas, sie sagen dem, der sie .lesen" kann elloaS aas. sind also eine symbolische Bildschrift und gehören» su den Vorfahren unserer Schrift. Aehnuch ver­hall «s sich mit den Tätowierzeichen, von denen jedes einzelne auch eine gewisse Bedeutung Hatz und die man ebenfalls tn die Ahnenreihe der Schrift gestellt bat; diese Tätowierungen ähneln ebenfalls tn ihrer Art diesen stilrsvertcn Dar- Teilungen der Altsteinzeit, deren symbolische.

HebbelS Warnung vor dem Dichterberuf.

(Sin ungebrurfter Brief.)

Hebbel hat zwar selbst unter größten Opfern, die er sich und anderen aufertegte die Reinheit feines Dtchterbciuscs gewahrt und sich niemals einer prakttschen Beschäftigung xugetoenbet Aber bei anderen war ev anderer Meinung, und natür­lich mit Recht, sobald eS sich um keine so große Begabung handelte, wie die seine war. Immer­hin sieht das, was er in einem bisher unbe­kannten, in dem F au enzimmer-Almanach" des Wiener Likola-VerlageS zum erstenmal veröffent­lichten Brief einem neuen Dichter rät, zu seinem eigenen Leben Im Gegensatz. .Mein Lat ist,*

die zweite Hälfte bis 5. Juli 1924 bei der Stadt- lasse zu erfolgen. Von der Zahlung dieser Zu­schläge bleibt befreit, wer nach

Uranfänge einet Bildschrift darstellen, und eS ist zu wünschen, daß das vorhandene Material, wie eventuelle neue Funde, einer erneuten Nach­prüfung an den Originalen unterzogen werden."

Kreis dargestellt, mit oder ohne Strahlen, wie es ebenso bet den Bildschriften der Aegypter, Kellen. Indianer usw. zutrifft. Der Regen wird als Wasserfaden mit und ohne Trvpfenbildung. daS Wasser alS zickzackförmige Wellenlinie, der Berg als Pyramide dargestellt usw. Es handell sich hier gewiß um unabhängige Neubildungen bei den verschiedensten Völkern zu den verschieden sten Zeiten. Die ältesten aber, von denen toir a.t- nehmen dürfen, daß sie sich solcher Zeichen zuo Befriedigung ihres Mitteilungsbedürfnisses be­dienten. sind diese Menschen der Steinzeit. .Schon jetzt glaube ich durch obige Vergleiche nach- oewiesen zu haben," schließt Paulcke seine Aus-

SitzungSbericht.

Anwesend: Oberbürgermeister Keller. Bürgermeister Kreuzten, dir Beigeordneten Dr. Seib, Dr. Frey, Dr. Rosenberg, Komm.-Rat K l i n g s p o r und 38 Stadtver­ordnete.

DaS Haus genehmigt zunächst die Sätze für die Gemeinde -Gründ- und Gewerbe­steuer für die zweite Hälfte des Rechnungs- jabreS 1923. Der Bericht über diesen Vorgang befindet sich gesondert tot 1. Blatt dieser Nummer. Zuschläge fürdenmehrfachenHunde- besitz.

Auf Antrag des Finanzausschusses wird be­schlossen:

Die Kohlenproduktion in Hessen.

Die monatliche Statistik der Kohlenprvduk- fton des Volksstaates Hessen weist für den Monat Dezember 192 3 folgende Zahlen nach: An Rtzhoraunkohlen wurden gefördert 52 750 Ton­nen .verkauft wurden davon 19540 Tonnen: der größte Teil der Rohkohle wurde weiter ver- arbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bc- Fmmt AuS den verarbeiteten Rohkohlen wur­den neben Schweleteiprodukten erzeugt: 2505 Lon- hen Draunkohl.-.ibrikrtts, 733 Tonnen Nahprrh- steine.

Unter Berücksichtigung der au5 Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absätze; und Se "bst Verbrauchs verblieben am Mvnatsschluß absatzfähig: 12 033 Tonnen Rohkohlen. Ton­nen Briketts. 1033 Tonnen Ngßvrehst-tne. gu» lammen 13 036 Tonnen Braunkohlen und Braun- kvblen-Produtte tot Gesamtwert von 97 440 310 Billionen Mark.

Die Kohlenförderung des Volksstaates Hessen für das ganze Jahr 1923 belief sich auf 648 582 Donnen gegenüber dem Dorjabre mit 617 804 (Sonnen. Hiervon wurden 240 148 Tonnen im Rohzustand verlaust ein weiterer Teil von den 'öevfen selbst verbraucht und der Rest zu Briketts. Naß-Preßsteinen und Schwe' rciDrobuften ver­arbeitet. E/zeugt wurden insgesamt 34 908 Tonnen Briketts und 15 472 Tonnen Aaßprehsteine.

führungen. .daß die hochstUisierten Zeichen des PaläolithikumS etwa 1015 000 Jahre vor Dem ältesten chinesischen Schriftzeichen

Charakter außer Frage ist. Es bleibt aber nun noch zu untersuchen, ob diese steinzeitlichen Sym­bole wirklich die Uranfänge einer Bildschrist dar­stellen. uni> dies beweist Paulcke aus einem Ver­gleich mit den frühesten uns bekannten Bilder­schriften, besonders den allchtnesifchen Schrift­zeichen. Durch eine eingehende Zusammenstellung Der chinesischen Schriftzeichen und der Hiero­glyphen sowie anderer gescAchtlicher Bildschriften mit den Zeichen dieser ur geschichtlichen Funde tritt eine .geradezu verblüffende Aehnlichkett* hervor, .ja z. T. fast völlige Gletchartigkell zwt- fchen den Hochstiltfiertcn palaokithifch«i Tten- schendarsteüungen and allchtoeftschen Schrift- zcichen."

Aus Liefen Dergleichen ergibt sich, tote überraschend gleichartig die ersten Schriftanfänge bei den Stetozellmenschen und in der geschtchrltch bekannten Entwicklung entfetten. Natürlich ist beim vorgeschichtlichen Menschen alles noch viel pri­mitiver: vor allem ist hier der ganze Gedanken­kreis noch viel enger, btc Zahl der Begriffe sehr klein. Aber zweifellos haben wir in diesen ur- geschichtlichen abgekürzten Symbolen die ersten und alterten nachweisbaren Anfängen Ler Schrift überhaupt vor uns. Wir Eimen in diesen Zeichen schon verschiedene Bilder für Mann u.ii> Fron erkennen: wir finden sogar schon Andeu­tungen für die bildliche Wiedergabe von Plural­bildungen. Wir erblicken eine große Anzahl ver­schiedener DarstellungSaNen von Menschen­bildern und dürfen daraus schließen, daß manche dieser verschieden«, Zeichen auch besondere Be­deutung besaßen, wie es in der Bilderschrift des Chinesen der Fall ist. Gewille Symbole stimmen mit anderen Bildschiisten völlig überein. Freilich gibt eS ja auch in manchen Fallen nur wenigs Möglichkeiten für eine vereintachl^ Wiedergabe. So wird z. B. die Sonne naturgemäß stets als

; angezeigt hat.

Bei Steuerhinterziehungen ist der zehnfache Betrag der hinterzogenen Steuer in Ansatz zu ! bringen.

Kreditbewilligungen.

Zur Beschäftigung von Erwerbs­losen mit Kulturarbeiten im Stadtwald wird ein weiterer Kredit von 750 Goldmark einstimmig bewilligt.

Für die Errichtung eines Kellers im L o r - Häuschen am SelterStvr wird ein Kredit von 1500 Goldmari bereitgestellt.

Der Kredll für die Verlegung des Volks- schulbades und die Erweiterung des Frei­bades wird von 2,5 Millionen auf 12 Mill. Mark erweitert.

Einem Motorenankauf durch das städtitche Elektrizitätswerk zwecks Weiterverkauf wird zugeslimmt und der notige Kredit in Höhe von 2261,70 Mt. bewilligt. Bet der Beratung dieser Vorlage übt ein Redner der Deutschen Volkspanei Kritik an den hohen Slektrizl- tätspreisen. die jetzt abgebaut werden muß­ten. Zu wirllich billigen Preisen komme unsere Stadt allerdings erst bann, wenn sie die Wasserkraft der Lahn ausnuhe zur Gewinnung von Elektrizität,1 mit Hilfe der Industrie, der neben einem angemessenen Zrnsendienst auch noch gewisse Wirtschaf.liche Vor­teile zuzusichern feien, könne dieses Projekt ver­wirklicht werden und der Stadt weitgehende Vor­teile bringen. Em sozialdemokratischer Redner stimmt dem Gedanken au und erklärt gleichfalls, durch die Ausnutzung Der Wasserkraft der Lahn föime unser Werk rationeller und auch für die Bevöllerung vorteilhafter arbeiten als bisher. Diesen Ausbau hätte man eigentlich schon vor em paar Jahren vornehmen sollen. Beigeord­neter Dr. Seib weist auf die jüngste Ermäßi­gung der Kraftstrompreise hin und stellt einen Abbau des Licht st rompreiseS für End« Januar in Aussicht. Das Wölfersheimer Werk habe den Preis für die Stadt bis jetzt allerdings auch noch nicht herabgesetzt.

Vergebung von Arbeiten and Lieferungen.

Es weichen genehmigt: Die freihändige Ver­gebung der Mauersteine usw. zum Bureau» aufbau im Gas- und Wasserwerk an die Tonwerke Abendstern, die Dachdeckerarbei­ten am Bolksbad: die freihänbtge Vergebung der InftandfetzungSarbeiten der FuhrwerkS- wage Neustädter Tor an die Firma Karl Schenck-Darmstadt inj Betrage von 334,50 ®m.; dis Nachträgliche Vergebung folgender Arbeiten: Oefen und Einsteckschlösfer für den Stockwerks­aufbau im Gaswerk. Firma 3- D. Häuser. 345,13 Gm.. Schneiden von Eisenbahnschwellen für die Verlängerung deSGleisanschlusses Hat« garsten Hütte, Firma E. H. Müller. 442,50 j Gm., Hofsinkkästen von der Baugenossenschaft 1894, Preis 420 Gm., Reis erbe fen für die Straßenreinigung, Firma Gebr. Hammel, Eichemnüble, 400 Gm. Gin R^ner her Deut­schen Vollspartei bringt Beschwerden darüber vor, 'daß bei einer geringfügigen Ar­beit eine Submission veranstaltet wor­den fei, bei der nur Beträge zwischen 13 und 24 Wk. herauskommen, und fordert, daß in so kleinen Sachen doch nicht noch fubmitliert werde. Er bittet die Verwaltung weiter, In dieser schnx>« ten Zell dem ortsansässigen Handwerk tat­kräftig unter die Arme zu greifenl

Kleine Vorlagen.

Dem Verein für Kommunalwirt­schaft und Kommunalpolitik wird für das Geschäftsjahr 1924 (Rj.) ein Beitrag tn Höhe von 14 Goldmark gewährt.

Die RechnungsabschLsse des städtischen GlektrlzltätstoerkeS und der städti­schen Straßenbahn für 1920. des Wohl­fahrtsamtes (Einnahme 2 206 240.28 Mark, Ausgabe 2 200 153.53 Mark) und der P l o ck - scheu Stiftung (Einnahme 19 711.80 Mark. Ausgabe 14 484,23 Mark), beide für das Zahr 1921. werden genehmigt. Gin demokratischer Redner fragt, ob die Straßenbahn in ab­sehbarer Zeit ihren Betrieb wieder aufnehmen könne. Beigeordneter Dr. Seid erwidert, bei der jetzigen ginanjlage der Stadt sei das nicht

K

gut zu netum»orten, Denn schon vor dem Krieach habe i/cr Stra h en Bahnbetrieb jährlich 15000 bis 20 OOOO Mark Zuschuß erfordert, die man heule nicht leisten könne: übrigens müsse auch der Etat erst auSbalanciert »erben.

Ein Vaugesuch der S t u d e n t e n h i l f e für die Schöne Aussicht wird wir folgt beschie- den: Mit der vorgefehenen Lieberbauung des Baufluchttinie am Wactberg tn jrder^ll wider­ruflicher Weise erklärt man sich ausiiahmsweise einverstanden. Als Anerkennungsgebühr ist eine Golümark jährlich zu entrichten. Die Defretong von § 18 des O. B. St. für die älmsangswönde im Erdgeschoß wird befürwortet.

Die Entziehung von Pachtlaad beim LupuSheim

zum Nachteile vieler Klei-gärtner hat die soztol- oemokixlNsche Fraktion zu einer Anfrage veranlaßt, auf die fei.eus der Verwaltung erwidert wird, daß der Heilstättenverein 1915 von der Stadl Dort oben Land gepachtet und dieses zu einem Teile nicht selbst bewinschaftet, sondern oh.ie Berech­tigung und ohne Vorwissen der Stadt an anbeve weiterverpach:et habe. Eide 1923 sei der Vertrag mit dem Heilstättenverein abgelaufen, und darauf habe die Stadt jenes Gelände an die Studenten- Hilfe verpachtet, die sich dieserhalb an die Stadt gewandt habe, um das Land gärtnerisch zu nurea. Da die L adt von der unerlaub en^D.n erverpach- tinia des Landes durch den Heilstätterkvdr.in nich^ pmßte, hatte sie allo auch gar nichts mit den Klein­pächtern zu tun. Die Verantwortung für daS Vor­kommnis treffe den Heilstättenver^in. Das Haus erkannte von rechts bis links übereinstimmend an, daß jenen Kleingärtnern durch den Landentzag empfindlicher Schi den erwach e. und ed toar ebenso einbettig der Meinung daß dem abgeholfen wer­den müsse. Aus geschäf sordnungsmäß.gen Grün­den konnte eine Abstimmung üocc die Willens­äußerung des Hauses nicht stattfinden. man hofft aber, daß die Verwaltung bzw. die land- und forstwirtschaftliche Deputation von sich auS cuie neue Entscheidung trifft, die der Ansicht des Hau- seS Rechnung tragt und jene Kleingärtner vor Schaden bewahrt. Die Verantwortlich'eit des Heitstättenvereins und die formale Richtigkeit des Standpunktes der Stadt wird vom Haufe aner­kannt.

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

haben die Stadtv. Loh. Kling und Gvectz einen Antrag vorgelegt, in dem die Bildung einer Kom­mission zur Bereitstellung von Arbeitsgelegenheit gefordert wird. Die Begründung und Verhand­lung des Antrag- soll in der nächsten Sitzung stattfinden.

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schreibt er am 23. Mai 1863.unter allen 11m- ftänben tn Ihren jetzigen Verhältnissen auSzu- harren und sich za bestreben, zunächst ein^lqer Kaufmann za werden. Die Literaturgeschichte lehrt, daß selbst unsere größten Dichter nicht von der Poesie lebten: Goethe saß un StaakSrnt und mußte arbeiten wie jeder andere Jurist. Glauben Sie ja nicht, daß eS angenehmer war. den Ilmenauer Bergbau zu letten und Mllltär- ÄDntingentc ouszuheben, oder den Studenten in Jena Vorlesungen zu hallen. alS aus einem Bureau zu sitzen und Rech iu ,gen zu revidieren: warum sollten Die also nicht Kaufmann werden? Moses Mendelssohn toar auch nichts an­deres und füllt dennoch ein schönes Blcut in der Geschichte der deutschen Philosophie, ja In leinen Schriften stecll ein Sternent. das sie schwerlich in sv hohem Maße besitzen würden, wenn er ein bloßer Gelehrter gewesen wäre, denn daS Schick­sal kompensier! immer und gibt auf der einen Seite, waS <B auf der andern vorentbäll. AuS Ihren Gedichten spricht ein poetisches Naturell, dessen Entwicllungsfä higkeit aber In Ihrem jetzi­gen Aller vollkommen unbestimmbar ist und das Sie auf keinen Fall bercchilgt, den Weg. den Millionen un Schweiße Ihres Angesichtes wan­deln. zu verlassen. Sehen Sie ihn daher mit Selbslüberwtodun« und Vertrauen auf die Zu­kunft fort, was Ihnen ja am so leichter werden muß. als die heiligsten Psiichten. wie Sie feCbft sagen, eS von Ihnen fordern, und seien Sie über- «aigt, daß der arme Mann, der vom frühen Morgen biS in die fpäte Nach4 arbeitet und sich jeden Genuß versagt, um für Weib und Kind Brot zu schaffen, auf Gottes Wagschale ebenso schwer wo nicht schwerer wiegt, als Shake­speare mit allen seinen Tragödien, beim g'-» Talente find Gaben, fillliche Ärafl aber ist Erwerb."

Verlangt die ^uten

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CALMÖN-HÄNSA

Gummiabsätze