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öic englischen Truppen noch nicht entschle- den ist. Erst wenn DeutschLanL sich von feinen Verpflichtungen befreit habe, d. h., wenn es die den Dawesplan auserlegten Bedingungen rib-rc die Entschädigung und Abrüstung erfüllt xtoeR werde, werde über jene Frage eine Entscher- äung gefällt werden. Die rnterallnerteM i I i t ä r- -vn trollkommissron wird unverzüglich ^hren _ Bericht Vorleger«, und erst dann werde rncrn über die Räumung jener Gegend besttmmen.

Schwedens Antwort aus das deutsche Völkerbunds-

Memorandum.

Berlin, 25. Rov. (SU.) Die Antwort 6er lschwe.ischen Regierung auf das Memorandum der Reichs reg ieuung über den Eintritt Deutschlands in den Völlerbund vom 29. <5ep embrr ds. Is. tft r.unm h eing gangen. Die schwedische Re i e- TU?g gibt der Auf a sung Ausdruck, datz Deutsch­land in der Organiation des Balke bundeZ die­selbe Stellung erhaben feite wie d ie ü b -- r tg e n Grohmächte und sie erftärt sich be­reit, dahin zu wirken, dah vom Völkerbundsrvrr bzw. der Völkerbundsverianrmlung entsprechende Mohnähmen getrcfsen wer er, damit Deu sch an - sofort einen ständigen R a t s i i tz erhalte. Die schwedische Regierung hält es jedoch für kaum vereinbar mit ben Dundessahungen und ih.en Grundsätzen, dast Deutschland mit ei en V o r-- b-holt bezüglich wich ig?r Ter.flichturgen aus Art.kel 16 eintvete. Sie gibt dagegen der Mei- j-.ung Ausdruck, es sei mit Artikel 16 nicht un° tureinbin-, dah frei dec Ausführung von Sank­tionen Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse, namentlich die Rüstungsbe- sch.änkung, genommen Werre, und spricht di.'Ho f- rung .ms, dah die deutsche Regierung den Arti.el 16 i«icht als Hindernis für den Eintritt empfin--- den werde.

Frankreich hält zum Genfer Protokoll.

Paris, 25. Rov. ($.11.) Der »Petit Pa- risien" stellt anderslautenden Meldungen gegen­über ausdrücklich fest, dah die französische Re­gierung, wenn sie auch gewisse Abäuderungs-Vvr- ichlägebe« englischen Kabinetts mit Wohlwollen zu p.üfen gedenke, das Genfer Protokoll über die Rüstungsbeschränkungen nicht fallen las­sen sonder nim Gegenteil dem Parlament zur Ra­tifikation unterbreiten werde, und zwar unmittel­bar nach Beendig?.' ng der Aussprache über das Budget Die f anzosi'che Regierung werde dielen Sch Mach unter ehmen, w.mn Gr H-B itanni.n nach erfolgter Prüfung das Protokoll verwer­fen sollte.

Die interalliierte Finanz- Konferenz.

P aris, 24. Rov. (WB.) Rach demTemps" wird die auf der Londoner Konferenz vorgesehene Beratung der interalliierten Finanzminister nicht vor Mitte Dezember stattfinden. Die alli­ierten Fittanzsachverständigen, die die Finanz­bilanz dm Ruhcbesetzung aufstellen> einen Verteilungsschlüssel für die erste Annuität nach dem' Dawesplan festzulegen haben, obwohl sie seit Wochen tagen, noch kein Ergebnis echielt. Die amerikanische Regierung wird auf dcr Finanzministerkonferenz im Dezember doch offiziell vertreten fein, da sie das Verlangen ge­stalt hat, an den nach dem Dawesplan geleisteten Zahlungen gleichfalls beteiligt zu werden, und zwar einmal, um die Rückzahlung der B e - sahungskosten und zweitens, um die Ent­schädigung der Sachschäden zu erlangen, die amerikanische Staatsbürger während des. Krieges erlitten haben. Rach einem Abkommen zwischen der Regierung von Washington und den alliierten Regierungen kann Amerika den Ersatz der effektiven Kriegsschäden, die amerikanische Staatsbürger erlitten haben, ver­langen, ist jedoch nicht berechtigt, eine Entschädi­gung für Pensionen sowie Witwen -und Waisen- zuwendungen zu fordern.

Die deutschen Kolonial­werte unter dem Hammer Versteigerung der deutschen Kamerun- Plantagen in London.

London, 24. Rov. (WTB.) Heute nach­mittag hat im Winchrsterhouse in der Broadstreet die Versteigerung des früheren deut­schen Eigentums im jetzigen Britisch- Kamerun stattgefunden. Die Beteiligung an der Auktion war groll; die Hälfte der Plätze war vorbestellt. Die Frage eines Anwesenden, ob er boä von ihm gekaufte Eigentum an einen Deutschen weiter übertragen könne, bejahte der Versteigerer; dagegen protestierte jedoch der Fragesteller, was Heiterkeit unter den übrigen Anwesenden hervorrief. Auf eine weitere Fvage aus der Versammlung, ob ein Käufer Englands Schuh geniesten werde, antwortete der Auktionator, das ver­stehe sich von selbst.

Es wurde alsdann zuerst ein Besitz von 34 550 Acres, 6 Meilen westlich von Viktoria, für 9000 Pfund verkauft. Als ein Anwesender um Bekannt­gabe des Romens des Käufers bat, erklärte der Auktionator, wie bei allen, würden auch bei dieser Versteigerung keine Ra men genannt. Wei­ter wurden verkauft eine Oelpalmen- und Gummi­plantage von 5000 Acres für 2500 Pfund; eine ähnliche Pflanzung für 2020 Pfund; ein Besitz von 32 000 Äcces für 22 500 Pfund; ein weiterer von 14000 Acres für 10 000 Pfund. Ferner wurden gezahlt 8200 Pfund für 6000 Acres. 3000 Pfund für 824, 1100 Pfund für 1200 und 100 Pfund für 2ii Acres. Eine aus drei Räumen bestehende Fabrikanlage wurde für 50 Pfund verkauft. Die Viktoria - Rtolyko - Besitzung von 31 000 Acres wurde für 78 000 Pfund verkauft. 3m Auktions­saal waren zahlreiche Deutsche antoefenb.

Loucheur zu den Pariser Verhandlungen.

Paris, 25. Rov. (WTB. Funkspruch.) Der ehemalige Minister Loucheur erklärte einem Mit- 'arbeitet des3oume Industrielle", Deutschland habe ebenso sehr wie Frankreich ein Interesse daran, daß die H a n d e l s v e r t r a g s v e r - Handlungen rasch beendet werden Deutschland könne für seine Industrie das Recht zum Leben Derlangcit, aber auch Frankreich habe für seine Industrie das gleiche Recht zu be» anspruchen, Die wirtschaftliche Rivalität in der

vchwerindustrie könnte für Vie beiden Dölrer zu einem Moment wirtschaftlicher Beun- ruhigung und damit auch zu einem Vorläufer politischer Beunruhigung werden. Trotzdttn sei er der Ansicht, daß man diese Frage mcht allein mit Deutschland verhandeln durfte ve- sondets die Frage von Kohle und Stahl dürfe zwischen Frankreich und Deutschland n t ch t o Y n e Beteiligung Belgiens und Eng" [an stattfinden. Man müsse sich aus wirt­schaftlichem Gebiet auf das gleiche Terram bege­ben, auf das man sich hinsichllich des politischen Friedens in Genf begeben habe.

Der deutsch-englische Luftverkehr.

General Brankers Besuch itt Berlin.

Berlin, 25. Rov. (DU.) Der Vizemarschall deS eng'.i chvn Luftmini ite iums, Ge eral B r a n - der, stattete gcter.i der Luftabt-iamg £es Reichsverkehrsministe iums einen .ä ge vn ic u<p ab. Bei dieser Gelegenheit wurden hm tsachnw die deutch-e gii chen ^.ustoerkehrsm gli -i t« ;02® nächsten Oah.es besprochen. Zu einem oncgul t ei Ab chlust kannten diese Besprechu gen nrHt ge= bracht werde.i, da u. a. die Frage der Deutsch­land aufg?otoungenen Bau be chPüntu nge n (Begcü.sbestimmu g n) durch ct D tch^ierwn- ferenz noch imme.r nicht ge 1 b tt ift -von Ötscher Süte wurde gel ead gemacht, das) v e deutsche Luftfahrt vor der. ausländischen nicht benachteiligt werden dürf.e, fast alfa ent­weder' die Beschränkungen unseies Luft- und Flug- z ugb.rnes aufg ' h ben dec die eia siegen en cruÄän i chen Flieger und Fsigze ge be.i glei­chen Be chränlungm unterwerfe, wer e. mu sen. General Brancker b fin.et sich au' ei e l'uft eie n-Äh Indien. Er wird am 25. ds.. Mts. Be sin wieder verladen. Mit e Feb uar g'audt er d.e gestern begonnenen De.prechu gen. in Bersin fort» fe en zu können. 3m O-ttere^se der Wetterent- wicklu^g des internationalen Luftverkehrs Ware zu h ffen, dah die luflpolltt ch? Lag-? bis zu dem genannten Zeitpunkt ei *e Besserung erfahren bat. Gegen 4 Mr nachmittags beuchte General Brancker den Berliner Flug Hafen auf dem Tompelh fer SeHe lieber bei F ugpl h und 0 e ems ibm geschaffen<m Anleg in äu > rte er sich b - sonders anerkennend und meinte, dah das Tempelhofer Feld der beste Flughasen Eu­ropas zu werien verspreche.

Eine internationale Luftfahrt-

Konferenz in Kopenhagen.

Berlin, 25. Rov. (SIL) Auf Einladung der dänischen Regierung sinden vom 1. bis 4. Dez. 1924 in Kopenhagen Verhandlungen über das n or dwest eu ro isch e Luftverkehrs- neh statt. An den Verhandlungen werden die Vertreter der Regierungen von England, der Riederlande, von Deutschland, 2kor - wegen, Schweden, Dänemarl, Finn­land, Belgien und Frankreich beteiligt sein. Auster den amllichen Vertretern ' Weichen auch die Direktoren der bedeutendsten Luftver­kehrsgesellschaften der in Frage stehen­den Staaten ben Besprechungen beiwohnen. Die deutsche Regierung wird in Kopenhagen durch den Dirigenten der Abteilung für Luftfahrt- Wesen im Reichsverkehrsministerium, Ministerial­rat Brandenburg, den Ministerialrat in der gleichen Abteilung, Geheimen Regierungsrat Fisch, und ben Oberpostrat Gu t vom Reichs- postministerium vertreten sein. Austerdem werden die Direktoren der Deutschen Aero-Lloyd A. G. und der 3dt nckers-Luftverkehrs- A.-G. cm der Konferenz teilnehmen.

Dr. Eckener in Bremen.

Begeisterter Empfang durch Bevölkerung und Senat. Bremen, 24. Rov. (SH.) Dr. Eckener traf heute vormittag 11 Uhr mit Sondrrzug in Bremen ein. Bereits auf dem Bahnsteig wur­den ihm zahlreiche Huldigungen zuteil. 3n seiner Begleitung befanden sich General­direktor S t i m m i n g vom Rorddeutschen Lloyd, Kapitän König, der württembergische Finanz- Minister D e h l i n g e r und Stadtdirektor Bucke. Abgeordnete der Bremer Technischen Lehranstalt und deren Vereinigungen waren in Couleur er­schienen. Dr. Eckener antwortete auf die An­sprachen der Chargierten, indem er unter anderem aussührte:Sie sind Deutschlands Hoff­nung! Streben Sie danach, ebenfalls Werte zu schaffen zum Ansehen und Heile Deutsch­lands." Vor der Haupthalle des Bahnhofes hatte sich eine laus endköpfige Menge an- gesammelt, die Dr. Eckener enthusiastisch zu- jubette. Rur mühsam konnte sich das Senatsauto, das Dr. Eckener zur offiziellen Begrüstung durch ben Senat nach dem Rathause brachte, den Weg durch die in begeisterter Stimmung befindlichen Volksmassen bahnen. Lieber der Stadt kreuzte ein Flugzeug der Bremer Flugverkehr G. m. b. H.

Heute mittag um 12 Ahr wurde dann Dr. Eckener

durch deu Bremer Senat im Rathaus empfangen.

wobei der Bürgermeister Dr. Donath folgen­des ausfuhcte:

3m Ramen des Senats begrübe ich Sie. Herrr Dr. Eckener, auf bremischen Boden, der Ihnen ja nicht fremd ist. Denn ich höre soeben, dast Ihre Familie mehre, e Generationen hindurch bis in die zweie Hälfe des vorigen Icchw- hunderts hinein in Bremen ansässig war. Bremen ist als Haupt- und Handelsstadt mit dem Aus­lände und vor allem mit den Vereinig en Staaten von Amerika durch tausend Fäden verbunden. Bremen weih aus eigener SachLun e die poli­tische und wirtschaftliche Bedeutung Ihrer kühnen und erfolgreichen Luftfahrt über das Weltmeer zu würdigen. Die Wesistellung Deutschlands ist durch fremde Gewalt un> ei e e E Isiväche zerstört worden. Sie kann ihren f ie - sich en Wet b werb der Völker nur durch deu t- fchen Geist, deutsche Arbeit und deut­sche Tatkraft toieber gewinnen.

In diesem Sinne ist d.e F chrt des Z. R. III unter l^hrer S?ci( mg eine vaterländische Grosttat Durch sie ist dem AuSlande vor I Augen geführt morden, dist in dem bedrängten I durch Pa ne hader zerrissenen deutschen "Volke I trotz allem Kräfte lebendig sind, denen die 'Welt | nicht entwerten kann Auf dem langen und schwie-

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a)crzenstreuve, upnen nach IY«r Heimkehr tn dus Vaterland den ersten Willkommen- grub einer deutschen Lan desregte- rung aus sprechen zu können. Ich tue das w der Hoffnung, dah die Zeppelmwerst tn Fredrichs- I; jfen Ihnen und dem deutschen Dolbr erhalten bletben möge.

Auf die Rede entgsgnete Dr. Gckener

Hoher ©eitatl Meine sehr geehrten Herren! Tief bewegten Herzens danke ich Ihnen für dte überaus warmen Begruhungsworte, die Sie an mich gerichtet haben. Ich bin mir der hohen Ehre sehr wohl betäubt, die es für mich be­deutet, wenn ich von dem hohen bremischen Senat empfangen werde, von einer Körperschaft, die durch vielhuTrdertjähriges Wirken eng mit der Geschichte des deutschen Volkes verkni'lpft ist und die sich alle Zeit dafür eingesetzt hat, den deut­schen Ramen im Ausland zur elGtung zu brin­gen. Wenn Sie durch Ihre Worte ausdrückten, dah ich in demselben Senat für die Geltung deutschen Ramens mitwirkte, und Sie mich in die Reihe der Vertreter des bremischen Geistes aufnehmen, so danke ich, Ihnen auherordentlich dafür. Es ist die schmeichelhafteste An­erkennung für mich und meine Kameraden. Ob Sie den Weg auf dem Wasser und wir über dem Wasser verfolgen, ist gleich, wir haben alle nur das eine Ziel, Deutschlands M ach t und Ehre. Ich hoffe meinerseits, die Wie­dererstarkung deutschen Ansehens in der Welt einzuleiten, und wenn diese Wieder- erftarfung wieder einsetzt, so gestatten Sie mir, den Wunsch auszudrücken, dah Bremens Be­völkerung, wie früher so auch zukünftig, ein wesentlicher Faktor dabei fein fnöge.

Die Lage tn Eyrna.

London, 25. Rov. (WTB. Funkspruch.) Aus Peking wird gem.tbet: Marschall Tschang- Tso-Lin hat sich zum einstweisigen Leiter der Staatsgeschäfte e klärt. Gr ist in Peking angekommen. Man nimmt an, dah der christliche General Feng-Vu-Siang sich zum Rücktt.tt bereiterklä.en w.r e, wodurch die Ver» hatldlungen mit Wu-Pei-Fa und ben Gou- ^erneuten der Provinzen sehr erleichtert würden.

Aus aller Welt.

Der Doktor der Forst-Wissenschasteu.

Berlin, 24. Rov. (WTB.) Die forst­lichen Hochschulen sind nunmehr den Uni­versitäten, technischen, landwirtschaftlichen und tierärztlichen Schulen gleichgestellt and können den Titel eines Doktors der Forsttviffen- schaft verleihen.

AuSgeraubt und in die Spree geworfen.

Berlin, 24. Rov. (£11.) sB. Z.j Ein ver­brecherischer lieberfall wurde heute nacht am Reichstagsufer verübt. Gegen 2 llhr be­fand sich die Verkäuferin Dora H a n f e n . die bei einer Zigarren-Grohhandlung der Friedrich- strahe 136 beschäftigt ist und dort auch wohnt, auf dem Heimwege. Auf dem um diese Zeit men­schenleeren Reichstagsufer traten ihr plötzlich mehrere Männer entgegen. Einer entriß ihr, ohne dah sie sich wehren konnte, dte Hand­tasche. Als die ilebersallene um Hilfe rufen wollte, packten sie zwei andere Männer und warfen die Wehrlose in bis. © b ree. Die Räuber entta men in der Dunkelheit.

Ankunft in Berlin.

Berlin. 25. Rov. (TU.) Am Montag abenb ist Dr. Eckener mit dem Auto von Bremen in B-er l i n eingetroffen und in der Zeppe­lin-Gesellschaft abgestiegen. Die Ankunft Dr. Eckeners vollzog sich stift unbemerkt vom Pu­blikum. Heute Dienstag dürfte Dr. Eckener dem 2 u f 11 a b 11 a m t einen Besuch abstatten, um über seine Fahrt zu breichten. Einem Pressever­treter antwortete Dr. Eckener nach seiner 2lnkunft auf die Frage, ob er die Hoffnung habe, die Friedrichshafener Werft zu erhallen, lächelnd: Ich habe immer Hoffnung. Er wies dann darauf hin, dah Präsident Coolidge offiziell erklärt habe, dah Amerika in dieser An­gelegenheit nichts tt'.n lönije, dah aber die a me r i- kani s che Presse die Zerstörung der Werft einmütig als einen Akt von Vandalismus bezeichnet hat.

Begrüßung durch den Aeichsknnzler. Bremen, 25. Rov. (TU.) Der Rei HKstmz- ler htt an Dr. Eckener an Bord deZ Dampkfers Columbus," f.lg:ntes Tllegrcvmm geandt:Mi t Stolz und Freude enrpsange.r wir den von ruhnrreichem Fluge Heimteh ew.en wieder au f deutschem Boden. Der Flug über die Mcere war eine Tat deutschen Geistes und deutscher Technik, war eine l ke r ve r bi n» den de Tat des ,Friedens. Reichskanzler Marx."

Die Person der Keichrprösidenten im Wahlkampf.

Der Reichskanzler fiir eine Entgiftung des AZasilkampfes. Bonn, 24. Rov. (WB.) In einer stark be­suchten Wahlversammlung wandte sich heute Reichskanzler Dr. Marx entschieden gegen die Schärfe des Wahlkampfes, wobei er ins­besondere die Versuche zurückwres, die Person des Reichspräsidenten in den Wahlkampf zu zerren. Eingehend legte er bar, dah die Behaup­tung der Rechtspresse, es sei verfassungswrdrig, dah Reichspräsident Ebert noch im Amt fei, un­richtig und unbegründet ist. Er schilderte, wie der Reichspräsident feit 1920 wiederholt auf die Reu­wahl gedrängt habe, die jedoch immer wieder auf­geschoben worden sei, zuerst wegen der Derhäsinisse in O bers chles ien, auf dessen Mlltvahl man nicht verzichten wollte, und später im Oktober 1922. Als die Reuwahl bereits für den 3. Dezember 1922 in Aussicht genomme nwar, wurde vom Reichstag mit überwältigender Mehrheit von 314 von 391 Stimmen beschlossen,die Amtszeit des Reichspräsi­denten bis zum. 30. Juni 1925 zu verlängern. Trotzdem verlangte dieser im Februar 1924 mit aller Entschiedenheit, dah ein Antrag der Deutsch- naüonaten Volkspattei auf gleichzeinge Wahl des Reichstags- tenö des Reichspräsidenten noch im damaligen Reichstag zur Verhandlung gelangte, der dann aber mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Der Reichskanzler stellte auherdem fest, dah die neuerdings im In- und Ausland verbrei­tete Behauptung, vier große politische Orgmnsa- sionen seien an den Reichspräsidenten heran getre­ten, um eilte Reuwahl des Sta-atsoberhaup'es zu- sammsn mit den bevorstehenden Reichstagswahlen zu erreichen, unrichtig ist. Desgleichen wres er den anderen Vorwarf. daß. der Reichspräsident in die Regierungsgeschäfte ein» greife, als unwahr zurück, wobei er nochmals seinem Bedauern Ausdruck gab, dast die Person des Reichspräsidenten in einer Weise in den po­litischen Kamps 'gezerrt werde, bieineineman» deren L an de einfach undenkbar wäre. Das Staatsoberhaupt muffe unbedingt aus dem Wahlkampf her ausgelassen werden.

Schwere V der Spanier in Marokko.

London, 25. Rvv. (TA.) Zwischen Tetuan, Ceuta und Schechaüen wurde die Telegraphen- linie durch den Sturni zerstört, so daß keine vollständigen Berichte von den Gefechten bei Par gut Beruta und Soko-el-älrba übermittelt merben konnten. Die Verwundung des (Se°

Verenguer soll nicht ernst sein. Die Verluste Der Fremdenleg on und der einheimischen gruppen sind groß Rach den allmählich aus durchsickernden Rachrichten über die Lage m M<^okko soll sich die Zahl der bei dem spani- schen Rückzug cnn 19. Rovember gefallenen und verwunveteii spanischen Offiziere auf 25, darunter ®Cr.raiTL' un^ -in Obersrleutnant, be- I , X® -u befürchten, dah der Rückzug

! ^ub-Vl-Arba auf Tetuan sich unter noch s chwierige ren Bedingungen vollziehen w>rde da das zwischen den beiden Punkten I un9e^6r 30 Kilometer breite Gelände

j lüKvatt mit Schluchten und steilen Abhängen

Merzig Gebäude durch eine Feuersbrunst zerstört.

Innsbruck, 24. Rov. (SU.) Das Süd- f:roter Dörfchen Kart Hause ist bis auf drei Geb iube niedergebrannt Mit der Kirche f jto 40 Häuser ein Raub der Flammen geworden. Auch drei Menschenleben dürsten zu be­klagen sein.

Munittonserplosion in Kowno.

K o wno, 24. Rov. (Til.) In einem Muni­tionslager am Rande der Stadt ereignete sich gestern eine heftige Explosion. Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest. Bisher wur­den acht Leichen aus dem Schutt herausgezogew Wan vermutet, dah es sich um einen kommu­nistischen Anschlag handelt.

Aus Stabt und Land.

Giehen, den 25. Rovember 1924.

Die amerikanisch-deutsche Kinder­speisung in Hessen.

In denMitteilungen ber Hessischen Zen­tralstelle für die Lanärsstatistik" veröffentlicht Frau Reg.-Rat Keller in Darmstadt eine ül.ebers cht über die ame ri ka n i s ch - de utsche Kinderspeisung in Hessen. Wir ent­nehmen ihr die nachstehenden Mitt.ilungen:

Am 1. April 1925 soll die unter d-m voW- tuml chen RamenQuäkerspeisung" durchgesühicke Schullmderspeisung eingestellt werden, nachdem sie bereits vom 1. Oktober 1924 auf die Gesamt­zahl von 300 000 Kinder beschränkt und in den Wintermonaten mit deutscher Hilfe fortgeführt werden wird. Hessen ist in hervorragendem Maße ah diesem Hilsswerk beteiligt gewesen. Ms zum Schlusi des Jahres 1921 haben die Quäker daS Hilfswerk durch ihre eigener Organisationen durchgeführt, dann aber ztxing sie bte grohere Rot RustlandS. ihr Hauptarb.-itsgMet dorthin zu verlegen und das deutsche Hilfswerk in deutsche Verwallung zu übwgeben. De heffifche Mittel­stelle, die der Jenttale für Mutter- und Säug°, lingsfürsorge angegliedert wurde, übernahm am 1. Januar 1922 ihre Tätigkeit. Es wurden bis zum Frühjahr des Jahres 9500 Kinder gespeist. Die Gesundheitsverhältnisse unter den Kindern hatten im Sommer 1922 eine Herabsetzung der Cpe.sungszahl zur F^lge. Die Marleittwertung aber und die mit ihr Hand in Hand gehende Erschütterung des Wirtschostsmarktes lieh die Unterernährung unter den K.nd rn in erschrecken­dem Maste wachsen, so dah die dem deutschen ZentralauSschuh. vorgelegten sch,lärzt'.ichen Unter- fuchungen eine stärkere Berücksichtigung zur Folge hatten. Seit dem Herbst 1922 bis zum Juli dickses Jahres tonnten ständig höhere Portionen- zahlen in den Städten und Gemeinden Hesiens an die Schullinder verteilt werden. Hierbei wurde insbesondere die Rotsiige der Städte und Ge­meinden im Meuten Rheinhessen, vor allem die Städte Mainz, Worms und Bingen berücksich­tigt. Die höchste Zahl erreichten die Sommer- monale 1924, alS insgesamt 26 000 Kinder täg­lich gespeist wurden. Za Beginn der Ferien sank die Zahl auf 9500 Kinder, die auch zur Zett noch Speisung erhallen. Mit den vorhandenen Mitteln und den noch in Deutschland vorhan­denen Restbesländen des ausländischen Hllfs- werks und der Selbsth lse der Kommunalverwal­tungen wird cs möglich fein, das Kinderhilss- werk, der Rotlage der Gemeinden entsprechend, zu erhalten und den Winter über foctzHetzen.

Die Indexziffern.

Die auf den Stichtag, 18. Rov e m ber, be­rechnete Grobhandelsindexziffer deS Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande am 12. Rovember (129,7) um 1.0 Pro­zent auf 1.28,4 zurückgegangen. Gesunken sind vor allem die Preise für Fette, Getreides Zucker, Baumwolle und Rohjule. Höher lagen na­mentlich die Preise für Fleisch, ferner für Kalb­felle, mehrere Lextilrohstoffe und Halbwaren für Metalle .sowie für Gasool. Von den Hauptgrup­pen gaben Lebensmittel von 125,3 auf 123,4 nach, oder um 1,9 Prozent, wahrend Industriestoffe von 137,1 auf 137,7 oder um 0,4 Prozent anzo­gen. Die Reichsindexzisser für Le­benshaltungskosten für den Stichtag 18. Rovember hat sich gegenüber der Vor­woche um 0,1 (auf 122.5) erhöht. Die Feststel­lungen erstrecken sich, wie bei jeder Veröffent­lichung angegeben, auf Ausgaben für Ernährung, j Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung. Die Frage der Erweiterung der Erhebungen auf sonstige Lebensbedürfnisse wird zur Zeit geprüft.

Wettervoraussage.

Vielfach dunstig, etwas milder, höchstenK geringe Riederschlage.

Das Te lgehiet ist stark nach Süden gerückt, i Das über Island aufgetauchte Hoch bat an (Störte gewonnen. In Fraickreich una Süddeutschland fallt das Barometer, dach werden mir morgen noch auf der Vorderseite des heranrückendMl Tiefs Hegen, dellen weiterer Zug abyatpartex