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Der Herr Reichsminister der Finanzen hat mit meinem Einverständnis das auf Goldmark und Dollar lautende wertbeständige Notgeld der Reichsbahn mit den Ausgabedaten vom 23. Oktober 1923 und vom 7. November 1923 mit Wirkung vom 15. September 1924 und einer Einlösungs- frist bis einfchttehlich 15. Oktober 1924 aufgerufen.
Der Umtausch gegen andere Zahlmittel erfolgt innerhalb dieser Zeit bei allen Eisenbahnkassen.
Nach dem 15. Oktober 1924 eingehende Ginlösungsanträge müssen grundsätzlich abgelehnt werden.
Berlin, den 9. September 1924. Der Reichsverkehrsminister.
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Seit 14. September 1924 wird die Elisabeth Wirth von Muschenhetm, bedienstet gewesen in Bellersheim, vermißt. Sie wurde am 14. September, abends gegen */,9 Uhr, auf der Straße Bellersheim -Dettenhausen zum letzten Mal gesehen.
Personalbeschreibung:
Alter: 18 Jahre, Gröhe: 1,70 m, -aare: blond, Augenbrauen: blond, Augen: blau, Stirne: hoch, Nase: gewöhnlich, Mund: gewöhnlich. Kinn: gewöhnlich, Gesichtsfarbe: frisch. GesichtS- ferm; rund, Statur: kräftig, besondere Zeichen: keine, Kleidung: blauwyllene fitridtjade, die übrige Bekleidung kann nicht angegeben werden.
Im Verdacht, sie bei Seite, geschafft zu haben, steht der Metzger Adolf S t e u l Don Bellersheim, geboren daselbst am 20. Februar 1898, etwa 1,68 m groh, schmal, blond, gestutzter Schnurrbart, gelbe Schuhe, Wickelgamaschen, Rucksack Fahrrad.
Steul ist am 23. September, vormittags gegen ' JOUfjr, in Bettenhausen gesehen morden, er hatte angegeben, er wolle nach Lich fahren, ist dort aber nicht gewesen.
Um eingehende Nachforschungen, insbesondere 'Festnahme des Steul, und alsbaldige Nachricht zu 3. 3319*24 wird ersucht.
Giehen. den 24. September 1924.
Hessische Staatsanwaltschaft.
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Gebrauche Ata i
feit gewidmet. _
‘ Darmstadt, 24. Sept Am 26 Oktober soll in Darmstadt eine Versammlung zur Grün - dung eines hessischen Sängerbundes swltfinden. Die zu gründende ‘Bereinigung soll dein Deutschen Sängerbünde ang.'schlossen werden.
3n der Nähe von Lorsch ist ein Man n - Heimer 2a [taute von einer 6- bi« ököpsigen Bande überfallen worden. Es gelang den Burschen nicht, den Wagen zum Stehen ,yi bringen, wohl aber zwei Kisten Margarine zu rauben. — 3n Walldo rf bei Orofi- Geran versuchte der neunjährige Sohn de. Fu- milie Kissel die Verbrühung de. elektrischen Leitung nut dem Kochappavat herzustellen, wurde aber hierbei von dem elektrischen Strom
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lal, sowie bk zerbrochenen und lockeren Platten der Bürgersteige sollen repariert werven.
L i ch, 23. Sept. Der T u rn verei n feierte nm Sonntag sein 6 4 Stiftungsfest und xrband damit sein diesjähriges Ab turn en, . sich morgen# als Wettöanrpf, nachmittags ls Schauturnen reibungslos und eindrucksvoll btoidelte. Das Wetturnen war für aktive Turner in Zwölfkampf, für Zöglinge ein Zehnlämps, für Zchüler ein Fünfkampf. Folgende Sieger gingen araus hervor: Aktive Tu rn er (8 Bewerber): I. Karl Volz, 217 Punkte: 2. Christian Volz, 215 P.: 3. Hch. Volz, 208 P.: 4. W. Craah. 179 P.: 5. Fritz Hennanm 128 P. Zöglinge HO Bewerber): 1. Hans Milller, 180 P.. 2 Aud. .Schmidt, 164 P.: 3. Hch. Volk. 136 P.: 4 Erich 'ted, 124 P.; 5. Ludwig Walz, 121 P. Schüler <23 Bewerber): 1. L. Delle, 82 P.: 2. H Schäfer, I P.: 3. O. Zimmer, 79 P.: 4. L. Volz und V. Kay, 77 P.: 5. W. Findt, 73 P.: 6. W. 'Lechens, 66 P. Die von Kaufmann Paul Köhler Jstifteten Wanderpreise wurden zum dritten äle und damit endgültig von den Turnern art Volz und Hans Müller erworben.
Verbrechen bi chten werden an bk Her die Sendarwerk chk öaS AusschMM teftr Hummer, ,n ist am StaM- von einer grvM • ^rvöchigen Mnvvcni
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Kari urvlz erhielt auch die vom sicher Klub in Neuyork gestiftet« goldene Nadel auf ein Fahr.
D Cid). 25 Sept Am Samstag wurde im Sihungssaale unseres AathaufeS in feierlicher Sitzung des Schulvorstandes und im Beisein der gesamten Lehrerschaft der neu ernannte Rektor Ludwig Erb in fein Amt durch Kreisschulrat Fischer eingeführt. Der letztere gedachte in ferner Ansprache zunächst des früheren Rektors Roth, er sprach weiter von der Stellung des Schulleiters und feinem Verhältnis zu der Lehrerschaft und gab der Hoffnung Ausdruck, dah das bisherige gute Verhältnis auch unter dem neuen Rektor, der feit zwei Jahrzehnten an unserer Schule wirkt, weiter bestehen möge. Bürgermeister Völker entbot dem Rektor den Gruh des Stadt- und Schulvorstandes und schlosi mit dem Wunsche, dah die auf Herrn Erb gesetzten Hoffnungen sich in reichem Matze zum Wohle unserer Fugend erfüllen möchten. Rektor Erb dankte in schlichten Worten, feine Pflicht als Schulleiter voll und ganz zu tun, werde fein eifrigstes Bestreben sein. Bei der am 19. September staltgesunhenen Ob st Versteigerung der Stadt Lick) wurden für mittlere Bäume mit gutem Behang 5—15 Mark erlöst. Der Ernteertrag im allgemeinen ist gering; der gesamte Versteigerungserlös wird sich auf ungefähr 700 Mark belaufen. Infolge des Ausbruche der Maul- und Klauenseuchr in Bellersheim fällt nach behördlicher Anordnung der Kirmesmarkt (Ferlelmarkt am Montag, dem 29. September) in Lich aus.
l Hungen, 24. Sept. Am Sonntag tagten im Gasthof „Zur Traube" dahier die Vertreter des Hassiabezirks Hungen. Medizinalrat Dr. Vogt, Butzbach, auf dessen Anregung hin die Versammlung einberufen worden war, verbreitete sich in längeren Ausführungen über die Ziele der heutigen Kriegervereine. D:eselben mutzten in der ilnterftütjung der Schwerkriegsbeschädigten, der Krieger Witwen und Kriegerwaisen ihre vornehmste Aufgabe erblicken. — Da der Bezirk Hunzen seit dem Weggang des Lehrers Kreiling zu Steinheim verwaist war, wurde 'gleichzeitig die Wahl eines B e z i r k s v o r - sie Hers vorgenommen. Dauinspekl)r Glitsch dahier wurde durch einstimmigen Besd)lutz an die Spitze des Bezirks berufen. Die nächste ordentliche Dezirlsversammlung soll Sonntag, 5. Oktober, in Berstadt stattfinden.
welchem <t am die vielseitige Anwendung der I .'krrrzschrist, sowie ihre älnentbehrlichkeit im öffentlichen und Geschäftsleben hinwies. Auch gedachte des Altmeisters Gabels berge als Erfinder ter deutschen Redezeichenkunst, welcher mit feiner Schöpfung Unsterbliches und Vorbildliches ge- leistet hat. An dem mit der Tagung verbundenen Dettschreiben beteiligten sich 243 Personen, h die fast alle mit Preisen ausgezeichnet werden ■ f turnten.
eu. Grvtzen-Buseck, 24. Sept. Die letzte s Wanderung des D. H. C. D u s e ck e r t a l am ' Sonntag diente der Allgemeinbildung durch den Besuch der Quarzithöhlen am Toten- lierg bei TreiS. 3n anschaulicher Weise erläuterte Dr. Richter vom Geologischen Institut Hieben an Ort und Stelle die mutmatzlichen Dohnstätten dieser SiSzeitmenschen und zeigte verschiedene Formen von ausgegrabenen Hand- icertogeräten und Wasfen, die, was gerade diesen Ausgrabungen eine überragende Bedeutung gibt, . d(e aus Quarzit, dem Stein der Umgebung, ^schlagen worden sind, während die Geräte der dis jetzt erforschten Höhlen von Le Moustier aus j Teuerstem gefertigt sind. Der Aufenthalt im Ritter" zu TreiS, gemeinsam mit dem D. H. E. '2u m ba tal, gab Dr. Richter nochmals Ge- | Icgenpeit, feine interessanten Ausführungen zu 11 rgänzen, die allerseits dankbar ausgenommen 5 curden. Eine nächstens stattsindende Geld- * cinmlung in Mitgli^>erkreifen des V. H. E. Bu- . icdertal soll zugunsten der Ausgrabungen geschehen.
t Grünberg, 23. Sept. Für heute war auf Veranlassung von 7 Stadträten eine eilige Gemeinde ratssitzung einberufen worden. i Für die Aepfelversteigerung der Stadt L ipar Barzahlung vvrherges^hen, doch tnirbc be- Ichlossen, bat) gegen Bürgschaft später b.'zahtt '■ oerben lärm; jedoch dürfen diele Aepfel erst am uächsten Tag abgemacht werden. Die Barzahler tönnen ihr Obst sofort ernten. Zu dieser Der- (teigerung sind Auswärtige zugelassen, jedoch leine Händler. — Die Preise für Eichenholz werden für Herrn W e l l h ö f e r - Gietzen klaffenweise festgesetzt. Der Preis für die dritte Klasse erschien zu hoch, so datz Wellhöfer nur > die 4. Klasse zu 35 MI , die 5. Klasse zu 28 Mk. und die 6. Klasse zu 20 MI. kaufte. — Pvlizei- 1 i-iencf Frank soll von den Einnahmen für die Verleihung der Bretter usw. für die Stände zum Gallusmarkt 10 Ml. an die Stadt abgehen. - Ein Antrag von Schm idt III.-Göbelnrod, feinem Sohne, der während der Krankheit des Ijdcfigcn Schäfers diesen vertreten hat und dann , i^hire Kündigung entlassen wurde, eine Entschä- : t- i g u n g zu geben, wurde abgelehnt, da Schäfer Schneider den Schmidt von seinem , Ociyjlt bezahlt hat. - Die VerhaTidlungen über ; k-ie Dürgermet st erfrage wurden in öfsent- | licher Sitzung geführt. Nack, längeren Verhandlungen über die Abfindung und einen evtl. I R ücktritt des Bürgermeisters Ranft wurde » ter Befchlutz gesaht, die Sdadttäte 3 b d e I und 1 Kelle r zum Bürgermeister zwecks Verhandlun- I gen über fernen Rücktritt zum 1. Oktober zu schicken. Die schad ha f ten Stellen in den L Dächern der Waschhäuser im Brunnen-
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Kirche, deren Reparaturen von vielen Gemeindegliedern gewünscht wurde, ist dank dem Entgegenkommen des Esemeinderats und der Bürgermeisterei zunächst un Innern vollstän - big neu berge ft eilt worden. Die Weitz- binder- und Schreinerarbeiten waren den hiesigen Meistern Karl und Wilhelm Langsdorf übet' tragen, während die Malereien von Kirchenmaler Otto K i rn p l e aus Frankfurt au-ge'ührt wurden. Alle Arbeiten geschehen nach Angabe des Denkmalpflegers, Professor Dr. Walde zu Darmstadt. Nach achtwöchiger Reparatur konnte die Kirche am 21. September wieder bezogen werden. Die Neuweihe vollzog Dekan G u tz mann, die Predigt hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Naumann. Der Gesangverein trug durch Vortrag zweier Lieder zur Erhöhung der Feier "bei. Dem Dank der kirchlichen Gemeinde an Bürgermeisterei und Gemeinderat, die in solch weitherziger Weise für die Interessen der Gemeinde besorgt sind, wurde Ausdruck gegeben und der Ortsgeistliche wünschte zum Schlutz, dah das freundlich^ Verhältnis zwischen bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde, das seit Jahren in unserer Gemeinde in geradezu vorbildlichek Weife bestehe, zum Segen beider Teile weiter erhalten bleibe.
sf. Friedberg, 22. Sept. Die geschichtlich sehenswerten Plätze Butzbach und Nieder- Weisel waren es, die sich der Geschichts- und Altertumsverein Friedberg zu seinem diesjährigen Familienausfluge gewählt hatte. Don Butzbacher Mitgliedern des dortigen Vereins am Bahnhofe in Empfang genommen, Sing es zuerst nach Niederweisel zur Besichtigung er Johanniterkirche. Diese stammt aus dem 13. Jahrhundert und bietet das seltene Beispiel einer zweistöckigen Doppelkirche. - Der untere
lebigt. Um 12 Uhr erroigte gpinet^Gm^ TTf* kochen Von 2 Ubr war allgemeine Belustigung durch Lieder. Musikstücke und di? Ausführung von Turnspielen. Auch wurden verschiedene hübsch' Stücke von Hans Sachs ausgeführt. Um 4 Upr war grobes Preisfingen in Gruppm und Einzclsingen: um 6 Uhr erfolgte die Ehrung der Sieger im Sängerstreit, worauf der schöne Gautag ausklang und der Heimmarsch nach Butzbach angetreten wurde.
Mrcie Lchottcn.
Aus dem Niddatal, 24. Sept In früheren Jahren dominierten in diesen Woch.n die Zwetschenkuchen. Dieses Jahr gab man dieses Kuchenbacken nach einmaligem Versuche aus. Der Kuchen ist saft- und kraftlos und schmeck bitter. Da» anhaltende Regenwetter bracht, die Zwetfchen nicht zur Reife. Klein und fuchsrot hängen sie an den Bäumen. Der dem Stiel zu- gekehrt? Teil ist welk und runzelig, das Frach'- fleisch löst sich nicht von den Steinen und ist sauet mitunter gar bitter. Do lohnt sich nicht das Ein- ernten und man überlätzt sie ihrem Schicksa-l
Starkenburg und Nbeinl)e^cn.
Darmstadt, 23 Sept Hier verstarb plötzlich im Alter von 63 Jahren der Leiter der Ludwigs-Oberrealfchule, Geb. Schulrat, Obci- studlendircktor Dr. Pitz Die Gabelsb?rgetsch? Stenvgraphichewegung erleidet durch den Hein'' gang dieses Mannes einen herben Verlust. Dr. Pitz stand feit langen Jahren zusammen mit seinen Freunden Prrf. Pfaff und Rez.-2dat Schaivle in vorte.ster Linie derEinh:itsstenographtel>ewegung. Als Mitglied des Dundesausschufses des Deutschen StettographenbundeS „Gabrlöberger" <Sitz T.aunschweig) hat er sich groste Verdienste um tic DabelSberaerschr Stenographie erwvrbetz 3m Ht-ssen-Nassamschen Verband war er Ehrenvot- sitzeiider. Auch der Pflege der Stenographie in ten Schulen hatte er eine besondere Ausmerkfam-
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Marienschlotz-Rockenberg, 16. Sept. 1924.
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LMWeu Oller AN ^nooffi lluöftattung mirein u. preiswerk vleSrliMche MnlB.-DrudereL E. Lange. Giesen. SttiolftrJ.
Stock diente zum Gotteso.enlte, der obere Raum zur Krankenpflege. Die Kirche, die lange Jahre vollständig dem Zerfall« preisgegeben war, kürzere Zeit alS Diehstall benutzt, dann sogar auf Abbruch versteigert wurde, bietet jetzt nach ihrer Wiederherstellung durch den Johanniterorden ein durchaus würdiges und stimmungsvolles Bild. Nach einer Mittagspause ging es unter Führung des Lehrers Weide auf d.e Höh? bSS SchrenZers zur Besichtigung der Römerschanze, der Hünengräber, des Pfahlgrabens und des Modells eines römischen Wachtturms. Der Qlnd)mittag war dem Besuch? des in der Mich aeliskaprll? untergebiatten Altertümer- unö Trachtenmufeums gewidmet. Man Ivar allgemein erstaunt über die reichen Schätze, besonders an Trachten und altem Hau-rat. die diese Sammlung in fick..birgt, besonderes Interesse erregten auch die zahlreichen BiSmarck- evinneiungcn, die auS den Beziehungen der ..Getreuen von Butzbach" mit unserem groben Reichskanzler herstammen. Dann fand „och die Besichtigung der baugeschichtlich äutzerst hervor- lagenben MarkuSkirche und der Wendell n s k a p e l l e mit dem kostbaren Schreine, f „ Inn.„seit Svenen aus dem Leben d^s Heiligen darstellt, statt. Ein gemütliches Zusammensein im „Hessischen Hose", das durch interessante Mitteilungen aus den Chroniken und Ur* luriden der Stadt und musikalischen Vorträgen belebt wurde, hielt dt^Teilnehmer bis zum Abgang deS Zuges in angenehmster Weise zusammen. — Im üerganaenen Winter hat sich die Friedberger Winterhilfe" in geradezu vorbildlicher Weise der Linderung her Not angenommen und du le Tausende Portionrn warmes Mittagessen an Bedürftige verteilt. Auch .in dielen Winter bcnbfld)tigi man, die segensreiche Einrichtung wieder int Leben zu rufen, vorausgesetzt, tafj die nötigen Mittel zusammenkommen. Die Schülerinnen cer hiesigen Mädchenfort bildungsschule haben durch Abhaltung einer g.selligen Veranstaltung die sich eines guten Besuch-s erfreute, ben ersten Baustein geliefert. Ehöre, deklamatorischr Dorträg-. Reigen, die Aufführung einer dramatischen Szene „Der arme Heinrich" von Heih, Eellooorträge des Virtuosen Döhste bilbeteii ein abwechslungsreiches Programm und fanden ein dankbares Publikum. Die hiesige „Katholische Vereinigung" brachte am Sonntagabend unter musikalischer Leitung des Studienra's Kuhn ein gastliches Liederspiel „Der Erlöser" für Soli, Chor und Orchester in hervorragender Weise zur Aufsühruna. Der Erfolg war ein so durchschlagender, datz noch eine Wiederholung stattfinden soll Der Erlös der Vorstellung ist für Anschaffung neuer Orgelpfeifen in der hiesigen katholischen Kirche bestimmt, da die früheren dem Weltkrieg zum Opfer fielen.'
fj Münzenberg. 22. Sept. Am gestrigen Tage hielt der M a i n - He s se n - G a u des Blindes der Kaufmannsjagend im D. H. V., der di? Pflege einer umfassenden Fachbildung und ernster sittlicher Weiterbildung sich zum Zweck gesetzt hat, und der über 50 000 Mitglieder zählt, seine diesjährige Herbsttagung In unseren Mauern ab. Er erstrebt auch die Belebung der Wanderfreude und körperliche Ertüchtigung. Am Vorabend war eine Vorfeier auf der Burgruine. Es wechselten muntere Lieder mit Musikvorträgen und mit belehrenden Vorträgen. Auferdew wurde in sehr ansprechender Weise die „Heilige Fehm-e" von 11 n r a ft Hundt gegeben. Einen prächtigen Anblick gewährte die altersgraue Burgruine durch die um 9 Uhr aas- gesührte Beleuchtung durch gegen 300 Fackeln. Am Sonntagmvraen erfolgte bereits um 5’Uhr allgemeines Wecken. Um 61 . Uhr touroen schneidige Freiübungen abgehalten, um 71/2 Uhr der Kaffee ausgegeben. Gröhe Freude erregte die Ankunft der neugebildeten Giestener Gruppe Sodann wurde um 8 Ubr im Burghof durch Pfarrer De y r ich - Münzenberg Gotts teuft abgehalten. Einen tiefen Eindruck machte seine gehaltvolle Festpredigt, und gar stimmungsvoll erschallten die schönen Kirchenlieder in Öen Ruinen, Um 9 Uhr hielt der bekannte Geschichts- und Altertumsforscher Pros. Dr. Ao eschen einen Vortrag über die Geschichte der Burg, woran sich in sehr lehrreicher Weise eine kunftgeschichtttche Erläuterung der einzelnen Bauteile schlost. Um 11 Uhr wurde der geschäftliche Teil her Gautagung er-
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