Dr. Eckeners Rückkehr aus Amerika.
Der Empfang in der Heimat.
‘Bremen, 24 Aov. ($11) Zur Begrüßung Dr. Eckeners auf dem Lloydstampfer „Columbus" hatte der AorÄ>eutsche Lloyd verschiedene Heroen des Bremer 6enati sowie der Presse einge lasten, die sich gestern vormittag 10.08 ilfrr mit Sonder- zuq nach Bremerhaven begaben, um von dort auf einem Tender dem „Columbus" entgegen- zufahren. Anwesend waren vom Auswärtigen Amt in Berlin Geheimrat Gras A d e l m a n n, Staatssekretär Kröhne, vom Reichssinanzmini- sterimn Geheimrat Professor Karl sowie der Präsident der Bremer Handelskammer Robewald. .Als der Tender gegen 3 Llhr den „Columbus" auf hoher See erreichte, wurden auf den kühnen Bezwinger der Lust Hochrufe ausgebracht, die brausend über das Wasser hallten. An dem Fallreep des Dampfers sieht man Dr. Eckener, Herrn v. Schiller und den Kapitän des „Columbus", Johns o n. Ich steige das Fallreep hinaus und rufe dem groben Führer ein herzliches Willkommen in der Heimat zu. Die Schifiskapelle spiele alte deutsche Märsche. Dann
fern konnte, sondern mit ganzem Herzen gemeint war, und den Afiung eines Derständ-- Mes bedeute. Jetzt komme es darauf an, Kapital zu finden, um eine Luftlini e ewzurichten: denn der Beweis, daß eine solche Linie praktisch möglich sei sollte durch den Zeppelinfluz erbracht werden und i st erbracht Worten. ES sind auch die ersten Schritte dazu eingeleitet worden. Dr. Eckener hatte drüben eine Unterhaltung mit Har ryman darüber.
Ein Dernierslugzeug des Aero-Lloyds flog nach «Cremen, um Dr. Eckmrr für d.e Wei er- reise nach der Landung zur Dersügung zu stehen.
Ein Jndienflng deö britischen Lnftflottenchefs
‘Berlin, 24. Aov. (WTB.) Am Sonntag mittag landete in Staaken der Chef der englischen Zivilluftflotte, GeneralDran k- k e r, nach einem Fluge von London über Parts und Köln. Aach einer Begrüßung durch den
fallenen haben im Glauben an Deutschlands Gröhe ihr Leben hingegeben, ihr Blut kann und darf nicht vergebens vergossen sein. Werbe jeder an seiner Stelle dafür, dah der Geist von 1914, der Geist der Treue, der Einigkeit, der selbstlosen Hingabe an das Vaterland des nationalen Stolzes Wiederkehre. Dann werden wir mit Gottes Hilfe unser geknechtetes Vaterland wieder zu Ehren bringen, und damit ehren wir am besten unsere gefallenen Brüder.
Eine französische Stimme zur Iustizkomödis von Lille.
Paris, 23. İv. lWTD.) Das .Oravre" beschäftigt sich mit dem Fall Dathuftus, DaS Statt besürchlel, haft durch, die m Deutschland hervorgerufene Erregung dte Gefühle des Krieges wieder lebendig werden. Es schreibt: Das Kriegsgericht m Lille hat nach Ansicht aller derer, die der Verhandlung gefolgt sind. Aathusius ohne genügende Bern e i s e verurteilt. Wir haben feine gute
beginnen die Film Operateure zu arbeiten. Dr. Eckener ist kern Freund der tauten Feierlichkeiten und der langen Reden. Er spricht nur sehr wenig und ist drüben ganz der Alte geblieben: still und zurückhaltend, wie er auch auf der ganzen Fahrt still und zurückgezogen gelebt hat. Aber die große Spannung, die man zuletzt auf seinem Gesicht sah. als der Zeppelin an jenem denkwürdigen Sonntag startete, ist fortgetoischsi Dr. Eckener sieht trotz der gesellschaftlichen Strapazen, die er in Amerika hinter sich hat, frisch und w o hl aus.
Die Begrüßung Dr. Eckeners auf dem Dampfer „Columbus" fand um 5 führ nachmittags im Rauch^alon statt. Der Vizepräsident des 2llifsichts^ s deZ Aorst- deutichen Ll. hds Hoffmann entbot den ersten Willkommengruh der Heimat. Wie Columbus zu Schiff, so habe Dr. Eckener als erster in der Luft den Atlantic erobert. Mit Anspielung auf das Wappen des Aordd-utschen Llchst, das einen Schlüssel und einen Anker zeigt, betonte der Redner, die Tat Dr. Eckeners er chliehe eine Hoffnung auf neuem We.e. Dr. Eckener a it*. toortete, der Willkommengruh aus dem Krcie des alten Hansiig istes mit ferner wel wirt ch f - sichen und weltgeschichtlichen Perspekt.ve erfreue ihn besonders. Die Ehrungen, die Amerika spendete und die mich hier erwarten, dürfen nicht meiner Person gelten. Was wir geleistet haben, fasse ich als
Triumph des nationalen Gedankens, als das Werk Zeppelins und der deutschen Technik auf. Was meine Kameraden getan haben, hätten viele andere auch tun können. Es ist für uns ein Vorzug, dah wir es tun durften.
Staatssekretär Kröhne überbrachte namens des Reichspräsidenten und der Reichs- regierung den Willkommensgruh. Die Tat Dr. Eckeners habe zum ersten Male nach dem Weltkrieg wieder mit ehernem Griffe den deutschen Aamen in die Weltgeschichte geschrieben. Das faustische Wort: Im Anfang war die Tat, hat die Absicht, Deutschland alles zu nehmen, verhindert. Deutsche Köpfe, deutsche Fäuste unb deutsche Herzen sind geblieben. Möchte diese Tat die Beziehungen zu Amerika wirtschaftlich und politisch erweitern, Töte deutsche Luftfahrt von den bisherigen Fesseln erlösen und die Zeppelmhalle erhalten.
'*■ Aamens des Bremer Senats feierte Senator Tremers Dr. Eckener als den Mann, der die Tat gewagt hat und sie als erster glücklich vollenden konnte. Aamens des Württemberg sch- schwäbischen Volkes und des deutschen Auslandsinstituts sprach Finanzminister Dehlinger. Er sprach die Hoffnung aus, dah ein neues Luftschiff in Friedrichshafen erstehen möge im Fluge über Land und Meer zu Deutschlands Ehr. Der Bürgermeister von Dr. Eckeners Vaterstadt, Flensburg, überbrachte den Ehrenbürgerbrief. Eckener wird in den nächsten Wochen in Berlin im Reichsverband der deutschen Presse ausführlich über die Brauchbarkeit der Luftschiffe als überseeische Verkehrsmittel sprechen.
Eine Unterredung mit Dr. Eckener.
Hamburg, 24. Aov. Ein Dr. Eckener ent- ftSgengosandter Vertreter des .Hambg. Fremden- blattcs ' meldet über seine D gegnung mit Dr. Eckener und Kap'.tänleutnant Schiller noch folgende Einzelheiten: Dr. Eckener und Schiller, die eine schöne ruhige Fahrt von Aeuhork nach Plymouth gehabt haben, sind frisch und gesund. Beide sind noch voll von den großen Ein- drücken des glänzenden Empfangs des L. Z. 126 und ihrer Aufnahme in Amerika. Als bezeichnend für Bewunderung und Begeisterung der Amerikaner erzählten sie einige b'sher noch nicht befanntg^gebene Einzelheiten über ihre Ankunft in Aeuhork. Bei der Einfahrt über dem Hudson-Flust gab die amerikanische Küstenba11erie vor der deutschen Handelsflagge einen Salut von 9 Schüssen ab, eine Ehre, die sonst nur Kriegsschiffen als Vertreter fremder Mächte erwiesen wird. Ein grober englischer Passagierdampfer, der in Aeuhork lag, setzte beim Aahen des Luftschiffes eine Groh» l o p p f l a g g e, eine nahezu beispielloser Vorgang. Als Dr. Eckener im Auto von Lakehurst nach Aeuhork fuhr, wurde der ungeheure Verkehr in den Strasten Aeuyorks sttllgelegt und eine Polizei-Ehreneskorte gestellt. Die Besatzung wurde mit G eschenken überhäuft. Dr. Eckener und Kap tänleutnant Schiller erhielten Autos, die sich ebenfalls an Bord des .,©otumbu£“ befinden.
Der Londoner Berichterstatter des „Berliner Lokalanzeigers" kabelt: Mit ein paar Norken streifte Dr. Eckener den mächtigen Eindruck, den die enorme Arbeitsleistung Amerikas auf ihn gemacht hätte. Die Sportleistung, der Rekord hatten die Amerikaner im wahrsten Sim e begeistert, tote eben mir Angelsachsen sich von Spoitteistungen begeistern lassen können. Dast der Zeppelinflug ein besseres Terständnis Amerikas für Deutschland zur Folae hat. sei nicht zu bezweifeln, und man könne ruhig das Wort ..deutsch- a-mer ikan i fche Annäheru g" geb auch .-i. Dr. Eckener betonte, er brächte die fe ic ilebci> Seugung mit, dast dieser Ausdruck von Sympathie, die ihm allenthalben begegnete, ob das nun in einem Privathcmse oder beim Qltarinemrrrifter war, nicht nur eine vorübergehende Erscheinung
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Direktor des Aero-Lloyd wurden die Hallen und die Werft des Aero-Lloyd besichtigt. Beim Empfang war Ministerialdirektor Brandenburg, der Leiter des deutschen Luftamts, zugegen. Heute bleibt der General in Berlin, am Dienstag erfolgt sein Weiterflug über Warschau und Bukarest nach Indien.
Die Ausfuhrabgabe.
Der Reichsfiuanzminifter an den Generalagenten.
Berlin, 23. Avv. (TA.) Der Reichsfinanzminister hat gestern auf den Brief des Generalagenten für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert, vom 14.d.M. eine Antwort erteilt. Hierin pflichtet er der Auffassung des Generalagenten in grundsätzlicher Beziehung bei, betont aber, dah diese Auffassung in ihrer praktischen Durchführung, solange die Abgabeerhebung nach der Reparations Rocoverh Act überhaupt noch stattfinden sollte, nicht dazu führen dürfe, den deutschen Exporthandel empfindlich zu schädigen. Der deutsche Exporteur müsse wissen, wie hoch die Abzüge seien, die von den Warenrechnungen gemacht werden, und ferner, dah er für seine Exportware den vollen Wert erhalte, sei eS, dah die ihm im Wege der Abgabeerhebung gemachten Abzüge aus den von dem Generalagenten für die Reparattonszahlungen zur Verfügung gestellten Mitteln bezahlt werden oder, falls das nach Ansicht des Transferkvmttees nicht möglich sei, die gemachten Abzüge von den erhebenden Ländern zurückerstattet werden. 3m übrigen hat die Regierung ihren Standpunkt in der grundsätzlichen Frage der Erhebung der 26proz. Abgabe dem Generalagenten bereits vor einiger Zeit eingehend dargelegt.
Die Deamtenbesoldung.
Berlin, 22. Aov. CS.il.) Die Reichsregierung hat sich entschlossen, die ursprünglich allgemein mit Wirkung vom 1. Dezember 1924 in Aussicht genommene Erhöhung der Grundgehälter der Besoldungsgruppen 1—6 um 12V2 v. H., der übrigen Besoldungsgruppen um 10 v. H. und die Sozialzuschläge um 2 Mk. monatlich für die Beamten der Besoldungsgruppen 1—6 bereits vom 16. Aovember 1924 ab in Kraft zu setzen. Der Gntschluh der Reichsregierung ist offenbar das Ergebnis der heuttgen Bespiechun- gen der Beamtenvertreter mit dem Reichsftnanz- Minister.
Die Deutsche Reichsbahngesell- schäft wird sich in der Erhöhung der Deamten- gehälter dem Vorgehen des Reiches anschlie - n c n. Die Lohnerhöhung für Arbeiter beträgt durchschnittlich 9 Prozent. Für die Arbeiter wird ebenso wie für die Beamten der Gruppen 1 bis 6 die Erhöhung der Bezüge mit Wirkung vorn 16. Aovember ab vorgenommen.
Eine Hindenburg-Ansprache am Totensonntag.
Göttingen, 24. Aov. (TA.) An einer Denkmalsweihefeier für die gefallenen Lehrer und Studenten der Göttinger Unitier» fität nahm der Generalfeldmarschall von Hindenburg teil. Rack einer Weiherede des Professors Dr. Binder hielt Hin- l denburg folgende kurze Ansprache: „Die Ge
Meinung von unseren Kriegsgerichten und wir würden es gerne sehen, wenn ihr Ruf nicht über unsere Grenzen hinausdringen würde. Das Kriegsgericht in Lille hat alles beiseite geschoben, was die Gerechtigkeit erfordert. Cs war zudem besonders schlecht beraten, denn Aathusius ist rheinischen Ursprungs und hat, wie die Zeugen bekundeten, in Diedenhofen die Erinnerung, dast er ein ehrlicher, guter Mann war, zurückgelassen. 3n politischer Hinsicht ist die Ungeschicklichkeit, die begangen wurde, ernst. Herriot konnte sie nicht verhindern. Wird er wenigstens das Unrecht durch eine Begnadigung wied er gut machen können?
Die Uebersührung Jaurös.
P a r i s, 24. Aov. (TU.) Die Uebersührung von Iaurös nach dem Pantheon gestaltete sich zu einer äußerst eindrucksvollen Feier, der die Regierung.offenbar mit allen ihr zur Verfügung ftebenben Mitteln ein nationales Gepräge verleihen wollte. Am Vormittag wurde der Sarg, der mit den blau-weih-roten Farben der Trikolore umgeben war, auf dem Hofe des Palais Bourbons inmitten einer ungeheuren Menschenmenge aufaeftellt. Die eigentliche Ueber= führung fand dann am Aachmittag statt. 3n dem Zuge erblickte man H e^rr iv t, den Kriegs- minifter Rollet in Uniform, sowie zahlreiche Abgeordnete, Senatoren und Delegationen verschiedener Länder. Die deutsche Delegation wurde von dem Abgeordneten Breitscheidt geführt. Die Belgier waren besonders zahlreich erschienen. Man bemerkte Droücköre und Vanderselbe.
Der Zug setzte sich« über den Concordienplatz und den Boulevard Saint Germain nach dem Pantheon In Bewegung. Eine unübersehbare und zissemmähig nicht abzuschähende Wenge bildete Spalier. Am Boulevard Saint Germain hatte Militär Ausstellung genommen, das dem Toten militärische Ehren erwies. Am Pantheon angekommen, wurde die Leiche in das Innere getragen, wo bereits die ofiiziÄlen Persönlichkeiten Ausstellung genommen hatten: an der Spitze der Präsident der Republik, Doumer- gue, das diplomatische Korps, darunter Bob- schaster von Hoesch, die Präsidenten des Senats und der Kammer, die Maschälle Frankreichs, viele Deputierte und Senatoren. Aus dem Innern ertönte gedämpfte Musik. Die unterirdische Kapelle spielt die Marseillaise. Dann ergriff Herriot das Wort zu einer ergreifenden Gedächtnisrede. Die Feier war bis dahin programmähig verlaufen. Plötzlich vernimmt man, dast 12 000 Kommuni st en von den Champs Elysses im Anmarsch begriffen seien. Der Zug läßt auch nicht lange auf sich warten und die Abgeordneten Cach in und Daillant-Sou- turier sowie Dorriot gehen an der Spitze. Man zählt 200 rote Fahnen. Die Musik spielt die Internationale, die von dem ganzen Zug im Chor aufgenommen wird. Dann brechen die Kommunisten in Rufe aus: ,,Es lebe die Internationale! Es lebe Iaur^sl" Es fallen Drohworte und Rufe, doch läßt die Polizei den Zug passieren.
Das Ergebnis der Oldenburger Stadtratswahlen.
Oldenburg 24. Aov. (TA.) Gestern haben in der Staat Oldenburg die Stadtrats- wahle nftafgefunöen. Die Wahlbeieillgu g war ziemlich mässig, sie betrug 60 Proze tt Da; Ergebnis ist folgendes: Deutschnu-tionale Dollspar- lei. 7 Sitze l bisher 2) Deutsche Vvlkspartei 13 (17), Demokraten 7 (8), Sozialdemokraten 8 (8), Völkische 1 (0). Kommunisten 2 i2), Zentrum 1 (2).
Abstimmungsfieg Mussolinis.
R 0 m, 24. Aov. (TA.) 3m Parlament wurde das Budget deS Ministeriums des Innern nach einer sehr erregten, neunstündigen Debatte mit 337 gegen 17 Stimmen bei 18 Stimmenthallungen angenommen. Für die Regierung stimmte diesmal auch die S a l a n d r a -Gruppe, während Gi0litti und Orlando ihre Stimme gegen die Regierung abgaben.
Aus Stadt und Land.
G testen, den 24. Aovember 1924.
Liewer guder Zeidungsonkel.
Ich dank dr aach schee fvr die Drleerung fon Wege „Aachstruck verboten". Ich hab de noch ni wast nachgedrutd unn wann ich e geisbig eigebum an ebbcs hab, zern Be.schbiel am 1X1 so ist deh mei kenndnist unn es Hot se mer niemand net one mei erlaubntfr e wegk *e nemme denn so toast geheerd sich net in der a'stännig' gesellschafd unn aach mir zozzelSgäher wisse ganz genau, wvs sich geheere buhst unn des sollde aach die fchrief- stehier to.ffe. Awwer enhmgcfalle bistt de doch — fon Wege meim Dadder, der wo der da ge- schriwwe Hot unn der woh mich schläächd ze mache fersichb Hot. Aetsch, der ist jo gar net mei vadder, net, denn dos. wos e richdiger vadder ist machd sein Daub net schläächd net un der, woh sich mei vadder nenne dhud, feggb, er hädt mer uff de Backe gehaage fon Wege meim Geschreibsel? Aetsch unn des is net toofyr unn tomn er mei vaddeo währ bann dhäd er aach net Ottogravieh schraiwe fonnern wie ich obrografie, denn en Otto ist 8a Vieh net, denn toi deh Jporb geschriwtoe werd befj weis ich fon unsterm Herr leerer, der Hot mich emol zer Dllonung hunnerdmal rinntvieh schreiwe losse unn beffenttoege we s ich e Vieh fon eme mensch ze unnerscheiste. Unn selb wann liestd mer dann am Mitwoch Dannäppel uff woh mer doch an eme holtzlesestag dest Holtz Ham ho^e dhud, woS mer h.bsch dest jahr forher dörr gemachd hab unn toi mer dest machd, braachd mer jo kam net ze ferrabe. Unn iwwerhaabt unn so kann Dannäppel lese mir iwwerhaupt net — mer bun atotocr a’ in unserer nachbei-schafid die wo fon Dammschdadt ist, die ferschstehst nix annersch alß toi Dannäppel ze lese unn fe wär dord sogar hvflieferandin for Dannäppel gewehsd bei am von den Huche. Draache mir hier in gäiste Dannäppel ? Mir braache s nett ze mache wie bte Daminschdädter, die die Dannäppel brenne un wo mir die schdeuern hinbezale dhu — fon toegef Unn mei richdiger vadder währ im schiefe Dalle getoefb? Aetsch er ist jo mit mer granf an der kripp getoefb unn fo all dem wo st do mei Kall Söniohr geschriwtoe hatf wo dhud ist, wos mei werd Pers h l ch eit bod tfsd net fiel wohres dran. Awtoer ans ist wohr, der „vadder" ist e richdiger gäister unn mir gäister hole aach zesamme unn eS gilt Hai garungt hergelossene, bät unster schee vadderschbrach net ferschdehn duhn ototoer fon eme vrembe vadder lost ich mich noch lang net anerkenne unn nachher en läustbub he.he unn iwwerhaubt unn so bin ich aach ka schrieftstehler net, beim ich warsch, der unsterer vaddec- schbrach — siehsde dast, wast mei ntubber ist schbammd doch au st Deestgesä st — häi in gäiste Widder ze ihrm rächd feryolse hab unn wo mei vadder doch e gebohrner beufetolufbgärbner ist. Unn siehfde. Kall Säniohr, brtnun wolle mer als gäister einig bleiwe unn uns nett beleirige, dann so wast ers jo doch nor for de katze Unn mer wolle aach bei der wohrheib bleiwe. Siehsde uff8 nächsd Iohr freub sich schonn jeder gäister Daub, beim do gibb 's Widder häi e grob Torn- fest, von eich tom etoe schon for mei lewe gern onn am liebsbe mach ich finfcnzwanzichmal hinnerenanner dest knierädche. Ototoer dest mer babefor fon dem fiele gelb, too mer nett hawwe dhu, .e festschd^henb F st hall uff bc Trckb baue wolle, too aner geschriwtoe Hot — ich les so auh- toärbig zeug iwwerhaubt net — dest glaao ich iwtoerhaubt nett, mei richdiger vadder aach nett, unn do fehlst in dem austwärdige blau bloh noch der Cndedeich, wo mer bi selosierzeuchde feböe Ende druff erumschwimme loste kann unn an dem Deich must e richdig schleust agebracht Wern unn bi must dichtig „verteilst" toerm, domit dest nar= hafbe Cnstewasser net forblääsd. Ototoer e Fesd one Fesbhall ist ka Fesst net unn so muh aach uff be Tr.bb e richbig Hall komme. Ototoer nett so e kla Dingk toi ehenst owwe am Bahnhof and gebaub werd for schwarhe Kaffe, woh die Leu die fern Dorf zu uns erinn komme stuh, im taffe biinfe, denn wäi ich dest Bild woh beih bache uffem sälderswägk ausgeschdellst ist geseh hob, do hob ich gedenkst, do sinn jo lauter schdumb- röck auf? bere Schwelm druff unn in unstete taffe häi in gäiste ist mer doch so ebbes nett gewehnb. Alsto wolle mer emol obwar de toai bte Eaffebkin wann fe f er big ist for e Ferschenerung for unstet vadderschdadt getoe buhst uim bann bärffb de mich aach emol mitentnn nemme, Kall söniohr. Unn du liewer ZeidimgSonLl machst mit. Hurra bie Ende.
Sei Kallche aust der ZohelSgah
Gietzener Wochenmarktpreise
am 22. Aovember 1924 (Händler-Preise).
Es kosteten: Butter Psd. 230, Matte 4<X Käse 75, Wirsing 5—8, Weihkraut 4—5, Rot. traut 8—10, gelbe Rüben 8—10, rote Rüben 8—10, Spinat 50, Sinter-Kohlrabi 5, Grünkohk 15—20, Rosenkohl 40—50, Feldsalat 20—50. Zwiebeln 12—15, Wertvettich 40—120, Echwarztou. ze^n 40, Kürbis 8, Kartoffeln 5, Aepsil 15—20, Bir* nen 8—20, Dörrobst 40, junge Hahnen 90—110, Suppenhühner 90—110, Gän'e 100—120. Aüsse 60, ®ier Stück 18, Blumenkohl 50—150, Endivien 10—20, Lauch 8—30, Sellerie 10—40.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: Verein für Luftfahrt: 8.15 Ahr in der Aula der Anitiersität Lichtbilbervorlrag „Städte und Luswerkehr" des Direktors Gretz der Jun- kerS-Werke. — Hessischer Polizei- und Schutz- Hunde-Derein: 8.30 Ahr außerordentliche Generalversammlung bei Soldan, Neustadt 78.— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die spanische Tänzerin". — Astoria-Lichtspiele: John Barker, der große Abenteurer".
— Eisenbetonkursus. Der Bund der technischen Angestellten und Beamten, Ortsver- Wallung Wetzlar, veranstaltet einen Eisenbeton- Kursus, der am nächsten Mittwoch beginnen soll. Interessenten seien auf die Anzeige in bet Sams- tag-Aummer hingetoiesen.
Wettervoraussage.
Keine wesentliche Aenderung der Herr- schenden Wittenmg.
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