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Aus dem Hessischen Landtag.

Darmstadt, 23. Juni.

Präsident Adelun g eröffnet die ©Ihuna um 8J/i Ahr.

Am RegierungStisch: Staatspräsident !![ rich. die Minister Henrich, Raab unb von Brentano.

Auf der Tagesordnung steht die erste Be­ratung über die Besoldung der Staats­beamten, aber eS wird, nachdem Abg. D t e hl - Hochveisel eine Kleine Anfrage wegen der Holz- preiSberechnung dem Haufe unterbreitet hat, die

Generaldebatte de« Etats fortgesetzt.

Minister Henrich bemerkt, eS sei unzutref- tend, daß Hessen in einer blendenden Finanzlage M; diese Auffassung sei falsch. Der Fehlbetrag tin Voranschlag sei Immer noch ungedeckt. Der Ab­bau ergebe nur 1,3 Millionen, weit über 2 Mil­lionen Mark seien im Etat immer noch ungedeckt. Es könne nicht davon die Rede sein, das; man noch 14 Millionen Mark auS dem Budget ziehen könnte. Wetter wendet sich der Minister gegen den Abbau Arbeits- und MirtschaftSministeriums; dem Ministerium des Innern, das schon so weit ver­zweigt wäre, könne man nicht als Anhängsel dieses Ministerium angliedern. Ebenso sei es mit dem Landesamt für das Dildungswesen. Die Zcltvcrhälinissc mit ihrem steten Wechsel ver­langten die Aufrechterhaltung dieser Behörden. Zur Besoldungsvorlage bemerkte der Redner, bah sie, wenn Sozialdemokraten und Bauernbund da­gegen stimmten, erledigt fei. Man solle sich die Verantwortung überlegen. Wenn die Vorlage abgelehnt werde, so könne sie nach dem Gesetz in diesem Jahre nicht mehr dem Hause vorgelegt werden. CSj trete dann ein Zustand ein, den nie­mand wolle. Zu der Forderung des Abg. Kindt, dair die höheren Beamten auf einen Teil ihres Ge -altcS verzichten sollen, erwidert der Minister, daß er L inen Einfluß auf diese Beamten hätte: die preußischen und die bayerischen Beamten erlxikcn h'here Gehälter als di« Heist.chen. Ferner widerspricht der Minister dem Vorwurf, das; bei der Unterbringung von Ausgewiesenen in amtlichen Stellen parteiisch verfahren Worten sei. Zu d n schriftlichen Anf agen dcs Abg Kindt meint der Minister, dafür s t cer Fina z.usschuß c.i, dort feien aber keine Anfragen neslellt wer­den, sie i c folgten nur Agi altn sw ck . Cr w..re derartige Fragen nicht veantwocten.

Staatssnäiiderrt Ellrich wendet sich grgen Vorwurfe, die unberechtigt seieir. Alg B r a rr e r Welse imm« auf |ctn- Stellung zu d n Akin stern ic früh ren Regierungen hin Er (dec Staats- p>äsident) h.rbe nichts von seinen Idealen <e- opfert. Wenn er eine einh itliche Regierung hin­ter sich habe, würde er nach sei en alten An chau- ringen regieren; aber jetzt müf c er Kompromiße schließen, wozu ihn die Vergas ung zwng-. D.e Regierung h be leine Deranlal u rg bi. r oa die­sem San ag ) stg setzte Mi ist« zahl zu ände n. der Landtag habe tcticn 3nt tatiüantrag zur Mr- ringerung der Aemler gestellt, je,st dürfe man feinen Vorwurf der Regierung daraus machen. Das 2L bei 16- und Wirlschastsministe ium,

gegen das man j <tzt Sturm laufe, sei von

allen Parteien des Landtags am 8. Ro­

vern der 1918 gewünscht worden, auch von dem Abg. Dr. Orann. (Zurufe, aber keine großen Aemterl) Staatspräsident Ulrich lehnt eS grund­sätzlich ab, das Arbeitsministerium abzuoauen; der nächste Landtag werde ja über diese Frage entscheiden. Den Anträgen auf Abbau der Aemter liege der Gedanke zugrunde, in erster Linie die abzubauen, die durch die Revolution hochgekommen wären. Viele dieser Leute hätten sich ebenso gut bewährt, wie Akademiker, und die, die in ber Ochsentour der Verwaltung hochgekom- tnen seien. Zu den Angriffen des Abg. Kindt cr- klärte der Staatspräsident, daß er mit dem Gene- ral Mangin nur hessisch« Rotwendigkeiten bo sprochen habe. Zu den Anträgen des Alrg. Kindt yrber den Genuß von Wein erklärt er, daß er und die Regierung fortfahren würden, die Gelder zu ^RePräsentationSztvcckeir zu verwenden, die ihnen vom Landtag bewilligt worden wären.

Abg. Kaul (Soz.) verliest eine Erklärung der sozialdemokratischen Partei, der demokratischen Partei und des Zentrums gegen den Abg. Kindt, der der Regierung un> den Beamten, die mit den Desahungsbehörden verhandelt haben. Verrat am Vaterland vorgeworsen habe. Diese Behauptung habe er auch noch nach Aufklärungen und Be­sprechungen aufrechterhalten. Abg. Kindt sage also bewußt die Anwahrheit; seinen Behauptungen werde man nicht Wetter entgegentreten.

Präsident Adelung beanstandet e«, daß man von einem Abgeordneten erkläre, er sage be­wußt die Unwahrheit.

Abg. Hofmann (Ztr.) bespricht die schwie­rige wirtschaftliche Lage. Die mclften Ausführun­gen de« Redner« gelten im wesentlichen Wün­schen und Beschwerden au« landwirtschaftlichen Kreisen.

Um 6V4 Uhr werden die Beratungen abge­brochen. Rächste Sitzung Dienstag. Fortsetzung der Tagesordnung.

Preuhen und die Saarländer.

Berlin, 22. Juni. (WTD.) Der HauptauSschuß des Preußischen Landtages beendete Sonnabend die Be­ratung des Haushalts der Berg der Wal­lung. Auf Anregung des Ministers wurde von allen Parteien der Antrag angenommen, die Arbeiter und Angestellten des Saar- bergbaues in Wahrung ihrer nationalen Gesinnung mit aller Kraft zu Unter­st ü tz e n und alle Opfer des französischen Ter- rorS im deutschen Bergbau unterzubrin­gen und gegen alle Angehörigen des de utch- feindlichen S a a r b u n d e S, die sich im preußischen Staatsdienst befinden, diszipli­när l f ch einzuschreiten.

** f -

Wirtschaftliche Krise in der Pfalz.

3m Pirmasenser Gebiet sind in letzter Zeit IJO -BctrUbe stillgelegt worden. Dadurch smd über 4000 Arbeiter neuerdings ar- peitSloS geworden

Aus Stadt uno Land.

Gießen, den 24. Juni 1924.

Der Zugverkehr auf dem Bahnhof Wichen.

Auf Bahnhof Gießen verkehren zur Zeit folgende Personenzüge:

Abfahrt.

Richtung Frankfurt: D. 2,52, P. W. 4,05, P. 6.42, D. 7,31, D. 8,05, befehl. P. 8.45, P. W. 9,55, P. 12,32, D. 1,00, P. 2,45, befehl. P 3,28. P. Sa. 4,39, P. 5,40, H. 5,31, P. 7.3?, besch. P. 8,30, Gilgüterzug 8,52, D. 9,42, D. 9,49, D. 9 57.

Richtung Kassel: D. 12,09, P W. 5,27, P. bis Marburg 6,42, D. 8,16, P. 8.24, befehl. P. 10,19, P. 12.32, D. 1,05, P. 3.40, P. W. 6,02, P. bis Marburg 7,00, D. 11,32.

Richtung Köln: D. 3,45, P W bis Betzdorf 5,14, P. 6,30, P. W. bis Wetzlar 6,58, D. 8,43. D. 8,55, nach Hagen und Hamm. P. 11.25, befehl. P. 3,15, P. 3,48, P. W. bis Betzdorf 5,20, D. 6.43, P. 8,33, bis Eitorf, P W. 10,14, bis Dillen­burg, So. 10,23 bis Haiger.

Richtung Limburg, P. W. 5,37, P. So. 5,14, D. 8,08, befehl. P. 8,30, P. 10 21, P. W. 12,32, P. 1,46, P. 3,58, P. 6,15, beschl. P. 9,20, P. 10,05 bis Weilburg. So. 10,14 bis Weilburg.

Richtung Fulda: P. 5,14 bis Grünberg, Güterz. W. 7,13 bis Grünberg, P 8,16, P. 12 30, Güterz. W. 2,43 bis Saasen und von Vg - u. Ao.- Gemünden bis Alsfeld Personenbeförderung, P. W. 3,40, P. W. 6,46. P. 7,38.

Richtung Gelnhausen: P. W 534, P. 8,16, P. 1,35, P. W. 4,34, P. 6,42, P. W. bis Hungen 8,43.

Richtung Londorf: P. 6,13 bis Gründ rg, P. 3,00 bi« Grünberg. P. W. 6,50 bis Geils­hausen, Sv. bis Londorf.

Ankunft.

Von Frankfurt: D. 3,37, P 6,25 von Friedberg, P. 8,03, D. 8,11, D. 8,33 D. 8,45, beschl. P. 10,13, P 12,24. D. 1,01, Ei güterz. W. von Friedberg 2,03, beschl. P. 3,07 P. S.tws.ags 3.24, P. 3,33, P. W 5,41. D. 6 31. P. 6,57. P W. 7,50, beschl. P. 9,13, P 9.50, D. 11,22. D. 1151.

Don Kassel: P. 6,24, D. 7,17, P. W. 7.4t, D. 8,00, P. 9,34, P 12,25, P. 2,21, P. 5,15, D. 5,30, beschl. P. 8,27, P. W. 9,32 von Mar­burg, D. 9,48.

Don Köln: D. 2,44, P. 6,35 von Dillenburg, P. 7,44 von Betzdorf, P. W. 9,31 von Eitorf, P. 12,21, D. 12,52, beschl. P. 3 23, P. 5 24, P. W. 6,38 von Wetzlar, P. W. 7,31, D. 9,30, D. 9 37, P. 40,24.

Don Limburg P 5,57 von Weilburg P. W. 7,27, besä l P. 8.35. P. 9,44, P. auß.r Sams tags 2.13. Sa. 2,28, P. 4,26, P. 5,56, P. 8,23, P. 9,46, D. 11,22.

Don F u 1 da: P. W. 6.20 von Grünberg, P. 7,58, P. 11,57, P. W. 4,27. P. 7,34.

Don Gelnhausen: P W 6 25 v. Hing n, P. 7,26 werktags von Gelnhausen, So. von Qiib >a, P. 9,40, P 1,20 von Hunden, P. W. 3,10, P. 7 55, P. W. 9,36.

Von Londorf: P. 5.29 P. W. 7.26 von Grünberg, P. 2,37 von Grimberg, P. 6.32 von Grünberg.

*

Gtchcncr Wochcnmarktpreise

am 24. 3uni. (Händlerpreise.)

Es kosteten das Pfund: Butter 150, Matte 30, Käse 60, Wirsing 50, gelbe Rüben 20, Spinat 30, Römischkohl 20, Spargel 90, Erbsen 50, Misch­gemüse 20, Tomaten 100, Zwiebeln 18 bis 20, Rhabarber 15, neue Kartoffeln 25, Kirschen 50, Stachelbeeren 35, Erdbeeren 120:das Stück: Eier 12, Blumenkohl 80 bis 100, Salat 5 bis 10. Salatgurken 50 bis 120, Ober-Kohlrabi 25, Ret­tich 30; alte Kartoffeln der Zentner 380 bi« 500 Pf.

* Die Erhebung der städtischen vorläufigen Gewerbesteuer wird im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes angekün­digt. Die erste Rate ist bis zum 10. Juli (Schon­frist bis zum 17. Zull) ja zahlen. Räheves in ,bcr Bekanntmachung.

** Regelung der Preisauszeich­nung für Tabak unb Tabakwaren. Bis" her haben die Gerichte nicht einheitlich die Frage beurteilt, ob Zigarren, Zigaretten und sonstige Tabakwaren als Gegenstände des täglichen Be­darfs anzusehen sinb oder nicht. Für Geg. nslände des täglichen Bedarfs besteht nämlich die Pre s- auszeichnungspflicht im Schaufenster des Händ­lers, nicht aber für Waren, die nicht .tägliche Bedarfsartikel" sind. Das Reichswirt,chastsmini- sterium hat nun diese strittige Frage endgültig durch eine Verfügung geregelt, welcher sie das Gutachten der TabakzettungZigarren- und Zt» garetten-Spezialtst" zugrunde gelegt hat, nach welchm geringwertige Tabakwaren als Gegen­stände deS täglichen Bedarfs onzusehen, als prcis- auszeichnungspfltchtig find, während Zigarren tm "Werte von über 25 Pf., Zigaretten im Werte von über 15 Pf. je Stück, sowie Rauchtabak, der mehr als 30 Mark je Kilogramm im Kleinver­kauf kostet, dem Preisauszeichnungszwang nicht unterliegen,

** ImOberhessischen Kun st ver­ein haben bis zum 15. Juli Frankfurter Künstler, und zwar sechs Maler und zwei Bild­hauer. ausgestellt. L i n v S a l i n i ist mit eini­gen Porträts und zahlreichen Karrikaturen vertreten. K a r l M e r g e l l bringt Landschaf­ten. Stilleben, sowie Radierungen und Zeich­nungen. Gustav Schraegle hat ein Por­trät. sowie eine Landschaft gesandt. Auch die moderne Richtung ist durch IuliusVogel und Weber-Scheld mit sehr farbenreichen Gemälden vertreten. G. Quirin stellt eine große Anzahl Radierungen, vorwiegend Frankfurter Motive, aus, und Braumann, sowie P a u l K r a tz vervollständigen die Aus­stellung durch einige Kleinplastiken in Bronze. Die Besichtigungszeiten sind wie üblich Sonn­tags, Montags, Mittwochs und Freitags von 111 Uhr, sowie Mittwochs von 35 Uhr.

X D i e Gefells ch ast zur Förderung der evangelisch-theologischen Wif- senschast. LandeSgruppe Hessen hatte unter dem Vorsitz des an Stelle des scheinenden Prof. D. Schian getretenen Prof. 1). Hans Schmidt im Zot)annessaal eine außerordent­liche Mitgliederversammlung Die z. Zt. 250 Mlt- glteder (Theologen, Laien, Kirchengemeinden) zäh­lende Gesellschaft konnte ZymE xxia EntgegenEom-

. il flatus 1- : acrau^n ®

Am Sonntag wo' Detter beDst^.^ Mn vom

Kreis Friedberg.

Butzbach, 22. Juni Der 3ung- deutsche Orden veranstaltete gestern und heute hier einen Deuts che nTag, dem sich heute nachmittag eine Sonnwendfeier auf der

Kreis Schotten.

Laubach, 22. 3uni. Rach dem am letzten Donnerstag und Freitag die Versteigerung des Graswuchses der gräsl. Wiesen stattge­sunden hatte, fand heute di« städtische Gras- versteigerung statt. Der Morgen kam im Durchschnitt nach der Qualität auf 3050 Mk. Bei dem Gewitter am letzten Freitag befand sich die hiesige Schafherde im Freien. Die Tiere wurden so erschreckt, daß sie sich dicht zusammen- brängten. Hierbei wurde ein halbes Dutzend derSchasezuTodegedrückt. Die Heu­ernte hat jetzt begonnen. Sie fällt im allge­meinen nach Menge und Beschaffenheit gut aus.

Burg Münzenberg anschloß. Samstag abend trafen sich die Bruderschaften des 3ungbeutsch?n Ordens in der Festhalle, wobei die Grohmelßer Es s in g er - Butzbach und S chm i d t - Gießen Ansprachen hielten. Sonntag vormittag brachten die Züge noch zahlreiche Bruderschaften, In der Festhalle wurden sie von Dr. Wern er-Butz­bach begrüßt. Auf dem Schenzer wurde ein Wald- gottesdlenst abgehalten; Pfarrer Schneider hielt die Festpredigt. Dann ging es zu Fuß und mit der Bahn nach Münzenberg, wo eine riesige Menschenmenge der Sonnwendfeier beiwohnte. Bei einbrechender Dunkelheit wurde das Sonnen - wendfeuer abgebrannt. Volkslieder, Volkstänze und Spiele füllten die Zeit ail«.--

Dd-Rauhelm, 22. 3uni. Gestern und heute weilten Siebenbürger Sachsen aus Hermannstadt in unserer Stadt, wo sie als Gäste äußerst freundliche Aufnahm, fanden. Ge- stern brachte die Gast-Gruppe in der Turnhalle die siebenbürgisch-sächsische Dvlksdich ung in Lied, Tanz und Spiel zur Darstellung. Rach einer ein"

amfchaften für da aui und überreichte mit treftmdm Wor/tt Anhänger der deutsche

DezirttiuMv bt<

4 Mufchenhei 5. Bezirk Im Turngm feines diesjährigen tro1 dem Td. Muschenh« dafür die Crlemtms r

33. F rA-s L.r(e verübte- v M w-W*6^.

Turnen- Tu-"»"? 7m

d-Homburg gegen u Punkten den W einer Pause von 5 erspielen noch uno D Pad-Homburg ..chungsspiel an. § wirlige Mannschaften dir Palme. Sei Ha!

fprung von 5 Pu inn holte Hmbucg tzcht ging es hart auf pruhig, Giehen tonn 12 Punkte vergröbern, ^Schiedsrichters end für Sieben das sch des r.S. 1846 in der' Lch, Freitag, Änkt. Sehr bewundl tznkte Zuspiel. Mach Sprecher des T.S. 18- lor Erle, im San

Befanntiii

Polizeivero über die Einfuhr und Dui lsleifchinder vom I. Apr Nunc 2Iuf Deschluh der Stai Fimlung und mit (Bene Ülinifteriums des 3nnei [9103. Juni 1924 wir »rtihels 1 des Sejehes

Neichsqesehcs über W Fleischbeschau beirel 1933 und des Artikels 11 Rung bestimmt: ShVnÄöes nid|t im 8 ES «richteten ,i rfl ,nw bann einqef verwendet werben, wenn Nunttr[u(f)unq Lh ft >r nach dem L> 1900 Dorgel Ät Kd)U?9 unterlegen

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mens von einer Reihe Verlegern und Der Hilfe des Auslands Bücher verbilligt an Gtehener Stu­denten der Theologie und Friedberger Kandidaten abgeben und will angesichts der ntxfh fteigenbem Rot der Studierenden es auch weiterhin tun. Da­bei sollen auch hessische Studenten an außer- hessischen Universitäten berücksichtigt werden. 3m Laufe der Aussprache über den Hahresbericht wünschte man noch mehr wie bisher Teile der Büchereien noch lebender und verstorbener Geist­lichen dem Ziveck der Gesellschaft dienstbar ge­macht zu sehen. Dr. Freiherr Heyl zu H e r r n she i m - Worms bat noch um mehr theologische Kurse im Lande, Professor D. Mat­thes- Darmstadt wies auf einen demnächst in Darmstadt geplanten Kursus für Evangelische Apologetik hin. Die Festsetzung eines z. Zt. noch ins Belieben gestellten Beitrags soll der ordent­lichen, anläßlich der Tagung des deutschen Pfac- rertages im September zu Gießen beabsichtigten Mttgliederversaminlung Vorbehalten bleiben.

** DieAHgemeinehessischeBe- amtensterbekasse wird sich auflösen. 3n einer Mitgliederversammlung, die für den 6. Juli in Darmstadt anberaumt ist, wird die Gründung einer neuen Hess. Beamtensterbe- kasse vorgeschlagen.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Gießener Theologenschaft: 8V4 IHyr in der ilnl- versitäts°Aula: Pastor Heitmann:Das reli­giöse Problem des Massenlebens". Rund­funkhaus: Vortrag über Oswald Spengler. Lichtspielhaus. Bahnhofstr.: Lustspieltage. Astoria-Lichtspiele:Prinzessin von Kahirah". Palastlichtspiele: Der Ribeluungen zweiter Teil:Kriemhilds Rqche".

Gießener Goethe-Woche. Man schreibt uns: Die nächste Veranstaltung, die Fest­vorstellung vonClavigo" morgen abend im Stadttheater, die zum ersten Male dies Werk des Olympius auf die Szene unseres Theaters bringt, verspricht einen genußreichen Abend. Wie das Festprogramm der Goethe-Woche ausweist, ist die Besetzung mit allerersten Kräften des Gießen» Rauheimer Personals erfolgt. Der Anfang der Vorstellung ist, um vielseitigen Wünschen zu ent­sprechen, auf 8 Ahr festgesetzt. Der Karten-Vor- verkaus findet, um nochmals darauf hinzuweisen, in der Musikalienhandlung Challier und nur am Tage der Ausführung also Mittwoch an der Kasse des Theaters statt.

Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hält am 28. 3uni in Fried­berg in der Singhalle des Lehrerseminars ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Seminar­chor des Lehrerseminars Friedberg wird einige Volkslieder fingen, Pfarrer Rüh l-Reichelsheim (Wetterau), wird sprechen über:Bauerndorf und Landstädtchen; Einblick in hessische Gegenwart aus ihrer Vergangenheit". (Siehe Anzeige.)

3ch fahr' in die Wel t". Man schreibt unS: Rächsten Sonntag, 29.3unt, vor­mittags 11 Ahr, findet im Lichtspielhause Bahn­hofstraße die Vorführung eines 3ugendherbergs- und Wanderfilms statt. Den Degleitvortrag hält Ludwig Avemarie - Darmstadt. Der Film wurde bereits in anderen Städten mit großem Erfolg vorgeführt und dürfte wohl auch hier I lebhafte« Interesse auslösen. (Siehe heutige Anzeige.)

Wettervoraussage

Meist heiter, etwas wärmer, westl. Winde, schwache Gewitterneigung.

Landkreis Giessen.

X Wieseck, 23. 3uni. Rachdem in unserer Gemeinde ein seltener Fall seit 6'/? Wochen keine Beerdigung gewesen war, wurde heute die älteste Frau unseres Dorfes, die noch bis in ihre alten Tage geisttg regsame Ottilia Katharina Rohrbach Witwe geb. Reuter, im seltenen Alter von über 87Ve 3^hven unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe gebracht. Sie war die erste, der seit dem 3d£*vc 1917 wieder drei Glocken ins Grab läuteten.

* Beuern. 23. 3unt. Man teilt uns mit: In dem gestrigen Bericht über das Kirchen­gesangvereinsfest in Burkhardsfel­den hat sich insofern ein Fehler eingeschlichen, als der Rame des Leiters des Kirchenge­sangvereins von Beuern falsch ange­geben ist. Es muß nicht heißere Lehrer Adam, sondern richtig Lehrer Rauh. Einen Lehrer Adam gibts hier überhaupt nicht.

sk. Reiskirchen. 22. 3uni. Heute fand die I diesjährige Generalversammlung der Spar- und Darlehenskasse statt. Seit B-?ginn dieses Jähre« hat sich die Kasse auf Goldmark eingestellt. Wenn auch die Sparein- I tagen noch sehr dünn fliehen, so konnte doch durch Inanspruchnahme be« Kredites bei der Zentral­genossenschaft in Darmstadt manchem Geld- bedürftigen aus der Rot geholfen werben. Am einerseits ben Sparsinn bei der Bevölkerung toteber zu wecken, andererseits aber auch die Kasse in ben Stand zu setzen, aus Spareinlagen in größerem Umfang Darlehen zu gewähren, beschloß die Versammlung, das Sparmarken» s Y st e m einzuführen.

* Lich, 23. Juni. An Stelle deö aus­gefallenen PfingsttnarkteS findet -am Montag. 30. Juni, ein Schweine- und Krämer­markt statt. Der Sommermarkt wird auf den 28. Juli verschoben. 1

0 Ober-Dessingen, 22. Juni. Heute feierte dahier in körperlicher und geisti­ger Rüstigkeit ein alter Leser desGießener Anzeigers", der Landwirt Ludwig Schott und seine Ehefrau das seltene Fest der gol­denen Hochzeit. Der Geistliche hielt im Hause des Jubelpaares eine religiöse Feier ab und dann verweilte der engere Familienkreis einige Stunden in gemütlicher Weise beisam­men. Seit einigen Jahren ist dies bereits die fünfte goldene Hochzeit in unserem Orte.

:j: A t p h e, 23. Juni. Dieser Tage wurde von den hiesigen Gemeinbewiesen das Heu gras versteigert. Da in diesem Jahre nur wenig Kleeheu gemacht werben kann, würben ganz er­staunliche Preise erzielt. So kam ber Morgen Gras mittlerer Güte auf 80-100 Mk., bester Güte sogar l)t« auf 160 Mk. u I

sf- Fi iebberg, 22. 3uni. DieVeretni- gung ehemaliger A u g u st i n e r s ch ü ler tm Verein mit der Hessischen Augustinerschule feierten am 21. und 22 Juni den zweitenl . Augustinerschultag in würdiger Weise - Olm QJormittage des 1. Festtages fand nur für bie Angehörigen ber Schule in Dem bapellenartiqen f Raum bet Schule, ber bem Qlnbenten ber gefall?» neu Schüler gewibmet ist unb besten Wanb bas ' große Gemälde bes StubienratS Roth schmückt eine Gebächtnisfeier statt, in her Direktor Tr. Allenborf bie Ansprache hielt, bie Rütli- fzene aus Schillers Tell, vorgetragen von Schü» . lern ber Anstalt, bildete ben Abschluß Am lOi/j Ahe fanb sobann in ber Aula ber Schule ber öjfent (lebe Festakt statt, bie Begrü­ßung hatte auch hier Diiektor Dr. A l l e n b 0 r s übernommen. Ein Prolog unb ein vom Schüler- orchester vergetragenes Musikstück eröffnet? bie Feier-, bann ergriff Prof. Dr. Dreher bas Wort zu bem FestvortrageDi« Augustinerschule im Spiegel deutscher Reichsgeschichte". In lebens­voller, warm empfundener Weise zeichnete ber Redner bas buntbewegte Schicksal ber Schule währenb beinahe 400 Zähren. Am Rachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug burch bis Straßen ber Stabt, bie auf ber Seewiese ge­planten turnerischen Vorführung en ber Schüler würben toeaen bes ziveiselhaßen Wetters in ben Hof ber Schule verlegt. Der Abenb ver­einigte sobann bie teilweise aus weiter Feme hsrbeige eilten früheren Schüler mit ihren hie.igen Kametaben, bem Lehrerkollegium b& Schule unb Srcunbe ber Anstalt zu einem stimmungsvollen Klassenabenb. Rach der Begrüßungsansprache des Direktors boten nmsivalische Vorträge bes Ftieb- betger Doppelquartetts, humoristtsche Dialektvor- träge, gemeinsame Gesänge, sowie bic Aufführung be« Hans Sachsschen SchwankesDaS Käl- berbruten" ein reiches unb gewähltes Programm Ter Sonntag, der noch bem Besuche des Muse­ums unb einem gemeinsamen Ausflüge mit Da­men nach bem Walbschlößchen gewidmet war, schloß in schöner Weise die in jeder Beziehung- gelungene Feier.

Kreis Büdingen.

* Hirzenhain, 22. Juni. Einen Hochge­nuß bereitete uns am Samstag abenb bie Sän° gerVereinigung Lollar unter Leitung des Musiklehrers Leib-Gießen. Wenn wir auch Gutes erwarteten, so waren wir boch erstaunt über bie vorzüglichen Leistungen, die besonders in Den beiben Chören:Der Schwur am Rhein" unbDer Frembenlegionär" zum Ausbruck kamen. Auch"Frl.

f a f f - Gieheii brachte mit schöner klarer Stimme einig? Lieder, bie mit größtem Beifall ausgenom­men wurden, ebenso trug bie Kapelle Lin­ker zur Olbrunbung bes Programms ihren Teil bei. An ben genußreichen Abend incrben wir noch oft denken, unb hoffen, bah sich biefer Besuch öfter wieberholt. Willkommen ist uns Hirzenhainern ber Verein zu jeber Zeit.

Hessen-Nassau.

fpd. F r a n k f u r t a. M.» 23. Juni. Die politischen Fraktionen ber Stadtverordneten­versammlung und der MagisttatswahlauSschuh können sich noch immer nicht über den neuen Oberbürgermeister einigen. Zuerst galt als sicher, daß Oberbürgermeister Voigt wiederaewählt würde. Dagegen legten dang

leitenden Ansprache des Führers d^-rGruppe in ?'

der dieser besonders den Wert der akademischen vi a Kreis Bildung auf ben beutschen Aniver i'äten he vor- ^cin^ T.rn Sab- hob, bie so viele Siebenbürger ©tuten'en für ihr $ ' Sl 2.

ganzes Leben ein Hauptkampfmiltel für bie Er- ^cim, (Mltung be« f--utfchtums im Auslände bleibt, sMmUagS > boten bic Dol «mnftauffi-branacn aus ber Bühne MM STZen einen tiefen Einblick in bas Volksleben unb bes kelnechten Deutschtums ber im fernen Osten auf treuer Wacht stehenden VolkSgenosten. Die Dar­steller zeigten sich in den heimischen Trachen, bie einen hohen kunstgewerblichen Wert verrie en. Der Abenb Hang aus in bem TrutzliebSachs, Halle Wacht" unb in ber von ben Aawesenben stehrnb entgegengenommenen Sleb.-nbürgischen Volksh)m- ne. Wie sehr vor einigen Wochen eine Werbe­veranstaltung für Frauenturnen des Aniversitätsturnleh-ers Fischer (Marburg) hier Anklang gefunden hatte, geht baraus hervor, daß ber Männerturnverein auf vielsei.igrn Wunsch hin bie Marburger Werbeabteilung für gestern abenb nochmals clnlaben muhte. Turnlehrer F i - scher zeigte mit seinem felyr i^ichhaltigen Pro­gramm bas Frauenturnen in seiner ganzen Viel­gestaltigkeit. Reben Geräte-, Stab- unb Frei­übungen, bie ein reifes Können ber Riarburger Riege Deuteten, nahmen rHytmisch? Hebungen Reigen, Tänze unb Volkslieber einen großen Raum ein. Die Darbietungen fanden ungeteilten Beifall.