angel egt ste Erz- und DiamcmtenschSyc tn Deutschsübwest hatten dort schon 1912 den Lus- »uhrwerr um ein Fünftel den OBcrt der Einfuhr übersteigen lassen, Phosphate von den Sübsee- mscln wurden der Landwirtschaft zugeführt, die beimische Industrie konnte mit Faserstoffen (Sisal- Hans) über den 'Bedarf versehen werden, Gummi und Baumwolle wurden in ausgedehntem Mähe gewonnen, fast die Hälfte unseres Bedarfes an pflanzlichen Speisefetten und Selen konnten wir auS den Kolonien decken. Reis, Mais und die ganzen Pflanzungen tropischer Genuhmittel. vor allem Kakao, machten uns immer mehr von fremder Einfuhr unabhängig. Allenthalben war ein unerhörter Aufstieg, ein Wachsen und Vorwärts- schreiten, ein vielfach vorbildliches Zusammenarbeiten von Gelehrten und Technikern, von Kaufleuten und Pflanzern unter einer Verwaltung, die sich mehr und mehr den gesonderten Bedürfnissen des Koloniallandes anzupassen suchte.
Da kam der Krieg. Raubgierig fiel der Feind von allen Seiten in diese Länder, die nur die kleine Truppe zur Wahrung öffentlicher Sicherheit im Land als Schutzmacht hatten. In kurzer 'Zeit war Deutsch-Südwest, war Togo, Kamerun und das gesamte Südwestschuhgcbiet ein Raub des Feindes. Der heldenmütige Widerstand Lettow- Voröecks in Ostafrika ist eine Tat, der auch das feindliche Ausland seine Bewunderung nicht versagen tonnte. Die eingeborenen Truppen hielten dort in vorbildlicher Treue zu dem Herrn. Sind das geknechtete, mißhandelte Völker, die fast fünf Jahre mit i)cm deutschen Führer in unerhörten Anstrengungen die Kolonie verteidigten?
Das Schicksal der Kolonien muhte sich in Europa entscheiden. Wilson sicherte „freien, unbefangenen und absolut unparteiischen Ausgleich aller kolonialen Ansprüche" zu, und was bestimmt Artikel 119 des Gewaltspruchs von Versailles?: „Deutschland verzichtet zugunsten der alliierten und assoziierten Hauptmächte auf alle seine Rechte und Titel in Bezug auf seine überseeischen Besitzungen."
Wir haben keine Kolonien mehr. Aber der Gedanka daß wir Kolonien nötig haben, unumgänglich zum Leben nötig haben, der darf niemals in uns ersterben. ES ist nicht allein das Streben, unsere Industrie mit Rohstoffen aus eigenem Kolonialgebiet zu versorgen, nicht allein der Wunsch, auch Lebensmittel und die ganze S tropischer Genuhpflanzen möglichst unab» g von den fremden Märkten bei uns einzu- n: viel Höheres steht auf dem Spiel. Es gilt, für unser Volk, das in der Heimat hart im Raum sich stößt, auf deutschem Boden überm Meer den Wirkungs- und Gesichtskreis zu erweitern. Die Stärkung unseres Selbstgefühls, sie tut uns bitter not Doch muß sie sich auf Leistungen aufbauen, nicht prahlerischen Dünkel, der uns oft im Ausland schwer geschadet hat Als höchstes Ziel der Kolonisation ^eigt uns Paul Rohrbach „Die Vermehrung der rdeellen und materiellen Kraft- fülle und Lebensbetätigung unseres Volkes". Ebn solches Ziel kann uns kein anderes Boll der Erde mißgönnen und mißdeuten. Daß unser Kolonial-- gebiet nach bestem Können verwaltet und bewirtschaftet war, das geben jetzt die Mächte selber zu, die ihren Raub nicht schnell genug verschlucken konnten. Die geographische Verteilung unseres Kolonialbesitzes war nicht günstig, und schon vor dem Kriege hat man, auch in England, ernsthafte Vorschläge zu Gebietsveränderungen gemacht, die uns nicht schädlich gewesen toären. Heute scheint das alles wesenlos, wenn es auch sicher ist, daß eine Reuverteilung des Kolonialbesitzes in Afrika das alte Äartenbild nicht wieder liefern kann. Aber sicher ist auch, daß wir jeder bis zum letzten Atemzug die Pflicht haben, unser Recht auf koloniale Betätigung vor allen Völkern geltend zu machen. Sin Federstrich beseitigt nicht den Willen eines- Volkes, sich und die Menschheit in friedlicher Arbeit vorwärts zu bringen!
Der Kolonialaedenktag im Reich.
^Berlin, 24. April. (Prlv.-Tel.) Die Bläster feiern heute in langen Artikeln den 40. (Geburtstag der deutschen Koloniokpolitit", die am 24. April 1884, als Bismarck die KolSnialerwerbuna des Kaufmanns Lüde ritz an der Südwestküste Afrikas unter den Schutz des Deutschen Reiches stellte, begründet wurde. Der frühere Gouverneur von Kamerun und Deutsch-Südwestafrika Dr. Seitz hielt gestern abend aus Anlaß der Aeichskolonialgründung einen funkentelephonischen Vortrag über die Deutschland entrissenen Kolonien. In der neuen Aula der Universität findet heute eine Gedenkfeier der Kolonialarbeitsgemeinschaft statt.
Rückgabe unserer Kolonien!
Berlin, 24. Aprll. (Priv.-Tel.) Die koloniale Arbeitsgemeinschaft hat gestern an den Völkerbund nach Genf ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: Der Raub der deutschen Kolonien bedeutet einen Bruch der dem deutschen Volle seitens seiner Gegner vor dem Abschluß des Waffenstill- standes gegebenen feierlichen Versicherung. Das gesamte deutsche Voll fordert daher die Rückgabe seiner Kolonien als sein welt- kundigeS und unantastbares Recht.
Die WahIvorschMge in Hessen.
Darmstadt, 24. Ap:il. (Priv.-Tel.) Im Kreiswahlausschuß für den Wah'ckreis Hesse.r- Tarmsladt wurden die eirrgegangerren Wahlror- schsage geprüft and in folgender Reihenfolge zugelassen :
1. Vereinigte sozialdemokratt'che Partei: lllrich. Dr. David, Dr. Quesiel, Deckmann.
2. Deutsche Volkspartei: Dr. Decker, Schott, Dingeldey. Birnbaum.
3. Liste der Kommunisten: Ebner, Klehm, Hammann, Ealm.
4. Deutsche demokratische Partei Hessen-Darmstadt: Kvcell, Hcide- brveck, Eberle, Schneider.
5. Haeußer Bund: Haeuher, Skumv- vitsch Huels, Graf von Dothmer.
6. Dcutschnationale Volkspartei u.vöirisch-vaterländilcher Block: Dr. Werner, Dr. Mersmann, Raab, Raumann.
?. Zentrum: Dr. Dockius, Knoll, MöbS, Hatiemer.
S. Unabhängige sozialdemokratische Partei (11. S P. D ): Liebkmrcht
S. Deutsche Wirtschaftspartei: Dr.
Rho'.-e, Weiser, Hartmann Wagner
1°- Völkisch-sozialer 'Btvd: Dr. Dinier, Langula, Dr. Werner, Graf.
Furchtbarer gugzufammenstoh aus der Gotthardbahn.
Ueber 30 Tote und
Bellinzona, 23. April. (WTD.) Vergangene Rächt gegen i/j>3 llhr ereignete sich (wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon berichteten. D. Red.) bei der Stadt Bellinzona ein schwerer Zusammenstoß zwischen den beiden Gotthard-Rachtschnellzügen. Das llnglück ist darauf zurückzuführen, daß der von Luzern kommende ulachtschnellzug das geschloffene Ginfahrtsignal der Station überfuhr.
Die Aufräumungs- und Dergungsarbeiten wurden mit aller Beschleunigung in Angriff genommen, um den vielen Verunglückten raschestens Hilfe zu bringen. Bei dem Zusammenprall der Züge geriet der mit Gas beleuchtete deutsche Wagen des aus Mailand kommenden Zuges i n- folge Explosion des Gasbehälters in Brand.
Sämtliche Insassen des Wagens, vermutlich durchweg Deutsche, sind in den Flammen um» gekommen.
Dis Mittwochnachmittag sind über 3 0 Tote und 50Schwerverletzte festgestellt worden. Unter den Opfern befinden sich die Lokomotivführer der vier Maschinen und die Heizer der Heizwagen. Ein großer Tell der tödlich Verunglückten konnte noch nicht identifiziert werden, da die Leichen völlig verkohlt sind. Dis jetzt konnte als to t 2lloert H i h aus Dafel festgestellt werden. Wie die Derliner Dlätter erfahren, hatte der Reichstagsabgeordnete Helff er ich die Absicht, mit dem verunglückten Zuge von seiner Italienreise nach Deutschland zurückzukehren, um in Hanau seine erste Wahlrede zu halten. Dr. Hclfferich ist bisher nicht in Hanau ein- getroffen. Der „Voss. Ztg." zufolge hegt die Derliner Parteileitung der deuifchnat vnalen , Partei ernste Befürchtungen um das |
50 Schwerverletzte.
Schicksal Dr. HelfserichS, da bei seiner Zuverlässigkeit unter allen Umständen von ihm ein Telegramm über die Verzögerung seines Eintreffens in Hanau hätte ankommen müssen. Wie cs heißt, soll auch der italienische Gesandte in Kopenhagen, Graf della Terre, unter den Opfern fein. Immerhin ist dieses Gerücht noch unbestätigt. Unter den verletzten Reisenden befinden sich die Angehörigen einer Berliner Familie Fortmann, Wilhelm, Frieda, Werner, Albert, Hans und Hilda, ferner ein Herr Otto Karret aus Bremen.
Ter durch das Unglück angerichtete M a t e - ria l f chade n ist sehr groß. Allein die D'.er elektrischen Lokomotiven haben einen Wert von etwa 4 Millionen Franken. Bundesrat Motta und bet Tirettor der Basler BunleSbahnen haben sich an die Stätte des Eisenbahnunglücks begeben.
Die Schweizerische Gencralbirek- iion der Bundesbahnen teilt folgendes offizielle Communiquö mit: Das Eisenbahnunglück wäre jedenfalls ohne die große Zahl von Tooes- opfetn abgclaufen, wenn nicht dec Badische Wagen durch die Gasexplosion in Brand geraten coare. Die neuen Schnellzugwagen, die auf der Gctthardt-Linie Verwendung srn.en, sind nämlich derart stack gebaut, daß sie einen Zusammenstoß aushalten, ohne tn Trümmer zu gehen. Tie garue Schwere te3 Unglücks ist auf die Explosion ors Gasbehälters des badischen Wagens zurückzuführen und den dadurch entflaaber.cn Brand.
Tic Kreisbahndircktion Luzern gibt als bie Ursache bes Unglücks an, baß ber von Luzern abgefahrene Zug bas Haltesignal vor dem Dahnhvf von Dellinzoaa über» führ, woburch er in ben anberen Zug hiaeinvaste.
11. Bund ber Geusen: Dr. Best, Porth, Walz, Wrzvdeck
12. Hess. Wirtschastsdunb: Walther. Volz, Haas. Fühler.
Hessischer Duernbunbu Rhein- hessische Bauernschaft: Dorsch.'Dr. Moebus. Glaser, Fritz.
Der Prozeß gegen den Hillcr-Stosttrnpp.
M ü n ch e n, 23. April. (WTB.) Im Prozeß gegen die Angehörigen des Stoßtrupps Hitler erhoben die Verteidiger Protest gegen die Verhaftung des Angeklagten Maurice, der sich am Schlüsse der Dormittagssitzung selbst gestellt hatte und sofort in Haft genommen worden war. Der Staatsanwalt erklärte die Verhaftung für gerechtfertigt. Die bis zum Nachmittag vernommenen Angeklagten gaben im großen und ganzen die ihnen zur Last gelegte Beteiligung an einzelnen Unternehmungen zu; sie erklärten, in dem Glauben gehandelt zu haben, daß zwischen Kahr, Lossow, Ludendorff und Hiller eine Einigung erzielt sei, und daß eine nationale Regierung zustande gekommen sei; sie hatten sich als Soldaten gefühlt, und da sie zu unbedingtem Gehorsam gegenüber den Vorgesetzten verpflichtet gewesen seien, die ihnen erteilten Befehle ausführen müssen.
Das neue dänische Kabinett.
Kopenhagen, 23. April. (Wolff.) Das neue Ministerium ist folgendeimafjen zwamm.m- ?iefeijt: 6 tauning Slaatsminister uno Minister ür Industrie, Handel und Seeschiftahrt, bäni cher Gesandter in Berlin Graf Moltke Außenminister, Redakteur Dvrgjerg Sozialminster, Minister des Folketings Rasmussen Ber ei- digungsminister, Redatteur Hauge Minister tes Innern, Mitglied des Folletinzs Dahl Ki chn- Minister, Mitgl e> des Fell tings F r i i - S k o t e Minister für öffentliche Arb.iten, Mitglied b s Landstings Frau Rina-Dang Unterrich s- mi i 'er, Mitg tc >b s L n stings Drams naes Fi anzminisier, Gerichtspräsident S t e i n cf e Iu- sttzminister, Hofbesitzer Dor ding Minister für Landwirtschaft.
Der Reichspräsident hat an den zum dänischen Außenminister ernannten b sh rften dänischen Gesandten in Tetlln, Grafen Moltkc. folgendes Telegramm gefaiT t: .Zu Ihrer Ernennung als Außenminister bitte ich Sie und Ihr Vaterland meine bestenWünsche entgegenzunehmen. Ich bekirre aufricht g, Sie von dem hiesigen Posten scheiben zu seßen, auf dem Sie so lange Iahre im Interesse ber deutsch- dänischen Deziehungen gewirkt haben."
Dänemark und die dänischen Minderheiten in Schleswig.
Kopenhagen, 23. April. (WD) Ministerpräsident S t a u n i n g sagte Pressevertretern über die Frage ber Minder he itskon- vention mit Deutschland betreffend Rorb- und Südschleswig, bas Ministerium hätte zu dieser Frage noch keine Stellung genommen, aber in Deutschland sei eine starke Stimmung für den Abschluß eines solchen Vertrages vorhanden. 1 »Ich bin," erklärte Stauning, „der Ansicht, bah es zweckdienlich sein kann, an Verhandlungen über ein solches Abkommen teilzunehmen und sie zu unterstützen, soweit es sich um einen Vertrag handelt. durch den die dänische Souveränität hinsichtlich der Gesetzgebung in feiner Weise angetastet wirb. Sofern eine Initiative zu einer solchen Konvention von deutscher Seite kommt, muß die Frage mit Wohlwollen behandelt und zu losen versucht werden. Das muh geschehen sowohl mit Rücksicht auf unsere, wie auf Die deutschen Minderheiten."
Kleine politische Nachrichten.
Das niederländische Rote Kreuz hat für die Rotleibenben in Deutschland weitere 10 000 Goldmark aufgebracht.
*
Fritz von Opel in Rüsselsheim, ber sich eine Radio st ation anlegen ließ und dieselbe benutzte. ohne die Antwort der Rheinlandkommission aus das an sie gerichtete Gesuch abzuwarten, ist vom Kriegsgericht In Wiesbaden zu 500 Golb- mart verurteilt worben. Der Ingenieur Gres
ser. ber begonnen hatte, für sich eine Radio- station 'anzulegen, wurde zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt.
P o i nc ar 6 hat an Tschitscherin ein neues Telegramm gesandt, in dem er erklärt, daß die französische Regierung, indem sie ber Moskauer Regierung bie Win che einer großen Anzahl französischer Gelehrten für bie Begnadigung einiger ihrer russischen Kollegen übermittelte, keineswegs die Absicht hatte, sich in die inneren Angckegenheiten Rußlands einzumischen. Poincarö Protest eck auch gegen die von russischer Seite ausgestellte Behauptung, baß die Verurteilten von Kiew mit einem geheimen französischen Rachrichtenbienst zusammengearbeitet hätten.
*
Die griechische Regierung erläßt ein S e- kret zum Schuh der Republik, bas strenge Strafen vorsieht für jede Handlung und Ver- öffenllichung, die bie Autorität ber Regierung herabzufetzen ober die Mitglieder ber ehemaligen Dhnastiezu beleidigen geeignet ist.
Italien hat die Republik Griechenland anerkannt.
•
In Südafrika haben die Rationalisten kh-ren Wahlfeldzug eröffnet. Hechog und andere Führer ber Rationalisten richteten scharfe Angriffe gegen bie Regierung und bezrich,- ncten ihre Tätigkeit als politischen Bankerott.' Die Regierung sei von Kapitalisten abhängig. Herhog betonte, bie souveräne Unab- 'hängigkeit sei gesichert. S'.c werbe nur dazu benutzt werben, unabhängig vom Kronrat zu handeln. -
*
Ter vormalige Premierminister Reufunb- lanbs. Sir Richard Squires, ber frühere Lanbwirtschaftsminister Campbell, ber frühere Alkoholtontvolleur Meaney und mehrere Beamte wurden verhaftet unter ber Deschul- bigung, beträchtliche Summen öffentlicher Gelber entwenbet zu hoben. Squires soll 20000 Dollar, Meaney 100 300 Dollar veruntreut haben.
Aus Stabt und Land.
Gießen, ben 24. Apckl 1924.
Unbedenklichkeitsvermerke für Reisepässe.
Das Finanzamt teilt uns mit, bah alle Anträge auf Erteilung von Unbebenklichkeitsvermer- ken für Reisepässe nach Anweisung des Reichsministers der Finanzen schriftlich zu stellen find. Wer Gebührenfreiheit im Rahmen der einschlägigen Bestimmungen beansprucht, Hal den Antrag, soweit nicht auf Grund der Derord- rtung über Ausreisegebühren vom 3. April 1924 und der Durchführungsbestimmungen vom 9. Aprll 1924 eine besondere Bescheinigung beizusügen ist, eingehend zu begründen und Belege und Unterlagen für seine Angaben beizufügen.
*
Die neuen Reichssilbermünzen. Das Reichsgesetzblatt veröffentlich eine Bekanntmachung über die Herstellung von Reichs)ilbw- münzen im Rennbetvage von 1 Mk. und 3 Mk. Daraus ist zu entnehmen, daß beide Münzen ein Miichungsverhtltnis von 500 Teilen Si ber und 500 Teilen Kupfer haben. Das Einmarkstück wird ein Gewicht von 5 ©ranrnt, das Dreimarkstück ein solches von 15 Gramm aufweifen. Der Durchmesser beträgt bei dem Einmarkstück 22,6 Millimeter und bet dem Dreimarkstück 30 Millimeter. Das Einmarkstück trägt aus der Schriftscite innerhalb eines aus einem flachen Stäbchen mit Perlenkreis besteh nden erhabenen Randes in Antiqua die Umschrift: ^Deutsches Reich", in Der Mitte bie arabische Ziffer „1“, darunter in Antiqua das Wort „Mack", und unter diesem bie Iahreszahl. Am unteren Rande befindet sich das Münzzeichen, verziert durch zwei Arabesken (Zweige mit je einer Eichel). Die Schnuseite zeigt den Reichsadler innerhalb eines au8 e'mem ssachcn Stäbchen mit Perlenkreis besiehen-en erhabenen Randes. Das Einmarkstück wird im Ringe mit einem platten Rande geprägt, der mit vertieften Arabesken vcrs hen wirb. Das Dreimarkstück trägt auf der Schristfelte innerhrlb eines aus einem flachen Stäbchen mit Perlen kreis bestehenden erhabenen Randes in Antiqua die Umschrift ^Deutscses Reich", in ber Mille in Antiqua in
zwei Zeiten die Worte .Drei Mack" and Mnrntee »die Jahreszahl. Am unteren Rande befindet ftch das Münzzeichen. Die Schaafeite zeigt den Reichsadler innerhalb eines aus einem flachen Stäbchen mit Perlenkreis bestehenden erhabenen Randes. Das Dreimarkstück wird im Ringe mit einem glatten Rande geprägt, welcher die vertiefte Infchckft .Einigkeit und Recht und Frei- hell" führt. Anfang und Ende dieser Inschr'tft sind durch einen Stern und zwei Arabesken getrennt.
** Die Post in Hessen Im Jahr« 192 3. Rach der amtlichen Statistik betrug die Zahl der Poslanstalten in Hessen am 31. Dezember 1923 936, darunter Postämter erster Klcrfte 12. zweiter Klasse 18, dritter Klaffe 91, Pvstzwelg- Ämter 11, Pvslagenturen 231, Postagentu.en mit einfachem Betrieb 13 und Post Hilfsstellen 560. Die Zahl der Pvsthaltereien betrug 10, amtliche Verkaufsstellen für Postwertzeichen waren i64 vorhanden, Postbrieskasten 2937. Tclegrasenan- slalten waren 9-16 im Betrieb, davon hatten 14 ununterbrochen Tag- und Rachtbienst, 23 vollen Tagesdienst, 909 beschränkten Tagesdienst Un.cr ben 946 Anstalten waren 549 Hilfsstellen und 21 gemeindliche öffentliche Sprechstellln. An 135 Orten bestanden Ocksfernsprechn.he. Der- Rückgang des Post- und Telcgrafenverlehrs ge en 1922 fällt hauptsächlich auf das besetzte ©ebiet, wo der Verkehr zeitweise gehemmt ober unterbunden war. Bei 8 Poslämrem im besetzten Gebiet war der Telegrafen- und Fernspr^bellleb durch Maßnahmen der D.fatzungsbchörden 4—7 Monate völlig unterbunden. 'Die Postämter tn Mainz waren vom 20. Februar bis 7. Ok.ober 1923 völlig stillgelegt. Bckeiserrdunren wurden den Empfängern anfangs durch benachbarte ''Pvsl- anftalten oder durch Abholen bei dem Postamt In Darmstadt zugestellt.
** Der 41. VerbandStag des Rhein -- Main - Gastwirteverban- des, mit dem das 40jährige Jubiläum des Gießener Gastwirtevereins verbunden war, fand gestern in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder und Vertreter der Behörden usw. hier statt. Den Bericht über die Tagung mußten wir wegen Raummangel heute zurückstellen.
** Ein reizendes Ostermärchcn — „Heidideldei" ober „Wie die Hafen dazu kamen. Eier zu legen" — hat gestern nachmittag im Stadttheater seine erste hiesige Aufführung erlebt Franziska Decker. die in fünf Bilbern diese sonnige Mär erzählt hat da einen <3.off geboten, aus dem die vockreffliche Darstellung eine sehr ergötzliche Unterhaltung für die Dic.ai kleinen und großen Besucher machte. Carla Aarnegg als prächtiger Dub Hcl.i.eldet Karl Holl aL5 Waldmüller, Luise R am'm c l als KcäutermüUcrchen, Kack Vvlck als ©r^h-bauic, Else Engel als dessen Tochter Lore, Fred M a r- 11tz als Jäger, Luise Schubert -Hüngling als Magd Tckne, Hermann Stichel als Knecht Hannes und die niedlichen kleinen Has lein waren so eifrig und untadelig bei dem Sp ei ih.er Rolstrn, daß die stacken Beifallsstürme, an denen sich auch die Erwachsenen gerne beteiligten, eine glatte Selbstverständlichkeit waren; von besonderem Retz war ber von Lina Oldini einst ubierte liebliche Tanz der sechs Osterhasen, ber so gut gefiel, daß er wiederholt werden mußte. Reken ben Darstellern hat sich auch das Orchester unter Kack Änübei durch seine gefällige Musik um den vollen Erfolg der Aufführung verdient gemacht Besondere Anecke.inung gebaut ferner Karl Löffler für die samvsen Bühnenbilder, Dank aber auch der Dheaterleitung, die unserer ffeinen Gesellschaft diese herzige Oslergate, trenn auch etwas verspätet, bereitet hat Die vielen i'icinen Trabanten und cbmso bie Erwachsenen, bie gestern bas Theater fast bis aus den letzten Platz füllten, werden diese angenehmen Unte haltun's-- stunden so bald nicht vergessen. We feinen K n« dem noch nicht die Freude eines D suchs lei b m ^Heibidelbei" gemacht d«r schicke sie zu ber W e- d-erholung am nächsten Samstag nachmittag hin, die Kleinen werden es ihm sicher rauften.
** Vorsicht bei Annäherung an französische D rah t ver da u e! Der sran- zösische Kreisdelegierte von Groß-Verau teilte dem Kreisaim Groß-Genau mit, daß in ter Rächt em Drahtverhau bei Darmstadt durchschnit en worden sei. Die französischen Posten erhielten infol-e- dessen Befehl, auf jede Ziviiper on. die sich den Drahtverhauen näheck, ohne vorherigen Anruf zu schießen. Dor Annäherung an bie französischen Drahtverhaue wird daher bringend gewarnt
* Pah Vorschriften füp Besucher der Kölner Messe aus dem unbesetzten Gebiet Rach einer Verfügung b~r Rheinland-Kommission gelten für bie Defucher ber Kölner Messe (11. bis 17. Mai) aus dem un- b:sehten Gebiet folgende Sinreisevorschriften: Personen, w lche nicht br't schcr, französischer oder belgischer Staatsangehör'gkcit sind, reichen b im Messeamt Köln ein Gesuch ein, auf dem bie nachstchenben Einzelheiten - vermerkt sind: Dame und Domahme, Gebucksbaturn und Geburtsort, Wohnort (Straße und Hausnummer) und die eidesstattliche Versicherung, baß ein Ausweisungsbefehl ber Rheinland-Kommission gegen ben Antrags! Iler nicht vorliegt (auf D'fehl der Besatzung, b Hörde). Die AnLaben müssen mit denen des Personalausweises ober des Reisepasses übireinstimmen. Der Personalausweis bzw. der Reisepaß muß mit einem Lichtbild versehen sein. Das Messeamt schreibt die Geleitscheine aus und s'ndet sie, nachdem bei der Paßstelle Köln die Prüfung und Abstempelung vor sich gegangen ist. dem Antragsteller gegen Rachnahme zu. Die Gebühr beträgt vorläufig 3 Gvldmack für ben Geleitschein. Die Geleitscheine haben für alle Grenzorte Gültigkeit und werben an den Ginretse- stattonen von bem Aufsichtsdienst mit bem Stempel .Transit" versehen. Bei ber Abreise müssen bie Geleitscheine vom Messeamt Köln mit bem Abfahristempel versehen werden.
SjgTOf'.-Avj
ifpunkcO'll ? Npin I ®eg.ßcber.u.9nagenleib.jclbft langL m flUftXU i «ihllft beft.Harlsfprubcl Virkirchen
RonnefeldfsTee
JL aromatlMb Md ausgiebig, billig im Vertraut
Siede rlsgen In allen Stadtteilen


