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3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma Hans Pfeiffer. Giehen Inhaber ist der Kauf­mann Hans Pfeiffer in Giehen.

Giehen, den 15. September 1924.

Hessisches Amtsgericht. 7318c

Heute nachmittag entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Friedrich Münzinger

Obergärtner

im Alter von 59 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen :

Johanna Münzinger geb. Schmandt Else Münzinger.

Gießen (Frankfurter Str. 109), den 22. September 1924.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 25. Sept, 3 Uhr nachm., von der Kapelle des Neuen Friedhofes

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Zusammenprall mit einem gegnerischen VdUfeC ausschied nach wenigen itrnuden aber tret) schlechter körperlicher Verfassung wieder eintrat. Bei diesem Stand des Spiels eine hochtzu'chätzende sportliche Tat. Offenbacher im L-or Ictfte.e in verblüffender Weise die schwerste Arbeit und bewahrte seine Mannschaft vor einer noch gvfr- Heven Niederlage.

Ium Spielverlauf selbst sei ganA kur; folgen­des berichtet: Die ersten zwanzig Minuten verteil- les SpiÄ mit Tor 1 durch Mandler, dein Möller einige Ieit darauf Ar. 2 folgen läht. Kreß 1., Möller, Schnürte und nochmals Kreh 1. schieden in fast regelmäßigen Abständen je ein Dor Dann kurze Ieit verteiltes Spiel, in dessen Verlaus 04 beinahe -um Ehrentor ge­kommen wäre, was ihnen alS Lohn für Ihr auf­opferndes Spiel keiner mihgönnt hatte. Gem- mer geht mit einer Steilvvrlage Dchnürlo alLln durch und schiebt aus 30 Meter Ar. 7. Möller und Mandler treiben vor dem Dor ileber- kombtNation und nehmen das Spiel scheinbar nicht mehr ernst. K l e i n k e, der verdiente Ocuin; der Mannschaft, macht es seinem .Kollegen von recht« nach und schießt nach Alleingang Ar. 8. Ium Schluß umspielt Schnürte Läufer und Der- teidiger und bucht Ar. 9. Sin wahres Propa- ganl»spiel war zu Ende.

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heim aus Schotten erstattet. Es fanden 24 Be­sichtigungen statt, die im allgemeinen zufrieden­stellend, teilweise sehr gut bewertet wurden. Es gibt im Kreise 44 Pflichtfeuerwehren, 7 frei­willige Feuerwehren. 3m Kreise fanden 3 grohere Brände statt. 48 Wasserleitungen sind vorhanden, 3 Orte sind ohne Wasserleitungen. Regierungsrat Dr. Weber sagte dem Inspektor seinen be­sonderen Dank unb appellierte an die Gemeinden betreffs Gründung von freiwilligen Wehren. Als besonders wichtig wurde die Beschaffung von Lichtanlagen in den Spihenhäusern bezeichnet. Hinsichtlich der Gründung eines Kreisver­bandes der freiwilligen Feuerweh­ren wurde kein Beschluh gefaht. Eine besondere Versammlung der Kommandanten der freiwilligen Feuerwehren zwecks einer solchen Gründung soll am 12. Oktober stattfinden. Aach den Verhand­lungen fand eine Hebung der Freiwilligen Feuer­wehr Laubach statt, die zeigte, dah die Wehr auf der Höhe ihrer Aufgabe steht.

Äreis Alsfeld.

4- Alsfeld. 21. Sept. Das wegen schlechter Witterung schon ausgegebene Schülerwett-' turnen hat nun doch stattgefunden. Es b.tei- ligten sich daran das 7. und 8. Schuljahr, Knaben und Mädchen der hiesigen Stadtschule. Es waren recht erfreuliche Ergebnisse zu verzeichnen. Gestern abend hielt Geh. Rat Best aus Darm­stadt im Kasinosaal einen Vortrag über die 3. Steuernotverordnung and de Aus- bzw. Umwertung. Er bezeichnete diese Ver­ordnung als unmoralisch und ungerecht und er­läuterte darauf den De fischen Umwert ungsent- wurs, der von dem Reichstagsausschuß für Auf­wertung unter den eingereichten Plänen als der beste erachtet wurde. Mii gespannter Aufmerksam­keit folgten die zahlreichen Zuhörer den Ausfüh­rungen. Eine von dem Vorsitzenden der Orts­gruppe Alsfeld des Hypothckengläubigcr- und Sparer-Sch utzverbandes, Schulrat Huff, vor­gelegte Entschließung an den Reichstag fand ein- stimmige Annahme.

Landkreis Gießen.

1| Marburg, 22. Sept. Auch im hiesigen Kreise hat das unaufhörliche Regenwetter in die­sem Sommer schwer st en Ernteschaden ver­ursacht. Am besten haben noch diejenigen Land­wirte abgeschnitten, die ihren Hafer bis zur letz­ten Woche auf dem Halm liehen und dann zu­gleich auch das Grummet, das einen guten Er­trag brachte, mit nach Hause nahmen. In den Dörfern brummt bereits die Dreschmaschine,was da heraus kommt, knäult sich" sagen die ßanbtoirte und fügen hinzu, dah mit dem Strohauch nicht viel los sei". Am Freitag besichtigte eine Re- gierungskommission den Kreis und stellte fest, dah eine Mißernte vorhanden ist. Die Hoffnung auf eine gute Kartoffelernte ist auch da­hin, denn was die Rässe nicht verdorben, fressen die Mäuse. Was das Gemüse anbelangt, so rich­ten die Schnecken vielen Schaden an. Auch die Obsternte ist im hiesigen Kreise recht belanglos.

fpd. Frankfurt a. M., 22. Sept. Heute nachmittag, kurz nach 3 Llhr, fegte über das In­dustrieviertel ein von sehr starken Regengüssen be­gleiteter Wirbelsturm, der teilweise er­heblichen Scha den anrichtete. Don einem

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$x christlichen Geist zu Men sucht. Erne Ansprache des Ortsgeistlichen machte ten Beschluh Die Kollekte mit 122,61 Mk wurde zum Teil dem vberhessischen Verein für Innere Mission, mit dem Rest der Epilepttschen Anstalt in Aieder- Ramstodt zugewiesen.

Lich, 22 Sept Der Zweigverein Lich des Vogelsberger Höhenklubs führte heute unter Führung von Oberamtsrichtei Rausch eine sehr genußreiche Wanderung aus Der Weg von Hungen aus, bis wohin die Dahn benutzt wurde, füswte zunächst bis Trais-Horloff, wo unter sachkund ger Führung die Anlagen der Brikettfabrik und des Braunkohlen­bergwerks besichttgt wurden. Leider wird der Betrieb des Ausgedehnten Werkes, das seit längerer Zeit nutminus" arbeitet, demnächst eingestellt werden Don Tvais-Horloff führte die Wanderung zum G l a u b z a h l. und nach einer Rast zurück nach Hungen. Hier entwickelte sich in derTraube" bald ein fröhliches Treiben unter Teilnahme des Hungener Brudervereins. Sodann führte Prof. Dr. Roeschen die Wan­derer durch die Stadt und die geschmackvollen Ar.lagen des Schlohparks, wobei er die Archi- teklonik des schönen Schlosses und die Stadt- und Durgbefestigung erläuterte.

l. Hungen, 22. Sept Auf der Straße zwischen hier und Langsdorf ereignete sich am Samstag ein s chwerer Motor radunfasl. Ein von Langsdorf konnnender Motorradfahrer, ein Versicherungsinspektvr aus Wrndecken, wollte einem Knecht, der zwei Pferde an der Hand führte. auSweichen, kam ober, da der Pferdeführer nach der verkehrten Seite auswich, so unglücklich zu Fall, dah er geraume Zeit bewuhtlos dalag. Der Verunglückte wurde in das hiesige Kranken-, lxius gebracht. Die Art der Verletzung konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden

Kreis Friedberg.

4 Bad-Aau heim, 21. Sept. Der gest­rige britte Tag der Versammlung deutscher Dahnärzte führte die Teilnehmer im Sonder­zug nach Bad Homburg v. d. H., wo im Kurh.ruse eine Begrüßung stattfand. Aach einem Dortrage von San.-Rat Dr. F r i e d l i e d, Bahn- arzt in Homburg, wurden die Kureinrichtungen des Bades besichtigt. Die Straßenbahn brachte die Teilnehmer dann mich der Soulburg. Abends kam der Sonderzug wieder nach Bad-Aauheim zurück. Eine Zusammenkunft im Cafe Rumpel- mayer beschlvh den Derbandstag.

Hreis Schotten.

8 Ulrichstein, 23. Sept. Am Montagnach- mittag wütete hier etwa 20 Minuten lang ein orkanartiger Sturm, begleitet von schwe­rem Regen. An der Ohmstrahe, nahe beim An­fang der St raste nach Helpershain, wurde eine der großen Fichten umgeworfen, fiel aber in die Wiesen hinein.

La Ubach, 22. Sept. Gestern wurde in unserer Stadt der Kreisfeuerwehrtag des Kreises Scholten abgehalten. Vormittags Ahr wurde im GasthofZum Solmser Hof" die Tagung durch Regierungsrat Dr. Weber, Schotten, eröffnet. Als anwesend wurden 25 Feuerwehren festgestellt, zwei fehlten. Der Be­richt touvbe durch Kreisfeuerwehrinspektor Eber -

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Hause der ÄöLrcr otrabe zerbrach er einen gro­ßen, auf der Kuppel stehenden Bronzeengel den Flügel, so dah dieser herabzuftürzen drohte. Die Feuerwehr lehnte es ab, den Engel aus seiner luf­tigen Höhe herabzuholen. Die Straße mußte dar­auf in weitem Umkreise obgesperrt werden, weil die AVsturzgefahr und eine Bedrohung von Men­schenleben außerordentlich nahe liegt. Ferper wur­den in der gleichen Straße mehrere große alte Bäume entwurzelt. Ungewöhnlich wilde Szenen spielten sich Sonntag in sehr später Abendstunde in der Stadt ab. Vor einem Lokal der Innenstadt hatte ein Gauner ein Auto ge­stohlen und jagte mit der Maschine wie rasend davon. Die sofort alarmierte Schutzpolizei machte sich zur Verfolgung auf und ereichte den Flücht­ling auch in der Aähe der Universität. Cs begann nun eine wilde Iagd, wobei die Schutzpoli­zisten auf den Flüchtling eine Anzahl Schüsse abgaben, die aber ihr Ziel verfehlten. Der Dieb raste durch die Maiwer Landstraße ins besetzte Gebiet, die Polizei ihm immer auf den Fersen. In A i e d endlich sprang der Dieb aus dem Auto und floh in der Dunkelheit. Der Wagen wurde dann nach Frankfurt zurück verbracht. Aach- dem das angebliche Ehepaar Anton Ring und Maria geb. Baukowsli die Leipziger Messe und dann Bremen in ihrer Eigenschaft als Taschen­diebe abgegrast hatte, reifte es nach Frankfurt zur Messe, um auch hier zuarbeiten". Aber schon am ersten Tage fiel das Paar auf dem Hauptbahnhofe dem bekannten Taschendiebkrimi- nalisten in die Hände und wurde verhaftet. In dem Besitz der Leute fand man noch eine sehr er­hebliche Zahl entleerter Geldtaschen. - Auf dem Messegelände und in den überfüllten Straßenbah­nen wurde am Sonniag zahlreichen Meßgästen Geldbörse, Uhr und andere Werts-"^»n nU8 den Taschen gestohlen.

Turnen, Sport und Spiel.

D. f. D. Sp^-Dg. 04 9:0.

3n dem Treffen beider Lvlalgegner am Sonn­tag lieferte die V. f. B.-Mannschaft trotz Ersah für zwei ihrer erprobtesten Leute ihr bestes Spiel. Es war ein Genuß, die vom Mittelläufer Schnür le glänzend eingeleiteten Ar griffe lich immer und immer wieder entwickeln zu sehen. Sein durchdachtes Spiel prägte der ganzen Mann­schaft den Stempel der Ueberlegenheit auf. Er fütterte geradezu seinen Sturm mit den Präzise­sten Vorlagen und, wenn es mal nicht ganz klappen wollte, riß er ihn selbst in unwiderstehlichem Drang mit sich nach vorne. Die übrigen der Aiannschaft, einschl. der Ersatzleute, gaben ihr Bestes f>er und waren sämtlich als gut anzu­sprechen. Mit dieser Schilderung soll die Mann­schaft des Gegners nicht herabgewürdigt werden, im Gegenteil, sie versuchte mit größtem Eifer sich der zermürbenden, maschinenmäßig sich ab­wickelnden Kombination zu erwehren. Vor allen Dingen sei hier die Ruhe unb Anständigkeit tum nicht immer wieder das Fremdwort Fairneß zu gebrauchen) hervorgehcben, mit der 04 das für sie schwere Spiel mit dem bedrückend hohen nega­tiven Resultat durchführte. Besonders einer rh.er eifrigsten Spieler, Reuter, tonnte imponieren, als er nach einem für beide Teile unverschuldeten

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Die Firma Monk, Bah & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Giehen. Gegenstand des ^Unternehmend ist derBetriebeinesLebens- mittelgrohhandelsgeschäfts. Das Stamm­kapital beträgt 5000 Goldmark. Zu Ge­schäftsführern sind bestellt: die Kaufleute Salomon Monk, Heinrich Bah und Kuno Wrublewsky, alle in Giehen. Der Gesell­schaftsvertrag ist am 5. August 1924 er­richtet.

Giehen, den 19. September 1924 _________Hessisches Amtsgericht- . 7319c

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Gesellschaft zur Er­richtung von Wohnhäusern in Lollar mit beschränkter Haftung zu Lollar folgendes eingetragen: An Stelle des Direktors Ianhen ist Steuer-Syndikus Paul Länz- mann in Wetzlar zum Geschäftsführer be­stellt worden.

Giehen, den 18. September 1924.

Hessisches Amtsgericht. 7316c

der Zeucht m Dchimkt un- vUsspiele, dl, in unserer Stadt ng stehen dürften, düng des Giehener brad. Zur AHüh. rin Lvlksschauspiel von Walter M. Zaustslvfs aufgebaxt eine Schar babai bühne zu schaffen, Stücke mb die Ge­le undtzaMtige chklmg von Farbe, he, aber sehr twr- durch das die ung ihrer Spiele zu en Bilde erltrebL A isführuig gestern

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Frankfurter Herbstmesse.

fpd. Frankfurt a. M.. 22. Sept. Auch bet zweite Messetag brachte nicht das erhoffte Geschäft. Aach wie vor sind die Einkäufer aufpr- ordentlich zurückhaltend. Aur in einigen Brunchen wurden einige gute Abschlüsse getätigt. Zudem beeinträchtigte auch die Witterung das Geschäft. Ob der dritte Tag eine Aendnung in der Ge­schäftslage herbeiführen wird, bleibt abzuwarten.

Geschäftliches.

Erfolge der Etvewer-Werke, Stettin.

Die Stoewer-Werke haben in letzter Zeit wie­derum eine Reihe größerer Erfolge zu verzeich- nen gehabt.

In der ReichSsahrt 192 4 (eine Strecke von ca. 1800 Klm.) erzielten die Stoewer-Wagen trotz der starken Konkurrenz folgende hervor­ragende Leistungen: Im Bergrenren Hole Sone: Stoewer 10-50 PS 1. Platz, im Flachreimen bei Ktischt Stoewer 10/50 PS - 1. Platz, Im Flach­rennen bei Woldegk Stoewer 10/50 PS 1. Plötz. - im Bergrennen Kleiner Berg Stoewer 10/50 PS = 2. und 3. Platz.

In der Gesamtwertung wurden die bekann­ten Stoewer-Fahrer Fahrenkops 2 und Reedl 3. in der Klasse XIII auf Stoewer 10/50 PS.

Infolge der teilweise sehr schlechten Beschaf­fenheit der Straßen waren an die Fahrer und Wagen ganz bedeutende Anforderungen gestellt.

'Besonders hervorzuheben ist auch die Leistung des von Herrn Kleist, Stettin, in L'cr Kl. VII ge­steuerten Stoewerwagens 9 32 PS. welcher am ersten Tage infolge eines kleinen Unfall, urüd- bleiben mußte und bann eine Strecke von über 1000 Klm., die normal für die übrigen Fcchr-er für 2 Tage vorgeschrieben war, an einem Tage zurücklegte, hierfür erhielt Herr Klesi einen Sonderpreis. __

Bekanntmachung

In unser Handelsregister Abt. B wurde a6)5. Juli 1924 bei der Firma Rinn & C»os, Aktiengesellschaft, Heuchelheim bei Giehen folgendes eingetragen Eduard Siege ist aus dem Vorstand ausgeschieden. § 26 Sah 1 der Satzungen ist durch Be­schluh der Generalversammlung vom 12. Mai 1924 geändert.

Giehen, den 20. September 1924.

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