'50. Fottsehung.
(Nachdruck verboten.)
beehren sich, ihre Vermählung anzuzeigen
Gießen, 23. August 1924
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Ihre Vermählung geben bekannt
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§
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Bekanntmachung.
Die Gemeinde Großen-Buseck vergibt im Wege des öffentlichen Wettbewerbs die Lieferung von Särgen für die Zeit bis zum 31. Dezember 1924. Preisangebote sind bis zum Donnerstag, dem 28. August 1924, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Vergebung erfolgt. Be- lchreibungen und Bedingungen liegen Hierselbst zur Einsicht offen und werden im Termin bekannt gegeben.
Großen-Buseck, den 21. August 1924. Hessische Bürgermeisterei Großen-Buseck.
woch, 27. August, vormittags 9 Ufjt in der Otto Rabenau'schen Wirtschaft zu Alten-Buseck.
In der Gemarkung Wieseck Donners- tag, 28. August, vormittags 10 Ahr in der W. PH. Dierau'schen Wirtschaft zu Wieseck.
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Der Alte auf Topper
Roman von HannS von Zobeltitz.
Tennisturnier.
»sturniLi dieser Satsm Nuft statt. ES Fugen Meldungen bekannter
Hans Krug
Erna Krug geb. Heller danken herzlichst für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit
Der Feldprediger ntdte. Er kannte das. „Erzähl' Er nur weiter, Korporal."
„AlSdann kam's doch anders, bei mir wenigstens. Man fängt an, sich zu ekeln vor sich selber. Da steigen so langsam Erinnerungen aus, wie man mit der Mutter gebetet, wie der Dater — mein Vater war Magister im Hessischen — einen mit tausend frommen Wünschen zur Schule entlassen hat. ilnb wenn man abends im Biwak liegt und zu den Sternen hochblickt, denkt man wieder an den Allmächtigen, der ihnen Laus und Dahn weist. Oder in der Bataille, wo man früher blindwütig drauf lvsstürmte, hinter den Bursche her, daß ja keiner sich drückt, da ringt sich jetzt ein stummes Gebet aus dem Herzen: Herr Gott, mach's gnädig. -Unb das Herze wird leichter. Wahrhaftig, Serr Starter, daS Herze wird leich er.
„Aber daß ich's nur gestehe, bei mir ist doch ein anderes hinzugekvmmen, ein Erlebnis sozusagen Warum soll ich's nicht erzählen? Ist eigentlich gar nichts besonderes, nur mir würd' es viel. Am Abend von Torgau war s. in der Dunkelheit. Wir hatten grab' auf der Höhe festen Fuß gefaßt, die Weihröcke retirierten, war aber iwch ein tolles Durcheinander von Freund und Feind. Schreien und Geschieße. Da stolpere ich und falle über einen Blessierten. Der schreit auf ist aber gleich wieder stille. Mir tat's leid', denn ich muhte ihn arg gestoßen haben. Wie ich mich also wieder aufgerichtet, beug' ich mich über ihn.
Bekanntmachung.
Bei der Kreisbauverwaltung Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer 18, liegen die Verdingungsunterlagen über Vergebung von Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spengler- arbeiten und Eisenlieferung zum Neubau eines DierfamilienhauseS für die Gemeinde Wieseck offen. Derdingungs- termin: Donnerstag, den 28. August 1924, vormittags 9 Ahr
Gießen, den 22. August 1924. Kreisbauverwaltung Gießen.
Eellarius. 6516V
das alles nichts an. Schwächer und schwächer wird seine Stimme. Zch höre noch. .Herr, mein Gott, dein Knecht dankt dir für alle deine Gnaden und deine Güte. 3a, wir Christen haben einen Gott, der da hilft in der Not. Gelobet seist du, Herr Zebaoth! Herr, du mein treuer Gott, nimm mich auf in dein ewiges Neich.' ilrtb dann hat er noch einmal gezuckt, unb dann ist alles zu Ende gewesen. So war es unb war ein seliges Sterben. Mich aber hat die Stunde durchschauert, gerüttelt, daß ich ein anderer wurde. ilnb trifft mich die Kugel: sterben möcht' ich wie der, nicht anders: aus dem Schlachtfeld und Gott im Herzen und des LlllmächtiFen Namen auf den betenden Lippen."
Der Page Zabeltitz ist mit hängendem Kopf die hohen Stiegen hinabgegangen und ein paar Gassen weit nach dem Apelsch^n Hause zu. Ging ihm so vielerlei durch den Sinn, was er da oben gehört, Altes und Neues. Immer kommt man reicher vom Cajetan zurück, dacht' er und fühlt sich, halb froh und bafi> verdrießlich, noch als ein recht unveises Dürschlein, das wieder einmal als wie beim 3nformator gewesen. Da hatte der Grolich auch allerlei vom Frieden gesprochen. Daß die Perspektiven schlechter seien als je, und das Verlangen doch so groß und heiß. Die Kaiserin in Wien liehe nicht nach. Unb hatte die Ode eines gewissen — ja, wie hieß er doch? — richtig, Ramler, betlanrierl:
,Wo bist du hingeflvhen, geliebter Friede? Erbarme dich des langen Jammers I Rette Don deinem Volk den armen Acberrest I Bind' an der Hölle Tor mit siebenfacher Kette Auf ewig den Verderber fest l'
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3a ... Tier Friedel Mußte schon fv M«, daß der Krieg schwer auf den Völkern lastete. Wie gramvoll schrieb die Mutter von dahrim. Lind hatte nicht auch er so manches Wörtlein aufflefanflen, von hohen Offizieren sogar, daß es nun den Krieges wahrlich genug sei, des Balail« lierens und Mordens —
Ja ... der Friedel Gut und schön und sehnsuchtsvoll erwartet. Nur von-mir, von des Königs Pagen, soll man nicht verlangen, daß ich mit- tue! Etwa in einer elenden Garnison als Föhn* räch drillen und gedrillt werden! Oder gar unterkriechen müssen im Topperschen Wehleid? Wie hab' ich'S jetzo doch gut! Den gnädigen Herrn und König hab' ich, und estimirrt werd' ich und reiten darf ich! Reiten, daß die Funken stieben l Daß Majestät neckt und sagt: .Den Zabeltitz bat Er gut dressiert, Lentulus. Der reit’ wie der Deubel.' O ja .. . bleibt mir mit dem Frieden vom Leibe!
Ging jetzt wieder hocherhobenen Kvvses. And da an der Ecke guckt die hübsche Demoiselle zum Fenster hinaus. Nicht schwär; wie die Breslauer Katrin, goldblond mit Grübchen in den Wangen, wenn sie lacht. Lacht dem roten Prunkrock zu und dem frischen Zungen. Er kennt sie schon, die schlanke, zierliche Ottilie, des Weinwirts Töchterlein. (7hm klimpern auch noch ein paar Taler tn der Tasche, hat ihm der König doch neulich erst fünf Dukaten Douceur geschenkt. Alw, du schönes Kind mit den Grübchen — ich tomin’ —
(Fortsetzung folgt.)
0eiitistZu{t,Baliiibofsfra0e76
staatlich geprüft nach § 123 der R. V. O.
Sprechstunden: Von 8-12 und 3-6 Uhr. Sonntags von 10 —12 Uhr.
benF: vielleicht kannst du helfen. Seh'n könnt man ja nicht die Hand vor Augen, aber als uh frag', hör' ich eine Stimme, die mir so kurios bekannt verkommt. Frag' oifo weiter: .Wo bist blessiert. Kamerad?' Er stöhnt leise: ,Ss gehet zu End'.' Unb fängt an zu beten: .Herr Gott, in deine Hände befehl' ich meinen Geist.' Da wuht' ich mit einem Male, wer es war. Ein Musketier nämlich. Kühne hat er geheißen, mit dem mich der Zufall des öfteren zusammengebrochl. 2a, richtig. Herr Junker, zuerst in der Nacht nach Kunersdorf, in einer elenden Sandgrube — mit dem Herrn Stabskapitän Ohres Name.is —“
„Mein Ohm Christian —"
„Sicherlich. Also der Kühne war Piettst und hat von manchen viel Spott leiden müssen. Aber ein kreuzbraver Kerl, wo man ihn hinstellte, da stand er. Nun wollt' ich ihm erst recht helfen. Doch da war nichts zu tun, beide Deine waren ihm zerschossen. Faßt nur meine Hand, klagt nicht, jammert nicht. Fragt einmal: .Die Bataille ist unser?' — ,3a,’ sagt ich. Unb da fängt er wieder an zu beten. Herr Feldprediger, Herr Junker, so etwas hab' ich nimmer gehört. Ganz einfach, so recht aus dem ttefsten Herzen. Für den König und für das Land .Herr der Heerscharen, gib du, daß 'bald Friede werde. All- gütiger Schöpfer und 'Erlöser, vergib du mir alle meine Sünden, durch 3e|"um Christ um, deinen Sohn.' Hab' ihn in meinen Armen gehalten, an meiner Brust, und das Herz hat geschlagen, wie nimmer zuvor. Ringsum die Nacht, das lodernde Dors vor uns, um uns balde trabende Reiter, balde das Knarren der Geschütze, die auf die Höh' gebracht wurden. Kommandos, Schreien. Fluchen — und der Fromme betet, als ging ihn
mpfr in Ma.
iftdtet der Fuldaer i leichtathletisches Mee- lltMmd, <m dem sich sachlich auS Mtel-, nb, beteiligen werden.
4 Meldeschlusses liegen Dereme aus Duisburg, sei, Giehen, Wann- usw. vor, mit zum Teil andesmeistem am Start.
ng im Berliner Stadion ider bietet vor allem fifi eine :etischer Kenntnisse an- chhvung des Munas- en Krätze der Deutschen libedübungen M ,g erstreckt sich u.a. auf irie und Praxis, Sport- Srgäktzlmgssport, Hilfe ifationsfragen, Vereins- it.
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die m Frühjahr ge- 'TaselrundeDer«, die OeffentlW tritt, jung auch hochgespannte i Die Flugzeugwerk' Ä>wi u»
mbahn Mnendvrf Bas n vorher nicht beki^ ne getroffen, W “J rn stets sichtbar bleibt
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Grummetgras - Versteigerung der Stadt Giehen.
Montag, den 1. September und Dienstag, den 2. September 1924 soll das Grummetgras von den städttschen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar:
Montag, den 1. September a) vormittags 9 Llhr, Zusammenkunft am Schlachthof, von den Wiesen im Neustädterfeld und Hohleiche:
b) vormittags IO1/, Llhr in der Restauration von Georg Schrimpf, Kaiserallee 4, von den Wiesen im Hegstrauch;
c) nachmittags 2 Llhr im Philosophen, wald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Wiesen in der Gemarkung Wieseck.
Dienstag, den 2. September
ä) vormittags 9 Llhr an Ort und Stelle an der Rödger Straße von den Ochsen, wiesen, von den Wiesen im Stolzen- morgen, am ältersbrunnen u. Altentisch;
b) nachmittags 2 Llhr an Ott und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck und Rödgen.
Eteigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichttgen, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Bel los, Wolfstraße 15, wenden.
Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 20. August 1924.
Der Oberbürgermeister.
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3. 3n der Gemarkung Gießen an demselben Tag, nachmittags 2 Ahr im Philosophenwald.
Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbieten zugelassen, aus denen seither schon regelmäßig eine Be. teiligung stattgefunden hat und die das Futter in der eigenen Wittschaft ver- wenden. Der Zuschlag wird nur für eine den Verhältnissen des Bietenden angemessene Anzahl Lose erteilt.
Gießen, 23. August 1924. 6535V
Hessische Oberförsterei Gießen.
Bekanntmachung.
Die Pflaster- und EhaussterungS- arbeiten zur Befestigung der Gnauth- straße zwischen der Bismarck- und Kepler- straße sollen vergeben werden. Die Ar- beitsbeschreibung liegt bis zum Verdingungstermin, 1. September 1924, vormittags 10 Ahr im Stadtbauamt offen. Angebote auf Vordruck sind inner, halb der Offenlegungsfttst im Stadtbau. amt abzugeben.
Gießen, den 22. August 1924. Stadtbauamt Giehen.
Braubach. 65348


