danmag, 25. zedraar 1924
Siegener Anzeiger (General-Anzeiger sur Vberhefle»,
Dritter Sian
Ur. 4b
\t hi» ju einem «Witten gtfamten 'Bottiwlrtid>a1t
mit
getagt bat, die deutsche QlgrarfrifiS lei nur eine Trilericheinung einer allgemeinen 13cltagrarfrilU. *
Steinkohle
Hufeisen .
1913: 0,685 t.
am 30. 1. 24 : 0,301 t (—SO6,!,
1913: 34,2 kg,
am 30. 1. 24: 17.7 kg (- 48e/e),
um jeden Preis muhte er seine Erzeugnisse au den Markt tneri cn, und je mehr er daS tat, am so niedriger wurde der Preis. Die deutschen Preise fonfat weit unter, den Weltmarktpreis
Der Ursprung der heutigen Agrarkrifi» ist also auf dem I n 1 a n d» ma rk t e zu suchen. SS ist ein Irrtum, wenn der ReichsernährungS- minifter (»ras Äanit) neulich in Königsberg
Wenn man Ihnen
»um Färben Ihrer Kleiber. Blusen. ®arblnen usv. etwaS andere- geben will, dann sagen Sie bitte: Dein, ich benutze nur die weltberühmten echten Ortt» mann’# Farben, Marke Fuchskopf im Stern, denn Heitmann» Farbe spart den Färber.
Die Agrarkrisis.
Ton $r 3 u g u rt »refrller b«
DolttwiNscha» le lehre an der UnlDerlltai XteL
Gewest. tmr hoben heute auch m den CT -de- eiportlänhtrn eine 3grarfrt<U Cie beruht aus einer infolge einer guten »rate berrorgerufenen Ueberpipbultlon Doch ift he deutsche Agrar» krisiS — im ®cgentan zu der QtatodrUl» der 90er Aabre — unabhängig nom Weltmarkt entstanden »rieben wir dach das seltsame Schauspiel, bah Deutschland, obwohl es normalerweise einen Detreideemsuhrbedad hat. mebdgere Prelle al»
Papiedtrersen einprägi». Jahrzehnte hindurch Hal er sich mit der Verbesserung deS alektrischen BeleuchtungSwesen» beschäftigt. und toek Zrbdten wurden nicht nur durch die Schaffung der edlen industriell erfolgreichen Glühlampe «krönt, sondern umfaßten eine gc>fk Menge von ®r- finbungm. Das geht c»us der -La«fache hrrvor. baf) er von 1890 dis 1908 mcht weniger al# 375 Patente aus diesem Gebtet erbtdt, und zwar 149 aut Glühlampen. 77 auf StromverteilungSshsiemr. 106 auf Dnncrm > Maschinen und 43 auf Heinere Dinge, oa< Schalter, Sicherungen. Wähler usw. 2llS er eine gewaltige Anlage geschaffen hatte, um in rieiigem Mast stab mintx. fertige Eisenerze zu trennen, wurde der wissenschaftliche Erfolg durch die Ataktische Tallache zunichte gemacht, bah man reich? 5 ihrer Unger in Minnesota ent» Öetftc. die das Eilen billiger machten, als « nach seiner Methode möglich war. Edisln hatte m die Tlnlagc nicht nur fünf Jahre unabhängiger Arbeit. sondern auch fein ganz« Vermögen gefiaft und grohc Schulden gemacht. Er warf sich f >fart auf eine Beugeftaltung der Portland» »ement- Fabrik und produzierte den gement in ddigem Waststabe und mit geringen Kosten, fv bah er feine Schulden bald wieder abbezahl rn tonnte S) har Gdllvn Ungeheuere# für t*e an* gewandte Wissenschaft getan, aber auch bte Defa* Wissenschaft durch manche Abhandlungen gefördert
Frochtkllometer . . 1913: 14,7 km,
am 30. 1. 24. 5.5 km (— 636/,).
CBki# soll auS dem Landwirt zmd ferner Wirtschaft werden, wenn er für dm Ertrag feiner Ernten nur die Hälfte von dem kaufen kann wie hübet Mus) darunter nicht ferne ganze Betriebs- fübrung, muh darunter nicht die Intensität feiner
Dem Frankfurter Reinhold Zickel <mc der Uraufführung seiner Tragödie -De r Tob der Athene" im hie'igen Schauspielhaus ein starker Sdrig beschieden. der sich am stärksten m den beiden ersten Auszügen auswirkte. Das Wrrk schildert die Seit des AlkibiodeS. der Dte Athener »um fi.iliani'chen Frid^ige mit tortrriflt und dadurch den Sturz be# Athenischen Stoato» her- bei führt. Die Ausführung J>ar äu Herst kraftvoll und t eben big; auch die in daS Stück $aWrn(X) eingestreuten BolkSfzensn waren vm .P«kenber Midung. Besonders verdient machte sich J>fd Äerm als AlkibiodeS. _________
zu verwerfen, schlimmer bagegen war es. wenn et es zur Befriedigung von LuruSbedüdnissen auS- gab. Der Bauer, dessen S p a r t r i c b im allgemeinen stark entwickelt zu fein pflegt, gewöhnte sich das Bedchwenden an.
DaS ging, solange als eS ging. Bereits im Sommer 1922 liest fich feststellen, dast eS mit der eelbflüffigfcit in der Landwirtschaft vorbei sei wurde immer schwiedger, aus den Erträgen der Wirtschaft die nötigen ProduktionSmiNel zu kaufen, weil em Mistverhä 1t ni» zwi scheit ben Produkten- und den Pnchuftion»m'tttel preisen entstanden war. Der schnellen Geldentwertung wustte sich die Produktion Smit:el- IntHiftrk rascher an zu patten als die Landwirtschaft. Dicht das) die Landwirtschaft vedäum: hätte, sich ebenfalls in ihren Preisen der Geld- enttpertimg anzupassen, allein in dem Wett- rernten zwischen steigenden Produktenpreüen auf der einen Seite, steigenden Produktionsmittel- pneisen auf der andern waren die letzten gewöhnlich um eine Länge voraus. Hur wenn her Landwirt die Möglichkeit gehabt hätte, Produktionsmittel auf Kredit zu laufen, wäre ihm zu helfen gewesen. Aber seine früheren Kreditquellen waren ihm verstopft. AeichSbankpräsident Schacht hat am 7. Februar in Königsberg erzählt, das) die Depositen der landwirtschaftlichen Graossenschas- ten, die sich vor dem Kdege auf 4.7 ^Mllltardeitz belaufen hätten, im September 1923 nur gegen 30 000 Goldmark betrugen.
Die Geldknappheit wurde dann dem Landwirt zum Derhängnis. als im Herbst 1923 da» Papiergeld durch wertbeständigere Zahlungsmittel cdetzt wurde. Denn nun kam zu allen übrigen Böten, hast der Landwirt bei der Abnahme feiner Erzeugnisse auf vorher ungekannte Widerstände stiest. Der Konsument streikte. Bisher waren dem Landwirt seine Erzeugnisse sozusagen unter den Händen wegaerissen j worden. Wustte e» der Konsument doch nicht anders, al» dast er mit jedem Tage, ja mit jeder Stunde, die er früher kaufte, seinen Dorteil betrieb. Kaufen, nur kaufen, hieb die Parole. 3cnt batte der Festmark verdienende Konsument keine 3, le mehr. Ja, er sah sich m seiner Speisekammer um ob er nicht ohne Reuanschas- fungen leben könne. Und gar manche Dorrat»- lammer erwies sich al« bt» zum Beriten voll.
Der Landwirt aber brauchte Geld. Er konnte nicht warten, bis die Nachfrage wieder stieg, bi» bic Vorräte verzehrt waren Sr muhte sich für I die neue Kampagne die Produktionsmittel kaufen. I Auch Steuern sollte er bezahlen, und zwar diese» Mal richtige Steuern, Steuern in Gold- mart Kredit hatte er nicht. Sr muhte verkaufen.
bah bo» dadurch erzeugte Gas eS dem Jungen möglich machen tr-ürbe, zu fliegen. Der Srfolg war durchschlagend! Um sich Geld Tür ferne Appa- rate und Büchn und für seine Studien überhaupt »u verdienen, verkaufte er Zeitungen im Eilen- badraugc. Seine Art zu Itfcn trat fo verichtebrn von ber anderer wie ftuw ganz« Entwicklung. Er erhielt Zutritt zu einer Bibliothek und las bide Buch für Buch durch, ohne nach dem Inhalt zu fragen; er wollte immer .das Herz aus dem Buche f er ausreif'en' Sr behielt von ben ungeheuren Mengen bü er la», nur das. was ihm nützlich war. Aber bei jeder Tatsache, hu er la» obtr horte, fühlte er bas bringende BedurtotS. fte durch Berluch nachzuprüfen Alle feine ^M*®^** veriertigte er sich selbst; er suchte die ganze Stobt nach Flalchen ab, die er mit iShcmitohen füllte, und auf arte seine 200 Flaschen schrieb er .Wit”. damit sie ihm niemand an rühre Sera <rfl« «bo- tatoiium war un Keller feiner IHuttei. fern laeitc» war ein auffei Dienst gdeßier ®M«n- baf mögen in dem Zuge, tn dem er Zertungen verfaulte. Infolge des Schleuderns des fahrenden Zuges verichüttete et Phosph >r und tatae den Zug in Ftammen. Dafür wurde er bei der nächsten Haltestelle betau»beförbert und bekam von dem Zugführer eine so furchtbare Ohrfeige, day sein Gehör bauernd und ernstlich geschädigt war. _
Doch als Zeitungsjunge begann er such für
brachten, txn axKibte er ganz auf neue Nnteriuchun- gen. Als er über die Der wert ong be» von ihm erfunbenen Börsentelegraphen verhan- belle, wollte er 3000 bis 5000 Dollar fordern. Man bo: ihm 40 00? Drllar. .Als nur 40 000 borget Klagen warben? erzählt Edison, .brachte mich bas eurer Ohnmacht nahe Ich^ fürchtete, man würde mein Herz schlagen böten.“ 21» «r für seine Minbung eines K ohlent ransm ttters 100 000 Dollch erhielt, machte er aus. dast ihm 17 Jahre lang 6000 Dollar gezahlt wurden. Sr wustte nämlich genau, wenn er das Geld auf einmal bekommen hätte, würde er es sofort für feine Deriuche verbraucht haben. Den Phonographen, betten Ödinöung seinen Flamen mett» berübmt machte, verdankte er nicht einem Zufall, wie mnner erzählt wird, sondern es mir ba» Sr- a bnu ranfict Uebc.legung. d«vvnPerfuchea mit einem automatisck^n Triegraphrn ihren Ausgang nahm, der PuaVe und Striche *
Der wahre Edison.
In diesen Tagen bot Thoma» Alva Edllrn lehren 90 Geburtstag geleiert. Ss ist so viel llntrabre» und Phantastisches über Edison verbreitet tr-otben. dast ei da-zu verführt bat. tet*K Leistungen zu untcriebäten Dergleicht man seine Entwicklung unO feine Arbeitsart mit ber anderer grvster F-rich-'r, so findet man, dast sie einzigartig ist. Die mci'te.i hervorragenden Gelehrten haben eine gute Erziehung genotten und fmd geschulte Mathemi'ikci »di'ons ganzer iln'erridht bestand bi drei Monaten Gemeindeschuir in P>rt Huron. Er bat sich niemals mi: Mathematik beschäftigt, und ist ein grober a>i<fe itf dytf tlufccr Erfinder >hne Hille der Mathematik geworden. Die meisten llallischra Gelehrten haben -hve AusbUdung an Hochschulen vervollkommnet, ben Umgang "Nt vor» züglichen Köpfen benutzt und vortresfliche Lehrmittel zur Derfügung gehabt. Nichts von alledem kam dem jungen Edison zu Hilfe Er erperimen- tierte, bevor er Iden kannte, und Der berate Geld, während et sich leibet erzog. Wie köstlich waren schon seine ersten »tpei unente! Als er 6 Iabce alt irar, sah et eine Gan» auf ihren Giern litzra und ber b acht eie bx>» Ergebnis- Bald danach war er verichwunden. und erst nach längerem Suchen fand man ihn Kl der Scheune, auf einem N e st eigener Kanstruktian fitzend, das mu Gänse» und Hühnereiern gefüllt war. Ein andermal Deronlahtc er einen Jungen, groste M.-ngen ton Seidlitz-Pulocr. d. L d-ppellohlenfauram Aa»
»tn Schrechrasraf gebt durch dir Lande. Die Agrarkrisis ist da! Wo» das h«^». kan« feder enneilen, der sich noch der Abte der «er Jahre erinnert. Wir mancher stolze Gutsherr, wie mancher fielst,ge Bauersmann ist damals zugrunde geaangcn Ader nicht nur für den Landwirt hat ?tn7 Agrariri't» ihre Schreckra D.e ganze Bolls- winfchall wird von ihr In Mllleid.mschalt gezogen. »tn alt« Spnchwori sagt Hat der Bauer 8K>. so hat » dir ganze Welt! Bon der Landwirtschaft aU der Erzeugerin tenen.gen Suter, bi, zur Befriedigung der wichugstra Ledens- 'bedürfnisse dienen, hängt bis zu einem gewittern 0rab< das Wohl der gesamten Dollswtrrichaft ab. »ine Agrarkrisis ist in der Aegel der Aus- aanaspunkt einer allgemeinen Wirtschaftskrili» 1 Dimmt doch bei der Landwirtschaft der Düker- umlauf feinen Anfang Hat der Landwin kein ■‘»elb so lann er auch dem Städter feine ®e- werdeprodukte nicht ablau Ira Die industrielle »raeuau ig erlahmt Die Sinrnftcinc hören auf, zu rauchen. Dem Arbeiter fehlt es an Arbeit. Der Kaufmann macht keine Geschäfte. Die Banken bekommen Lin Geld in die Kaffen und fberren die Kredite Die Wirtschaft ftcxft 1
Ist alles vielleicht nur blinder Lärm? 3n städtischen Kreisen besteht zu einer solchen Annahme vielfach die Neigung. Man weist, der Landmann klagt immer. So glaubt man denn ienan Berechnungen nicht recht, die neuerdings ein ©toten der Rentabilität ber deutschen Landwirtschaft aus ein Minimum feftgeftellt haben. Die Schlesische Landwirtschaf tskammer bat ein Sinken de» Reinertrages, der vor dem Kriege 16,50 Mari für den Morgen betrug, auf 5.7 Mari errechnet, »rmlttlunara der Betriebs- fleHe des Deutschen Landwirtschaftsrat» kommen zu noch ungünstigeren Ergebnissen; die gchen so weit, dast auf geringem Boden überhaupt fein Reinertrag mehr zu erzielen sei Alle» das will man nicht glauben. Unb auch ich muh gestehen, dast ich den Wen solcher Unb ähnlicher Dciechnunarn verhältnl-mästig gering anschlage, weil mir dic Unterlagen nicht zuverlässig genug sind Zudem hat sich dic deutsche Vandwirilchaft zuerst unter dem Druck der Zwangswirtschaft bann au» Furcht vor dem Finanzamt daran gewöhnt, ihre »rtrag»berechnungen sehr .vorsichtig" zu machen.
Aber wie man sich auch dazu stellen mag, e» lästt fich nicht leugnen: die Agrarkrtsts ist kein P h a n l a I i c g e b l l de, sie ist Wirilichkeit. schlimmste Wirklichkeit. Im Lause des Januar 1924 haben die B r 01 g e t r e t de v r ei se in Deutschland einen Tiefstand erreicht, dast man bi» auf die Zeiten dec Laprivizölle zurück- gehen muh. um aus ähnlich billige Preise zu flohen. Der Hafer Ist sogar so billig geworden, wie er seit hundert Jahren nicht aewcsen ift; er kostet ungefähr halb so viel wie in her Doririeg»- zeii. Wenn der Konsument davon viel zu wenig mei-ft. so liegt das daran, dast schon seit dem Kriege die Heritellunaskosten für Mehl und Brot zu teuer geworden sind. Da» hat der Giestener Rationalökonom Srnst Günther erst neulich tn einem allgemeine» Aussehen erregenden Artikel ber Deutschen Allgemeinen Zeitung lichtvoll nach- gewiesen. Don dem schweren Schaden, den der Landwirt infolge der Preissenkung gehabt hat. hat ber Konsument keineswegs einen entsprechenden
Borteil gehabt Der Druck, unter dem ber Landwirt seufzt, tmrb um so schlimmer, al» er kein« »riay für die niedrigen »ctrelbepreife in höheren greifen für andere Produkte findet. Auch e Bichpreife find ständig gesunken. Magere Kühe la'sra sich toum noch für 15 Pfennig da» Pfund Lebendgewicht losschlagen. Am besten haben Hd) noch die Milchpreise gehalten, aber von der Milchwirtschaft allein, die zudem im Vergleich zur Doriciegszeit stark reduziert ist. kann d?r Landwirt nicht leben. Olein. — e» stimmt schon: die Ütorarfrifl» Ift bo! Sie ist geradezu als katastrophal zu bezeichnen, wenn man beben ft. dast sich da» allgemeine Preisniveau im übrigen trotz inzwischen angebahnten Abbaues noch well über ber Dorkiiegsböhe hält. Insbesondere sind die von der Industrie zu beAlcfcenben landwirtschaftlichen Produktionsmittel sehr teuer und kosten durchschnittlich d n anbertbalben Vorkriegsprei». Auch die Frachtkosten sind enorm gestiegen.
Einige Beispiele: Für einen Zratner Roggen erhielt ber Landwirt
Aus Stadt und Land.
• leben, ben 23 Febraar 1924
B)ohlsahrtSmarkcv.
Am 25. Februar beginnt die Reichspvsl- berwaltung bei sämtlichen deutschen Poft- anfialttn mit dem Berkaus neuer Wohlfahrtsmarken, die zugunsten der Deutschen Rothllsc ausgegeben werden. Die neuen Marken sind in den Werten von fünf, zehn, zwanzig und sünfzia Pfennig Hergesteil', und werden zum IMerfacbcn de» Rennwertes verkauft. Ss ist eine einmalige Auslage von je fünf Millionen in den Farben grün, rot, blau und braun angefertigt worden. Die Zuschläge werden ohne 21bzug an die Reich»- geschastsstelle der Deutschen Rochiife, Berlin, von der die Anregung zur Ausgabe der Marken ausgegangen ist. abgeführt. Der ertrag ift für Dolksspeisungen und andere Wohlsahrtszwecke in den von der Rot besonders betroffenen Landesteilen bestimmt. Als Vorbild für die Briefmarken wurden vier Der berühmten Wandgemälde von Moritz von Schwind in der Eitsadechengalerie auf der Wartburg gewählt. Sie geben eine Darstellung von Werken der Barmherzigkeit als Sinnbild des Dirken» der Deutschen Rothllse: Hungrige zu speisen. Durstige zu tränken, die Rackien zu kleiden und die Kranken zu pflegen
Wirtschaft leibe*? Rach Feststellungen be» Reichsernährungsminifteriums ift tn ben ersten iechs Monaten des lausenden Dünger jähre» gegenüber ber gleichen Zeit des Bor- j ah ree zurückgegangen
ber Stichto fverbrauch um etwa 40 Proz.
ber Phvsphrriäureverbrauch um etwa 85 Prvz. ber Kalk- unb ber Kall verbrauch um etwa |c
30 Pro»
04 wirb berichtet, bah beim Stickstosffhn- dikat noch 150030 Tonnen, da» sind drei Fünfte, des 3ahrv4kbari». ber Abnahme harren. Kürz lich ging durch die Presse bk Rachricht, 2>afi sich sowohl bat Stickstoff-, wie bas Salb spnbitat dazu entschlotten haben, durch eine umfangreiche Krebttgewährung ihren Ab'atz zu fördern. Mag lein, hab sich ble Lanbwine In ben vergangenen Jahren z T stark mit Düngemitteln eingebeckt haben, allo über Borräte veriügen Ader was wirb bann, wenn auch sie verbraucht sind? Rotwenvig müllen die deutschen »raten zurückgehen, wenn kein Wandel eintritt.
Diele ftw katastrophal äutzernbe Rotlage des Landwirt» wirft um so Überraschend.-r, als es ibx.i ■ in ben edten Äachkriegsjahren lerbältnUmähig । gut ging Der hungrige Stäbler, der auf da» I Land Lim. stellte da» immer wieder nicht ohne I Reib fdt Der Lai.dwirt schien Im Gelbe zu schwimmen. Doch stellten bie Banken unb Gc.wttraichaft-- । lallen mit Besorgnis fest. Kifj fich ihre Kallen nicht im entsprechenben Maste füllten. Di« Aushebung des Bankgeheimnisse» be- wirfte. dast der Landwirt feia Gelb ben Bankstellen vorenthieft. Zunächst besann lich ber Bunter auf seinen berühmten schon fast in Beraeffenhell geratenen Gelbftrumpf: er hamsterte da» Gelb. Dann, al» er merkte, bah bie Thesaurierung bei ter rapiden Geldentwertung eine verunglückte Art i<r Kapitalsanlage sei. trieb er Ueber- I k 0 nsum Verwandte er da» Gelb für Wirt- IdraftMiilagen, so war da» auch vom vollswirt- I schasllichen Stanbpunfte au» nicht einmal immer
ber Weltmarit bot
Ta» bat etwas Tröstliches Kann man bvch veaaussagen, bah die Prelsbaisfe In ihrem heutigen Ausmaße tt-irber vvrübergehen wird, sobald da» übermästig starke Angebot nachiästt und die ^tochsrage wieder steigt, .vas ja bei dem groben Inlandbedari. den bie heimische »TAeuflung allein nicht zu decken vermag, wieder eintretra must Zumindest muh wieder die Höhe des Welt- nrarftproi'es erreicht werden. Freilich bad c i n e » nicht ein treten: bie Wei tmarft prelle dürfen In der Ztvllchenze»t nicht noch tiefer finlem Dte Folgeri die sich ergeben würben, wenn auch da» noch geschehen follte, kann man fich nur unter Beklemmungen ausmalen Die akute Krift» würde barm chronisch werden Gs lästt sich ntcht mu unbcbingler Sicherheit sagen, dast eine f«"ck>e Gefahr ganz ausgeschlossen wäre Die nordameri- tanfkten Getreibepreisc sinb seit 1»21 ganz beträchtlich gefallen. Die Farmer klagen Stein und Bein Aus Araentinien nxistten die Zeitungra u erzählen, ban man dort Getreide verfeuere ds liegen Berechnungen vor. wonach die Weizen- Welterille von 1923 einen Ucbcd<tub Den über 13 Millionen Tonnen in ba» neue Omteiabr hin- übernehmen wird. Doch bad man die Gefahr, die bem deutschen Getreibemarfte vom Auslände droht auch nicht üderichähen Das osteur.Pälfche Getre>bcprvbuktion»gebiet. das vor dem iWcgc der Hauptlieferant für Deutschland war^ sallt nach wie vor sr gut wie ganz aus In ben Bereinigten Staaten wo während des Krieges durch die staatlich ö Preispviitlk fünfUld) zu einer Steigerung be» Anbaues angeregt worden war. haben die ^usamn»engeschlossenen Farmer die Parole aus- gegeben. die Bestelluttgsflache des Winterweizras um 15 Prozent einzuschränkra Außerdem liegt für den deutschen Getreidebau noch darin ein gewitter Schutz, dast di« Devisen bei riner ftär- leien Einfuhr teuerer unb somit den Preis für amerikanisch?« Getreide erhöben würden
Hält man alle# zusammen, so wirb man zu dem erirenlichen Ergebnis kommen. baf> bie Wiedereinführung eines Zollschuhe» — em? Frage, die in landwirischafllichtttt Kreisen schon erwogen wirb unb auch von dem Grafen Kan i tz In seinem Königsberger Dortrage gestreift wurde zumindest nerirübt wäre, ganz abgesehen davon dast vor dem 10 Januar 1925 der Bertrag von Dedatlles eine solche Mastnahme verbieten
Zunächst ist wichtiger für die deutsche Sand- tvlrischaft. dast der Wiederaufbau im eigenen Haufe beginne. Die heutige Agraririfi» zeigt, wo die Landw-irischaft vor allem der Schuh druckt. Gegen dic K r e b i t n© t. bie ben deutschen Landwirt bet vollen Scheuern darben lästt unb ihn dazu iwingt. feine Erzeugnisse vor der Zett au vedchleudern. würden auch die höchsten Schutz- zolle nicht» vermögen Der Rentenrnarkkredti. den die Reichsregierung der Landwirifchuft zur Verfügung gestellt hat. bedeutet fichorftch eine Hilfe. Aber wenn er nicht die Gefahr einer neuen Inflation heraufbeschwören soll, must er in seinem AuSmast beschränkt bleiben Darum wird der Landwirt au6 eigener Ära|t seine Krebttwiri- schaft wieder tn Ordnung bringen müssen Este die deutsche Landwirtschaft nicht wieder tn die Kre- ditwirtfchaft eingegliebcd ist, wird sie auch die plan in ästige ilmftellung auf bie v«än- bertc Rach frage nicht vornehmen können. Denn naturgemäß ist bie vvrherrichenbe Konsumtion»- richtung in bem armen Deutschland der Rach- fricgöAdt eine andere al» in dem reichen Deutschland ber BvririegSzeit Grost« und schwere 21uf- paben stehen ber deutschen Landwirtschaft bevor Ader wir können au ihr da» Zutrauen haben, dast fie ihnen gewachsen sein wirb. Denn wenn es in dem armen misthanbelten Deutschlanb auch an vielem fehlen mag. an einem mangelt e» thrn nicht: an Köpfen unb Händen, die zu arbeiten versiehe«.
fiunft unh 1Binenfd)att.
Frankfurter AraufsÄhrrmg.
tum, zu schlucken, tn ber festen Ueberzragung. riektrizität rin -k'egraphensystrar ein^urt^en. unb - - - -= --• ■*— ----- ba er keine RetbungLelrktrtftermosch.n haft», be
nutzte er die H a u » k a Y e. Das emzig Schwierige b^ei <ror, dast dte Katze sich gegen das heftige Reiben axhete und schneller laufen tonnte al» er. Rachbern er seine Heimat verlassen hatte, verbrachte er viele arbeitsreiche Jahr: im mittleren Westen als Telegraphist. Sr arbeitete Tag und Rächt, um genug Geld zu verdienen, bomti er feine unaufhörlichen Fragen an bie Ratur durch Deriuche btanta-orten tonne. Die beträchtlichen Summen, die ihm ferne ersten Ersin düngen ebi-
— Aufruf preuhifcher Rvtgelb- fcheine Der amtliche Pieustilche Prettebirast teilt mit: illachdem bereit» die Stücke des weri- beftänbigcn preustifchen Rotgrides über 4,20 und 2 10 (Mbmarf auf gerufen worden sind, werden nunmehr- die Rotgridscherae des Frri- staate» Preusten über 1.05 Gvldmark gleich i- Dollar und 0.42 Doldmari glnd> '/,« Dollar nordamerikanischer Währung, lautend vom 20 Februar ab. zur Einlösung ausgerufra Die Ein löfung erfolgt bi» 19. März rinlärftefMi^.
Landkreis «ietzen.
• Göbelnrod, 22 Sehr. Seit bem 4 Februar ift unfete Eisenbahn-Haltestelle geschlossen. Die Fürsorge ber Eisenbahn hat CA sogar fertig gebracht, bas Gebäube, bas gebaut unb bezahlt wurde mit ben Mitteln unserer Ge meinbe mit Brettern zu vernageln. Di- Stabt G testen, bie als Abnehmerin ber landwirtschaftlichen Produkte der vier an unserer Station beteiligten Gemeinden ein grobes 3ntettfK an der Wiedereröffnung des Haltepunftes hat. ist bei der Eisenbahn-Verwaltung weaen ber Schlle- ftung vvdtrilig geworben Die beteiligten vier Gemeinden wollen jetzt eine Deputation zur Direktion nach Frankfurt schicken, überhaupt fehlt eö nicht an allerlei Bedachen, au» bie sparsame" Derwallung wegen dieser falschen Ber- kehrspolitik, bie ben Deriehr lahmlegt, einzuwsrken
Hochschulnachrichten.
][ Marburg. 22 Febr Der Berieger ber Deutschen Musikbücherei, Gustav Bosse m Regensburg. übermittel», dem musikwissenschaftlichen Seminar bet hrritgra Uto- veriität 61 Bände al» G r u n d st ock der zu gründenden Sem inarbi bitot bet Srm« übersandten die Studterendrn ber deutschen Sprache unb Literatur an ber Unioedllät Lambridge in England für dte Marburger Studierenden bet englischen Sprache und Ltievatur runb 1000 Bücher.
3n UmerKfl oorflBsöejajIle liehet,olrten für Reifende nach Amerika lorrbcn in einer be sonvrren, neu rinaertttiictrn flbtrilnna der wuttc >,ar Vine und Wrnrrlfon VIne. €»amburfl, Alfter dammM bearbeitet. Diele «bieilt,na erteilt kostenlos jede acroünltbte Auskunft über bleie sog Vreoalb Passagen und iibcr 2eeretfen im viUacmeinen. W< un jemand Bekannte ober Berwandte in « merika betuchen will, weiche für Ibn dte lieber,nbrt be »ablen, so kann er ble aenane Adrette an die oben- aenamne Preoaid Abteilung einlenbrn unb bles« rotrb stch bemühen, Echtttskone unb Henbabnfabr- karte bis »um ckieife»lel »u betoraen. ebne bah bem ^ieireffenden Moiren baburch erwachsen. Die Withe ^tar Vlne und American Vine ist in QMehen, Bahn bofitrahe 85. durch «• br .fnümonn unb in ftronf« tun a. M. Qoiferlirnhe tft, durch da» Cottage- unb Reisebüro Born t Schotten sei» vertreten (1232A


