Ausgabe 
22.12.1924
 
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Die rote Kaschgar.

Rosian von Fedvr von Zvbeltttz

24 SDTtfefmnfl (Buchdruck «rtoten)

Mein lieber 3unge," tagte er. .du wirst nun noch zwei Sabre, hoffentlich nicht länger, gewissermaßen Strohwitwer sein. Gewisiermayen. Die die Verhältnisse liegen, wird man in dieser 3eU natürlich kein Zölibat von dir verlangen fonnen. Immerhin, vergiß nicht, daß dich auch Pflichten binden. Du verstehst."

Ich verstehe, Onkel Ernst sorge dich nicht."

Gert. daS muh ich dir sagen: an diesem Tage, der doch ein Tag her Freude sein sollte, ist mir daS Herz doppelt schwer. Ich verspätete mich, weil einer meiner Arbeiter in der Grube tödlich verunglückte. Als ich den blaffen Mann vor mir sah, überschlich mich so etwa- wie eine Ahnung, bah der Tod auch bald neben mich treten könne."

Gert lachte.Onkel Ernst. das sieht dir nicht ähnlich. In die starke Realität deines Lebens hat sich noch nie ein Furchtgefühl gemischt."

.SS ist nicht die Furcht vor bem Tode, son­dern nur die Sorge vor einem zu frühen Ster­ben. Ich möchte noch so lange leben, bis ich dich und die Theda in vollem Glücke vereint sehe . ." Gr schob seine dicke Havanna m den linken Mundwinkel und legte die große behaarte Hand auf die Schuller GertS . .Darum drängte ich denn auf die Heirat? Dell ich mir gewisse Sicher­heiten für Theda wünschte. Die dielest du mir nicht bloh aus verwandtschaftlichen Gründen, lassen wir die gar» aus dem Spiel ich schaffe euch neue materielle Grundlagen, ich rette euch vor dem Zusammenbruch. daS ist wichtiger. Ich kettete euch aneinander, und du wirst die Fessel nicht brechen. Sie ist von Gold, und es können Losen dazu kommen, wenn eure Ehe erst eine Ehe wird. Das möchte ich noch erleben."

Du wirst es. Vielleicht werden schon deine Hoffnungen auf Goslar zur Wahrheit. Dann kehre ich zurück."

,3a. Gert da« ist eS auch, um das ich dich bitte. Weiht du neulich, bei unsrer letzten llnterrebung in Berlin, hast du mich etwas

stutzig gemacht Da ipraa>R ou oon Der Mögllcp- feü, datz Theda in der Zell der langen Trennung von dir ihre Herrat bereuen könne. Ich glaube es nicht, und so lange ich sie überwachen kann, halte ich das auch für ausgeschlossen. Aber mein Leben fteht auf der Grenze. Versprichst du mir. schleunigst -urückzukehren. sobald dir ein Tele­gramm die Genesung ThedaS meldet?"

Ich sagte es schon. Onkel Ernst. Es ist meine Absicht. Ich kann mich hier nützlicher machen als im diplomatischen Dienst. Unb ich möchte hinzusügen, daß mir sogar die verspätete Ueberlegung kam. ob es nicht zweckmäßiger ge­wesen wäre, jetzt schon den Dienst zu quittieren und in Groh-Ponar die Gesundung ThedaS ab­zuwarten."

.Auch darüber habe ich mit deinem Vater verhandelt. Aber das wollte er nicht. Du kennst ihn er scheute die tägliche Erneuerung des Klatsches. Er wollte dich auch nicht vorzeitig auS deiner Stellung reihen, lind schliehlich gaben die Aerzte den Ausschlag. Sie halten auS seelischen und physiologischen Gründen eine vorläufige räumliche Trennung von Theda für unbedingt wünschenswert. Sic haben mir das au-einander- gesetzt und mögen recht haben. Aber vielleicht sehe ich dich schon in Jahresfrist wieder hier. Lieber Junge, dann könnte ich mich ruhig schla­fen legen . . ."

Die Stimme des harten Mannes zitterte. Doch er unterdrückte sofort die aufquellende Aüh- rung. Die Herren Mildner und Pickenbach wollten sich empfehlen.

Gert huschte ruheloS durch die Zimmer. Der Vater und Hellmut waren schon nach Groh- Ponar zurückgefahren, aber er muhte noch blei­ben: Theda Halle eS so gewünscht. Er trat auf den Balkon. Die Dämmerung stieg uni en zu Tale und hing über die Grubenanlagen ihr filzi­ges Grau. ES war sehr still. Sonst drangen die Geräusche der Arbeit biS hier herauf, das Poltern bei der Verladung, das Älirren der Warenzüge, daS Dröhnen und Hämmern in den Werkstätten. Uun war Feierabend.

Gert wandte sich um. Er hatte die unmittel­bare Äähe Alex es gespürt. Sie stand hinter ihm.

.Ich sehe dich nicht mehr vor deiner Ab­reise." sagte sie,und wollle mich verabschieden.

Ich denke, bas ist auch ernt De legenhell »um Friedensschluh."

.Leben tetr denn tm -Kriegszustand?" fragte er zurück.

Wenigstens auf der Mensur Warum? Wir waren einmal recht gute Freunde."

Kindersreundf chatt, fiere.

.Sie wuchs sich aus. Sie wurde zur Liebe. Willst du leugnen, bah du mich gefleht hast?"

Das Elfengrau ihrer Augen war zu fchtoar- zem Samt geworden. Sie stand jetzt fo dicht vor ihm. daß er daS. waS sie tagte, von ihren Lippen ablefen konnte, denn sic sprach fast unhörbar leise.

Du hast mich geliebt, und ich liebte dich wieder. Ich verbarg es. Wir waren zwei lodernde Flammen. Wir waren zu zweien eins und txiäy ten auch schon an die für immer einende Zukunft. Warum gabst du mich auf? Jäh, unvermittelt, grundlos. War eS Frehe zuliebe? Olein, daS war es nicht. Milletd ist Menschenliebe, uns trieb die Leidenschaft. Warum gabst du mich auf ? Erschreckte dich der Gedanke an eine Heirat, well ich arm war? Sag' mir die Wahrheit. Heut kannst du es. Dein Äaufoertrag mit Theda ist ratifiziert. Alle Fäden zwischen dir und mir sind zerrissen. Du kannst rückhaltlos sprechen, und du bist mir die Wahrheit schuldig!"

Du sollst sie hören", antwortete er. Auch er sprach sehr leise. eS war kaum ein Nüstern, doch sie verstand jedeS Wort . . . ,Um unserer Leidenschaft willen gab ich dich auf. Meine Ge­liebte konntest du fein, nicht meine Frau Die Erkenntnis schenkte mir Frehe unbewußt."

Ihr Blick verfing sich in dem feinen, und da floß daS Schmähende in feiner Antwort achtlos an ihrem Ohr vorüber. Sie fah einen Schein durch fein Luge gleiten, in der Farbe deS Purpurs und bann licht rot sich tönend, wie einen Strahlen­werfer unvergessener Leidenschaft. Da rauschte das Blut in ihren Adern, und ihr Herz schrie.

,Unb heute?" fragte sie. .AlleS vorbei? Alles vorbei?"

Gott fei Dank", entgegnete er lächelnd.Ich bin ja verkauft."

. . . Unten im Tal. zwischen den schwarzen Häuserblocks, blitzten ein paar weihe Lichtpunkte. Sie vermehrten sich schnell und wurden zu einer

^punwiPtn firnte. baxr schodm» fit sich zusammen, flössen arrtetr rebet. ehrtet sich vom neuen in Äarveefrrrm und bildet ec schlich sich eine dreifache Kelle, die ihr leuchtendes Ge­winde mählich die Anhöhe hlltausschob. Dabei scholl aus starken OHänntrteblen etn eigentümlich schwermütiger vierstimmiger Gesang etn sich« sehr altes Lied, das folgendermahen anbub:

.Ein Pilger wollt' auSs puren

2>er Erd' Metallengeist.

Da hceh man ihn spazieren.

Ins Bergwerk man ihn weist.

Da führten ihre Schicht

Vier Männer mit zwei Weibern.

Sie trügen in den Leibern, Worauf fein Herz gerlcht . . ." Theda hatte In ihrem 'Bette den Kopf aus den Kissen erhoben. Sie lauschte, sie sah auch wie zwischen den verhängten Fenstern Glanz­wellen hervorbrachen.

Was ist daS?" fragte sie die Pflegerin.

Geisbach hörte die Frage. Er Halle vorsichtig die Türe geöffnet .Sin Fackelzug meiner Leute. Liebling", sagte er. .GS soll eine Ehrung für dich fein. Willst du ihn vom Fenster au» sehen?"

Bringt mich auf den Balkon", bat sie.Ich will mich bedanken."

ES war ein lauer Abend. Man konnte ibien Wunfch erfüllen Man hüllte sie in einen Pelz­rock. umwickelte sie mit Decken und fuhr sie auf ihrem Rollstuhl nach dem Balkon.

Da stand noch Gert und trat hinter ihrer Stuhl.

.Sind unsre Gäste fort?" fragte sie.

Ja. Thedachen. Ollere war die letzte. Sie läßt dich schönstens grüßen."

Gib mir deine Hand. Gert."

Er reichte sie ihr. und sie umspannte sie fest mit ihren schmalen Fingern

Unten war das alte Lied verklungen. Die Magnesiumfackeln drängten sich zusammen, die Knappschaft formierte sich in einem Halbkreise. Vorn stand die Kapelle der Arbeiter. Die Dialer stimmten eine Fanfare an. Dann hielt Dierksen, der Obersteiger, eine kurze Ansprache. Er Hatto den Kopf in den Racken geworfen und sprach sehr laut, damit man ihn oben verstehen könne.

(Fortsetzung folgt)

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