'-ovrgermerfwr eT-TrDvry erMnzke vde jhidfüfyrungen des Vorredners kmrch eine Anzahl blonderer Forderungen, die wesentlich über die St. Riefroths hinausgingen. Er forderte u. a. auch lieber nafym? der Kreis- und Provrnzialstra- hen auf den Staat, die Beseitigung der Sonder- steuer vom bebauten Grundbesitz und die sofortige Linderung der Fmanznot der Landgemeinden durch Verdoppelung der Steuerrückgaben für die Seit vom 1. Oktober 1924 bis 31. März 1925 von Staat und Reich. Sie Real steuern dürften fortan keine Domänen des Staates mehr sein, sondern der Gemeinden. Iu fordern sei kne Fertigstellung richtiger Steuergrundla^en auf Gold- markgrundbasis und volles Mitlrnrkungs-echt der Gemeinden bei der Rachprüfung der Steuerkapitalien, die Einbringung eines Gesetzes, das die Offenlegung der Steuerlisten zum Gegenstand Hal, wie es die Vereinigten Staaten mit grobem Erfolge taten urrd die Festhaltung an der Grurrderwerbssteuer. Der Redner beklagte die Abwendung industrieller Betriebe vom Lande nach der Stadt wegen zu hoher Steuern: er verlangte aber für die Landgemeinden auch Anteil bei der Aufnahme von Auslandanleis»n langfristiger Art für Wohnbauten und Erwerbslosenunterstützung.
An Stelle des behinderten Bürgermeisters a. D. Kuth-Berlin sprach sodann Bürgermeister Alexander -Gonsenheim über den
Stand der Fürsorgegesehgebung
unter besonderer Berücksichtigung der hessischen Verhältnisse. Ser Redner gab eine knappe Skizzierung der gesamten Materien auf Grund der neuen Gesetze, wobei er feststellte, dah die vom Landgemeindetag dazu vorgetragenen Wünsche nur teilweise Erfüllung fanden.
Sen Vorträgen schlossen sich kurze Bespre- chungen an.
Sie Versammlung nahm sodann einstimmig eine Anzahl
Entschließungen
an. in denen u. a. folgende Forderungen zum Ausdruck kommen: Verdoppelung der Steueranteile der Gemeinden für die Seit vom 1. Oktober 1924 bis 31. März 1925 und Rückgabe derselben an die Gemeinden: Schaffung eines Gesetzes zur Offenlegung aller Steuerlisten: Mitwirkung der Gemeinden bei den Steuererklärungen und -fest- setzungen: Beibehaltung der Grunderwerbssteuer: Aufnahmeberechtigung langfrifti er Auslandan« leihen: Beibehaltung der Hntererheberstellen.
3m Anschluß an den La-ndgemeindetag fand etne Vers ammlung der Bürgermeister statt, die sich vorwiegend mit geschäftlichen Angelegenheiten beschäftigte. Gemeinderechner Schüfe r - Mühlheim a. M. sprach über das Ver- sicherungsgeseh für Gemeinde beamte unter besonderer Berücksichtigung der Versicherungsmöglichkeit und des Versicherungsrechtes. Ergänzende Ausführungen vom Standpunkt des Ver iche- rungspraktikers aus machte hierzu Sireftor Erb- Sarmstadt. •
Schließlich forderte Bürgermeister Alexander- Gonsenheim in einem Referat die Aufhebung des Bescldungssperrgesetzes. R. H.
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Sie Erwartungen, bk von Dankseite an die Grrnä higung der Börsenumsatz steuer geknüpft worden Jinb, scheinen, sich wenn auch zunächst in beschränktem Maße, zu verwirklichen. Sowohl das Publikum wie auch das Ausland bringen der Börse wieder etwas mehr Interesse entgegen, so daß sich hier eine Lebhaftigkeit entwickelt. wie wir sie feit Wochen und Monaten nicht mehr gesehen haben. Es ist noch nicht klar zu 'ersehen, inwieweit die Banken selbst die Urheber und Träger dieser Belebung sind, und ob Aussichten dafür bestehen, daß sie nachhaltig wirkt. Sie Banken haben jedenfalls ein gr hes Interesse daran, daß der Ausfall, den sie durch die starke Ermäßigung der Esfektenprovisivns ätze erlitten haben, wieder durch Vermehrung der Umsätze ausgeglichen wird, und es ist begreiflich, dah sie das Interesse der auhenstehenden Kreise zu erwecken Züchen. Dies geschieht namentlich in dem letzten Monatsbericht der Deutschen Bank, in dem dahingehend argumentiert wird, dah man dis derzeitigen Verhältnisse nicht als dauernde betrachten dürfe, daß die Konsolidierung unserer Wähiung sowohl einen weiteren Abbau der ver- kehrshemmenden Steuern, tote auch eine Ermäßigung der Geldsätze mit sich bringen müsse, und daß von diesem Gesichtspunkte aus die derzeitigen hohen Geldsä e nicht als Maßstab für die zu verlang?nde Mindestrentabilität der Gesellschaften angesehen werden dürfe. Die Fülle der jetzt täglich zur Veröffentlichung gelangen' en Goldinarkb.tanzen führt uns dazu, daß wir bald wieder in bezug auf Beurteilung der Aktien- toerte festen Boden unter den Füßen hüben, und es ist sicher, dah alsdann mancher Kurs einer Revision unterzogen wird. Die Vvr-ä ige am Aentenm arkt in der ve gan^enea Wache haben uns wieder einmal vor Augen geführt, mit welchen Gefahren die Beteiligung an einer Bewegung, die lediglich spekulative Grundlage hat, ist. Die Argumentation, die die Kursstürze am Montag begleitete, stand auf denkbar 'schwachen Fußen und hatte eine starke Aehnlichkeit mit bestellter Arbeit. Solange nicht von irgendeiner der zuständigen Säten etwas zur Einschräntü"g der Spekulationswut am Rentenmarkt geschieht, kann man nur immer wieder dringen) vor ei'.er Beteiligung warnen. Am Geldmarkt machen sich die erhöhten Anforderungen für Börsen zwecke bereits geltend und es ist eine kleine Verknappung festzilstell n. doch bleiben die zur Verfügung stehenden kurzfristigen Mittel immer noch groh.
• Die Lage auf dem Eisenstein- markt im Lahn-Dillgebiet hat ftch nicht gebelfert. Zu den belastenden Frachtsätzen ist eine lOprozentige Lohnerhöhung gekommen, die ohne Rücksicht auf die Wirtschaftslage der Gruben durch Schi^sspruch verbindlich erfläxt wurde.
* Chemische Fabrik Griesheim- Elektron AG.. Frankfurt a. M. Es sind schon seit einiger Seit Angaben im Umlauf, wonach die Chemische Fabrik Griesheim-Elektrvn A. G. im Begriff steht, einen Teil ihrer Fabrikation von Griesheim nach der Detriebsstätte in Bitterfeld zu verlegen. Diese Angaben erweisen sich als zutreffend. Die Verlegung gewisser Fabrikationsteile nach Bitterfeld erfolgt aus fa- brilationstechnischen Erwägungen heraus, well sich in Bitterfeld infolge der Draunkohlenver- sorgung dieses Gebietes günstigere Produktionsmöglichkeiten ergeben.
* Mainkraftwerke A.-G., Höchst a. M. Sas Aktienkapital der Gesellschaft soll auf 22 428 000 Rm. herabgesetzt werden durch Ermäßigung des Rennwertes jeder Stammaktie auf 140 Rm. und des Rennwertes jeder Vorzugsaktie unter Zuzahlung auf 2 Rm. Generalversammlung am 6. Sezember in Frankfurt a. M.
• Verein für Chemische Industrie A. G., F r a n f f u r t a. M. Der Auffichtsrat hat den Beschluß gefaßt, der G.-B. die Ümtoanblung der Stammaktien von 1000 Pm. auf 100 ®m. vorzuschlagen. Die Vorzugsaktien sollen durch Suzahlung auf 5 Rm. herabgesetzt werden. Es soll eine älmstellungsreserve von 1 Mill. Rm. geschaffen werden. Das Aktienkapital wird in der Sufunft aus 4 Mill. Stammaktien und 7500 ML Vorzugsaktien bestehen.
• Stahlwerk Becker A.-G., Will ich. Rücktritt von Mannesmann-Deutsch Luxemburg. Die Ikrhandlungen zwi chen den Gruppen Manncsmann-Deutsch Luxemburg einer» feits und Metz andererseits sind, laut »Kölnischer Seitung“, ergebnislos verlausen, La Mann-esmamv Seutsch Luxemburg das Wagnis nicht übernehmen zu können glaubt, das in den verworrenen Verhältnissen der drei Beckergesellschaften und in dem Verhalten der Familie Decker und deren Testamentsvollstreckern liegt. Diese Gruppe sieht bafter nur im Konkursverfahren eine gesunde Reinigung Die Gruppe ManneSmann-Deutsch Luxemburg scheidet somit aus den Verhandlungen vollständig aus.
Großkraftwerk Württemberg A.-G. in Heilbronn. SuS Aktienkapital ber Gesellschaft von 900 Mill. Pm. soll auf 2 Mil. Rm. herabgesetzt werden: durch Zusammenlegung von Aftten /X im Rom malbetrage von 150 Mill. Pm. auf 500 000 Rm. und durch Herabsetzung von 750 M ll Pm -Aktien auf Rominal 1500000 Rm. Sie G.-V. findet am 5. Dezember in Fvr.ck- furt a. M. statt.
* Hirsch Kupfer- und Messing- Werke A.-G., Berlin. Sie a. o. G.-V. der Gesellschaft genehmigte nach einem einleitenden Bericht des Vorstandsmilgliedes A. Hirsch über die Geschäftslage die Goldmarkeröffnungsbilanz. Das Aktienkapital wird von 80 Mlll Mk. auf 12 Mill. Rm. umgestellt durch Abstempelung der Aktien von 1000 Mk. auf je 150 Rm. Dr. Aron Hirsch teilte mit, dah sämtliche Betriebe voll beschäftigt und durch Abbau und Verkleinerung des Spesenapparates die Grundlagen für eine weitere Rentabilität des Unternehmend geschrs- ten seien obwohl die Steuerlasten zur Seit noch sehr drückend sind.
* Sto ewer-Werke A.-G. dorm. Gebr. Stoewer, Stettin. Die a. o. G.-V. genzb» migte die G oldmarkeröffnungsbilanF und die Einstellung des Att.enLapitals auf 3,9 MUlionen Gm Stammaktien und 0,6 Mill. Gm. Vorzugsaltie.r, zusammen also auf 4,5 Mill. Gm. Demgemäß wird eine Stammaktie über 1000 Pm. auf 50 Gm. abgestempelt. Sie Bilanz erg’bt einen Betrag von 450 719 Gm. in offener Reerve Sie Dftel- tion berichtet über lebhaftesten Geschäftsgang, der Rachfrage nach dem neuen 9,32-Ps.--Stoewer-LhP sei kaum zu begegnen.
* Rückkauf an England abgelieferter Schiffe durch den Norddeutschen Lloyd. Der Norddeutsche 5Nohd hat d e auf Grund des Versailler Vertrages feinerjcit an England abgelieferten Dampfer „Anhalt" und „Seffau“ wieder zurückgckauft. Das Anhalter Staatsministerium hat dem Norddeutschen Lloyd aus biekm Anlaß seine Glückwünsche übermittelt und daraufhin von ihm die Mitteilung erhalten, daß die beiden Dampfer wieder mit den früheren Ramen in den Menst gestellt werden.
•
Frankfurter Abendbörfe.
Frankfurt, 21. Rov. (TÜI.) Die Börse sah heute einen lebhaften und festen Abendverkehr. Die Spekulation beginnt sich wieder umzustellen und wendet ihr ganzes Interesse auf den Industriemarkt, der ihr allem Anschein nach größere Gewinnaussichten bieten dürfte. Am Aktienmarkt kam es erneut zu ausgedehnten Ülm- sähen und neuen Kurssteigerungen, die namentlich am Anilin-, Montan- und Dankenmarkt zum Ausdruck tarn. Die Rachfrage nach diesen Werten wurde gefordert durch Käufe des Auslands, das sich wieder stärker für diese Werte zu intev- essieren beginnt. Das Kaufinteresse erstreckte sich aber auch auf einige andere Werte, die gleichfalls im Kurse onkogen. Der Anleihemarkt dagegen behielt feine Lustlosigkeit bei und die Werte dieses Gebietes zeigten eine starke Der- nachlästigung, die Kurse bröckelten weiter ab. öprozemtige Kriegsanleihe 910 bis 911,5 bis 885. 3,5prozewtige Konsuls notierten 1487, Zprozentige Konsuls 1360, 4,5plDzentige Schatzanteihen von 24 525, 3,5prozentige Bayern 1625. Don Auslandsrenten gingen Zolltürken zu 10,63 bis 10,5 um. Sehr rege waren die llmsätze am Montanmarkt.
ES kamen zur Rotievung: Bochum«.' 85, Buderus 14,63, Deutsch-Luxemburg 69.5, Gelsenkirchen 71, Mannesmann 48ch, Mansselder 3,5, Caro 10,75, Phönix 45, Rheinische Braunkohlen 30,75, Rheinstahl 40,5 Stinnes-Riebeck 37,75. Kaliwerte wenig verändert. Aschersleben 14, Westeregeln 16,63. Don chemischen Aktien wurden die Werte des Anilinkonzerns in größeren Posten zu ansehnlich gesteigerten Kursen aus dem Markte genommen. Badische Anilin 22,38, Chemische Griesheim 20,25, Scheideanstalt 15, Elberfelder Farben 20,25, Goldschmidt 18,25, Höchster Farbwerke 20,25, Holzverkohlung 7, Rütgerswerke 17. Am Dankenmarkt herrschte überwiegend feste Haltung. Besonders Reichsbankanteile waren stärker beachtet 55,75, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 2,2, Kommerzbank 5,63, Darmstädter Dank 10,8, Steut= sche Bank 12,9 bis 12,88, Diskonto Kmnmandit 14,88, Dresdner Dank 81, Metallbank 14,25, Mitteldeutsche Kreditbank 1,95, Rheinische Kreditbank 2,75, Oesterreichische Kredit 0,410. Don Elektrowerten wiesen Schuckert eine neue starke Steigerung auf (50), AEG. 9,25 bis 9 38, Bergmann 14,5, Licht und Kraft 7,63, Lahmeyer 11,5, Reiniger 2 G. Von Transportwerten wurden Hapag 24,75, Rordd. Lloyd 3,85, Schantung- bahn 2L5. Sonst wurden noch notiert Reckar- sulmer 6,75, Aschaffenburger Sellstoff 20 5, Heidelberg 21,38, Holzmann 5,13, Iunghans 10, Spinnerei Hammersen 18,25, Hanf Füssen 14,75, Hirsch Kupfer 17,25, Lechwerke 16 75, Rheinmetall 8,38, Julius Sichel 2,85, Jucker Offstein 2.85, Stuttgartzucker 3,3. SÜc Löendbörse schloß für Aktien, besonders Chemiewerke zu gesteigerten Umsätzen in fester Haltung, wählend Anleihen angeboten blieben.
Börsenkurse.
VUNonen Prozent
Frankfurt a. M.
Berlln
^chluhk.
E? Abend.
Rurs 1 börse
Schtuh. ftur»
Schlußki. Mittagbörse
Datnm:
?J. 11. | 21. . 1.
0. 11.
21.11,
6% Deutsche RetchSanIetv« . «°/o Deutsche MeichSaulettze .
Deutsche Reicheanleihr 3®/o Deutsche ReichSanlethr . Deutsche Sparprannenanrrihe «°/o Preußische KonsolS . . . <% Heffev ... .......
WA He sie» ..........
3*/o Hessen...........
Deutsch.- Dertb. Dollar-Anl. dto Doll.-Schatz- Slnweisug.')
<% Zolltürken...» I 6% Sotomerifanet ..... I
Berliner Handelsgesellschaft Lommerz- und Prtval-Bank Darmst. und Nalioualdauk . Deutsche Bank........
Deutsche BeremSbank .. . . DiSconto Commandtt .... Metaubank...........
Anteldeutsche Tredtlbonk. . Oefterretchische Lreditanstatt toeftbant . ..........
& HakSIe .
Nochurrrer Sag ......
Buder.S
Hart
Deutsch SuxLmburg......
Gelsen« rchcncr Bergwerke. . harpeae- Bergbau......
Lkaliwetie ÄschcrSlebea. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . .. Laurahütte........
Oberbedarf...... • ♦ . .
Phöntr Bergbau ....... Ryeiustabl...... . • ..
Rtcbeck Montan........ Tellus Bergbau ...... Hamburg-Amerika Paket. .. Nordbeuncher Llovd .... Cheramischc Werke BlBüt .
Zementweti Heidelberg . , Pbtltvv Hokzmann ......
Anglo-Tont -Guano . . . , , Badische A-.iltn........
Chemische Mayer Siaptu t . Goldschmidt.........
Gries elmer Electron .... Höchster Farbwerke .... .. Holzverkohlung . .
NütgerSwerke ........ E^cheideanstalt «er mam^E^esellschast
Ic
frankfurter Armaturen . , , Konservenfabrik Braun . .
Meta llgesell Hast Frankfurt. Pet Union Sl.-lJ........ Echuhiabrik Herz Sichel. . . ........ Reuftorf Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckersaürik Waobäusel . . .
0,960
25
5,5
10,9
14,40
14,65
15.25
91,13
37
5,25
21.13
17,25
19,65
17 14,95
9,40 14 25
8,6
2,10 3
2,65
3,40
eJ Dom Rucuadlurwswert.
0,d8^
10,50
24,75
3,86
21,4 5.13
45
40,6
37,76
14
16,65
22,40
18 25 20,25 20,15
7 17 15
9,40 14,5
50
65 14.6 10.76 69,6
71
5.63 10,6
12,90
14,10
14,25 1,95
0,410
1,075
2,86
0,926 1,11 1,10
1,5j5
0.6 1,270
1,6 1,36 1,29
10,4
24.5
5,65 10,75
12.5
14,60
2
0,4 0,35
63 14,20 10,25
66
76
92,50 14
16.40
5,9
10
44 13 i.8.9
37
24,75
3,8
5,13 10,10 21,40
17.13 19.20 .9,60
16,50
9,30 13,9
48,5 59
2 3
8,?
0,876
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger".)
Berlin, 21. Rov. Sunt Wochenende zeigt die Spekulation große Surückhcll.ung, jo daß die allgemeine Lage an der Börse als lustlos bezeichnet werden kann. Am Rentenmarkt sind zwar die ölm>ätze noch immer lebhaft, doch hat auch hier das Geschäft in den letzten Tagen nachgelassen. Sa die Spekulation vielfach zu 2lb- wickelungen neigte, konnten hm e die Kurse der gestrigen Rachbörse zunächst nicht auftechterhalten werden. An dem Aktienmarkt lagen zwar von außerhalb einige Aufträge vor, namentlich sollen die Schweiz und Amerika weitere Käufe getätigt haben, auf der anderen Seite schritt aber die Spekulation auch hier zu Abwickelungen, so dah vereinzelt größere Abschwächungen zu Tage traten. Für einzelne Spezialwerte bleibt das Interesse rege rm Susammenhang mit älmstel- lungshoffnungen. Am Montanmarkt sind in erster Linie Harpener zu nennen. Auch die Aktien des Anilin-Konzerns bleiben geucht. Die Bekanntgäbe des älmstellungsverhältnifses bei der Deutschen Erdöl-Gesells chaft blieb ohne Einwirkung.
'■äh iseiomarrt rmt vte ■-üemapwag cbr, es wurde auch heute tägliches Geld zu % Pv» Mille nur vereinzelt umgesetzt. Mcmaitsgelh wird mit IV4 bis l'/z Prvz. genannt. Am Devisenmarkt sind feine nennenswerten Veränderungen eingetreten. Die europäischen Standard-Devisen bleiben auch weiter fest.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Mark aukgedrückt. VnenoS-LtreH, London, Ne» Ä!» de Janeiro für «ine Tinhett. Wien antz 100090 ($mbetten, alles übrige für löb tinbettenj Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
(Sn Billionen ® Japan, apest für
Banknoten
20. Novbr.
2i. Novbr.
{Report
LoUltche Notierung Geld , Brief
Slnitlidle lltoktera r,
Oelb
«rief
20.
21.
Smst.-Rokt. Brfi.'Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuyork .. Paris.... Schweiz . . Spanien. . Wien in D.« Oest. abgest. Prag Budapest. . Buen.-Aires Bukaarien Fapan . . . Wo be Jo» Belzrad . . Lissabon . -
165,04 20 09 61,75 73,62 112,42
'0, 7 s 21’92 80,75 W.86
8,00 12.49 5,64 W
6,075 18.45
1&8.92 20,19 62,05 13,98 112/8
10,63 10,20
19,423 4,21
22,02 81,15 »7,14
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6,105
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112,42 10,525
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Ffrr#« 21. Novbr.
vmertkanis-ve Roten .» ... Belgische Noten ....... Dänische Noten........ Englische Noten ....... Französische Noten ..... Holländische Noten...... Italienische Noten ..... Norwegische Noten......
Deutsch-Oe sterr., ü 100 SrontH Rumänische Noten.....
Schwedische Noten .
Schweizer Noten . .
Spanische Nolen...... .
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ....
GeV, | Briet
voll voll voll voll voll voll
voll voll voll Völl voll voll
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M, 21. Rov. Es wurden notiert: Weizen 20,75 bis 23, Roggen, mländ. 21,25 bis 22,25, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26. Hafer, inländ. 17,50 bis 21,50. Mais, gelb 21 bis 21,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 34,50 bis 38, Roggenmehl 31,50 bis 35, Weizenkleie 12,25 bis 12,50, Roggenkleie 11,50 bis 11,75. Tendenz: Matter.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 21. Rov. Der Produktenmarkt war anfangs zurückhaltend, später aber etwas befestigt. Der Mehlabsah stockt weiter und hemmt die Kauflust an dem Markt. Der Umsatz war während des Verkehrs gering, und die Tendenz neigte wieder nach unten. Cs notierten je 1000 Kilo: Weizen (märf.) 204 bis 212, Weizen (fromm.) 206, Roggen (mark.) 201 bis 203, Roggen (fromm.) 197, Gerste (märf.) 217 bis 243, Gerste (neue) 190 bis 200, Hafer (märf.) 165 bis 171, Hafer (fromm.) 117 bis 164, Rafrs 400, Leinsaat 420 bis 430; für je 100 Kilo: Weizenmehl 28.50 bis 31, Roggenmehl 27.75 bis 30.50, Weizenkleie 13.20 bis 15, Roggenkleie 12, Viktvriaerbsen 32 bis 34, kleine Erbsen 21 bis 24, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 16 bis 16 50, Ackerbvhnen 21.25 bis 22, Wicken 17 bis 18, Lupinen (blau) 13 bis 14, Lupinen (gelb) 15 bls 17 Serradelle (alt) 11 b s 12, Serradelle (neu) 16 bis 17.40, Rapskuchen 16.20 bis 16.50, Leinkuchen 25.50 bis 26, Trockenschnitzel 8.50 bis 8.70, Torfmelasse 8. Kartoffelflocken 18 bis 18.25.
Autounfall des Außenministers.
Ludwigshafen, 21. Rov. ($11.) Wie <urs Reu stad t a. d. Haardt gemeldet wird, wurde Reichsaußenmini st er Dr. Stresemann gestern nachmittag auf der Fahrt von Lud- wigshafen nachReustadt, wo er in einer Wahlversammlung der Deutschen VRkspartei sprechen sollte, von einem Autounfall betroffen, der glücklichterweife ohne nachteilige Folgen verlief. Swiichen Dürkheim und F.einsheim fuhr das seinem Wagen folgende Regierungsauto, in dem sich Reg ierungsdirektor S t a h l e r von der pfälzischen Kreisregierung befand, mit ziemlicher Wucht auf den Wagen Dr. Strese- manns. Beide Wagen wurden bei dem Zusammenstoß beschädigt. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon und konnten die Fahrt nach kurzem Aufenthalt fortfetzen.
Cin Ehrendenkmal für die gefallenen Akademiker in Göttingen.
Göttingen, 21. Rov. (£11.) Am Totensonntag findet in Göttingen die Einweihung eines Ehrendenkmals für die gefallenen Akademiker statt. Generalfeldmarfchall von Hindenburg wird auf Einladung der Universität an der Feier teilnehmen.
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