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öen 1. 3anu<n 1924, welche einen ääeverfcyutz ber Vermögenswerte über bie CBerbinbtid>feiten von 27 000 000 Gm. ausweist. Der Vermögensübcrsthuh von 27 000 000 Gm. wird zur älmstellung des Grundkapitals auf 22 000 000 Gm und zur düng eines ordentlichen gesetzlichen Reservefonds von 5 000 000 Em. verwandel. Aus Anfrage über ine Aussichten des Geschäftsjahres 1924 erwiderte Geheimrat F ü r st e n b c r g, dah es schwierig sei, irgend etwas Konkretes d.rrübcr auszusagen. Das Jahr 1924 wäre ein älebergangsjahr. Schwer trag­bar wäre die Steuerbelastung, unb man hofft, dah Tie bald einer grundlegenden Aenderung unter- zvgen werden wird. Der ganze Bilanzaufbau der Gesellschaft sei in der Hoffnung erfolgt, im näch­sten Jahre tür die Aktionäre ein Erträgnis her- auszuwirtschaftcn.

Turnen, Sport und Spiel.

100 000 deutsche Anderer.

Welchen Aufschwung der Rudersport in Deutschland genommen Hai. obwohl die politischen Der^ltnisse, hauptsächlich aber d e schweren wirt­schaftlichen Bote der letzten Jahre Las Wachs­tum des Deutschen Ruderverbandes naturgemäß ungünstig beeinfluht haben, zeigt ber Bericht des Derbandsausschusses, der dem in Danzig zusam­mengetretenen Deutschen 'Rudertag vvrgelegt wird. Gab es 1919 erst 34 RegattaLereine, so ist ihre Zahl 1924 auf 46 gestiegen. Die Zahl der Ruder­vereine ist von 335 im Jahr 1919 auf 453 in diesem Jahr gestiegen. Den Vereinen gehören gegenwärtig 99 861 Mitglieder an. 23 Vereine besitzen 300 Mitglieder und mehr.

Eine neue Preisstiftung für Segelflieger. .

Dem Deutschen Luftrat wurde von den Herren Robert und Dr. Otto Riesdorf ein Pokal als Wanderpreis zur Verfügung gestellt, der für den­jenigen bestimmt ist, der im Jahr 1924, 1925 und 1926 den l (Ur g ft dauernden Flug mit einem Segelflugzeug, das mit Hilfs­motor ausgerüstet ist, gemäß Entscheidung des Modell- und Segelflugverbandes nachweist. Ent- flHttig wird der Preis demjenigen zugesprochen, der die wertvollste Leistung aller 3 Jahre voll­bracht hat.

Die Pflege der Turnspiele in der Deutschen Tnrnerschast.

ist im Jahre 1924 eine äus-erst ersprfeßl'che ge= toefen. Rach der Jahveserhebung wurden folgende Mannschaften gezählt: Handball 1869, schlag - ball 2310, Faustball 7286, Schleuderball 198, Dar lauf 56, DrvmNrelball 194, sonstige Spiele 38, zusammen 11 948 Mannschaften. Diele Zahl um­faßt nur alle in Verbo-ndsspielen tätigen Mann- schasten. Außerdem spielten außerhalb der Spiel- runden noch zahlreich: andere Mannschaften im freien Spielbetrieb, und vor allem waren Dausende von Schüler- und Schüler innrnmannschaften tätig, ohne im allgemeinen in feste Ehielrunden ernge- gliedert zu sein.

Buntes Allerlei.

Mussolinis Ahneuprobe.

Bevor Mussolini sich zum -Diktator auf­schwang, wird er es sich wohl nicht haben träu­men lassen, daß man seinen Stammbaum 1000 Jahre zurückverfolgen werde, um durch eine re­gelrechteAhnenprobe" seine aristokratische Her- tuitft der Welt zu verkünden. Alsklassenbewah- ter" Arbeiter hätte er, der leidenschaftliche So- Aalist, wohl damals darauf auch keinen Wert ge­fegt. Jetzt hat sich der Maler Graf Cecilio di Urampero, der bereits zahlreiche Porträts des italienischen Premierministers geschaffen hat, Ker Mühe unterzogen, den Stammbaum des Fas- cistenführers aufzustellen. Da er sich auch sonst schon als Genealoge betätigt hat, so konnte der Graf Dokumente beibringen, die das hohe Alter der Familie Mussolini einwandfrei beweisen sol­len. Er bezieht sich in erster Linie auf die Hand-

7<yrift eines Briefes, dem etn gewisser Crtfpare Tombaci ums Jahr 1000 nach Christus an den Dogen von Venedig richtete und in dem auch eine Familie Malsani oder Malsavii erwähnt wird. In dieser Familie will der malende Genealoge das Geschlecht erkennen, dem Mussolini entsprossen ist. Ein Zweig dieser Familie nahm an einem Bürger­krieg in Bologna teil, wurde verbannt und sie­delte sich in Venedig an. llms Jahr 1180 ge­hörte ein Marco Mussolini zu ben Adligen, die im Großen Rat der Lagunenstadt sahen. Rach 1289 vereinigte sich dieser venezianische Zweig der Mussolinis wieder mit dem Zweig der Fa­milie, der in Bologna geblieben war, und von nun an findet man zahlreiche Vertreter der Fa­milie m hmvorragLnden Stellungen der Stadt. Der Arzt Giovanni Oliussolrnr wurde 1434 vorn Kaiser Siegrsmund zum P f a l z g r a f e n ge­macht und vererbte diesen Titel auf ferne Rach- lommen. Allerdings ist es dem Grafen noch nicht gelungen, die Abkömmlinge der Mus,olrni- Familie über das 15. Jahrhundert hinaus za verfolgen und den doch immerhin nicht unwichtigen Zusammenhang mit den heutigen Mussolinis tzer- zustellen. Aber er hofft durch weitere 'Rachfor­schungen den Stammbaum des Diktators voll­ständig nachzuweisen.

.... die stets das Döse will und stets das Gute schafft.

Die Heuschrecken, die schon eine der ägyp­tischen Plagen bildeten, und auch jetzt noch oft riesigen Schaden anrichten, werden seit einigen Jahren von einer Fabrik in Johannesburg in Düngemittel umgewandelt, deren Wert außer­ordentlich groß sein soll, so daß kürzlich sogar ein Auftrag aus Europa auf Lieferung von meh­reren hundert Tonnen einging. Es mag erstaun­lich klingen, daß diese Insekten nach Tonnen ge­rechnet werden. Doch um einen Begriff von den großen Heuschreckenschwärmen zu bekommen, muh man sich vergegenwärtigen, daß ein Heuschrecken­schwarm, der einmal über dem Roten Meer be­obachtet wurde, eine Strecke von 2000 Quadrat­meilen darstellte. In Aegypten allein sammelte man während einer Saison 13 500 Tonnen Heu­schrecken. Die neueste Entdeckung über den Rut- zen der Heuschrecken wurde in Holland gemacht, woher die Rachricht kommt, daß aus ihnen ein Oel extrahiert werden kann, das für das Flug­wesen von ganz unersetzlichem Wert ist durch eine Eigenschaft, selbst bei niedrigen Temperaturen flüssig zu bleiben. Eine ähnliche Llmwandlung zum Guten ist in Australien und Reuseeland zu beobachten gewesen. Dort wurden die Felder schrecklich durch wilde Kaninchen verwüstet. Man wußte keine Hilfe dagegen, bis man entdeckte, dah andere Länder diese Schädlinge wegen ihres Fleisches und Felles gern kaufen. Aus diesem älm- stand heraus entwickelte sich dann ein großes Handelsgeschäft, und in einem der letzten Jahre exportierte man in Reuseeland allein 5 Millio­nen gefrorene Kaninchen und fast acht Millionen Kaninchenfelle. Man schätzt die Anzahl der von Reuseeland bisher ausgeführten Kaninchen auf annähernd 300 Millionen, wodurch dem Lande ein bedeutender finanzieller Ruhen entstanden ist.

Deutscher Lustwettbewerb in Darmstadt.

Im Interesse des deutschen Flugverkehrs und Flugsports veranstaltet mit Genehmigung des Deutschen Luftvcrtes der Bund Hessischer Flieger und Verein für Luf tfahrt- Darm fta d t vom 28. bis 30. September in Darmstadt aus dem Flugplatz der Hesfenflieger am Friedhof Riederramstädter Straße und den für den Zuverlässigkeitsflug vorgesehenen Etappen- ftugplähen Frankfurt a. M.» Würzburg, Fürth, Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim einen F l u g- wettbewerb für Klein- und Sport- f l u g z e u g e.

Mit diesem treten die Kleinflugzeuge, die bis­her hauptsächlich bei den Rhönsegelflügen in Er­

scheinung traten, zum erstenmal in Wettbewerb mit den großmotorigen Sportflugzeugen. Der Zweck der Veranstaltung ist also ein Dergleichsfliegen von deutschen Klein- und Sportflugzeugen. Der Wettbewerb ist offen für Flugzeuge mit motori­schem Antrieb. Die Flugzeuge müssen in Deutsch­land hergestellt sein, die Motoren können auch aus dem Ausland stammen.

Für den Wettbewerb sind von nambaftenPer­sönlichkeiten und Firmen Wertgegenstände mit Widmung als Ehrenpreise, ferner größere Geld­beträge als Zusatzpreise gestiftet worden. Beson­dere Erwähnung verdienen der Reichspräsidenten­preis, der Staatspräsidentenpreis des Hessischen Staatspräsidenten und der große Preis der Stadt Darmstadt.

Vorgesehen finb: 1 Kurvenflug mit Ziellan­dung, 2. Schnelligkeitsslug mit Meldungsabwurf, 3. Höhenflug mit Kurvengleitflug, 4. Geschickltch- keitsflug, 5. Stafettenflug, 6. Süddeutscher Zuver­lässigkeitsflug. Die einzelnen Flüge versprechen interessante und fesselnde Szenen.

Verbandsfest der eVangeUschen weiblichen Jugend in Hessen.

X Leitwort dieses Festes in Darmstadt am 13. und 14. Sept, warDienet einander". Von über 90 Vereinen waren etwa 2300 junge Mädchen des Hessenlandes dem RufeJugend heraus!" gefolgt. Dis spät in die Rächt hinein brachten die Züge am eamätag neue Scharen; früher anlangend: fanden sich zur Abendseier in der schön geschmückten ehrwürdigen Stadt­kirche zusammen, in der Pfarraijsistent Gersten- ma i e r-Darmstadt sprach. Der F.?stgvttes° dienst am Haupt tag füllte di: geräumige Kirche bis zum letzten Platz. Rach t:m Chorgesang eines Mädchenchores iftib einer Chorschule hörte man die Predigt des Jugendpßarrers Schmidt- Kasfel:Aus der Rot der Einfamfeit zum 'Dienst der Gemeinschaft". Um 2 4lhr bewegte sich ein schier endloser Festzug unter Liedern und Lautenspiel nach dem Orangeriegarten. Rach einer unter Posaunenbegfeitung mitEin' feste Burg" beantworteten Ansprache des P r ä l a> t e n D. Dr. Diehl begrüßten der Hess. Landesjugendpfarrer Zentgraf, Direktor Hassinger von der Zentralstelle für Dolksbildnng und Jugendpflege, Pfarrer Müller vom Hessenbund, Fräulein Vogt vom Groh-Frankfurter Verband, Schwester Morell von den Mädchen-Bibelkreisen, Lehrer H i l d vom Jugendverband für entschiedenes Chri- ftentum, Pfarrer 1). Wa i tz vom Evang. Bund. Grüße waren eingelaufen von den Schwesterver­bänden Württemberg, 'Baden, Pfalz, Hessen-Ra/s- sau, Kurhessen. An die erkrankte hessische Ver- bandsjugendpflegerin Frl. Hein ging ein Draht­gruß ab. Bei feinem Dank formte der Vorsitzende Pfarrer Strack- Wallernhaufen mitfei len, dah der Erwerb e'nes Jugend - und Freizeit- Heims, zugleich einer weiteren Erholungs­stätte für Verbandsmitgli-^er, nahrgerückt ist; die Herbstversammlung in Ollainz dürfte hierüber entscheidende Beschlüsse fassen. Rach dem gemein­samen BundesliedSonne glänzt auf deinen Flu­ren" begab man sich im Zuge zur Turn­halle, wo das Fest spielPhoebe", ein Bild aus der Zeit der Apostel in 3 Auftritten, von Pfarrer Li echten Han durch Darmstädter Mädchen ehre Weihestunde bereitete Eine Schluh- feier im Schlohhof und für die noch bis Montag anwesenden ein AuÄlang im Gemeindehaus Kies- strahe endeten die Tagung, die dank vorzüglicher Vorbereitung und herzlichster Gastfreundschaft der Darmstädter und Bestunger unb des mutigen Dv- fennerwillens der Verbands fugend zeigte, dah diese Jugend auch in ihrer Vereinsarbeit daheim bereit ist, der Losung zu folgen:

Den Feind, in eigner Mitte gefällt rön ernstem Strauß!

Für Reinheit, Recht und Sitte, Deutsche Jugend heraus!

BLchertrsch.

Ferdinand Cortes. Die Erobe­rung von Mexiko. (Drockhaus, Lpz.)Mexiko, das Ziel großer deutscher Auswandererkreise, das in langen Kriegsjahren einer der wenigen treuer» Freunde Deutschlands jenseits des Atlantik war und diese Gefühle der Sympathie erst neuerlich durch den Berliner Besuch seines Staatsoberhaup­tes zum Ausdruck brachte, das Wunderland Me­xiko, die ersten Tage seines Eintretens in den Ge­sichtskreis der europäischen Welt, ist der Gegen­stand dieses neuen Bandes der verdienstvollen SammlungReisen und Abenteuer" des Brockhausschen Verlages. Diaz del Castillo, einer der Gefährten des großen Konquistadoren, er­zählt die Eroberung Mexikos für die spanische Krone, Cortez' abenteuerlichen Zug an den sagen­haften Hof Montezumas, und die furchtbare Ver­nichtung einer hohen, indianischen Kultur und eines edlen Volkes durch die Mordwaffen der Spanier und die harte Fronarbeit,^u der die grausamen und habgierigen Eroberer die unter­jochten Eingeborenen, denen sie die Segnungen der Kultur und des Christentums zu bringen wähn» ten, zwangen.

Der Abweh rkampf an R heil» und Ruhr", bearbeitet vom Gewerkschaftsfekre- tär des Deutschen Eisenbahnerverbandes, Her­mann Salomon, Frankfurt a. M. (llnivn-Druckerei und Verlagsanstvlt G. m. b. H., Abteilung Buch­handlung, Frankfurt c». M.).

K. v. Boeckmann: Vom Kultur-« reich des Meeres. Volksverband derDücher- fveunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. Sy, Berlin W. 50, Ranke st r 34. In diesem ausgezeichnet ge­schriebenen Werke zeigt der Verfasser die Er­gebnisse seiner eingehenden Spezialforschung in einer auch für Laien verständlichen Form. Er will vor allem an regen, Gesichtspunkte geben und den Blick von dem engen Raume über die groben, von vielen Kulturströmen durchzogenen Meeves- räume der Erde gleiten lassen. Bon besonderem Interesse sind die dem Meervolk der Polynesier gewidmeten Kapitel, ferner die bedeutsamen Aus- fübrungen über die pazifischen Randkulturen, die mittelländische Küstenkultur und die atlantische Fluhkultur. Das Werk, das durch zahlreiche gut unterrichtende Abbildungen geschmückt ist, bringt somit eine Fülle des Wissenswerten für jeden, der sich mit den wichtigen Fragen der Kultur* und Sittengeschichte, des älrsprungs der Rasten und ihrer Religiosität, sowie mit den aus der llmwelt der einzelnen Völker entspringenden Ver­schiedenheit ihrer geschichtlichen Entwicklung be­schäftigt.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag, 23. September: Doris Godunow. Mittwoch, 24.: Tosca. Don­nerstag, 25.: Figaros Hochzeit. Freitag, 26.: Frasquita. Samstag, 27.: Der Roserckaoalrer. Sonntag, 28.: Tannhäuser. SchausPiel - ha u s. Dienstag, 23. September: Der Lrebes- tvank. Mittwoch, 24.: Der zerbrochene Krug. Hierauf Zierpuppen. Donnerstag, 25.: Die nofe Robe. Freitag, 26.: Der G'wrssenswurm. Sams­tag, 27.: Die Hermannsschlacht. Sonntag, 28/ Dummelstudenten.

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