Ausgabe 
21.10.1924
 
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FABIAN

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5n Billionen Prozent

Datum:

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(Ohne Gewähr.)

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Ein- wegen

tretet des selbständigen Maklerstandes. G eId- und Devisenmarkt zeigten keine nennenswerten Veränderungen.

Protest der Berliner Börse gegen Börsen-Umsatzsteuer.

Büchertischc

X Das Heilige Reich der Deut­schen. Unter diesem Titel gebt der Philosoph Leopold Ziegler ein neues, grob angelegtes Werk (Drei Bücher in zwei Bänden) im Otto Reichl Verlag zu Darmstadt heraus. Es wird nach Angabe des Verlages Anfang Rovern ber erscheinen, und wir behalten uns vor. unfern Le­sern ausführlich darüber zu berichten, sobald es vorliegt.

Vas wvethe- GeIVvuch:

| Reise nach Weimar" von Albert Willrich, hevauSgegeben von der Gesellschaft der Goethe- Freunde in Hamburg im Verlag C. Boysen. Hamburg 36. Auf eine ganz eigene, tiefsinnige Art erleben wir eine Begegnung mit Goethe. Auf geistigem Wege, über das bedeutendste und umstrittendste Werk des Meisters, dem Faust, fuhrt uns der Verfasser nach Weimar, in das zau­bererfüllte Schloß Goethes, um dort die Steine reden zu machen, die ütatuen und Bilder wie die symbolischen Sähe einer Ervica erklingen zu lassen. Kunstwissenschaftliche Thesen des Verfassers über Goethes Schaffen und das Verständnis feiner Werke, insbesondere das des Faust, die der Autor in diesen seinen Ausführungen aufstellt, fordern die Beachtung jedes Gebildeten heraus. 966

ffrnnffirrt rt.m.) Berlin

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 20. Oktober, Tie Börse stand völlig unter dem druck des von Der Berliner Börse heute

Hindernis für dre Investierung ausländ^chen sta- pitals in Deutschland. Die Börse fei etne wichtige wirtschaftliche Einrichtung und eine unbedingte RotwendigkÄt, sie sei das Organ, die das Geld aus dem Auslande hereinschasst und der Volks­wirtschaft zuführt, deshalb sei die Abschaffung des hohen Börsenstempels dringend erforderlich. Rach ihm ergriff Herr Direktor Wassermann (Deutsche Dank) das Wort und wies eindringlich darauf hin, daß die gesamte Volkswirtschaft ein eminentes Interesse an der Aufhebung der jetzigen Slernpelabgabe habe. Man dürfe sich bei Wirt­schaftspolitik nicht nach persönlichen Empfindungen und Sympathien und Antipathien richten. Es handle sich bei der jetzigen Lage in Deutschland Parum, die Spekulation wieder anzuregen und in den Dienst der Kapitalbeschaffung für die deutsche Wirtschaft zu stellen. Als dritter Redner kam ein Vertreter der selbstän­digen Makler. Herr K l i m i h, zu Worte, der ganz besonders darauf hinwies, daß die Reihen des alten soliden Maklerstandes sich durch das verfehlte Gesetz sehr gelichtet haben, und daß an der Börse eine Inflation durch ein gewisses Prole­tariat entstanden sei. Als letzter Sprecher trat ein Vertreter der Bankangestellten. Herr Ballot von der Deutschen Dank, auf, der ganz besonders auf den noch immer stark vor sich gehenden Abbau bei den Danken aufmerksam machte.

Es wurde keine Entschließung gefaßt, jedoch forderte Herr Klimih als Vertretet des Makler- standes zum Schluß die Dörsenbesuchet auf, heute zum Zeichen des Protestes gegen die hohe Dürfen-llmsahsteuer dieBörsezu verlassen. Dieser Aufforderung wurde von einem so großen Teil der Dörsenbesuchet Folge geleistet, daß jeder Börsenverkehr erlosch und die Börse als geschlossen zu betrachten ist.

Börsenkurse.

Berlin. 20. Ott. An der Berliner Börse sand heute eine spontane Kund­gebung Der Dörsenbesuchet gegen den Dötsen-LImsah-Stempel statt. Das Ge­schäft wurde auf allen Märtten gegen 11,45 Uhr Dornt, unterbrochen und die Börsenbesucher traten sämtlich im zweiten Börsensaal zusammen, wo Herr Ha mol das Wort ergriff, um die schädigende Wirkung der hohen Börsen-Umsatz-Steuer darzu­legen. Der Redner wies vor allem darauf hin. daß feit längerer Zeit die Vertreter der Dörsen- interessenten bei der Regierung vorstellig geworden sind, um die umgehende Deseittgung der jetzigen untragbaren Lasten zu erwirken, daß man aber bisher nur erreicht habe, daß der Stempel auf die Hälfte reduziert werde. Inzwischen habe es sich durch das vollkommene Grüegen des Ge­schäftes gezeigt, daß eine derartige Ermäßigung nicht entfernt hinreicht, um dre Börse lebens­fähig zu erhalten. Es könne sich nicht darum handeln, die Dörsensteuer langsam abzubauen, son­dern es müsse verlangt werden, daß der D ö r s e n- stempel auf eine ganz andere Men­talität eingestellt werde, als heute. V o r dem Kriege feien 30 Pf. für das Tausend Kundenstempel erhoben worden, heute betrage der Kundenstempel 15 Mk. pro 1 000. Siefe enorme Höhe des Kundenstempels sei das Haupt-

. 28,75, Hafer, inländ. 20 bis 23, Mais, gelb 20,50 Z bis 20,75, Weizenmehl, inländ., Speziall 0, 36 bis 38.50, Roggenmehl 34,50 bis 37, Weizenkleie 12,50 bis 12,75. Roggenkleie 12,25 bis 12,50, Erbsen 32 bis 40, Linsen 50 bis 55, Heu, süddeutsches, gut, trocken 11, Weizen- und Roggenstrvh 7 bis 7,50, Treber, getrocknet 19,50 bis 20,50. Tendenz: Et­was schwächer.

bietet hier für das beste Deisptel. 2Cfl voeWayten des Jahres 1923 die auf gesicherter Grundlage ruhende Volkswirtschaft überraschten, ging die Sterltngvaluta. die vorher schon eine leicht sinkende Tendenz hatte, plötzlich scharf herunter: Depositen­gelder aus dem Auslande wurden in bedeutender Menge zurückgezogen. Diese Entwickttmg wurde, wie man sich erinnert, durch die Indiskretion eines jungen Kabinettsministers verschärft, der die Mög­lichkeit der Durchführung einer Inflationspolitik ausplauderte. Eine weitere Verschärfung wurde natürlich durch die Aufnahme einer allgemeinen Vermögensabgabe in das Programm der Ar­beiterpartei hervorgerufen. In diesem Jahre (1924) brachte der Frühherbst im Gegenteil eine auf­fällige Besserung des Sterlingkurses, die selbst im September einem sonst gefähr­lichen Monate von nur kleinen Abschwächungen unterbrochen war. Diese auffallende Festigkeit der englischen Währung zu einet Zeit, wemt der Kurs normalerweise aus den Erfordernissen der Han­delsausgleichung eine Tendenz nach unten zeigt, läßt sich aus zwei Gründen erklären. Einmal aus der Steigerung des Riveaus der Lebensmittel­preise in der .Union und zweitens aus dem Her- überströmen amerikanischen Geldes nach England für Investietungszwecke infolge des höheren Zins­satzes.

Ratürlich wird der kommende Wahlkampf kaum ohne eine ungünstige Beeinflussung unseres £els und des Londoner Geldmarktes abgehen.

werden bei einem solchen Wahlfeldzuge viel alarmierende Gerüchte, Verdächtigungen und Indiskretionen in die Wett gesetzt. Wahl­kampf ist nicht immer Kampf mit ehrlichen Waffen. Welche Einflüsse aber auch immer aus dem Wahlfeldzuge auf das Wirtschaftsleben zu erwarten sind, sie treffen das Land bezüglich seines Geldwesens in einer weit besseren Ver­fassung als vor einem Iahte. Es ist sicher eine weit geringere Kraft dazu nötig, eine bereits im Flusse befindliche Bewegung zu größerer Schnel­ligkeit anzutreiben, als eine in einer bestimmten Richtung sich vollziehende Bewegung anzuhalten und ihr eine entgegengesetzte Richtung zu geben.

Obwohl daher die diesjährigen Wahlen viel­leicht manche Uebertaschungen bringen werden, irgendein Prophezeien daher gefährlich ist, so glaubt man doch in den führenden Kreisen der Londoner City, daß die Einflüsse des Wahl­kampfes auf Börse und Wirtschaftsleben sich in weniger scharfen Formen bewegen werden, als im vorigen Jahre. Auch die wenig erfreulichen Anstrengungen gewisser englischer Zettungen und der Versuch bestimmter Publizisten, auf dem Kon­tinent den Eindruck zu erwecken, Großbritannien sei über die voraussichtlichen ungünstigen wirt­schaftlichen Folgen des Dawes-Planes Dermalen erschreckt, daß es seine Unterschrift unter die Repa­rationsurkunde nicht einlösen wotte, verdienen in diesem Zusammenhänge erwähnt zu werden. Es kann nicht stark genug betont und auch für die deutsche Oeffentlichkeit nicht klar genug gemacht toerben, daß die Reparationsfrage kei­nen Programmpunkt der kommenden Wahlen bilden wird. Sämtliche politischen Par­teien Englands sind fest entschlossen, die Unter­schrift Großbritanniens unter dem Londoner Pakt zu honorieren und alles zu tun, die neue wirt­schaftliche Regelung in Europa in jeder Weise zu unterstützen.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbeticht des «Gießener Anzeiger".) Berlin, 20. Okt. (Eigener Drahtbericht des «Gießener Anzeiger".) An der Berliner Börse setzte das Geschäft zu Wochenbeginn außerordent- ttch langsam und unlustig ein. Die schwebende Nmerpolittsche Krise ertötet jegliche Unterneh-- yungslust und läßt alle anderen wirtschaftlichen und politischen Faktoren wett in den Hintergrund treten. Ebenso tot war das Geschäft am A k t i e n - markt. Hier lagen bei den Banken weder Kauf- noch Derkaufsorders in nennenswertem Umfang vor, so daß bei den ersten Kursfestsetzungen die meisten Rotierungen wegen Mangels an Umsätzen unterbleiben mußten. Das Interesse der Börse konzentrierte sich völlig auf eine spontan sich ent­wickelnde Kundgebung der Börsenbesu­cher gegen die Börsen-Umsatzsteuer. Es ergriffen das Wort gegen diese Steuer: Herr Hamol (Firma Sponholz u. Co.), Herr Direktor Wassermann (Deutsche Dank) und ein Ver-

FrcrnkfnrLer Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht des «Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 20. Okt. Auftrieb: 2329 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht. Schweine: votlfleischige von 80 bis 100 Kilo 7683, unter 80 Kilo 6575, von 100 bis 120 Kilo 8085, von 120 bis 150 Kilo 8083, Fettschweine über 150 Kilo 8083, un­reine Sauen und geschnittene Eber 6575. Markt­verlauf: Ruhig und etwas Ueberstand. Rächster Rinder- und Kleinviehmarkt Mittwoch, 22. Okt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 20. Okt. Der Produktenmarkt hatte ruhiges Geschäft, da die Käufer sich unlustig und zurückhaltend zeigen. Die Preise nicht viel ge­ändert. Mehl war unanbringlich. Es notierten pro 1000 Kilo: Weizen, märt. 222 bis 228, Roggen, märt. 222 bis 227 Gerste, märt. 240 bis 270, neue 215 bis 230, Hafer, märt. 186 bis 193, fromm. 176 bis 184, Raps 390 bis 400, Lein- faat 400 bis 410, pro 100 Kilo: Weizenmehl 32 b:s 35,25. Roggenmehl 31 bis 35 Weizenkleie 13,60. Roggenkleie 13 bis 13 20, Biktoriaerbsen 31 bs 33, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19, 2lckerbohnen 20 bis 22, Wicken 19 bis 20, Lupinen blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle alt'1450 bis 16, neu 20 bis 25, Rapskuchen 16 20, Leinkuchen 25,20. Trockenschnihel 11, Torfmelasse 9 25, Kar­toffelslocken 19,50 Mk.

Zur hessischen Mchensteuerveranlagung (924

Don Regierungsrat a. D. Wilhelm Luleh, Rechtsanwalt in Gießen^.

Auf Grund eines Uebereinkommens zwischen der evangelischen und katholischen Kirche, dem Finanzministerium und dem Landesfinanzamt wird für das Jahr 1924 die Kirchensteuer auf Grundlage der Reichseinkommensteuer-Veran­lagung für das Jahr 1922 erhoben. Die Kirchen­gemeinden stellen ihren Iahresbedarf in einem Etat fest. Die zur Deckung des Etats erforder­lichen Mittel werden dadurch aufgebracht, daß jeder Steuerpflichtige für je 1000 Mk. Einkom­men im Jahre 1922 einen Satz, der sich durch­schnittlich zwischen 20 bis 70 Goldpfennige für das Tausend bewegt, zahlt. Es ist dabei übersehen worden, daß die nackten Einkommenszahlen 1922 eine allgemein gültige Grundlage für die Kir­chensteuer im Jahre 1924 nicht mehr bilden kön­nen. Die Veranlagung zur Einkommensteuer er­folgt zwar grundsätzlich für das Kalenderjahr, je­doch ist zugelassen, daß für die Feststellung des Einkommens aus dem Betrieb der Land- oder Forstwirtschaft oder aus dem Betrieb eines Ge­werbes oder Bergbaues, bei Steuerpflichtigen, die im vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschafts­jahr (Geschäftsjahr) regelmäßige Geschäftsab­schlüsse machen, an Stelle des Kalenderjahrs das Wirtschaftsjahr, das in dem Kalenderjahr endet, tritt.

Eilte sehr große Anzahl Steuerpflichtiger hatte deshalb der Besteuerung für das Jahr 1922 nicht das Kalenderjahr, sondern ein im Laufe dieses Jahres abschließendes Geschäftsjahr zugrunde zu legen. Die Veranlagung im Jahre 1922, in dem die Inflation sich zu überstürzen begann, hat die verschiedensten Papiermarkzahlen ergeben, je nach­dem der Steuerpflichtige sein Geschäftsjahr früher oder später abschließt. Ende Januar 1922 stand der Dollar 201,25, am 31. März 305, am 30. Juni 374, Ende September 1647, Ende Dezember 7 350. Aus diesen Zahlen ergibt sich schon zur Genüge, daß die Papiermarkabschlüsse im Jahre 1922 die verschiedensten Zahlen ergeben mußte bei voll­kommen gleichem Einkommen. Ein Goldmarkein- kommen von 4000 Mk. bedeutet beispielsweise Ende Januar 1922 200 000 Papiermark, Ende Juni un­gefähr 360 000 Pafriermark, Ende Dezember 7 360 000 Papiermark. Es leuchtet ohne wetteres ein, daß es ein Hnöing ist, bei so verschiedenen Möglichkeiten der Pafriermarkeinkommensteuer. Veranlagung diese Papiermarkzahlen ohne jeg« liche Korrektur der Ktrchensteuerveranlagung zu- gründe zu legen. Tatsächlich ist dies aber ge­schehen. Die Folge ist die, daß eine Reihe von Steuerpflichtigen für die Kirchensteuer sozusagen steuerfrei gestellt ist, während andere Steuerpflich« tige wett über ihre Verhältnisse hinaus zu Dei- tragsleistungen herangezogen werden. Es scheint, als ob der wahre Grund dieses Mißverhältnisses noch nicht erkannt worden ist. Richt nur für Steuerpflichtige mit Bilanzen Ende 1922 ergibt sich bei dieser Errechnung der diesjährigen Kir­chensteuerveranlagung eine durchaus ungerechtfer­tigte Mehrbelastung. Auch die freien Berufe, eben­so wie Beamte und Angestellte, sowie alle an­deren Lohnempfänger werden unverhältnismäßig hart zur Kirchensteuer herangezogen. Auch für sie ist das Papiermarkeinkommen in dem Jahre 1922 maßgebend, das bei ihnen zwar anfangs des Jahres noch verhältnismäßig gering war, aber mit fortsteigender Inflation auch für diese Gruppe von Steuerpflichtigen hohe Zahlen ergibt. Die Folge dieser undurchdachten Bestimmung ist die, daß solche Steuerpflichtige, die einen frühen Ge­schäftsabschluß im Jahre 1922 hatten, außer­ordentlich geschont werden und der sich hieraus ergebende Ausfall zum Teil den schwächeren Schultern zur Last fällt.

Zur Beseitigung der dadurch entstandenen Unzufriedenheit empfiehlt sich dringend eine A 6* änöerung der Deran lagun gsme- den Multiplikator ein Ausgleich geschaffen wirb, Einkommensteuepvorauszahlung 1923 ein Multi­plikator festgesetzt wird, mit dem die Einkom­menssteuerveranlagung 1922 bei solchen Geschäfts­abschlüssen, die Anfang oder Mitte 1922 liegen, zu multiplizieren ist, können die Papiermarkzah- len Anfang oder Mitte 1922 den zahlenmäßig sehr viel höheren, innerlich gleich- oder minderwerti­gen Abschlüssen Ende 1922 angeglichen werden. Auch werden diese Abschlüsse dadurch einiger­maßen an das Niveau der zahlenmäßig sehr viel höheren Papiermark-Gehälter herangebracht. An der Veranlagung 1922 kann als Grundlage für die Feststellung der Kirchensteuer 1924 nur fest- gehalten werden, wenn auf dem Wege der Multi- plikatwn der geringen Papiermarkzahlen An­fang und Mitte 1922 mit einem nach Maßgabe der fortschreitenden Markentwertung zu bemessen- fden Multiplikator ein Ausgleich geschaffen wird, der eher als Erlässe geeignet ist, eine gerechte Veranlagung zu schaffen, und der vor allen Din­gen verhindert, daß kapitallräftige Steuerzah­ler praktisch befreit bleiben.

rrrff«, 20. Oktbr.

Slntertranlfrtjc Noten . . . , . Belgische Noten ....... Dänische Noten ........ Englische Noten ....... straiizösische Noten ..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Dl-utsch-Oesterr, ä wo Kronen ihumantfrue Noten......

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten .

Tichechoslowakilche Noten . . Ungar,sehe Noten . . ...

6% Deutsche RetchSanlelve . 4% Deutsche NeichLanleihe . 8'/,°/° Deutsche Netchsanleihe 3®/- Deutsche NeichSanletbe . Deutsche Svarpruunenanlethe 4% Preußische KousolS - . . 4% Hessen ..........

3VA Dessen 3°/0 Hessen...........

Deutsche Wend. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anwetsag.tt 4®/o Zoll türken ...... 6% Goldmerikan« ......

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat°Bauk. Darm ft. und Nacionalbauk . Deutsche Bank.........

Deutsche Bereinsbank .... DiSconto Commandit .... Mctallbank...........

Mitteldeutsche (Kreditbank. . Oeslerreichtsche Creditanstalt Weltbank............

Bochumer Guß ...... BuderuS........

Caro..........

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerk. . Harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . . Slalhwrf Westeregeln. .... Laurahütte.......

Oberbedarf...... . .

Phönix Bergbau ...... Rheinstahl.......

Rtebeck Montan ....... Telluü Bergbau Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Lloyd ....

Cberamische Werke Albi» . . Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmana.....

Vnalo-Cont -Guano ..... Badische Anilin ....... Chemische Mayer Slapdt .. Goldschmidt....... . .

Gries eiiner Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung.....

RütgerSwerke ......... Scheideanstalt......... Slllg. Elektrizitüts-Gesellschast vcrgmann...........

Mainkrastwerke . ......

Cchuckert........

Siemens & HalSke ...... Adlerwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt ........ Megutn. .....

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeiell'ckaft Frankfurt. Prt Union A.-G Schnhlabrtk Herz . . .... Sichel. Zellstoff Waiühof Zu^ersabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

[) Dom Rucuaylungswert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AtreS, London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für etne Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

Biart. In

der Do rsenumsah steuer cingeletteten Proteststreiks. Die Bewegung begegnet in 03örfenfreifen vieler Sympathie, und bei den ungewöhnlich hohen Dörsenumsahsteuern, die als unerschwinglich be­trachtetwerden, glaubt man nur mit alter Energie etwas erreichen zu können. Da von Berlin so gut wie keine Aufträge hierher gelegt worden waren, verlief das Börsengeschäft wieder unter größter Zurückhaltung bei minimalen Umsätzen. Die an der 27achborse einsetzende leichte Besserung war auch im Abendverkehr zu beobachten. Rennens­werte Kurs Veränderungen erfolgten aber auf keinem Gebiet. Rur in Chemieaktien kam es zu einigem Geschäft, wobei kleine Kursgewinne er­zielt wurden. Badische Anttin 19Vi plus 1/4, Chemische Griesheim 17 plus Vs. Elberfelder Farben 17 plus 0,1, Th. Goldschmidt 12 plus 1/4, Höchster Farben 17, Holzverkohlung 61/2. Rutgers- werke 17. Am Montanmarkt wurden gehandelt: Deutsch-Luxemburg 51 Geld, Mans selber 3,2 Geld, Phönix 483/i, Telkus 2,5, Rheinische Braunkohlen 27v2, Laurahütte 46/s plus Vs, Westeregeln 153/4. Die Kurse für diese Gruppe waren unverändert. Das gleiche trat der Fall am Elektrvmarkt, wo AEG. 8,4, Licht und Kraft 7%. Reiniger 1,82 Billionen Prozent notierten. Am Bankenmarkt stellten sich vereinzelt leichte Erholungen ein. Berliner Handelsgesellschaft 24 Geld, Kommerz­bank 41/2, Darmstädter Dank 9 plus Vs, Deutsche Dank 10 plus Vi, Diskonto Kommandit 13ys plus IVs, Dresdner Dank 63/i plus 1/4, Mitteldeutsche 1,65, Reichsbank 53Vi, Rheinische Kreditbank 2,3, Oesterreichische Kreditaktien 0,33. Von Trans- porttverten wurden Daltimore mit 44 Dillionen Prozent umgesetzt. Sonst famen noch zur Rotte- rung: Daimler 2,87, Aschaffenburger Zellstoff 19 minus 0,1, Zement Heidelberg 2IV4 plus 1/4. Dycker hoff und Widmann 3,8 plus 0,1, Hoch- und Tiefbauten 2,25. Spinnerei Hammersen 203/4 plus 1/4» Julius Sichel 3,2, Chemische Mainz 91/2 minus 0,1, Dadische Zucker 2,2 plus 0,2, Franken­thalzucker 3. Am heimischen Rentenrncnckt war das Geschäft lustlos bei bescheidenen LImfätzen. Kriegs­anleihen 587V2 Plus li 2 Milliarden, 3proz. Preuh. Konsvls 1260 unverändert. Preußenkali 31/2, 4frroz. Preußische Schätze 890. Von ausländischen Renten wurden gehandelt Ungarische Goldrente V/e, 1914er Ungarn 6 Dillionen Pwzent. Die Abend- bvrse schloß in ziemlich fester Haltung.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 20. Oft. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 25 Roggen, inländ. 23,75 bis 24,75, Sommergerste für Dvauzwecte 25 biS

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Schluß Kurs

Schluß Abend- börfc

Schlich, flurs

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DIE ZIGARETTE

DES ANSPRUCHSVOLLEN