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Montag, 21. Zanuar 1924
174- Jahrgang
lOiBotbptenmg; |tr A* kiame. In.uigcio.TOn t* tSreix 3j ibolbplcRRifr Pia »varichr,,» iJ . 4-M* Schlag. - aeranl»jrm4) jur Politik■. tV«ui6tioe: [>r.Jncbt.d)dt>.L'aaj<; für 0<n nötigt« xtu: (hii|t 3lum d)tin; At ben ÄRjtigcRitd; o<ia» dtx, fäe.L 4 " d.« jt4
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Und nt Derlei: VrLhlfche UiiüerttdtPBeA« unb Steinbredtrei R. tanqe in dilefcen. Sthriftleihmg uib •eWftstefle: SAeltreM 7.
Das bescheidene Frankreich.
Paris. 20 3an. (WTB.» Ministerpräfi- bat! Pvincarc beschränkte sich in einet Rede, btt er tut öinaxitiung eines Kriegerdenkmals tm 7 Pariser Arrwndllsement hielt, sich im tnefent- lichen auf lokale Äricgeerinnemngen. 'Am Schluh betonte er. Frankreich wünsche, friedlich seiner Arbeir nachzugehen. Wenn es für die Deobach- tung deS ZricdenSvertraas und die Aufrechterhaltung der in ihnen fcflgelcgten Rechte eintrete, so wolle eS bamit die allgemeine St n- tracht verteidigen. Frankreich wünsche
Das Panama des Wiederaufbaus.
®tn »etttoetfe in FraTTkreich weilender Schwei- irr schreibt uns Am Dienstag nächster Woche beginnt in der französischen Kammer die ör- Artenrng des Regierungsprogramm- über die Sanierung des Franken. Zu den vorn Minis, errat vor geschlagenen Rellungsmah ahmen gehört auch der .Ausgleich des Budget» der aus dem Friedensventag zu bedenben Ausgaben-. Hinter diesem ncMbaftea Ausdruck verbirgt sich nichts andere» als der Wsederaufvau- Skandal. der bisher, von der öffentlichen Meinung in Frankreich ängst Ich verschwiegen und beschönigt, im Verborgen e blühte. Wen i Poin- cart auch durch sein bewährtes Hausmittel des Vertrauensvotums die L-löipen 3ntert>d!ati>nen über hen Frankenstur» aus unbestimmte Zeit hin- ausschob, wird va r d>r Ich doch in der, Kammer- reden am Dienstag das .Panama her jerftfirten Gebiete-, da» die Hauptuilache der französischen Finan-not ist, unerb.tllich die ihm gebührende Rolle spielen.
Der in ganz Frankreich stark verbrertete und neuerdings hvchosfiziöfe .Petit Parisien" lief) sich kürzlich aus Lille einen aufsehenerregenden De- ridx über die Arbeiten der parlamentarischen Üntersuchungskvmmlssion drahten, die sich mit den Fälschungen bei den Scha- denSeriatzj orte, ungen ae’ i c PersönHchrriten und Firmen in den zerstörten tSebicten he chästigt. Die Immission soll festgestellt haben, das) vorläufige Schadensersatzforderungen. die im 3abre 1Q17 cingcrcittt wurden, in Heien Fällen bei der endgültigen Ausstellung bis aas das Hundertsache erhöht worden sind. Verhaftungen und Strafverfolgungen sieben bevor. . . Dem Sin- geweihten bedeutet dies feine besondere Snthül- lung Was sich wahrend der lebten Iahte in den nordflan^öfischen Zerstörung-gebieten ereignet hat, tn ein Skandal von einem Lasmade. Ivie er in der französischen Geschichte seit den Panama-Tagen nicht mehr bagetoden ist, Deutschland bat Milliarden über Milliarden bis zum vollständigen finanzierten Zusammenbruch für den französischen Wiederaufbau gezahlt. Frankreich fcfbO bat. als die deutschen Zahlungen eingestellt werden nwhlcn. fi4> hi die jetzt so verhängnisvollen Schulden ge- üurzt aber die Bevölkerung der zerstörten Gebiete hat nichts ober doch nur ein paar Votemkmfche Qlcubouten zu sehen bekommen Tkr sich nicht tm Vurusauw der Propagandasahricn berumf obren läht. sondern abseits spürend seine Straffe ttxm- bert ist entsetzt über das. was dort nicht geschehen ist Man kann viele Stunden wert durch die zerstörten Flechen und Dörfer fahren, ohne bah man auch mir ein einziges wiederher gestellt es Wohnhaus ober auch nur bte Vorbereitungen zu Dau arbeiten sicht. Roch, immer Haussen im tvr- aa^ge ei O ntmer tH <e Starrofen ti ben 11 n ter- ständen, die von den Kampftruppen gebaut worden sind Die übrigen wohnen tn den notdürftig ober überhaupt nicht her gerichteten Ruinen.
Hier muh mit der Finanzier mq des 'UMeher- aufbaue eine Korruption unb Mistwirischaft gc- trieb.m worden fvtn, dl' alle Begriffe überftetgt. Seit 3*(fahren überschwemmen Hunderte von ÄnmmlfTlrncn das Land um den Schaben abza- fchänen D.tie Abschätzungskommifsiv- ntn haben olde Milliarden an .Verwaltungs- kvsten- verschlungen Der VöllerrechtSlehrer der Universität Dijon. Georges Sc eile bit nach- gewiesen, bah schon die ur*l>rüna'.id>c Schaden-- rechnung Frankreichs mit 36*Milliarden Dold- franken um 30 Prozent überteuert gewesen ist. Das Abschätzungsverfahren hat diesen Betrag vervielfacht. Denn die Geschädigten selber bestimmen unter der Maske der gnitirnt n Kommissionen. in denen sic eine Art von Gesellschaft auf Gegenseitigkeit betrieben, die Höhr ihrer Abfindungen Dabei waren jeweils AufsichlsratS- mltglleScr fordernder CMcUfdxxften sow'e Vettern und Freunde der Antragsteller die entschTidende Instanz! Der Mert der erlittenen Schäden tm Hause eines jeden Dauern und Ardriteriö wurde allein für .Möbel unb feste Anlagen" auf den Mindestsan von 20 000 Golds ranken gebracht, ohne bah in dieser Zahl die Häuscrichäden berücksichtigt sind "Radeem die proben Schieber wie schon aus den Derichten der Kammerabgeordneten 3nq[Kl?, llh y. OroffUlcr usw hervorg ng ihren Raub in Ächerheit gebracht unb den französischen Staatshaushalt mit iln<untmen belastet batten unb der Sumpf des Wuchers unb Detrugs zum Himmel stank, entschloß sich die Regierung, alle weiteren Forderungen um ein Drittel zu kürzen unb die Gablungen auszusetzen Aber bas machte bei Hunberttaufenden kleiner Leute mit Recht böfcs Dlut. Die Regierung kreditierte also toeit-r. .Der Dochc wird ja alle» bezahlen!" Der Doch- ist z a h l u na -unfähig geworden unb die Regierung Poincarö hat sich in die Inflation des Franken hmeinkreditiert. Wird man am Dienstag in der französischen Kammer enblich den Vorhang von biefer Tragödie ziehen?
Die Arbeit der Sachverständigen.
Die Ausländsanleihe. - Poincar^s Instruktionen.
Paris. 20. CM«. (Mcllf > Uebrr die gftri- S offiziösen 'Beibintlungsn zwi ch-n Mi ghebtrn
Sachverständig, n.'omi.ees will die .ubic igo Tribüne erfahr en haben, bah bte Sachverständigen als Grundlage ihrer Dera.ung dic fogc- nannten technischen Studien der Del- gier benutzen, die i< anntlich seinerzeit einem Ilnterausschuh der 7e4MiatirmeL0mmt'lisu >uge- tmeien wurden. G» hrve sich nun herausgenellt. bab angrisch.s der völligen Veränderung bv. IMb- . . a:xb die beifli Vorichlage eine umfassende Revision bcbüif- len. Die Sachrerstänb,g n hätten die OLmabmcn aas den deutschen ä.teub-ibaen, gtirtlfen elektrischen Werken, au* ber Tabak- unö Mlc holst euer unb aller Quelle zu schätzen veriucht. die für die Degleich ing der Reparullonen Verwend^nz finden könnten
General Dawes fei für die Fortsetzung der Arbeiten in Berlin in einem möglichst nahen
Zeitpunkt.
Das würbe die Revision der belgischen Pläne fördern. Dav Sachverüänd'.g-nkcnu.ee soll ttxl er der Auffassung s in. bah eine Ausländsanleihe, unb zwar in Höhe von einer Milliarde Doldmark, genügen werk»:, b.c deutsch? WLH rung endgültig zu stabilisieren. Rach Ansicht der am rikunisch-n Sachverständige \ schreiten. wie die .Chicago Tribüne" zu wis en behauptet, die beiten xu langsam fort Dem .Rcw Vork Herald" zufolg- wird ttelfach ertrar cl. tah die Desprechungen mit Dr. Schacht zit der Frage führen werden, wieweit das Lachveritändigen- fomitec in der Aufstellung seines künftigen Ar- beitsprvgvammS gehen Dnnte.
Potncar.'- habe keinen Zweifel darüber ge» lassen, daß er den französischeu Sachverständigen gewisse Instruktionen erteilt habe.
3m Gegensatz zu den Amerikanern feien allo die sranzösifch.n Sachverständigen nicht unabbän- g i g von ihrer Regierung deren erste Forderung darin bestehe, bab der gröst'e Teil jeder internationalen 2lnleihe zur Stabilisierung der deutschen ODäbnrng für die Reparationszahlungen unb nicht für bic beasichttgte neue deutsch« Rentenbank Verwenbunq finden müsse. Unb beten zweite Forderung fei, bab bic von den Franzosen unb Belgiern zur Zeit ausgeübte Kontrolle bet Ruhrinbust rie als vollende e Tatsache hi g nommert werden mürfe, wob.i nur die militärische Desetzung sobald wie möglich eiv.geschränki werben solle.
Der Negiefstandal.
Der lin, 19. 3an. iWolfs) Von unterneb- tetev Seif erhalten wir folgende Mitteilung: .2lls bic deutsche Regierung im September ben passiven ODlbcrflanb aufgab. war die Deutsche Reichsbahn willens unb fähig, den Betrieb sämtlicher Dahnen deS besetzten Gebietes wieder zu übernehmen. Unter dem Druck der Lage erklärte sich die Reichsbahn bereit, der Regte rollendes Material unb ihr Personal zur Verfügung zu stellen. Trotzbem versagt bic Regte schon bei dem jetzigen geringen Verkehr unb sucht die Schuld der Rctchvdahn zuzuschiebcR. Die Regie hatte nach eigenen Mitteilungen bei ben Mainzet Verhandlungen 3728 beutsche Lokomotiven in ihrer Hand. Ihre Stiftungen waren damals nach eigenen Angaben so gering, bab hierzu ein Drittel dieses Lokomotivcnparkes genügt hätte.
Die grob« Zahl der nicht betriebsfähigen Lokomotiven der Regle hangt mit deren unzureichender Unlerhaltung jufarrmm.
Tatsächlich ist jetzt die Durchschnittsleistung der Lolornottven um fast die Hälfte geringer als 1922. An Guterwagen wurden ber Reg e bereits 84 000 Ärblerüxigcn mehr de.gestellt, als in das Reichs- lub.-gd'tet ^urudgclangtcn. Die Regte bekommt es nicht fettig, die Wagen l-en Debar'sstellr'N richtig ^uzusühren Die Regie schiebt weiter die Schuld an th.cn Mit erf'-lgen dem Hmeinragen der K ö l - ner Zone in ihr i^ebie: u Ma t d t von deut- scher Se tc versucht, ien Uebct gjna»periebr zwischen der Regte unb den Reichsbahnen in ber Kollter Zot e zu regeln. Die Regie stellt jetzt die starke Zumutui'g ihr ->uch den Rest des wertvollen Slsenbahnbefihes Im Westen tinnugcben, um das gewaltsam Weggenomme..e beute bester auszunür.en. Zu bemerken ist noch, baf) das Einkommen ber in ben Dirn st ber Regie getretenen Sisentah.ier trotz der Mainzer Abmachungen nur bic Hälfte, durch bei Frankensturz gar nur ein Drittel der ohnehin schon knappen Bezüge der brutschen Eisenbahner beträgt.
In einer Londoner Vläklcr.nelbung aus Köln htibt es, die französifche Regie habe den britische« Behörden den Krieg erklärt durch die Verhängung einer Blockade gegen all: Tmfuhr^ ausgenommen Lebent-tn.tl.l und THiliter» transporte.
Dies stelle die unverhohlens Anstrengung bar, drn Hanb l unb die Industrie au-zuhungern, damit sich an Wtb.r tand gegen die feste brili che Haltung bezüglich der Verwalti.n.t b?r Eisenbahnen ribebe Die Frage entstelte jetzt, ob britische Achten noch länget nach brr französischen unb der belgischen Zone qesand: werden jolle.t, solange diese Dlockave anb tuere. — Rach tin:r vom .Petit Journal" veröfien.lichten Meldung aus London verlautet tn gut unterrichte! en Kveifcn, bah der englische Dotschal ter in Paris Auftrag erhalten hab«, bei Poinc.irö eine Demarche zu unternehm n di? sich auf b.e von der ftanzösisch-bclgischen «Liseniahn cgi? getroffene Anordnung, in besondere tm Eisenbahnverkehr mit der englischen Zone bezieht.
Der dlplomatifche Drrtchterstatter deS .06- server" schreibt yz ber Blockade der britischen Rhcinzone durch die französische Sifenbahnregte, die schon seit einiger Zett bestehende Spannung zwischen ben Franzosen und ben englischen Behörden im Rheinland bab' sich durch ba3 Versagen jeglichen GntgenkornmenS sri- tens der französischen Regte verschlimmert. Die Haltung ber Franzosen sei hervorgerujen worden durch die feste Wri inung Lord Äilnamo ks, ben französischen Dehvr^en zu gestatten, die britische Zone als Werkzeug zur Zertrümmerung Deutschlands
zu bebanbdx Der Widerstand Lord KUmarnockS gegenüber dem franzölischen Versuch, die Mission des Generallonsuls L live in bec Pfalz zu ver- hindern, habe cr-'wul die a.ttschlvssLthtit der britischen Äegtcrung beto cfci, nicht an dem vollkommen ungesetzlichen Derluch der Errichtung einer autonomen Qtc^ieiu tg kil u.iebmen. Daher b e offenbare Feindschaft der f .anzö Ischen Behörden pegm die britisch? Zone! Die Sch.vierinkelten ber brt i.chen Dehörien irüvben al erdin s nicht ernstlich verTnehn, denn schon früher sei ben britischen Interessen grober Schaben zugefügt worben, aber sie würben jetzt aller Welt offenbar. Das wirklich Interessante fei, bah durch diese Ereignisse ttar geworden sei, baf) die Franzosen sich nicht mehr ernsllich bemühten, den französilch-en Dorivann der s^aratistischen B?a>egung in der Pfalz zu verheiml ichen.
unter dem Schutze des beschworenen Vertrages In Sicherheit zu leben, und bte Schäden, die es durch den Krieg erlitten habe, wieder gut zu machen Keine politische Heye, ttin Finanzmanöver, krin Druck des Auslandes würde biek Stimme des GewillenS ersticken Frankreich sei keine von imperialistischem Wahnsinn e i füllte Macht, die nach fremdem Gut trachte. l»S wün- sche das Glück der anderen Völker, unb zwar nicht mit das feiner Alliierten, sondern auch das seiner ehemaligen Feinde, vorausgesetzt. bah fie ihre Der gangenhett aus- merzten unb fich besserten Frankreich kl bescheiden, es wünsche nichts weiter, als bah es von niemandem um das gebracht werde. waS ihm versprochen worden fei, und bah es nicht wieder von feinen Rachbarn an der Kehle gepackt werde.
Die Lage in der Pfalz.
Berlin. 21. 3an tPriv.-Dclri In einer Unterredung mit dem Heidelberger Korrespondenten des .'Berliner Tagebla'ts' erklärte ber Dischof von Speyer Dr Sebastian u a., nachdem er an feine fruchtlosen Vorstellungen bei General de Metz gleich zu Beginn des separatistischen Puifches und bic Ablebnung ewtf zweiten Dcfuches. den er zusammen mit bem Präsidenten der protestantischen Landeskirche der Pfalz machen wollte, cm ich den fraritzöfischen General erinnert hatte, er habe in ber vorigen Woche in Koblenz dem engli'chen Mitglied der Rhdnlandkvmmillion Horb Äil- marntl gesagt, wenn bic Fraiyvlen sich vollkommen neutral verhielten, so würde
die feparatistifche BeweMNg iuurrhalb 30 Wirrulen ohne Blutvergießen erledigt
sein Der Bischof teilte weiter mit. ihm lägen zahlreiche Klagen aus allen Kreifen der Bevölkerung vor, die immer wieder barlegten, bah die sogenannten .Loyalltätserllärungen" nur unter dem Drucke von schweren Drohungen abgcgei.cn worden seien Derselbe Korrespondent hatte in Mannheim auch eine llntcrrcbung mit cem Bürg nmrris.er Kleefrvt, der ihm gegenüber den Separati-nrus tn jeder Frrm ablehnte Der Bürgermeister erflärte u a. bah biegrohen pfälzischen Städte, die rund ein Drittel ber Bevölkerung verträten,
keinerlei LohalilälserklLnmaeu grgrnLber der fosenannleu autonomen Regierung abgegeben hatte».
Diele Feststellung, schreibt der Korrespondent, fei deshalb besonders wertvoll. a>eil General d e Mey ausländischen Journalisten gegenüber zugegeben habe, bei 60 der ihm zugegangenen Lohalitätserllärungen sei behauptet worden, bah sie nur unter Anwendung von Gewalt abgegeben, worden seien.
Rach einem Mannheimer Telegramm ber .Bo'tischen Zeitung- sprechen viele Anzeichen dafür, bah die Herrschaft der Separatisten tn ber Pfalz z u Ende geht. Infolgedessen beOebe die Aussicht, bah Störungen, die durch die Ausschaltung ber deutschen Behörden In vielen pfälzischen Bezirken in der Auszahlung der 6 r • werbslvfenunterstützung en standen seien, bald fcrtfallen und so die Rotlage der Arbeitslosen dort behoben werden könne.
Vor bem britischen Regierungswechsel.
London, 21 Ian 'Wolfs ) Die Anordnung für bic e it'ch tbxitbc Debatte am Montag ist jetzt festgest.llt i ie Debatte wird von vir I>hn Simon eröffnet. Vermutlich a> rb dann Lloyds George, im A.>schlust trirlltichl auch Vald- w l n bas Wort ergrdfat Al» letzter Xcgk- rungsvertreier wird ber Attorney Gene, al Hegg sprechen. Macdvnald wirb bte D.4>atte be- schlichen Die Adst mmung wird 11 Ubr abends stattfinden. Rach ber Ainahnre des Adände- rungsantvoges wird bas Unterbaut aut Diens- t a g vertagt In dicssr Sitzung w.rd Baldwin den
Rücktritt drr Rezierong
verkünten Darauf erfolgt die Vertagung bis zur Bildung des neuen M nlsteriums Wie verlautet, wünscht Macdvnald eine Vertagung auf drei Wochen, um den neuen Ministern Zeit zu geben, sich eintzuarbeiten.
Der .Times" zufolge unterstützt Lord Halda ne 2Kacbonalb b i ter Wadi der Persönlichkeiten. bl? die Regierung bn Oberhaus ver- teten frier Die Prak i ch-tz Schoerigkei.en, bic für die Arbeiterpartei tm Zusainmenhang Nuult vorausgesagt wurden, würden tn uiuxtoartettr Weise überwunden
es bestehl kein Zweifel mehr, daß die Geschäfte ber Regierung im Oberhaus durch eine genügende Anzahl Wortführer vertreten fern werde.
Sie würden gröhtmtril# aus den Kreisen nicht politischer Pai rs gewonnen w.rien, d. h Mitglieder des Oberhauses, b.c unter den verschiedenen Regierungen unb Im Auslände gedient Häfen und auch bereit ttriren, ihre Zu Hörigkeit zu jeder künstigen Regierung als Fortsetzung dieses Dienste» an-usehet. Thomas sei fetzt ber am meisten begünstigte Kan bi bat für ta» Kolonialamt, während für da» Kriegsamt der Dri.^abegeneral Thompson genannt werde. Thomvson war militärischer Dera'er her Arbeiterkommission, die 1923 das Ruhrgebiet besuchte. — Die .Sunday Times" teilt auf Grünt von Informationen von cinstuhrricher Seite bereit» folgende voraussichtliche
Zusammensetzung des neuen Arbeiterkabinetts
mit'.
Premierminister und Statttsfekretär des Aeußeru: Ramfay Macdvnald,
Lord^ehennfieqeldewahrer: Dl hu es, Lordkrnzler: Lord Parmoor, Schahkanzler: Snowden,
Finanzsekrelar des Schatzamtes: Graham,
Minister des Innern: Arthur He «dar- son,
Krie^sminister: Thomas,
Erster Lord der Admiralltat: Lord H al- daue,
Kolonialsekretär: Wedgewoob oder Denn Spoon,
Präsident des Landwirlfchaftsomts: Roel D u ff t o u,
Arbeitsminister: Sidney Webbs, Gesundhe'.tslninister: W he a Iley» Unlrrrichttminister: Tredelhau. Peusiousminister: Robert,
Präsident des Handelsautts: Green- w o o d,
Generalpostmeister: Hartshorn, Sekretär für Schottland: Adamfon. Unterstaaissekretär des Aeuhern: Bri- gadegeueral T h v m p f o n.
•
Der bevorstehende Kabsntitswechfcl tn England gibt der französischen Presse Anlah zu neuen Srörlering n be* Reparation»^rvblcms unb der Frage b r bi eralliier enKricgssch-ld n So '<breibt das .Journal des Döbais": Mac onald würde an crhrblutzes Prestige crtocrbei. wenn e» tjm gelänge, in ber Rclxira ionSf rage praktisch du r chführbare Lösungvn zu e zel n wie sie bte Füh er der traditionell n Prrtelci nich: zu finben verstanden hätten Die Reparationsfrage sei mehr politischer als wirtschaf l'cher Art Man habe es mit einem Konflikt von Willens- richtungen zu tun.
Die angebliche materielle Unmöglichkeit, die man Frankreich entqeqenhaltr, wurde sich der- fluchttgen, sobald diese WiUensrichttmge» im Einklang miteiaander ständen.
Macdvnald vermöge viel in dieser Beziehung Aber abgesehen von England unb abgesehen selbst von der Kleinen ön:cnie möchte man gerne In ber Lage fern, scstzuste.l-n bah auch ander? Cänbrr, ber gemeinsamen O<fib- b tr>-b‘.. ax-f die d u sche öffentliche Meimmg Einsluh nähmen damit diese dem Berliner Kabine ! britimme, aus seinem Lirculus vitiolus hcrauSzutrcten.
Dem .Temps" scheint es. bah Frankreich bte Initiative zu reuen Derhrnblungen über
die Kriegsschulden
ergreifen sollte. ES könnte nach bem Beispiel Englands zunächst einmal mit ben Vereinigten Staaten Fül lung nehmen. Zunächst würde man den genauen Bctrag der amerikanischen Forderung an Frankreich fesll^hM Wenn bis jetzt
I noch krin Gesamtbetrag im gegenseitigen 6in* I vernehmen festgesetzt sei, dann merbc man über | die Grundlagen einer Regelung verhandeln. Die


