22 Fortsetzung
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geneigt. Der Schlummer umdämmerte
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Die .Continental* ist eine der wenigen in den Verkehr gebrachten Schreibmaschinen- Fabrikate, die sich wirklich bewährt haben.Von den vor 20Jah ren gelieferten Maschinen arbeitet nachweislich noch an großer Teil zur völligen Zufriedenhat ihrer Besitzer. Eine Maschine von derart langer Lebensdauer und Leistungsfähigkeit muß ein erstklassiges Fabrikat sein, welches sich in kurzer Zeit unbedingt bezahlt macht.
»Sie leben auch ohne mein Zutun."
,3ch gönne es ihnen."
..Ich nur bedingungsweise."
Hellmut wollte antworten, schärfer im er gegen die Schwester gewöhnt war.
Warum gerade eine
„Continental“-Schreibmaschine?
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Die Einsendung der G.-M 2.50, wofür Sie ein Kilo Marbu-Kaffe« erhalten, berechtigt Sie auch an der am 15. Februar 1925 stattfindenden Preisverteilung, welch« unter Aufsicht einer Preisveneilungs- Kommission und eines Notars erfolgt, teil»
große Freude bereiten, wenn Sie nur geringen Betrag von
G.-M. 2.50
auf unser Postscheckkonto Frankfurt Main Nr. 3891 einsenden, wofür Sie
Tätigen Teilhaber mit mindestens 5000 Mark flüssigem Kapital nimmt ausbaufähige und gutgehende Dauartikelfirma auf. Strebsamem, zielbewuhtem Kaufmann bietet sich sichere Existenz. Ausführliche schriftl. Angebote wolle man unter 10125c an den Eichener Anzeiger richten.
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da trat Gert in die Dallomür.
.Endlich". sagte er und wies über das Drust- geländer des 2lltans. Unten fuhr der kleine Einspänner des Kommerzienrats vor. Deisbach sprang aus dem Wagen und winkte hinauf.
»Schon da", rief er. „QA kann gleich losgehen!"
-Höchste Zett", brummte Gert. .Lexe. du siehst be'oubcmb aus. Aber ist dies ein hochzeitliches Octoo tb? Die Pfauenaugen auf deinem Kleide bebräucn mich wie mit mißtrauischer Wachsamkeit. Es sind Argusaugen."
-Mein Lieber, ich kenne den Mythus. Argus gilt als das Symbol des gestirnten Himmels. Äimm an, ich wolle dir ein Stück Himmel in deine junge Ehe tragen. Auch nur symbolisch."
Er verbeugte sich, ein Spottläch<-ln um die Lippen. „Ich nehme es an. Du hast mich ja immer sehr lieb gehabt . . ." Beider Blicke fuhren ineinander. Sie sprühten zusammen wie Klingen aus weißglühendem Eisen, voller Leidenschaft, unbezähmt in Liebe und Haß.
Geisbach hatte inzwischen die Gäste begrüßt. Mit hastigen Worten entschuldigte er sich. Ein Unglückssall in Grube Bier — da hatte er einfahren müssen. Doch nun war alles so weit. Er stürmte aus dem Zimmer und in das Schlaf- gemach ThedaS.
„Mein süßes Frauenzimmcrchen. ich habe dich warten lassen", rief er und neigte sich zärtlich über ihr Bett. „Aber dein (Baler ist kaum noch Herr seiner selbst I Wie fühlst du dich denn?"
„Danke. Papachen, ganz gut, ein bißchen matt. Können wir nun anfangen?“
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3n der Ihnen zugesandtcn Ware be» findet sich ein Gutschein, welcher Ihnen besagt, was Sie erhalten, ohne daß Sie hierfür noch unnütze Gelder hergeben; denn auf diesem Gutschein ist angezeigt, unter welcher Klasse Ste Ihre Auswahl der Preise gleich nach Empfang des Gut« scheins und des Paketes treffen können.
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Die Preise werden am 15. Februar 1926 unter Aufsicht, wie oben angegeben, verteilt.
Die Verteilung wird von uns unter Mitwirkung der Kommission vorgenommen.
Die Preise sind einer Versendung von 300000 Paketen zugrunde gelegt. Sollten allerdings weniger Pakete zum Versand kommen, so werden die Preise prozentual im Verhältnis zum Versand reduziert. MMlAMmI
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Die Pflegerin mischte in eipan fHbcrnen Becher ein nervenbelebendes Getrünk. Sie warf Geisbach dabei einen Blick zu. den er verstand. Es eilte — sonst schlief die arme Kleine wieder ein.
Er stürmte zurück in das gelbe Zimmer. .Sv. meine Herrschaften — wenn ich jetzt bitten darf! Lieber Herr Pickenbach, verlesen Sie Ihre Urkunde möglichst rasch . . Pastorchen, keine lange Rede . . wir müssen schnell zu Ende kommen! Deinen Arm. liebe Alexe . . "
Er nahm Alere am Arm. die Herren folgten. Ein Hindernis hielt sie auf. 3m Zimmer vor dem Schlasgemach ThedaS hatte sich die 'Dienerschaft des Hauses berfammelt DciSbach wurde verlegen. .Ah. Kinder — ihr wollt gern der Trauung beiwohnen", sagte er. ,3a — aber so geht das nicht. Wir dürfen Fräulein The da nicht aufregen. 3ch werde die Tür offen lassen, dann föimt ihr zuschauen . .
Die Feier Hub an — ohne eine Spur feien» kicher Stimmung. Es war eine Hetzjagd. Während Herr Pickenbach den Text der Kopulationsurkunde eilfertig herunter leierte, blieb Theda im Bett, die Augen grob und doch mühsam geöffnet. Gert stand neben ihr und hielt ihre linke Hand. Er zählte mechanisch die Schläge ihres Pulses. Er dachte an alles mögliche, nur nicht an den Augenblick. Er dachte an seinen Schneider, der die bestellten neuen Anzüge noch nicht geliefert hatte, und in unvermittelten Gedankenfprüngen an Clemence Savarh und dann wieder an Freye und an China — und fühlte plötzlich, daß er im Bairn zweier Augen stand. Bom Fußende des Bettes aus umglitl ihn der Blick Aleres. 3hr rechter Mundwinkel schürzte sich ein wenig nach oben. Es lag eilte grenzenlose Verachtung in dem Ausdruck ihres Ges.chts. Das machte ihn toütcnb und brachte fein Blut in Aufruhr. Theda zuckte zusammen — so fest preßte er unwillkürlich chre Hand.
Aber nun hatte der Standesbeamte seine Litanei beendet. Das junge Paar mußte das Dokument unterschreiben. 3eht waren sie gesetzlich Mann und Frau. Aur der Segen der Kirche fehlte noch. Unter der Dienerschaft in der offenen Tür entstand eine Bewegung, als wollte man hilfreich zufpringen. Doch die große Pflegerin
Halbschlaf, alS die Pflegerin sie aus daS Bett zurücktrug. Sie raffle auch den Rest ihrer Kraft zusammen in dem Gefühl, dieser traurigen Feier keinen allzu wehmütigen Abschluß zu geben. Die Dienstboten hatten sich in das Zimmer gedrängt und wollten ihre Glückwünsche vorbringen. Die alle Haushälterin kniete nieder und küßte ihr weinend die Hände, auch Wilhelm, der Diener, wischte sich über das Gesicht. Stuben- und Küchen- mädchen machten Mienen, als handle es sich um ein Begräbnis. Aber sie lächelte wieder freundlich, nickte allen zu anb sprach ein paar Dankworte, und dann kam die Pflegerin und trieb mit rascher Armbewegung die Leute hinaus.
Geisbach verschluckte sein Aührempsinden. Et lachte polternd. »Siehst du. mein geliebtes Frauen- zimmerchen." sagte er, »nun ist die Sache all right. Lind wenn du recht vernünftig und artig bist, dann wirst du bald wieder ganz aus dem Damm fein, und übers 3abr, wenn der Gert zurückkommt, da feiern wir nochmals Hochzeit! Aber anders wie heute, das versteht sich."
(Fortsetzung folgt.)
1O197D
Heute und Samstag
IHetzelsuppe
Bekanntmachung.
Bett.: Iugelaffene Installateure im Hebet- lanbgcbiet
Im Nachtrag zur Bekanntmachung vom 24. Mai b. Js. sind zur Vornahme von Installationen an elektrischen Leitungen, die ihren Strom vorn Stäöt. Elekttiziläts» werk beziehen, weiter zugelaffen:
Die Installateure Arnold & Pfeiff, Elektro » Installationsgeschäst in Londorf (Ob erbeff en). 10177c
Gießen, den 17. Dezember 1924.
Elektrizitätswerk und Heberlandanlage der Stadt Gießen. St ölte.
3n einem Salon mit altmodisch gelben Sei- benfeffeln und einem Amiinsterteppich von schau- derhasten Farben langweilten sich die Geladenen. Der Pastor, wohlwollend behäbig in seinem Ornat, saß mit dem alten Grasen Hora auf dem Sosa. Halblaut tauschten beide politische Weisheiten aus. An der Wand standen wie ftalurari- sche Gegenstücke der 3ustizrat Mlldner mit seinem bissigen FuchSgesicht und der Standesbeamte des Bezirk-, Herr Pickenbach, ein Mann mit immer vergnügter Miene. Alere und Hellmut von Mey- ding waren auf den Balkon getreten, der Bruder ruhig, gleichgültig, gelassen, die Schwester nervös und verstimmt. Sie war nicht hell gekleidet, sondern trug eine Toilette in Braun mit ein- gestickten Pfauenaugen, halsfrei, an der linken Schulter das kleine Slistskreuz. an der linken Brustseite das achtspitzige Silberkreuz der Domina.
»Köstlich," sagte sie, »nun fehlt wieder der Brautvater!"
»Er ist GefchäftSmann und dann erst Vater", antwortete Hellmut.
Der Blick Alexes schweifte über den Oberg- bang und die Anlagen im Tal. „®r hat Millionen aufi der Erde geholt — wem fallen fie zu, wenn er einmal stirbt? Kennst du den Heiratsvertrag zwischen Theda und Gert?"
.Man hat mich «richt hinzugezogen was geht er mich auch an!“
»Ach hörte davon. Gesundet Theda nicht, so wird Gert der Gesamterbe. ilnö wer beerbt Gert, wenn er in China Unglück haben solltet
."Närrische Frage — feine Frau."
»Wenn sie noch lebt Aber ihr dürftiges kleines Leben hängt an seidenen Fäden."
»Lere, ich verstehe dich nicht", sagte HellmuL .Du verlierst dich in Phantasien.."
„3n Möglichkeiten. Die alten Herren stehen an der Grenze ihrer 3ahre. Das Hochzeitsbett Thedas kann ihr Totenbett werden. Gert kann mit feinem Schiffe untergehen. Kann bei einem
Aachtbummel in Peking einem Strolche zum Opfer fallen. Es war alles schon da."
.Nun und —T*
»Er ist der erste Hora-GciSdach und würde der letzte sein. Sein Erve wärst du."
totntte a®. Ott nahm Theda in ihre Arme, trug fie vor den Altar und fetzte fie hier vor* sichtig m einen bequemen fahrbaren Sessel. DU Schleppe des Kleides ordnete sie mit flinker Hand rings um den Stuhl inu) schob auch den Myrtenkranz im Haar der jungen Fvau wieder gerade. Gert setzte sich neben Theda, im Halbkreis standen btt Zeugen.
Aufmerksam beobachtete der alte Geisbach seine Tochter Er war unruhig. Der Pastor hielt sich hid zu lange mit dem Liturgischen auf. Geisbach sah die sich müde verlängernden Züge Thedas und das Blinzeln ihrer Augen. Gr wippte mit den Füßen. Der Mann, der keine Nerven kannte, wurde erregt und ungeduldig. Gottlob — endlich! Die Ringe wurden gewechselt. Gert sprach sein ,3a" Har und kräftig. Theda mit zarter Stimme und einem süßen Lächeln — dann folgte der Segen und das Schlußgebet. Da hatte Theda
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Um zahlreiche Beteiligung bittet io,t*c
Ter Vorstand.
>SO- uoö MWe Eremvl. vor» j > i a.13. Bestellg. f. Karpfen b. »um Sonntag.
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