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Sage gewesen, sich über irgendeinen Punkt des Abkommens auszusprechen. Alles, was

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nationalen Botrspartei für Pommern (Su|tuD Malkewih.

Der Oberbürgermeister von Hannover, Lei­ne r t, der bekanntlich seine älnterschrist unter dem von seiner, der sozialdemokratischen, Partei stark angefochtenen Absindungsvertrag zurückge­zogen f)«.it, hat einen schweren Rervcnchock erlitte^ dw ihn veranlastt hat, auf längere Zeit ein Sanatorium aufzusuchen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichspräsident ist von seinem Er­holungsaufenthalt aus Freudenstadt wieder in Berlin ein getroffen.

Aus aller Wett.

Der Koloniarkongretz

Der preustische Landtagsausschuh für Derwaltungsreform hat beschlossen, dah die neue Städteordnung am 1. April 1925 in Kraft treten soll. Sechs Monate später müssen in ganz Preu he n die Gemeindewahlen durchgeführt sein. Der Ausschutz beschloh ferner, dah dem Bür- germeister der rheinischen Städte- Ordnung ein suspcn ives Beto g.geni Beschlüsse Der S tadtverorönetenversammlung gegeben tre:- den soll, die das Gemeinde interesse o7er »das Gemeind^wohl verleben. Falls ein s.lcher Be- schluh nach zwei Wochen wiederholt wird, muh er ausgeführt werden.

In Stettin starb an den Folgen einer Darmoperation der deutschnationale Reichstags- abgeordnete und Landesvorsihende der Deutsch--

noch im Oktober des gleichen Jahres zustande. Der wichtigste Inhalt der dort gefahten Resolu­tionen ist, dah in jedem Lande eine Bereinigung bestehen soll, um in Kriegszeiten den Sanitäts­dienst Der Armeen zu unterstützen: dah diese Vereinigungen Die freiwillige Krankenpflege or­ganisieren, ausrüsten und einsehen sollen in'Ver­bindung mit ihren Regierungen and unter ein- ander: dah sie das einheitliche Zeichen des Roten Kreuzes auf Weiher Armbinde tragen. Die Kon­ferenz besaht sich auch mit Der Verbesserung Des Völkerrechts, gibt hier aber nur Anregungen, Die sieWünsche" nennt.

August 1864. Der Einladung des Bundes­rates folgend haben die diplomatischen Ver­treter Der Mächte Europas sich wiederum in Genf versammelt. Ein Vertragsentwurf des be­rühmten Schweizer Völkerrechtlers Gustave Moynier, Der schon Der Konferenz von 1863 prä­sidierte liegt vor. UnD schon ist man der tatkräf­tigen Sympathie aller Beteiligten gewih. nach­dem nach Moyniers Worten -die Hinder­nisse wie durch einen Zauber sich ebneten". In 14 Tagen wird Der Vertrag. Der in der Geschichte Den RamenGenfer Konvention" trägt. Durch­gearbeitet, Am 22. August wird er unterzeichnet.

Der Inhalt, dessen Grundcharakter All­gemeinkenntnis geworden ist, braucht nicht wieder­holt zu werden: er ist im wesentlichen die Ver­pflichtung auf die 1863 niedergelegten Resolu­tionen undWünsche".

Diese Sicherheit des Baues auf gemeinsamen und verlählichen Willen zeigte sich auch im Kriege 1870/71. Von Den ganz autzerordentlichen Leistun­gen, zu denen nach nur weiteren vier Jahren die Hilfsvereine befähigt waren, soll nicht Die Rede sein. Als ein kleines, aber charakteristisches Zeichen für das in so kurzer Znt schm eitstan- Dene Vertrauen sei nur Die Tatsache erwähnt, dah unter den Spendern für Die neutrale Arbeit des Internationalen Komitees in Gons sich auch die beiden kriegführenden Mächte selbst befanden, das

Wettervoraussage,

Zunächst heiter, später zunehmend bedeckt, Winde aus südöstlicher Richtung, wärmer, anfangs trocken, später beginnend? Regensälle. 1

llnfeie Hochdruckwetterlaie wird durch ein aus Westen kommendes Tiefdruckgebiet gestört werden. Zunehmende Erwärmung und Regensälle find zu erwarten.

Berlin, 18. Sept. (WTD.) In Der versität wurden die Verhandlungen des Kolonial

haikwan ist Der Mobilmacyungsvrt für Die Ar­meen des Generals W u - p e i - f u , des Füh­rers Der Truppen Der Pekinger Regierung.

Die Lage von Schanghai spitzt sich zu. Die erste und Die zweite Armee von Tsche- fiang haben revoltiert. Ein neuer Angriff hat bei Liuhe begonnen. Es verlautet, dah Die Truppen von Kiangsu die Linie von Tsche- kiang in der Rahe von Ihing durchbrochen haben und dah Hanchow geräumt ist. Diese Rach­richten verursachen beträchtliche Auf­regung in Schanghai. Die ausländischen Freiwilligen wurden mobilisiert.

Rach einer weiteren Reutermeldung aus Schanghai scheint der Zusammenbruch der Truppen von Tschekiang, die Schanghai verteidi­gen, bevorzustehen.

Bornotizen

Tageslalender für Freitag. Lichtspielhaus. Bahahofstra' e.Jackie, Dec Laus-

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Die Ursprünge der Rotkreuz-Vewegung.

DaS Rote Kreuz hat den WahlspruchEdel sei der Mensch, hilfreich und gut". Die darin sich auSdrückende Idee ist schon lange in der gesitteten Menschheit vorhanden gewesen, sie hat aber erft Form angenommen mit Der Unterzeichnung der Genfer Konventwn vom 22 August 1864. Form ist ehre Bedingung des soliden Daseins, Ivie Goethe in seinen wissenschaftlichen Schriften sagt. Das Herauskommen der Rotkreuzbewegung auf­zuzeigen, soll uns Heutige zum Willen nach vorwärts ermutigen, Denn diese Geschichte be­weist, dah die Idee mächtig ist, dah große Ge­danken durchaus Verwirklichung zu erobern ver­mögen. Heut? gibt es in Den zivilisierten Ländern kaum einen Menschen, der nicht dasRote Kreuz" kennt. Und doch stand am Anfang dieser Welteroberung nichts anderes als ein erschüt­tertes Herz und eine tatkräftige Seele. Es sei vergönnt, einige zeitliche Bilder hintereinander­zustellen, Denn es ist schön, in ihnen Wachstum und Verwirklichung Der Ideen zu verfolgen und zu bestaunen.

1859. Das Schlachtfeld von Solferino. Ein glühend Heister 3unttag ist zu Ende gegangen. 15 Stunden haben Oesterreicher Franzosen, Ita­liener gekämpft. Hin und her schwankte der Er­folg. Die Verluste auf beiden Seiten sind furcht­bar, cd. 40 000 Mann tot oder verwundet. Am Abend bricht ein wildes Gewitter über die gänzlich erschöpften Truppen. Im Laufe der Tage werden in die Lazarette zwischen Mailand und Verona noch weitere 40 000 Erkrankte aufgenommen. Ach, was vermögen die wenigen und unzureichenden Lazarette, nxid vermögen Die dürftig, spärlich vor­gesehenen Einrichtungen für die Verwundeten? Sie lieaen drauhen, unversorgt, za Hunderten, zu Tausenoen, müssen verbluten, im Elend umkom- men. Wenn da nur hundert geübte Kranken-

Wärter wären, wieviele Tausende könnte man retten! Das ist es. was Henry Dunant durch Herz und Kopf geht. Er ist ein Bürger aus Genf. Als einfach und verschlossen wird er geschildert. Hier ist er auf Dem Schlachtfelde. um Hilf? za spenden. Aber das Uebermah des Schreckens und Der Leiden verspottet seine Heine Hilfe. Wohl ruft er Männer und Frauen einer italienischen Rach- barstadt auf, mit HanD anzulegen. Wohl gelingt es ihm endlich, sie mitzureihen: sie versorgen zuletzt auch die verwundeten Feinde mit, vom Beispiel Dunants gepackt.Alle sind Brüder", sagen sie. Wer dies alles bleibt zu wenig.

Henry Dunant ist ein Mensch, bei Dem Der Eindruck des grauenvoll Ungenügenden zur For­derung der Abhilfe wird. Dies sind die Menschen, Denen wir alle Besserung verdanken. Er wird für diese Forderung sich einsehen.

1862. Sein Buch erscheint (Eine Erinnerung an Solferino"), in Dem er diese Eindrücke nieder- legt und Vorschläge zur Besserung gemacht hat. Er hat gewartet, bis die amtlichen Zahlen für diese Schlacht vorlagen. Gr hat wie bewun­dernswert! bis dann geschwiegen, trotz der Erregung seines Herzens, weil es tfym nicht daran lag, der Welt fein noch so edel erschüttertes Gefühl zu zeigen, sondern daran, Boden zur Ab­hilfe zu gewinnen. Jetzt erregt sein Buch Die ganze europäische Welt. Diel tausend Herzen erfüllen Die gleichen Gedanken.

1863. Rur wenige Monate nach dem Er­scheinen von Dunants Schrift find vergangen. Die nun den An last gegeben hat. bei einer Sitzung eines Wohlfahrtsvereins der Genfer Gemeinnützigen Gesellschaft über einen Vorschlag dieses Buches zu beraten, nämlichüber die Zu­ordnung eines Korps von freiwilligen Kranken- Pflegern an kriegführende Armeen". Eine Kom­mission von fünf Personen fördert die Arbeiten und bereitet das vor. was dem Gedanken zur Tatsächlichkeit verhelfen soll: die Berufung einer intematiorui£en Änniemu. Siele Konferenz kam

Die Friedensbedingungen der Mffkabylen.

Spanien angeblich zu sofortigen Verhandlungen bereit.

London, 18. Sept. (WTD.) Der Bericht- erftatter derTimes" erfährt aus Tanger, das spanische Direktorium wünsche in sofortige Verhandlungen mit Abd-el-Krim einzutreten, um eine Vereinbar mg herbeiza- führen. Spanien sei brreit, Abd-el-Krim ein weites Mast von wirtschaftlichen und aDminst'.a- tiven Freiheiten außerhalb der spanischen Besetz ungszone zuzusichern, verlange dafür aber die Anerkennung des Sultans von Marokko und des spanischen Protek­torates. Die Gegenfarbe.-ungen Abd-el-Krims umfaßten Die Räum ung von Tetuan and der Gebietsteile, die vor Dem französisch-spani­schen Vertrag von 1912 noch nicht besetzt waren. Dies würde bedeuten, dah die Spanier nur Cento und Mellilo mit einem geringen Streifen des Hinterlondes sowie die Inseln Penon de la Comera und Alhuccmas, die seit Jahrhunderten spanisch feien, behalten würde.

Ferner w.rde die völlige Unabhängig» feit des Riffs und dir Anerkennung dieser älnabhängigkeit durch Spanien und 'Die Mächte gcfciD.rt, firm Entschädigungen und Reparationen sowie L b s e g r l d fir m h° rete Hundert spanische Gefangen? uns eidlich das Recht, Raisuli und alle Führ r, die ,ür Spanien gefochten haben, c i -i $ u E c c f e r n c&.r zu verbannen. Als Gegenleistung soll eiste kon­stitutionelle Regierung des Riffs un­ter Dem Sudan gib.ldet wirken, die all? be- stehniDen kommerziellen un) sonstigen Ter e ausführen und das Land für Hanael und Indu­strie aller Ratlonien öffnen würde.

Die militärische Sage auf dem marokkanischen Kriegsschauplatz

schildert eine offizielle Rote als unverändert. Die mT..i chen Operätionen werdest durch denRe- bel sehr erschwert: die feindlichen Angriffe Dauern noch an. General P r i rn o de Rivera veröffentlicht einen weiteren Au f r u f, in dem er an den Opfer­mut Del* Soldaten appelliert und erklärt, Die kürz­lichen Verluste des Feindes wiesen Die spanischen Truppen auf den Weg des Triumphes.

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Diese Ermästlgung kommt in erster Linie den Teil­nehmern in Den Gr.nzgebieten Defl Reiches zugute, sowie Denjenigen Kreisen, die Gespräche auf größere Entfernungen zu führe i gezwungen sind. In diese Entsernungsstufm fällt eine Reiste von wichtigen Veickehrsbeziehungen. z. D. v.n Berlin mit Düsseldorf. Köln, Francs art n. M, K.irls- ruhe, Stuttgart, München, Köniueverg isw. Dir Ermäßigungen betragen zwischen 6,7 und B v. H.

Eine allgemeine imäf'igui g t-r~ u'.ü en gebühren im Inlandverle' ' i|t ,u Z:it nicht möglich, es wird aber in Aussicht genommen, Brieftelegramme gegen eine Wortae u

10 Pf. cinzuf ührrn F.rner solle i Di: Ausland- telegräpheng.bühren daduich re.adgesetzt werden, dast Der Goldfianken statt mit 90 mit 85 umrerech­net wirb.

Der Stand des Abrüstungsproblems Noch kein Abkommen

Über das Schiedsgerichtsverfahren.

Paris, 18,, Sept. (WTD.) Der Sonder­berichterstatter der Havasagentur in Genf ist er­mächtigt. zu erklären, dast alle bis jetzt erfolgten Veröffentlichungen über das zu standsgekommene Abkommen in Der Frage Der Schiedsgerichtsbar­keit, Der Sicherheit unD Der Entwaffnung un­genau oder unvollständig sind. Dis z ir Stunde bestehe kein Abkommen, und zwar schon deshalb nicht, weil weder die Abrüstungskom­mission. noch Die Versammlung des Völkerbundes sich über irgendeine Der Materien, Die zur Dis­kussion stehen, ausgesprochen hätten. Anderer­seits habe die juristische Kommission, die sich mit Der Frage Der Schiedsgerichte be­schäftigt, erst heute eine Sitzung abgehalten, sei also infolgedessen noch gar nicht in Der

Aus Stadt und Land.

(Sieben, den 19. Sept. 1924.

Die Neuordnung der Fernsprech­gebühren.

Das Reichspostministerium wird Dem Ende dieses Monats zusammentretenden Verwaltungs­rat Vorschlägen, die Fernsprechgebühren in fol­gender Weise zu ermätzitzen:

An Stelle Der jetzigen Odtsge - sprächsgebühr von 15 Pf. sollen künftig für jeden Hauptanschluß erhoben werden: für die ersten 1OÖ Gespräche im Monat wie bisher 15 Pf., für 101 bis 200 Gespräche im Monat 14 Pf., bis 300 Gespräche rm Monat 13 Pf., bis 400 Gespräche im Monat 12 Pf., für 500 Ge­spräche im Monat 111 Pf. und für mehr als 500 Gespräche 10 Pf. pro Gespräch. Der jetzige Tarif ist so gestaltet, !datz er Wenigsprecher auyerordentlich begünstigt, Dagegen haben Die Vielsprecher mehr als vor Dem K riege zu zahlen. Zur Milderung dieser Härte soll Die Ortsge­sprächsgebühr mit steigender Gesprächszahl in Der angegebenen Weise ermäßigt werden. Für Teilnehmer mit einem lebhaften SHrechverkehr tritt gegenüber den jetzigen Gebühren ein Rach- lah bis zu fast 30 v. H. ein.

kongresses fortgesetzt. Heute vormittag tagten sechs Abteilungen des Kongiechs. In Der Wirt­schaftsabteilung wurde anschlietz.nd an einen Vor­trag von Major a. D. v. Stephani eine Entschliestung angenommen. Die vom Reichstag und Der Reichsregierung die Zahlung D e r K r i e g s l ö h n e a n die Farbigen i n O st- afrifa als einer unverzüglich ^inzulösenden Ehrenschuld fordert. Fermer wurde einstimmig Die Einrichtung eines S ch u h t r u p p e na rchi v s beschlossen. Anschliestend fand ein Vortrag Des südwrstafrikanischen Farmers Kisker statt, Der Südwestafrika als ein für Di? deutsche n Aus­wanderer günstiges unD Südamerika min­destens gleichwertiges Si:DlungslrnD bezeichne c. Der deutsche Kolonist finID: ein? Durcha us De atsch­gesinnte Bevölkerung vor. Der Rachmittag war wiederum Der Vollversammlung gewidmet. In ihr sprach u. a. Geh. Ra! G. A. Schmidt über Die deutsche Siedlung in Heb :rser. Er wies Data if hin, welche Bedeutung Die Ä isu ande ru n gs- frage gerade j?tzt in Der Zeit der Arbeits­losigkeit und Der Beschränkung Der Grenzen Deutschlands habe und dast es nötig sei, alles daranzusetzen,

Die Auswanderer dem Deutschtum zu erhalten, trag aber nur möglich sei, wenn man die Deutschen in eigenen Kolonien unter eigener Staatsober Hoheit ansiedeln könn e. Der Kongrest nahm Dann eine Entschließung an, in der erneut gegen Die Ausführung des stlltimatums vom 16. Juli 1919 protestiert wird, nach Der Deutschland kolonialer Arbeit un­würdig sei und seins Kolonien aus militäri­schen Gesichtspunkten erworben hätte. Das Gegenteil sei Der. Fall. In Der geistigen, körperlichen und wirtscha stachen Fürsorge für die Eingeborenen sei Die deutsche kolonialarbeit von keiner anderen Kolonialmacht über­troffen worden. In £<r kolonialen Wissenschaft sei sie auf wichtigen Geboten führend gewesen. Der Raub Der deutschen Kolonien fei daher nicht nur ein Die deutsche Ehre tief verletzendes iln- recht, sondern gleichzeitig eine grobe Kürze­st ch t i g k e i t, Die im Interesse des politischem und wirtschaftlichen Völkerfriedens alsbaldiger Abstellung bedürfe.

Der Crzbergermvrder identifiziert.

Der Senat des Budapester Staatsgerichts­hofs bat nach kurzer Beratung auf Grund der vom Offenburger Gericht zur Verfügung gestell­ten Beweise, fotete nach Konfrontation zweier deutscher Kriminalbeamter mit dem Verhafteten sich dahin ausgesprochen, dast Der in Budapest in Haft befindliche junge Mann, der fick Hein­rich Förster nennt, mit Heinrich Schulz identisch ist, der des Mordes an Erzberger bezichtigt ist. Der Gerichtsbos hat sämtliche Akten sofort der Staatsanwaltschaft übergeben, Damit sie in der Angelegenheit von Schulz einen Antrag stelle. Auf GrunD Dieses Antrages wird der Ge­richtshof dem I u st i z m i n i st e r ein Gutachten unterbreiten, dem Anordnung oder Verweigerung der Auslieferung zusteht.

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dem beschränkten Rahmen der Verhandlungen sagen könne sei, Dast sie feit acht Tagen in einer austerordentlichen günstigen Atmo­sphäre fortgesetzt würden und dast über die meisten gestellten Probleme eine grundsätz­liche Hebere in ft i m m u n g erzielt worden sei. Rach dem gleichen Beiichterstatler soll

der Begriff des Angreifers

dahin Definiert werden, jeder Staat, Der seinen Streitfall nicht der ei nzu setzen den Schiedsger.chts- organifation unterbreitet oder sich nicht Den friedlichen, Durch die Prozedur des S.bi dsge- rlchtsvcrfahrens voigeschriebenen Mastnahm-.i un­terwirft, oder der nicht den in Dem Schieds­spruch vorgesehenen Zeitpunkt des Schieds p. tchs annimmt, als Angreifer zu bezeichne.^ ist. Der Angreifer steh: alsdann austerhalb des Ge­setzes. lieber Die wichtige Frage, ob der Schiedsspruch obligatorisch sein soll, ist nach dem Havasv-rtreter noch keine Entschei­dung getroffen worden.

die Frage der Sanktione« baue sich vollkommen auf dem ^völkerbundstatut auf. Die Unterzeichner des Entwurfes verpflichten sich, individuell unD1 kollektiv, den angegriffenen und bedrohten Staaten Hilfe au leisten und s i ch gegenseitig zu unterstützen, dank des gegenseitigen Meinungsaustausches über Die militärischen Streitkräfte die älnterstühung durch Rohmaterialien, Kredite. Transportleistungen so­wie Sicherung der Verbindungswege zu Wasser und zu Lande. Dem Völkerbunds rat sollen die eistzelnen Staaten von vornherein Die mili­tärischen Streitkräfte bezeichnen, die sofort an­greifen könnten, um die Ausführung Der vom Schiedsgerichtshvf, oder vom Völkerbimd getrof­fenen Dispositionen sicherzustellen. Die bestehen­den Sonderabkommen müssen als tech­nisch e I n st ru m e n 1 e im Dienste des Schieds­gerichtshofes oder des Völkerbundsrates betrach­tet werden, um JJem Pakt Geltung zu verschaffen. Ditz Anwendung der Sanktionen werde in keinem Falle die Verletzung der territorialen und poli­tischen Unabhängigkeit des Angreiferstaates nach sich ziehen. Er müsse aber Die Kriegskosten ztzrücker statten und Reparationen für die durch seinen Angriff verursachten Schäden (elften.

'' Die heutigen 'Beratungen deS Zwölfer-Komi­tees über das Schieds- und Sanktionsprotokoll waren.äusterst langwierig. Sie galten auSschlteh- lich Dem Artikel 9, der sich mit Der Einberufung der Abrüstungskonferenz befastt. Dis auf einem Punkt wurde eine Eini­gung, erzielt. Man hofft, dah der Artikel 9 morgen Dem Dritten älnterausschust mit dem übrigen Piv- tototl vorgelegt werden kann. Wie man sich er­innert, war in der Resolution Heiriot-Macd o n.->ld Schiedsverfahren, Sanktionen umD Abrüstung als ein unlösbares Ganzes oufgestellt wor­den. Das Protokoll bezieht sich aber nur auf das Schiedsverfahren und die Sank- tio nen. Die lünfttge Abrüstungskonfe- ten^ gilt erst als Dritte Frage.

Kritische Lage in China.

Paris, 19. Sept. (WTD.) Aus Peking wird offiziell gemeldet, dast die Truppen in Der Mandschurei sich im raschen Vormarsch auf Peking befinden. Die Regierung entsen­det Truppen, um Den Vormarsch aufzuhalten. Flugzeuge Der Armee Tschangsolins haben auf Tschanhaikwan am Ostende der chine­sischen Mauer Bomben abgeworfen. Tschan-

Komitee in Berlin mit 30 000 Franks, das m Paris mit 20 000 Frank.

Heute bedeutet das Zeichen des Roten Kreuzes allgemein ein Hoffnungszeichen in jeder Rot. ES ist ganz zu schweigen von der tausendfälttgen: LeidenslinDerung, die es tatsächlich auf allen Gebieten spendet in der ganzen Welt zmn Ausdruck des Glaubens Des Menschen an den Menschen geworden, des Hilfsbedürftigen an Den Hilfsbereiten. Zeichen Der Zuversicht, dast in alter Zerspaltung und Verfeindung doch eine reine Tat­kraft ursprünglicher Herzen möglich ist. die für den Rotleiden den über alle Getrenntheiten hinüberreicht.

Die im innersten Kern der Bewegung tätige Kraft war nicht begrenzt und befriedigt in jener einen durch Die Genfer Konvention eroberten, Anwendung. Rem, Diese axir nur eine der kon­kreten Formen für Das, was Die Herzen Deo Anhänger empfanDen und wollten: nämlich der Karitas schlechthin, des tätigen, brüderlich^ schwesterlichen Hilfssinnes überhaupt. Daraus müsste ganz von selbst die Umfaffung größerer Arbeitsgebiete erfolgen, und so bauen sich heite Die Satzungen des Deutschen Roten Kreuzes auf folgenden Grundsätzen auf:

Alle deutschen Männer und Frauen ohne älnlerschieD des Standes, Des. religiösen Bekennt­nisses unD Der politischen Gesinnung" als Mit­arbeiter zu gemeinsamem Wirken zu gewinnen für die Tätigkeit Des Deutschen Roten'Kreuzes auf allen Arbeitsgebieten, deren Zweck die Ver- hiitimg, Bekämpfung unD Linderung gesundheit­licher, wirtschaftlicher und sittlicher Rot ist".

Es ist also nicht an Dem, Dast das Rote Kreuz nach Beendigung des Weltkrieges seinen Zweck verloren habe, tri? vielfach geglaubt wird, lonöem im Gegenteil, es hat jetzt weit umfangreiche^! Arbeit zu leisten, um Staat und Gemeinden, die selbst mit Der Rot kämpfen, in Der Hebung wirt­schaftlicher, gesundheitlicher unD sittlicher Schäden wirksam zu unterstützen.

Austerdem sollen Die Gebühren für Fern» gejpräche auf Entfernungen von mehr at8; 200 Kilometer ermäßigt werden. Es werden künftig erh:b?n: Bei Entfernungen von mehr alS *" 300 Kilometer statt 2,25 jetzt 2,10, von

400 Kilometer statt 2 70 jetzt 2,40, von

500 Kilonteier statt 3J5 jetzt 2,70, von

600 Kilometer statt 360 jetzt 3, von 700 Kilometer statt 4 05 jetzt 3,30, von

800 Kilometer statt 4,50 jetzt 3,70 usw.

*

** Der Provinzialausschust der Provinz O b e r h e s s e n hält morgen vormit­tag, 9 älhr beginnend, im Sitzungssaal Des Re- gicrungsgebäudes zu Giesten eine öffentlich« Sitzung ab. Aus der Tagesordnung stehen verschiedene Klagen gegen Entscheidungen DeS Kreisamtes b?w. der Giestener Stadtverwaltung in Gewerbeschein- und HanDelserlaubnissachen.

** Herabsetzung Der Verzu gszu- schläge für Steuerrückstände. Die durch die 2. Steuernotverordnung eingeführten Verzugs* zuschläae für Steuerrückstände. Die zunächst halkx monatlich 5 v. H. betrugen, sind durch Verordn nung des Reichsfinanzministers mit Wirkung boiX 20. Juli lfd. Is. ab auf halbmonatlich 2 v. H. herabgesetzt worden. Im Publikum bestehen Zwei­fel darüber, ob die gleiche Ermästlgung auch für die Zuschläge angeorDnct wurde, Die nach Dem hessischen Gesetz vom 17. Iamiar 1924 für rück­ständige hessische Staats st euer n zu zah­len sind. Diese Frage ist zu bejahen. Aus Grmrd des Artikels 2 des genannten hessischen Gesetzes hat das höfische Finanzministerium die Finanzämter bercils unter Dem 22. Juli lfd. Is. mit entsprechender Weisung versehen.

** Dle Oktober-Miete in Prell­st en. Der preußische Minister für VolkswohlfaHrt hat die Miete für Oktober auf 66 Prozent Der reinen Friedensmiete festgesetzt. Mieter, welche die Schönheitsreparaturen selbst übernommen haben, zahlen 62 Prozent Der reinen Friedensmiete.

** Die Giestener Messe findet vom 21. bis 28. ds. Mts. auf dem OSwaldsgarten, statt. Die Schausteller laben im heutigen An­zeigenteil 3um Besuche ein.

* Festnahme eines Schwerver­brechers in Giesten. Der Polizeibericht mel­det: Festgenommen wurde hier der angebliche Ar­beiter Johann Schwarz, geb. am 14. April 1905 zu Prestbaurn in Oesterreich, wegen Pastver- gehens und Diebstahlsverdachts. Auf Grund eines Ausschreibens wurde von Der Kriminal­polizei in Koblenz telephonisch mitgeleilt, dast Schwarz von dort wegen Totschlags verfolgt wird, weil er in dringendem Verdacht steht, am 3. Sep­tember, nachntittags gegen 4 ilftr, als er bei einem Wohnungselnbnich überrascht wurde, eine Frau, Die um Hilfe schrie, auf Der Treppe nie­dergeschossen zu haben. Weiter wurden wegen vorsätzlicher Brandstiftung zwei Personen aus Giesten festgenommen, ebenso eine Person Don auswärts. wegen Zechbetrugs.

** Horrido! Unter diesem Titel läuft ge­genwärtig in der Hess. Bilderbühne ein Jagd» film, über dessen Inhalt man uns schreibt: Zum ersten Male ist in der Filmindustrie der Versuch gemacht, die Jagd dem Zuschauer näher zu brin­gen. Eine spannende Handlung zeigt den Kampf feindlicher sozialer Schichten um einen alten, schö­nen Landbesitz, den Kampf des Försters mit dem Wilddiebe, den Kampf zweier Frauen um den