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Dem ^UTflfrerein für Getsteskr ante in Heppenheim wird ein Beitrag von 50 Mk. betoll- rügt. Zum Schluß bringt ein Mitglied die gegen­wärtig vorgenommene Urabstimmung über jdte Errichtung eines Kriegerdenk-- jm a l s zur Sprache und betont, daß hierzu keine Veranlassung vorliegt, da der gegenwärtige Ge- meinderat bereits einstimmig die Errichtung eines Kriegergedächtnismales beschlossen und einen Ausschuh gewählt hat. Wenn der Ausschuh noch keine Vorarbeiten erledigt hat, so liege dies nufcit am Ausschuß selbst, denn dieser könne nur arbeiten, wenn er ein berufen wird, und dies ist bis 'heute nicht geschehen. Betont wird heute, wie da­mals, daß sich der Gemeinderat unter keinen Um» ständen bei dieser Frage ausschalten läßt.

Kreis Lauterbach.

'Lauterbach, 18. Juni. Eine bemerkens­werte Kulturarbeit wird in diesem Jahre wieder im hohen Vogelsberg v)llbracht. Linier der Leitung des Oberkulturinspektors Kunz von Lauterbach werden in einer Anzahl von Gemeinden der Kreise Schotten, Büdingen und Lauterbach Oedland-Melivrationen ausgeführt, die teilweise durch die zu entfernenden Felsmassen einen hvchinteressanten Einblick in der­artige Verbesserungen gewähren.

* Maar, 18. Juni. Einen merkwür-- vigen Ai st Platz haben sich zwei Schwal­ben in der Wohnung eines hiesigen Lehrers ausgesucht: denSchirmeinerelektrischen Deckenbeleuchtung! Schon im vorigen Jahre haben sie ihr kunstvolles Aest dort erbaut und als die ersten Schwalben kamen, bezogen auch die alten Devwhner wieder ihr Nest. Die erste Drut ist bald flügge. Die Tierchen sollen zu wissenschaftlichen Zwecken mit kleinen, Ee-um= werten Ringen der Vogelwarte Rositten versehen werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

Mainz, 18. Juni. (WTD.) Wie aus Geisenheim gemeldet wird, hat die F r a u eines dortigen Arbeiters, die Mutter von 5 Kindern ist, nach einem vorausgegangenen Streit in der Nacht ihrem Manne mit einem scharfen Bei Iden Hals durch­geschlagen. Die Gattenmörderin wurde ^festgenommen.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M, 18. Juni. Lim den kommuni st ischen Störungen in der Stadtverordnetenversammlung das Handwerk zu legen, kommt in den nächsten Tagen |

eine Geschäftsoronung tyeraua, Dte den A u s - s ch l u h eines Mitgliedes, das sich ungeberdrg benimmt oder sonst zeigt, dah es eine schlechte Kinderstube genossen hat, vorsieht. In einer hiesigen Mainbadeanstalt ertrank Dienstag nachmittag eine Schauspielerin. Em Frank­furter Hotelier soll die Dame in das Wasser ge­stoßen haben, wo sie einen Herzschlag erlitt und unlergüig. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, da sich die Zeugen­aussagen vollkommen widersprechen. An der Obcrräder Schleuse auf Offenbacher Gebiet wurde Dienstag abend die Leiche eines Mannes aus dem Main geborgen. Die Hände des Toten waren auf dem Rücken gefes­selt. Die Annahme eines Mordes gewinnt schon dadurch größte Wahrscheinlichkeit, daß sich bereits ein Schiffer meldete, der in einer Nacht der vorigen Woche zwischen zwei und drei Lly-r gellende Hilferufe gehört hat. Die Persönlichkeit des Toten formte noch nicht festgestellt werden. Der Tabalhändler Ludwig C a m i s a r wurde wegen ausgedehnter Heiratsschwin­deleien von der Polizei in Ha f t genommen. Wie hoch die Zahl seiner Opfer ist, denen er natürlich alle entbehrlichen Gelder abgenommen und für sich verbraucht "hat, konnte noch nicht an­nähernd festgestellt werden, da sich fortgesetzt noch immer Frauen und Mädchen melden. Seine Opfer holte er sich auf Grund von Zeitungsan­zeigen. In den Anzeigen, die er selbst aüsgab, gab er sein Alter um 40 Jähre jünger an. Auch durch Stetlenvecmittlungsschwindel erwarb er er­hebliche Summen.

Kassel, 17. Juni. (WB.) In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung ta­rnen die beiden Anträge der Rechtspar­teien, die sich gegen den Oberbürgermeister und die städtische Verwaltung richteten, zur Be­handlung. Der erste Antrag verlangt, dah ein Ausschuh von sechs Mitgliedern der S adwrrvrd- netenversammlung eingesetzt werde, der darüber Bericht erstatten soll, welche leitenden Be­amten der Stadtverwaltung (Oberbüraermei>,er, Bürgermeister, besoldete Stadträte) ohne Schä­digung der städtischen Interessen abgebaut werden können. Der zweite Antrag lautet:Die Stadtverordneten - Versammlung spricht Herrn Oberbürgermeister S ch e i d e m a n n ihr Mißtrauen aus. Sie ist der Lleberzeugung, dah lein weiteres Verbleiben im Aiwe nicht im Interesse der Stadt Kassel liegt, und ersucht ihn, hieraus baldigst die entsprechenden F o l g e r u n = genzuziehe n." Rach längerer Debatte wurde der Mißtrauensantrag der vereinigen Rechten mit 24 gegen 19 Stimmen ange­nommen.

Gießener sravtthearer.

Gastspiel von SandbichlerS Oberbaherischem Bauerntheater:Jagerblut".

Die Theaterleitung hatte zu einem Gastspiel für Dienstag Sandbichlers Oberbayrisches Bauerntheater gewonnen und damit, wie die bri- fällige Aufnahme des Publikums zeigte, einen guten Griff getan. Die Truppe erfreute unter der Spielleitung ihres Direktors Sandbrchler durch ihre urwüchsige Heimatsprache und durch ihr flottes Spiel. Zur Ausführung kam em kleines Volksstück von B. Rauchenegger und Konrad Dreher, das vor allem durch die treffliche Wieder­gabe durch die oberbayrischen Gäste vollen Erfolg fand. Es schildert uns einige Episoden aus dem Leben des kernigen oberbayrischen Gebirgs-,,Ja­gers". In die Handlung sind bayrische Volks­weisen und Tänze eingeflochten, die. ebenso wie einige Musikeinlagen, bei dem Publikum starken Beifall fanden. Von den Mitwirkunden, die alle volle Anerkennung verdienen, mögen besonders genannt sein: Direktor Sandbichler, der seine Rolle als dec gewichtige allesheilende Dorfbader, der für einen guten Schluck und gutenHappen" einen Patienten auch einmal etwas längerku­rierte", mit trefflichem Humor Wiedergabe Frnnz Fröhlich als kerniger Forstwart, Desi Reis- b er g e r als seine Frau, Fritz Fr e it ag als ihr Sohn Learl fanden sich gut in ihre Rollen ein. Besonders erwähnt sei auch Seffi Braun, die als Lomi durch ihr zusprechendes und ungezwun­genes Spiel recht gut gefiel. Alles in allem, ein schöner Theaterabend, der nur wünschen läßt, die oberbayrischen Gäste bald wieder einmal bei uns zu sehen. O

Vermischtes-

Opernübertragung durch Fernsprecher.

München, 18. Juni. (WTD.) Dem Reichs po st Ministerium, Abteilung Mün­chen, ist es durch eine Erfindung gelungen, das Problem , der Ope rnübertragung durch Fernsprecher nunmehr einwandfrei zu losen. Im Münchener Nationaltheater wurde erstmalig eine elektrische Opernaufnahme großen Stils mit rund hundert auf dem Orchester der Bühne ver­teilten Mikrophonen durchgeführt, tvelche die Stimmen der Sänger und Instrumente aufnehmen. Die Töne werden dann auf das Fernsprechnetz wei­tergeleitet. Die Liebennittelung erfolgt nach dem neuen Schaltungsprinzip in der Weise, dah jedem Teilnehmer des Fernsprechnetzes durch eine ein­fache Zusatzeinrichtung die Möglichkeit gegeben werden kann, Opern anzuhören.

Schweres StrayenbahuungUtcr. 20 Tore.

Iserlohn, 17. Juni. (WD.) Heute abend gegen halb 8 Llhr versagte die Bremse der Straßenbahn auf oer abschüssigen- singstrahe in der Obergrüne und rannte gegen dte Schliepersche Kettenfabrik. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Der Führer des Wagens wurde gegen das Fabrikgebäude ge­schleudert und war sofort tot. Von den Fahr­gästen blieb lein einziger unverletzt. Bisher wur­den 2 0 Lote und 36 Schwer verletzte fest- gestellt. Allgemein wird angenommen, daß die Fuhrungsrolle Les Hochspannungsbügels während der Fahrt auf dec abschüssigen Strecke vom elek- iischen Leitungsdraht abgesprungen ist, so dah es dem Wagenführer nicht gelang, die elektrische Bremse in Tätigkeit zu sehen. Von den Insassen des Wagens man spricht von 70 bis 80 Per­sonen, meist weiblichen Angestellten drr Firma Alsberg und Basse und Ortmann konnte sich ein Knabe durch Absprung retten

Reichspräsident Ebert hat an den Bürger meister ein herzliches Beileidstelegramm geschickt

Em lOjähriger Junge als Mörder eines Schulmädchens.

Berlin, 18. Juni. (Priv.-Tel.) Wie bei Lokalanzeiger" aus Wittenberge meldet, tpurbe in Rosenhof in der Nähe von Werben (Elbe) ein Schulmädchen von einem zehnjährigen Jungen ermordet. Das Mädchen, mit dem der Junge schon seit langem im Streit lag, wurde von ihm, als es allein auf dem Elbdeich entlang ging, gestellt und solange geschlagen, bis es zu Boden fiel. Darauf er­würgte es der Knabe mit einem Rucksackriemen und schleppte die Leiche an eine dicht mit Schilf bewachsene Stelle. Der jugendlich? Mörder, bei nach dem Strafgesetzbuch noch nicht bestraft werdet kann, wurde der Fürsorgeanstalt überwiesen.

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Abschiedsfeier für Herrn Professor Dr. Schian der in Kürze unser Heffenland verläßt, statt. Alle Parteifreunde und Freunde des Scheidenden mit ihren Familien werden herz­lich hierzu eingeladen. Da es unbedingt nötig ist, die Teilnehmer­zahl vorher zu wißen, bitten wir bis spätestens Freitag, den 20- Juni, im Putzgeschäft Lembke, Seltersweg 35, Karten zu 1 Mk. (für Kaffee u. sonstige Ausgaben) zu lösen. Der Vorstand.

s. Harmonie, Gießen Unseren verehrkichen Mitgliedern, Dereinsfteunden und Gönnern zur gefälligen Kenntnis, daß unser diesjähriges

Sommerfest (gesangliche Darbietungen usw., Vall) am Samstag, 21. Juni, abends 8 Uhr, auf der Karlsruhe stattfindet, wozu wir herzlichst einladen. Einlaßkarten für Nicht« rnitglieder sind beim Vorstand, im Dereinslokal und am Saab eingang unentgeltlich zu haben. Der Vorstand.

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am 5. bis 8. Juli 1924

in den Räumen des Zoologischen Institutes der Universität zu Marburg (Lahn) anlählich der Jahres­versammlung des Landesvereins Kurhessen des Allgemeinen Deutschen Jagdschutz-Vereins.

Besichtigung für Jäger, Naturfreunde und Landwirte sehr lohnend (Eröffnung der Ausstellung

durch S. D. Franz Josef, Fürst von Isenburg-Birsteln, am 5. Juli 1924, vormittags 11 Uhr.

Die Sammlungen des Institutes sind seitens der Universität zur' Besichttgung geöffnet. 5033D

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