121 Fortsetzung
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Grünberg i. H., den 16. Dezember 1924
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die Unverheirateten mit den Äonthwn und groben Speiseballe: es war eine kleine Stadt, im Lause der- Jahrzehnte auf dem Boden alten Salinen aus der Erde gewachsen mar. Und dieses Reich der Arbeit hatten der
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zer- und und
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die Herliellung oei ’onipruntettea Lust, das Ladoratorium. die Wahlmühlen — weiter die 2k- beiterhäuser für die Familien und die Baracken
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lassen, damit sie auch im Winter der nicht zu entbehren brauchte.
war vor einem halben Fahr siebzehn ge- gltch aber mit ihrem zarten Körperchen
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Die rote Kaschgar
Roman v-m Fedor von Zvbetiitz
„Der Verfasser versteht es immer aufs neue, dem Leben in seinem lieben Forsthause und Bergwalde neue Seiten abzulauschen. Da ist nichts von spannenden Abenteuern, und doch liest man es mit hohem Interesse und innigem Behagen. Ein geweckter Junge zumal wird sich darin festlesen. Und wenn er bis zur letzten Seite gekommen ist, so wird auch der Gewinn nicht ausgeblieben sein: die Liebe zum deutschen Wolde mit allem, was darin leibt und lebt, wird sein Herz umfangen."
Schulblatt der Provinz Sachsen.
sich. . . . Kinder, bedenkt doch. eS ist *it am Krankenbett!"
_ ‘Safe war wie ein Aufschrei aus auatlen Ba'erherzen. Der Direktor Kops und blieb stumm. —
über sie gebreitet, und aus ihr spielten die brechlichen Fingerchen mit der Perlenkette dem Goldschmuck. den Gaben ihres Baters der Horas.
„Gertchen." sagte sie. „die Goldschnur mit
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laHand- koffer allerbilligst «i»d Carl tot.
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Im Forsthause Falkenhorst Erzählungen und Schilderungen aus dem Leben im Bergforsthause und Dergwalde von Albert Kleinschmidt
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Die Geburt eines Jungen zeigen an Studienrat Dr. Butz und Frau Emilie geb. Sarnes
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Set Direktor schwieg einen Augenblick. Gr wgertc mit der Antwort. Der Ches war ein Hartkopf. der Widerspruch nicht liebte. .Man hat jflcfe mögliche geplant," sagte er schließlich, .und lief) eS ditf mein Ersuchrn hin wieder fallen. Aur den Fackelzug wollte man beibehalten. Aks Eh- rung. Man glaubt, die junge Gnädige werde ihn sich vom Fenster aus ansehen können — und vielleicht würde er ihr Freude machen. Es ist ja kein große* Spektatulum. nur so eine Art Huldigung. Soll ich ihn verbieten?"
Die Riesengestalt Geisbachs muhte sich wieder bünen. Es ging durch den Querschlag zurück. „Aein. nicht verbieten", entgegnete er. .Das will ich auch nicht. Bloh nehmt ein wenig Aück-
noch völlig einem Kinde. Auch auf dem kleinen brünetten Gesicht hatte die Krankheit die Züge nicht reifen lassen, und kein früher Ernst war in die hübschen braunen Augen getreten. Sie litt nicht unter Schmerzen, und der schwere Erschöpfungszustand, an dem sie hinzusiechen schien, hatte ihr ihre ungezwungene Harmlosigkeit nicht rauben können. Sie war selbst in ihrem Empfin- dungSlcben noch erstaunlich kindlich. Als der Dater mit ihr daS HeiratSprojekt besprochen hatte, war sie wohl ein wenig nachdenklich geworden, hatte dann aber fröhlich in die Hände geklatscht und lachend allem zugestimmt, als handle es sich nicht um eine schwerwiegende Bindung ihres Persönlichen, sondern um eine lustige Abwechslung.
3m Erker sah schweigsam eine starke schöne Frau, die Pflegerin, neben dem Bette Gerl, ballmählg gekleidet, gemachte Heiterkeit auf dem
Freitag und Samstag
3 Pfund
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sowie täglich Gulasch, Sauerbraten. warme Wurst.
Guter Mittagstisch!
125223 Fritz Keßler.
Betrifft: Die Erhebung einer Getränke- Verbrauchssteuer in der Stadt Giehen.
Ich sehe mich veranlaht. erneut auf die Bestimmungen derGetrönteverbrauchfest euerordnung für die Stadt Giehen vom 31. August 1923 hinzuweisen, wonach Empfänger von steuerpflichtigen Geiränken, soweit He nicht als Großhändler zum monatlichen Abrechnungsperfahren von mir ausdrücklich zugelaflen sind, innerhalb 3 Tagen die bezüglichen Frachtbriefe und Rechnungen im Stadthaus Bergstrahe, Zimmer 19, zur Berechnung der zu entrichtenden Steuer vorzulegen haben.
Giehen, den 13. Dezember 1924.
Der Oberbürgermeister: Keller- 10158D
„Aus deutscher Vorzeit"
von Albert Kleinschmidt
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Alle 8 Bände in Geschenkkassette. . . Mk. 15.-
„Unter den Iugendschriften nehmen olefc gemütstiefen Schilderungen einen hervorragenden Platz ein Sie erfüllen alle Bedingungen, die das Elternhaus und der erfahrene Pädagoge an ein Buch stellen darf." Der Tag.
Bisher erschienen:
> I. Brinno der Thattenfürst (Zeit der Varusschlacht)
II. Wehe den Besiegten «Zeit des Germanikus)
III. Ltndmuth «Zeit des Donifacius) 10139D
IV. Gundakar (Zeit Karls des (Braßen)
V. Gottfried vom Nabenhofe (Zeit der Hunnenkriege)
VI. Jutta von Gleiberg (Zeit der heiligen Elisabeth)
VII. Sunna und Gerhtldis (Zeit der Bataverkriege) VIII. yiemar.nenfturm (Aus dem Jahre 378 n. Ehr.)
Lichtspielhaus - Bahnhofstraße
Heute bin elnwchL Nonnln«: Weihnachten im Film Wo ist mein armer Junge heute nacht? Schauspiel in 7 Akten.
Ein einfach achllchtes Geschehen wird hier zum hohen Lied der Mutterliebe. Ferner: Ein vorzügliches Lustspiel.
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und letzten Endes ante und lennenS- nsaerg-chen M- behandelt in ein- e Politiken z". 3n dem wr* feilet Felis Ha, önemann übet )an Lint'Dan 'rat Dr. Maloja 6. 1451
Kleist, die Einsicht und die rastlose Findigkeit der Brüder Geisbach geschaffen. Aach den rnist- glückten ersten Versuchen, dem Grundsatz folgend, dast überall da. wo sich Salzquellen zeigten, unfehlbar auch Steinsalz vorhanden sein mülle, hatte man die Bohrungen ausgegeben, weil man neue Einstürze durch angesammelte ISaffmu» flüffe fürchtete. Die Geisbachs hatten Ende oct fünfziger Fahre das Gelände billig übernehmen und zunächst durch hydrologische Untersuchungen feftftellen können, dast die Zerstörungen nicht durch Grundwasscrströme. sondern durch Vebenzuslülle von Tagesgewässern entstanden waren, die man durch Einbauten abfangen formte. Am ‘Barbara» tage 1859 stieß man auf die ersten unverritzten Kalilalzlagcr Die Gewinnkosten waren hoch, da die Arbeiter noch nicht mit den neuen Derhält- nissen vertraut waren, aber die Entwicklung ging doch so rasch vor sich, dast man auch bald mit der Fabrikatenerz-ugung beginnen konnte, mit der Umwertung der Abraumfalze für chemische Zwecke und zur 2lckerbauverwendung. Die GeifebachS mit ihrer hünenhaften Kraft, Ideen in praktische Wirklichkeit zu übertragen, griffen mm gewaltig zu. um sich durch die Erwerbung von Mutungsrechten eine geregelte Besihordnung zu schaffen. Hemmungen und Scherereien blieben um so weniger aus, als man teils mit braunschweigischer, teils mit preußischer Gesetzbarkeft zu kämpfen hatte. Aber muskuläre Kaufleute wie dies Drü» derpaar setzten alles durch Es gab noch kein Syndikat, keine Kartelle. Die Intelligenz des einzelnen schuf für sich selbst, und als Kurt Geisbach verunglücke, schien es, als verdoppele sich in Hirn und Seele des Bruders der Tätigkeitsdrang. Er war der geborene Eroberer, ein ilnter- ncbmcrgenic, ein Selbstherrscher beim Werkschaffen. unangreifbar in seiner Ehrlichkeit, in der Weite seiner Lebensvorstellung, aber doch auch brutal als Sieger. Er machte die Kleinen tot und
Astoria-Llchtspiele, Seltersweg
Heute bis elnschl. Nonntaß: III. and IV. Tel! des Films:
Ein Kind deMreten Liebe
Jedermann Ist gespannt auf die weiteren Abenteuer von Wlskott Meyer und der blonden Hanna. Ferner:
Ole Tragödie von Haiger
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Die Geisbachsche Billa lag auf einer Abmachung der 'Berglehne, ein schmuckloser älterer Bau. mit wenig geschmackvollen, aus Gründen 9er Aaumerweiterung hastig d^vgestelltcn Anflehungen nach hinten heraus, wo auch ein park- ihnlicher. in den Wald übergehender Garten dch anschlost. Die Front deS Hauses lag dagegen drei, alle Bäume waren hier niedergeschlagen, so dah man von den BalkonS und Fenstern den gröhten Teil der Anlagen überschauen konnte. ♦8 war ein gewaltiges Gebiet von Baulichkeiten, »as das ungefähr in der Mckte liegende Schacht- aebäuhe umgab, jenen Schacht Bier, der in dieser 3eit die stärkste Gewinnung zutage förderte. Aus oem Lokomotivschuppen führte ein Schienennetz. das die Verbindung mit der Station herstcllte und zugleich die ganze Anlage umspannte: die Kessel- und Mafchinenhäuser, die Kohlenlager, die Vorrats- und Packräume, die gewaltigen Speicher, die Deckstation, die Gebäude für das Kristalllsierungs- und Lösungsverfahren und für
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Amulett möchte ich gleich ankflcn Aber iw Perlen trage ich erst, öenn du aus v uma zurück bist. In einem Jahr, nicht wahr?"
„3a, mein liebes Kleinchen, in einem Fahr.'
„Sann bin ich ganz gesund. Vater will mich zu einem Arft nach Goslar bringen das soll ein Hauptkerl fein. Die Baronin Äcmptni von Aonnendrebnichen war völlig gelähmt die hat er auch wieder geheilt. Gert, hilf mir doch bitte die Kette umlegen."
Die grohe Pflegerin erhob sich aber (9crt mühte sich bered* das Goldk'ttchen um den Hais Thedas zu schlicsten. Mein Gott dachte er. ein Hais, den meine Hand umspannt? Su armes Dingelchen! --
Schon die leichte Bewegung di Theka bei dieser (Gelegenheit gemaebt hatte, strengte sie an. Sie atmete raschrr, unter der dünnen Haut ihrer Arme konnte man das Blut pulsen leben, die Augenlider senkten lieb. Doch He tämpsto lavier gegen die Schlafsucht an. das Kennzeid> nende ihres Zustandes, heut: wollte sie ihr nicht nachgeben. Mit müdem Lächeln sagte sie:
„Wo bleibt nur der Vater?'
„Sr wurde abberufen," entgegnete Gert. ..aber ich werde Nachsehen. Ollere und Hellmut Meyding sind auch schon da. es wartet ja alles! Ich bor greife nicht . .
Da war er schon aus dem Zimmer „Eine blöde Posse", murmelte er. „3$ weis) nicht, wer mir mrbr leid tut, die Kleine ober ich selbst." (Fortsetzung folgt.)
icyrttt ruhtgeltchttg über Die Lerchen. Sr erreichte Ungeheure*, nur keinen inneren Frieden ®r war nie mit sich aufrieben, weil lew Arbeitstrieb ungesättigt blieb. Unb bei allem seinem Bewältigungseifer konnte er daS Schicksal nicht meistern, das sich in seinem einzigen Kinde verkörperte.
Thcda lag festlich gekleidet in ihrem Bett. Das Haus war schlicht eingerichtet, das 'JUoblllar stammte noch aus der Mahugonizeit, in der die Ausstattungskunst in schweisbewigen Aohrstühlen und hartgepolsterten Wangenfosas. in Oeldruck- bildern und gehälelten Kl'mgelschnüren zur Höhe trieb. GeiSbach in der herrischen Zucht seines Arbeitswillens hatte weder Sinn noch Verständnis für eine künstlerische Formenwelt. Vur im Schlafzimmer seiner Tochter waltete ein vornehmerer Geschmack. Es war ein großer, fast saal- artiger Raum, es war ja auch das Wohngemach, in dem die ewig Kranke ihre Tage verlebte, für die allein der Vater verschwenderisch sein konnte. Heute war vor den hohen Fenstern ein Altar erbaut worden, mitten in Palmengrün und zwischen den blühenden Dlattpslanzcii aus der Orangerie, die Gcisbach für seine Tochter hatte
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Er fflfluc c« war Zwangslage, diesa Heirat mit dem qen<etnWtigen Kinde, das unmittelbar vor der heiligen Handlung aas kein« anderen Gedanken kam. als ihm allerband niedliche Albernheiten vorzuplaudern und sich über die Hochzeitfegefchenke zu freuen. Tbeda lag völlig angekleidet in ihrer weihen Seide auf dem Bette, nur eine dünne Decke aus leichtem Gewebe war
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