nt. 298 Swettes Blatt
Donnerstag, 18. vezenwer 1924
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen)
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Der Petroleumkrieg in Dorderasien.
Don General 6 chlee - Pascha.
Einer der HauptsicgeSpreise, welche Eng- land im TDcItfricgz duvong. trugen hat, war de Octo nnunj e.ner lleberlcindverbindung mit Indien. Den besiegten Türken wurden die dafür benötigten Länder abgenommen. Der Zusammenbruch Deutschlands süh.te zu dessen Aussche den aus der Pol tit des nahen Orients. Rußlands Zusamm.nb uch entf r t- die früher stets vorhandene Gerahr eines Eingreifens des gewalt gm moSkowit.schen R iches. Die Auswirkungen des Angoravertrag ^s. der eine offene Bereinigung Frankreichs mit der Türkei, dem G gner Englands im Orient, mit s.ch brachte, wie die Orientlonserenz in P ris, beideuteten eine Stärkung der Türkei und eine Bedrohung Ms p tuni ns. welch S kemes- Wegs in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen. Die Sicherung des Landwegs nach Indien wurde in Frage gestellt. England erneut zu großen Aufwendungen für Trupven.ius teilungen in Mesopotamien gezwungen. Da,u kommt es, daß auch weiter nach Osten hin sich Entwicklungen vollziehen, welche England in polit scher und wirtschastlicher Hinsicht stark schädigen können. Die bolschewistische Propaganda h t in Zentralasien eine bedeutende W.rlung entfallet. Afghani st an ist durch sie dem britischen Einfluß entfremdet worden. Ebenso h.t sich in Persien eine Wendung vollzogen, die den Interessen Englands nachteilig ist, wie sie besonders in der Verleihung einer Petroleum- konzession in Vordpenien an die amerikanische Standard Oil Conrpany trotz des englischen Protestes zutage trat.
Am w.cht gsten aber erscheint mir d i e Gefährdung der Oelqucllen in Meso- P o t a m i e n, die ein Oojckt von großer to rt- schaftlicher Bedeutung vorstellen. In der Umgebung von Mossul ist cS schon 1922 zu Stampfen zwischen dem kurd schen Stamm d r Surchi und mesopotam scheu Stammen unt.r Fihrun; britischer Offiz ere gekommen. Es mußten in d .r Umgebung von Erbil, dem ant.Ien Arbela, 1000 Mann eingesetzt werden, um die Kurden und die sie unterstützenden Türken — reguläre Abteilungen in Ravandus und Harar, nordöstlich von Mossul — zurückzutreiben. D.ese Kämpfe spielten sich eben in dem wichtigen Petrol umgebiet ab. und wegen dieser Petrol.Umfelder h t Amerika das cngl sche Mandat über M s.patamien nicht anerkannt. Die Petroleumselder ziehen sich von der Provinz Mossul über Schuschter bis Dender Zlbbas h.n. D. sonders wicht g sind die Vorkommen in Kerkuk und M ndili in Mesopotamien und bei Meidan-i-Vestine in Eüd- persien. Zur Auswertung dieser Felder hat de Anglo Persian Oil (Sompani) 235 Kilometer lange Rohrleitungen von den Gruben nach der Insel Abadan im Pers scheu Golf g führt, auf der große Raffinerien errichtet s nd und 3 Millionen 'Tons Erdöl jährlich v rarbeitet w.rden. D.e Engländer sollen beabsicht gen, auch eine Röhrenleitung von den Kerkuker Oelquellen nach Haifa quer durch die Wüste zu legen. Ehe sich dieser großzügige Plan verwirklichen läßt, kommt die Don den Engländern von Dasrah über Bagdad dis 80 Kilometer südlich Mossul gebaute Dahn unter Benichung der deutscherseits gebauten Bahnstrecke Bagdad—Samarra. sowie dr Tigris für den Transport des Petrol uns in Frage.
England hat sich dam.t b im Wettkampf des Heizöls mit der Kohle in wet ausschauender Weise auf diese neu: Entwicklung eingestellt. Ter Ausspruch Church Ns kur; vor dem Kriege: „England muh überall Erd öl haben" ist verwirklicht worden. England st Ute sich dieses Ziel durch den Kr.egsausgang sicher. Es hat neben seinen Kolonial-Oelfeldern in Indien, Borneo und Trinidad noch die Hand auf diejenigen in Mesopotamien. Subversion und Da k u g l gt und ist an der Ausbeutung eines Teils der mexikanischen und rumänischen Oelf lder beelgt.
Bei diesem Bestreben stoßen die englischen Äapit. Ijruppen mit denen d.r Bereinigten Staaten stark zusammen, die ang sichts des immer deutlicher tu rdenden B nbrauch es der amerikanischen Erdöllager auf d.r Suche nach neuen rentablen Oelgcbieten in der Welt begriffen sind. Gleichze't g ringen diese in der Standard O i l Company zufammengeschlvssenen
Hellmuth Ungers „Mutterlegende".
Zur Ausführung im Stadtthentcr.
Im vergangenen W nter hatten wir h er die Erstauf ührung von H ll -utb Ungers Sch u pi l .Mei.sch.kow und SX ,tb ir.na“, das sich als e.n Werk von starker Duhnenw rlsarnk it erwies. Ganz anderer 21 rt ist „Di c M u11erleg e n d e" di scs Verfassers, d ren Au f hrung für die nächste Ze t hier angeseht ist und übcr deren Inhalt und Tendenz e.n paar Worte angebracht sein dürften. Zunächst die Handlung: Im H rrenhaus liegt der kle ne Viels, der Mut er Liebling, auf den Tod darnieder. Die Mutter kann den Gedanken, chr Kind zu verli ren. nicht fassen. Als nun e.n junger Wanderbur.ch mit Hamen Viels, wie ihr sterbendes K.nd, der im Gutshof eingekehrt ist, die Legende von der Mutter erzählt, die zum Tod in5 „letzte H us der Welf D mbert, un von dem sonst Un rb t lichen das Leben ihres K ndes zu erb tt n. ersaßt sie dieser Gedanke mit elementarer Gewalt. Sie macht sich auf die märchenhafte Wanderung.
U:ber d is tauende E.s des 6c 26, über tief verschneit: Höh n, durch grauenhafte W.ldnis, tDD die Wolfe sie anspringen, gelangt sie zu ihrem Z ele, wo die Schatten der Gesch ebenen, nachdem sic den Dergessenstrank g schlürft. zur Ruhe eingeh:n. Sie sieh: die uazäh.igea Lebenslichter der Mensch n. d e dort aufjc't.Ut, glä zea und die der „Hüter des letzten Hauses" lö'ch'. Denn sie herabgebannt sind. Die Mutterliebe treibt sie an. die nur noch flackernd: Kerze ihres k ndes m.t der hell achte den d.S Wand^e- burschen Viels zu vertauschen. Die Tat wird mtbedt, doch der Tod läßt sich rühren, und deide. ihr Kind, wie der Wanderbursch Viels [ollen am Geben bleiben, wenn es ihr getrngt, rin en Menschen zu f n)en. der das Liebste, was er besitzt, für ihres Kindes Leben h.nzugeben bereit ist. Bis zur Erschöpfung nützt sie die
Kapitalisten um die Behauptung ihrer bisher auf dem Weltmärkte ausg,übten 'Vorherrschaft mit der Anglo Persian und Royal Dutch Company. Als schacst.r Konkuer.-nt taucht, d e Standard Oil Co.npany im Wettbewerb um die Vordperi.schen Oelf.Iber mit der Aaglo P.r ian Company auf. und es hat allen Amche n, daß Amerika in diesem Kampfe siegen wird. Tatsächlich hat die Standard Oil ComPan.) von der persischen Regierung große Oelkonz ssi nen im Vörden erhalten. Die Anglo Persian Company, die bisher eine Act Monopolstellung in Persien und Mesopotamien eingenommen hat, verwahrt sich mit aller ®n rgle gegen d e Ansprüche der Standard Oil Co p iny auf d c noib- Pers fchen und s Ib'tP rständlich noch mehr ge.'.en die auf d e südpersischon Oelquell n. De Ang o Persian Co.>iP-.ny beruft sich darauf, d.ß iyre Tochterges lischaf , die Vorth Pers an Oil Company ihre Konzessionen von eme.n eh mals rus i schen, heute gcorgin schen Inhaber erworben habe. Das Persisch Rufs.sch? A komm n di 1 2 sieht aber die völlige Aufhebung, aller unter dem zaristischen R g.m: erworoenen russ schen Konzessionen vor unter d r Dor lu.setzung, daß s e nicht an fremde Untern hmer verli.hen werden. England w hist sich natürlich gegen die V.chtig- keitserklärung der Recht: der Anglo P r ian Company, weil ja dadurch auch Gefahr für d c Ausbeutung der südp rs s.hcnO.l eld r amKarun- fluffe besteht. Düs: Ko,z s ionen Hal sich England nur durch Abmachungen m t den lvk len Machtfaktoren. namentlich m t d n D chtiaren g- sichert, die an den Petroleumerg b.nisrn inte.« cssiert s.nd. Das Oel aus der Karungegend ist aber für die Verforgung der britischen Marine von besonderer Wichtigkeit; neben dem Gedanken, Koakurren.en aus der gesährl chen Vähe von Ind en sernzu- halten. fp.elt? das P troleum am Kamn eine wesentliche Rolle bei den D.mühungei der Engländer, Deutschlands Dagdadbahn» pläne zu durchkreuzen.
Durch den sogenannten Oelsrieden, der neben dem Washingtoner Abkommen über die Beschränkungen der Flottenrüstungen abgeschlossen wurde, war zwar der akute Wettbewerb zwischen den Otmerifanern und Engländern um das Petroleum offiziell beseitigt worden, aber die Vereinigten Staaten hielten trotzdem ihren Einspruch gegen das britische Mandat in Mesopotamien aufrecht. Die Verhandlungen in Genua haben außerdem gezeigt, daß der Kampf um das Petroleum noch lange nicht erledigt ist und daß die erwähnten Vorkommen in Vordpcrsien und vor allem die russischen Petroleumschähe (in erster Linie die bei Baku) noch eine große Rolle In diesen wirtschaftlichen Kämpfen zu spielen berufen sind.
Je unsicherer es wird, daß die Briten ihre Petroleumbetriebe auf persischem Boden aufrecht erhalten, bzw. ausdehnen können, um so größer ist der Wert Mesopotamiens mit seinen Oelfeldern für England. Die Erdöllager in Mesopotamien sind außerordentlich ergiebig. Die Anglo Persian Company ist mit 50 Proz., die Royal Dutch Company mit 25 Proz. beteiligt, die testierenden 25 Proz., welche vor dem Kriege Deutschland zugesichert waren, hat Frankreich erhallen.
Das 2Tbtommen von San Remo hatte nun den Alliierten eine gleichmäßige Verteilung der russischen Petroleumschätze zugesichert. England brachte aber in Genua hinter den Kulissen das Kunststück fertig, sich ein Monopol über das gesamte russisch: Petroleum so gut wie sicher za stellen. Die Regierung der Vereinigten Staaten protestierte energisch gegen diese englischen Abschlüsse, die eine Durchbrechung des Grundsatzes der offenen Türe bedeuteten. Frankreich unterstützte die Bestrebung Amerikas auf eine gerechte und gleichmäßige Verteilung des Petroleums uiter den Rationen lebhaft. Man kann es deshalb verstehen, daß für England nach dem Fehlschlag der auf Rußlands Petroleumquellen gerichteten Pläne die reichen Schätze Mesopotamiens wieder mehr in den Vordergrund treten.
3m Irak zeigten sich hierbei für den englischen Mandatar ganz unerwartete Schwierigkeiten. Faisal erwies sich ganz und gar nicht als der unterwürfige König von Albions Gnaden und die arabischen Scheichs waren nichts weniger als geneigt, sich die englische Bevormundung in allen Dingen gefallen zu lassen. Die Türkei endlich dachte nicht daran, sich ohne weiteres
kurze F ist eines Tages, die chr gesrtzt ist. einen Opferwilligen zu finden. Viemand will sein Liebstes geben, nicht der elende am Gr-besrand stehende Pfründner d.m kurzen Rest ferne? arm- sei gen Lebens, nicht einmal der halberbl nde'e Bct ler den lebten Schimmer seines Augenlicht s Verzweifelt kehrt die Muller in das Reich des Todes zurück. Der Wanderbursche Viels oder ihr Kind muh sterben: sie hat die bittere Wahl. Vergeblich bietet sie ihr eigenes Leben an. Erst als sie sich zu der Entsagung durchgerungen, bas Leben ihres Kindes. das ihr das l cbi'te ist, Versalien zu lassen, siegt die Mullerl.ebe über den Tod. Sie. die im Winter auszog, dm Tod zu suchen und ihr Kind zu retten, kehrt im Lenze wieder, um unter dem Symbol des w.ed:r- lehrenden Lebens in der Vatur das gerettete Kind in die Arme zu schl eßen.
Dies in kurzen Worten d:r F.den der Handlung. den der Dichter in neun 3 tbem voa ergreifender poct scher Kraft vor uns abspinnt. Ausdrücklich hervorgehoben fei. daß, wenn das W:rl auch den T.tel „ein L:gend:n p el" führt, es doch keinerlei einfe'.tigen. etwa ton e fionetlen Charakter trügt Der Dichter hat das Th.ma in die rein menschlich: Sphäre entrückt und so ein zu Herzen gch.mdes Drama der alles erduldenden und alles bezwingenden Mutterliebe geschaffen. das bei erfolgreicher Inszenierung to.e ein Weih spiel w rken mag.
Die Rolle der Mutter wird hier von Freya Sturmfels gegeben, die für diele Auf zabe berufen ist. In größeren Rollen sind to i er be- schäftigl die Herren T l L), B un, Iuhn e Volck, 2101*01?, Goll, Schubert. Dast6 und Ho fmann unö die Damen Iüngl ng. Marcks. V ll:n und Bachs ld. Der F gurcnreichtum d s We t s ist aber ein so großer, daß nur durch das Doppelspielen eine Anzahl, auch erster Fach r.i gl. J>er, und durch Heranziehung von H-.lfskrällen die Einstudierung für hier möglich war.
Die Spielleitung führt Intendant Stein- goettcr. der bestrebt ist, durch rasche 23erwand° lungen und sehenswerte Duhnenb.lder fr.c 21uf=
die in der ilmgegcrtb von Mossul liegenden Pe- troleumqueUen wegnehmen zu laßen und auf die herrlich am TigrrS gelogene Stadt selbst zu verzichten. Dieselbe Türkei, welche die griechis<chc Armee trotz ihrer bedeutenden materiellen Unterstützung von England vom 23oDen Kleinasiens wegfegte. Smyrna und Thrazien. Konstairtlnopel und die Meerengen wieder erobert hatte, schreckte auch vor einer ernsten Auseinandersetzung mit England nicht zurück, ist sie doch durch ihren milltärischen Ersolg in Anatolien und den diplomatischen S.eg in Lausanne so erstarkt, daß sie dies wagen kann. Auch die Innenprobleme glückten den klugen Köpsen ihrer Führer Mustapda Kemal-Pascha und Ismet-Pascha überall: die Trennung von Kirche und Staat, die Aoschaffung des geistlichen Kalifats, die 23crbannung des Kalifen mit der ganzen kaiserlich.m Familie, alles trug dazu bei, das Ansehen und bic Macht des neugeschasfenen türkischen Freistaates zu heben.
England weis recht gut. daß die Türkei jederzeit in der Lage ist, die Verbindung mit Indien durch eine vom Taurus vor- stoßende Armee zu unterbinden: nicht umsonst
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taucht immer wieder der Plan des Obersten Willcocks auf, eine Wüstenbahn von Bagdad durch die arab.fche Wüste über Palmyra nach Damaskus und Haifa zu legen und damit die Bagdadbahn zu umgeben.
Mustapha Kcmal-Pascha hat sein Ziel, Mos- fut und Umgebung sowie die dortigen Petroleumquellen wieder in türkischen Besitz zu bekommen, unvcrrückt vor sich. Mit Gewehr bei Fuß stehen die englischen und türkischen Truppen etnander gegenüber. Das englische Ultimatum an die Türkei. ihre Truppen hinter die in Lausanne festgesetzte Grenze zurückzuziehen, erwies sich als gänzlich wirkungslos. Ismet Pascha war auch hier wieder der diplomatisch Stärkere, er brachte es fertig, die Regelung der 2Koffulfrage dem Völkerbünde zur Entscheidung zuzuweisen, ein Ausweg, den das stolze Lllbion in seiner Verlegenheit gerne betrat. Es ist müßig, den Ausgang der außerordentlich:n Tagung des 2351- lerbmrdsrates, die zur Lösung dieser Frage einberufen ist, zu prophezeien. Der 25esih der Stadt Mossul und der wichtigen Petroleumquellen in der näheren Umgebung dieser Stadt ist für die Türkei von außerordentlicher Wichtigkeit, ein des Kampfes würdiges Objekt.
Hochschulnachrichten.
Dentscher Hochschultag in Darmstadt.
Darmstadt, 16. Dez. (TU.) Der Deutsche Hochschultag wird in der Zeit vom 6. bis 10. Januar 1925 zum erstenmal nicht in einer Universitätsstadt, sondern in einer Stadt mit technischer Hochschule tagen. Während an den beiden ersten Tagen die Konferenzen der Rektoren stattfinden, wird am dritten Tage ein Festakt den eigentlichen Hochschultag eröffnen. Im Mittelpunkte der Tagung stehen zwei Vorträge von Geheimrat Dr. Petersen (Darmstadt) über Hochspannungsfragen und ein Vortrag des bekannten Heidelberger Psychiaters Jasper.
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[] Marburg, 17. Dez. Der Direktor des oriental schen und indvgerma li'chen Semi lars an der hies.gen Untoer jtät, P.wf. Dr. Iacobfohn, wurde von der finnisch-ugrischen Gesellschaft in Helsingfvrs zum kvrrespvndierenSen Mitglied gewählt.
Turnen, Sport und Spiel.
Tchülersck'wimmwettkämpfe in (tzieftcn.
Die Lchülerwettkärnpfe, die am Sonntag im städtischen Volksbad stattfanden, hielten in sportlicher Beziehung das. was man sich von ihnen versprochen Halle. Die ^Beteiligung von feiten aller Schüler war eine sehr große und auch das, was in sportlicher 25eziehung von den Schülern
führung zu einer möglichst wirkungsvollen zu gestalten. Unterstützt w.rd er h erbet durch das technische Personal, an der Sp.tze die Herren Löffler, Keim und 235cf, das c feig für die Erstaufführung der „Mutterleg mde" am Sonntag, 21. Dezembn:, an der Vorbereitung ist.
Es ist sehr zu wünschen, daß an den Friertagen und in der Zeit „Zwischen den Jahren" nicht nur die angesetzten Wecke heiteren Charakters ihr Publikum finden, sondern auch Ung rs „2H utterlegcnbc“, die so sehr gerade für diese Zeit geeignet ist. H. 6t
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frankfurter Schauspielhaus.
Max Mrll: Apostrlspicl.
Zwei Gesell:n schlimmster Sorte kommen In einer Winternacht in c n lleines, hoch oben In den Berg n g legen es D u mhättchen. E e v e - zehnjähriges Mädchm haust dort mit einem Großvater. die Klein r liest und l est die Bibel. Ach, wenn doch nur Christus und seine Jünger wieder auf Erden wandeln wolltenI Da kommen die Beiden mit vorgefaßter Mordabsicht. Der Alte und seine Enkeln n:hmen sie freudig auf; nach ihrem Vamen g fragt, nennen sie P -truS und Johannes. Da wächst der ©ebanfe in den Mädchen auf. es sind die beiden Apostel. Der Großvater erzählt es lachend. Um einen Jux zu machen, wollen die Verbrech x (der Johannes hängt feinem Mori>en d.m Deckman el der großen Idee um. der and re ist schon v el zu bequem, erst eine Auel gang seiner 2 it zu suchm) auf das „Apostersp ä" eingehen. Das Mädcher fragt und fragt nach der Hell gen Schrift wie es denn getoefrn Li? Da voll) eht sch das Wunder, die zu den Derworsrnsten der Menschhe t gehörenden Männer werden von der Allmacht der Liebe bef egt. Johannes bricht w.inend zusammen, die bechen flichm in die 2kacht Eine Dichtung, die uns heute um so stärker berührt in ih.em tröstlichen Gedanken, daß das 'Gidjt des Glaubens die Finsternis > m Weg Abgetommenen
geleistet wurde, verdient Lob und Anerkennung. Vur das Interesse des großen Publikums war verhältnismäßig gering, em Zeichen dafür, unter wie schwierigen Verhältnissen der Schwimmsport in (Sieben noch zu arbeiten haben wird. Das Schwimmbad war durch den Einbau zweier 2Oände zu einer vorzüglichm Kampfbahn um* gebaut worden. Mit Recht wurde de-hald der Direktion des Schwimmbades ebenso wie den Leitern der Schulen gedankt dafür, daß fie es waren, die die Dchülerwettkämpse dieses Jahr ermöglicht haben. Die W:ttkämv'e nahmen unter der Leitung der bewährten Kräfte des Gießener Schwimmvereins folgenden Qkrlauf:
Brustschwimmen für Schüler unter 14 Jahren Sieger: Edertz (Pädagog.) 257 Sek.: 2. Kraushaar (O.-R.) 27.8 Sek.; 3 Müller (O.-R.) 28.2 Sek.
Lagenstaffel für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Realgymnasium 136' l0 Sek.; 2. Oberreal- schule 1:38’ 5 Sek.; 3. Pädagogium 1:46 Sek.
Damen beliebig für Damen des G. S. V Lieger: Frl. Arndt 22 Sek.; 2. Frl. Hauck 25.2 Sek.
Seiteschwimmen für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Guyot (O.-R.) 56,1 Sek.; 2. Stahl (R.-G.i 57.4 Sek.; 3 Reitz (0 -R > 1.2« ,, Min
Seiteschwimmen für Schüler unter 14 Jahren.
Sieger: Ho 1 zigel (O.-R.) 29 Sek.; 2 Kraushaar (O.-R) 29.8 6er.; 3. Schmidt I (D.) 30.0 Sek.
In der Dorgabebruststasfel. in der die Damenmannschaft des G. S. D. gegen die Herrenmannschaft mit 15 Sek. Vorgabe startete, gelang es den Herren, die 15 Sek. aufzuholen; in 1:49 Minuten totes Rennen zu machen. Rein eZell: 1 34 Min.
Brustschwimmen für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Schneider (0.-R.) 52.3 6:t.; 2 Pirr (R.^.) 55.3 Sek.; 3. Zimmer (R.-G) 57.2 Sek.
Lagenstaffel für Schüler unter 14 Jahren Sieger: Oberrealschule 1:49.2 Min; 2 Stadtknabenschule 1:58.6 Min.; 3. Dezirksschule 2:7 Minuten.
Tellertauchen für Damen deS G. 6.23. Sieger: Frl. Wöhrmann 7 Teller; 2. Frl Arndt 3 Teller.
Handüber-Hand-Schwimmen für Schüler unter 14 Jahren. Sieger: Rauh (O.-R.) 22.4 Sek.; 2. Lesch (St.) 25,2 Sek; 3. Schüler (St.) 28,2 Sekunden.
Tellertauchen für Herren. 1. Schneider 7 Teller; 2. Heincck 4 Teller.
Hand-über-Hand-Schwimmen für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Gröninger (Pad.! 53.2 Sek.; 2. Hasenkrug (R.-G) 54.8 Sek. 3. Reitz (O.-R.) 56.0 Sek.
Springen für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Zimmer (R.-G.) 19 Punkte; 2. Pütter (Päd.) 17».', P.: 3. R e i h (O.-R.) 12' , P
Springen für Schüler unter 14 Jahren. Sieg.: Max Schuler (6t.) 21 Vn Punkte; 2. Ebertz (P.) 18 Punkte; 3. im toten Reimen: Schnei- o e r (St.) und Müller (O.-R.) mit je 17 P.
Lagenstas el. Dvrg b schw mm:n. Sieger: Herrenmannschast deS G. S. G. in 1: 44,8 Min. (Reine Zeit 1:32.8 Min.): 2. Damen Mannschaft des G. 6. V.
25eüebige Staffel für Schüler unter 14 Jahren. 1. Stadtknabenschule in 1: 20,4 Min.; 2. Oberrealschule 1:22 Min.
Beliebige Staffel für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Realgymnasium in 1:9,2 Min.; 2. 06er- realschule in 1:12 Min.
Streckentauchen für Damen des G. S. D.. Sieger: Frl. Arndt. 32 Meter in 24.6 Sek.: 2. Frl Wöhrmann, 27 Meter in 30.8 Sek.
Streckentauchen für Herren des G. S. V. Sieger: Eck, 2 Dahnen (34 Meter) in 26,5 Sek.' 2. Jung. 2 Dahnen (34 Meter) in 28 Sek.
Rückenschwimmen für Schüler unter 14 Jahren. £ eger: Rauh (O.-R.), 26,6 6et.; 2. Ebertz (Päd), 29,4 Lek.: 3. HerberttSt.) in 32,0 Lek.
Drustftaffel für Schüler unter 14 Jahren Sieger: Oberrealschule in 1:26.8 Min.; 2. Stadt- knaoenschule in 1:39 Min., 3. Bezirksschule in 1: 40 Min.
Drusistafsel für Schüler über 14 Jahren. Sieger: Realgymnasium in 1:18,2 Min.; 2. Ober- rcancbule in 1: 20 Min.
Rückenschwimmen für Schü'er über 14 3c&-en, Sieger: Pirr (R.-G.) in 57,2 Sek.; 2 Schneider (O.-R.) 1:05,2 Min.; 3. Weiß (O.-R.) 1:8,2 Min.
Hindernisschwimmen für Schüler über 14 Jahren. 1. Sieger im toten Rennen: Guyot
erleuchtet. Die Aufführung war unter der Regie Fcih Peter Buchs ungemein feinfühlig inszeniert. In prachwoller Schlichthrll w rite Toni Impekoven, der auch den Pro- und Ep log sprach. Kundry Sievert. Vorbert Schiller und Friedrich Ettel fügten sich dem Ganzen äußerst eindrucksvoll ein. Ein prächt-g s Bähnen- bilb hatte L. 6 ievert zu dieser w.rllichen Weihnachtsdichtung entworfen. 2, W.
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Jur Aufführung der Gymnastik- Schule Schumann-Grundmann.
Herr Oberschulrat Dr. August Messer, o. Prof, der Philosyphie und Pädagogik, bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen:
Wer weih, wie außerordentlich schwer er hält, für die körperliche Seite unserer Jugenderziehung allmählich die nötige Wertschätzung und Berücksichtigung zu erfämpfen, der wird es herzlich begrüßen, daß wir hier in Gießen eine solche Schule haben, die so erfreuliche Früchte ihres Unterrichtes auftoeifen kann, wie dies bei der abendlichen Aufführung in der vorigen Woche gefchehen ist.
Da auf dem Gebiete der Gynmastik mancherlei Richtungen im Well bewerb miteinander stehen, sv ist es begreiflich, daß je nach dem Standpunkt über den Wert einzelner Uebungen verschieden geurteilt wird. Aber das darf ja nicht Len Blick verschließen gegen das, was alle diese Richtungen gemeinsam anstreben und sicher auch ir gewissem Umfange erreichen. Jedenfalls hatte ich als Pädagoge von den Darbietungen unterer Gymnastilschule den Eindruck, daß sie nicht einseitig auf eine Richtung eingeschworen ist, daß außerordentlich zielbewuht und mit feinem pädagogischen Takt in ihr gearbeitet wird und daß nicht nur für die rein körperliche, sondern auch für die künstlerische Erziehung sehr anerkennenswerte Ergebnisse erzielt werden-


