Dienstag, <8. Novemver 192)
Nr. 272 Zweites Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dveryessen)
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Die dritte Deröftentlichung betrifft eine Unterredung, die Pichon am 14. 3 n ;ar 19*5 mit LouiS h'tte. Pichon rief aus: WmnSiein Petersburg geblieben wären und ich Minister des Aeuhern gewesen wäre, so hätten wir keinen Krieg bekommen. Conto er* widerte: Gewift, trenn Sie am Quai d Orsay und Fallier es (der früh-re Präs.d.nt der Republik» im Elys5e getoe en wären wä e der Krieg nicht ausgcbrochcn Pichon sagte darauf: Dutasta, dessen intime Beziehungen zu ©leinei- ceau man kennt, der vor 14 Tagen in Petersburg war, hat das auch Sassonow gesagt. D.escr habe geantwortet: D.elleicht wirllich.
3m weiteren Be-lauf bet Mnte.T2D;mg sag e Pichon: Tie beiden Botschafter, die ihnen folaten, waren sehr gefährlich, besonders P a -- löologue, aber auch Deleasse. Palevlogue
Bad - Rauheim, öffentliche WahlkaOips tags- und Landtagswahlen hat Cr wurde von den Demokraten Versammlung, in der der A>g.
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Aus der Provinz.
Landkreis Gießen.
t. TreiS a. d. L.» 17. Rov. Einen wirklich schönen und lehrreichen Ab nD bereite e ge’te n in Wills Saal einem zahlreichen Zuhörcckoris der Entdecker der in hitziger Gemrrk ng re- legenen Wohnhohlen der GSzeitmenschen. Dr. Richter vom Geologischen Institut der Landes- Universität, durch einen eingehenden, echt Volks- tüml.chen und jedermann verständlicl)c.i Lichtbildervortrag über seine im Laufe dieses Jahres gemachten Ausgrabungen im hiesigen Steinbruch und die sich daraus für die Kenntnis von dem vorge"chichtliä-en Menschen und der gleichzeitigen Tier- und Pstanzen- welt ergebenden w chtigen Fosgerungea — Den Wahlkamps eröffnet? heute die Deutsch- nationale BolkSpartei mit einer Wählerversammlung in Langs ©aal, bei der Schrftsteller Hans Drewes über die bevorstehenden Wahlen sprach. Er forderte alle wahrhaft Teutschgcsinnten zur Ein g eit auf gegen die fremdländischen Einflüsse unD schloß mit ei em begeisterten Bekenntnis zum ne_en Deutschen Reiche.
V. Londors, 17. Rov. Am gestrigen Sonntag nachmittag fand dahier die erste Wahlversammlung statt, in welcher Ministerial- direktor 11 r st a d t die Ziele und die Politik der Demokratischen Partei darlegte. In der Diskussion kritisierte ein Anhänger der rechts- stehenden Parteien einige Punkte der Ausführungen des Referenten. Rach einer Erwiderung llrstadts fand die ruhig verlaufene Versammlung ihr Ende.
A Reiskirchen, 17. Rov. Ein gut besuchter Konsirmanden-Elternabend fand gestern hier im Fritzclschen Saale statt. In seiner Begrüßungsansprache richtete der Orts- ge.ftliche b.herzigenswe te Worte über .Kon - firmandcnzeitundClternhausandie Erschienenen. Die Äonfirm oben brachten aus- gewählte Gedichte und. un er Lehrer Rauschs Le tung, schöne Dol's- und Heimatlieder zur Dar* b etung Den Mittelpunit dos Abends b ldete ein L.chtbildervortrag .Deutsche Frömmigkeit". in dem 50 der schönsten Bilder Ludwig Richters gezeigt wurden. Ein gnnülliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen beschloß den Abend, der wohl allen, die teilnahmen, wertvolle Eindrücke vermittelt hat.
3 Aus dem nördlichsten Teil des Kreises Gießen. 17. Rov. Der unerwartet früh einsetzende harte Frost hat die Herbst- arbeiten deS Landmannes unliebsamunterbrochen. Die AuSsaat ist teilweise noch nicht beendet. Der Schneckenfraß, der
Ich teile Ihnen mit, daß Ihre Gichtofint- Tabletten schon nach zwei Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedem Tag fühle ich mich wohler und kann letzt trotz meiner 65 Jahre große Fußtouren in die Berge machen und auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Kur setze ich getreulich fort, ich hoffe, den Rheumansmus für Immer los zu fein.
Ihnen fagc ich meinen besten Dank iinD empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll I. B. m A.
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für ik Reichs- bereits ei ge etzt. mit einer Wah> Reiber spr»h, eröffnet. Die Srzialdomokriten hacken sich Dr. Dang (Frankfurt a. M.) für eine Ber'ammsung als Redner b stellt, und g'fteri o ei) s oach in der bis zum letzten Plan gefüll en Turnh^l e do:
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Französische Dokumente zur Kriegsschuldfrage.
Aus den Memoiren eines Pariser Diplomaten. — Die Clique der Kriegsschürer. — Iswolskis empfindliche Stelle.
Die Pariser Zeitschrift „Europe" gibt die Memoiren des ehemaligen französischen Botschafters in Petersburg, George Louis, der bekanntlich auf Wunsch Iswolskis im Jahre 1913 von seinem Posten in Petersburg entfernt wurde, heraus. Das „Oeuvre" ist in der Lage, einige der Dokumente bereits zu veröffentlichen. Rach dem ersten Dokument halte am 21. Mai 1912 Louis mit dem damaligen Minister des Aeußeren Pichon eine Unterredung. Pichon erklärte Poincars fei sehr geschickt im Parlament, aber anderwärts nicht. Gr könne nicht verhandeln. Er sei zu trocken. Für ihn gebe es nur ein I a o d e r Rein. LouiS sprach alsdann seine Verwunde- rung darüber auS, daft trotz der angeblichen Anerkennung, die Pichon seiner Tätigkeit zolle, er seine Demission verlangt habe. Pichon erwiderte: Die Haltung Iswolskis war so seltsam, daft man hierin die Ausklärung suchen müsse. Louis sagte, man spreche davon, dah T i t - tont (damals italienischer Außenminister. dann Botschafter in Paris) Iswolskiseine Schu l- den bezahlt habe. Das habe ihn daran erinnert dah sein Freund von Sir Edward Grey zu L lernen ee au, als er Ministerpräsident war. sagte: Beunruhigen Sie sich nicht über Iswolski. DaS werden wir schon arrangieren. Man habe damals angenommen, dah man auf Iswolski finanzielleinwirken könne. Das sei im Oktober 1908 gewesen, als ISwolsli nach London gereift sei. Pichon habe Dann hinzugefügt, dah Tittoni durch derartige Mittel Iswolski in Händen habe.
DaS zweite Dokument bezieht sich auf eine Unterredung, die LouiS damals mit dem französischen Botschafter in Berlin, Jules Cam- b o n, hatte. Das Dokument trägt das Datum vom 1. Rov. 1914. Eambvn habe g-figt: Kaiser Wilhelm sagte am 1. Januar 1912 (also nach Dem Marokkoabkommen) zu mir: Man macht uns unser Abkommen zum Dorwurf, aber in sechs Monaten wird man uns Denkmäler errichten, dah wir eS abgeschlossen und einen Krieg vermieden haben. „Beach.en Sie," habe Campon hinzugefügt, das Datum vom 1. Januar 1912. Das war das tetztemal, dah der Kaiser mir in vertrauensvollem Ton von der Zukunft gesprochen hat. P o i n - rare war noch nicht Präsident der Republik. 1913 sprach der Kaiser dann anders zu mir. Der Kaiser sagte: „Ich habe alles getan, um zu guten Beziehungen zu gelangen. Aber das ist zu Ende." Das sei daS erstemal gewesen, dah er in diesem Ton mit ihm (Cambon) gesprochen habe. Aber er habe eS nicht nach Paris berichtet. Dann sei eine Warnung gekommen, die 6er belgische König ihm von Potsdam aus habe zukommen lassen.
Jules Cambon sagte wörtlich: Poincar 6 ist zum Teil am Kriege schuld. Botschafter LouiS habe hinzugefügt: Jawohl, nicht IswolSki. Cambon fragte hierauf: Konnte Der Krieg verhindert werden? LouiS antwortete: Richt Ende Juli. Aber wir hätten ihn vermieden, wenn 19 12 unsere Regierung i n anderen Händen gelegen hätte, älmzur Präsidentschaft Der Republik zu gelangen, muhte eine Reise nach Petersburg gelingen. Man muhte sich mit Hilfe von Geheimfonds Der Presse bemächtigen. Poincare hat sich zum Instrument Iswolskis gemacht. Dieser, der gemeinsame Sache mit Tittoni machte, hat den tripolitanischen Krieg entfesselt, Damit Den Dalkankrieg und Den jet* -igen Krieg.
IuleS Cambon erwiderte: Wir haben uns feit zwei oder Drei Jahren nicht gesehen, aber wir haben Dieselbe Ansicht. Paleologue (französischer Botschafter in St. Petersburg) ist Dünkelhaft, und Kiderlen-Waechter (der Damalige Deutsche Staatssekretär Des Aeuhern) hat eine böse Zunge. Erinnern Sie sich an Die Bemühungen Poincarcs um 1912 herum, eine Konferenz in Paris zusammenzubringen? Das war ein wenig lächerlich.
Louis erwiderte: Jawohl, ich erinnere mich noch an das Lächeln Sassonows (russischer Auhenminister). Cambon sagte: Untere Beharrlichkeit veranlasste Kiderlen-Waechter, das Vir Edward Goschen (der englische Botschafter in Berlin), Der es mir toieDer erzählte, zu faßen. Poincare hielt an seinen Urheberrechten fest. Cambon hat Kiderlen-Waechter gefugt: Können Sie sich eine Konferenz Denken, an Der Iswolski, Tittoni und Schoen (Der deutsche Boschifter in Paris) teilnehmen? Kidettcn-W rechter hat nicht viel Aufhebens von seinem CBoegänger Schoen gemacht, aber er erkannte Den intriganten Geist Der ISwolsli unD Tittoni.
trieb die Russen zum Kriege. Worauf Louis erwiderte: Das sieht man <iu8 Dem englischen Weihbuch Der englische^Wtschrfter, der seine Regierung sehr gut unterrichtete, gibt Das klar zu verstehen Worauf P chen ertoiDrte: A ich Delcafs6 hat zum Ausbruch Des K.i ge; dadurch beigetragen, dah er d i e Russen gegen Deutschland aufhehte. Die Engländer benagten sich Darüber.
Hieraus erklärte LouiS: Die Präsident- schäft PoincarsS war verhängnisvoll Pichon fügte hinzu: Sein: Tätig ei am Quai d'Orsay ebenfalls Als ich wieder Minister des Aeuhern wurde, ist Paul Cambon (französischer 'Botschafter in London» zu mir gekommen, hat meine beiden Hände ergrif c i und gesagt. cr freue sich, daß ich wieder Minister deS Aeuhern sei. Wörtlich sagte cr: Wenn poincare am Quai d'Orsay g blieben wäre, batte er uns schließlich mit allen unseren Freunden auseinander gebracht LouiS fügte hinzu: Als Präsident der Republik war cr noch viel gefährlicher, weil er frei hat de i K.ieg entfesseln können Aus ihn bezog »ich Pal^olog le in Pnersburg Immer, um die Russen zur Intransigenz zu treiben Pichon erwiderte hierauf: Die Wahl P:incar(S zum Präsidenten der Republik wurde von Boar- g e o i S und B r i a n d gemacht, namentlich aber von dem ersteren.
Pichon stellte fest, dah ferne Beziehungen zu Poincam nicht sehr gut seien. Poincare lieft ihn nach vier Monaten rufen und fragte ihn, warum er nicht mehr zu ihm komme, worauf er erwiderte, haft cr feine Politik mi ft- billig e. Lotus bemerkte, daft er vor einem Jahr im Begriff gew fen sei, den Kampf auf- juneftmen. um Die Dinge zu sigit. Die, wie er jetzt erkenne, m diesem Augenblick hat en gesagt werden müssen. Er h be gefdjtoegen, ipetl er nicht mehr im Amt g^we en sei Die au$e i* bllckliche Lage sei lehr gefah.lich, aber er glaube an den Endsieg. Ab.r unter welchen Opfern müf e man ihn erkaufen!
Pichon scheint weniger zuversichtlich gewesen zu fein. LouiS erklärte dann, unter den Fe nden Frankreichs befände sich auch der deutschfreundliche Datikan. Pichen fagV, das sei auf einen Fehler der französischen Polittk zurückzuführen, welche die 2In$ ig? der P'pstw hl in einem Brief zur Kenntnis genommen habe, aus dem jegliche Höflichkeitsphrasc verschwunden fei. Man habe Den neugewählten Papst eine lange Herrschaft wünschen wollen. D i v i a n i (der französische Minister- präsident) habe erklärt, daS sei gleichgültig. „Streichen wir diesen Wunsch."
gar manchen zwang, umzuackern und zum zweiten Male die teure Saatfrucht Daran mbängen. anD Die arg verzögerte Ernte haben Die Saa arbeit tebl erschwert. Diele Aecket sinb noch nicht um- gestürzt. Hoffen wir, Daft eS auch desmal sich bewahrheitet, dah geft e ’.ge Herren n ch. lange regieren, denn noch einige Wochen offenes Wetter braucht der ßanömann gar sehr.
t Gründe rg, 17. Rov. Gestern und hu c feierte hier die Obcrheff ifche Dolksmil- si on ihr Iahresfest Im Eros nungSGottesdienst gestern abend in Der Sbadtttrche predigte Ps i rer zur Rieden aus Hutzdvrf. Aus der P eDigt, mit Der er zugleich Den Jahresbericht verwob, lei besonders heroorgehoben. Daft Die Dolls- mistivn in Grünberg am 18. Oktober 1920 begründet wurde. S-ie stellt sich die befonberc Aufgabe, durch erw.ckliche De kündigung De» Evan. e liums in Wort und Schrift Die reg lmäftige Ar- beit des Pfarramtes zu unterstützen, un) zwar durch Evang l sotionen m m glichst achttägigen Predigtwechen < solche Evangeli-.«tionerr haben in den letzten 4 Iah en in über 80 Orten (tätige- (und-en unb durch DolkSmistionsfeste oder Gemeindebibelkurse. Schrittenmi sion u. dgl. Tie Leitung liegt In der Hand von 12 bzw 3 Mitgliedern. Tie Geichäftsstelle ist in Schlitz bei Obe Pfarrer Knodt Di. D llsmll ion h 4 engite Fühlung mit dem Zcntralauschuft für 3nr.ere Mi sion in Berlin-Dahlem, dem Lardesl'rchen- amt, dem Landesverein und Dem Oberhrslisa)en Verein für Invere Mission. Rach Der Predigt frielt die DollSmistionarin Friulefn Hardt vor der stark versammelten Gemeinde einen Dortrag über DaS Thema .Wir Frauen unD Die R-4 unseres Doll s . In bewegten Wor er schllde te sie aus eig.'nev Ersah.ung lcraus die Rot im*e cs DolkcS und forderte die Frauen a if. dahin zu ftreben, Daft sie mit Gottes Hilfe ei i Stolz Der Er De und ein Licht der Welt werden. Heu e vormittag 10 ilftr begann die Tagung im »Hirich . Sie wurde vom Festprediger mit Ge et und Andacht cröff et Ein? ^ingehrnle Ausftva e über .Geistesleitung" schlof) sich an, vgl. 2lposttlge- schichte 16 6-12 Frl. Hardt -S ettin g b wer - volle Winke über Frau mach it un) bclo.^r, raft das häusliche Familienleben durch Frauenvere ns- arbeit nicht gestört, sondern gefördert wer.en mü'fe S :ann entw (feile Obe pfar.-e. Knodt- Schlitz cen Plan, ein m drit.cn Berufsa.bei'er für DolkSmi sion anyi teilen, im s stet Tertr. ue.i aus G^tes Hilfe und dir tatkräftige Un er t; Yung Der Freunde der Dolksmis ion. Eingch? d wu le verhanlelt üb r Ein.ich.unz und Aus cst l u g eines Erh lungsh ims für £e b un) Seele im südlichen Oberh.-Iscn Zum S-lüft wnroe die Rech .ung von Drei Jahren durchgespr ch n. — Am SamsttigadenD sand hter eine von d r D e u t- schen demokratischen Partei cittbe ufe*e Wahlversammlung statt, di' von etwa 60 Personen bottrcht war. Es sprachen F au Sch nc i* der-Haggenmüller und K cischulr t Fi- scher aus Gieftm, die ihre Ang-.f.e gegci die Rechtsparteien rich eten und für uto Ante ft tu g Der Demokratischen Partei durch Die Wäh er warben Eine Aussprache farrd nur in gednge.n Mafte statt.
Kreis Friedberg.
meinsinnS Der Bewohner unserer Stabt durch freiwillige Gaben angeschafft worden ist. Eine Sammlung ergab den Betrag von etwas über 600 Mark, der Die Kosten für Die Glocke deckt. Sie ist von F. W. Rinker In Sinn gegolten worden und trägt die Inschrift:
„Im Weltkrieg geopfert dem Daterlanb, Die Glocke durch Opfer neu erstand."
1916 — 1924.
Geläutet wird die Glocke bei Beginn von Der- Weigerungen, Dersammlungen u. bergt Die neue Glocke war gestern zur Besichtigung für Interessenten im Rathauslaale ausgestellt. Hoffentlich kann nun auch bald wieder die Ufct im RathauS- turm in Gang kommen.
SreiS Schotten.
X. Schotten, 16 Rov Gestern abend fand auf Veranlassung deS Dcrci nS ehemaliger Leibgardistcn in Schotten und ilm- gegend in der bie igen Tut7 Halle ein D e u t - cher Abend statt, der aufterorbentlii) stark besucht war Der Reinertrag Der Devanstal ung kommt Der Errichtung erncS 115erD«nkmatS Augute, dessen Grundstein bereits tm Tarrn ad er Herrengarten ge:eg: worden ist Aus D» mst.idt war eine gröftzte Anz.ihl früherer Angeh' i er deS Regiments erschienen unter Begleitung ei er QKul.HapeUe, Die ebe falls zum gröftien T il a.iS eh maligen LeibgarDistv-n bestand. Oberftleu : ant von Hagen <vu$ Darmstadt h ell «A ic i Vortrag übrr Die Schlacht bi Tanne b g der du ch Aahlrr-iche Lichtbil.»7T mit tr.fflite i Hart nsk z et und sonstigen Darstellu g<m uil'.k mme e ^igi - Aung fand Den genxiliigm Lei tun e r umerer Ost truppen in Kriegsmärsch n u b Ges<ck>'en tourte begeistertes Lob gelpentct Hrrvor rag nde Leistungen von Vorturnern deS Darmstädter Turnvereins von 1 8 4 6 erhielte den le>- Haftesten Beis IL Verschiedene kürze e Ansprachen gaben Der Li Br zum Deutschen D »terlande begeisterten un) begeisternde \ AuSdrmck D e D r- anftoltung war eine Ku rdg dang cchier Baler« landsliebe unD treuer Kameradschist. Sie war auch aus Der UmgcgenD von Schotten zahl vid> besucht und verletzte die TeilneV-.er tm Geste zurück in die Zeitm deutschen Hstd^rtums und rmterländischer Auf pf.rung Si bel bk in Den Alten und Den 5u a n . te Hoffnu ig auf bfee Tag? im reut chen V.t tlinD, als sie Die Gc c r« wart Darzubieten txrmag.
X. Rainrod bei Schotten. 17 Rov G ften fand hier Die feieckiche Enthüliuna des Denkmals statt. Da- zu Ehren Dec imWet- (lieg gefallenen Mitbürger errietet worden ist. Es befinDn sich auf den Frie)h f in unm ttelbarer Räch? ter Kirch? an einer S eile, von wo aus man einen schönen Blick in aie Land' schäft genieftt. Es ist ein schlichter, in schönen Linien gehaltener Obelisk mit einem Ei c neu Kreuz aus gefchl ffenem Granit, aaf Dem au'kr Dcntsprüchen Die Qiamen der 32 auS unserem Olt-? Gefallenen eingem?ift-e!t lind, birunter drei Sohne ein und DerMb-n F m lie Morzens f nd cin F?stgotteS)ienst in der Ortsttrche statt R ch- mittags um 1 Uhr bewegte sich Du ch D e St aften ein feierllcher Zug unter Dorantrck: eine Ul s k- kapelle, die Trauermärfch? spielte, nach de n 5 i D- Hof. In längeren 2lnfprachen De He re, Alt- bürgcrmcifter Diehl, Reg c ungSrar Weber vom KreiSamt Schotten, DeS Ort^gei l chen Planer Romer, D<S früheren Oil 'ge stlichen -Pfarrer L R. Muhl und des Bürg^nnei:erS Dechert wurde D A Andenken De G f lle' n geehrt und der Mahnung zu ti-euer Vaterl ndS- licb? beredter Ausdruck ve I vften Di? reliai fe We he vollzog der Ortdge ft.i :>c Eine Gruppe des Kriegervereins prüfe.liierte b?r Den enthüllten Denkmal unD gib eine Ehrersil'? ab, Mädchen legten für jed.n de. G f .lenci euer. Kranz nieder, ferner spendete eine A:z hl van Körper-schaftcn mit kurzen Worten prächtige Kränze. Wirkungsvoll war Di? Fee umrahmt von Dorträgen gef mgl cft-T un) DeN mat ns her Art, Männer-, Frauen , gern schic un) Schülerchöre wechselten ab mit Dirtrager von I i.ng- lingen, Jungfrauen unD Kinde n Die Musil war gestellt von dem Mas kverein Schotten, ron wo auf?er zahlreichen an e en Bes chern auch der Kriegciverein Durch eine strr e vlb rbiurg vertreten war. Dr? gaw-e Trauervrr'a.nmlang fang gemeinschaftlich zwei kirch ich? Li 'er Der Mus foortrag bA Riede ImDi che i Dankg be es beschloft Die würdige, eindrucksvoll? Feier.
-r Obcr-Schmitten, 17. Rov. In Der Beschäftigung der Fe i n pa p i er i n d u- ftrie macht sich eine langsame Besserung bemerkbar, die in gröheren Arbeitsperioden unserer Papierfabrik zur Auswirkung tommt. Durch den öfteren Stillstand des Betriebes hat eS ein Teil der Arbeiterschaft vvrgezogen, anderSwo anhaltende Beschäftigung zu suchen. Die so entstandenen Lücken werden durch freiwilltg übernommene Zwölf st undenar beit auS gefüllt. Der Mehrverdienst kommt den so oft beschäftigungslosen Arbeitern gut zu statten.
§ Ulrichstein, 17. Rov. Die Uftr am Kirchturm, die vor 2 Monaten bei dem Brande zerstört worden war ist wieder instand- gesetzt und schlägt auch wieder.
( Ruppertsburg. 15 Rov, AmIttzten Sonntag feierte unsere evangelische Kirchen- gemeinde thr Erntedankfest Wie al jährlich, so hatten auch diesmal die StonfirmanDe i Den 2ötar mit Blumen und F üchten Der verschiedensten Art Pracht g geschmückt An De K n>ei prangte der aus Achten und Rispen he ge^el te Srrckekranz, der Fest gemeinde Zurufen): ^Vergift daS Danken nicht!" P-faunenchor und Sch (f mb t verschönerten durch ihre Weisen den Gottesdienst.
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Sie wissen kein sicheres Wtttel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sic packen nicht das Hebel ffn der Wurzel.
Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, oyne haft es Sie etwas kostet: aber ehe ich Ihnen mehr I-s°. lesen Sie den folgenden Brief:
Spitzenkandidat der 5\ut cbnatiorralen, Pr feffo: Dr Werner, vor s -iner hirr seh ' zchl-e ch c « tretenen Freunde t und vor Gcg ern, Di? sch auch in giöfterer Zah. ein c unden rotten. Ueb?r politische 03erlammluitgen in Den nächsten zwei Wochen ist noch nicht) bekannt. Dafür wird Die Agitation in Der Woch? vor Der Wchl nochmals erneut cinfeften. Die für Versammln get zur De.« fügung fteftrnDen gröheren Säle sind für Dee letzte Woche schon von Den einzelnen Parteien belegt. — Wenn Die ilnterftal ungen. Die Die Kurverwaltung bietet, mit Beginn Der Winter- fur an Zahl abn hmen, Dann >e en die Vereine mit ihrer Tätig e t ein und fuiei mit zum Teil recht guten Daroi?tun.?en Kurgäste und Einh.i- m.sche zu unterhalten. So (x>t .er Vortrags- u n D Musi kvere in sich zur A Jgrf'e gemalt, in Kammermusik aufführungen. Die Sonntags v ormit tags rach den Go't?S- Dirnsten im .Kurhau e statt i iden. Die Werke un- ferer greftm Tonmeister wie erzu'eben Am vorigen Sonntag und ftsite kamen Sona'en von L. van Beeth v n für Klavier und Di It e Durch Konzrrttn tftcr Otto Drumm und Kape l meist er R o s c n st o ck vom Landest Heater in Darmstaot in künstlerischer Doll n'u?-g zum Dnickrag D. s b?liebt? .Dopvel-Quartett unter ? ei n- g von Lehrer Wilh Hachenberger (D.nheim) erfreute Hute abend in der Tu mH -lle mit einem Liederabend, der das Dollsii d bepn'e & h rvrrhob Der mi'chtr Chor <iti>erfl b hnt sich zu einem ..Bad-Rauhcimer Dolks- chor' umgewanielt. Der stch Den Deut chm 2Ir- beiter-Säng?rbund anschliehen wird.
Kreis Büdingen.
Ridda 17. Rov. Für Den hiesigen De- zirk wurde bei Der Wahl zur Handels- ka m m e r Der Kaufmann Schmoll. R.dda, mit groftcr Stimmenmehrheit gewählt.
nd. Ridda, 17. Rov. Während des Krieges muftten von hier zwei Glocken der Stadt- k i r ch e und die Rathausglocke abgeliefert werden. Das Geläute auf Dem Ichwrniterlurm blieb erhalten, weil es unter Denkmalschutz steht. Rachdem vor zwei Jahren wieder für die Kirche neue Glocken beschafft worden waren, konnte heute auch eine neue Rathausglocke aufgehängt werden, die durch die schone Tugend des Ge-
Solche Briefe besitze ich Taufende, und nun hören Sie weiter:
Gicht und Rheumatismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werden, durch Entgiftung des Blutes. Diefes ist verunreinigt durch zurückgebliebene harnsaure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhallen nichts. 9097D Zur Beseitigung der Harnsäure aber dient das Gichtofint.
Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen feinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben.


