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allerärmsten Kätner. Er machte alle gleich. Schweren Herzens tarn der Gestrenge heim. Schweren Herzens fuhr er am nächsten Morgen nach dem Städtchen. Vielleicht war ihm das Herz auf der Rückfahrt iroch schwerer, aber er zeigte es nicht. Vielleicht war auch ein Tropfen alten Leichtsinns in seiner Sre'e, M1 er d^ beiden Geldsäcke neben sich im Wagen wußte. Vielleicht dachte er: Gvtt wi.d schon weiter h.lfen. Dach e auch: ist doch etwas Wunderschönes um das klingende bare Geld und daß ub.rhaupt noch welches im Lande ist. Teuer genug f eilich hat er's erkaufen müssen und nur schlechte Münze steckte in den Deuteln: .außen Friedrich, innen Ephraim', wie sie's nannten tannen mehe Kupßr als Silber, aber glänzend das Dildnis des Königs darauf. Des Königs

War Dämmerstunde, wie er hinten am Gar­ten vorüberfuhr, die Leine lose in der Hand. Der Schecke wußte auch ohne ihn Bescheid.

Da sah er auf der Gartenmauer schon von weitem ein Pärchen hocken und war nicht im Zweifel, wer es Uxit. Die beiden, die da. sahm, dicht aneinander, und die Deine baumeln ließen, zwei Keine barbfte Füßt, zwei sesie Stiefeln, die freiliä) bemerkten ihn nicht. Die hatten be.seres zu tun. Sie sangen ein Liedchen. Hat.e e.n frommer Mann gedichtet, ließ sich nichts toi-.ee den Paul Fleming sagen. Dur gerade, daß die beiden es sangen hm hin

Vichts ist süßer als zw.i Treue,, Wenn sie eins geworden fein. Dies ist, daß ich mich erfreue, Und sie gibt ihr Ha auch drein. Mir ist wohl beim höchsten Schmerz, Denn ich weiß ein treueS Herz."

Fast hatte der alte Herr getacyt Lte oetver» Kinder da, die wußten ja gar nicht, waS sie eigentlich sangen. War ja nichts dabei und klang so hübsch in den Abmdfrieden hinein. Aber nun ttxir daS Lied zu Ende. Der Hunker machte noch ein jubelndes Juchhe, und da hatte er die Vach bei der Schulter, zog sie an sich und küßte sie. Küßte sie, und sie litt es. Gar nicht schlecht schien's ihr zu schmecken, Ehrenpüttuers Einziger

Der Alte hatte sachte ang-halten, tooRte in Duhr die Entwicklung abwarten. Das tonnte ja hübsch werden.

Doch da sah plötzlich das Iunkerlein auf, erschrak und war npt einem Male rückwärts auf der Mauer verschwunden, älnd die Ruth hinter­drein wie ein flinkes Rehchen.

Eigentlich wollte der Gestrenge ihnen ein kräftiges Wort nachschicken. 'Aber er konnte Ler­nen rechten Zorn aufbringen, so sehr er sich müh e. Der Junge, der Kaspar, mußte nachher seinen Dezem abkriegen. Versteht sich War aber doch nur eine Kinderei. Mit dem Magister sprechen? Der machte aus der Mücke einen (Stefanien. Vur aus dem Hause mußte der Kaspar. Änd das balde.

Also, als er nachher den jungen Herrn vor dem Stall traf, wo er sich ein Geschäftchen machte und ein dümmlich unschuldig-s Geiächt dazu, h lte ec aus und schlug ihm kräftig hinter ^die Ohren. Sagte nichts dazu, als:Du weißt schon, wovor.'' Worauf der Junker den Kopf trotzig zurückwarf, aber nicht heulte und nicht ein Wort der Wider­rede hatte. Es war wieder etwas darin, was dem Alten gefiel: etwas Stolzes, etwas von der eigenen guten Art.

(Fortsetzung folgt.)

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hinterher mit Hoch und He. Die ^anne. das junge stramme Ding, tat's ohne Del chwer, aber die Mutter, die schon ziemlich in den Hahren, ächzte und stöhnte. ,

Der Gutsherr wollte schon den Stock heben. 3ft der Kerl denn ein Unmensch! Spannt man Anno 1759 noch Weibslcute vor den Pf.ug! 2ns Halseisen gehört die Destiel Abe.- ec g ng stille tociter Der Kossäte war der ordentlichsten einer, fafc als Kirchenältester in der vordersten Dani kitte dazu allzeit pünktlich der Gutsherr!chaft sein Devoir getan. Eine Destie war er nicht. Er tat nur, was die harte Aot ihm abzwang: das Feld mußte umbrochm werden. Der Dauer tat auch da nur seine Pflicht die Pstecht gegen den Acker.

Die Zeiten die Zeiten

War eigentlich admirable daS, tote eie Da em noch immer das Feld bestellen in saurem Schae ß und Doch nicht wußten, ob sie ern_en wurden. Ob nicht wieder der Russe od.r dec ctesterre.cher kam verwüstend und marodierend, ob der un­selige Krieg nicht das Letzte nahm. Der Krieg, der fein Ende hatte O Friedrich! Fredrich!

Als der Alte dann über die eigenen Felder schritt, sah er nichts Desseres. Zwar hatte der Vogt die Reste der Ernte so ziemlich in die Schober gebracht, aber mit der Weiterarbett lag's int argen. Vier Gäule standm anstatt ztran- zig im Stall, sechs Ochsen und Kühe wo früher zwei Dutzend gewesen. Wie sollte da geackert und bestellt werden? Sollte es sein tote nach dem Westfälischen Frieden, wo das älnkraut noch jahrelang auf den Drachfeldern wucherte! Die Kreatur fehlte, die jungen kräftigm Hände fehlten. Der Krieg lastete auf dem Gutsherrn wie aus dem

Der Alte aus Topper.

Vornan von Hanns von Zobeltih.

19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Da war der eine Mahner im Schreibpult: der Drief mit dem Königlichen Znsiegel. Disher batte man wohl eine Entschuldigung gehabt, von wegen der Kriegsläufte, weil die Aussen die Oder hielten, und man nur sehr schwierig ins Feldlager des Königs, der bei Fürstenwalde stehen soilte, gelangen konnte. Doch nun verlautbarte, daß die Austen nach Schlesien abgezogen wären. §er Weg zum König war frei. Was half es also? Manchmal, wenn der Gestrenge an fe ne Schne dachte, an den toten und den siechen, zi: erte er für den Enkel, das junge Dlut. ilni> jedesmal dachte er auch an Dyate

Dann war da der zweite Mahner im Schreib- pult. Das lederne Geldsäckchen wurde leid).er und leichter. Erst die Kontribution an die M)s- towiter. Dann die Doktors. Dazu die Aot bei de i Leuten, wo man doch helfen mußte. Dazu das Dedenken: der Hunker durfte nicht als blut­armer Schlucker aus dem Hause gehen, mußte sein Ädmstement hrben, tote sich das gehörte. Woher nehinen und nicht stehlen? Ha stehlrn. Wo hätte ein Dieb etwas gefunden in dec Aot der

Jetzt ging der Alte lieber allein aufs Feld. Hatte zwar den Schießprügel umaehängt, aber die Feldhühner waren sicher vor ihm.

Einmal als er bei dem Land vocbeimarschierte, das dem Derworrn«: zugeteilt war, sah et etwas Seltsames. Der D<Mer hatte sein Weib und btc Tochter vor den Pflug gespannt und schritt selber

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