Einzelbild herunterladen

^bigftraße

lir. Hi Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)

Mittwoch, (8. Juni 1924

□n Billionen Prozent

2 800 000

16 500 000

2 300 000

7 500 000

voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll

Da n f n oten, (Ohne Gewähr.)

19,95 70,i2 1.4,00 22,94

166,11 11.1V

63, 6

5,81

1,80 110,62

7 ,77 üb,81 12,27

4,24

4,21

19,05 70,78 18,10

2 ,06 166,89

18,20

56, >4 5,88 1,8?

111,18

74,1

-6,09 12,33

4,26

'Reuart. »/,

aus dem Land herausgeholt werden, das bedeutet gegenüber 1914 ein Mehr von rund 20 Mill. M.

Ter Bericht schließt mit nachstehender Be­trachtung:Wie schwierig die Lage auch heute noch ist, zeigt die in dem neuen Entwurf des Finanzgesehes aufgenommene Ermächtigung an das Gesamtministerium, an den gewiß schon scharf herabgesetzten Ausgaben noch weitere Ein­schränkungen vorzunehmen, da sich zunächst ein anderer Ausweg für einen Ausgleich des Budgets nicht ersehen läßt.

ner Ansicht über die Militärkontrolle in Deutsch­land verstimmte etwas, während andererseits die Vachncht von der Amnestie, die er im besetzten Gebiet durchführen will, noch nicht genügend be­kannt war, um entsprechend gewürdigt zu werden. Die neuen Kursrückgänge betrugen durchschnittlich eine halbe bis eine Billion Prozent, aber bei den Montanwerten stiegen diese Verluste zum Teil sogar über zwei Billionen Prozent. Besonders schwer betroffen wurden heute wieder die ober- schlesischen Werte, während sich die Zuckecwerte wieder sehr gut hielten in Erwartung des dem­nächst einsehenden starken Steigen des Zuckerbe- darfes. Im freien Verkehr sind die Kursrück­gänge unbedeutender. Api 2 a, Becker Stahl 2-äg Decker Kahle 43/s. Krügershall 2>, Mainzer Textil 0,300 -Ufa 3* Aus dem Devisenmarkt ist der französische Frank wieder schwächer geworden,, nachdem er gestern gegen London auf 78 gestiegen war, fiel er heute wieder auf 79Vz.

Börsenkirrfe.

______________(Ohne Gewähr.)

1 265 000 Mk.

4 900 000

Wirtschaft.

Voin Getrejdcmarkt.

Wie weit die Lustlosigkeit an der Produkten­börse zu Berlin geht, beweist die älnempsindlich- keit gegenüber den letzten Anregungen aus Ame- rika. Aach den kürzlich eingetroffenen Vach­richten sind nämlich die Ernteschähungen, besonders was den Winterweizen betrifft, bisher um 10 Prvz. z u hvchangenommen gewesen. Die amerikanische Konkurrenz ist demnach gar nicht so gefährlich. Im Vorjahre war der ge­samte Erirag der Weizenernte 735 Millionen Bushel. Vach der jetzigen Schätzung wird der Ertrag für 1924 nur 693 Millionen dringen. Die. Produktenbörse hat auf diese Vachricht überhaupt nicht reagiert. Die Krise am Geldmärkte ist so ernst, daß die Börse, selbst so einschneiden­den Vachrichten gegenüber, unempfindlich bleibt. Dabei bleibt noch zu berücksichtigen, das) die Ernterückgänge für die Vereinigten Staaten eine um so größere Volle spielen, als die Vevölterung dauernd an Zahl zunimmt und seit dem Kriege vor allem durch den europäischen Zustrom eine bisher nie dagewesene Höhe erreicht hat. 'Wenn bisher der Export der Mehle aus den Vereinigten Staaten noch nicht nachgelassen hat, so ist das wohl damit zu erklären, daß die amerikanische Mühlenindustrie sehr große Mengen des cana- dischen Weizens ausnimmt und hierron einen sehr großen Prozentsatz nach Europa aussührt. Wenn man bedenkt, daß in den Staaten, die hauptsäch­lich für Weizen in Betracht kommen, der Saaten­stand schlechter ist als in den beiden Vorjah.en, so sind die Aussichten für die deutschen Preise durchaus nicht ungünstig.

Trotz aller Schwierigkeiten haben die Fir­men des Berliner Getreidehandels bisher alle Krisen verhältnismäßig gut überstanden. Die älnternehmungslust ist heute allerdings so unregel­mäßig und so durch die allgemeine älnsicherheit erschwert, daß sich für die nähere Zukunft schwer etwas Bestimmtes sagen läßt. Als seh. gefähr­lich wird vom Handel die Ve.chsgetreidestelle emp­funden. Ihre Existenz ist bestimmungsgemäß nur noch bis zum 15. August gesichert. Es ist un­wahrscheinlich, daß ein Derlängerungsantrag im Reichstag Angenommen werden würde, da wohl sämtliche Parteien von der Unzulänglich eit der Reichsgetreidestclle überzeugt s nd. Dr> Verwick­lungen, die sich aus ihrer Liquidation ergeben können, sind aber unangenehm genug. Die V ia)s- getreidestelle hat noch seh.- bedeutende Vorräte ausländischen Brotgetreides, welches in irg nd- einer Weise untergebracht werden muß. Man wird nach einem Wege suchen, der dieses für den Handel nicht so rigoros und una'gerehm fühl­bar gestaltet, wie das bei den bishe ige.i Maß­nahmen der Reichsgetreidestelle dee <$aU gew e i ist. Cs ist um so mehr nötig, den Handel hur e vor derartig unberehenbaren Wi ku.ige i zu schützen, als die Ge ellschaften zur Zei , w e schon erwähnt, außerordentlich kapitalschwach smd, dn sich das Geld im allgem i e r hüt t. sich an Ge­schäften zu beteiligen, sondern liebe: der beque­meren und sichereren Weg des zinsbringenden Ausleihens sucht.

die Zivilliste mat

die Matrikularbeiträge mit

die Derwaltungskosten und Aus­fälle der in Wegfall gekomme­nen Steuern mit

die Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld mit

die früheren Dienstalterszulagen an Volksschulle'hrer mit

die Ablieferung an die verschiede­nen damals bestandenen Fonds (Destefonds, Ausgleichs- und Tilgungsstock sowie der indis­poniblen Teile der Reste aus vorderen Jahren mit

<3rn> I Brie»

P probeMlmen umsonst!

Ein unbebinnt reelles Hmiö ist die Ziqarren- fnbrtk Ernst Wenke & Co., genr. 1893, Bremen 22 (Gr. Z-Bersandh. Bremens), r'lls alleinige I-irmci bat dieselbe ihre Preise noch nicht erhöbt und ver­sendet immer noch eine Probeliste mit 50 Stück großer hochfeinster Qualitäs-Zigarren für Mk. 4.30 fr. Nach. Garantie: Zuriicknalunc nach Verbrauch von 10 (tzratisproven. Sortiment verschiedener Sorten, 250 St., Mk. 21. franko. <Die Preise liegen mindest. 50°/o unter aUgem. Tagest reiöl. Preisliste mit vielen Dankschr. liegt jeder Send. bet. 4979A

fpd. Deutsche Vereinsbank, Frank­furt a. M. Die ordentliche G^nerrlüersamm- lung genehmigte den Geschäftsbericht und den Rechnungsabschluß für 1923. 'Aus dem Reinge­winn wurde dem Aulsichtsrat eine Vergütung von zusammen 17 500 Goldmark Überwegen Eine Di- vid.n^e kommt nicht zur Ve teilung

fpd Frankfurter Bank, Frankfurt a. M Die Gene.alversammlung genehmigte den Geschäftsbericht für 1923 und beschloß, aus dem buchmäßigen Reingewinn von 238 003,23 Billio­nen den Aufsichtsratsmitglieoern eine Vergütung von insgesamt 14 500 Billionen Ml. zu gewähren. Der Rest soll aus neue Rechnung vorgetrage i wer­den. Die ausscheidenden Auffichtsralsmitglte-ber wurd n wie'e gewählt.

fpd. Adlerwerke vorm. Heinrich K l e y e r A. G. F ra n k f u r t a. M. In der Ge­neralversammlung tourt en die Regularien ge­nehmigt. Den Aufsichtsratsmitgliedern w rde aus dem Rein eoinn eine De gütung von insge'aml 30 000 Goldmark überwie e.r Ein: Di i:ende kommt nicht zur Verteilung, Lieft r die Geschäfts­lage teilte die Verwaltung mit. daß die Werks bis vor kurzem gut beschäftigt gev Jen feen, daß aber jetzt infolge der großer Geldknapvh-üt B> triebseinschrän.'u.rgen vorg nomme.t werden muß­ten. -lieber die Zukunft lasse sich bis zur Stunde nichts Bestimmtes sagen.

* Felten und G uilleaume A.-G Walzwerk, Köln-Mülheim. Der- D - schäftigungsgrad der Werke ist zur Ze t befrie- digend und, was die geldliche Lage betrifft, gün­stig. Vach Einstellung des Pos iven Wi erstand, s ist es gelungen, aus Dem Aus lande un) dem In- lande Aufträge hercinzubringen. Sehr lukrativ war für die Gesellschaft das Legen eine) Fern­sprechkabels durch den Bodmsee zur Derbe s rung des telephonischen Verkehrs zwi chen De itsrtzl: nd und der Schweiz. Es wird vorgeschlagen, den Reingewinn von 6301 Bill. Mk. vorzutragen

* Gvthaer Wa ggvnfabrit A.-G. Die Waggonabteilung der Gesellschaft ist ausreichend beschäftigt, älob.rhrupt war der Geschäfisverlauf in diesem Geschäftsjahr b.sher günstig. Für neu­begonnene Fabrikationszweige sind weitere Auf­träge eingegangen.

Stahlwerk Decker A. G. in W il- l i ch. Heber die Kreditbeschaffung für den Decker- Konzern erfährt derIndustrie-Kuriev' von maß­gebender Seite, daß Kredite aus der Schweiz nicht in Betracht kommen. Die dortige frühere Bank­verbindung der Deckergruppe, Dank A. G. Gayer­zeller, ist nicht in der Lage, die erforderlichen Gelder zu beschaffen. Generalsekrt-tär Heuer, der diesen Posten vertraglich bis Ende 1927 noch inne hat, verhandelt vielmehr schon se.it Jahresanfang mit einer anderen ausländischen Gruppe. Der Darlebnsvertrag ist in der Pfingstwoche zunächst über den Betrag von 5 Millionen Goldmark end­gültig abgeschlossen und sowohl vom Vorstand

Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 17. Juni. (Wolff.) Wie schon ge­stern, fanden auch heute die infolge der höheren amerikanischen Cetreidrprei e anziehenden aus­ländischen Cif-Forderungen so gut wie keine Be­achtung, weil die zweite Hand dauernd unter diesen Forderungen im Markte ist und die an sich geringe Vachfrage für Auslandgetreide be­friedigt. Da das Mch.'geschäft ich noch nich! ge­bessert hat, bleibt auch die Vachfrage der Mühlen nach wie vor sehr gering. Das reichliche Ange­bot von Inlandware hat angeholten. Die Weizen­preise sind behruptet, die für Roggen teilweise billiger. Die QteumarE uird Schlesien hatten stär­kere Derkaufsaufträge nach hier geleg . Für §afei ist Schlesien gleichfalls ziemlich dr . g icher Ver­käufer. Gerste und die anderen A titel lagen sehr still. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen märf. 145 bis 150 (ruhig), mitteldeutscher 145 bis 148 (rußig), Roggen märk. 125 bis 133 (schwach), pomm. 122 bis 126 (schevachß westpreuß. 116 bis 119 (schwach), Braugerste 148 vis 154 (ruhig) Futtergerste 137 bis 143 (ruhig), Hafer märk. 125 bis 134 (ruhig), Raps 240 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 21 bis 23,75 I ruhig), Rog­genmehl 18 bis 21,25 (ruhig), 'We.zenkleie 8.6C bis 8,70 (ruhig), Roggentleie 8,8) (ruhig), Dik- toriaerbsen 19 bis 20, kleine Erbsen 14 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Pelusch'en 10,50 bis 11, Ackerbohnen 13 bis 14, Wicken 11 bis 12, Lupinen blau 9 bis £), gelb 13 bis 14, Seradella alt 11 bis 13, Rapskuchen 8,70, Trockenschnitzel 6.40, Kartoffeln, weiße, rote, gelbe, 50 Kilo 2 Mk.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M , 17. Juni. Es notier'en für je 100 Kilo (Getreide ehre Sack, Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack): Welterauer Weizen 16,50 bis 17, Roggen (inländ) 15,25 bis 15,50, Braugerste 16 bis 16 75, Hafer (inländ.) 15,25 bis 15,75, Weizenmehl, südd. Spezi.il 0 27 bis 28,50, Roggenmehl 22,50 bis 23 25, Weizen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,75. Tendenz: Stetig.

das sind im ganzen rund 35 000 000 Mk.

Demgegenüber sind u. a. an Ausgaben zugegangen wobei die große Zahl klei­nerer Veranlassungen nicht berücksichtigt ist für Güter und staatliche Betriebe 5 500 000 Mk., Zuschüsse zur Förderung der Veubautätigkeit usw. 1 192 000 Mk., für unvorhergesehene Ausgabm 1600 000 Mk.. für blaue Polizei 2 600 000 Mk., für die Schutzpolizei 3 50Ö000 Mk., infolge der Veugestaltung des Volksschulwesens 12 300 000 Mark, für soziale Fürsorge 10 000 000 Mk., für erhöhten Personal- und Sachaufwand infolge der Erweiterung der Staatsaufgaben und der Ver­teuerung aller Materialien 7 500 000 Mk.; un ganzen also rund 44 000 000 Mk.

Ue6er die Einnahmen aus dem Staats­vermögen heißt es in dem Vorwort zum Staats­voranschlag u. a.:Die Ausschöpfung der hierin liegenden Einnahmemöglichkeit ist aufs höchste angespannt worden. Aus Staatsgütern erscheinen in Einnahme insgesamt rund 15 Millionen Mk. Während der normale Hiebsatz in den Staats- Waldungen 400000 Festmeter vorsieht, sind in dem vorliegenden Voranschlag 500000 Festmeter zur Fällung eingestellt worden, eine Menge, die auch recht beträchtlich über den damals unge­wöhnlich hohen Hiebsatz des Jahres 1914 von 442 000 Festmeter hinausgeht. Bei der Fest­setzung der Preise pro Festmeter ging man von Den Beträgen aus, die im Anfang des Jahres 1924 erzielt wurden. Es sind pro Festmeter 12,50 Mark gegenüber 10,50 Mk. des Jahres 1914 zu­grunde gelegt worden. Bei den Einnahmen an Pacht und Miete ist man wieder nahe an die Friäienssätze her an gekommen: 80 Prozent der Einnahmen des Jahres 1914 sind hier in Ansatz gebracht worden. Leider können die staatlichen Dergwerksftetriebe nicht wesentlich zur Bestrei­tung allgemeiner Staatsausgaben herangezogen werden. Ihre Produkte (Preßsteine und Roh­kohle) werden durch den anwachsenden Stein- kohlenverb»auch in Industrie und Wirtschaft mehr und mehr zurückgedrängt. Es ist daher mit einem wesentlichen Rückgang des Braunkohlenabsatzes im kommenden Jahr zu rechnen."

Der Voranschlag entwirft folgendes Ge­samtbild der Steuereinnahmen: Aus der Beteiligung an Reichssteuern werden erwar­tet: Einkommensteuer 14 850 ODO Mk., Körper­schaftssteuer 833 000 Mk., Umsatzsteuer 2 7?3 000 Mark, Grunderwerbssteuer 1 296 000 Mk., Kraft­fahrzeugsteuer- 288 000 Mk., Rennwet'steuer 346 000 Mark: das sind zusammen 20 386 000 Mk.

Aus Landessteuern sind eingestellt: Grund­steuer 7 450 000 Mk., Gewerbesteuer 5 500 000 Mk., Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz (Ersah der Mietsteuer) 10 800 000 Mk., Stempel 4 000 000. Hundesteuer 900 000 Mk., Zuschlag zur Grunder- werbssteuer 492 000 Mk., Wandergewerbesteuer 180 000 Mk.: das sind zusammen mit anderen klei­nen Einnahmen 29 432 000 Mk.

Die Einnahmen aus Steuern einschl. des Stempels (4 000 000 Mk.) stellen sich hiernach ins­gesamt aus 49,8 Millionen Mk., dies alles jedoch unter der Voraussetzung, daß im besetzten Gebiet die Steuergeset überhaupt durchgeführt werden können und das W'rtschaftsleben dort baldigst wie­der soweit gekräftigt wird, daß diese Bezirke ihre frühere Steuerkraft wieder erlangen.

Es ist naturgemäß, daß die veränderten Ver­hältnisse die Zusammensetzung unft Entwicklung der Einnahmen in nicht geringem Maße beeinflußt haben wie bei den Ausgaben. Sin vergleichender Rückblick auf das Jahr 1914 läßt erkennen, welche tiefgehenden Verschiebungen in der Zwischenzeit eingetreten sind. Infolge des Ülebergangs der Staatseisenbahn auf das Reich sind die nicht un­bedeutenden Erträgnisse dieser ergiebigen Ein­nahmequellen mit 17 900 000 Mk. in Wegfall gekommen. Die Leistungen des Reichs aus diesem Staatsvertrag sind infolge der Elftwertung gegen­standslos geworden. Der Voranschlag zählt dann noch weitere Posten auf und bemerkt dazu, daß alles in allem rund 47 Millionen Mk. Ein­nahmen ausfallen. Der Bedarf, für den Deckung zu schaffen war, beläuft sich auf rund 56 Millionen Mark. Abgesehen von einem Betrage von 3,2 Millionen Mk., der als Ersatz des Reiches für die Schutzpolizei dem Lande zufließt, mußte die verbleibende namhafte Summe aus den Ein­nahmequellen herausgeholt werden.

Die Staatsgüter sollen ein Mehrerträ^nis von 5,5 Millionen Mk. liefern, aus Gebühren und sonstigen Einnahmen wird ein Mehrbetrag von 2 Millionen Mk. erwartet. Rund 46 Millionen Mark neue Steuern neben 4 Millionen Mark Stempel müssen also mittelbar oder unmittelbar

als vom Aufsichtsrat und der Geschäftsaufsicht der Stahlwerk Becker-Gruppe unterzeichnet wor­den, ebenso von den Geldgebern. Die erste Zah­lung eines Teilbetrages ist bereits erfolgt. Dieser Geldzufluß ermöglicht es dem Stahlwerk, den Be­trieb bald wieder aufzunchmen. Die Geschäftsauf­sicht dürfte danach ausgehoben werden, zumal, wenn es durch die Vermittlung des Generalseire- tärd Heuer möglich sein sollte, noch weitere Kre­dite zu erlangen.

"VeueDetriebseinschränkung bei der Oberschlesischen Eisenbahnbe­darf s-A.-Gf Vachdem bereits im Laufe der vergangenen Woche der Betrieb der großen Frie­denshütte, der zu Oberbedarf gehört, stark redu­ziert worden war, hat die Verwaltung nunmchr sämtlichen Arbeitern, Angestellten und 7beamten gekündigt, und zwar, wie es in der Bekannt­machung heißt, wegen Mangels an Aufträgen. Von dieser Maßnahme wird nicht nur der Hütten- und Werkbetrieb, sondern auch Der Förderbeftieb der Friedensgrube betroffen. Es ist mit dieser Maßnahme zunächst nicht beabsichtigt, den ganzen Betrieb stillzulegen, sondern man will sich ledig­lich die Hände freihalten, um allen Eventualität en gegenüber gerüstet zu fein. Sollte b.s zum Ab­lauf des Monats keine Besserung der Wirtschafts­lage eintreten, so ist natürlich damit zu rechnen, daß auch der Förderbetrieb noch stärker einge­schränkt werden wird Don dieser Maßnahme würden 60008000 Arbeiter und Beamte be­troffen werden.

* Die Lage der deutschen Erdöl­industrie im Mai. Vach den offiziellen Be­richten der Handelskammern und industriftlen Or­ganisationen hat an verschiedenen Stellet in der deutschen Erdölindustrie eine lebhafte Bohrtätig­keit eingesetzt, ohne daß man von bedeutenderen Erfolgen gehört hätte. Im übrigen wird der Betrieb in dem bisherigen .Umfang aufrechter­halten. Schichtlöhne und Gehälter wurden erhöht.

' Vulcan-Werke Hamburg und Stettin A.-G. Der Abschluß für das Jahr 1923 weist einen Getoimrsaldo von 62,5 Bill Mk. auf, der dem Dvtativnskonto überwiesen werden soll. Ein vom Dorstand erstatteter Bericht ver­zeichnet lediglich die Durchführung der im Vor­jahr beschloßenen Kapitalerhöhung um 35 Mill. Mark. Die H-D. findet am 24. Juni statt und hat u. a. über den Rückerwerb der Vorzugsaktien im Betrage von 5 Mill. Mk. zu beschließen.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Juni. Die Börse erlebte heute einen ihrer geschäftsstillsten Tage. Anregungen irgend welcher Art lagen nicht vor. Die Aufhe­bung der Ausreiegebühr wurde als befriedig n- des Zeichen für die sich am Devisenmarkt täglich verstärkt auswirkende Entspannung angesehen Die Anforderungen für Deoisen sind auch heute nie­driger gewesen. Die Ablieferungen haben sich er­höht. Daher brauchten and)- Veränderungen in den vollen Zuteilungen bei Devisen und Banknoten nicht einzutreten. Im Ssfektenverkehr sanden an­fangs auf eine Pressemeldung von einer angeb­lichen Zusammensetzung des Aktienkapitals Der Deutschen Petroleum A. G. im Verhältnis von 20 zu 1 Abgaben statt, die eine mäßige Kurs- senkung im allgemeinen und eine stärkere von 1 bis 2 Billion m Prozent nur bei einigen Mon­tanwerken sowie bei Deutsch-Australische Dampf- schiftah.ts- und Hochbau-Aftien he.-vorriesen, den Kurs der deutschen Petroleumaktien selbst aber wenig beiüh.ten. Als das Emissionshaus, die Deutsche Bank, die Meldung als anbegfünftel er» klärte und Inte e senkäufe in D.u sch-Luremburg und Gel.enki.che.ier Bergwe.k3-Akf.ea mit dem E.gebnis eines 2 ftzw. 4 B.l.ionen Prozenten Kursaufschwunges für diese einsehten, befestigte sich wieder d.e Stimmung allgemein. Am Renten­markt machte sich eine Erholung der Dollarschähe infolge bringender DZungen bei etwas erhöhter Zut.-ilung aus 80 gegen 76 geltend. Am Geld­markt ist die Lage unverändert leichter geblieben.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a M.

(In Billionen Mark au'jebnuft. BuenoS AtreS. London, Neu» hort, Japan. Rio be Oa. eiro für eine Einheit. Wien u:ib Budapest für 100000 <Etnbettcn, alle« übrtac für 100 Eindetren-I

Selegiai. üh jje Auszahlung.

_______________(Ohne Gewähr.)_________

Der hessische

Staatsvoranschlag.

DonunsererDarmstäftterRedaktion.

II.

Oesters werden Vergleiche mit den Verhält­nissen in der Vorkriegszeit gezogen. Hierbei wird li. <l darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt E i n- nahmen an Zinsen bei allen Abteilungen verschwunden sind, es sind aber auch die Zins- verpslichtungen und Tilgungsbeträge weggefallen. Die Kapitel über Eisenbahnwesen und Staatsschuld mit ihren in früherer Zeit für den Etat beträchtlichen Zahlen sind bedeu­tungslos geworden. Im übrigen werden Ver­gleiche von Ziffern der Vorkriegszeit mit den gegenwärtigen abgelehnt.Immerhin," so heißt es in der Denkschrift,mag es nicht ohne Inter­esse fein, das sich darbietende Gesamtzahlenbild so auseinander zu legen, daß Eiftstehung und Ent­wickelung deutlicher in die Erscheinung treten. Im Jahre 1914 betrug der Gesamtbedarf für die Staatsverwaltung 76 Millionen Mk., für 1924 ist er, wie schon oben angegeben, mit 85 Millio­nen Mk., das sind 9 Milkrvnen Mk. mehr, vor­gesehen. In Wegfall gekommen sind an Aus­gaben feit 1914:

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 17. Juni. Tendenz: schwächer. Die von Der Berliner Stempelver­einigung teilweise durchgesührte Stühungsaklion 'hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. Wahr- fchnnlich weil sie nicht mit genügend Mitteln durchg.führt worden ist. Die bereits gestern nach- bölsllch in Erscheinung getretene Realisierung seitens Der Industrie, die infolge der großem Geld- und Kreditnot dazu gestoungen wird, wurde auch heute fortgesetzt, ohne daß seitens der Stem­pel-Vereinigung eingefd)litten worden wäre, um das erneute Fallen der Kurse zum Stillstand zu bringen. Auch die Erllärung des neuen französi­schen Ministerpräsidenten Herriot hinsichtlich sei-

frrTi'-. 17. Junt

yimeriranifebe Noten.....

Belgische Noten........

Däiwche Noten Englische Noten Französische 'Noten Holländische Noten iitnlienische Noten ' Norwegische Noten......

D- uisch fdesicrr, A ioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten Schweiier Noten Svanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungartschc Noten.......

__________________T-a tum:

5% Teutsche Ncichsanleihe . 4% Deutsche Neichsanlcihe . 87s% Deutsche Neichcanletbe 3®/,, Deutsche ReichSanleidc . Dcutiche Svarpraniienanleihe 4% preußische Konsols . . .

Dessen.......

3% Hellen Deutsche Aertb. Dollar-Anl. dto- Doll.-Schaiz-Anweisng.') 4% Zolltürken 5% Goldmexikaner .... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank. Tannsk. und Naiionalbank . Denriche Bank.........

Deutsche Bereinsbank .... DiSconto Commandit .... MckaUbank...........

Mitteldeutsche (Kreditbank. . Lesterreichische EredUanstalt. Westbank............

Bochumer Guß........

Buder.is............

Caro .............

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. . toarpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

raurabükte...........

Lberbedars Phönix Bergbau Rheinnahl.......

Rn-beck Montan Tellus Bergbau........

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont -Guano.....

Badische Anilin........

Chemische Mayer Alapia . . Goldiamidr..........

Gries ebner Electron .... Höchster Farbwerke......

Holzverkohlung ........ Rütgerswerke.........

Echerdeanstalt ........

Slllg. ElektrizitätS-Gesellschaft Bergmann...........

Mmnkraftwerke........

Schuckert............

Siemens <fc HalSke......

Adlerwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaedt.........

)-' eguin.............

Frantfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeiell chaft Frankfurt. Pet Union Sl.rty.......

Schub-abrik Herz Sichel..... .......

Scüfto f Waldbof...... .

Zucler'abrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Waghäusel . .

) Dom 4v«uoab[unc

Franlkurt a- M.

Berlin

Schluv» fiurs

Schluß»

Schlich-

| 16.6.

17 6.

16. 6.

17. S.

0,068

0,0ö3

0,070

0,081

0.360

o,:oo

0,198

0,203

0,640

0,636

f ,680

0,650

0,045

0,130

0,093

0 100

0,093

-

0,190

0,191

-

4,2

4?

4.2

4.7

76

80

76

81

1 4,13

3,8

3,75

3,65

!

-

21

I 19.73

21,1

20,6

3,61

3,3

3,75

3,37

6,1

5,75

6,25

6

7.45

6,9

7,3

7

0,458 7,87

| 0,425

7,61

8

7,5

12,5

i 12,3

1,45

1,3

1.37

1,3

0,375

0,330

0,35

0,325

0,300

0,300

0,35

0,3

41,5

42,75

8,25

7,65

8

7,6

10

8,75

9,65

9

40,5

40,75

39,5

41,31

41,5

42

41,6

43.26

51,75

51,75

51

50,1

7

6,25

6,6

6,t

11,5

10,13

10,1

10,1

4,75

4.25

4,87

4,6k.

9,5

20

8,5

2- ,5

9,25

21.65

8,1

21,65

19,5

18,25

19,25

18,5

27,17

23,5

2l

1,4

1,23

20,37

19.8

21,5

2(

4,37

4,05

4,3

4,1

7

6L7

_

2,2

2,1

2,13

2,21

9,5

8,25

8,75

8,65

12,87

12,14

12,87

12,25

0,500

0,850

8, 7

6/

8,3

8,5

9

8,65

6,75

8,^5

9,5

8,75

9,37

-

6,4

6,25

8,87

9,5

8.25

9,13

12,9

11,7

6.8

6,55

6,8

6,6

9,75

9

10,3

9,8

5

5

26,2

26

26

25

i6,5

34

37

37

1,3

1.25

1,2

1,1

2,1

2,2

2,4

2,1

1,75

1,6

10,8

9.5

10

9,25

0,425

0,410

_

12,6

12,5

1

1

0,9

0,8

2,2

2,2

2,1

2

3,95

3,7

6.3

5,75

6,39

6

2,75

2,8

2,9

2,75

2,6

o.4

-

16 Juni

1 7 Juni

Rcparc.

Amtliche

C-'rL--

Jioticr.vi Ä-riv

Aintli ü 61c Io

.o > ri 11

*r,.

17.

Am'l.-Rotl

1.6,41

15 .19

156,81

15/, 9

voll voll

Brss. 'lntw

20,0 i

.0,15

19,9

20,05

i'olliuou

Christiania

56,46

56,7»

56,41

56,6

joiruoii

.fkov.'Nbag/n

70,6

71,03

70,67

71,03

DOllinnrr

©torf: olni .

10, 2

11 ,28

110,72

111,28

voll

Heliingiors

10,495

10,5'5

10,47

10, 3

oll!vett

Italien. . .

18,10

18,20

18,20

18, 0

volllvoll

London. . .

16,105

1t,113

16,12

11,21

voll!voil

-ieiinorf . .

4,' 1

4,21

4,1 1

4,Q1

voll!u oll

V. ris. . . .

2?,34

!3,46

12,10

23,01

Dnllltinif

Schwei; . .

3,91

4,29

73,91

74, 9

vo

.oll

Sva i-n .

-5,11

6.39

1-6,11

1-6,39

voll

voll

Wie tii D.«

Cefl. abgest

5,89

5,91

5,905

6,925

voll

voll

Prag

12,27

12,3'

12,295

12,355

voll

oil

Budav'st

4 53

4,61

4,59

4,61

voll

voll

Bu n. Aires

VS

,345

1,3CL

von

voll

Bul arien

2.99

3,01

2,995

2,98

0011

Iavan . . .

1,69.

1,735

' ,66

,60

voll

oll

Bio de ,7an

i,44

1,45

<,14

' .45

OOi;

voll

Bel irad

4,99

,01

4,563

4,98 >

voll

Lissabon .

11,72

11.76

11,72

11,78

vollfvoii

licht», i. tfy Wl MM für Primaner gc> ucht. Auf Wunflb egen Verpflegung

tbenJM An».

"VWWVWWW Mit ii Ichki fltfajf egen erftfL 6^:- eit und »eilgemäke ftnfen. Schr. Singe- ole unt. 021031 an en Sieb. Anzeiger

jnbdHtiH) ititfiit W itW ni

itm ß.J.M grillt W

Toonerstali, '9. vUni, aoendi I, Mr

Mitglieder

Ter Vorstand.

Löberstr. 12

und tiliiw von

SS

830*.

Reserv'(l fir * glieder d-r 6 «e

**85

rZs..

"Ä*

T»rbinen

;°fe i "

. Hering ZZ-F

Handkaie

^vUtOPi*

'Hfunö 70 Ps

W«

Iw 2.» Ak.

^uerkrauj

let ^fmjo

Anzeige vermitteln wir '«'h \ HrjtdQlM ' 1 Pfennig Aufschlag. herso

Arm Exped. Plockstr. 5.