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Großf Beerdigung

Jtitut übet ^Goethe unb die Farbenlehre". Der Vortrag wird durch praktische und erläuternde Vorführungen ergänzt.

M^e dieser schönen Veranstaltung die attge- meine Teilnahme unserer gesamten Bürgerschaft nicht versagt bleiben. *

/un^erklärung beinahe zu Ende ist. stellte ein Ab­geordneter der Rechten an ihn die Frage: .Wer wird in Berlin General Rollet vertreten?" Herriot antwortet nicht.

Die Interpellationsdebatte.

Rach dieser Rede wird die Sitzung um 6 Ahr abends unterbrochen. Rach Wiederaufnahme der Sitzung interpelliert der elsässische Qlbge- ordnete Oberkirch Er spricht von den Mi- cum Verträgen, die schon bedeutende Summen ein« bringen sollen. Frankreich dürfe nicht noch einmal durch die beabsichtigte Lösung des Reparations- Problems getäuscht werden. Die Hauptaufgabe fei, ob man das Ruhrgebiet aufgeben wolle. Deutschland werde sein Möglichstes tun, um auch den Eachversiandigenbericht zunichte zu machen, uiid seine Verpflichtungen nicht zu erfüllen. Die deutschen Rationalisten machten verzweifele An­strengungen. um die Monarchie, d. h. das anti­demokratischste. antirepublikani chste und antipar- lamentarischste Regime wiederherzustellen, das man sich denken könne. Der Endkampf gegen die deutsche Republik habe begonnen. Man müsse ihm die größte Aufrnerksamkeit schenken.

Hierauf ergreift der ehemalige Vorsitzende der Reparationskommission Abg. Louis Dubois, das Wort, um einige Bemerkungen zur Repa­ration s frage zu machen. Er weist darauf hin, daß Mißverständnisse entstehen könn'en. weil der Sachverständigenbericht Pauschalzahlungen auch für den Ausgleich und die Besatzungskosten sowie die Reparationen versehe.

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eiHW Menschen die Ratur erhoben, ^st es kern Wunder, wenn ihm viel geitigt; ^0 muß in ihm die Macht des Schöpfers loben ®er schwachen Thon zu solcher Ehre bringt Sod> toenn ein Mann von allen Lebensproben Die sauerste besteht, sich selbst bezwingt, Dann kann man ihn mit Freuden andern zeigen Und sagen: Das ist er, das ist sein eigen. elrb.[fedtt>itWun9' Selbstüberwindung h ißes un- erbittliches Ringen, das war seines Lichterlebens eigentliches und höchstes ©füct:

i'H 6in ein Mensch gewesen And das heißt ein Kämpfer sein."

3n ber Erfülttrng dieser hohen Mission wird der Deutschen in aller Zu tunst ein er- h.wenes Vorbild fein, das uns die sittliche Kraft zur eigenen Vervollkommnung g^ben wird

Goetheschen Geistes soll die Gießener Goethe-Kundgebung stehen und alle Kreise und Derufsschichten unserer Bürgerschaft einem flarfen Bekenntnis für unsere deutschen

Kulturguter vereint sehen.

, .s, Das kilnstl^isch angelegte Festprogramm t>er= beißt genußreiche Tage und läßt erwarten, daß in dem kulturellen ^ben unjerer®tabt ein Ereignis von be onderer Bedeutung werden wird. Wenn die Deranstal- m den Juni verlegt wird, so hat dies seine berechtigte Begründung in der Erwägung, daß ft1, x9CnSlft Gedenktag im August im Hinblick St b'e Sen^9 und Reisezeit weniger günstig liegt um allen unseren Gießener Li eraturfreun- den die Teilnahme an der Feier möglich zu machen. ~ ^it Eröffnung der Buchausstellung ^.as Goethe-Buch" in dem stimmungövrll

Arbeitgeberverbandes

«?©tel Großhwzog) wird die Goethe-Woche ihren Anfang nehmen. Die besten und sehens- wcriesten Ausgaben sämtlicher Werke von uns SSZVÄ bunser deutscher Vcr agsbuchhän- del geschaffen hat, werden hier neben Luxus- ojm tzebhaberausgaben zur Ausstellung kommen. Am Sonntag vormittag liy4 Ahr wird in der Anlversitats°2bllLi e:ne Morgenfeier statt- bie durch einen Chorgesang des Bauerschen Gesangvereins eröffnet wird. Rach einer kurzen Begrüßungsansprache des Rektors der Aniversi- Di' ^Dr. Laqueur, wird Professor

f x a&Drt SU seiner Festansprache: li^rartt^? £? ergreifen. Den Abschluß dieser S £ Teier bilden einige vom Bauerschen iefyn9ene Goethe-Lieder. Für die 23 0uni, abends feft retitin^ mBien Qtuto ebenfalls ein X?" »ntrÄ

vTrornm1 der Pianistin Frau 3Ife

m ?u." M i chael s - Hamburg Qim

ÄS? Goethes Träub el

»fjabigo zur Aufführung kommen 5Vn örx Auß der Woche bildet ein naturwissenschaftlicher □Mittag von Geheimrat König im PMU

** Eine Stadtverordnetensit- ö u n q findet am nächsten Freitag, nachmittags 4 Ahr, im Stadtverordnetensitzungssaale statt Zur Beratung steht u. a. der Voranschlag der Stadtkasse und städtischen Äebenkassen für das Rechnungsjahr 1924.

< ?ilgutbeförderung. ^af den Strecken Kasfel-Rordhausen-Halle, Kassel-Frankfurt a. M. und KasselHamburg verkehren jetzt Mieder regelmäßig mehrere Eilgüterzüge Eilgüter für die genannten Strecken werden möglichst mit diesen Zugen befördert. Räheres über die günstigste Auf- erfahre^n Eilgutabfertigungen zu

** Zum zweiten 116er-Tag wird tm Anzeigenteil unseres heutigen Blattes ein- geladen. Die einstweilige Festlegung des Pro» gramms ist aus der Anzeige zu ersehen.

Anlagenkonzert findet morgen, Donnerstag, nachmittags 6 Ahr, auf dem Landgraf-Philipp-Platz durch das Musikkvrps des I. (Hessischen) Bataillons, 15. Infanterie- unter Leitung von Obermusikmeister statt. VvrttagSfolge:-1. Armee- marfcp II, 161, Alexander-Marsch, von W. Ghristoph. 2. Fantasie a. d. Oper:Der Frei­schütz von K. M. v. Weber. 3. Ouvertüre zur Oper:Fidelio" von L. v. Beethoven. 4. Bei uns zu Haus, Walzer, von I. Sttautz 5 Ar­meemarsch II, 175, Soldatenklänge, von W Buchholz.

feitigung der Micumverttäge eine Förderung er­fahren dürfte. Den Rotwendigkeiten des Preis­abbaues dürften ferner auch Post und Eisenbahn im Rahmen des Möglichen Rechnung tragen.

Gestern nachmittag haben in den Räumen des Reichswirtschaftsrates die Besprechungen 3tnifchen den deutschen und den aus­ländischen Sachverständigen über die Frage der Reuorganisatton der Reichsbahn auf Grund des Sachverständigengutachtens be­gonnen.

Enthaftung von Eisenbahnern

Am 28 August jährt sich der Geburtstag unseres größten Dichters und Denkers Johann Zum 175. Male. fucJ! Oubeltag gedenkt der Goethe-Bund festlich zu begehen und die gesamte Gießener r$a e- duK ei"er großen Gießener Kundgebung aufzurufen. Der Aufruf wird m unserer Stadt einen um so stär- keren Widerhall finden, als Gießen sich zu den Städten unseres Vaterlandes zählen darf, die durch rege, Beziehungen mit der Perlon des Dich- und ।einem Schaffen verknüpft sind. Waren es doch zwei Gießener Geleh.te, der Jurist Pro- Ho.epfner und Prosefsor Johann Bern- fcy? . ft11 &r a n d die die wissenschaftlichen

Aibelten und das dichterische Schaffen des Mei- leis durch regen Gedankenaustausch förderten .GoethA dichterischer Persönlich'eit/ seinem genialen Menschtum, seinem wi^seiischaftlichen %r <tn diesen Gedenktagen unfee höchste sittliche Verehrung weihen und zugleich auch feiner ihn über das irdisch-menschliche erhe­benden Große, von der er als eine natürliche Zulage m seinenGeheimnissen" bescheiden aus­spricht:

Die Kritik der Pariser Presse.

Paris, 18. Juni. (WTD.) Die Regierungs­erklärung des neuen Kabinetts wird von der -Iournäe industrielle" als eine Botschaft be­zeichnet die trotz ihrer Länge wie eine ab- toartenpe Maßregel angesehen wird. Sie künde viele Reformen an. aber sie bringe keine Formel Gs wäre.also vergeblich, schon jetzt über einfache grundsätzliche Andeutungen zu verhandeln

DerGaulois" sagt: Die ministerielle Er- klarung verkündet im mißlichen Tone alle erdenk­lichen Ideologien, alle Illusionen, die die.Ani- versitaten der französischen Jugend verkündet Haven.

. 3°umal bagegen rühmt der

mmisteriellen Erklärung nach, sie sei klar, so daß le'cht erscheine, einen Aeberblick über die verschiedenen Programmpunkte zu gewinnen Es werde Herriot leicht fallen, eine starke Mehrheit zu finden. y

Die .Action Fran?aise" schreibt: Man habe die Erklärung eines Staatsmannes erwartet habe aber die Erklärung eines Politikers gehört, der in alten .Formen gefangen sei.

Französisch - englisch - belgische t Besprechungen.

Puris, 1b. Juni. Havas berichtet: Der reist wahrscheinlich am ^k^9^end n a ch E n g l a n d ab. Es ist mög­lich. daß die Zusammenkunft mit Macdonald eine £1 n ! S u ß I u n g n a ß m e sein wird. Mac- donald hat diesen Wunsch geäußert, um sich über die Beziehungen zu orientieren, die zwischen den beiden Landern bestehen. Es ist wahrscheinlich daß m der Besprechung die beide Länder inter- effierenden Fragen berührt werden o $ser fr^ILdöfif^e Botschafter in St. Aulaire, der zur Zeit in Pans weilt, hatte gestern nachmittag eine Zusammenkunft mit Peretti della Rocca. Er wird demnächst mit Herriot zusammentreffen, um ihn über die Absichten Macdonalds zu informieren, bevor Herriot in London mit Macdonald feine Besprechung hat. 1

, ? englische Delegierte im (Boi- f erbunb, Sir Parmour, trifft heute aus Genf kommend in Paris ein. Er wird heute noch eine Anterredung mit Herriot haben. Die Anter- redung Herriots mit dem belgischen Mi- LaiUliAä2i8reSek9en6eiten Hymans

Die Durchführung des Sachverständigenberichts.

Organ des Aeichstan». le^ Marx, hört daß die Reichsregierung beab» 'iHiige, die zur Durchführung des Sachverständi- gen gutachte ns notwendigen Gesetze möglichft in i^rer Gesamtheit dem Reichstage dabei um baä ©efeö über die Aenderung der Reichsbank­verwaltung das Gesetz über die Schaffung einer neuen ® oldnvtenbank und das Gesetz das die Belastung der deutfcben In- düstrt° betrifft «e SrtfanMungln Überla« Hzmö oln etn... _ vorge-

^hritten. Cs liege ein vollkommener Gesetzentwurf vor, zu dem k^s Reichskabinett bereits Stellung Kommen habe Die »Germania" glaubt daß ^den dürste, ehe dir Durch-

gleichzeitig dem Reichstag eine Reihe von Steuer- Gesetzentwürfen unterbreitet werden.

Jin Reichsfinanzministerium werde an einer grunbfaö irben Reform einiger Steu^- arten gearbeitet Vor allem gelte äs für die E?NL!krund für die Einsommensteuer, fei welcher die Vorauszahlungen fortfallen sollen. Die Äeform beider Steuerarten sott vor allem dem Preisabbau dienen, der auch durch die De- I

VIII.

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n Saubad Metter begünstigt das diesjährige A menen Zusriedenhe Gestern tourte es feitet Ser heutige S althergebrachter Herten. Um 9 ilhr SSektionen zi Marktplatz auf unb Antritt der kleinen. und der Festjungfr Veteranen voi an Zahl) $um erste Musikkapellen toara gekommen, begrüß Mehgemeister Re Teilliahme am Fest ihn aus. Der Gras auf die Stadt Laub bodam betoegte fid wo sofort das Pre dem fand wieder all) Die Mietenßot tourten wieder tii 1

Eindecker und die Hochdecker zeigten sichi trotz ihrer Ausrüstung mit nur 75= bzw. ööpferdigen Sie­mens-Motoren ausländischen Fabrikaten von oft über 200 P. 8.Motorenstärke bei verschiedenen Kunstflügen bei weitem überlegen.

Die Krise der Mussolini - Negierung.

, Juni. (WTB.) Die Erregung

halt an. DieEpoca" schreibt: Die öffentliche Erregung ist tief, die Lage ernst. DerMessag- gero mahntRuhe und Ordnung zu bewahren.

^en Parteileitungen fordern die Arbeiter auf, sich in keinen Streik einzulassen, sondern die Parteiorganisationen abzuwarten. ^n^er5.^a<^tr^,om Samstag zum Sonntag wurden nachi demPicolo d'Italia" 70 Verhaftungen hrnRf ^Sm^ni?cn vorgenommen. Die Regierung oroyt..Maßnahmen gegen diejenigen Blätter zu ergreifen, die falsche Rachrichten verbreiten. Die Antersuchung in Sachen M a t t c o t t i wurde dem gewöhnlichen Gericht genommen und einem ^Dtlegium von drei Räten des Appella- v n s g e r ichtshofes übertragen.

nusn r PE kritisiert heftig, daß es dem Her- ausgeber des(Sortiere Italiano", Filippelli

Pressechef Rossi gelinget lohnte sich der Verhaftung durch die Flucht zu en^iehen. Die T r i b u n a verlangt eine Anter- lulJung gegen denSortiere Italiano", ein Blatt oaö in kurzer Zeit in mysteriöser Weise zwölf Mlwnen Lire verschlungen habe. Rach der Ka° -?»^dung von heute abend spricht man von e ner Ambildung des Ministeriums auf etn er breiteren Grundlaae. da Minister Faszisten sind. Gerüchtweise Micht bestehe, auch Männer " Jn &le ^regierung aufzunehmen.

Allgemein betrachtet man die- sung der Krise als schwer. Das Organ ^"attenischen Volkspartei,II Popolo" ver- gientng16 ^l^un9 einec vollständig neuen Re-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 18. Juni 1924.

Gieftener (tzoethe-Woche.

f, .^vm Gießener Gvethebund wird uns ae- schrieben: y

Vorher hatte Abg. Dr. Curtius als einer ^vlerhandler der Reichslagsfra't oa der D. Vp. fei den Verhandlungen zur Regierungsbil- ft über die innerpolitische Entwicklung seit berichtet. M i t a l l e m R a ch d r u ck ftellte sich Dr. Curtius in seinen Ausführungen ttnmer wieder hinter Sttesemann und die von diesem befolgte Politik.

Auch in der Rede des Abg. Dr. Dingel- d e h drang das starke Vertrauen zu ©trckmnnn durch und die Aefetzeugung, daß die Deutsche Volkspartei auf dem rechien Wege sei, daß ihrer künftigen Politik em Erfolg nicht versagt werde.

Des Reichspräsidenten Dank an Amerika.

Berlin, 18. Juni. Der Reichspräsi- dent empfing gestern nachmittag zam Tee im ^a.rft Jc!!tcr Wohnung in Gegenwart einiger Reichsminister unb Vertretern von Wohlfahrts- organlsatlonen dieamerikanischenQuäker lür das amerikanische Hilfswerk in Deutschland aufhalten, sowie bie hier weilenden ^Jertretet fer amerikanischen Presse. Der Reichs­präsident sprach den Erschienenen denDankdes deutschen Volkes aus für die grobe Hilfe bie m fen ergangenen 4i/23aßren das Werk der amerikanisch-deutschen Kinferspeisungen für Mil- ffrn^JUS?CTn^. Binder unb Mütter febeutete. über 6m ?rnerika in dieser Zeit

anTnj 580(£ Tonnen Lebensmittel und 12V2 ^spendet habe, zu denen die ^ft^^Merung ihrerseits 39 000 Tonnen zu k V^rte von 5 Millionen Dollar b i st euerte

»ur Zmt .äglich 1 210 000 en au«: W'^nwndM konnm. Der Reichspräsident hob r xbt ^^rästige Tätigkeit des Ge ne-

^?°r- fotoie des Dor ifenden des Cachverstandigenkomttees Dawes und des Prä- ^ien fer Reuyorker Handelskammer Dusch fett^br^ Ü Esfür die Gäste geantwortet hatte, brachte etn Chor von Schulkinfern als Dank der deutschen Kinder einige Ge angsvorträgL

Die Nebelung der Beamtengehälter.

Einer telegraphischen Meldung aus Berlin zufolge wird sich das R e i ch s k a b i n e t t heute [trermV^^-mit Smge fer Beamtenge- RnFuw beschäftigen. Die Beamtenorganisationen GinfnrrrmoAeMerung eine Erhöhung d^ Einkommen für die Beamten fer Gehaltskassen 1 blö 5, sowie der sozialen Zulagen erbeten.

Dienstdauer und Verkehrssicherheit.

Ster Reichsverkehrsminister fiat die Deamtenorganisatronen für den nächsten Sams- tag zu einer Besprechung über die Frage geladen vb die sich letzt häufenden Zusammenstöß^ £ o??n m Stellwerken usw. in ursächlickem mit fer verlängerten Dienstdauer für fee Beamten und Arbeiter stehen Seitens fer, Organisationen ist eine ausführliche Denk- fcfeift ausgearbeitet worden, die in fer Forde- ^ng Mett, daH die Dienstdauer, vor allem des fahrtechnischen Personals herabgesetzt wird.

Glänzender Ersolg deutscher Flugzeuge in Prag.

Rach Berichten aus der Prager Presse schnitt AnLsE 2lnschluß an die dritte Aeronautische «usgesührten Flugwettb^ Hlugzeugindustrie mit glanzenden Ergebnisfen cb, nach- fem die französischen Vertreter bereits i

Teilnahme auf- , Diitr von den deutschen Pllottn

Dietrich und Raab gesteuerten Doppel- und

** Ein reizendes Filmsinasvres steht feit gestern im Lichtspiel Haus Bahn- h o f st ra ß e auf dem Programm. Es ist das alte Thema von fer Liebe Luft und Leid, das hier in ehr g^alliger Weise den Kernpunkt der Hand- lung abgibt. Die Hauptpersonen sind etn großer Geigerkonig, der in einer Laune sich in das Ge- wand eines fahrenden Sängers steckt und als MJr durch die Lande ziehend das Herz eines schlichten Landmafels gewinnt. Auf mancherlei verschlungenen Wegen und nach, teilweise dra­matischem Geschehen kommen die beiden natürlich zusammen. Die Darstellung ist ausgezeichnet, fee Gesänge und die instrumentale Begleitung (Opern­sängerin Wally Brandt, Opernsänger Hans Harm, Kapellmeister Kirsch sämtlich aus Der- hn) sind sehr lobenswert, die Bildaufnahme.n vor­trefflich. Diesem Filmsingspiel darf man auch biei die volle Aufmerksamkeit des Publikums wünschen,

Boruotizen.

TageskalenderfürMittwvch: Bund erblindeter Krieger: 8 Ahr auf der Lie-- bigshohe Konzert zugunsten der Kriegsblinden von Oberhessen und angrenzenden Gebieten- Auöführende: Kapelle des Inf.-Rgtö. Ar. 15 und Gesangverein Heiterkeit. Schneider-- Zwangsinnung: 8V2 Ahr im Gewerbehaus Monatsversammlung für die Herren. Rund- funkhaus Löberstrahe:,8V2 Ahr Männerquar­tett. Lichtspielhaus Bahnhvfsttatze: Der Geigerkonig." Astvria-Lichtspiele: Die Raubzüge der Lotenkopfslieger."

MZcttcrvo raussage

Stärker bewölkt, zeitweise auffrischende Winde, warm, später Regenfälle teils als Ge­witter,

Familientag der Männer- und Frauenvereinigung der Matthäus- Sonntag fanden sich fee Mit- Banner- und Frauenvereinigung der Matthäus-Gemeinde mit ihren Familienangeho- tigen im Phllosophenwald zusammen, um ein ^3pbX°^nr!Un&en geselligen Zusammenseins zu verleben. Mit einer Ouvertüre des Iugendvrche- feiS reichhaltige Anterhaltungsprv-

^f%et--r.Qn*bani1 begrüßte Karree unb .fherzlichen Worten f heutigen, durch den verlorenen oblieg hervorgerufenen Spaltungen und Geaen- satze im deutlchen Volke fen. Die Kirche feilte feei eine grt>ße Ausgabe zu erfüllen und sie könne das nur, toenn. alle ihre Glieder sich auf fen Boden fer Gemeinschaft und Rächstenliefe stellen würfen. Gedichtvvrträge wechselten mit Klvv-ervortragen und Solag.sängen.^orgetrag?n von, Frau Flimm. Hieraus ergriff Prof. Dr Och * an Kttchenvorsteher fer MatthäuS-Ge- meinfe, bas Wort. Ausgehend von der gr)ßen die Kirchengemeinden infolge ißrer Große befinden, die etn Aeberschauen voll­kommen ausschließt, legte Redner die Mittel dar fee geeignet sind, fer Rot wenigstens in etwas zu steuern und die sich in das eineOSort fassen

Das bedeutet, daß Gemeinde sich ein lebendiger Kern wahren Christentums bilden soll, der von dem Zentrum aus nach der Peripherie fen durch- ^rf lvüfer Kern sich nicht fe£ Einbildung hingeben, alleiniger Träger fes Chri­stentums und des Gemeinfegedankens zu sein sondern er muß sich seiner missronarischen Auf­gabe stets bewußt bleiben. Wenn auch fee For- ferung, kleinere Gemeinden zu bilden, nicht in den H/vteigrund geruckt werden darf, so ist dennoch als nächstes Hilfsmittel die Mldung wahrer leb«? fegster Keimgemeinden erforderlich. And tn der Manner- und Frauenvereinigung ist solch ein An­fang Don Kermbildung gemacht, ausgehend von dem echt evangelischen Gedanlen Sulzes, daß die Gemeinde, nicht der Pfarrer allein Träger des Christentums fei. Während dieser Zeit spielten Ktnderkirche im Finten unter Aus- !]ft ftcr^If«innen; eine große Freude wurde ihnen durch eine Bretzelspenfe, die von den Bäcker­meistern der Gemeinde in freundlicher Weise qe- stiftetwar, zuteil sogar etn Kasperltheater sorgte hir fee Unterhaltung der Kinder. Ein lustiger Teil beendete die Feier, in dem ein Gesangstrio und Reigentänze, vorgeführt von der Mädchen- Vereinigung, besonderen Anklang fanden In einem Schlußwort dankte Lehrer Wehr he im als stellvertretender Vorsitzender allen Betetlia° ten für ihre Mitwirkung beim Famillentag, ins- fefonfere auch Prof. Dr. Schian, mit dessen Weggang von Gießen fee Rlatthäus-Gemeüife ein eifriges Mitglied verliert. ^emeuwe

. ^lter^Interpellant ergreift der kom- tnun isti sche A^. Marcel Cachi n das Wort Rach semer Ansicht wird der Sachverständigen- Plan ebenso wenig wie alle anderen, bi« letzt zur Anwendung ge- ^ya<btr_fabe, ba« Reparationspro- Deutschland kein

§0^a^fsnfen. Man habe das Anrecht begangen, I »»

fee Mitarbeit fer deutschen Arbeite? beim Wie- herauf bau abzulehnen. Rach seiner Ansicht besteht Auni- Wie dieMainzer

fee wahrhafte Bedeutung des Expettmiberichts Leitung meldet, sind von dem im großen darin, Deutschland und hierauf Frankreich unter ?tal$der Eisenbahnprozeß vom 7. Mai 1923 von die Herrschaft der angelsächsischen Plutok?ttie lu ?en Swnsofen reL-urteilten Eisenbahnern am Frei­bringen. 1 u,IMa/en ^miorraae äu ^g b3to. (öonntag 183nbaftieiteau8ber

Rach Cachin, der zum Schluß für fee Wie- 5.^Nassen worden, darunter

ferherstellung fer Beziehungen zu Ru ßland ^senbahnmspektor H e r t l l n g , Ei enbahnins.ek- eintrttt, ergreift der ^htsstehende Abgeordnete Cisenbafeiinspektor Krtrnmel und

von Paris R o l l in das Wort? um über die all- ?Ler. Außerdem wurden noch zwei

gemeine Politik der neuen Regierung zu interpel- Gisenbahner begnadigt,

heren. ®r bemängelt die Aufhebung der Botschaft ,

keim Vatikan. Herriot müsse klar zam Ausdruck VertvaUeNLKUNdgebUNg bringen, daß die Regierung nicht im entferntesten für Afrofomntin

auf fee wichtigsten Friedensgarantien, auf die BirefemaNN,

Wacht am linken Rheinufer verzichte , Ger Vertretertag der Südtveslfeutschen Dem General Rollet spendet der Abgeordnete das I beitsgerneinschaft der Deutschen Dolkspartei, der wärmste Lob. Er habe es sogar verstanden, den ft1 Sonntag in Karlsruhe stattfand, hat folgende belgischen Sozialistenführer Danfervelfe von der Entschließung angenommen: deutschen Gefahr zu überzeugen. Gie Südwest deutsche Arbeitsge-

" " meinschaft der Deutschen Volkspar­

tei, bestehend aus den Reichstagswahlkreisen Hessen-Rassau, Hessen, Pfalz, Baden und

I Württemberg, billigt einmütig und in voller Aeberzeugung die Außenpolitik, die unter gleichzeitiger Annahme des Sachverstän­digengutachtens und vertraglicher Sicherung der politischen und Ehren- forberu ngen, insbesondere fer Freilassung Der Gefangenen und Rücllehr der Ausgewiesenen die Freiheit des deutschen Volkes sichern und den Aufbau eines starken Deutschen Reiches anbahnen will. Sie hofft und erwartet von der Außenpolitik, daß vor allem fern besetzten Gebiet die zum staat­lichen Leben notwendige deutsche Verwaltungs­freiheit pnd der zusammenbrechenden Wirtschaft die unbedingt erforderliche Reubelebung geceoen toirb. Sie sieht in dem Parteiführer und Re.chs- außenminister Dr. ©trefemann fen bewährten leitet dieser Polittk, den in seinem schweren Wir- Wt allen Kräften zu unterstützen sie für die Pflicht eines jeden Mitgliedes der Deutschen Vvlkspartei halt. 6ie billigt deshalb die P o - ll!1-- br/ Leichstagsfraktion, die bei lungften Verhandlungen die Sicherung einer wlchm nationalen Politik durch persönliche Ga­rantien und durch die Herstellung einer möglichst breiten Front zum Ziele hatte. 0 J