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Nr. M Zweites Blatt

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off? Konkurrenzfähigkeit auf dem damit Exportfähigkeit kann nur

Madmifchn Tchng« Wn VyMaflunis - in - Konzertverein - ig zur Treue - Ober- iangverem Längerkranz 4947

Keller

mstn der Stadt Tiesiei Neuenhagen

äsident des Landgerichts '« Provinz vberhessen

as Lildungswesen.

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Qualitäten, d einfarbig

^Vorführungen).

'Ilkattenhandlung unstaltung^n zu ,Q* * * §ter der Universität zu lchen 5chauspielpreisen. Luchavssteliung

erwirkt werden durch eine weitgehende Verbilli­gung der- Produktion.

Wenn auch Deutschland nach dem Verlust der wichtigsten Röystofflager noch nicht zu einem Land mit vorwiegend verarbeitender Industrie gewor­den ist. so bedingt doch die Verbilligung der Pro­duktion eine weitgehende Förderung aller für die Produktion erforder­lichen Einfuhr. Eine starke Drosselung der Einsühr darf für diese Produkte unter keinen Um­ständen einsetzen, zumal die davon betroffenen Staaten sich ohne weiteres zu Gegenmaßnahmen veranlagt fühlen und dadurch die Steigerung des deutschen Exports verhindern würden. Die Ein­fuhr dieser für die deutsche Wirtschaft lebenswich­tigen Produkte must aber freigehalten wer­den von der Finanzierung durch aus­ländische Kredite, die nur produktions­teuernd wirken können. Denn gerade dieser Schutz ist es, der die Stärkung der inneren Kaufkraft und des inneren Marktes befördert. Vach der Ver­drängung der deutschen Produkte vom Weltmarkt aber bleibt der innere Markt das R ü ck- grad der deutschen Wirtschaft. Die Zeiten der Inflation müssen auch dahia über­wunden werden, dast die in dieser Periode in Deutschland überreich entstandenen händlerischen Tendenzen abgebaut werden, und den wirklichen Dedürfnissen des deutschen Handels sich anpassen. Eine Annäherung an die Prinzipien englischer Handelspolitik mit ihrem verwiegend händleri­schen Tendenzen müstte für Deutschland, das kei­nerlei Vorbedingung en für eine gesunde Entwick­lung seiner Welthandelsstellung mehr besitzt, ver­nichtend wirken und der deutschen Produktion, als dem ersten und einzigen Weg zur Wiedergrsun- düng, den Todesstost versetzen.

Hetiif

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Meilwfatfatas:

AM. chen.

, abends 8 Uhr, ibend Oberhchn und an gshöhe zu Men. on der gesamten if.-Regts. Nr. 15 i Obermusikimeisters Gesangvereins hen.

30. Um zahlreichen der Vorstands

eine Produktionsförderung, und hier entscheidet sich. auch die Frage: Freihandel oder Schuhz ^Weltmarkt und

lli. 0.50

Die Alt - Rentnerin.

Skizze von JofrannesJohn.

Vun stand sie schon so lange in der kleinen Menschenansammlung auf dem Petersen-Quai in Hamburg, wo der grohe Amerika-Dampfer an- legen sollte: sie stand dort, und die alten Knochen taten ihr gar nicht weh. Auf den kurzen, krausen Wellen des Hafens spann die blasse Frühjahrs­sonne ihr funkelndes Veh: die kleinen grünen. Fähr­dampfer schäumten durch die Flut, und die weitzen Möven flatterten um die Lademasten und die dicken Schornsteine der großen Dampser es war ganz so wie vor vierzig Jahren, als sie auf der Hochzeitsreise mit ihm, der nun schon so lange die Äugen geschlossen hatte, den Hamburger Hafen besuchte.

Aber heute! Vein, sie muhte es dem fremden jungeivQItann, der neben ihr stand, doch erzählen: der Fritz kehrt heim, ihr Sohn, er, der tat gemeldet war! In Sibirien sollte er gestorben sein: seine Kameraden hatten es ihr geschrieben. Sie hatten ihr seine letzten Habseligkeiten geschickt, seine Vriestasche mit ihrem Bild, mit dem Bilde seiner Mutter, und eine Photographie seines Gra­bes hatten sie auch gesandt. Aber sie hatte nie ernstlich an seinen Tod geglaubt. Es waren ja so diele tot gesagt worden, die dann nachher frisch imd gesund toiebettarnen. @r würde schon Vach- Licht geben. And wenn er ihr nur schriebe, dast

Wirtschaft.

Zwischen Freihandel und Schutzzoll.

Die deutsche Wirtschaft ist durch die Be­lastung der Kriegs- und Inflationszeit derart durcheinanander gewürfelt worden, dast zur Wie­dergewinnung eines organischen Kreislaufes die natürlichen, im Wirtschaftsleben immer tätigen Faktoren nicht ausreichen oder zu langsam ar­beiten. und dast infolgedessen in irgendeiner Weise künstlich geholfen werden must. Daß diese Hilse im wesentlichen sich in der Richtung auf die Stär­kung des inneren Marktes und die He­bung des Exports zu richten hat, bedarf keiner Erörterung. Vur die Art und die Grenzen bleiben schwebend. Die starke Passivität der deut­schen Außenhandelsbilanz, die im ersten Viertel­jahr 1924 einen Einfuhr Überschuß von 625 Millionen Goldmark aufweist, bedeutet ein er­schreckendes Warnungszeichen, demgegenüber al.e Hoffnungen aus der geringen, sich im März gegen den Vornronat ergebenen De ferung als niedrig erweisen müssen. Ein monatliches Passivsaldo von rund 250 Millionen Goldmark wobei den Austen handel des besetzten Gebietes noch unge­rechnet bleibt, der das Passivsaldo wesentlich er­höht ist eine unabwehrbare Gefährdung der Mark, da der Passivsaldo des Auhenhandels, der ; Einfuhrüberschuß, aus den ausländischer Mitteln der deutschen Wirtschaft gedeckt werden must. Eine dauernde derartige Inanspruchnahme der geringen ! deutschen Auslandsguthaben und inländischen De­visenbestände must notgedrungen eine weitere Minderung der Währungsbasis herbeiführen. Andernseits 'hindern die Gefahren der Kredit- Inflation eine gänzliche Hmstellung der Kredit­politik rein auf die Exportförderung, wie es die neue Golddiskontbank erstrebt, um so eine Gegen- Handhabe zu bieten gegen die Finanzierung mit Hilfe der ausländischen Kredite. Eine exportför- dermde Wirtschaftspolitik fordert in erster Linie

!6en!

flaut,

Ater durch « ben

Gerung.

Ws,

Darmstädter und Vationalbank. Die 'ordentliche Generalversammlung findet am 8. Juli in Berlin statt. Väheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.

* Devisen im Jnlandzahlungs- verkehr. Vachdem durchs die Mastnahmen der Reichs bank die inländischen Devisenkurse den aus­

ländischen angeglichen sind, bestehl nach einer Mit­teilung des Reichswir-tschaftsminlsteriums kein Anlah mehr, den Umlauf ausländischer Zahlungs­mittel im Inlandsverkehr weitergehend als lin

§ 3 der Ausführungsbestimmungen zur Valntaspe- rulationsverordnung zuzulassen. Lediglich um dem Geschäftsverkehr Zeit zu lassen, sich. auf Zahlung in inländischer Währung umzustellen, wird die Verordnung über Annahme ausländischer Zah­lungsmittel im Inlandsverkehr vom 21. Dezem­ber 1923 bis zum 28. Juni verlängert.

* Frankfurter Versi che r ungsge » sellschaft Frankfurt /Main. Die be­kanntlich valutabelastete Gesellschaft fügt in ihrem Jahresbericht von 1922 ein. dast die Allianz den seit 1857 bestehenden Vertrag mit der in den Al­lianzkonzern übergegangenen Phbnixrersicherungs- gesellschaft für 1923 gekündigt Hot. Darnach liegt das weitere Schicksal der Gesellschaft noch voll­kommen im Dunkeln. Für 1922 wird weder Ge-

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberh essen) Dienstag, 17. Juni 1924

winn noch Verlust ausgewiesen. Heber das Jahr 1923 glaubt die Gesellschaft erst in einiger Zeit einen Heberblick zu bekommen In der General­versammlung wurde der Abschluß für 1922 und eine Satzungsänderung genehmigt.

* Frankfurter Maschinenbau A. G. vormals Pokorny «LWittekindFrank« f u rt,a. M. Die Gene.alversammiung genemnig e den Abschluß und beschloh, aus dem Reingewinn von 180 567 Billionen Mark eine Vergütung von 2000 Mark pro Aufsichtsratsmitglied und 4000 Goldmark für den Aussichtsrat, insgesamt 22 000 Mark zu verteilen und den Rest vorzutrageni. H.ber die Golömarkbilanz konnten auch nur an­nähernde Angaben nicht gemacht werden.

Vereinigte Kunstseidefabriken A. G. F r a n k f u r t a. M. Die den Vereinigten Glanz st of sabriken in Elber.eld näh steh.n.e Gesell­schaft. die einen Reingewinn von 219 8.5 Billionen Marck nach Zuweisung von 100 Tausend Billionen an die Renlenkasse und 50 Tausend Billionen an den Hnterstützungsfonds vorträgt, berichtet, dast es im Verlauf des neuen Geschäftsjahres möglich gewesen sei, das nicht unbeträchtliche Lager ab- zustosten. Auch die reue Produktion habe vollstän­dig untergebracht werden können. In der letzten Zeit machen sich. indessen die Folgeerscheinungen der Krise auch bei der Gesellschaft bemertbar.

Börsenkurse.

an Billionen Prozent

Frankfurt a M

Berlin

Schluß- ßurs

Schlm. fill'S

Schluß, fin 4

Sckluß- | «>1-4

D-itum:

H.S.

16. ;.

13. 6.

1 '

5°/, Deutsche Reichscintethe .

0,0 6

0,068

0/6

L,070

4% Deutsche Rcichöanletüe .

0 360

0, 68

3Vg°/o Deutsche Reich^autetbe

0,1 Öj

0, 00

0,180

O,1°8

3% Deutsche Reichs mleihe .

0,6'0

0,640

0,64,

630

Deutsche Svarpramienanleihe

0,035

0,0.15

0.US9

0 uo

4% Preußische Konsols . . .

0,170

0.190

o,190

4° o Hessen...........

3'/a% Hessen..........

3% Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

_

4,?

4,2

4,2

73,5

4 2

dio. Doll.-Schay-Anrreimg/)

73,5

76

76

4% Zolltürlen.........

3,63

4,13

I 3,1

3,75

5% Goldmexikaner .....

-

I 37,5

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank

2 ,5

21

21,1

3,75

3,6'

3,75

3,75

Darmst. und Naitonalbank .

6,25

6,1

6,25

6,25

Deutsche Bank.........

7.6

7.4

7,37

7,3

Deutsche Bereinsbank ....

0,400

0,450

_

Disconto Commandtt ....

7,6,

7,87

7,5

8

Metallbau!...........

Mitteldeutsche Crcditbank. .

12,75 1,4

12,5

1,45

0,375

13

1.37

Ocsteireichische Creditanstalt

0,360

0,35

0,35

Westbank............

0,360

0,300

0,35

Bochumer Guß........

41,5

41,6

Buderus............

8,5

8.2

7,1

'8

Caro..............

11,5

10

9 7

9,65

Deutsch-Luxemburg......

4)

40,5

39,75

39,5

Gelsenkirchener Bergwerke. .

42

41,5

4? ,4

41,6

Harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben....

61

7,1

61,75 7

50,5

6,65

61

6 6

Kaliwerk Westeregeln.....

11

11,5

10,5

10,1

Laurahutte...........

4,75

4,75

4,7

4,87

Oberbedarf...........

12

9,5

8,9

9'25

Bergbau.......

22,75

10

22

21,65

Rheinitahl...........

Ricbed Montan........

20,5

29,5

19,5

19

28

19,26

28,5

Tellus Bergbau........

1,26

1,4

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Lloyd.....

23

4,25 |

20,07

4,37

19,75 4,2

21,6

4,3

Cheramische Werke Albin . .

_

Zementwerk Heidelberg . . .

6,5

7

_

Philipp Holzmann......

2,2

2,2

2,37

2,13

Anglo-Cont -Guano.....

8

9,5

9,25

8,75

Badische Anilin........

Chemische Mayer Alapin . .

12,5

12,87

12,25

12,87

0,700

0,900

_

Goldschmidt..........

9

8, .7

7,65

8,3

Griesl etmer Electron ....

9'

9

8,37

6,75

Höchster Farbwerke......

9,37

9,5

9

9,37

Holzverkohlung........

6,1

6,4

E

Rütgeröwerke.........

9,25

9,5

9,2

9,13

Scheideanstalt.........

12,4

12,9

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft

6,8

6.8

6,8

6,8

Bergmann...........

9,75

9,75

9

10,3

Mainkraftwcrke........

5

5

Schuckert......... . .

27

26,2

26

26

Siemens & Halske......

34

36,6

87

37

Adlerwerke Kleyer ......

1,2

1,3

1,3

1,2

Daimler Motoren.......

2

2.1

2,13

2,4

Heyligenstaedt.........

2

1,75

Mcguin........... .

9,6

10,8

10,25

10

Frankfurter Armaturen . . .

Konservenfabrik Braun . . .

0,480

0,425

Metallgesell'chaft Frankfurt.

Pet. Union A.-G........

12

1

12,6 1

0,87

0,9

Schuhiabrik Her;.....

2,2

2

2,1

Lichel..........

3,6

3,93

Zellstoff Waldbof..... .

6

6.3

8.5

6,39

Zuckerfabrik Frankenthal . .

2,75

2.75

2,87

2,9

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

2,1

2,6

) Dom Rückzahlungswert.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Juni. Die Beruhigung, die am Ende der Vorwoche im Zusammenhang mit dev beabsichtigten Stützungsattion der Berliner Stem­pelvereinigung Platz gegriffen und zu einer Er­holung der Kurse geführt hatte, Übertrag sich auch auf die neue Woche: sie fand eine Stütze in der Vermeidung des drohenden Eisenbahneraus­standes und bis zu einem gewissen Grade auch in der- Herabsetzung der mitteldeutschen Draun- köhlenpreise, da darin ein Anfang zu dem von der weiter verarbeitenden Industrie sehnlichst er­warteten Preisabbau für Kohlen überhaupt er­blickt wird. Die feste Grundstimmung konnte sich aber doch nicht so recht auswirlen, weil die Rede Herriots mit der scharfen Betonung des Fest- Haltens an der bisherigen französischen Polittk die Hoffnungen auf eine versöhnlichere Haltung zu mindest stark herabgestimmt hat. Seitens des Publikums und auch des Auslandes lagen im

er noch lebe, sich in dem fernen Lande ein Heim gegründet 'habe und glücklich sei, das würde ja genügen. Sie würde in Gedanken immer bei t'tan sein und sich mit ihm freuen. Aber daß er tot sei, der Junge, den sie, so groß und selbständig er auch nach und nach wurde, doch immer noch als ihren kleinen, der Mutterliebe so heiß bedürftigen Buben betrachtete, daß er nicht mehr sei, dast eine von Heiterkeit, Güte und Liebenswürdigkeit so überschwengliche volle Seele ausgelöscht sei, das hatte sie nie geglaubt. Darum war sie auch gar nicht überrascht gewesen über das Telegramm: Ich komme mit dem DampferRhenania" in Hamburg an. Stehenden Fußes war sie gereist, Tag und Vacht.

Vun sahen sie schon eine Stunde in dem be­haglichen Cafe des Hotels in der Sofanische. Sie verwandte leinen Blick von ihm.

Hab' ich mich verändert, Mutti?

Vein, mein Junge das bißchen Sonne und Seeluft und die paar Jahre machen nichts aus. Es ist noch derselbe liebe Ausdruck in deinem Ge­sicht und deinen Augen wie damals, als du zwei Jahre alt warst. Ach, das weißt du nicht mehr: aber ich sehe dich. noch, wie du, auf unserm Be­sitz in Aubach auf der Wiese zu dem giwßen Stier laufen wolltest, um 'bei ihmei et zu machen: du hattest ja alles so lieb, was lebte. Hnd wie du dann jedesmal, wenn du dich gestoßen hattest, |

Großverkehr bei den zu Einheitskursen gehandel­ten Kassapapieren etwas vermehrte Kaufaufträge vor, ohne daß dadurch aber in der Geschäftsstille eine wesentliche Veränderung eingetreten wäre. Die Spekulation deckte sich anfangs etwas ein, schien aber späterhin vorgekaujte Ware bereits wieder zu realisieren. Die Kursbesserungen hrel- ten sich demzufolge in engen Grenzen und über­stiegen nur bei einigen Montan- und Industrie- werten 1 B. Proz. und erreichten lediglich. bei Aeeumulatoren, Vordd. Wocke und Ludwig Löwe- aktien 3D. Proz. Am Renlenmarkt machte sich eine weitere beachtenswerte Erholung bemerkbar. Dollarschätzc stiegen auf 76 bei abermaliger 10° prozentiger Repartierung. Am Geld- und De­visenmarkt sind die Verhältnisse unverändert ge­blieben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 16. Juni. Tendenz: Fest. Die beschlossene Stützungsaktion d:r Ef ek- ten seitens der Berliner Stempcl-Ve.einigung die schon am vergangenen Freitag ' ine i ml ch - -cef e tung für die Effektenbörse brachte, verursach e H ute, wo sie praktisch durchgef hrt wu d?, ein neuerliches ziemliches An lei e i de Kurse. Durch die Ankündigung der Aktien war auch i a3 Publi­kum wieder mehr auf die außerordentlich billigen Ef.eltenlurse aufmerksam gemacht worden und"so konnte man fr-ute verschied ne Käufe seitens des Publikums feststellen. Auch die allg m In? toi:t- schristliche und politt che Lage erfufr: freut; e ne bessere Beurteilung wäfroen) auf dorn Ce.dma'kt eine weitere erhebliche Besserung eingetreten ist. Don diesen günstigen Bedingungen stark beein­flußt, entwickelte sich gleich zu Beginn dos al ge­meinen Verkehrs ein ziemlich lebhaftes Ge chast bei steigender Vachfrage. Wohl lam zu den heraufgesetzten Kursen immer wieder Material in großen Mengen heraus, so daß die feste Hal­tung der Börse weniger in großen Ku Steige­rungen zum Ausdruck kam. Immerhin w irden durchschnittlich auf allen Gebiete r s fr erfjeb/iefre Gewinne e zielt Ein,i; die oberschlestschen Werte, die am vergangenen Freitag so sensat onelle Kurs­gewinne zu verzeichnen hatten, muhten e.was von diesen Gewinnen wieder' aufgeben. Seh lebhaft bei großen Hmsätzen war auch der Verkefr - auf dem freien Markte. Auch dort sind nur Gewinne zu verzeichnen. Api 2%, Decker-Stahl 23/i, Decker- Kohle, 45/s. Drown BÖveri ll/2, Entreprise 34, Growag 0,145, Krügers hall 3, Petroleum 9Vr. Rastatter Waggon 2V4, Hfa 43/8.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In BiNtonen Mart auSgedrückt. BuenoS-AtreS, London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.)

Da n knoten.

13. Juni

16. Juni

Repart.

Amtliche Notierung

Amtliche Notier 111

1>.

HB.

Geld

Briet

Geld

Brief

Amss.-Rotl

156,61

167, 9

156,41

157,19

voll

voll

Brss.-Antw

10,05

19,15

20,05

20,16

voll

voll

Christiania.

56,36

56,61

66,46

66,74

voll

voll

.skopenhogen

70,57

70,93

70,67

71,03

voll

voll

Stockholm . Selsingfors. Italien. . . London. . .

'.10,. 2

111,28

110,72

111,28 S 18,195

voll

voll

10,495 18,20 18,055

'H 18,(43

10,496 18,10

18,105

voll voll voll

voll voll voll

Neu York . .

4,19

22,19

4,21

4,13

4,21

voll

voll

Paris....

22,31

23,34

23,46

voll

voll

Schweiz . .

73,62

'3.88

73,91

74,: 9

voll

voll

Spanten . . Wien in D.»

65,85

66,14

56,11

56,39

voll

voll

Oe ft. abgest Prag . . . .

5,89

12,245

,Ä

3,89

12,27

6,91

12,33

voll voll

voll

Budapest. . Buen.AlreS

4,69

1,945

4,59

1,345

4,61

1,355

voll

voll

Bulgarien

2,955

1,665

2,98,

2,99

3,01

voll

noll

Japan . . .

1,693 0,44

1,735

vollüoll

Rio de Jan

0,44 4,94

0,45

0,45

ooll!voll

Belgrad . .

4,96

11,78

4,99

6,01

Dnülhnn

Lissabon . .

11,72

11,72

11,78

voll!voll

Berkin, 16. Juni

Amerikanische Noten . . . . . Belgische Noten........

Tonische Noten . . Englische Noten........ Französische Noten ..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterr., ä ioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten.......

Geld

I Brief

Rc^art.

4,19

4,21

voll

19,70

19,80

voll

70,32

70,68

voll

18,00

18,10

voll

23,44

23, 6

voll

«5,61

160,39

voll

17,91

17,99

voll

66,36

56,64

voll

voll

1,77

1.79

voll

110,52

111,08

voll

74,57

73,93

voll

55,86

56,14

voll

12,195

12,255

voll

4,19

4,21

voll

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 16. Juni. Die abermalige Erhöhung der amerikanischen Getreidepreise blieb auf den diesigen Produktenverkehr wiederum einflußlos, da der Geldmangel nach wie vor jede Hnterneh- mungslust unterbindet. Von amerikanischem Mehl wird in Süddeutschland und in Hamburg dauernd viel versteigert, darunter auch in Berlin lagerndes Weizenmehl. Inlandmehl hat nach wie vor schlep­penden Absatz, so daß auch die Kauflust für Weizen bei den Mühlen andauernd gering bleibt.

Von Roggen wird ziemlich viel aus dem In­land angeboten, aber der Absatz ist, abgesehen von einigem weiteren Bedarf Sachsens, dauernd schleppend. Hafer wird noch aus Schlesien ver­stärkt angeboten: hier besteht für Lokoware einiges Interesse. Es notierten für 1000 Kg. Weizen, märt. 147 bis 151 (behauptet), mittel-

?.u Mutti tarnst, damit sie das Weh-Weh.a>eg puste oftmals standest plötzlich, tefr a>eiß nicht, woher gelaufen, du kleiner Kerl, vor mir mit einem emporgereckten kleinen Finger, und trenn die Mutti gepustet 'hatte, tvar alles Weh-Weh auch vorbei."

Aber Mutti den Besitz Aubach taufen wir nun zurück. Ich habe so viel erawrben, daß wir sorgenlos [eben können."

Ach ja, dann richten wir ihn uns ganz so ein wie damals, als Batt noch lebte und du klein warst."

Hnd erleben noch einmal diese schöne Zeit," fiel er ein.Sie war doch die schönste meines Le­bens. Alle Plätze, wo wir gespielt haben, wohin wir getoanbert sind, suchen wir auf!

Hnd Vatis Grab lassen wir Herrichten es wird arg zerfallen sein, seit ich da weg mußte und schmücken es recht schön."

Ja, Mutti, und Tucktuckhühner müssen wir doch auch' wieder haben wie damals. Zu der Frau Hermundur Goldstein, deiner Gnadenbrotspenöe- rin, kehrst du gar nicht erst zurück: kfr telegra­phiere.

Ich danke dir, mein Junge. Vun sollst du es nach'all der schweren Zeit in der Fremde auch gut haben in deinem alten Vater- und Mutter- 'Hause. Deine Mutter weiß doch am besten, wie es dir. . ."

deutsch 145 bis 148 (behauptet), Roggen, märk. 126 bis 134 (kaum behauptet), pornrn. 122 bis 127 (kaum behauptet), westpr. 117 bis 120 (kaum behauptet), Sommergerste, Braugerste 148 bis 154 (matter), Wintergerste, Futtergerste 137 bis 143 (matter), Hafer, märk. 126 bis 134 (etwas mehr Vachfrage), schlesischen 125 bis 130 (etwas mehr Nachfrage), Raps 240 (still), für 100 Kg. Weizenmehl 21,25 bis 23,75 (still), Roggenmehl 18,50 bis 21 (behauptet), Weizenkleie 8,70 bis 8,80 (stetig), Roggenkleie 8,80 (matter), Viktoria- erbsen 19 bis 20, kleine Erbsen 14 bis 15, Peluschken 10,50 bis 11, Ackerbohnen 13 bis 14 Wicken 11 bis 12, Lupinen, blau 9 bis 10, Sera« della, alt 13 bis 14, .->u 11 bis 13, Rapskuchen 8,70, Trockenschnihel 6,40.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 16. Juni. Der Hmsatz am heutigen Produkte amartt war ziemlich groß, jedoch hielten sich die Preise für Weizen, Roggens und Futterartikel ooHEomme i unverändert. Mehl ist dagegen wieder fester. Die Vachfrage hat sich etwas gefceffeit. Gerste war ohne Interesse. Es notierten je 100 Kilo (Getreide, Hülse.if rücht» und Biertreber ohne Sack, Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack): Weizen (Wetterau) 16,50 brs 17, Roggen (inl.) 15 bis 15,50, Sommergerste für Drauzw. 16 bis 16 75, Has ' (inl.) 15 bis 15,50, Weizenmehl südd. Sp. 0 26,7j bis 28,25 Rvggcn- mefrl 22,50 bis 23, Welzen- und Roggenkleie 8,25 bis 8,75, Erbsen je nach Qual. 20 bis 23, Heu. südd., gut, gesund, trocken 7 bis 7.50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50 bis 5, Treber getrocknet 9 bis 10 Mark. Tendenz: stetig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

fpd. Frankfurt a. M, 16. Juni.^Auf« trieb: 344 Ochsen, 78 Bullen, 1076 Färsen und Kühe, 482 Kälber. 45 Schiss und 2515 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zen ner Lebendge­wicht: Ochsen: rollst. 4652, junge fleischige 3845, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 3037; Bullen: vollfl. 3540, dollst jüngere 2834; Färsen und Kühe: vollfl. ausgcmästete Färsen 4550. vollfl. ausgemästete Kühe 4045, wenig gut en.wickelte Färsen 3644, ältere ausgemästete Kühe und wen g gut ent­wickelte jüngere Kühe 3238, mäßig genährte Kühe und Färsen 2532, gering genährte Kühe und Färsen 1020; Kälber: feinste Mast­kälber 5865, mittlere Mast kälber 5057, ge­ringere Tiere 4048; Schafe: 2040; Schweine: unter 80 Kilo 4555, von 80 bis 100 Kilo 5760, über 100 Kilo 5658.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Macdonald bereitet die Londoner

Konferenz vor.

London, 16. Juni. (WTB.) Der diploma­tische Berichterstatter desDaily Telegraph" teilt mit, Macdonald, der gestern nach Lan­don zurücktehrte, würde wegen seiner für das nächste Wochenende beabsichtigten Zusammenkunft mit Herriot im Laufe dieser Wache zahl­reiche Beratungen mit seinen ministeriellen Kollegen 'haben, die sich auf die Sachverstän- digenberichte beziehen. Es sei vollkommen klar, daß die geplanten Erörterungen in Lon­don bzw. im Ehequers dieses Qltal ein viel größeres Gebiet umfassen würden, als dies bet den letzten Beratungen mit Theunis and Hymans der Fall war. Während es unwahr- schemlich fei, daß baS ganze Schuldenproblem in nächster Zeit aufgerollt werde, werde die Erklä­rung Hermots, daß er beabsichtige, sich für einen oder vielleicht sogar für drei Tage in England aufzuhalten, hier als Beweis dafür ausgelegt, daß das Problem der Durchführung des Dawes Planes und der damit zusammen- 'hängenden Fragen, wie z. D. die politische Amnestie, als Vorbereitung für eine Vollkonferenz ziemlich eingehend untersucht werden wird. Außerdem werde angenommen, daß die Stellungnahme der Vereinigten Staa­ten zu einer derartigen Konferenz sorgfältig er­wogen werden wird, ebenso wie die Stellung­nahme des Völkerbundes zu den Fragen der M i l i t ä r k o n t r o 11 e, der Sicherheit und der Rüstungsverminderung. Der Be­richterstatter weist darauf hin, daß Lord Thom- s o n in der letzten Woche als Gast des Premier­ministers in Lossimouth geweilt habe, was teineS- wegs ohne Bedeutung sei, denn der Minister für Luftschiffahrt sei in internationalen Fragen eine führende Autorität innerhalb des Kabinetts. Er stehe in persönlicher Fühlung mit den französischen politischen Führern und kenne auch, eine beträcht­liche Anzahl der deutschen Parteiführer.

Wer regelmäßig die Zahnpasta WLVSCG

gebraucht, wird sein Gebiß bis ins hohe Alter rein, weiß und gesund erhalten.

Frau Traumann, beeilen Sie sich btxfr ein wenig. Sie haben noch die drei großen Zimmer zu machen, und mein. Mann will zeitig essen!"

Hnfere Geschichte kann nicht zu Ende erzählt werden, denn sie ist gar nicht wahr. Die alte, verrunzelte Frau, die mühsam atmend, die Villa des Warenhausbesihers Hermundur' Goldstein rein machte, hatte sie nur geträumt als sie, ben Besen sinken lassend, aus dem Schatten und Staub des neüherrschastlich geschmacklosen und talken Zimmers auf den Sonnenschein in dem küh­len Garten schaute.

Die höflich scharfe Stimme hatte den Roman von Wiedersehen und Glück jäh abgeschnitten. Di.« Alte setzte hüstelnd den Besen wieder an. Durch ?wei vsfenstefrende Türen hörte ste, wie Frau. Goldstein zu ihrer Tochter am Klavier sagte:

Einem Dienstboten hätte ich was anderes gesagt. Diese dumme Rücksicht auf die Ab- Rentner!

Die Alte beeilte sich wirklich und nahm sich nicht die Zeit, zwei Tränen abzuwischen. Aber sie nahm sich vor, freute abend im Bett vor dem Einschlafen, wo niemand sie stören tonnte einmal ganz, ganz lange an entschwundenes Älück zu denken. Hnd schon war ste wieder zufrieden and getröstet, denn nun hatte ite doch ivieder etwas worauf sie sich freuen konnte