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©in Otomcm auS dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.
t4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
' '• * t 11 -Uljr 30 ^Rinuten an hatte eS den AnsH.ckn,, alö würde cs ein totes Qten-ncri, so dicht standen die beiden Reiter im Bilde nebsnsin- ander. Da, 11 Uhr 45 Minuten, siel ganz urt- crwartet dir Entscheidung. Mit einem gewaltigen Ruck fd>eb sich der Rappe vor dem Schimnrel durchs <3icL Das Ziel axxr durch die Hälfte der grsamlen Wälckcvzahl des Staates gegeben und in dieser bildlichen Darstellung durch einen leuchtenden Pfosten markiert. Wer es überschritt, muhte die absolute Majorität haben.
Die Spannung der vieltausendköpfigen Zu- schauernwrge entlud sich zuerst in einem orkanartigen Gevrüll. Das lebhaftere Blut der Schwarzen machte sich in afrikanischer Urwaldweis^ Lust. Sie tanzten, sangen und verhöhnten die Gegner. Dazwischen mischten sich Choräle und laute Dcmk- g-ebete von gläubigen schwarzen Seelen.
Die Weihen blieben die Antwort auf dis Herausforderung nicht schuldig. Auf Worte folgten Schlage. Hier im Zeitungsviertel blieb cs bei einfachen Handgemengen. Im Hafenviertel tarn es zu rrchtigen Straßenschlachten mit Dec- tounbeten und Loten.
Die wenigen, die noch weiter auf das Lichtspiel achtgaben, sahen, wie der Rappe gleich nach der Erre chung des Zieles stehen gebt leben war, während der Schimmel noch weiter bis unmittelbar an das Ziel heran aufrückte. Dis in dis
späte Utaiyt ouwtn Dauerten Die SisgeSorgicn in der aufgeregten Stadt.
Der Morgen des nächsten Tages brachte die Ernüchterung. Jetzt lagen die genauen offiziellen Zahlcnergebnisse vor. Der Sieg Josua Dordens gründete sich nur auf eine Lu Herst geringe Mehrheit. Rahm man die offenkundigen Utrvegelmäfjig- leiten des Wahlaktes dazu, so blieb kein Zweifel, daß der noch in der Rächt abgegangene Protest der -Unterlegenen grobe Aussicht auf Erfolg hatte. Dei der aufs äußerste gereizten Stimmung des ganzen Lanles konnte die Regierung, selbst wenn sie es gewollt hätte, gar nicht daran denken, diese Wahl zu bestätigen.
Wenn sie trotzdem die Wahl nicht sofort kassierte, so lag es daran, dah die Vertreter der schwarzen Bevölkerung in eindringlichster, ja drohender Weise auf die ernsten Folgen einer Richtbestätigung hrnwesen.
Die Erregung hielt die Massen auf den Straßen. Wo immer Zeitungstelezramme zu lesen waren, wurden sie von Scharen Reugieriger umlagert. In den Auhenvierteln erneuten sich die «Schlägereien des vergangenen Tages. 2tber waren sie gestern spontan entstanden, so zeigte sich jetzt ganz unverkennbar eine auf beiden Seiten vorhandene Organisation.
Roch wilder wurden die Szenen, als in der Stunde des Geschäftsschlusses Schreckensnachrichten aus Afrika in die Menge platzten. Ihre Wirkung war am größten auf die Schwarzen.
Ausstand der schwarzen Minenarbeiter im Randgebiet! ... Aufstand der Schwarzen im Industriegebiet des Sambesi! ... Reue Aufstände im nordafrikanischen Minengebiet! ...
Sicje ersten lakonischen Alarmnachrichten wur
den schneit durch ausführliche Meldungen vervollständigt.
Im südafrikanischen Randgebiet war eS zurrst losgegangen. Die schwarzen Grubenarbeiter hatten sich um einer geringfügigen älrsache willen zusammengerottet und die an Zahl schwächeren Weihen vertrieben oder erschlagen. Die aufständischen Haufen hatten erst einmal die Gruben- anlagen demoliert. Dann waren sie in die nächsten kleineren Städte gezogen. Hier war es ihnen gelungen, die verhältnismäßig schwachen Polizei- truppen zu verjagen. Danach hatten sie dort eine wahre Schreckensherrschaft etabliert. Rur die Großstädte waren bisher von ihnen verschont geblieben, aber auch sie schienen bedroht.
In Marokko hatte sich der vor kurzem ausgetretene Drand plötzlich wieder entfacht. Wie im Ru hatte das Feuer sich von jenen alten Punkten aus über oas ganze nordafrikanische Minengebiet verbreitet. In Marokko, tn Tunis, in Algier, überall, wo die curopaifche Industrie mit schwarzen Arbeitern die Dodenschätzr förderte, loderte der Aufstand.
Jede Stunde brach.« neu» Hiobsposten. Vernichtung von Gruben, von Fabriken ... von gewaltigen, dort aufgestapelten Rohstoffmengen. Mafsenoesertionen schwarzer Truppen ... Ueb.r= gang ganzer Regimenter zu den Aufständischen ... Schwere Kämpfe mit den weißen Tcuppen, bei denen diese fast aufgerieben wurden.
Die Feuer, die im Storben und Süden Afrikas aufloderten, schlugen im «Sambesigebist zusammen. Die großen Kraftwerke gesprengt! ... Die Dner- gieguelle für das ganze Industriegebiet verschüttet. Die riesigen Turbinen zerstört, in denen die zehn Millionen Pferdestärken der Sbmbesi-
falle zur Rutzarveit gezwungen wurden, «sine gewaltige, ton Europäern dienstbare Industrie aus unabsehmrre Zeit lahmgelegt. Die geringe weiße Devölterung durch Massaker restlos auf- gerieben.
Den Telegrammen folgten ausführliche De» richte. Sie liehen die Größe der Gefahr erst im vollen Umfange erkennen.
Der De richt über den Untergang der großen Sambesizentrale brachte grauenvolle Einzelheiten. Die Aufrührer waren nicht ohne «Sachkunde vorgegangen. Zu sehr waren sie in die Technik der Weißen eingeweiht. Sie hatten das alte Mittel des Dynamits gegenüber Maschinen verschmäht, diese Sprengstoffe für die weißen Gegner reserviert.
Durch die eigene Energie waren dir Maschinen vernichtet worden. Sie Aufrührer hatten einfach die Regulatoren festgebunden und dir großen mit den Turbinen gekuppelten Stromerzeuger vom Reh abgeschaltet. Ihrer Last beraubt, infolge des Richtarbeitens der Regula« trren der vollen Wasserzufuhr ausgesetzt, waren die fün hunbcrt.au en p.e.oigen Waschinenaggre» gute auf eine phantastische Tourenzahl gekommen und dann durch die Zentrifugalkraft in tausend Fetzen zerrissen worden.
Erst danach hatten die Aufständischen zum Dynamit gegriffen. Wo dort oben an Den Fällen die Wasscrmassen in Felskanälen gefaxt-"und abgeleitet wurden, hatten sie enorme Dynamit- ladungen mit Aufstoßzündem hinemgeworfen. Wo immer eines dieser unheilschwangeren Pakete irgendwo anstieh, gingen Explosionen von zerstörender «Gewalt los.
(Fortsetzung folgt)
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16 „ „ 4. „ = 8,63 „
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Hessische Bürgermeisterei Odenhauscn.
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Donnerstag, 17. April: 8.30 Uhr Konzert: DieBläser.Freit., 18.2lpril: 8.30 Uhr: Geistliche Musik. Ansprache des Herrn Pfarrer Prof.vr.Erich Förster. Samstag, den 19. April: 8.30 Uhr Opernabend: Carmen.
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