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tfl durch Foren hohen Jläbrmert für die berontnadifenöe Jugend unentbehrlich?
<«?n.-Berir u »vlidrittager: Albert Goebel, Cassel. Wörihitrahe 23, Fernruf 722L 2790A
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Donnerstag, <Z. April (92^
nr.92 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberheffen)
Java-Kultur.
' Don Dr. Karl Wilhelm-Frankfurt.
3n einer Musikalienhandlung fand ich dieser Lage den neuesten „Schlager". Da nicht imtT er ,^Zava" hieß, sondern auch alle mögliche «andere »Literatur" ähnlichen Tiefstands mit (Zada zusammengesetzt« oder auf dies gesegnete Eiland anspielende Titel trug, merkte ich, daß Die neueste Modetorheit auf dem neben dem Kino, Boxkämpfen und Sechstagerennen wichtigsten Gebiet, dem Tanzen, vermutlich „Java" sei. Der Händler bestätigte meine Vermutung und gab mir das neueste Produkt deutscher Kultur zur Ansicht. Lieber die Musik sei geschwiegen. Bon wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, war sie von jeher bei solchen .Schöpfungen minderwertig und bar jeden Reizes. Aber man höre den Text! Och muß allerdings gestehen, daß ich mich nicht für völlige Wortgetreuheit des Beginns der „Dichtung" verbürgen kann. Daß er im wesentlichen rich- ttg ist, kann ich auf Wunsch beeiden. „Die Fraun' zu sehn, wenn sie bummeln gehn, ist wunderschön, auf der Onsel Java. Ganz hüllenlos beim Tanz, ohne Firlefanz, zeigen sie, was da war." Meinst du, lieber Leser, ich wolle eine große Ieremiade über die Unmoral Der Zeit daran knüpfen? Bewahre! Och bin kein Duckmäuser und hasse nichts mehr als die über einen Kamm geschorene, gesetzmäßig festgelegte „Moral", die in Wirklichkeit ja nichts anderes ist als Llebereinkünfte aus Zweckmäßigkeit und Wahrung eines äußeren Scheins. Aber gerade deshalb würde ich es begrüßen, wenn man endlich einmal den Mut zur Ehrlichkeit aufbrächte und gegen diesen ungesunden, immer weiter wuchernden Unfug so energisch als möglich Front machte. Wir reden unendliches von unserer Kultur, wollen alle mögliche „kulturfördernde Arbeit" leisten und bringen es doch nicht fertig, zunächst einmal ehrlich zu bekennen, daß wir auf dem besten Wege sind, in immer krassere Unkultur zu versinken. Mit Entrüstung am Biertisch oder einem zu nichts verpflichtenden: „Ganz .Obrer Meinung!" ist da nichts zu machen, Verehrtester. Hier helfen nur große Bewegungen, die zu Taten führen, die für die Betroffenen auch fühlbar werden. Dies wäre in diesem Fall der Boykott, ganz genau so, wie es auch bei Schundbuchhandlungen mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Und Aufklärung! Aufklärung im weitesten Maß darüber, daß alle diese Dinge lediglich Spekulation auf die Kulturlosigkeit und Gedankenlosigkeit der Masse sind, daß sie mit Kunst nicht das mindeste zu tun haben, und, genau wie gewisse Operetten, geschäftsmäßig zusammengezimmert werden mit dem Motto: „je platter und zotiger, desto besser". Und da Erziehung bekanntlich bei den Eltern beginnen sollte, nicht bei den Kindern, wären alle Eltern darüber aufzuklären, daß die so sorglich behütete „Moral" ihrer braven Töchter so lange widerlichste Heuchelei ist, als sie einerseits etwa Goethes Faust nicht lesen, andererseits aber „anständig nackt" (um eben mit Goethe zu reden) auf Bälle gehen und sich nach Klängen und „Dichtungen", wie den erwähnten, in einem Schiebertanz drehen dürfen; int unausgesprochenen Wunsch, daß er die Anknüpfung einer Verbindung (sei — „streng gesetzmäßig" natürlich! Was dachten Sie denn? Man hat doch Anstand und Moral im Leib, oder etwa nicht? 'Ein Versuch, aus diesem Sumpf der Philistermoral herauszu- kommen, wäre kulturfördernder, als manches dicke Buch! Darum: helft, daß wir nicht versinken!
Wirtschaft.
Die Großhandelsindexziffer.
Die auf den Stichtag des 15. April berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ergibt gegenüber dem Stande vom 8. April (122,3). eine Steigerung von 1,5 Prozent auf 124,1. Von den Hauptgruppen stiegen in der gleichen Zeit Lebensmittel von 107,7 auf 109,4 oder um 1,6 Prozent, davon die Gruppe Getteide und Kartoffeln von 89,7' auf 91,1 oder um 1,6 Prozent, Ondustriestvffe von 149,7 auf 151,4 oder um 1,1 Prozent, davon die Gruppe Kohle und Eisen von 139,1 auf 141,8 oder um 1,9 Prozent, ferner (Inlandswaren von 109,9 auf 112,0 oder um 1,9 Prozent, während Einfuhrwaren bei steigenden Preisen in Textilien und sinkenden Metallpreisen mit 184,4 nahezu unverändert geblieben sind.
Y *
• M eg u i n - Da mag. Die feit einiger Zeit im Gange befindlichen Verhandlungen zwischen Der Meguin A.-G. in Butzbach und dec tBer» lin-An haitischen Maschinenbau A -G. in Berlin sind, der „Franks Ztg." zufolge, nunmehr soweit gediehen, daß, den Generalversamm- üangen der Gesellschaften der Fusivnsverttag zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Die Meguin 21.=®., die gegenwärtig mit einem Aktienkapital von 69 Mill. Mk. Stamm- und- 9 Mill. Mark 5fach stimmberechtigten Vorzugsaktien arbeitet, will ihr Kapital insgesamt um 91 Mill. Mark St.-A. erhöhen, sv daß es künftig aus 160 Mill. Mk. Stamm- neben 9 Mill. Mk. Vorzugs-, altien sich zusammensetzt. Von den neuen Aktien sollen dienen 50 Mill. Mk. zum Eintausch der Bamag-2lttien, und zwar derart, daß bei ICO Mill. Mk. Gesamt-Stammkapital der Bamag (neben 20 Mill, einfach stimmberechtigten D.-A.) für je 2 Bamag-Attien eine neue Meguin-Attie mit DividendMberechtigung rückwirkend zum 1. 3tli 1923 geboten toirb. Das Kursverhältnis zwischen Meguin und Bamag ist derzeit derart, Saß die Meguin-Aktie 18% Dill. Proz., die Bomog-Attie 8V_ Bill. Prozent steht. Es liegt also kursmäßig ein Vorteil für die Bamag- HUÜoaäre in dem Umtausch-Angebot, da zwei
Banknoten.
Gerüchte von
Berliner Börse.
Berlin, 16. 2Ipril. (Wolff.)
Zahlungsschwierigkeiten bei einigen Dank- und auch Metallfirmen, die infolge mißglückter Fcan- kenspeculatlon und dann auch durch die anhaltenden Kursruckgänae erngetrelen fein sollen und
Bamag-Aktien 170 Bill, repräsentieren gegenüber dem Angebot von 185 Dill., das gegenwärtig die Meguin-Aktie darstelll, beides nach den letzlen Berliner Kursen vom 11. d. M berechnet, ehe künftige Eemeinschaftsfirma foll „03a mag- Meguin A.-G. in Berlin" lauten. Die Emission zum Zwecke der Durchführung des Aktienumtausches wird von der Meguin-Gesellschaft verbunden mit einer Geldbescha ftungs trans- aktion. Es werden nämlich im Rahmen der schon erwähnten 100 Mill. Mk Sll-A. 41 Mill, treuere Meguin - Aktien ausgcgeben, £ie offenbar zur Heranführung neuer Finanzmittel dienen sollen. Für diese 2Iftien wird sowohl den Meguin- wie ben Damag-Akttonären em Bezugsncht cinge- räumt, dessen nähere Bedingungen bis jetzt noch nicht bekannt geworden sind. Die starke technische Entwicllung der Meguin A.-G, insbesondere aus dem Gebiete der Kohlenveredelung und der Betätigung im Gas Werkbau, Bau von Rebengewin- nungsanlagen usw. führte zu dem Gedanken einer Verbindung mit der stärksten deutschen Konkurrenz auf diesem Gebiete, der Bamag. Man erwartet, daß beide Unternehmungen sich ergänzen und damit auch gegenüber dem Auslandsmärkte eine entsprechende Position sich sichern.
• Wormser Mühlenwerke A.-G. vorm. L Land.sberg, Worms. 3m Geschäftshause der Filiale der Elsässischen Dank- gescllschaft in Frankfurt a. M. fand am Dienstag eine außerordentliche Generalversammlung statt, die von fünf Aktionären mit 15 570 Stimmen besucht war. Beschlossen wurde, die Mühlenwerke gemeinsam mit der Rhein hessischen Walz- mühle A. Lorch & Söhne in Osthofen (Rheinhessen, an die Mühlenbetriebsgesellschaft Osthofen-Worms a. Rh. G. m. b. H. bis zmn 31. Dezember 1928 zu verpachten.
" Ehr. Mildner & Co. in Offenbach im Konkurs. Lieder das Vermögen der Firnra Ehristian Mildner & Co. in Offenbach ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 13. Mai beim Amtsgericht Offenbach anzumelden.
* Wieder eine zahlungsunfähige Bank. Tas Bankhaus 0. Mißbachin Lands- berg a. d. Warthe hat die Zahlungen eingestellt.
* Stillegung von Kaliwerken. Eine Anzahl von Kaliwerken sieht sich, wie dem „Deutschen Handelsdienst" mitgeteilt wird, gezwungen, infolge der zu hohen Draunkohlenpreise die Betriebe gänzlich stillzulegen. U. a. gehört zu diesen Werken die Staatliche Dergwerksinspektton Dienenburg.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 16. April. Tendenz: Schwächer. — An den Effektenmärkten der Börse ist wieder Geschäftssttlle eingekehrt. Kursmäßig war bei Beginn eine Abschwächung unverkennbar. Rach wie vor bleibt die Beteiligung des Publikums gering, und wetterhin ist es vorwiegend die Börsenspekulation, die für die Kursbewegung ausschlaggebend ist. Der Montanattienmartt eröffnete in schwächerer Haftung bei ca. 1 bis 3 Billionen Rückgänge. Die oberschlesischen Werte neigten bei geringen Umsätzen zur Schwäche. Ober bedarf, Caro und Laurahütte nachgebend. Unter den' Banken stellte sich Berliner Handelsgesellschaft 2 Billionen niedriger. Norddeutscher Lloyd und Hapag schwächten sich mäßig ab. Ziemlich gering waren die Umsätze in Elektro- trerten. Von den führenden Aktien treten A. E. ©., Licht und Kraft nichtiger ein. Don den Chemischen Werten stellten sich Badische Anilin niedriger, sonst lagen Elberfelder Farben, Th. Goldschmidt schwach. 3n Maschinenaktien blieben die Kursveränderungen meist unbedeutend, doch war auch hier leichte Abschwächung zu beobachten. Sn Bauwerten bestand geringes Snteresse. Phil. Holzmann abgeschwächt. Sonst sind anzuführrn 0ul. Sichel bei nachgebendem Kurs. Der Markt der Zuckerwerte bot wenig Sonderheiten. Zellstoff Waldhof waren angeboten und verloren 1,2 Billionen. 5proz. Reichsanleihe lagen ruhiger, die ei'flc Rotiz stellte sich auf 86 Milliarden. 3proz. Baden wurden in großen Posten offeriert. 3m Freiverkehr blieb auch heute das Geschäft klein. Api setzten mit 4,25 ein, Decker Stahl 7,5 bis 7,75 Becker Kohle 7,75 bis 8, Benz 4,5 bis 5, Krügershall 6,25 bis 6,5, Rastatter Waggon 5,5 Hansa Lloyd 1,8, Growag 0,200 bis 0,215, Brown Boweri 2,25. Unterfranfen 0,500, Ufa 6, Kabelwerk Rheydt 7, Trag 1,75, Chem. Remy 0,350.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-Aires, London, Neu- borf, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung, (Ohne Gewähr.)
15. April
16 Avril
Re Part.
°0
Amtliche
Geld
Notierung Briet
Amtliche .'lotter: 11
tAeld
•nritf
15.
16.
Amst--sllott.
150,11
156,8)
155,91
156,69
1
1
Brss.-Antw.
*2,34
22,66
22,54
22,66
1
1
Cbristiania
57,85
68,15
57,85
58,15
1
1
Kopenhagen Stockholm.
69,53
110,72
69,87
111,23
69,73
110,72
70,07
111,28
1
1
1
1
HclsingforA.
10,52
10,58
10,62
10,58
1
1
Italien. . .
18,75
18.85
18345
18.85
18,75
1
1
London.. .
18,255
18,255
18,345
1
1
Vleuhort . .
'l'nriS ., ,
4,13 25,94
4,21
26,06
4,19
26,13
4,21
26,27
1
1
1
1
Schmelz . •
72,82
73,18
73,91
74,23
1
1
Spanien .
Wien in D--
56,56
66,84
6,12
66,86
6,08
£7,14
6,12
1
1
Ceftobotü
6,03
1
1
Prag. . -
12,48
12,5*
12,46
12,64
1
1
Budapest.
6,03
i°L
5,83
1,375
5,92
voll
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Buen^AirrS
1,375
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1
Bulgarien .
3,23
1,775
3,31
1,78j
9,19
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voll 1
voll
50
Nto ve Jan-
6,475
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1
Belgrad -
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5,62
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12,06
13,04
12,95
13,04
1
1
Fft-rin, 16. April
Geld
Brief
Nevarr. °l.
Ochwetter Motrn..........
Döni'che Noten .......... Schwedische Noten ........ tzolländischr Roten ........ Deutschs cüerrcich, i 100 Kroueu Amerikanische Noten.......
fltolienische Noten......
73.91
27,93
69,’3
110,72
155,91
6,2
4,19
18,25
74,29 28,07 70,07 111,28
166,59
6,27 4,21
18,3",
2
50
2
2
1
15 1
1
20,15
20,25
voll
22,54
22,66
2
vnaarilche Noten..... • • •
Tschechoslowakische Note».....
1
2 voll
12,56
57,85
2,14
12,64
58,15
2,16
Rumänisch, Noten.........
Spanische Noles. ....... ■ •
56,86
57,14
2
Berlin
Frankfurt a M.
Dn Simonen Prozent
übler l&ndgerach
Sählich gefärbte Zähne leibe Übel werden sofort
IfpanVeoin 9 Main I Geg.Leber-u.Magenleid.,selb st langj. nl QuftuullJ. ilölU! hilft beftKarlsfpruöel virkirchen 14«
•) Vom Rückzahlungswert.
entstellen das in vollkommen
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
die ein paar Tage verstummt waren, schwirrten heute mit anscheinend größerer Bestimmtheit durch die Börs>msäle. Soweit äüere angesehene Bankfirmen in Betracht kommen, wird von d esen s owie unterrichteter Großbanksefte erQärt, daß diese Gerüchte, bte mit RamensNennung den Weg auch berefts in die Presse gefunden haben, unzutreffend feien. 3m Verein mit der unnachgiebigen Haltung Poincarss, der erklärt hat, die besetz en Gebiete erst nach erfolgten Leistungen Deutschlands räumen lassen zu wollen, erhöhten diese Gerüchte das Gefühl der Unsicherheit an der Börse und waren somit Veranlassung zu neuen empfindlichen Kursrückgängen. Diese erstreckten sich im Ausmaße von einigen Billionen Prozent für Tiridendcnpapiere auf alle Marktgebiete und waren besonders fühlbar am Montanmarkt, wo sie für einzelne Werte, namentlich des Rhein- Elbe-Unron-Konzerns vereinzelt 4 bis 5 Billionen Prozent betrugen. Die rückläufige Kursbewegung hielt auch im Verlaufe an und tarn erst etwas zum Stlllstand, als von mtereffierier Sette vereinzelt interveniert wurde. Auch am Rentenmarkt waren überwiegend Kursnachlässe festzustellen. Aehnliche Kursbildungen vollzogen sich auch bei den zu Einhettskursen gehandelten Industriepapieren, doch zeigten diese im allgemeinen mehr Widerstandskraft. Die Um ätze hielten sich auf allen Gebieten wieder in sehr enger. Grenzen. In der Lage des Geld- und Devisenmarktes sind Veränderungen von Bedeutung nicht eingetreten.
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(3n einem Teil der Auslage wiederholt.)
Zentrum und Bayerische Dolkspartei.
Lu dwi g s ha f en, 16. April. (WTD.) Zar Spaltung zwischen Zenttum und Bayrischer VvM- partei in der Pfalz berichtet die Pfälzische Landes» zeitung, daß die Stadtfraktion der Dayrischert Dolkspartei dem Bürgermeisteramt ein Sck>reiben hat zugehen lassen, wonach sämtliche Mitglieder der Fraktion aus der Partei ausscheiden und sich als ZenttumstWktion konstituieren. Gleichzeitig wurde dem ^Bürgermeister Buhn, der die ftüheve Fraktion im Bürgermeisteramt vertrat und nun als Rachfolger des abgesehten Ehef- redatteurs Dr. Fink die ,Reue Pfähische Landes- Zeitung" leitet, das Vertrauen entzogen, llebe» das Stärkeverhäftnis der Anhänger der beiden Parteien schreibt das genannte Blatt: „Soweit man heute den Konflikt überblicken tonn, fleht wohl die Mehrzahl der katholischen Geistlichkeit der Pfalz auf feiten der Bayrische« Dolkspartei, unter den Wählern namenllich die des Bezirks Kaiserslantern. Dagegen scheint die Gegend Ludwigshafen, Derg-Zabmm und Pirmasens überwiegend der Zentrums Partei zuzuneigen. •
Mussolini und Rumänien.
London, 16. April. (WTB.) Der dipla» matische Berichterstatter des „Daily Telegraph" teilt mit, daß der geplante Besuch des rumänische« Königspaares in Madrid auf die direkt« und dringende Forderung Mussolinis aufgegeben wurde. Mussolini sei soweit gegangen, dem spanischen Direktorium zu erklären, daß, sollte das rumänische Königspaar empfangen werden, der Erwiderungsbesuch de - ita>* lienischen Königs Paares in Madrtd, der für den 15. Juni vereinbart worden ist, ab» gesagt werden würde.
Der amerikanische Senat gegen die japanisch» Auswanderung.
Washington, 16. April. (WTD.) De« Senat nahm eine Vorlage über die Ausschließung der Japaner in beinahe derselben Fassung wie das Repräsentantenhaus an. — Die „Temps" schreibt dazu, daß die Aktion des amerikanischen Senates einen wichtigen und bedauerlichen Einfluß auf die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan haben müsse. Die Hauptursache für die ziemlich brutal* Behandlung dieser delikaten Frage sei zWeisel-- los das Schreiben, das vor kurzem von dem japanischen Botschafter an den Staatssekretär Hughes gerichtet worden sei, in welchem er von den ernstea Folgen, die durch die Annahme der strengen Ausschließungsbel'ti.nmungen entstehen würden, warnt. In Washington werde viel von der Möglichkeit der Abberufung des japanischen Botschafters gesprochen. Telegramme aus Tokio besagen, der Botschafter habo das Schreiben auf eigene Initiative verfaßt. Wem, es s,ch so verhalte, so sei es mehr als wahrschett^ lich, daß> die japanische Regierlmg ihn nicht mehr für geeignet für seinen Posten betrachten werde,
isonnefeMtsree
JL1L aroMtisob und ausgiebig, tllllg im Verbrauti;
Niederlagen lo allen Stadtteilen
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. April. Es notierten je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 18.15 bis 18.50, Roggen 16 bis 16.50, Sommergerste für Drau- zwecke 20 bis 21, Hafer, inländ., 15 bis 15.60, Weizenmehl, südd. Spezial 0, 27.75 bis 28.75, Roggenmehl 23.50 bis 24, Weizen- und Roggenkleie 10 bis 10.75, Mais, gelb, 19.25 bis 20. Tendenz ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 16. April. (Wolfs.) In der Ge- schäftsstille bei im allgemeinen wenig veränderten Preisen am Produktenmarkt hat sich auch heute nichts geändert. 3n Weizen zeigte sich zwar einige Dedarfsnachftase, die aber schließlich gegenüber den zu hohen Forderungen nicht zum Geschäft führte. Am Roggenmarkte drücken die angebotenen Kahnladungen infolge des schlechten Mehl- absahes, wodurch zum Täl Mühlen schon zu De» ttiebseinschränkungen veranlaßt worden sind. In Hafer ist einiges Geschäft für den direkten Verbrauch aber nur zu Preisen, die dem Großhändler lohnende neue Anschaffungen nicht ermöglichen, sowohl für Hafer als auch für Mehl im Bäckergeschäft neuerdings wieder in Schwung gekommene Kreditgewährung erschwert den Handel. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen, märt, 170 bis 177 (sehr still), Weizen, pomm., 166 bis 168 (sehr still), Roggen, märf., 131 bis 138 (schwächer), Roggen, pomm., 127 bis 131 (schwächer), Sommergerste, Braugerste, 170 bis 190 (still), Wintergerste, Futtergerste, 150 bis 165 (still), Hafer, märf., 125 bis 132 (still). Hafer, pomm., 120 bis 128 (still), Raps 310 (still), Leinsaat 410 (still): für jelOO Kg.: Weizenmehl 24.75 bis 26.50 (still), Rvggemnehl 20.25 bis 22.50 (still), Weizenkleie 10.20 (still), Roggenkleie 8.70 (still), Diktoriaerbsen 27 bis 28, Kleine Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13.50 bis 14, Peluschken 12.50 bis 14, Ackerbohnen 16 bis 18', Wicken 12 bis 11, Lupinen, blau, 12.50 bis 13’ Sera della, alt, 16.50 bis 17.50, Seradella, neu, 12 bis 14, Rapskuchen 11.50, Leinkuchen 22 bis 23, Trockenschnttzel 9.40 bis 9.70.
| 27710 Bse feine Zigarette MMiMWöifl ' Großformat Stück 5 Pfg. |
k Rihofa . Zigarettenfabrik • Frankfurt/M. £
Datum:
6% Deutsche Nekch»anle>h« 4*/o Deutsche RetchSauleihe .
>'/?/» Deutsche Rctchsanlethe VI, Deutsche RetchSanlelhe . Deutsche Svarprumienanlcth« <•/. Preußische KonsolS . . .
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Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto.Doll.-Schatz-Anwetfuna. *) »le Zolltürfen .......
E*/o «oldmerikanrr.....
SerNner HandelSoesellschaft. (bnnntrj’ und Privat-Vank. Dannsl. und Nattonalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Bcreinßbank .... DiSconto Tommandit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Creditbay? . . Oefteereichische LredUanstaU. Eestbank......
Bochumer <3n6 ......
BuderuS.....
Coro ...........
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchencr Bergwerk« . . Harpener Bcraban ...... Kaluverke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. .... Laurahütte.......
Qberbcdarf. .......... Dhönir Bergbau . Kyeinstahl.....
vitcbed Ä.'ontau .....
Tellut» Bergbau.......
Hamburg.Smerika Vottt. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Albin ..
8emen»werk Heidelberg ...
biltva Holjmaun ......
Anglo'Eont.'Kucmo Badische Anilin........
Chemische Mayer Mapin. . . Goldschmidt..........
Griesyeimcr Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung........
RütgerSwerke Scheidcanstalt vllg. ElektrstttLtS-Sesellschaf» Bergmann...........
9J/ciuitTQfhucrtt ••••••«« Schuckerr . .........
SiemeuL <fc HalSke .... ,
Sdlerwerke Kley« ..... Daimler Motor«. ..... Hevligenstaedt.....
Meguin.........
Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union A.-Ä.......
Schuhfabrik Herz Sichel..............
Zellstoff Waldhof Znckcrtabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Schind- Kurs |
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Schluß. Ku »
Schluh. Kur-»
15. 4. |
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15. 4.
16.4
0,091 5
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4,2
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—
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0,4125
0,400
0,425
0,550
0,7
0,7
—
—
45,75
43,7
14,5
12.87
14,87
13.5
20,75
1Ö.5
20,13
19.2
39,65
35,75
39,5
36
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43,9
40,4
56
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—
52
11,75
10,38
11,5
10,38
18
17
18
16,25
11,75
10,25
12
10,2
19
18,S
18,9
17,5
20,38
23,75
26,25
23
28
26
27,5
23,5
39
37
40
37,1
2
1,9
—
—
24,8
23,5
24,75
23,25
5,65
5,2
5,8
5,2
3,7
3,5
—
—-
10,13
10
—
2,9
2,7
3,2
2,75
-
22
24
23
16
15
16,25
15
■w
. 2
—
1- —
12,5
12
12,75
11,87
12,75
11,7
12,75
12
12,75
11,87
12,75
11,75
9,5
8,5
M—
—
12,75
11,75
12,7
11,0
17,25
17,25
—
—
9
8,5
9
8,13
14,5
13,25
14
13,5
5,8
5,5
—
32,5
81
32,75
30,5
38
35
40
35,9
2,25
2,1
2,2
2,1
4,1
3,7
4,2
3,73
3,6
3,6
—
—
21
19
20
19
1,3
1,05
——
—
1,3
1,4
1,4
1,3
16,25
15,1
2
1,8
2,5
2
3,7
3,1
3,4
3,4
3
7,6
—
10
9,3
9,5
8,75
3,2
3
3,75
3,26
8,8
3,4
—
—


