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Donnerstag, 17. Januar 1924

17$. Jahrgang

Erstes Blatt

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bce

der allgemeinen

logen

chmer in groben Scharen tnberten tm Verein mit

>i« ©trafjenbabnen

nicht in der

zoten erflärten____ , .

würden dem britischen H?rtreter ein-m fran,öll

schen Offizier zu attachi?ren 3n dem von briti­schen 5tupfen besetzten Gedi -1 aber gin;ei fran­zösische Offiziere in beliebiger Zahl etn und aus. denen die Gnglänb.'r jede Erleichterung genährten, die sie gewähren könnten. Die Lage

Schluß einer politischen Versammlung Atx gcflcrri abend die Teilnehmer in großen Scha ourch die Stadt. Sie bi anderen Ruhestörern di

richt geben würden, der zu einem Schritt vorwärts in der Lösung des Reparation-Problems führen

3m)wt litt »" 1ür>i< £4ge»*e*"«»^ in laDnauj »sktze «-«jede Jet6L«)U4)MrU

Preis -ir l »< $->$e |ir »o» 27 m;t

St.u- r f»chti.au»wLrt» lOJloltiplennig, Ptk hiamc-.lnjeige'19.70 n n Ixem 3j u>tfibp|<R«i8. Pb s«|J)r.|i .J ,JUr schlag. - Jera»u»ortu4 tut pjllnbu. 5*»iD«ton: Dr.jntbr. 12 üh.llang«; für öcit eur.g<a ttrnh dlam 4)«m, ar Pen

sei cm wenig b. foraniserr g nY CJ sc» jedoch zu hossen. bah d.c Schwier. |t iten mit Klugh.it und JuitJbaUung gc.ö i w rden tön ilen.

französischer Lchwtndel.

Speyer, 16. (Ian. (Priv -Tel 1 Eine von der Pariser Presse verbreite: c Vachricht wv.iach ge­stern bei der Besprechung mit övneru! de Vl.tz. bei der die Stüdtevertrcier und Dauernfuh er an­wesend waren und sich die Dauernsüh^r für die Separatisten n sgesproch n fabei sollen, er uxist sich als ein Schwindet denn sämtliche Vauernvertreter. sr-gnr die S r c i i Bau­ernschaft. lehnen d ie separatistische Bewegung ab. wie ein |:t ih er letz en Q'c- ue»alvel sammlung ge er Beschl b beu-elfl. Du-

siandcs, die der feixtra l it Jien Dew jptng ange­hören oder sich in ihr b? dtlgen, sofort aus­geschlossen Leiben. Das ist also eine unzwei­deutige Ablehnung.

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f ra e ri < p ?i*. ewt« Bonn, mb 7 fi*Ttec», ntberSorstocstfilac». niedre« 3« en heut Ltitrr vochcl ei«gspr«ls 70 Golbpsenmg rtn- fchlirßlich Träger lohn, cud) ei «tm

«tn tlnerJ.ueeem nu sotg« zsierei Gewalt.- 3 «m pr«ch-i-nse U«lse. Jur bi« Schrift «ueng 112, tCr 1 «rlag und t5«'chäft»sl«ve 61.

Lnlchri't Ihr DraKtnach. iidtm Sbjtlgerbittet.

|«IK<ul«ilo:

ftfiitii.il 4. Lu 11666.

Revision im Düsseldorfer Schupoprozest.

Mainz. 17 (san (WTB) Vor dem Revt- sivnsaerichl der Rheinarmee in Vlainz wird die Revision in Sachen der Offiziere und Mann­schaften der Düsseldorfer Schutzpolizei in bei heute stattfindenden Verhandlung durch die Rechtsanwälte Dt Bräutigam. Dr Grimm und Dr D v h begründet werden Die Verteidiger haben in ihrer RevisionSschrifl wiederum Du älnzustündigkeit des Gericht S gerügt, da es sich um Vorfälle in Düsseldorf, d h tn nicht feindlichem Gebiet handle. Ferner komme bei dem Vorgehen der Schutzpolizei gegen di, Sepaoatisten e t tr Angriff gegen b 11 französische Armee oder deren Mitglie­der nicht in Frage, da es sich nur um einen

Zwischenfall zwischen Deutschen handle Die Angelegenheit gehöre daher, wenn überhaupt, nur vor da« deutsche Gericht. 3m übrigen richtet sich die Revisionsschrift auch gegen die Fragestellung. Unter den 135 Schuid- fraaen. die das Kriegsgericht in Düsseldorf ge­stellt habe, seien die für dielen Prozeß wich­tigsten ausgelassen worden, nämlich die Fragen, ob die Angellagten sich in R o l we h r befunden haben, und ob sie zu ihrem Vor­gehen durch das Verhalten der Separatisten ge­reizt worden sind Unter weiterer Rügung ver­schiedener Formfehler wird Aushebung des Urteils verlangt.

Unruhen in Düsseldorf.

Düsseldorf. 16. Jan (Wolff) Rach

den Anlaß linden werde, ohne ton'.cr^ zu zögern, jenes Pradlem, b.-fen Lösung fte mit sov:ei ($.* Jofg während de» ganzer v.-rga igenrn Zahres verzögerte, in Augiifs zu nvfrncx Rach Der Derncr.ung, daß die separatist sch? BLvegung in den besetzten deutscher Gebieten der britischer Regierung die größte Sarge rsrurlach?, schloß Baldwin seine fur$e Rede mit der SrNärung .Denn uns im Unterbaut der Fahdrhandschuh zugewarfen wird, sind a> r bereit, ihn auszu­nehmen" und mit Der Mitteilung, daß die Kon- fervattven keine von Parteiinteressen dik.i it- Opp fition gegen e ne nichtkoniervatii'e Regi ung leabsichü ten, velmehr bei de. ßo unq Der sbee­lenden Probleme wie z. D. der 2lrbeip»losigteit, Mitarbeiten wollten.

3m Oberhaus erklärte

Lord Curzon,

die Schwierigkeiten, denen man g-g-nübcrgcftelh wvit>en fei. leien aus Der Ruhrbesetzung entstanden Die britische Regierung hibe e-4 be­kanntlich abgelehnt, irgendeine Berantworu'g La für zu übernehmen. und sei auch beit' nicht bereit, daran tcilzunehmen Die Voraussagen die sie seiner eit üb.r die Ergebnisse der Besetzung machle, bitten sich, wie zu befürchten war mehr al.* erfüllt. Trotzdem sei die britische Regierung der Ansicht, daß man zu einer Regelurra dee euro­päischen Frage kommen könne, nur vei A u s - rechterhaltung Der Entente, und wäh­rend Der letzten (Jahre habe sie standhafte und

peyer, 16 3in 'WTB.I Aus Dan'ch _ englischen Gcnerallon ul». Votierst, rat» Slive waren bei feinen ^eitrigen Besuch tn Speyer Vertreter b r pfälzischen Stabte und Gemeinden, der Geist ichleit und der Wirtschaft von dem Bürgermeister Dr V o 11 m c r in Speyer geladen, um über die darch Di: Separa- tistenHerrschaft in der Pfalz geschaffene Lage

werde. Ucbcr

die sehr beuaruhioendc Lage in der bähe» rischen Pfalz

führte Lord Eurzon auS, er fei der Ansicht, daß die Schaffung von künstlichen Staaten aus dem Körper des Deutschen Reiches nicht von den Al­liierten ermutigt werden dürfe, außer wenn eine solche Deweg-mg wirklich die Stimmung der frag­lichen Bevölkerung darstelle und die allgemeine Tendenz, d e von der zuständigen Regierung selbst gebilligt ttxrte. Die Geschichte Der feparatvit ch'n Vew?guua könne in einigen Sätzen z sammengelaht wer dm. ®? tm Schl ß " ei Sommers s i eine Rei ? von fbür.ib fd; n Mrs ichen un ern mrnen worden, kleine örtliche Republiken zu errrchten. habe sich größtenteils um von Unruhen be­gleitete

Aktionen einer Gruppe Abenteurer ohne Autorität

gehandelt die nicht die Bevölkerung vertraten und ihren Willen zum Ausdruck brach en.

Alle diese Pläne, gegen die sich die britische Regierung gewandt und die sie mit allen tn ihrer Mack - befindlichen Mitteln entm tigt bibe. feien allmählich zusammen g bi ochen Ma i hide schon gcglaub:, daß die ^tmosphne rtar.T tvr.le. als ma i plötzlich hn Rovember von einer neuen Bewegung bi dec von französisch-n Truppen be­setzten Pfalz gehört habe. (Informationen der bri­tischen R-gisrung seiet aber Dahing gingen, daß Dort kein rlei Stimmung füv die Lo^t.ennuntz vom Reich befrani-en habe Die Häupier sowohl der römischen als der Pro eftariü chen Kirche in bet Pfc-l' bitten den alliierten Ob.r^omm.fiaren mit» geteilt, daß

die Bewegung dem Geist der Devölleruug vollkonnnen fremd

sei und Unterschriften unter die Unabh^ngigke tS- erklärung b^ri Dreh nzen erzielt würden Lord Ätlnanuxf habe Laber nicht grzöart. r.fxri Vorschlag abjulehn a der auf die Anerk mung eines neuen Staates hinausgelauf"n wär- der so gut wie keine Gr ndlag-e g h rbt bitte. Außer- 7em vertrete die br.t.sche R gi arung d e An'ich daß d-e Rhein and.'omm skion mr die Si hrrd.it Der alliicrten Truopen im bes yten Gebe zur Aufgab? und sich nicht mit Po.itik zu bcfchästi en habe. Die Regierung habe es tonter für not­wendig angefch.n. g nau feskzustelleTi. was vor <ii aebe, und da sei cüv sch r>ere Zeit der OKifk rerständn sse mit den Francosen entstanden, die aber, wir er hoffe, beigelegt werden kannte Die Regierung habe Kilmarnot auf gegeben, einen s-incr Lsltziere zur Untersuchung der Lage in b.e Pfalz zu entsenden. Da

Die Franzosen Da~egen aus technischen Grün­den Einspruch erhoben,

habe man den britischen Generalkonsul in Mün­chen angew'esrn. die Pfilz zu besuchen. Miederum

argeftrengte Bemühungen in bi der Richtung un­ternommen Eurzon gib weiter Der Hoffnung und Zuveisicht Ausdruck, daß Die beiden von der Re- parationSkornmissi on gebildeten Aus­schüsse eine weise und staatsmännische Prüfung der allgemeinen Lage vornehmen und einen Be­richt geben würden. Der zu einem Schritt vorwärts

aber habe die fraraöf Jd>? R gi rum eine Hal­tung eingenommen. t>:e er. wie er brennen 'e. Lage lei. zu verstehen. Die Fran- n daß sie es für ihre Pflibt ha tea

Bericht zu erstatten.

Auch diese Besprechung ergab einwandfrei, daß die gesamte pfälzisch« Bevölkerung Den Separat sten schroff ab.ehuend grgrnübrrst-h', unD daß die separatistische Bewegung in die Pfalz nur dadurch gebracht werden konnte, daß dir französischen Desahunk'Sbehörden Die Bewegung der Separatisten in jeder Weise unterstützten.

Linen großen Raum in Der Besprech mg nahm Die Frage der von verschiedenen Lindbürg.'r- meistein unter Anlroha, g r-on Gewalt . r preßten LotzalitätserklSrungen für Die separatistische R gierung ein 2S wurd? die Art und Weise g< schiert, wie diese Lvtz itttäts- ci ttärungm erpreßt wurden, und mitgcteilt. diß Die meisten ßanDbürgermet'ter ,so z. D im Bezirk Zweibrücken, die unter Androhung von Gewalt abgegebenen Erklärung n widerrufen b'.bm. QBie gewalttätig und Herrschsuchtig die Separa­tisten vorqchen, zeigt das in dec Sitzung bc- LinnlgcgtLcnc Borg hen der Separatisteii pegen Die fKjlannte Papierfabrik Knöckel. Schmidt u. Lo. in Lindenberg, die von den Separatisten ruiniert wurde.

weil em dort vorher beschäftigter Separatist entlassen worden ist.

Sehr interessant war auch die Schilderung Der Pl'inderungSfzene auf Dein -uvtvost- amt b im Einzug der Separatist n in Speyer /'ie Leparatisttn verjagten die Po bea nten .,.o p ü i- Dcrtcn Dann sämtlichr Pakete, während fran- zöfische Pc st en vor dem Bostgebäude Wache stan­den und didurch die Plünderer schützten. Der Generalkonsul Glive bat heute seine 3nforma- tionSreise durch die Pfalz fortgesetzt.

Der Generalkonsul Clive hatte auch eia-c UntcrreDung mit einem Redakteur Der »Reuen Badischen Landes Zeitung", bevor er am Mitt­woch früh vom Parkhotel in Mannheim wieder i in Die Psali fuhr. Cl oe bestätigte, daß die Aus­sprache, welche Die berufenen Vertreter der Pfalz am Montag mit ihm im Parkhotel gehabt haben, eine große Kundgebung

gewesen sei. Er betaute D^ibei, daß er ganz neutra dia DerhättniNe zu un erfatei wünsche. Gr iverde bemüht sein, mit allen Sch.chlen Der Bevölkerung zu sprochan. Gr fahre jetzt nach Landau, noch einmal nach Speyer, werde sich also in Den nächsten Tagen in der Pfalz auf- halten, um am Freitag In Koblenz Dan bri­tischen Delegierten tn Der Rheinlandkommilsion

I über seine Untersuchung Bericht zu erstatten.

Die Adreßdebatte im Parlament.

London. 16. Jan (Priv.-Tel.) 3m Unter­bau» sprach nach MacdonalD, wie gestern schon

I kurz berichtet, Lloyd George für dr? Libe­ralen, Der seine Re>e mit einem heftigen Angriff gegen Die g genJ>lr t c Reg eraig bcgacLu, und im

I belonDcren ihrr Haltung in Der RepatationSfrage I branstandet', sprach vor allem über Dir besetzten I deutschen Gebiete. iS-ine Atfra^ei an die Re- I gierung über DaS dortige Auftreten Der Fran- I zvlen wird Mac Rcil veraussichtlich beute bc- I antworten.« Rach Erörterung De: ka astiophal: i I 1 chkeilen, D e sich aus der B' etzung des Ruhrgebietes ergeben könnten, kam Lloyd George auf Die

feparatist fche Bewegung

zu sprechen und sagte, warn einer Der Mi enen sie cmtutiKn würde, wäre dies ein ichi-idlicher B^tch des B i ailer Vertrages. Gr eri inerte m

I Diesem 3uiammenoanq ta an. Daß cr lich im I Haßre 1919, aU? Die franzö i chen M litärb sebls- bab?r im Ph i land auch ver achten, e ne lepara-

I tistijche B gung einzul.iie i, unverzüglich an I Die französische Reg.erung gewandt hab? mit Dem I I k. daß man nichts mehr von der Sache I gc!"ört hab', da Mlllcrand und B.-iand f4> seiner ©tcKungnal nie a^g-^fch'oss n hätten. Vöas die

I Aussichten d er Ar? leneiieru g arlin e. sagte I Lloyd George schließlich. MacDanaiD werde es I nicht leicht gelingen, feine 3deale in die Tat I umzusehen.

Rach Lloyd George sprach

Baldwin,

Der Das vergangene Hahr al5 nicht erfolgreich für Die Förderung der Sache des Friedens und Der Dvhl ahrt in Europa bezeichnete, aber gleich- zeitig D e neuerlichr Ernl.-tzung von Sachv-erstän- digenauSschü ser. zur P.üfu-g Der deutschen Zi- | nan-lage als Den ersten Schritt vorwärts be­grüßte Baldwin sagte weiter. e3 tonne fern. Daß I die französi che Regierung in Dem gegenwärtigen

Stande Der Paris« Devifa

Charles G. Dawes.

SharleS v. DawcS, Der amerikanische Vorsitzende des interalliierten Mnte.fud)un;6- au-schufses für Die deutsck-en Finanzen, ist Durch Die Pariser ReDe. mit Der cr fein neues Amt übernahm. Der vo.ksmmlichste Äann Der politischen Oeffentlrchkeit fletrorDcn. Bisher war er in Europa nur Dunkel bekannt als Der General hell anD Maria", Der so schrecklich fluchen kann. Daß cr auch sehr Diplomatisch Vorgehen kann unD ein feiner Psychologe ist, hat er jetzt bewiesen. Denn Die kluge Zurück­haltung unD Neutralität, mit Der er sprach, soll bedeuten. Daß cr sich nicht als Vertreter Des amerikanischen Volkes sühlt unD auch nicht im Auftrag seiner Regierung gekommen ist (was tn Washington immer wieDer betont wirD). Die ösfentliche Meinung in Deutsch­land tut gut. tn General DaweS nun nicht gleich den Lohengrin -u sehen, der über das große Wasser gekommen ist, um a!S Kämpfer unD Retter für Die deutsche BedrananiS auf- zutreten. Gleichwohl sind Die ersten Schritte, Die dieser Mann Der Tat aus europäischem Boden tut, hocherfreulich unD werden mit Recht als Der Beginn einer energischen Rei­nigungsaktion begrüßt. Wer ist eigenUich die­ser DaweS?

Als Har Ding, Der Vorgänger Eoo- liDgeS, Die Präsidentschaft Der Vereinig­ten Staaten übernahm, herrschte tn Der Staats­verwaltung mit ihrem BuDgrt von mehreren MUUarden Dollar eine heillose Lotterwirt­schaft von Wilson her. Jedes Staatsamt trach­tete Darnach, vom Kongreß so viel Geld als nur möglich bewilligt zu erhalten, ohne genau mitzuteilen, wofür es benötigt werde. IeDes Departement wachte eifersüchtig Darüber. Daß es im GelDauSgeben nicht hinter den anderen zurückbleibe. Dazu kam, daß Die Kompetenzen Der einzelnen Aemter meist sehr ungenau ab- gegrenzt waren, wodurch mehrere Dienstzweige von mehreren verschiedenen Stellen aus ge­leitet unD auf Diese Weise Daö Personal unD Die Ausgaben unnötig vergrößert wurden. Also ganz ähnlich, wie eS. in AachkriegS- Deutschland auSsehen soll. Das wurde aber | tn Amerika plötzlich anders. Ein frischer Wind, eigentlich schon ein tüchtiger Sturm seyte ein, als man Herrn DaweS, gerade Präsident einer Großbank in Illinois, als Chef des BudgetbureouS zum Spardirek- t o r der Dereinigten Staaten machte. Don Rang eines Generalleutnants hatte DaweS tm Kriege erhallen. Er hatte damals die D c r kaufsbureaus aller Alliierten zu einem einheitlichen Wirtschaftskörper ver­einigt und war als Präsident diesesAllies Purchasiug and Liquidation Board" teils an­genehm, teils aber auch gewissen Leuten sehr unangenehm ausgefallen.

Don dem Augenblick an, da DaweS im Amte eines Spardiktators saß, Durfte kein De- | partement mehr auf eigene Faust etwas an- schaffen, bestellen oder verkaufen. Denn das KrtegSministerium Schreibtische brauchte, trat Dem Bureauchef untersagt, zu einem Möbel- fabrifanten zu gehen unD sich auSzvsuchen, was tbm gefiel, sondern er mußte den Bedarf dem Herrn DaweS Mitteilen. Mnb dieser schaffte dann Die Tische aus einem (von ihm abccbau- ten) anDcrcn Bureau heran. Der Kontrolle des Herrn DaweS unterftanDen insgesamt 43 Re- gicrungsämter 3n Diesen Aemtcrn mußte wochenlang hin- unD herftudiert werden, was sich an Den letzten Etataufstellungen noch strei­chen ließe. MnD Dann erst setzte DaweS noch einmal seinen Blaustift in Bewegung.

General DaweS kennt kein Ansehen Der Person unD nimmt kein Blatt vor den MunD, wenn cr seine Meinung sagen will. Man er­zählt sich. Daß hohe Beamte, sogar General­sekretäre, totenbleich unD zitternd sein Bureau verlassen haben. Er seyte selbst Denhöchsten Tieren" sehr deutlich auseinander, daß sie in Dem großen Staatsbetrieb nur ein Stäubchen und nicht etwa die Allgewaltigen sind, die sie sich zu sein einbilden, lieber sich selbst sagte cr gelegentlich: ..3d) bin ein einfacher Ge­schäftsmann. 3<h gebe immer wieder einen Be­ruf auf, der mir hunderttausend Dollar jähr­lich eintragen könnte, und nehme Posten an, die mir kaum den zehnten Teil einbr.ngen. Warum tue ich das? Weil ich e t n guter Staatsbürger sein will und, wenn man mich ruft, nicht ab sagen Darf. Aber glaubt nur Ja nicht, daß ich. weil ich schlecht bezahlt werde, mich an der Rase herumführen lasse!''

DaweS wird sich auch in Paris nicht an der Rase herumführen lassen. Er Hai einem deutschen Zeitungsberichterstatter angedeutet, daß er ganz genau die Absicht gewisser poli­tischer Einflüsse merkt, seinen Ausschuß m i t Akten st ücken t o t z u s ch l a g e. unter Aktenstücken zu ersticken und zu begraben. 2Ib:r daS Temperament eines Dawes wird sich durchsetzen. Das erhoffen wir Deutsche in er­ster Linie von ihm,

an der Weiterfahr!, zertrümmerten die Wagen- scheiben und versuchten. Den Betrieb still-

8 u l c g en. Die 3nlallen wurden mehrfach ge­zwungen. auszu st eigen 3n der Schadow- fitahc hielten sie einen Kraftwagen an, miß­handelten die 3nfaffen und beschädig en den W-agen Die Polizei zerstreute die Menge, blc sich aber wieder sammelte und nach dem Rorringer Platz zog, wo ein Straßenbahnwagen beschossen wurde Gin Kaufmann ist durch einen Schuß ins Auge schwer mverletzt worden. Die Pollzeibsamten erwiderten daS Feuer, und die Menge wurde schließlich zerstreut. Später kam eS am Dorotheenplatz zu neuen Ansamm­lungen Auch blei wurde geschossen Die Polizei die auch hier daS Feuer erwiderte, verjagt« schließlich die Menge.

Die Strrifbrtvrgnnfl der Textilarbeite,

Köln. 16 Jan lWolfs.) Zur 2aer in bet rheinisch-westsälilchen Tertilindu - strie berichtet die .Kölrrfche 3eitung". daß ein» vom rh rnifchen Tertilarbeiterverban) in Qlben seid einbcruene Konj rem von V-rtretern De rechtsrh. inis chei Te> t larbeiter einstimm g be> fdiUf en hbe. den Kampf a u f der ganzen Linie aufzunehmen Der Ghri'tli5e $eriilarbel- tertxrbmb v isucht fcrr» gen die Ve hrn^lunn«' mit ten Albügebern fer zus-tz-n Der Lbristlich, Arbeiterverband in MünHen-Gtabbach Hal bc- scki'vslm, in den AuSstand zu treten 3n einer g ö.-.-ren Anzahl trn Betrieben wird weiter ge­arbeitet und tellwe.se fogir Mehrarbeit geleistet

Die bayerische Denkschrift.

Berlin. 16 Han lWTB.) Der Reichs- kanzlei Hit an den bayerisch n 0*finMen von Pieg -r am 15 Zanuar ein Schreiben gerichtet, worin es h."1ht: . ,r ,,,

.Di« mit am 5. (Januar d. J überreichte Denkschrift der bayerischen Regie­rung habe ich inzwischen mit 2 ifmerklimkeil gelesen und sie fobalb ich in dm Belitz einer ausreichenden Zah' von Abdracken gelangt war allen beteiligten Reichrstellen zugelei et Die baye­rische Regierung wird es ver'trndich finD-n, die ReichZress.e.-uig -onaelicht; d r w.ii- reichenden Bedeutung der in der Denklchr^t er­örterten Prib'eme eine abschließende Stellung heute nvh nicht einn?hmrn kann. Schot jetzt aber möchte ich meiner lebhaften Genugtuung

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

üntd mb Derlei: vrühl'fchs Untecrfit4t$'BH(b- unD Sleinbruderei R. £an3C in Gießen. Sdiriftleitung un) Sesch^ftrftelle: Schnllkraße 7

England und die Pfalz.

Tlives Untersuchungen in Speyer. - Die 2ldrehdebatte im Unterhaus. - Lord Curzon gege». Frankreich und die Separatisten.

Hansa-

Ha.ndelischolt /. Kunulmann Gießrn, Blachstr. Beginn neuer Kur Prospekt Jra.

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