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-fair.
Ltmmnfchüserel tu Lich zum ’45erfauf. Die Q a m m= böse der Stammherden in Götzen und Boben- hausen werden vvrussichtlich Anfang August in Götzen versteigert. Es ist nicht ausgeschlossen, datz eine weitere Versteigerung von Lammbvcken ebenfalls Anfang August im Kreise Gießen abgehalten wird.
Vermischtes.
Die Berliner GroßeDolksoper verkracht.
Berlin. 15. Juli. Der Eigentümer des Theaters des Westens in Berlin, in welchem die Große Bolksvper. ihre Aufführungen veranstaltete, hat gegen die Oper das Konkursverfahren beantragt und die Exmissionsklage eingereicht, nachdem die Große Bolksvper ihnen Verpflichtungen seit Monaten nicht mehr nachgekommen ist.
DaS Elbe-Ostsee-Kanalprojekt aufgegeben.
Berlin, 15. Juli. Wie das „Verl. Tgbl." erfährt, ist das Elbe-O st see-Kanal- Projekt (Wismar-Stettin-WitteNberge) wegen finanzieller Schwierigkeiten aus- gegeben worden. Die Hamburger Verein sbank. die das -Unternehmen finanzieren wollte, hat sich unter Geschäftsaussicht begeben müssen. Ausländisches Geld, aus das man rechnete, konnte nicht flüssig gemacht werden.
Reichstagsabg. Fürst Bismarck mit einem Flugzeug abgestürzt.
Bamberg, 15. Juli. (WTD.) Am letzten Sonnvag unternahmen vier auf der Durchfahrt nach Rürnberg befindliche Flugzeuge eine Zwischenlandung. Als die Flugzeuge wieder starteten, stürzte eines aus geringer Höhe ab und wurde stark beschädigt. Der Insasse, Reichstagsabgevrdneter Fürst Bismarck, wurde leicht verletzt.
Schwere Gewitterschaden.
fpd. Aus demWesterw ald, 15. Juli. Ein schweres Unwetter mit verheerendem Hagelschlag ging am Sonntag nachmittag über einen großen Teil des Kreises Westerburg nieder und richtete überall schweren Schaden an. Die Umgebung von Möllingen wurde durch das Hagelwetter buchstäblich in eine Winterlandschaft verwandelt. Die Getreideernte ist völlig vernichtet. Das Kraut der Rüben und Kartoffeln liegt wie niedergewalzt am Boden. 3n den Obstanlagen ist das meiste Obst von dem Sturm und den fast eigrvßen Hagelstücken heruntergeschlagen. Zahllose Fensterscheiben wurden zerschlagen. Die wenigsten Landwirte, die von dem Unwetter betroffen sind, waren gegen Hagel versichert.
Hannoversch «Münden, 15. Juli. (5m Gebiet der unteren Werra haben schwere Gewitter mit Hagelschlag und wvlken- bruchärtigem Regen stattgefunden. 3n einer Ortschaft sind mehrere Gebäude eingeäschert worden.
Großfeuer in einer Kaserne.
Schwetzingen, 15. Juli. (WTD.) Heute vormittag gegen 1/211 Uhr brach in dem hinteren, zu Lagerzwecken benutzten Flügel der alten Dragon erkaserntz Groß- Feuer aus. welches bis iy< Uhr den ganzen Flügel in
Asche legte. Es verbrannten dort große 'Bestände an Fässern, deren Wert auf 30 000 Mark ein- geschäht wird. Das Feuer verbreitete sich auch über die beiden anderen Flügel der Staferne, in denen sich Wohnungen befanden, die geräumt werden mußten. Das Feuer war bis 1 Uhr mittags in der Hauptsache gelöscht. Der hintere Dau und die beiden Pavillons sind bis auf die Grundmauern niebergebrannt.
Ein Güterzug auseinandergerissen. — 3m 120» ' Kilometertempo talwärts.
Zittau, 15. Huli. (WTD.) Ein Eisenbahnunglück ereignete sich gestern abend auf der Strecke Warnsdorf—Bodenbach. Don dem um 9 Uhr abfahrenden Güterzug lösten sich hinter der Station St. Georgensthal 2 7 Wagen ab und sausten mit 120 Kilometer Geschwindigkeit nach Warnsdorf. Der Schluh- bremser Ost ermann aus Bodenbach tat bis zum Schluß seine Pflicht und bremste so stark, daß die Räder glühten und die Untergestelle Feuer fingen. Die Wagen durchfuhren mit großer Geschwindigkeit die 8-Kurven, ohne zu entgleisen, durchschlugen den Prellbock und stürzten bann in -eine Talniederung, wo sie einen wüsten Trümmerhaufen bildeten. Die Wagen waren zum größten Teil mit für Ungarn und Jugoslawien bestimmten Waren beladen. Der Bremser Oster- m a n n liegt tot unter den Trümmern. Ein Hilfszug von Warnsdorf und den umliegenden Bahnhöfen ist für die Aufräumungsarbeiten eingetroffen, die zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen werden. Eine Berkehrsstörung ist durch den Unfall nicht verursacht worden. Rach einer anderen Meldung durchfuhren die Wagen den Bahnhof Warnsdorf über eine Drehscheibe und stürzten dann ab.
3n den Händen einer Räuberbande.
Rom, 15. Juli. (WTD.) 3n der Rahe von Monte Piascons am See von Dolsena wurde ein Gutsbesitzer von drei maskierten Männern mit Waffen angehalten und gezwungen, aus dem Wagen aLszusveigen und ihnen in den Wasd zu folgen. Dort nrufüte er einen Drief an die Familie schreiben und sie aufsordern, dem Uebetbringer des Briefes als Lösegeld 100 000 Lire auszuzahlen. Die Familie brachte in der Eile nur 20 000 Lire zusammen, womit die Räuber sich auch- zufrieden ertlärten. Inzwischen war es aber dem Gutsbesitzer gelungen, zu entkommen. Die Polizei nahm bereits einen der Räuber fest.
Ein Passagier-Postflugzeug abgrstürzt.
Warschau, 15. Juli. (WTD.) Heute abend ist in der Umgegend von Warschau ein Passagier-Postflugzeug der französisch-rumänischen Gesellschaft aus größerer Höhe ab« gestürzt und völlig zertrümmert worden. Der Pilot und ein Passagier wurden getötet. Große Waldbrände an der pazifischen Küste.
San Franzisko, 15. 3uli. (WTD.) Die Schäden, die infolge der an der ganzen pazifischen Küste wütenden Waldbrände entstanden sind, belaufen sich auf viele Millionen Dollar. 3n den Bereinig t en Staaten und in Britisch-Columbia herrscht große Besorgnis wegen der vielen Farmerfamilien, die in der Rühe der Brandstätten wohnen. Don vielen Farmern in den Staaten Washington und (5daho sind keine Rach richten zu erlangen. Das inzwischen eingetretene Regenwetter erleichtert das Aettungswerk.
Eine chinesische e>taor vurcy Hvcywasier teilweise zerstört.
Reuhvrk, 15. Juli. (WTD.) Funkspruch. Wie aus Peking gemeldet wird, ist die Stadt K a l g a n, das größte Handelszentrum im Ror- den Chinas, durch eine Ueberschwemmung des Hangho-Flusses teilweise zerstört. Der Schaden wird auf 1 Million Dollar geschäht. Hunderte von Häusern sollen unter dem Druck der hereinbrechenden Wassermengen eingestürzt fein.
DaS furchtbarste Insekt
Ueber die ungeheuren Heuschreckenschwärme, die Südafrika heimsuchen, sind m letzter Zeit wieder viele Rachxichten zu uns gelangt. Aber selbst wenn wir von mehreren 100 Kilometer langen Zügen hören und von der Vernichtung riesiger Grasflächen und Felder, so können wir uns doch kaum eine Vorstellung davon machen, daß dieses bei uns so harmlose Insekt in jenen Ländern die grausigste Plage ist, die es überhaupt gibt. Das Auftreten dieser ungeheuren Heuschreckenschwärme vollzieht sich während langer Trockenheitsperioden, und diese Schwärme verzehren alles Grün vom Gras und den Ernten bis zu den Blättern der Bäume. Sie lassen nur eine völlig unbelebte Wüste zurück. Aber das ist nur ein Teil des Schadens, den diese pestilenzialischen Stere anrichten: sie sind zugleich bte widerlichsten Kreaturen unter der Sonne. Deshalb muffen affe Fenster geschlossen bleiben, so groß auch die Hitze ist, denn wenn ein Schwarm in einen Raum einfällt, ist dieser infolge des unglaublichen Gestanks unbewohnbar. Jeder offene Brunnen mutz sorgfältig bedeckt werden, denn sonst fallen die Heuschrecken zu Tausenden hinein, verfaulen und vergiften das Wasser. Ein solcher Brunnen muß vollkommen ausgepumpt und gereinigt werden, bevor er wieder benutzbar ist. Selbst wenn die Heuschreckenschwärme etwas Gras zurücklassen, so ist dieses vergiftet, so dah es kein Pferd anrühren würde. Die einzigen Geschöpfe, die den Besuch der Heuschrecken wohlgefällig aufnehmen, sind die Hühner und die Schweine. Aber wenn diese Tiere auch vvn der überreichlichen Rahrung dick und fett werden, so hat doch der Besitzer keine Freude davon, denn das Fleisch der Schweine und Hühner ha eine häßliche Färbung und stinkt, und selbst die Eier sind rot gefärbt und haben einen Geschmack, den höchstens ein Reger aushalten kann."
Die „wilde Jagd" nach den Diamanten.
Einer der größten Anstürme auf ein neu entdecktes Diamantfeld, die bisher in der Geschichte vorgekommen sind, vollzog sich dieser Tage zu Zeekoesontein an den Ufern des Vaal-Flusses. Ein Gutsbesitzer in jener Gegend, Tromp, hatte vor einigen Wochen Diamanten auf seinem Besitztum entdeckt, und er verkaufte nun die einzelnen Parzellen mit einem Verdienst von durchschnittlich 3000 Pfund die Woche. Das anstoßende Land, auf dem man ebenfalls Diamanten vermuten durfte, wurde nun, da es ohne bestimmten Besitzer war, von der Regierung für die Ausbeutung freigegeben, und 3000 Manner, darunter elegant gekleidete Herren, Studenten, arme Goldwäscher und wunderlich ausstaffierte Abenteurer hatten sich eingefunden. um sich sofort einen guten Anteil zu sichern. Sie bildeten eine lange, vor Erwartung zitternde Reihe zwischen zwei Fahnen, die auf einer Entfernung von etwa I1/2 Kilometer die Grenze des neuen Goldfeldes bezeichneten. Alle waren mit Hämmern und Schaufeln bewaffnet, älm 11 Uhr wurde der Erlaß der Regierung verlesen.
der die „wilde Jagd nach dem Glück" gestattete. Ein Schuß wurde abgefeuert, die Fahnen sanken herab, und ein toilbeä Rennen setzte sofort ein. Jungens in Sportanzügen wetteiferten mit elegant gekleideten Herren, zuerst an der Stelle zu fern, während die zufchauenden Kaffern das Rennen mit wilden Iubelrufen begleiteten. Die Männer fluchten und schimpften, wenn sie gegeneinander stiehen ober sich die Beinkleider an den dichten Domenbüschen zerrissen. Viele Läufer brachen erschöpft zusammen. Die Tüchtigsten richteten stch sofort auf dem von ihnen in Besitz genommenen Stück häuslich ein, und die berittene Polizei schlichtete die Streitigkeiten. Rach wenigen Stunden war ein eifriges tätiges ©olbgräberfelb entstanden. Die größten Diamanten, die Tromp auf seinem Grundstück fand, wogen 34 Karat.
Büchertisch.
* Alfred Dock: Das fünfte Element (Roman bei I. I. Weber in Leipzig, brosch. 2,80 Mk., Halbleinen 3,50 Mk.). Die Tva- gödie unserer Zeit, drn Kampf des Geldes um die Menschenseelr, läßt uns Alfred Dock in der kleinen, und in ihrer Enge doch typische gezeichneten Welt eines vberhessischrn Dauerndorfes erleben. Wcr Docks frühere Romane kennt, weiß, wie innig vertraut der Dichter mit dem Milieu feiner engeren Heimat ist, wie fest seine Gewalten tm Heimatboden wurzeln, wie dem Dichter die packendsten, ans Herz greifenden Szenen, fenc besten, am feinsten durchgearbeiteten Charaktere der Liebe Mr Scholle entwachsen sind. Wo dies in dem neuen Roman geschehen, ist es dem Dichter wiederum gelungen, echte Menschen zu schaffen und uns mit ihnen Szenen von erschütternder Tragik erleben zu lassen. Die großen sozialen Probleme der Materialisierung unserer Kultur und des Aasernanderlebens von Stadt und Land werden mit feinem Verständnis für die großen Linien unserer kulturhistorischen Entwicklung gestreift, eine erschöpfe!ide Dar st eil ing hätte naturgemäß eines weitergespannten Rahmens bedurft, aber auch von diesem Gesichtspunkt aus ist Docks „Fünftes Element" ein int>r* effanter psychologischer Beitrag zur Zutgeschichto und — als das Werk eines der besten Kenner 111° seres Landvoles, hoffentlich ein weiterer Pfeiler zur Ueberbrücfang der sozialen Gegensätze zwischen Stadt und Land.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. D.: Heinz Gor re nz.
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Heinrich Hochstätter
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Rentamtmann i. R.
Gießen, den 15. Juli 1924.
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter sagen wir innigen Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
I.A.d.C.: Herrn. Rhein
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Heute starb im 71. Lebensjahre unsere hebe, gute Fra« Margarethe Feldbaus geb. Älbacb Witwe des Gastwirts Louis Feldbaus. Wir werden ihr ein ehrendes, treues Gedenken bewahren.
Familie Emil Horst.
Gießen (Lonystr. 20), den 15. Juli 1924.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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Am 12. ds. Monats verschied unser lieber Alter Herr
Kreisdirektor
Kurt Eckstein
Geh. Regierungsrat
Wir beklagen den erneuten Verlust aufs tiefste.
Die sind. Reformverbindung. Welph ia LY.D.B.
Ein Läufer
und ein 08iree Einleaesckwein tu verkaufen.
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Freitag, den 18. Juli, abends 8 Uhr 8. Abonnements Konzert des* ReichswehrkapeBSe.
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Heute entschlief nach langem, mit Geduld ertragenem, schwerem Leiden meine liebe Frau, Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin
Frau Kath. Elisabetha Textor
geb. Schmidt
im 53. Lebensjahre. In tiefer Trauer:
Joh. Textof
Anton Textor
Lang-Göns, Familie Bopf den 15. Juli 1924. Familie Brückel
Familie Müller, Pohlgöns.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. Juli, nachmittags 3l/2 Uhr, statt.
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